DE3019531A1 - Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und lastplatte - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und lastplatteInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer Schotter-
- bettunterlage und Lastplatte Verfahren zur Herstellung einer Schotterbettunterlage Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Schotterbettunterlage, bei dem zwischen einer starren, insbesondere aus Beton bestehenden Unterlage, und einer Schicht aus Schotterbettsteinen elastische Lastplatten aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen angeordnet werden,die auf einer Seite mit einem Gitterwerk mit überwiegend umlaufenden Vorsprüngen versehen sind, und eine Lastplatte für dieses Verfahren.
- Derartige Schotterbettunterlagen werden z. B bei Schienensträngen verwendet, bei denen es auf eine möglichst schall- und schwingungsdämmende Ausführung ankommt, wie es unter anderem beim U-Bahnbau der Fall ist.
- Im deutschen Gebrauchsmuster G 78 23 755 ist eine Schotterbettunterlage beschrieben, die aus einer zweischichtigen, elastischen Unterlegplatte aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen besteht und zum Auflegen auf im wesentlichen starre, insbesondere aus Beton bestehende Unterlagen bestimmt ist. Bei dieser bekannten Unterlage ist die untere Schicht an ihrer Unterseite eben ausgeführt,und es ist zumindest eine der beiden Schichten an den einander zugekehrten Flächen mit einem Gitterwerk in Form von umlaufenden Vorsprüngen in der Weise versehen, daß beim Aufeinanderlegen der beiden Schichten praktisch allseitig geschlossene Zellen entstehen.
- Die bekannte Schotterbettunterlage löst zwar die Aufgabe, bei guter elastischer Verformbarkeit eine ausreichend große Standfestigkeit zu bieten, doch hat sich herausgestellt, daß aufgrund der ebenen Oberfläche der oberen Gummischicht bei den darüberliegenden Schotterbettsteinen im Falle einer großen Beanspruchung ein gegenseitiges Verrutschen teilweise noch möglich ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Schotterbettunterlage zu entwickeln, bei dem unter Beibehaltung einer ausreichend großen Standfestigkeit ein Verrutschen von auf der Schotterbettunterlage aufgebrachten Schotterbettsteinen weitgehend vermieden wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Lastplatten mit dem Gitterwerk nach unten verlegt werden und daß die Oberseite der Lastplatten entweder mit Unebenheiten oder mit Belägen versehen wird, die aufgrund des Eigengewichts der oberhalb aufzubringenden Schotterbettsteine eingedrückt werden.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einer vorhandenen starren Unterlage, z. B. aus Beton, zur Schaffung von Luftkammern für eine schall- und schwingungedämmende Ausführung einer Schotterbettunterlage auf die bekannte zweite Lastplatte verzichtet werden kann, wenn die untere Lastplatte mit dem Gitterwerk nach unten verlegt wird. Die Erfindung bietet somit den Vorteil einer nicht unwesentlichen Material- und Raumeinsparung. Gerade das letztgenannte Merkmal kann bei der begrenzten Höhe von Tunnel anlagen von entscheidender Bedeutung sein.
- Weiterhin bietet das erfindungsgemäße Verfahren eine Vereinfachung der Herstellung einer Schotterbettunterlage, da Platten nur noch in einer Schichtdicke verlegt werden müssen. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß die Lastplatten auf der Oberseite mit Unebenheiten zur rutschfesten Anlagerung von Schotterbettsteinen versehen sind, so daß sich weitere Beläge gegebenenfalls erübrigen.
- Für den Fall, daß gemäß der Erfindung die Oberseite der Lastplatte mit weiteren Belägen versehen werden soll, kommen als solche eine plastische Schicht und/oder eine elastische Schicht in Frage. Als plastische Schicht kann z. B. in einfacher Weise eine Bitumenschicht aufgestrichen werden. Sie bietet zusätzlich den Vorteil, daß mit ihr die Fugen der verlegten Lastplatten in einfacher Weise geschlossen werden können.
