DE3920095C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schalungsvorrichtung zur Ober
flächengestaltung wenigstens eines von zwei miteinander zu
verbindender Baukörper aus Beton oder anderem aushärtbaren
Werkstoff, welche Baukörper mindestens zwei einander mit Ab
stand zugeordnete Flächen aus Erhebungen und Vertiefungen
für einen verbindenden Eingriff in ein Vergußmaterial für
einen Betonkörper aufweisen.
Ein Hauptanwendungsgebiet von Schalungsvorrichtungen dieser
Art ist die Herstellung von Fertigteilkonstruktionen ver
schiedener Gattung, insbesondere von Betonfertigteil-Stüt
zenfüßen. Dabei läßt man das untere Ende des Stützenfußes in
einer Höhlung des Fundamentes, eines gesonderten Betonkör
pers oder auch eines tassenförmigen Gefäßes vorragen und
verbindet ihn durch Ausgießen mit der Wandung der Höhlung.
Um dabei ein Durchstanzen etwa durch den verhältnismäßig
dünnen Boden eines solchen Gefäßes oder Betonkörpers zu ver
meiden, muß eine möglichst feste Verbindung zwischen den ei
nander zugeordneten Flächen des Stützenfußes und etwa der
Höhlung des Fundamentes geschaffen werden.
Bekannt ist durch die DE-AS 24 25 481 ein Schalkern zum Be
tonieren von hohen Fertigbauteilen und zum Herstellen recht
unterschiedlicher Bauteile wie Träger, Stützen und dgl., der
eine elastische Hülle in Form einer Noppenmatte aus Gummi
oder Kunststoff aufweist. Diese Matte ist mit dem Schalkern
nicht verbunden und wird nach Entfernung des Schalkerns von
dem gefertigten Betonteil gelöst. Die im Beton von den Nop
pen gebildeten Vertiefungen bilden die Grundlage für einen
Verbund mit dem anschließend herzustellenden Bauteil. Bei
einer solchen Noppenmatte können in Abhängigkeit von ihrer
Dicke jedoch Schwierigkeiten beim Ausschalen entstehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schalungsvor
richtung auf möglichst einfache Weise so zu gestalten, daß
vor allem die den Verzahnungseingriff bildenden bzw. gestal
tenden Schalungselemente, leicht angebracht und zu erneuter
Verwendung der Schalung und dieser Gestaltungselemente wie
dergewonnen werden können, wobei die Gefahr einer Beschädi
gung der Grundschalungen vermieden wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Schalungsvor
richtung gemäß den Angaben im Oberbegriff dadurch gelöst,
daß die Matrizenplatte aus einem Kunststoff mit einem Biege
elastizitätsmodul von wenigstens 25 000 kp/cm² besteht, daß
die Profilierung quer zur Beanspruchungsrichtung liegende,
sich mit Nuten 7 abwechselnde Leistenvorsprünge 6 aufweist,
daß die Seitenflächen (Flanken 11) der Leistenvorsprünge 61
etwa um 40-55 Grad zur Plattenebene geneigt sind, daß die
Seitenflächen (Flanken 15) der Matrizenplatten 12 im glei
chen Winkel wie die Flanken 11 der Leistenvorsprünge 61 zur
Plattenebene abgeschrägt sind, und daß die Ecken der Matri
zenplatten 10 am Rand durch eine Schrägfläche 14 begrenzt
sind.
Die Matrizenplatten werden lose in die Schalung eingelegt,
so daß sie aufgrund ihrer Steifigkeit durch den Druck des
Vergußmaterials hart und abdichtend gegen eine Schalungswand
gepreßt werden. Damit wird einmal weitgehend das unbeabsich
tigte Eindringen von Betonschlempe verhindert. Die trotzdem
gegebene elastische Verformbarkeit des Plattenmaterials be
günstigt in Verbindung mit Schrägflächen an den Seiten der
Leistenvorsprünge das Herauslösen der Matrizenplatte aus der
Schalung und das Ablösen von deren Anlageflächen.
Dabei muß lediglich dafür gesorgt werden, daß man in der
Schalung einen Aufnahmeraum für die Matrizenplatte bezie
hungsweise Matrizenplatten vorsieht, die von oben lose an
jeder erforderlichen Stelle in den Schalungsraum eingelegt
werden können. Dabei ist die seitliche Matrize in der Regel
so bemessen, daß sie oben und unten mit dem Schalungsraum
eben abschließt, also bei dem erhärtenden Beton von außen
zugängig ist.
Die untere und obere Matrize hat seitlich angeschrägte Flä
chen und läßt sich dann zum Beispiel an einer Stützenfußscha
lung anfahren. Nach dem Aushärten des Betons kann man daher
mit einem dünnen bzw. mit einer Schneide versehenen Werkzeug,
einem Meißel, einem Schraubenzieher oder dergleichen, die
Matrizenplatte von ihrer Formungsfläche im Beton lösen und
Schritt für Schritt ohne Beschädigung entfernen.
