DE3921397A1 - Isolierschutzmaterial, insbesondere fuer den bautenschutz, und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents
Isolierschutzmaterial, insbesondere fuer den bautenschutz, und verfahren zu dessen herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bautenschutz-Bahn, zum
mechanischen Schutz von verlegten Abdichtungen, die
wenigstens eine Schutzmaterialschicht umfaßt, die im
wesentlichen aus einem Granulat besteht, das aus elastischem
Natur- und/oder Kunststoff hergestellt ist. Außerdem
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieser
Bautenschutz-Bahn.
Auf die letzte bzw. oberste Abdichtungslage von Dächern,
insbesondere Flachdächern, sowie von Balkonen, Terrassen und
Parkdecks wird im allgemeinen eine Nutz- oder Verschleiß
schicht aufgebracht. Diese besteht je nach Nutzung wahlweise
aus:
Betonplatten, Keramikplatten oder ähnlichem, Ortbetontafeln,
Kies, Sand oder Substratschichten für Begrünungen.
Derartige Nutz- oder Verschleißschichten, wie die vor
stehenden Beispiele zeigen, bestehen meist aus harten Ma
terialien, die zudem oft scharfkantig sind und schädigende
statische und dynamische Kräfte auf die Abdichtung über
tragen können.
Es ist Regel der Technik, daß Schutzschichten zwischen Ab
dichtungs- und Nutzschichten eingebaut werden. Ein solcher
Schutz, wie er sich in den letzten Jahren immer mehr einge
bürgert hat, wird konventionellerweise durch eine sogenannte
Bautenschutzmatte/Bahn erzielt, die auf die letzte bzw.
oberste Abdichtungslage aufgelegt wird, bevor die Nutz- oder
Verschleißschicht aufgebracht wird. So bildet sie me
chanisch schützende abpuffernde Zwischenlage zwischen den
Abdichtungslagen und den Nutz- und Verschleißschichten.
Derartige Bautenschutzplatten/matten haben eine Dicke
zwischen 6 bis 20 mm und bestehen aus polyurethangebundenem
Kunststoff oder Gummigranulat. Sie werden von Spezialfirmen
im Block oder auf einem Band hergestellt und sind ver
hältnismäßig teuer. Diese Bautenschutzplatten/Matten werden
als Bahnen in Rollenform oder Plattenform angeliefert.
Die Aufgabe derartiger Bautenschutzplatten/matten besteht,
genauer gesagt, darin, beim Aufbringen der Nutz- oder Ver
schleißschichten Stöße, Kantenpressungen und Punktbe
lastungen aufzufangen bzw. abzupuffern, die die Abdich
tungslagen verletzen und zu Undichtigkeiten führen könnten.
Außerdem sollen derartige Bautenschutzplatten/matten im
Langzeitverhalten des Durchdrücken von scharfkantigem Kies,
Steinen, Betonplattenkanten und ähnlichem verhindern, da ein
solcher ständiger Druck die Unversehrtheit der Abdichtungs
lagen stark gefährdet.
Die bisher bekannten Bautenschutzplatten/matten sind relativ
steif und unhandlich und erfordern einen verhältnismäßig
hohen Kunststoff- bzw. Gummigranulataufwand, damit sie ihre
Funktion, als mech. Schutzschicht über Abdichtungen aus
reichend erfüllen können. Außerdem sind sie für Abdich
tungszwecke nicht geeignet, da sie porös, d. h. wasserdurch
lässig sind.
Die Abdichtungsfunktion ist jedoch erwünscht, wenn man Bau
tenschutz-Bahnen vielseitiger einsetzen will. Die Lager
haltung vieler Materialien wird gemindert und Produk
tionskosten gesenkt.
Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, eine Bauten
schutz-Bahn der eingangs genannten Art zur Verfügung zu
stellen, bei der das Verhältnis zwischen Materialaufwand und
mech. Schutzwirkung gegen Perforationen durch statische und
dynamische Kräfte auf Abdichtungen möglichst optimal ist,
und die bei gleichzeitiger Dichtungsfunktion, handlich ver
arbeitet werden kann, und auch anderweitig einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird mit einer Bautenschutz-Bahn der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die im
wesentlichen aus Granulat bestehende Schutzmaterialschicht
auf eine perforationsfeste, dehn- und reißfeste Unterlage
ein- oder beidseitig aufgebracht ist.
Durch die perforationsfeste bzw. widerstandsfähige Unter
lage wird einerseits die Menge an Granulat aus elastischem
Natur- und/oder Kunststoff, im Gegensatz zu marktüblichen
Bautenschutzplatten/bahnen wesentlich vermindert, und
andererseits wird die Schutzwirkung von Abdichtungen gegen
statische und dynamische Einwirkungen voll erreicht, so daß
insgesamt ein ausgezeichnetes Verhältnis zwischen Material
aufwand und Abdichtungsschutzwirkung erzielt wird.
In Weiterentwicklung der Erfindung ist die Bautenschutz-Bahn
so ausgebildet, daß die aus Granulat bestehende Schutzmate
rialschicht mittels klebendem Abdichtungsmaterial auf die
perforationsfeste bzw. dehn- und reißfeste Unterlage aufge
bracht ist.
Auf diese Weise wird auf einer oder beiden Seiten der per
forationsfesten, dehn- und reißfesten Unterlage/Einlage eine
Abdichtungsschicht aufgebracht, welche der Bautenschutz-Bahn
nach der Erfindung zusätzlich zu ihrer Schutzfunktion
Abdichtungseigenschaften verleiht. Dadurch wird nicht nur
die Abdichtungsfunktion der darunterliegenden Abdichtungs
lagen unterstützt, sondern diese Bautenschutz-Bahn eröffnet
die Möglichkeit einer vielseitigeren Anwendbarkeit. Sie kann
auch für Abdichtungszwecke und im Fußbodenbereich als
Abdichtungs- und Schutzbahn eingesetzt werden.
Vorzugsweise besteht das Klebemittel zur Einbettung des Gra
nulates aus Bitumen.
Das Granulat ist vorzugsweise ein Gummi- bzw. Kautschukgra
nulat.
Als perforationsfeste bzw. -widerstandsfähige Unterlage ist
bevorzugt ein Kunst- und/oder Naturstoffvlies, -gewebe, -ge
lege od. dgl. oder ein Verbundwerkstoff aus zwei oder mehr
dieser Materialien vorgesehen. Hierbei kann das Vlies, Ge
webe oder Gelege insbesondere ein Polyester-, Polypropylen-,
Polypropylen-Polyester- oder Glasfaservlies, -gewebe oder
-gelege sein. Bevorzugt hat das Vlies, Gewebe oder Gelege
oder der Verbundwerkstoff ein Grammatur- bzw. Flächenge
wicht zwischen 120 und 450 g/m2.
Das Granulat, insbesondere das bereits erwähnte Gummi- bzw.
Kautschukgranulat, hat vorzugsweise eine Körnungsgröße, die
im Bereich von 1 bis 20 mm liegt.
Schließlich kann das Granulat mit einem klebenden Material
bzw. Klebstoff, insbesondere mit einem klebenden Ab
dichtungsmaterial übersprüht sein, wodurch die Bindung des
Granulats erhöht und seine Widerstandsfähigkeit gegen me
chanische Belastungen verbessert wird.
Außerdem wird mit der Erfindung ein Verfahren zur Herstel
lung der erfindungsgemäßen Bautenschutzbahn zur Verfügung
gestellt. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß
eine perforationsfeste, reiß- und dehnfähige Einlage/Unter
lage, die vorzugsweise bahnförmig ist, ein- oder beid
seitig mit einem Kleber mit Abdichtungseigenschaften be
legt bzw. beschichtet wird. Die dauerhafte Fixierung des
Granulats wird durch Einstreuen in die klebeaktive Be
schichtung erreicht.
