DE3918560A1 - Waeschetrockner - Google Patents
WaeschetrocknerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner mit einer um eine
Achse rotierend antreibbaren Trommel zur Aufnahme von Wäsche,
mit einem durch einen Innenraum der Trommel geführten Luftstrom,
der über mindestens eine erste Öffnung in die Trommel eintritt,
und mit mindestens einem, in der Trommel angeordneten Mitnehmer.
Wäschetrockner der vorstehend genannten Art sind allgemein
bekannt.
Bei Wäschetrocknern unterscheidet man zwischen sog. Abluft
trocknern und sog. Umluft- oder Kondensationstrocknern. Bei
der ersten Art von Wäschetrocknern wird ein trockener Luftstrom
aus der Umgebung des Wäschetrockners angesaugt, erhitzt und
in die Trommel des Wäschetrockners eingeblasen. Die aus der
Trommel austretende, Dampf und Flusen beladene Luft wird dann
durch ein Flusenfilter hindurch wieder in den Außenraum geführt.
Bei der zweitgenannten Art von Wäschetrocknern wird hingegen
ein geschlossener Luftkreislauf eingesetzt, bei dem die aus
der Trommel austretende und mit Dampf sowie Flusen beladene
Luft nach Passieren eines Flusenfilters über einen Kondensator
geleitet wird, an dem der Dampf zu Wasser kondensiert wird.
Bei bekannten Wäschetrocknern der einen oder der anderen Art
wird in der Regel eine zylindrische Trommel zur Aufnahme der
Wäsche verwendet, die um eine horizontale Achse drehbar an
geordnet ist. Der warme Luftstrom wird dabei üblicherweise
über die radialen Stirnwände der Trommel ein- bzw. ausgeleitet.
Es ist ferner bekannt, in Trommeln von Wäschetrocknern Mitnehmer
vorzusehen, um die Wäsche beim Rotieren der Trommel in Bewegung
zu versetzen und zu erreichen, daß der Warmluftstrom die Wäsche
besser durchströmen kann. Die Mitnehmer sind überlicherweise
stegartig ausgebildet und verlaufen längs von Mantellinien an
der Innenseite der zylindrischen Trommel.
Solange Wäschetrockner als Beistellgeräte zu anderen Haushalts-
Großgeräten eingesetzt werden sollen, reicht die erforderliche
Bautiefe von üblicherweise 60 cm aus, um trotz der axialen,
d. h. in Tiefenrichtung des Wäschetrockners angeordneten Luftzu-
und -abführung eine ausreichend große Bautiefe auch für die
Trommel im Wäschetrocknergehäuse zu ermöglichen.
Andererseits besteht in vielen Haushalten ein Bedarf für einen
Wäschetrockner, ohne daß jedoch beispielsweise in der Küche
genügend Raum für ein verhältnismäßig großes Gerät mit einer
Bautiefe von beispielsweise 60 cm zur Verfügung steht. Ins
besondere in Kleinwohnungen besteht ein Bedarf an Wäschetrock
nern mit geringen Außenabmessungen, um den Wäschetrockner
auch in verhältnismäßig beengten Badezimmern oder Nebenräumen
anbringen zu können. Die Tiefenabmessung des Wäschetrockners
spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Nun ist es jedoch nicht möglich, bekannte Wäschetrockner in
ihrer Bautiefe dadurch zu verkleinern, daß die Abmessungen
der Bauelemente und Aggregate im Wäschetrockner verkleinert
wird, weil z. B. für die Lüftführung vor und hinter der Trommel
eine bestimmte Mindestabmessung erforderlich ist, weil ansonsten
zu kleine Luftkanalquerschnitte entstünden und damit der
Luftwiderstand zu groß würde. Wenn man jedoch andererseits
die axiale Baulänge der Trommel im Wäschetrockner vermindert,
so ergibt sich der Nachteil, daß der Abstand zwischen den
beiden radialen Wänden der Trommel immer kleiner wird, so daß
der die Trommel axial durchlaufende Luftstrom mehr und mehr
