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Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner, lnsbes. für Wohn-
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räume wie Küchen und dergl., mit einem in einem Gehäuse angeordneten
Trommelbehälter, in dem die Wäsche einem Heißluftstrom ausgesetzt wird, der aus
der Umgebung des Trockners entnommen und aufgeheizt und nach der Trocknungsbehandlung
wieder in die Umgebung des Trockners abgeführt wird, wobei die Zuluft vor und die
Abluft nach der Trocknungsbehandlung zur Vorwärmung der frischen Zuluft und zum
Auskondensieren der wesentlichen Feuchtigkeit aus der Abluft über einen gemeinsamen
Wärmetauscher geführt werden.
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Zum Trocknen von Wäsche in sogenannten Haushaltswäschetrocknern ~ist
es bekannt, die Wäsche nach dem sogenannten Umluftverfahren zu trocknen, bei dem
immer die gleiche Luft im Kreislauf gefördert wird, wobei eine permanente Neuaufheizung
der Luft und eine andauernde Entfernung der angenommenen Feuchtigkeit aus der Luft
vorgenommen wird Zwar wird bei dieser Trocknungsart keine Feuchtigkeit In den Ausstellungsraum
ausgetragen, jedoch ist der zeitliche oder apparative Aufwand zur Entfernung der
Restfeuchte erheblich.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile wird auch nach dem reinen Frischluftverfahren
gearbeitet, bei dem immer frische Luft aus der Umgebung entnommen, zur Trocknung
aufgeheizt und nach dem Trocknungsvorgang wieder an die Umgebung abgegeben wird.
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Diese Art der Trocknung ist für Wohnräume nicht geeignet, da die
gesamte von der Luft aufgenommene Feuchtigkeit in den
Wohnraum eingeführt
wird, wenn es nicht vorgezogen wird eine besondere Abluftleitung ins Freie zu verlegen.
Ein weiterer Nachteil dieses Prinzips ist der hohe Energieverb#rauch für die Aufheizung
immer neuer Frischluftmengen.
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Um diesen Energieverbrauch zu verringern, wurde deshalb auch schon
vorgeschlagen, einen Tei-l der Abluft mit der Frischluft zu mischen, um wenigstens
einen Teil der in -der Abluft steckenden Wärme wieder nutzbar zu machen. Das Problem
des Feuchtigkeitsaustrages in den Aufstellungsraum wird damit jedoch nicht gelöst.
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Hierzu wurde deshalb auch schon vorgeschlagen, in die Wäschetrockner
periodisch arbeitende Regeneratoren oder besondere Kondensiervorrichtungen einzubauen.
Bei den bekannten Trocknern dieser Art ist aber bisher entweder der bauliche Aufwand
zu groß, so daß die Geräte im allgemeinen nicht in normale Küchenzeilen einbaubar
sind oder sie arbeiten, was den Austrag von Feuchtigkeit in den Raum anbetrifft,
nicht befriedigend.
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Dazu kommt, daß bei Trocknungsgeräten dieser Art, die Luftansaugöffnung
an der Rückwand meistens nicht frei, sondern durch Gegenstände o.ä. verstellt ist.
Speziell bei eingebauten Trocknern kann die Luftzufuhr durch Teppichböden, Fliesen
oder Abschlußleis'ten erheblich behindert sein. Hinzu kommt, daß die für die Leistungsfähigkeit
des Trockners unbedingt erforderlichen
Wartungsteile durch den Zu-
und Abluftstrom und eventuell durch einen weiteren Abluftstrom#, welche man gemeinsam
zur Vorderfront ableiten würde, behindert werden können.
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Durch die Erfindung soll deshalb die Aufgabe gelöst werden, einen
Wäschetrockner mit optimaler Trocknungsleistung zu schaffen, der in Wohnräume, vorzugsweise
Küchen und insbesondere in die Küchenzeilen von Einbauküchen einbaubar ist, der
vor allem nur möglichst geringe Mengen von Feuchtigkeit in den Aufstellungsraum
austragen soll, bei dem die Luftströmung nicht durch irgendwelche Gegenstände oder
dergl. behindert wird, und bei dem die wesentlichen Wartungsteile leicht erreichbar
und nicht durch eventuell zur Vorderfront zu- und abgeleitete Luftströme behindert
werden.
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Zur Lösung dieser komplexen Aufgabe wird bei einem Wäschetrockner
der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, außer dem durch eine oder mehrere
Uffnungen in der Vorderwand des Gehäuses mittels eines Geläses über Kanäle zum Wärmetauscher/
Kondensator, über eine Heizeinrichtung zur Trommel und von dort Uber Kanäle zurück
zum Wärmetauscher und durch eine oder mehrere Uffnungen in der Gehäusevorderwand
wieder an die Umgebung abgeführten Trocknungsluftstrom, einen besonderen Kühiluftstrom
mittels eines Gebläses durch das Gehäuse zu führen und dessen Eintrittsöffnungen
in das Gehäuse bzw. In In Gehäuse angeordnete Kanäle ebenfalls in der Gehäusevorderwand
und dessen Austrittsöffnungen in der Gehäusevorderwand vorzusehen.
