DE3912019A1 - Langlauf- oder tourenskibindung - Google Patents
Langlauf- oder tourenskibindungInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C9/00—Ski bindings
- A63C9/20—Non-self-releasing bindings with special sole edge holders instead of toe-straps
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Langlauf- oder Tourenskibindung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Eine derartige, eben
falls auf die Anmelderin zurückgehende Skibindung ist seit
kurzem auf dem Markt. Sie wird unter der Kennzeichnung
ROTTEFELLER NNN-BC (BACKCOUNTRY) angeboten. Diese Bindung
zeichnet sich durch Robustheit, gute Führungseigenschaften so
wie funktionssichere Bedienung aus. Dementsprechend groß ist
der Anklang beim Verbraucher.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
bekannte Skibindung dahingehend zu verbessern, daß sowohl das
"Einsteigen" in als auch "Aussteigen" aus der Bindung erleich
tert wird. Gleichzeitig soll die Bindung einen ergonomischen
Bewegungsablauf garantieren, insbesondere einen Bewegungsab
lauf ohne übermäßige Belastung des Zehenbereichs des Skilang
läufers bei Ausübung seines Sports.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Konstruktion erlaubt den Einstieg in die
Bindung ohne manuelle Betätigung eines Öffnungsmechanismus.
Des weiteren muß nach dem Öffnen der Bindung zum Zwecke des
Aussteigens das entsprechende Betätigungselement nicht in Of
fenstellung gehalten werden, bis der Aussteigvorgang beendet
ist. Vielmehr werden die bindungseigenen Eingriffselemente in
Offen- bzw. Freigabestellung gehalten, und zwar durch das er
findungsgemäße Sperrelement. Auf diese Weise ist also sowohl
ein bequemes Einsteigen in die als auch bequemes Aussteigen
aus der Bindung möglich. Insofern stellt die erfindungsgemäße
Konstruktion auch eine erhebliche Verbesserung gegenüber der
bekannten Skibindung nach der EP-A-83 400 403.8 dar, bei der
ebenfalls beim Aussteigen aus der Bindung entweder von Hand
oder mittels des Skistocks das den Skischuh fixierende Halte
organ in Offenstellung gehalten werden muß, und zwar entgegen
der Wirkung eines dem Halteorgan zugeordneten elastisch ver
formbaren Elements bzw. Flexors. Die Folge ist, daß beim Aus
steigen aus der Bindung der Ski ständig weggedrückt wird und
der Skiläufer sehr leicht das Gleichgewicht verliert. Vor al
lem ist bei derartigen Bindungskonstruktionen das Aussteigen
aus der Bindung in gestürzter Lage problematisch; in ungünsti
gen Fällen ist ein Aussteigen aus der Bindung sogar unmöglich,
da die Öffnungskraft für das Halteorgan nicht aufgebracht wer
den kann. Im übrigen ist bei der letztgenannten Konstruktion
auch das Einsteigen in die Bindung problematisch, da das Hal
teorgan unter ständiger Vorspannung steht. Man muß einen rela
tiv hohen Druck ausüben, um das Halteorgan beim Einsteigen in
die Bindung entgegen der erwähnten Vorspannung wegzudrücken.
Dadurch, daß das erfindungsgemäße Sperrelement zum einen mit
dem Halteorgan, nämlich Haltehaken, und zum anderen mit dem
komplementären Eingriffselement am Skischuh zusammenwirkt, ist
es auch möglich, eine äußerst kompakte und dennoch funktions
sichere Konstruktion zu erhalten, wie z. B. die bevorzugte
Ausführungsform nach den Ansprüchen 16-19 erkennen läßt.