kurzgeschlossen wird und immer weniger geeignet ist, Nässe
aus der Wäsche abzüführen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zügründe, einen Wäsche
trockner der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden,
daß eine geringe Bautiefe des Wäschetrockners erreicht wird,
ohne daß der Wirkungsgrad des Luftkreislaufes vermindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Luftstrom von der ersten Öffnung in den Mitnehmer geführt
wird und von dort über mindestens eine zweite, in dem Mitnehmer
angeordnete Öffnung in den Innenraum gelangt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese
Weise vollkommen gelöst, weil der Luftstrom im Inneren der
Trommel nicht mehr, wie beim Stand der Technik, in axialer
Richtung sondern vielmehr zumindest zunächst in radialer
Richtung geführt wird. Die Luft gelangt daher unmittelbar von
dem oder den Mitnehmern in die von diesen mitgenommene Wäsche
und durchströmt diese Wäsche zunächst in radialer Richtung, ehe
sie dann im Zentrum der Trommel in eine axiale Richtung um
gelenkt und in an sich bekannter Weise über das Flusensieb
axial aus der Trommel abgeführt wird.
Es liegt auf der Hand, daß auf diese Weise ein wesentlich
intensiverer Kontakt der feuchten Wäsche mit dem warmen Luft
strom erreicht wird, so daß der Wirkungsgrad des Luftkreislaufes
nicht nur nicht vermindert sondern vielmehr sogar noch erhöht
werden kann, obwohl die axiale Baulänge der Trommel erheblich
vermindert werden kann.
Auf diese Weise wird es im Sinne der angestrebten Zielsetzung
der Erfindung möglich, Wäschetrockner mit geringen Tiefen
abmessungen zu bauen, so daß die Wäschetrockner auch bei
beengten Platzverhältnissen untergebracht und beispielsweise
auch an eine Wand gehängt werden können.
Bei einer ersten bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners ist die erste Öffnung in an sich bekannter
Weise in einer radialen Wand, vorzugsweise einer Rückwand der
Trommel angeordner und der Mitnehmer erstreckt sich in eben
falls an sich bekannter Weise im wesentlichen am Trommelmantel
in axialer Richtung, ist jedoch an der radialen Wand über die
erste Öffnung hinweg verlängert, vorzugsweise als segmentförmige
Abdeckung.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Luftführung außerhalb
der Trommel gegenüber dem Stand der Technik nicht verändert
zu werden braucht, weil nach wie vor der Luftstrom in axialer
Richtung über die radialen Trommelwände ein- bzw. ausgeleitet
wird. Lediglich im Innenraum der Trommel ist eine Modifizierung
des oder der Mitnehmer erforderlich, die jetzt bis in den
Bereich der radialen Wand hineinreichen, um an dieser Stelle
die Warmluft zu übernehmen.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung dieses Ausführüngsbeispiels
erstreckt sich der Mitnehmer von der radialen Wand weg bis
zu einer gegenüberliegenden radialen Wand hin.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß in axialer Richtung eine
möglichst große Mitnehmerlänge zur Verfügung gestellt wird,
so daß die Warmluft über zahlreiche Öffnungen in der Mitnehmer
oberfläche entweichen und gleichmäßig in die Wäsche eingeleitet
werden kann.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung sind der
oder die Mitnehmer zumindest teilweise für Wärmestrahlung,
insbesondere Infrarot-Strahlung, permeabel ausgebildet und
ein Wärmestrahler, insbesondere ein Infrarot-Strahler, ist in
dem oder den Mitnehmern angeordnet.