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Dabei sollen der Trocknungsluftstrom und der Kühlluftstrom vorzugsweise
beim Eintritt in das Gehäuse über den Wärmetauscher und bis zum gemeinsamen Gebläse
vereinigt sein und erst hinter dem Gebläse in getrennten Kanälen weitergeführt werden,
wodurch dann ein Gebläse eingespart werden kann.
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Dadurch daß ein besonderer Kuhlluftstrom durch das Gehäuse geführt
wird, läßt sich nicht nur die Wärmeverteilung im Trocknergehäuse optimal gestalten,
sondern es wird auch an Energie gespart, der Aufstellungsraum wird weniger stark
erwärmt und vorzugsweise läßt sich durch gezielte Ableitung des besonderen Ktihlluftstromes
der Kondensationsverlauf für die Feuchtigkeit aus der Abluft und damit der Austritt
von Feuchtigkeit in den Aufstellungsraum so beeinflussen, daß diese in zulässigen
Grenzen gehalten wird.
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Damit keine Wäremb-rücken zwischen den -Kanälen und den Wänden des
Trocknergehäuses auftreten können, sollen die Führungskanäle für die Kühlluft mit
Abstand zu den Gehäusewänden angebracht sein.
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Durch den erfindungsgemäßen besonderen Kühlluftstrom läßt sich der
Trocknungsprozeß optimal gestalten, wenn im Xiihlluftstrom ein temperaturabhängiges
Regelorgan, welches eine Drosselklappe während des Trocknungsvorganges reguliert,
vorgesehen ist. Die Möglichkeit bestimmte Grundeinstellungen für das Drosselorgan
vorzuwählen, z.B. bei unterschiedlicher Wäschemenge oder unterschiedlich
entwässerter
Wäsche wird geschaffen, wenn zusätzlich ein Handregler für das Drosselorgan am Gehäuse
angeordnet wird.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sollen der Zuluftkanal vor
dem Wärmetauscher mit einem nach vorn herausnehmbaren Staubsieb und der Abluftkanal
vor dem Wärmetauscher mit einer Erweiterung für die Aufnahme eines zur Vorderseite
des Wäschetrockners herausnehmbaren Großflächenflusenfeinsiebes versehen sein. Auch
der mit Gefälle im Trocknergehäuse angeordnete an seinem unteren Ende mit einer
Kondensatauffangrinne versehene, vorzugsweise in Lamellenbauart ausgeführte Wärmetauscher
soll vorn herausnehmbar in Gehäuse angoerdnet sein, so daß er zur Reinigung ohne
besonderen Aufwand herausgenommen werden kann.
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Das aus der Abluft ausgeschiedene Kondensat wird von der Kondensatauffangrinne
am Wärmetauscher zu einer Kondensat--sammelvorrichtung geführt, aus dem die Kondensatpumpe
das Kondensat absaugt und zu einem besonderen, ebenfalls von vorn in das Trocknergehäuse
einführbaren Kondensatbehälter ableitet.
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Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Drehrichtung des Antriebsmotors
für die Trockentrommel automatisch periodisch zu verändern. Der Antriebsmotor für
den Riementrieb der Trommel soll vorzugsweise in einer Schwinge federnd im Gehäuse
gelagert sein.
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An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung nachfolgend
an
einem Ausführungsbeispiel noch weiter erläutert werden. Auf den Zeichnungen zeigen
in schematischer Darstellung Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Wäschetrockner, Fig. 2 einen Querschnitt durch den gleichen Trockner, Fig. 3 eine
Ansicht von hinten auf einen Trockner mit abgenommener Rückwand, insbes. auf die
Zuluft- und Kühlluftkanäle, Fig. 4 eine Ansicht von vorn auf diesen Trockner bei
abgenommenen Vorderwandteilen mit der Lage der in diesem Bereich befindlichen Luftschächte,
Fig. 5 eine Ansicht von oben auf die Kiihiluftkanäle, Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel
für ein automatisches Regelorgan für die Kühlluft, sowie einen Handregler dazu,
Fig. 7 die Anordnung des Größflächenflusensiebes und des Kondensatablaufs, Fig.
8 die Lage des aus dem Gehäuse herausnehmbaren Kondensatbehälters und die Lage des
Antriebsmotors.
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Der in Fig. 1 dargestellte Wäschetrockner wei-t ein Gehäuse 10 mit
einer Vorderwand 11, einer Rückwand 13 und einer oberen abnehmbaren Abdeckung 14
auf. In dem Gehäuse 10 läuft die Trocknungstrommel 22 um, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel eines Wäschetrockners in einem Kugellager 47, sowie einem Filzlager
46 gelagert und geführt ist. Die Trommel wird durch einen in Fig. 8 noch besonders
dargestell-ten Elektromotor 49 über einen am Trommelumfang laufenden Riemen 48 angetrieben.