- Als elastische Schicht eignen sich besonders gut Gummimatten mit hohem Weichheitsgrad, die als Rollenmaterial vorliegen und daher auf einfache Weise verlegt werden können.
- Bei Verlegung sowohl eines Bitumen- als auch eines Weichgummibelags ergibt sich als zusätzlicher Vorteil eine selbstklebende Verbindung dieser beiden Schichten.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben.
- Es zeigen: Fig. -1 eine elastische Lastplatte als Schotterbettunterlage für Gleisfahrzeuge im senkrechten Schnitt und Fig. 2 die Platte gemäß Fig. 1 in einer Unteransicht.
- Eine Schotterbettunterlage in einem Schotterbett für Gleisfahrzeuge wird im wesentlichen in der Weise hergestellt, daß elastische Lastplatten 1 zwischen einem Betonfundament 2 und einer Schicht aus Schotterbettsteinen 3 angeordnet werden.
- Die Unterseite einer Lastplatte 1 ist mit einem Gitterwerk aus angeformten Vorsprüngen versehen1 das von sich kreuzenden Rippen 4 gebildet wird, die ihrerseits einen etwa dreieckförmigen Querschnitt haben. Die Rippen 4 umgeben jeweils eine pyramidenstumpfförmige Luftkammer. Diese Hohlräume in einer Schicht zwischen dem Betonfundament 2 und Gleisen sind besonders geeignet, eine schalldämmende Wirkung auszuüben. Um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, kann es auch genügen, die Vorsprünge nicht vollständig umlaufend auszubilden.
- Die Lastplatten 1 sind vorzugsweise aus einem Gummi oder gummiähnlichen Stoff mit relativ großem Härtegrad aufgebaut, um den schweren Belastungen beim Passieren eines Zuges standzuhalten.
- Nachdem die Lastplatten auf dem Betonfundament 2 verlegt sind, wird auf ihrer Oberseite als erster Belag eine plastische verformbare Schicht 5 aufgebracht, z. B. eine Bitumenschicht aufgestrichen.
- In eine solche Schicht können sich die Schotterbettsteine 3 in gewissem Umfang eindrücken, so daß eine weitgehend rutschfeste Ablagerung erreicht wird.
- Zur Verstärkung dieser Wirkung kann zusätzlich als zweiter Belag eine elastische Schicht, z. B. eine Weichgummimatte 6 verlegt werden. Dabei wird für die Matte 6 ein wesentlich höherer Weichheitsgrad zu wählen sein als für das Material der Lastplatte 1.
- Bei Berücksichtigung gewisser Kriterien, z. B. Schichtdicken, Härtegrade und Größe der Schotterbettsteine 3 kann es auch ausreichend sein, zwischen der Lastplatte 1 und den Schotterbettsteinen 3 ausschließlich eineelastische Schicht 6 vorzusehen. Weiterhin kann es bei Berücksichtigung derartiger Kriterien genügen, die Oberfläche der Lastplatte 1 mit Unebenheiten zu versehen.
- Für den Fall, daß die Lastplatten 1 bereits vor dem Einbau in ein Schotterbett mit Belägen versehen sein sollen, ist es günstig, eine Gummimatte 6 über die Ränder einer Lastplatte 1 überstehen zu lassen, um beim Verlegen der Lastplatten 1 entstehende Fugen gleichzeitig abdecken zu können. Wenn die Lastplatten 1 in voller Breite eines vorgesehenen Schotterbettes hergestellt werden, genügt es selbstverständlich, die überstehenden Enden an nur zwei gegenüberliegenden Seiten vorzusehen.