Diese Maßnahmen haben den Vorteil, daß beim erfindungsgemäßen
Wäschetrockner auf ein neuartiges Konzept der Wäschetrocknung,
nämlich das mir unmittelbarer Wärmestrahlung, zurückgegriffen
werden kann, wobei jedoch gleichzeitig die Vorteile bekannter
Trocknungsverfahren mit Umluft oder Abluft ausgenutzt werden
können. Dabei ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß der in
die Trommel einzuleitende Luftstrom nicht oder nur geringfügig
erwärmt zu werden braucht, weil er an dem Wärmestrahler in
dem Mitnehmer vorbeistreicht und damit nicht nur die Wärme
strahler kühlt, was deren Lebensdauer zugute kommt, sondern
darüberhinaus die abgeführte Kontaktwärme in die Wäsche über
trägt.
Bei einer weiteren bevorzugten Gruppe von Ausführungsbeispielen
der Erfindung ist bei rotierender Trommel nur ein jeweils
unterhalb der Achse befindlicher Mitnehmer über die erste
Öffnung an den Luftstrom angeschlossen.
Insbesondere stößt hierzu unterhalb der Achse eine Mündung
eines Kanals an eine radiale Wand der Trommel, die ersten
Öffnungen der Trommel sind in der radialen Wand angeordnet
und bewegen sich bei Rotation der Trommel an der Mündung vorbei,
und es sind die ersten Öffnungen mit Rückschlagventilen ver
sehen.
Insbesondere kann alternativ den ersten Öffnungen radial eine
raumfeste, topfförmige Platte vorgesetzt sein, die mit ihrem
Rand druckdicht an der Trommel anliegt und unterhalb der Achse
eine Öffnung aufweist, durch die hindurch der Luftstrom geführt
ist.
Diese Maßnahmen haben den Vorteil, daß die warme Luft nur
über den jeweils in der unteren Lage befindlichen Mitnehmer
eingeleiter wird, auf dem die Wäsche infolge der Schwerkraft
vor allem so lange ruht, wie die Wäsche noch sehr feucht ist.
Es wird auf diese Weise also sichergestellt, daß die gesamte
Warmluft unmittelbar in die feuchte Wäsche eingeleitet wird,
so daß der Wirkungsgrad der Luftführung weiter erhöht werden
kann.
Weiterhin ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung besonders
bevorzugt, bei dem der Luftstrom in Teil-Luftströme aufgeteilt
wird, wobei ein erster Teil-Luftstrom durch die zweiten Öff
nungen in dem Mitnehmer und ein zweiter Teil-Luftstrom durch
eine zentrale weitere Öffnung in einer radialen Wand der Trommel
an dem Mitnehmer vorbeigeführt wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die in der Trommel bewegte
Wäsche sowohl "von unten" wie auch "von oben" vom Luftstrom
beaufschlagt wird, so daß sich eine vorteilhafte Kombination
der weiter oben geschilderten Ausführungsbeispiele mit der
aus dem Stand der Technik bekannten Luftführüng bei Wäsche
trocknern ergibt.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht, im Schnitt und stark verein
facht, durch einen Wäschetrockner nach dem Stand
der Technik;
Fig. 2 eine Darstellung, ähnlich Fig. 1, jedoch für ein
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Wäsche
trockners;
Fig. 3 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt aus einer
Trommel eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Wäschetrockners;
Fig. 4 eine weitere Darstellung, ähnlich Fig. 3, für ein
weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Wäschetrockners;
Fig. 5 eine weitere Darstellung, ähnlich Fig. 3, für ein
weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Wäschetrockners;
Fig. 6 noch eine weitere Darstellung, ähnlich Fig. 3,
für ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Wäschetrockners.
In Fig. 1 bezeichnet 10 insgesamt einen Wäschetrockner nach
dem Stand der Technik. Der Wäschetrockner 10 verfügt über ein
im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 11, in dem eine Trom
mel 12 angeordnet ist.
Die Trommel 12 ist von im wesentlichen liegend-zylindrischer
Gestalt, und sie ist mittels in Fig. 1 nicht dargestellter
Antriebsmittel um eine horizontale Achse 13 drehbar, wie mit
einem Pfeil 14 angedeutet.