Die Trommel 22 weist an der Rückwandseite eine Ehtrittsöffnung
23
und an der Vorderwandseite eine Austrittsöffnung 24 für die Behandlungsluft auf.
Die Austrittsöffnung an der Vorderseite ist in bekannter Weise gleichzeitig die
Beschickungsöffnung für den Trockner, die durch eine Tür 35 abgesperrt ist. In der
Tür ist ein Führungskanal 25, in weiterer Folge Kanal 27,für die Abluft angeordnet,
durch die die Abluft zum Wärmetauscher 30 geführt wird. In der Beschickungstür 3,5
befindet sich ein allgemein übliches Sieb, durch das im Abluftstrom befindliche
Flusen größtenteils aufgefangen werden sollen.
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Die Frischluft tritt durch eine Zuluftöffnung 15 im unteren Teil der
Vorderwand 11 über einen Zuluftkanal 17 in den Wärmetauscher 30 ein, wo sie durch
die Abluft vorgewärmt wird. Ober den Kanal 18 wird sie dann zum Gebläse 19 geleitet,
welches sie über den Zuluftkanal 20 zur Eintrittsöffnung 23 der Trommel 22 fördert.
Im Zuluftkanal 20 sind Heizregister 21 angebracht, durch welche die Luft auf die
gewünschte Behandlungstemperatur gebracht wird, bevor sie in die Trocknungstrommel
einströmt.
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Die Zeichnung läßt noch erkennen, daß die Abluft, nachdem sie einen
Teil ihrer Wärme im Wärmetauscher 30 an die Zuluft abgegeben hat und nachdem die
in der Abluft enthaltete Feuchtigkeit im Wärmetauscher aus der Abluft auskondensiert
st, die mittels einer Kondensatpumpe abgeführt wird, ebenfalls durch eine Uffnung
16 in der Vorderwand 11 aus dem Trocknergehäuse 10 austritt.
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Im Unterteil des Gehäuses ist hinter der Zuluftöffnung 15 im
Zuluftkanal
17 vor dem W>rmetauscher ein Staubsieb 55 vorzugsweise in einem kastenför#;igen
Einsatz nach vorn herausziehbar angeordnet.
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Bei der Ansicht von oben in den Wäscdtrockner nach Fig. 2 /sich läßt
erkennen, daß der Abluftstrom, bevor er nach dem Austritt aus der Trommel 22 in
den Wärmet-aus-che-r 30 geleitet wird, ueber ein besonderes Siebgehäuse 26 mit einem
von der Vorderwand 1f her nach außen- her-ausnehmbaren Großflächenflusenfeinsieb
28 geleitet wird. Durch die Größe dieses Siebes setzt es sich nicht so schnell mit
Feinflusen zu. Außerdem ist es sehr einfach herausnehmbar und zu reinigen.
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Vor der Rückwand 13 erkennt man in Fig. 2 auch noch die Kühlluftkanäle
32, die in Fig. 3 näher dargestellt sind. Die Kühlluftkanäle 32 zweigen am Gebläse
19 von dem Zuluftkanal 20, der dann die Trockungslu-ft über die Heizregister 21
zur Trommel 22 führt, ab. Sie gehen in der Nähe der Seitenwände 12 vor der Rückwand
13 zum oberen Teil des Gehäuses. Dort vereinigen sie sich wieder zu einem einzelnen
Kanal 32, wie Fig. 3 und 5-erkennen lassen. Die Kühlluft wird dann am oberen Teil
des Gehäuses 10 durch eine oeffnung 33 (Fig. 4) in der Vorderwand 11 aus dem Gehäuse
abgeführt.
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Gesteuert wird der Austritt der Kühlluftaus dem Gehäuse beispielsweise
durch ein in Fig. 6 angedeutetes Drosselorgan 52, welches im dargestellten Beispiel
in Abhängigkeit von der -Temperatur
mehr oder weniger Kühl luft
an den Aufstellungsraum ableiten kann. In Fig. 6 ist noch ein Handregler 53 am Gehäuse
angebracht, durch den eine Begrenzung der Uffnung oder des Schließens des Drosselorgans
vorgesehen werden kann. Der Fühler 56 des Regelorgans 54 ist in Fig. 5 dargestellt.
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Fig. 7 läßt die Lage des Großflächenfeinsiebes 28 sowie die Lage des
Kondensatgablaufs mit der Kondensatpumpe 44 erkennen.
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Die Fig. 8 gibt insbesondere die Anordnung des hausnehmbaren Kondensatsammelbehälters
45 im unteren Teil des Gehäuses 10 wieder und die Kondensatmeß- und Regeleinrichtung
37, die an sich in beliebiger bekannter Weise ausgebildet sein kann. Man kann aus
Fig. 8 auch die Lage des Trommelantriebsmotors 49 am Boden des Gehäuses und seine
Lagerung in einer Schwinge 50 erkennen.
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