- L e e r s e i t e
Claims (9)
- Ansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer Schotterbettunterlage, bei dem zwischen einer starren, insbesondere aus Beton bestehenden Unterlage, und einer Schicht aus Schotterbettsteinen elastische Lastplatten aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen angeordnet werden1 die auf einer Seite mit einem Gitterwerk mit überwiegend umlaufenden Vorsprüngen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastplatten (1) mit dem Gitterwerk nach unten verlegt werden und daß die Oberseite der Lastplatten (1) entweder mit Unebenheiten oder mit Belägen versehen wird, die aufgrund des Eigengewichts der oberhalb aufzubringenden Schotterbettsteine (3) eingedrückt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verlegten Lastplatten mit Belägen aus einer plastischen (5) und/oder einer elastischen Schicht (6) überdeckt werden.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elastische Schicht Gummimatten (6) aufgebracht werden, die einen wesentlich höheren Weichheitsgrad aufweisen als die Lastplatten.
- 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Fugen der Gummimatten (6) und der Lastplatten (1) gegeneinander versetzt angeordnet werden.
- 5. Lastplatte aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen für eine Schotterbettunterlage, die auf einer Seite ein Gitterwerk mit überwiegend umlaufenden Vorsprüngen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Seite der Lastplatte (1) entweder mit Unebenheiten oder mit Belägen versehen ist, die durch daß Eigengewicht auf ihr aufzubringender Schotterbettsteine (3) eindrückbar sind.
- 6. Lastplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beläge aus einer plastischen Schicht (5) und/oder einer elastischen Schicht (6), insbesondere einer Weichgummimatte bestehen.
- 7. Lastplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die plastische Schicht-(5) und/oder die elastische Schicht (6) wesentlich dünner ausgebildet ist als die Lastplatte (1).
- 8. Lastplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Schicht (6) einen wesentlich höheren Weichheitsgrad aufweist als die Lastplatte (1).
- 9. Lastplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens zwei gegenüberliegenden Schmalseiten die Lastplatte (1) und die elastische Schicht (6) gegeneinander versetzt enden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803019531 DE3019531A1 (de) | 1980-05-22 | 1980-05-22 | Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und lastplatte |
| DE19813144608 DE3144608A1 (de) | 1980-05-22 | 1981-11-10 | Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und draenageplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803019531 DE3019531A1 (de) | 1980-05-22 | 1980-05-22 | Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und lastplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3019531A1 true DE3019531A1 (de) | 1981-11-26 |
Family
ID=6103043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803019531 Withdrawn DE3019531A1 (de) | 1980-05-22 | 1980-05-22 | Verfahren zur herstellung einer schotterbettunterlage und lastplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3019531A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0105950A1 (de) * | 1982-10-12 | 1984-04-25 | CLOUTH Gummiwerke AG | Matte aus elastischem Werkstoff |
| FR2574439A1 (fr) * | 1984-12-06 | 1986-06-13 | Ressorts Ind | Semelle antivibratile pour la suspension d'un rail de chemin de fer et chausson de voie sans ballast comportant une telle semelle |
| DE3524719A1 (de) * | 1985-07-11 | 1987-01-15 | Phoenix Ag | Schutzschicht fuer elastische gleisbettmatte |
| US4703890A (en) * | 1984-07-27 | 1987-11-03 | I.P.A. S.P.A. Industria Prefabbricati | Components for ballast-less railroad lines laid on pre-fabricated reinforced concrete slabs |
| US4720043A (en) * | 1985-02-23 | 1988-01-19 | Clouth Gummiwerke Aktiengesellschaft | Resilient ballast underlayment mat including nonwoven fiber fleece layers |
| WO1998046840A1 (de) | 1997-04-14 | 1998-10-22 | Gfi-Gesellschaft Für Industrieförderung Mbh | Verbundsystem für elastisches material mit ungebundenem beton |
-
1980
- 1980-05-22 DE DE19803019531 patent/DE3019531A1/de not_active Withdrawn
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| DE3524719C2 (de) * | 1985-07-11 | 1990-03-22 | Phoenix Ag, 2100 Hamburg, De | |
| WO1998046840A1 (de) | 1997-04-14 | 1998-10-22 | Gfi-Gesellschaft Für Industrieförderung Mbh | Verbundsystem für elastisches material mit ungebundenem beton |
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