An der Innenseite der Trommel 12 befinden sich Mitnehmer 15a,
15b, die sich entlang von Mantellinien der Trommel 12 er
strecken.
Wenn Wäsche 16 in die Trommel 12 eingefüllt wird, liegt die
nasse und damit schwere Wäsche zunächst auf dem unteren Mit
nehmer 15b auf, wird jedoch bei Rotation der Trommel 12 und
bei zunehmender Trocknung mehr und mehr durch die Wirkung
der Mitnehmer 15a, 15b gleichmäßig im Innenraum der Trommel 12
bewegt.
Um die Wäsche 16 zu trocknen, ist ein Luftkreislauf vorgesehen.
Der Luftkreislauf umfaßt ein Gebläse 17 mit nachgeschaltetem
Heizregister 18, das die in ihm erzeugte warme Luft an einen
Kanal 19 abgibt. Über eine Mündung 20 und eine Öffnung 21 in
einer radialen Wand 27 der Trommel 12 gelangt die warme Luft
in den Innenraum der Trommel 12. An der der radialen Wand 27
gegenüberliegenden Wand ist ein Flusensieb 22 angeordnet,
durch das die warme und jetzt sowohl mit Dampf wie auch mit
Flusen beladene Luft hindurchströmt, um über eine Mündung 23
in einen Kanal 24 zu gelangen.
Bei sog. Ablufttrocknern führt der Kanal 24 ins Freie, während
bei sog. Umlufttrocknern der Kanal 24 über einen in Fig. 1
nicht dargestellten Kondensator wieder zum Gebläse 17 zurück
führt.
Wie man aus Fig. 1 deutlich erkennen kann, grenzen die Mündungen
20, 23 an die radialen Wände 27 der Trommel 12, so daß ein
Luftstrom 26 im Inneren der Trommel 12 im wesentlichen in
axialer Richtung verläuft.
Aufgrund der axialen Anordnung der Kanäle 19, 24, der Mündungen
20, 23 sowie der Trommel 12 entsteht beim Wäschetrockner 10
eine bestimmte Tiefenabmessung T.
Fig. 2 zeigt demgegenüber einen Wäschetrockner 30 als Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Der Wäschetrockner 30 verfügt wiederum über ein Gehäuse 31
und eine Trommel 32, die um eine Achse 33 drehbar ist, wie
mit einem Pfeil 34 angedeutet. Mitnehmer 35 sind zum Bewegen
von Wäsche 36 ebenfalls vorgesehen. Ein Luftkreislauf wird
durch ein Gebläse 37 und ein Heizregister 38 über einen Kanal 39
und eine Mündung 40 mit Öffnungen 41 dargestellt, die sich an
einer radialen Wand 47 der Trommel 32 befinden. Ein Flusen
sieb 42 befindet sich auf der der radialen Wand 47 gegenüber
liegenden radialen Wand und grenzt an eine Mündung 43 eines
Kanals 44, der wiederum entweder nach außen geführt oder an
einen Kondensator angeschlossen sein kann, der wiederum mit
dem Gebläse 37 verbunden ist.
Im Unterschied zum Wäschetrockner 10 nach dem Stand der Technik
gemäß Fig. 1 sind jedoch beim Wäschetrockner 30 gemäß Fig. 2
die Mitnehmer 35a, 35b andersartig ausgebildet.
Die Mitnehmer 35a, 35b sind nämlich zum einen an ihrer Ober
fläche siebartig ausgebildet, weil dort zahlreiche Öffnun
gen 45a, 45b vorgesehen sind. Außerdem sind die Mitnehmer
35a, 35b im Bereich der radialen Wand 47 radial nach oben
gezogen, so daß sie dort die Öffnungen 41 in der radialen
Wand 47 überdecken.
