DE3920324C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter mit Schraub- oder
Stülpdeckel, dessen unter dem Deckel befindliche Öffnung
durch eine aufreißbare, im wesentlichen metallfreie
Folienmembran verschlossen ist, die über eine
Siegelschicht an den Rand der Öffnung angesiegelt und zum
Auf- oder Abreißen mit einer Aufreißlasche versehen ist,
wobei über oder unter der Folienmembran noch eine sich
über die Behälteröffnung hinweg erstreckende Metallfolie
angeordnet ist.
Behälter mit einer solchen angesiegelten Folienmembran
sind zur Anwendung bei Nahrungs- und Genußmitteln,
beispielsweise Kaffeepulver, bekannt (EP 01 48 527 A2
und CH-PS 4 75 136). Bei diesen Behältern ist die
angesiegelte Folienmembran zum aromadichten Verschluß der
Behälteröffnung und außerdem als Originalitätsgarantie für
den Behälterinhalt vorgesehen.
Bei den bekannten Behältern der eingangs genannten Gattung
dient die Metallfolie u. a. dazu, das Ansiegeln der
metallfreien Folienmembran an den Rand der Behälteröffnung
durch induktive Erwärmung der Siegelschicht vorzunehmen.
Diese induktive Ansiegelung hat den Vorteil, daß sie
innerhalb des Abfüllprozesses bei bereits aufgesetztem
Deckel innerhalb einer sehr kurzen Siegelzeit erfolgen
kann. Darüber hinaus ist die Metallschicht in der Regel
ohnehin aus Gründen der Aromadichtigkeit erwünscht.
Bei den vorgenannten bekannten Behältern ist die
Metallfolie in der Regel durch Kaschierung fest mit der
Folienmembran verbunden, wobei die zum Auf- oder Abreißen
der Membran dienende Aufreißlasche sowohl von der
Metallfolie als auch von der Folienmembran gebildet wird,
wie z. B. auch bei Behältern nach DE-OS 14 82 575.
Da somit die Aufreißlasche nicht nur eine im wesentlichen
metallfreie Folienschicht, sondern auch eine Metallschicht
enthält, besteht bei der induktiven Versiegelung dieser
bekannten Membran das Problem, daß die Aufreißlasche die
induzierten Wirbelströme derart beeinflußt, daß eine
ungleichmäßige Erhitzung der Siegelschicht und somit eine
ungleichmäßige und daher nicht zufriedenstellende
Ansiegelung der Membran an den Rand der Behälteröffnung
erfolgt. Aufgrund dieses Problems hat man bisher Membranen
dieser Art so auf die Behälteröffnung aufgesiegelt, daß
die Aufreißlasche an einer bestimmten Stelle der
Behälteröffnung zu liegen kommt, wo die induktive
Erwärmung nicht zu einer Beeinflussung der Wirbelströme
durch die im Bereich der Aufreißlasche gegebene
Metallanhäufung führt. Dabei waren Induktionsspulen
notwendig, welche der im Bereich der Aufreißlasche
gegebenen Metallanhäufung und der dadurch gegebenen
Stromflußveränderung Rechnung trugen. Diese Maßnahmen sind
jedoch sehr aufwendig und kostenintensiv.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Behälter mit Schraub- oder Stülpdeckel mit die
Behälteröffnung verschließender, im wesentlichen
metallfreier Folienmembran und darüber oder darunter
angeordneter Metallfolie der eingangs genannten Gattung
derart auszubilden, daß die Folienmembran trotz ihrer
Aufreißlasche auf einfache und wenig aufwendige Weise
einwandfrei induktiv an den Rand der Behälteröffnung
angesiegelt werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Somit wird erreicht, daß die über oder unter der Folienmembran
angeordnete Metallfolie mit ihrem gesamten Umfang der
Kontur der Behälteröffnung angepaßt ist, sich also
laschenfrei etwa parallel zum Rand der Behälteröffnung
erstreckt. Der Kern der Erfindung besteht also darin,
anstelle eines bei bekannten Behältern gemäß
EP 01 48 527 A2 und DE-OS 14 82 575 vorgesehenen
Folienlaminats mit einer Metallschicht als
Verschlußmembran mit angeformter Aufreißlasche, eine im
wesentlichen metallfreie Folie als Verschlußmembran mit
Aufreißlasche zu verwenden, welche mit Hilfe einer
gesonderten oder auf die metallfreie Folie aufkaschierten
Metallfolie auf den Rand der Behälteröffnung aufgesiegelt
wird, die selbst weder eine Aufreißlasche hat, noch sich
in den Bereich der Aufreißlasche oder metallfreien Folie
hineinerstreckt.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Behälters kann
die Metallfolie im Behälterdeckel gelagert und dort auf
eine Schicht aus Karton o. dgl. nachgiebigem Material
aufkaschiert sein. Es ist aber auch möglich, daß die
Metallfolie auf die metallfreie Folienmembran z. B. durch
Aufsiegeln, Aufdampfen oder Bronzieren aufkaschiert ist.