Von besonderer Bedeutung für einen ergonomischen Bewegungsab
lauf ist noch die Anordnung bzw. Lage der sohlenintegrierten
Gelenkachse entsprechend Anspruch 11. Bei den herkömmlichen
Konstruktionen, bei denen die Biegezone bzw. Biegelinie mög
lichst weit vorne, insbesondere vor der Schuhkappe, liegt, hat
sich gezeigt, daß beim Skilanglauf erhebliche Verformungen am
Laufschuh auftreten. Für diese Verformungsarbeit ist Energie
erforderlich, die vernichtet wird und nicht auf auf den Ski und
den Schnee übertragen werden kann. Es ist daher wichtig, daß
diese Verformungsarbeit auf ein Mindestmaß reduziert wird, um
einen maximalen Anteil der vom Läufer aufgebrachten Energie in
Geschwindigkeit umsetzen zu können. Die Verformungen treten bei
den bekannten System vornehmlich im Zehenbereich auf, und zwar
insbesondere auch im Schuhoberteil, mit der Folge, daß am En
de der Abrollphase die Zehen zwischen Laufsohle und Schuhober
teil eingequetscht werden, was sich nach einer längeren Lauf
strecke durch blaue Fußnägel bemerkbar macht. Die genannten
Verformungen beeinträchtigen auch die exakte Skiführung man
gels präzisen Kontaktes zwischen Fuß und Ski. Die erforderliche
Verformungsarbeit führt schließt auch zu einem vorzeitigen Er
müden der Füße. Des weiteren ist bei einer relativ weit vorne
liegenden Biegelinie auch der Skikontakt beeinträchtigt. Die
genannten Nachteile können - wie Versuche gezeigt haben - durch
Rückverlagerung der sohlenintegrierten Eingriffselemente, näm
lich hier Gelenkachse, erheblich reduziert und weitgehend auch
vollständig vermieden werden. Vor allem hat sich gezeigt, daß
bei Ausbildung der sohleneigenen Eingriffselemente in Form
einer sohlenintegrierten Gelenkachse, optimale biomechanische
Ergebnisse dann erreicht werden, wenn die sohlenintegrierte
Gelenkachse und damit das "Bindungsgelenk" im Bereich der gro
ßen Zehe des Skilangläufers liegt.
Nachstehend wird eine Ausführungsform der erfindungsgemäß aus
gebildeten Langlauf- bzw. Tourenskibindung anhand der beige
fügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäß ausgebildete Langlaufskibindung
im schematischen Längsschnitt, und zwar in Schließ
stellung;
Fig. 2 die Skibindung nach Fig. 1 ebenfalls im schematischen
Längsschnitt, jedoch in Offen- bzw. Freigabestellung.
Fig. 3 die Skibindung nach Fig. 1 in Draufsicht;
Fig. 4 den Vorderteil eines der Bindung nach den Fig. 1 bis 3
angepaßten Skischuhs im Längsschnitt; und
Fig. 5 den Vorderteil des Skischuhs nach Fig. 4 in Draufsicht
auf die Laufsohle.
Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Skibindung handelt
es sich um eine Langlauf- oder Tourenskibindung 1 für Langlauf
skischuhe 2, die gemäß den Fig. 4 und 5 jeweils an ihrem vor
deren Sohlenende 9 in Eingriffselemente der Bindung 1 einfüg
bare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer
gelenkartigen Verbindung zwischen Bindung 1 und Skischuh 2 auf
weisen. Die sohlenintegrierten Eingriffselemente umfassen eine
sich quer zur Schuhlängsrichtung und etwa parallel zur Soh
lenlauffläche erstreckende Gelenkachse 8. Die komplementären
Eingriffselemente der Bindung 1 umfassen einen die Gelenkachse
8 hintergreifenden und mit dieser ein Scharniergelenk bilden
den Haltehaken 3, welcher aus einer Schließstellung gemäß Fig.
1 in eine Freigabestellung gemäß Fig. 2 und umgekehrt beweg
bar ist. Dem vorderen Sohlenende 9 ist bindungsseitig ein ela
stisch verformbares Element, nämlich Flexor 10 zur elastischen
Rückstellung des Schuhs 2 aus einer hochgeschwenkten Lage in
eine etwa skiparallele Lage zugeordnet. Die Abstützung des
Skischuhs 2 am Flexor 10 erfolgt über eine abgeschrägte Stütz
fläche 11 am vorderen Sohlenende 9. Der Haltehaken 3 ist ent
sprechend Fig. 2 durch ein Sperrelement 4 in Freigabestellung
gehalten, und zwar derart, daß es beim Einstieg in die Bindung
durch die sohlenintegrierte Gelenkachse 8 in eine Außersperr-
Stellung entsprechend Fig. 1 bringbar ist. In dieser Stellung
bewegt sich der Haltehaken 3 in seine die sohlenintegrierte
Gelenkachse 8 hintergreifende Schließstellung, wobei diese Be
wegung durch ein noch weiter unten näher beschriebenes elasti
sches Element bewirkt wird. Das Sperrelement 4 ist durch eine
Schenkelfeder 5 in seine Sperrstellung gemäß Fig. 2 gedrängt.