Die perforationsfeste dehn- und reißfeste Unterlage/Einlage,
das Granulat, das Klebemittel und die wasserdichten Deck
schichten, sind hierbei vorzugsweise von der oben ange
gebenen Art.
Um eine besonders gute Verankerung des Granulats in dem
klebenden Material, und der/den dichtenden Deckschichten zu
erreichen, wird das Verfahren nach der Erfindung bevorzugt
so ausgeführt, daß das Granulat zur optimalen Haftung nach
dem Einstreuen in das Klebemittel eingewalzt wird.
Weiter kann zur Erzielung eines besonders guten Zusammen
halts des Granulats, wie oben erwähnt, das Granulat nach der
Beschichtung bzw. dem Einstreuen mit einem klebenden Mate
rial bzw. Klebstoff übersprüht bzw. eingesprüht werden. Zum
Einsprühen bzw. Übersprühen soll vorzugsweise das gleiche
Klebemittel verwendet werden, mit dem auch die perforations
feste bzw. reiß- und dehnfähige Unterlage/Einlage vor dem
Aufbringen des Granulats ein- oder beidseitig belegt bzw.
beschichtet wird.
Die Erfindung sei nachstehend anhand von besonders bevor
zugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die einzige
Figur der Zeichnung, die einen Querschnitt durch eine er
findungsgemäße Bautenschutz-Bahn zeigt, näher erläutert.
Das insgesamt mit 1 bezeichnete Isolierschutzmaterial be
steht aus einer perforationsfesten, reiß- und dehnfähigen
Unterlage/Einlage 2, auf die beidseitig je eine Schicht aus
klebendem Abdichtungsmaterial 3, insbesondere klebefreudigem
Bitumen, aufgebracht ist. Auf jeder der beiden Schichten aus
klebendem Abdichtungsmaterial ist eine Schicht aus Granulat
4, insbesondere Gummi- bzw. Kautschukgranulat, vorgesehen,
und zwar so, daß das klebende Abdichtungsmaterial 3, wie die
Darstellung zeigt, die einzelnen Körner des Granulats 4
nicht nur mit der perforationsfesten bzw. -widerstands
fähigen Unterlage 2 sondern auch untereinander verbindet und
gleichzeitig eine ununterbrochene kontinuierliche Abdich
tungsschicht auf jeder der beiden Seiten der perforations
festen reiß- und dehnfähigen Unterlage 2 bildet.
Im übrigen wird, was die bevorzugten Herstellungsmöglich
keiten der einzelnen Schichten und die verschiedenen ver
wendbaren Materialien etc. betrifft, auf die obigen Angaben
verwiesen.
Die erfindungsgemäße Bautenschutz-Bahn wird in Rollenform
produziert und angeliefert. Beispielsweise derart, daß jede
dieser Rollen 1 m breit und 5 m lang sein soll. Die Dicke
dieser Bautenschutz-Bahn liegt bevorzugt im Bereich von 6
bis 10 mm. Sie ist gegenüber den eingangs erwähnten be
kannten Bautenschutzplatten/bahnen kostengünstiger her
stellbar und vielseitiger verwendbar.
Insbesondere kann die erfindungsgemäße Bautenschutz-Bahn,
vorzugsweise in Bahnenform, außer der eingangs genannten
bestimmungsgemäßen Verwendung, auch für Abdichtungszwecke
und im Fußbodenbereich eingesetzt werden. Sie ist handlicher
als die handelsüblichen steifen Bautenschutzplatten/bahnen,
da sie verhältnismäßig flexibel und in Rollenform lieferbar
ist.
Claims (20)
1. Isolierschutzmaterial, insbesondere für den Bauten
schutz, das wenigstens eine Schutzmaterialschicht
umfaßt, die im wesentlichen aus einem Granulat be
steht, das aus elastischem Natur- und/oder Kunststoff
hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die im wesentlichen aus Granulat (4) bestehende
Schutzmaterialschicht auf eine perforationsfeste bzw.