In diesem Fall kann die Metallfolie entweder an der dem
Rand der Behälteröffnung zugekehrten Seite der im
wesentlichen metallfreien Folienmembran oder an der diesem
Rand abgewandten Seite der Folienmembran angeordnet sein.
Die Siegelschichten, die zum Ansiegeln der Folienmembran
oder der Metallschicht an den Rand der Behälteröffnung
sowie zum Ansiegeln der Metallschicht an die
nichtmetallische Folienmembran dienen, können aus
siegelfähigem Kunststoff bestehen und aufkaschiert,
auflackiert oder durch Extrusionsbeschichtung aufgebracht
sein.
Die im wesentlichen metallfreie Folienmembran besteht
zweckmäßig aus Papier oder Kunststoff, wie Polyester,
Polycarbonat o. dgl., kann aber auch aus Zellglas bestehen.
Mit der vorgenannten erfindungsgemäßen Ausbildung ist es
möglich, die zum Verschluß der Behälteröffnung dienende
Folienmembran in beliebiger Weise ohne bestimmte
Orientierung der an ihr ausgebildeten Aufreißlasche über
die Behälteröffnung legen und dabei trotzdem eine einfache
und rasche Induktionsversiegelung innerhalb des
Abfüllverfahrens durchführen zu können, ohne daß dazu ein
spezieller Induktionssiegelkopf notwendig ist.
In Fig. 1 bis 3 der Zeichnung sind im senkrechten
Querschnitt durch die Behälteröffnung mit aufgesetztem
Deckel drei verschiedene vorteilhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Behälters dargestellt, die im
folgenden näher beschrieben werden.
Bei allen drei Ausführungsformen handelt es sich um einen
Behälter, dessen Behälteröffnung 1 durch einen auf ihren
Rand 2 aufgesetzten Schraubdeckel 3 aus Kunststoff, Metall
o. dgl. verschließbar ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist in den Deckel 3
eine am Deckelboden anliegende und diesen abdeckende
Schicht 4 aus Karton eingelegt, auf die eine
Aluminiumschicht 5, die gegebenenfalls mit einer
Korrosionsschutzschicht 6 aus Kunststoff versehen sein
kann.
Unter diesen Schichten befindet sich die Folienmembran 7
mit Aufreißlasche 8, die aus Kunststoff, z. B.
Polyethylenterephthalat, oder Papier besteht und über ihre
gesamte, dem Rand 2 der Behälteröffnung 1 zugewandte Seite
einschließlich der Aufreißlasche 8 mit einer
Heißsiegelschicht 9 auf Kunststoffbasis, z. B. Surlyn,
versehen ist. Mittels dieser Heißsiegelschicht 9 ist die
Folienmembran 8 auf induktivem Wege mittels der
Aluminiumschicht 5 an den Rand 2 der Behälteröffnung 1
angesiegelt. Nach dem Aufreißen der Folienmembran 7 mit
ihrer Siegelschicht 9 mit Hilfe der Aufreißlasche 8 dient
das in den Behälterdeckel 3 eingelegte, von der
Kartonschicht 4, der Aluminiumschicht 5 und der
Korrosionsschutzschicht 6 gebildete Laminat als
Sekundärdichtung für den Behälter.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
diese im Deckel 3 befindliche Sekundärdichtung nur durch
die Kartonschicht 4 und die Schutzschicht 6 gebildet.