Konkret ist das Sperrelement 4 ein um eine sich quer zur Ski
längsrichtung und etwa parallel zur Skideckfläche 12 erstrek
kende Achse 7 verschwenkbar gelagerter Doppelhebel, dessen
eine Schenkel 13 in Sperrstellung mit dem Haltehaken 3 in Ein
griff steht, derart, daß dieser in seiner Freigabestellung
gehalten ist, und dessen andere Schenkel 14 in die Bewegungs
bahn der sohlenintegrierten Gelenkachse 8 beim Einstieg in die
Bindung 1 ragt. Wie bereits oben dargelegt, ist der Haltehaken
3 entgegen der Wirkung eines elastischen Elements, nämlich
einer Schraubendruckfeder 21, in seine Freigabestellung be
wegbar. Dieses elastische Element bzw. die genannte Schrauben
druckfeder 21 bewirkt auch die selbsttätige Bewegung des Hal
tehakens 3 in seine Schließstellung gemäß Fig. 1 nach Entrie
gelung durch das Sperrelement 4. Der Haltehaken 3 ist entspre
chend den Fig. 1 und 2 an einem schwenkbar gelagerten Betäti
gungshebel 22 angelenkt, derart, daß die Schwenkbewegung des
Betätigungshebels 22 in eine translatorische Hin- und Herbe
wegung des Haltehakens 3 umsetzbar ist (siehe Doppelpfeil 15).
Die Anlenkung 16 des Haltehakens 3 am Betätigungshebel 22
liegt entsprechend den Fig. 1 und 2 unterhalb der Schwenkachse
17 des Betätigungshebels 22 innerhalb des Bindungsgehäuses 6,
wobei der Betätigungshebel 22 durch die bereits genannte
Schraubendruckfeder 21 in eine Lage gedrängt ist, in der sich
der Haltehaken 3 in seiner die sohlenintegrierte Gelenkachse
8 hintergreifenden Schließstellung entsprechend Fig. 1 befin
det. Innerhalb des Bindungsgehäuses 6 sind der Flexor 10, der
Haltehaken 3, das Betätigungselement 22 und das dem Haltehaken
3 zugeordnete Sperrelement 4 montiert, und zwar von vorne nach
hinten bzw. von der Skispitze in Richtung zum Skiende hin in
folgender Reihenfolge: Betätigungselement 22, Flexor 10,
Haltehaken 3 einschließlich zugeordnetem Sperrelement 4. Der
Bindungskörper 6 ist in an sich bekannter Weise auf der Deck
fläche 12 eines Skikörpers 18 befestigt, und zwar verschraubt
(Befestigungsschrauben 19).
Der Bindungskörper 6 weist eine nach oben offene, sich quer
zur Skilängsrichtung und etwa parallel zur Skideckfläche 12
erstreckende Aufnahmenut 20 für die sohlenintegrierte Gelenk
achse 8 auf, in die der andere Schenkel 14 des Doppelhebels,
welcher das Sperrelement 4 für den die sohlenintegrierte Ge
lenkachse 8 hintergreifenden Haltehaken 3 definiert, hinein
ragt.
Der Bindungskörper 6 ist entsprechend den Fig. 1 bis 3 in
Richtung zum Skiende hin unter Ausbildung von zwei Führungs
rippen 23, die mit komplementären Führungsnuten 24 an der Un
terseite der Laufsohle des Skischuhs 2 zusammenwirken, fort
gesetzt. Die Führungsrippen 23 sind integrale Bestandteile des
Bindungsgehäuses 6, welches vorzugweise aus Kunststoff herge
stellt ist.
Entsprechend den Fig. 4 und 5 erstreckt sich die sohleninte
grierte Gelenkachse 8 innerhalb einer nutartigen Ausnehmung
25 an der Unterseite des vorderen Abschnitts 9 der Laufsohle
des Skischuhs 2, und zwar im Abstand "x" vom Grund der nutar
tigen Ausnehmung 25. Des weiteren lassen die Fig. 4 und 5 er
kennen, daß die sohlenintegrierte Gelenkachse 8 gegenüber dem
vorderen Sohlenende bzw. der vorderen Stützfläche 11 am vor
deren Sohlenende zurückgesetzt ist, und zwar derart, daß sie
etwa im Bereich der großen Zehe eines Skilangläufers liegt.