Auf diese Weise ergibt sich eine Luftführung, die vom Kanal 39
über die Mündung 40 durch die Öffnungen 41 zunächst in die
Mitnehmer 35a, 35b verläuft. Die warme Luft verläßt dann die
Mitnehmer 35a, 35b durch die Öffnungen 45a, 45b und durchströmt
direkt die Wäsche 36 in radialer Richtung, wie mit Pfeilen
46a, 46b in Fig. 2 angedeutet.
Auf diese Weise wird eine wesentlich intensivere Durchströmung
der feuchten Wäsche 36 mit der Warmluft erreicht, und man
kann überdies infolge der zunächst radialen Luftführung die
Tiefenabmessung der Trommel 32 erheblich verkürzen, so daß
die Gesamt-Bautiefe des Wäschetrockners 30 nur einen Betrag t
ausmacht, der wesentlich kleiner als der Betrag T beim Wäsche
trockner 10 nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 ist. Man
erkennt hierzu aus Fig. 1 deutlich, daß dort eine beliebige
axiale Verkürzung der Trommel 12 nicht möglich ist, weil dann
nämlich zwischen den Mündungen 20, 23 ein Kurzschluß für den
Luftstrom 26 an der Wäsche 16 vorbei entstünde.
Ein derartiger Kurzschluß ist beim erfindungsgemäßen Wäsche
trockner 30 gemäß Fig. 2 nicht möglich, weil dort die Warmluft
von der in Fig. 2 rechten Seite zunächst in die Mitnehmer
35a, 35b eingeleitet wird, um diese dann in radialer Richtung
durch die Wäsche 36 hindurch zu verlassen.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten alternativen Ausführungsbeispiel
eines Wäschetrockners 50 ist die Trommel 52 wiederum mir
Mitnehmern 55 versehen, die jedoch zunächst im Gegensatz zu
dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel über die gesamte
axiale Länge dar Trommel 52 durchgehen, d. h. von einer radialen
Wand 67 auf der rechten Seite der Fig. 3 bis hin zur gegenüber
liegenden radialen Wand 67′, in der sich auch das Flusensieb
62 befindet.
In weiterer Abwandlung zum Ausführungsbeispiel der Fig. 2
sind die Mitnehmer 55 beim Wäschetrockner 50 der Fig. 3 zu
sätzlich mit einem Infrarot-Strahler 68 versehen, der Infrarot-
Lichtstrahlen 69 aussendet.
Bevorzugt sind dabei die Mitnehmer 55 aus einem für die Infra
rot-Lichtstrahlen 69 permeablen Material, beispielsweise aus
einem transparenten Kunststoff, ausgebildet, so daß die Infra
rot-Lichtstrahlen 69 großflächig aus den Mitnehmern 55 aus
treten können, während der Austritt des Luftstroms 66 auf
die Öffnungen 65 in den Mitnehmern 55 beschränkt ist.
Die durch die Öffnungen 61 eintretende Luft kann bei diesem
Ausführungsbeispiel eine relativ niedrigere Ausgangstemperatur
aufweisen, so daß ein Heizregister unter Umständen sogar ganz
entfallen kann. Die eintretende Luft strömt nämlich, wie Fig. 3
deutlich zeigt, an dem Infrarot-Strahler 68 vorbei, so daß
dessen Kontaktwärme abgeführt wird. Dies erhöht zum einen die
Lebensdauer der Infrarot-Strahler 68 und hat zum anderen den
Vorteil, daß die abgeführte Kontaktwärme der Infrarot-Strah
ler 68 ebenfalls unmittelbar in die Wäsche 56 gelangt, so daß
diese auf zweierlei Weisen erwärmt wird, nämlich einmal über
den sie durchströmenden Lufrstrom 66 und zum anderen über
Strahlungswärme von den Infrarot-Strahlern 68.
Fig. 4 zeigt schließlich noch ein Ausführungsbeispiel mit
einem weiteren Wäschetrockner 70 und einer Trommel 72, die um
eine horizontale Achse 73 drehbar ist.
Auch die Trommel 72 ist mit Mitnehmern 75 für Wäsche 76 ver
sehen, wie bereits mehrfach geschildert.