Das Lösen der Matrize wird dadurch beschleunigt, daß die Ma
trizenplatten eine konische bzw. pyramidenförmige Stirnflä
che haben, die bis zur Außenkante führt. Dies läßt sich al
les ohne Beschädigungs- oder Bruchgefahr bewerkstelligen,
sofern nur die Oberfläche der Matrize aus hinreichend festem
und dichtem Material besteht und reißfest und abriebfest
ist.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in
den Unteransprüchen festgehalten.
In der Zeichnung wird eine beispielsweise dargestellte Aus
führungsform näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch den im Fundament bzw. einer
Fundament-Tasse einbetonierten Stützenfuß einer
Fertigteilstütze,
Fig. 2 eine Ansicht einer gemäß der Erfindung gestalteten
Matrizenplatte zum Einformen eines Verzahnungspro
fils in eine Schalungsvorrichtung zur Gestaltung
des Stützenfußes als Seitenschalung,
Fig. 3 eine teilweise nach der Linie III-III in Fig. 2
geschnittene Seitenansicht der Matrizenplatte,
Fig. 4 eine Ansicht dieser Matrizenplatte von oben in
Fig. 2 gesehen,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Schalungsform zur
Gestaltung des Stützenfußes mit Matrizenplatten
nach den Fig. 2 bis 4 und 8 bis 10,
Fig. 6 eine nochmals vergrößerte Darstellung einer Ecke
dieser Schalung,
Fig. 7 im Maßstab der Fig. 6 eine Teilvergrößerung eines
Schnittes durch eine Matrizenplatte und die,
Fig. 8-10 den Fig. 2 bis 4 entsprechende Ansichten einer
Boden- und Deckplatte.
Fig. 1 zeigt einen Stützenfuß (1) einer Fertigteilstütze
(2) nach der Einbindung in das Fundament (3) bzw. ihn eine
gesonderte Betontasse (4).
Dabei ist im Fundament bzw. in der Betontasse eine topfar
tige Höhlung (5) angebracht, in deren Innenwandung ebenso
wie in die Außenfläche des Stützenfußes einander abwechseln
de Leistenvorsprünge (6) und Nuten (7) eingeformt sind. Zwi
schen den in der gleichen Querschnittsebene liegenden Lei
stenvorsprüngen verbleibt ein etwa radialer Zwischenabstand
(a) von ⇒50 mm. Innerhalb der Höhlung (5) ist der Ringraum
(51) zwischen der leistenverzahnten Außenfläche (52) des
Stützenfußes (1) und der verzahnten Innenfläche (53) der
Höhlungswandung des wiederum tassenförmigen Betonkörpers (54)
vorgesehen, der mit Qualitätsbeton ausgegossen ist und
eine feste Riegelverbindung zwischen Fundament (3) bzw. der
Tasse (4) und dem Stützenfuß (1) bildet.
Dabei sind zwischen Innenfläche und Außenfläche des Beton
körpers (54) abwechselnde Erweiterungen und Verengungen
eingebaut, die eine zuverlässige Kupplung zwischen Stützen
fuß (1) und Tasse (4) bzw. Fundament (3) gewährleisten.
Durch die Schrägflächengestaltung zu beiden Seiten der Lei
stenvorsprünge (6) bzw. Nuten (7) wird erreicht, daß durch
eine axiale Belastung der Stütze in jedem Ringraum keilar
tig eine Verdichtung bzw. ein Verpressen der Kupplungsmasse
des Betonkörpers (54) erfolgt. Dadurch wird die potentielle
Kupplungskraft gesteigert. Der durch diese Kraftsteigerung
erhöhten Beanspruchung der Tasse (4) kann gegebenenfalls
durch Ringarmierungen entgegengewirkt werden.
Zum Einformen der Verzahnungen auf der Außenfläche (52) des
Stützenfußes (1) und gegebenenfalls auf der Innenfläche (53)
der Höhlung (5) dienen die in den Fig. 2 bis 4, 8 und 9
gesondert dargestellten Matrizenplatten (10, 12). Diese Ma
trizenplatten haben die Grundform eines dünnen Quaders, an
dem die Leistenvorsprünge (61) und Nuten (71) komplementär
zu den in Fig. 1 dargestellten Leistenvorsprüngen (6) und
Nuten (7) eingeformt sind. Auch dort haben sie also grund
sätzlich gleiche Breite, wobei zum unteren Ende, dem Fußende
hin ein gesonderter Leistenvorsprung, ein etwa auf die Hälf
te (b/2) der maximalen Leistendicke (b) verdünnter Rand
streifen (62, 63) angeformt ist. In den Nuten (71) verbleibt
dann eine Restdicke von etwa b/4 bis b/6. Die Flanken (11)
der Leistenvorsprünge sind dabei etwa um 45 Grad zur ebenen
Unterseite (9) geneigt. Diese Neigung findet sich auch in
den zu den Enden der Leistenvorsprünge hin angeformten Flan
ken (15), wie dies vor allem die Fig. 3, 4, 9 und 10 er
kennen lassen.