Auf diese Weise erhält man einen besonders ergonomischen
Bewegungsablauf beim Skilanglauf. An die an der Unterseite des
vorderen Abschnitts 9 der Laufsohle ausgebildete Ausnehmung 25
schließen sich die Führungsnuten 24 unmittelbar an. Entspre
chend Fig. 4 nimmt die Tiefe der nutartigen Ausnehmung 25 und
auch der sich daran anschließenden Führungsnuten 24 ausgehend
vom vorderen Sohlenende in Richtung nach hinten bzw. zur Ferse
hin zunächst stetig ab, um dann etwa konstant zu bleiben. Vor
zugsweise nimmt die Tiefe der nutartigen Ausnehmung 25 und der
sich daran anschließenden Führungsnuten 24 etwa im vorderen
Drittel ihrer Gesamtlänge, d. h. etwa bis zum Ballenbereich
des Schuhs 2 hin stetig ab, so wie dies in Fig. 4 dargestellt
ist. Anschließend bleibt die Tiefe der dann noch vorhandenen
Führungsnuten 24 etwa konstant, wobei die Führungsnuten 24
vorzugsweise nur im vorderen Sohlenbereich ausgebildet sind.
Sie können sich jedoch auch bis zur Ferse des Schuhs 2 hin
erstrecken.
An der frei zugänglichen Oberseite des Betätigungshebels 22
ist eine Mulde 26 zum Eingriff einer Skistockspitze ausgebil
det.
Wie bereits oben angedeutet, ist der Haltehaken 3 im Bindungs
körper 6 hin- und herverschieblich gelagert, und zwar in Rich
tung des Doppelpfeiles 15. Um bei der Umsetzung der Schwenkbe
wegung des Betätigungshebels 22 in die Translationsbewegung
des Haltehakens 3 Klemmungen zu vermeiden, ist die Anlenkung
16 bzw. der entsprechende Anlenkpunkt des Haltehakens 3 am Be
tätigungselement 22 in bezug auf die Schwenkachse 17 desselben
radial verlagerbar, insbesondere die die Anlenkung definieren
de Gelenkachse radial verschiebbar am Betätigungselement 22
geführt.
Der Haltehaken 3 ist bei der dargestellten Ausführungsform
durch ein im Bindungskörper 6 hin- und herverschieblich gela
gertes Flachelement gebildet, dessen eine, nämlich hintere
bzw. dem Skiende zugewandte Ende zu einem in Schließstellung
die sohlenintegrierte Gelenkachse 8 hintergreifenden, in Rich
tung zur Skispitze hin offenen, U-förmigen Bügel 27 verformt
ist, wobei dieser Hügel 27 etwa mittig eine Ausnehmung 28 auf
weist, in dessen Bereich das Flachelement unter Ausbildung
eines mit dem Sperrelement 4 in Sperrstellung zusammenwirken
den Vorsprungs 29 fortgesetzt ist. Der Vorsprung 29 weist eine
Ausnehmung bzw. Öffnung 30 auf, in die der eine Schenkel 13
des das Sperrelement 4 definierenden Doppelhebels in Sperr
stellung eingreift (siehe Fig. 2). Die Achse 7 des das Sperr
element 4 definierenden Doppelhebels liegt bei der dargestell
ten Ausführungsform in Freigabestellung des Haltehakens 3 etwa
im Bereich der geometrischen Achse des U-förmigen Bügels 27.
Des weiteren ist der das Sperrelement 4 definierende Doppel
hebel zum Boden 31 des Bindungskörpers 6 hin etwa V-förmig ab
gewinkelt (siehe Fig. 1 und 2).
Der Flexor 10 ist vorzugsweise austauschbar im Bindungskörper
6 angeordnet, so daß je nach Bedarf ein weicherer oder härte
rer Flexor eingesetzt werden kann.
Statt der Schraubendruckfeder 21, die zwischen dem Betäti
gungshebel 22 und dem Boden 31 des Bindungskörpers 6 plaziert
ist, kann ebenfalls ein elastischer Block, z. B. aus Kautschuk
material, verwendet werden.