Im Gegensatz zu den bisher geschilderten Ausführungsbeispielen
ist beim Wäschetrockner 70 der Fig. 4 jedoch vorgesehen, daß
ein Kanal 79 mit einer Mündung 80 unterhalb der Achse 73 an
eine Öffnung 81b in einer radialen Wand 87 der Trommel 72
mündet.
In der radialen Wand 87 ist für jeden Mitnehmer 85a, 85b eine
Öffnung 81a, 81b vorgesehen, derart, daß bei Rotation der
Trommel 72 die Öffnungen 81a, 81b nacheinander an der Mündung 80
des Kanals 79 vorbeilaufen.
Jede der Öffnungen 81a, 81b ist mit einem Rückschlagventil
versehen. Das Rückschlagventil kann beispielsweise durch die
in Fig. 4 dargestellten Klappen 88a bzw. 88b dargestellt werden.
Man erkennt aus Fig. 4 deutlich, daß die untere Öffnung 81b
sich gerade im Bereich der Mündung 80 befindet. Da im Kanal 79
ein Überdruck herrscht, öffnen die Klappen 88b und die Warmluft
kann durch die jetzt freigegebene Öffnung 81b in den unteren
Mitnehmer 75b gelangen und tritt dort über die Öffnungen 85b
der Mitnehmer 75b in die Wäsche 76 aus.
Auf diese Weise entsteht im Inneren der Trommel 72 ebenfalls
ein Überduck mit der Wirkung, daß die Klappen 88a der Öff
nung 81a des oberen Mitnehmers 75a schließen.
Auf diese Weise wird erreicht, daß nur der jeweils untere
Mitnehmer 75b mit dem Luftstrom 86 beaufschlagt wird, während
der oder die jeweils oben befindlichen Mitnehmer 75a am Luft
kreislauf nicht teilnehmen.
Es wird daher der gesamte Luftstrom durch die Wäsche 76 geführt.
Dies gilt insbesondere dann, wenn die Wäsche 76 noch sehr
feucht ist, weil sie dann aufgrund ihres Eigengewichts über
wiegend auf dem jeweils unteren Mitnehmer 75b ruht, auch wenn
die Trommel 72 rotiert.
Bei der weiteren, in Fig. 5 gezeigten Variante eines Wäsche
trockners 90 mit Trommel 92, die wiederum um eine horizontale
Achse 93 drehbar ist, ist wiederum nur einer von mehreren
Mitnehmern 95 dargestellt.
In Abweichung von den bisher geschilderten Ausführungsbeispielen
erstreckt sich jedoch ein in radialer Richtung herangeführter
Kanal 99 mit seiner Mündung 100 über den Bereich der Achse 93
hinweg.
In einer radialen Wand 107, in welche die Mündung 100 ausläuft,
ist neben ersten Öffnungen 101a der bereits geschilderten Art
unterhalb der Achse 93 noch eine weitere erste Öffnung 101b
in Höhe der Achse 93 angebracht.
Durch geeignete Leitbleche oder dgl. im Kanal 99 oder der
Mündung 100 kann nun vom ankommenden Gesamt-Luftstrom 106 ein
oberer Teil-Luftstrom 106a abgetrennt werden, der bei 106b
durch die zentrale erste Öffnung 101lb in die Trommel 92 ein
tritt. Ein unterer Teil-Luftstrom 106c tritt hingegen über
die unteren ersten Öffnungen 101a in den Mitnehmer 95 ein und
verläßt diesen bei 106d über die zweiten Öffnungen 105, wie
weiter oben bereits ausführlich geschildert.
Auf diese Weise wird die in der Trommel 92 befindliche Wäsche
96 von beiden Teil-Luftströmen 106b und 106d durchströmt und
zwar sowohl in axialer Richtung (106b) in herkömmlicher Weise
wie auch in radialer Richtung (106d) wie schon bei den vor
stehend erläuterten Ausführungsbeispielen der Erfindung.