Unterhalb dieses Laminats befindet sich die sich über die
Behälteröffnung 1 hinwegerstreckende nichtmetallische
Folienmembran 13 mit angeformter Aufreißlasche 8, an deren
Unterseite über eine Siegelschicht 10 eine
Aluminiumschicht 11 angesiegelt ist, die in ihrer Kontur
der Form und Größe des Randes 2 der Behälteröffnung
angepaßt ist, d. h. diesem Rand folgt und nicht wie die
Aufreißlasche 8 über diesen Rand hinausragt. Auf die
Unterseite der Aluminiumschicht 11 ist eine weitere
Siegelschicht 12 aufgetragen, mit der die mit der
nichtmetallischen Folienmembran 13 verbundene
Aluminiumschicht 11 auf den Rand 2 der Behälteröffnung 12
aufgesiegelt ist. Da auch bei diesem Ausführungsbeispiel
die Folienmembran mit Aufreißlasche aus Papier oder
Kunststoff besteht und daher metallfrei ist, ist trotz
Aufreißlasche 8 ein einwandfreies Versiegeln im
Induktionsverfahren möglich. Die Aufreißlasche 8 ist bei
diesem Ausführungsbeispiel an die Oberseite der
Folienmembran hochgeschlagen und erstreckt sich somit
zwischen der Folienmembran und dem in den Behälter
eingelegten Karton-Kunststoff-Laminat.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ebenso
wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 in den Deckel 3
eine Sekundärabdichtung in Form eines aus einer
Kartonschicht 4 und einer Kunststoffschicht 6 bestehenden
Laminats eingelegt. Der
Folienmembran-Originalitätsverschluß wird durch eine
nichtmetallische Folienmembran 14 mit Aufreißlasche 15
gebildet, die über eine Siegelschicht 16 an den Rand 2 der
Behälteröffnung 1 angesiegelt ist. Auf die Oberseite
dieser Folienmembran 14 ist über eine Siegelschicht 17
eine Aluminiumschicht 18 aufkaschiert, die mit ihrer
Kontur der entsprechenden Kontur des Randes 2 der
Behälteröffnung 1 angepaßt ist, sich also nicht über die
Aufreißlasche 15 erstreckt. Dies gewährleistet, daß die
Aluminiumschicht 18, die zur induktiven Versiegelung
notwendig ist, ein einwandfreies Ergebnis dieser
Versiegelung nicht gefährdet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Aufreißlasche 15 in
einen Freiraum 19 hineingefaltet, der sich zwischen dem
Rand 2 der Behälteröffnung 1 und dem Rand 20 des
Behälterdeckels 3 befindet.
Claims (13)
1. Behälter mit Schraub- oder Stülpdeckel, dessen unter
dem Deckel befindliche Öffnung durch eine aufreißbare,
im wesentlichen metallfreie Folienmembran (7, 13, 14)
verschlossen ist, die über eine Siegelschicht (9, 12,
16) an den Rand der Öffnung angesiegelt und zum
Auf- oder Abreißen mit einer Aufreißlasche (8, 15)
versehen ist, wobei über oder unter der Folienmembran
noch eine sich über die Behälteröffnung hinweg
erstreckende Metallfolie (5, 11, 18) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie (5, 11,
18) ohne Lasche ausgebildet und mit ihrem gesamten
Umfangsrand der Kontur der Behälteröffnung angepaßt
ist (Fig. 1 bis 3).
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Folienmembran (7, 13, 14) aus Papier, Kunststoff,
Zellglas o. dgl. metallfreiem Material besteht (Fig. 1
bis 3).
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Metallfolie (5) im Behälterdeckel (3) gelagert
ist (Fig. 1).
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die im Behälterdeckel (3) gelagerte Metallfolie (5)
auf eine Schicht (4) aus Karton o. dgl. nachgiebigem
Material aufkaschiert ist (Fig. 1).
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der von der Metallfolie (5) und der Schicht (4) aus
Karton o. dgl. nachgiebigem Material gebildete
Mehrschichtenverbund zusätzlich eine
Korrosionsschutz-Schicht (6) aus Kunststoff aufweist
(Fig. 1).
6. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Folienmembran (13, 14) auf die Metallfolie (11,
18) aufkaschiert ist (Fig. 2 und 3).
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Folienmembran (13, 14) auf die Metallschicht (11,
18) aufgesiegelt ist.
8. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Metallschicht (11, 18) auf die Folienmembran (13,
14) aufgedampft oder bronziert ist.
9. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Metallfolie (11) an der dem Rand (2) der
Behälteröffnung (1) zugekehrten Seite der
Folienmembran (13) angeordnet ist und an den
Behälterrand mittels einer an dieser Seite
angeordneten Siegelschicht (12) angesiegelt ist, die
auf ihre dem Rand (2) zugewandte Seite aufgebracht
ist (Fig. 2).
10. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Metallfolie (18) an der dem Rand (2) der
Behälteröffnung (1) abgewandten Seite der
Folienmembran (14) angeordnet ist und daß diese
Folienmembran über eine an ihrer anderen Seite
angeordnete Siegelschicht (16) an dem Behälterrand
(2) angesiegelt ist (Fig. 3).
11. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die an der Folienmembran (13, 14) ausgebildete
Aufreißlasche (8) auf die Oberseite der Folienmembran
umgelegt ist (Fig. 2).
12. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die an der Folienmembran (13, 14) ausgebildete
Aufreißlasche (15) in einen zwischen Deckelrand (20)
und Rand (2) der Behälteröffnung (1) befindlichen
Freiraum (19) hineinragt (Fig. 3).
13. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
im Behälterdeckel (3) eine sich über die
Folienmembran (7, 13, 14) hinwegerstreckende Schicht
(4) aus Karton o. dgl. nachgiebigem Material
angeordnet ist.
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