Die Aufnahmenut 20 für die Gelenkachse 8 befindet sich in
einem Bereich zwischen dem Flexor 10 und einem dachartig aus
gebildeten Gehäuseteil 32, welcher sich in die Ausnehmung 25
an der Unterseite des vorderen Abschnitts der Sohle des Ski
schuhs 2 hineinerstreckt, derart, daß die Abrollbewegung des
Schuhs 2 beim Skilanglauf nicht behindert wird. Durch den
dachartigen Gehäuseteil 32 werden in der Offen- bzw. Freigabe
stellung des Haltehakens 3 dessen Bügelabschnitt 27 sowie das
Sperrelement 4 mit Ausnahme des in die Aufnahmenut 20 hinein
ragenden Schenkels 14 und die dem Sperrelement zugeordnete
Schenkelfeder 5 abgedeckt. Auch befindet sich innerhalb des
Gehäuseteils 32 die Achse 7, um die das Sperrelement 4 ver
schwenkbar ist. Um diese Achse 7 ist die Schenkelfeder 5 so
plaziert, daß sich der eine Schenkel an der Innenseite des
Gehäuseteils 32 und der andere Schenkel an dem Sperrelement
derart abstützt, daß dieses in Sperrstellung gedrängt wird,
und zwar in den Fig. 1 und 2 in Uhrzeigerrichtung.
Die Kontur des dachartigen Gehäuseteils 32 sowie der sich un
mittelbar daran anschließenden Führungsrippen 23 entspricht
sowohl in Skilängsrichtung als auch quer dazu der Kontur der
Ausnehmung 25 sowie sich unmittelbar daran anschließenden Füh
rungsnuten 24 an der Unterseite der Laufsohle des Skischuhs 2.
In Skilängsrichtung ist die Kontur der genannten Teile ge
ringfügig konkav gewölbt, wie die Fig. 1 und 2 erkennen las
sen. Durch diese Wölbung wird das Abrollen der Laufsohle des
Skischuhs 2 beim Skilanglauf begünstigt.
Die oben erwähnte Stützfläche 11 am vorderen Ende der Lauf
sohle des Skischuhs 2 liegt an einer entsprechenden Schräg
fläche 33 des Flexors 10 bereits dann an, wenn der Skischuh
vollständig auf die Skideckfläche 12 des Skikörpers 18 abge
senkt ist. Auf diese Weise ist der Flexor 10 beim Hochschwen
ken des Skischuhs von Anbeginn an wirksam. Der Flexor 10 kann
so ausgebildet sein, daß die Rückstellkraft über die gesamte
Kompressionsstrecke entweder etwa konstant oder progressiv
zunehmend ist.
Das den Haltehaken bildende Flachelement ist vorzugsweise aus
nichtrostendem Stahl oder Aluminium hergestellt. Es ist im Be
reich zwischen der Anlenkung am Betätigungshebel 22 und dem
diametral angeordneten Bügelabschnitt 27 nahe des Bodens 31
des Bindungsgehäuses 6 längsverschieblich geführt.
Das Sperrelement 4 ist vorzugsweise ebenfalls aus nichtrosten
dem Stahl, insbesondere Edelstahl, oder Aluminium hergestellt.
Grundsätzlich ist es auch denkbar, sowohl das Halteorgan 3 als
auch das Sperrelement 4 aus Kunststoff herzustellen, wie z. B.
auch den Betätigungshebel 22.
Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale
werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie
einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste:
1 Bindung
2 Skischuh
3 Haltehaken
4 Sperrelement
5 Schenkelfeder
6 Bindungsgehäuse
7 Achse
8 Gelenkachse
9 Sohlenende
10 Flexor
11 Stützfläche
12 Skideckfläche
13 ein Schenkel
14 anderer Schenkel
15 Doppelpfeil
16 Anlenkung
17 Schwenkachse
18 Skikörper
19 Befestigungsschrauben
20 Aufnahmenut
21 Druckfeder
22 Betätigungshebel
23 Führungsrippe
24 Führungsspiel
25 Ausnehmung
26 Mulde
27 Bügel
28 Ausnehmung
29 Vorsprung
30 Öffnung
31 Boden
32 Gehäuseteil
33 Schrägfläche
2 Skischuh
3 Haltehaken
4 Sperrelement
5 Schenkelfeder
6 Bindungsgehäuse
7 Achse
8 Gelenkachse
9 Sohlenende
10 Flexor
11 Stützfläche
12 Skideckfläche
13 ein Schenkel
14 anderer Schenkel
15 Doppelpfeil
16 Anlenkung
17 Schwenkachse
18 Skikörper
19 Befestigungsschrauben
20 Aufnahmenut
21 Druckfeder
22 Betätigungshebel
23 Führungsrippe
24 Führungsspiel
25 Ausnehmung
26 Mulde
27 Bügel
28 Ausnehmung
29 Vorsprung
30 Öffnung
31 Boden
32 Gehäuseteil
33 Schrägfläche
Claims (19)
1. Langlauf- oder Tourenskibindung für Langlaufskischuhe (2),
die an ihrem vorderen Sohlenende (9) in Eingriffselemente
der Bindung (1) einfügbare komplementäre Eingriffselemente
zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung aufweisen,
wobei die sohlenseitigen Eingriffselemente eine sich quer
zur Schuhlängsrichtung und etwa parallel zur Sohlenlaufflä
che erstreckende Gelenkachse (8) und die komplementären
Eingriffselemente der Bindung (1) einen die Gelenkachse (8)
hintergreifenden und mit dieser ein Scharniergelenk bilden
den Haltehaken (3) umfassen, der aus einer Schließstellung
in eine Freigabestellung und umgekehrt bewegbar ist, und
wobei dem vorderen Sohlenende (9) - vorzugsweise bindungs
seitig - ein elastisch verformbares Element (Flexor 10) zur
elastischen Rückstellung des Schuhs (2) aus einer hochge
schwenkten Lage in eine etwa skiparallele Lage zugeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltehaken (3) durch ein Sperrelement (4) in Freigabe
stellung gehalten ist, derart, daß es beim Einstieg in die
Bindung (step-in) durch die Sohle des Skischuhs (2), ins
besondere durch die sohlenintegrierte Gelenkachse (8), in
eine Entriegelungsstellung bringbar ist, in der der Halte
haken (3) ungehindert in seine die sohlenintegrierte Ge
lenkachse (8) hintergreifende Schließstellung bewegbar ist.
2. Bindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement
(4) durch ein elastisches Element, insbesondere eine
Schenkelfeder (5), in seine Sperrstellung gedrängt ist.
3. Bindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement
(4) ein um eine sich quer zur Skilängsrichtung und etwa
parallel zur Skideckfläche (12) erstreckende Achse (7) ver
schwenkbar gelagerter Doppelhebel ist, dessen eine Schenkel
(13) in Sperrstellung mit dem Haltehaken (3) in Eingriff
steht, derart, daß dieser in seiner Freigabestellung gehal
ten ist, wobei der andere Schenkel (14) in die Bewegungs
bahn der sohlenintegrierten Gelenkachse (8) beim Einstieg
in die Bindung (1) ragt.
4. Bindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltehaken (3)
entgegen der Wirkung eines elastischen Elements, insbeson
dere einer Schraubendruckfeder (21), in seine Freigabestel
lung bewegbar ist.
5. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltehaken (3)
an einem schwenkbar gelagerten Betätigungshebel (22) ange
lenkt ist, derart, daß die Schwenkbewegung des Betätigungs
hebels (22) in eine translatorische Hin- und Herbewegung
(Doppelpfeil 15) des Haltehakens (3) umsetzbar ist.
6. Bindung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkung (16)
des Haltehakens (3) am Betätigungshebel (22) unterhalb der
Schwenkachse (17) desselben liegt, und daß der Betätigungs
hebel (22) durch ein Federelement, insbesondere die Schrau
bendruckfeder (21), in eine Lage gedrängt ist, in der sich
der Haltehaken (3) in seiner die sohlenintegrierte Gelenk
achse (8) hintergreifenden Schließstellung befindet.
7. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Flexor (10),
der Haltehaken (3), das Betätigungselement (22) und das
dem Haltehaken (3) zugeordnete Sperrelement (4) an bzw. in
einem gemeinsamen Bindungsgehäuse (6) montiert sind, wel
ches in an sich bekannter Weise auf der Deckfläche (12)
eines Skikörpers (18) befestigbar (Befestigungsschrauben
19) ist.
8. Bindung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bindungsgehäuse
(6) eine nach oben offene, sich quer zur Skilängsrichtung
und etwa parallel zur Skideckfläche (12) erstreckende Auf
nahmenut (20) für die sohlenintegrierte Gelenkachse (8)
aufweist, in die in Freigabestellung des Haltehakens (3)
der andere Schenkel (14) des Doppelhebels, welcher
das Sperrelement (4) für den die sohlenintegrierte Gelenk
achse hintergreifenden Haltehaken (3) definiert, hinein
ragt.
9. Bindung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bindungskörper
(6) in Richtung zum Skiende hin unter Ausbildung minde
stens einer Führungsrippe (23) und/oder -nut, die mit einer
komplementären Führungsnut (24) und/oder -rippe an der
Unterseite der Laufsohle des Skischuhs (2) zusammenwirkt,
fortgesetzt ist.
10. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die sohleninte
grierte Gelenkachse (8) sich innerhalb einer nutartigen
Ausnehmung (25) an der Unterseite des vorderen Abschnitts
der Laufsohle des Skischuhs (2) erstreckt, und zwar im Ab
stand (x) vom Grund der nutartigen Ausnehmung (25).
11. Bindung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die sohleninte
grierte Gelenkachse (8) sich gegenüber dem vorderen Sohlen
ende (9) etwas zurückversetzt, insbesondere etwa im Zehen
bereich des Schuhs bzw. der Laufsohle desselben, vorzugs
weise im Bereich der großen Zehe, erstreckt.
12. Bindung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der nut
artigen Ausnehmung (25) und der sich vorzugsweise unmittel
bar daran anschließenden Führungsnut bzw. -nuten (24) an
der Unterseite der Laufsohle des Skischuhs (2) ausgehend
vom vorderen Sohlenende (9) in Richtung nach hinten zunächst
stetig abnimmt, um dann etwa konstant zu bleiben.
13. Bindung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der nut
artigen Ausnehmung (25) und der sich vorzugsweise unmittel
bar daran anschließenden Führungsnut bzw. -nuten (24)
etwa im vorderen Drittel ihrer Gesamtlänge, insbesondere
etwa bis zum Ballenbereich des Schuhs (2) hin, stetig ab
nimmt.
14. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß an der frei zugäng
lichen Oberseite des Betätigungshebels (22) eine Mulde (26)
zum Eingriff einer Skistockspitze ausgebildet ist.
15. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltehaken (3)
im Bindungsgehäuse (6) hin- und herverschieblich gelagert
ist, und daß die Anlenkung (16) des Haltehakens (3) am Be
tätigungselement (22) in bezug auf die Schwenkachse (17)
desselben radial verlagerbar ist, insbesondere die die
Anlenkung (16) definierende Gelenkachse radial verschieb
bar am Betätigungselement (22) geführt ist.
16. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltehaken (3)
durch ein im Bindungsgehäuse (6) hin- und herverschieb
lich gelagertes Flachelement gebildet ist, dessen eine,
nämlich hintere bzw. dem Skiende zugewandte Ende zu einem
in Schließstellung die sohlenintegrierte Gelenkachse (8)
hintergreifenden, in Richtung zur Skispitze hin offenen,
U-förmigen Bügel (27) verformt ist, wobei dieser Bügel
(27) etwa mittig eine Ausnehmung (28) aufweist, in des
sen Bereich das Flachelement unter Ausbildung eines mit
dem Sperrelement (4) in Sperrstellung zusammenwirkenden
Vorsprungs (29) fortgesetzt ist.
17. Bindung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (29)
eine Ausnehmung oder Öffnung (30) aufweist, in die der
eine Schenkel (13) des das Sperrelement (4) definierenden
Doppelhebels in Sperrstellung eingreift.
18. Bindung nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (7) des
das Sperrelement (4) definierenden Doppelhebels in Frei
gabestellung des Haltehakens (3) etwa im Bereich der geo
metrischen Achse des U-förmigen Bügels (27) liegt.
19. Bindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der das Sperr
element (4) definierende Doppelhebel zum Boden (13) des
Bindungsgehäuses (6) hin etwa V-förmig abgewinkelt ist.
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