-widerstandsfähige Unterlage (2) ein- oder beidseitig
aufgebracht ist.
2. Isolierschutzmaterial nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die aus Granulat (4)
bestehende Schutzmaterialschicht mittels klebendem
Material, insbesondere Abdichtungsmaterial (3), auf die
perforationsfeste bzw. reiß- und dehnfähige Unterlage
(2) aufgebracht ist.
3. Isolierschutzmaterial nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das klebende Abdich
tungsmaterial (3) Klebebitumen ist.
4. Isolierschutzmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Gra
nulat (4) Gummi- bzw. Kautschukgranulat ist.
5. Isolierschutzmaterial nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die perforationsfeste, reiß- und dehn
fähige Unterlage/Einlage (2) ein Kunst- und/oder Natur
stoffvlies, -gewebe, -gelege od. dgl. oder ein Verbund
werkstoff aus zwei oder mehr dieser Materialien ist.
6. Isolierschutzmaterial nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Vlies, Gewebe oder
Gelege ein Polyester-, Polypropylen-, Polypropylen-
Polyester- oder Glasfaservlies, -gewebe oder -gelege od.
dgl. ist.
7. Isolierschutzmaterial nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vlies, Gewebe
oder Gelege oder der Verbundwerkstoff ein Grammatur-
bzw. Flächengewicht zwischen 120 und 450 g/m2 hat.
8. Isolierschutzmaterial nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Granulat (4) eine Körnungsgröße im Be
reich von 1 bis 20 mm hat.
9. Isolierschutzmaterial nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Granulat (4) mit einem klebenden Ma
terial bzw. Klebstoff, insbesondere einem klebenden Ab
dichtungsmaterial, übersprüht ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Isolierschutzmaterials,
insbesondere für den Bautenschutz, das wenigstens eine
Schutzmaterialschicht umfaßt, die im wesentlichen aus
einem Granulat besteht, das aus elastischem Natur- und/
oder Kunststoff hergestellt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine perforationsfeste, reiß-
und dehnfähige Unterlage/Einlage (2), die vorzugsweise
bahnförmig ist, ein- oder beidseitig mit einem kle
benden Material, insbesondere Abdichtungsmaterial (3),
belegt bzw. beschichtet und dann, während das Material,
insbesondere Abdichtungsmaterial (3), noch klebeaktiv
ist, mit dem Granulat (4) beschichtet, insbesondere
abgestreut, wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Unterlage/Einlage (2) mit
Klebebitumen als klebendem Abdichtungsmaterial (3)
belegt bzw. beschichtet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß mit Gummi- bzw. Kau
tschukgranulat beschichtet, abgestreut, wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Unterlage/Einlage
(2) eine perforationsfeste bzw. -widerstandsfähige
Kunst- und/oder Naturstoffbahn verwendet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß als perforationsfeste bzw.
-widerstandsfähige Kunst- und/oder Naturstoffbahn ein
Vlies, Gewebe, Gelege od. dgl. oder ein Verbundwerk
stoff aus einem Vlies und/oder einem Gewebe und/oder
einem Gelege verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Vlies, Gewebe, Gelege od.
dgl. oder der Verbundwerkstoff ein Grammatur- bzw.
Flächengewicht zwischen 120 und 450 g/m2 hat.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Vlies, Gewebe, Gelege od. dgl. oder ein Verbundwerkstoff
aus Polyester und/oder Polypropylen und/oder Glasfasern
verwendet wird.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß das
Granulat (4) nach dem Einstreuen, in das klebende Ma
terial, insbesondere Abdichtungsmaterial (3), einge
walzt wird.
18. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche
10 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß das Granulat (4) mit einem klebenden Material
bzw. Klebstoff, insbesondere einem klebenden
Abdichtungsmaterial (4), übersprüht bzw.
eingesprüht wird.
19. Isolierschutzmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es eine
Bautenschutz-Bahn ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß als Isolierschutz
material eine Bautenschutz-Bahn hergestellt wird.
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