Eine abweichende Möglichkeit ist in Fig. 6 gezeigt, wo man
die Matrizenplatten (10) über Schrägflächen (14) aneinander
stoßen läßt und den Rand nochmals längs der Ebene (15) ab
geschrägt hat, an der sich die Schalungseckleiste (16) ab
stützt.
Nach Fig. 5 dient zur liegenden Einformung einer Stütze
(2) eine langgestreckte kastenartige Schalungsform (20) aus
Boden- und Seitenschalungen (21, 22).
In den quaderförmigen Schalungsraum (19) sind drei Matrizen
platten (10, 12) eingelegt, die jeweils mit ihrer Rückseite
bzw. Unterseite (9) unter dem Vorspannungsdruck eines Be
wehrungskorbes (24) aus Längsstäben (25) und Drahtbügeln
(26) angelegt werden. Nach Einfüllen des Stützen-Betons
übernimmt dieser zusätzlich den Andruck der Matrizenplat
ten. Bevor sich der Beton zu erhärten beginnt, wird zu
nächst die obere Matrizenplatte (10) in die noch weiche Be
tonoberfläche eingedrückt.
Die Erfindung ist zwar im besonderen für die Herstellung
von Betonstützen von Bedeutung, kann aber auch ohne weite
res für andere Betonfertigteile zur Anwendung gebracht wer
den, die aus zwei oder mehr Baukörpern durch eine Verguß-
Verbindung geschaffen werden. Ebenso kann anstelle des Be
tons eine andere Verbindungsmasse zum Einsatz kommen.
Nach dem Erhärten des Betons werden die Seitenschalungen
(22) entfernt und das Betonteil von der Bodenschalung (21)
abgehoben. Nun können mittels eines Schraubenziehers oder
Meißels die Matrizen vom Stützenfußende her vom Beton abge
löst werden.
Claims (7)
1. Schalungsvorrichtung zur Oberflächengestal
tung wenigstens eines von zwei miteinander
zu verbindenden Baukörpern (2, 3, 4) aus
Beton oder anderem aushärtbarem Werkstoff,
welche Baukörper mindestens zwei einander
mit Abstand zugeordnete Flächen aus Erhebun
gen (6) und Vertiefungen (7) für einen Ein
griff in ein Vergußmaterial (54) aufweisen,
wobei mindestens eine in die Schalung ein
legbare steifflexible Matrizenplatte vor
gesehen ist, die nach Formgebung vom Beton
körper ablösbar ist, und wenigstens auf
einer Seite eine für eine zug- und druck
feste Abstützung gegenüber dem Vergußmaterial
ausgeformte Profilierung aufweist und aus
verschleiß- und zugfestem Werkstoff mit glat
ter gleitfähiger Außenfläche gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen
platte (10, 11) aus einem Kunststoff mit einem
Biegeelastizitätsmodul von wenigstens 25 000 kp/cm²
besteht, daß die Profilierung quer zur Beanspru
chungsrichtung liegende, sich mit Nuten (7) ab
wechselnde Leistenvorsprünge (6) aufweist, daß die
Seitenflächen (Flanken 11) der Leistenvorsprünge
(61) etwa um 40-55° zur Plattenebene geneigt
sind, daß die Seitenflächen (Flanken 15) der
Matrizenplatten (12) im gleichen Winkel wie die
Flanken (11) der Leistenvorsprünge (61) zur Plat
tenebene abgeschrägt sind, und daß die Ecken der
Matrizenplatten (10) am Rand durch eine Schräg
fläche (14) begrenzt sind.
2. Schalungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß am unteren Ende der Matrizenplatten (10, 12) Rand
streifen (62, 63) mit halber Dicke (b/2) der Leistenvorsprün
ge (61) angeformt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Matrizenplatte (10, 12) überwiegend massiv aus
begrenzt elastisch verformbarem Vollmaterial besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Matrizenplatte (10, 12) aus Polyamid wie
Nylon besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Matrizenplatte (10, 12) aus Neopren bezie
hungsweise Chloropren besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Matrizenplatte (10, 12) in) Bereich der Leistenvorsprünge
(61) - je nach Betondeckung - etwa drei bis sechs mal dicker
ist als in den Nuten (71).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leistenvorsprünge (61) etwa die gleiche Breite haben wie
die Nuten (71).
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