Bei der in Fig. 6 gezeigten weiteren Variante eines Wäsche
trockners 110 mit einem Gehäuse 111 und einer Trommel 112,
die wiederum um eine horizontale Achse 113 drehbar ist, sind
erneut ein oder mehrere Mitnehmer 115a, 115b in der bereits
mehrfach geschilderten Weise angebracht, um Wäsche 116 zu
bewegen.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführüngsbeispiel verläuft
ein Kanal 119 für den Luftstrom 126 außerhalb des Gehäuses
111 in einem entsprechenden Kanalaufsatz.
Von dem Kanal bzw. Kanalaufsatz 118 führen Öffnungen 120a,
120b in das Gehäuse 111, die teilweise (120a) oberhalb der
Achse 113 und teilweise (120b) unterhalb der Achse 113 ange
ordnet sind.
Eine radiale Wand der Trommel 112 ist wiederum mit ersten
Öffnungen 121a, 121b versehen. Um den zwischen der radialen
Wand und dem Gehäuse 111 befindiichen Raum abzudichten, ist
ein Dichtungsring 122 vorgesehen, der vorzugsweise am Gehäuse
111 befestigt ist und gleitend an einer Stirnseite der Trommel
112 anliegt.
Die Trommel 112 ist mit einem Wellenstumpf 123 am Gehäuse 111
gelagert. Im Zwischenraum zwischen Trommel 112 und Gehäuse
111 ist auf dem Wellenstumpf 123 eine topfförmige Platte 124
gelagert, die drehstarr angeordnet ist, also nicht mit der
Trommel 112 umläuft. Die Platte 124 liegt mit ihrem in Fig. 6
linken Rand an der Stirnseite der Trommel 112 an, so daß ein
von der Platte 124 mit der Stirnseite der Trommel 112 ein
geschlossene Hohlraum möglichst druckdicht abgeschlossen ist.
Die Platte 124 ist in einer Position unterhalb der Achse 113
mit einer Öffnung 127 versehen, die z. B. die Form eines Kreis
ringabschnittes aufweisen kann.
Der den Kanal 119 durchströmende Luftstrom 126, der sich bei
126b und 126c über die Öffnungen 120a, 120b im Gehäuse 111
aufteilen kann, gelangt im Zwischenraum zwischen der Trommel
112 umd dem Gehäuse 111 auf die Platte 124.
Da die Platte 124 lediglich im Bereich unterhalb der Achse
113 mit der Öffnung 127 versehen ist, gelangt im wesentlichen
der Teil-Luftstrom 126b in den Innenraum zwischen Platte 124
und Trommel 112. Er tritt dort bei 120d in den Mitnehmer 115b
ein und zwar nur in diesen, und verläßt den Mitnehmer 115b
bei 126e über die zweiten Öffnungen 125, wie bereits mehrfach
beschrieben.
Wenn sich die Trommel 112 um die Achse 113 dreht, gelangen so
nacheinander die Mitnehmer 115a bzw. 115b in den Bereich der
Öffnung 127 der Platte 124, so daß der Luftstrom 126 im wesent
lichen immer durch den gerade unten befindlichen Mitnehmer
115 geführt wird.
Claims (11)
1. Wäschetrockner mit einer um eine Achse (13; 33; 73;
93; 113) rotierend antreibbaren Trommel (12; 32; 52;
72; 92; 112) zur Aufnahme von Wäsche (16; 36; 56; 76;
96, 116), mir einem durch einen Innenraum der Trommel
(12; 32; 52; 72; 92; 112) geführten Luftstrom (26; 46;
66; 86; 106; 126), der über mindestens eine erste Öffnung
(21, 41; 61; 81; 101; 121) in die Trommel (12; 32; 52;
72; 92; 112) eintritt, und mit mindestens einem in der
Trommel (12; 32; 52; 72; 92; 112) angeordneten Mitnehmer
(15; 35; 5; 75; 95; 115), dadurch gekennzeichnet, daß
der Luftstrom (46; 66; 86; 106; 126) von der ersten
Öffnung (41; 61; 81; 101; 121) in den Mitnehmer (35;
55; 75; 95; 115) geführt wird und von dort über min
destens eine zweite, in dem Mitnehmer (35; 55; 75; 95;
115) angeordnete Öffnung (45; 65; 85; 105; 125) in den
Innenraum gelangt.
2. Wäschetrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Öffnung (41; 61; 81; 101; 121) in einer
radialen Wand (47; 67; 87; 107) der Trommel (32; 52;
72; 92; 112) angeordnet ist, daß sich der Mitnehmer
(35; 55; 75; 95; 115) im wesentlichen am Trommelmantel
in axialer Richtung erstreckt und an der radialen Wand
(47; 67; 87; 107) über die erste Öffnung (41; 61; 81;
101; 121) hinweg verlängert ist.
3. Wäschetrockner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Wand (47; 67; 87) eine Rückwand der
Trommel (32; 52; 72) ist.
4. Wäschetrockner nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Mitnehmer (35; 55; 75) als segment
förmige Abdeckung über die erste Öffnung (41; 61; 81)
hinweg verlängert ist.
5. Wäschetrockner nach einem oder mehreren der Ansprüche
2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (55)
sich von der radialen Wand (67) weg bis zu einer gegen
überliegenden radialen Wand (67′) hin erstreckt.
6. Wäschetrockner nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (55)
zumindest teilweise für Wärmestrahlung permeabel aus
gebildet ist und daß ein Wärmestrahler in dem Mitnehmer
(55) angeordnet ist.
7. Wäschetrockner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmestrahler ein Infrarot-Strahler (68) ist.
8. Wäschetrockner nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei rotierender
Trommel (72; 112) nur ein jeweils unterhalb der Achse
(73; 113) befindlicher Mitnehmer (75b; 115b) über die
erste Öffnung (81b; 121b) an den Luftstrom (86; 126) an
geschlossen ist.
9. Wäschetrockner nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Achse (73) eine Mündung (80) eines
Kanals (79) an eine radiale Wand (87) dar Trommel (72)
stößt, daß die erste Öffnung (81a, 81b) der Trommel
(72) in der radialen Wand (87) angeordnet ist und sich
bei Rotation der Trommel (72) an der Mündung (80) vorbei
bewegt, und daß die ersten Öffnung (81a, 81b) mit
Rückschlagventilen versehen ist.
10. Wäschetrockner nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß den ersten Öffnungen (121a, 121b) radial eine
raumfeste, topfförmige Platte (124) vorgesetzt ist,
die mit ihrem Rand druckdicht an der Trommel (112)
anliegt und unterhalb der Achse (113) eine Öffnung
(127) aufweist, durch die hindurch der Luftstrom (126)
geführt ist.
11. Wäschetrockner nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom
(106) in Teil-Luftströme (106a bis 106d) aufgeteilt
wird, wobei ein erster Teil-Luftstrom (106d) durch die
zweiten Öffnungen (105) in dem Mitnehmer (95) und ein
zweiter Teil-Luftstrom (106b) durch eine zentrale weitere
Öffnung (101b) in einer radialen Wand (107) der Trommel
(32) an den Mitnehmern (95) vorbei geführt wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3918560A DE3918560A1 (de) | 1989-06-07 | 1989-06-07 | Waeschetrockner |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE3918560A DE3918560A1 (de) | 1989-06-07 | 1989-06-07 | Waeschetrockner |
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Family Applications (1)
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1990
- 1990-06-02 WO PCT/DE1990/000427 patent/WO1990015178A1/de not_active Ceased
- 1990-06-07 DD DD90341414A patent/DD295683A5/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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| WO1990015178A1 (de) | 1990-12-13 |
| DD295683A5 (de) | 1991-11-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ZANKER GMBH, 7400 TUEBINGEN, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |