[go: up one dir, main page]

DE3902179A1 - Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine

Info

Publication number
DE3902179A1
DE3902179A1 DE19893902179 DE3902179A DE3902179A1 DE 3902179 A1 DE3902179 A1 DE 3902179A1 DE 19893902179 DE19893902179 DE 19893902179 DE 3902179 A DE3902179 A DE 3902179A DE 3902179 A1 DE3902179 A1 DE 3902179A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
operating
ring
spinning
operator
devices
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19893902179
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt-J Dr Lauk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Original Assignee
Zinser Textilmaschinen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zinser Textilmaschinen GmbH filed Critical Zinser Textilmaschinen GmbH
Priority to DE19893902179 priority Critical patent/DE3902179A1/de
Publication of DE3902179A1 publication Critical patent/DE3902179A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/14Warning or safety devices, e.g. automatic fault detectors, stop motions ; Monitoring the entanglement of slivers in drafting arrangements
    • D01H13/145Warning or safety devices, e.g. automatic fault detectors, stop motions ; Monitoring the entanglement of slivers in drafting arrangements set on carriages travelling along the machines; Warning or safety devices pulled along the working unit by a band or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ausführen von Bedienfällen durch Bedienläufer an mindestens einer Ringspinn- oder Zwirnmaschine.
An Spinn- oder Zwirnmaschinen werden in Abhängigkeit vom Ab­ lauf der Zeit oder von Betriebsdaten Bedienfälle erforder­ lich, deren selbsttätige Erledigung aus Zeit- und Kostener­ sparnisgründen wünschenswert ist. Zum Teil handelt es sich dabei um Bedienfälle, welche nur in größeren Intervallen er­ forderlich sind, wie beispielsweise das Austauschen ver­ schlissener Ringläufer oder das Entfernen von Unterwin­ deresten.
Hierbei hängt die Standzeit von Ringläufern sehr stark von der Spindeldrehzahl der jeweiligen Maschine ab und kann bis zu etwa 300 Betriebsstunden betragen. Unterwindereste brau­ chen nicht nach jedem Abzug entfernt zu werden; es können je nach Länge der Unterwindung und Fadendicke Unterwindungen von bis zu 10 Abzügen auf einer Spindel gesammelt werden. Je nach Liefergeschwindigkeit der Maschine und Fadendicke ent­ spricht dies einer Betriebszeit von etwa 20 bis etwa 100 Stunden.
Das selbsttätige Ausführen derartiger vorgenannter Bedien- fälle setzt unter anderem voraus, daß ein Bediengerät vor­ handen ist, welches aufgrund eines erteilten Befehls den Be­ dienfall selbsttätig auszuführen vermag.
Im allgemeinen sind Bediengeräte infolge der großen Länge und der großen Anzahl von Arbeitsstellen der Spinnereima­ schinen als Bedienläufer ausgeführt, welche sich entlang der Arbeitsstellen bewegen und dabei Bedienfälle einzeln oder mehrere gleichzeitig ausführen können.
Selbsttätige Vorrichtungen zum Entfernen von Unterwin­ deresten an Spindeln zählen bereits zum Stand der Technik (US-PS 41 33 168). Weiterhin sind Vorrichtungen zum Aus­ tausch verschlissener Ringläufer bekannt (US-PS 31 91 284; DE-OS 30 30 444; DE-OS 29 27 618). Alle diese einzelnen selbsttätigen Vorrichtungen arbeiten jedoch unabhängig von­ einander, so daß keinerlei Abstimmung der einzelnen in den jeweiligen Intervallen durchzuführenden Arbeiten dieser pe­ ripheren Geräte gegeben ist.
Hierbei benötigt jeder Bedienläufer ein Fahrwerk, wobei je­ doch der Nachteil besteht, daß mehrere Bedienläufer an einer Maschine sich gegenseitig in ihrer Bewegung und in ihrer Tä­ tigkeit behindern können.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugründe, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche in der Lage sind, wirkungsmäßig verknüpft ein selbsttätiges Veranlassen unterschiedlicher Arten von Bedienfällen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Kriterien durchzuführen, wobei eine Behin­ derung der einzelnen selbsttätigen, Bedienfälle unterschied­ licher Art ausführender Bedienläufer einwandfrei vermieden werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Ar­ beitsabschnitte, welche ein Maß für die Notwendigkeit des Ausführens eines Bedienfalles darstellen, summiert werden und daß beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme ein Steuerbefehl zum Ausführen des Bedienfalles an den den Be­ dienfall selbsttätig ausführenden Bedienläufer erteilt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer wirkungsmäßigen Ver­ knüpfung von selbsttätigen Vorrichtungen, welche Bedienfälle unterschiedlichster Art durchführen. Es wird hierdurch eine wirtschaftlich vorteilhafte Bedienung einer Spinnmaschine mit gegebenenfalls unterschiedliche Arten von Bedienfällen selbsttätig ausführenden Bedienläufern erzielt.
Bedienfälle können hierbei der Austausch verschlissener Ringläufer und das Entfernen von Unterwinderesten an Spin­ deln sein, wobei im ersten Fall das Arbeitsmaß die Betriebs­ zeit der Ringspinn- oder -Zwirnmaschine seit dem vorherge­ henden Austausch von Ringläufern und im zweiten Fall das Ar­ beitsmaß die Anzahl von Abzügen seit dem vorhergehenden Ent­ fernen von Unterwinderesten ist. Andere oder weitere Bedien­ fälle im Sinne der Erfindung können das Reinigen der Putzwalzen, der Austausch von Vorgarnspulen o.ä. sein.
Vorteilhafterweise können auf einem Bedienläufer Vorrichtun­ gen zusammengefaßt sein, welche in der Lage sind, unter­ schiedliche Bedienfälle auszuführen. Hierbei findet eine Ar­ beitsabschnitte einer Ringspinn- oder -Zwirnmaschine summie­ rende Zählvorrichtung Anwendung, welche beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme über Steuerbefehle einen Bedienfall an Arbeitsstellen einer Spinnmaschine selbsttätig ausführenden Bedienläufer steuert und welche mit einer Rückstellvor­ richtung, die nach Erteilung eines Steuerbefehls durch die Zählvorrichtung diese in die Ausgangsstellung zurückstellt, verbunden ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann der Be­ dienläufer eine Mehrzahl gleichzeitig in Wirkung tretender Vorrichtungen zum Ausführen gleichartiger Bedienfälle - Aus­ tausch von Ringläufer oder Entfernen von Unterwinderesten - aufweisen. Weiterhin können die Vorrichtungen eines Bedien­ läufers zum Ausführen ungleichartiger Bedienfälle allein oder gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden.
Eine weitere Vereinfachung ergibt sich dadurch, daß der Be­ dienläufer ein selbsttätiges Fadenansetzgerät sein kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Ringspinn­ maschine, teils gebrochen;
Fig. 2 und 3 zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten von selbsttätigen Vorrichtungen zur Ausführung unter­ schiedlicher Bedienfälle in schematischer Draufsicht, teils gebrochen;
Fig. 4 eine schematisch Draufsicht auf eine Ringspinn­ maschine, in modifizierter Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 bis 7 verschiedene Arbeitsdiagramme bei der Ausführung von Bedienfällen.
Nach Fig. 1 weist eine Ringspinnmaschine 1 mit einer Maschi­ nensteuerung 2 zwei einander gegenüberliegende Spindelreihen 3 und 4 auf. Entlang der Spindelreihe 4 bewegt sich ein Be­ dienläufer 5 in Pfeilrichtung nach links oder rechts. Dieser Bedienläufer 5 ist mit einer Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Ringläufern und einer Vorrichtung 7 zum Entfernen von Unterwinderesten ausgestattet.
Die Maschinensteuerung 2 ist über nicht näher bezeichnete Leitungen mit einer Abzugszählvorrichtung 9 und einem Betriebsstundenzähler 11 verbunden. Hierbei steht die Zählvorrichtung 9 ihrerseits über eine Leitung 8 mit der Vorrichtung 7 zum Entfernen von Unterwinderesten in Verbin­ dung; die Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Ringläufern ist über eine Leitung 10 und ein UND-Gatter 12 sowohl mit dem Betriebsstundenzähler 11, als auch mit der Abzugszählvor­ richtung 9 verbunden.
Die Abzugszählvorrichtung 9 zählt Abzüge der Ringspinnma­ schine 1 und gibt beim Erreichen einer einstellbaren Zähl­ summe, die ein Maß für die Notwendigkeit des Entfernens der Unterwindereste auf den Spindeln darstellt, über eine Lei­ tung 8 einen Tätigkeitsbefehl an die Vorrichtung 7 zum Ent­ fernen der Unterwindereste und über die Leitung 20 einen Rückstellbefehl an sich selbst. Entsprechend gibt der Be­ triebsstundenzähler 11 bei Erreichen einer einstellbaren Zählsumme, welche eine Maß für die Notwendigkeit des Austau­ sches der Ringläufer darstellt, einen Tätigkeitsbefehl zum Austausch der Ringläufer ab, der jedoch erst dann an die Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Läufern weitergeleitet wird und über die Leitung 21 einen Rückstellbefehl an den Betriebsstundenzähler 11 auslöst, wenn er im UND-Gatter 12 mit einem Befehl zum Entfernen von Unterwinderesten kombi­ niert wird.
Das UND-Gatter 12 gibt also Befehle zum Auswechseln von Ringläufern an die Vorrichtung 6 nur weiter, wenn auch ein Befehl zum Entfernen von Unterwinderesten an die Vorrichtung 7 vorliegt.
Durch diese wirkungsmäßige Verknüpfung der Tätigkeitsbefehle an die Vorrichtungen 6 und 7, welche gemeinsam auf dem Be­ dienläufer 5 angeordnet sind, werden vorteilhafterweise un­ terschiedliche Bedienfälle zusammengefaßt und in einem ein­ zigen Durchgang durch den Bedienläufer 5 ausgeführt. Hierbei ist unter dem Zusammenlegen von Bedienfällen zu verstehen, daß - wenn beispielsweise nach je etwa 200 Betriebsstunden die Ringläufer gewechselt und nach jeweils 6 Abzügen zu je 5,5 Stunden Laufzeit die Unterwindereste entfernt werden sollen - bei jedem 6. Unterwinderest-Entfernen auch die Ringläufer gewechselt werden.
Nach Fig. 2 besteht die Möglichkeit, daß der Bedienläufer 5′ ein selbsttätiges Fadenansetzgerät 13 an sich bekannter Bauweise ist, welches außerdem mit der Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Ringläufern und mit der Vorrichtung 7 zum Entfernen von Unterwinderesten kombinativ verknüpft ist. Hierbei ist in gestrichelter Weise dargestellt, wie die je­ weiligen Spindeln der Spindelreihe 4 eine entsprechende Be­ arbeitung erfahren, d.h. Austausch von Ringläufern bzw. Ent­ fernen von Unterwinderesten bzw. Fadenansetzen.
Nach Fig. 3 besteht auch die Möglichkeit, daß auf den Be­ dienläufer 5′′ eine Vorrichtung 6′ zum Austausch von Ring­ läufern und eine Vorrichtung 7′ zum Entfernen von Unterwin­ deresten an Spindeln mehrere Arbeitsstellen 4 überlappend und gleichzeitig bedienen. Hierbei kann eine Vorrichtung, beispielsweise 6′, in dem strichpunktierten Bereich das Aus­ wechseln von Ringläufern an mehreren Spindeln vornehmen, während die Vorrichtung 7′ in dem strichpunktierten Bereich die Unterwindereste an den entsprechenden, beispielsweise sechs Spindeln durchführt. Der Arbeitsbereich des Bedienläu­ fer 5′′ erstreckt sich damit vorteilhafterweise über eine größere Anzahl von Spindeln, so daß dieser Bedienläufer 5′′ nicht so häufig bewegt werden muß wie bei Durchführung eines Bedienfalles an jeweils nur einer einzigen Spindel.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Hier findet ein Speicher 30 zusätzlich zu den Einheiten ge­ mäß Fig. 1 bis 3 Anwendung, welcher eine der Anzahl der Ar­ beitsstellen der Ringspinnmaschine entsprechende Anzahl von Speicherplätzen aufweist. Über eine Leitung 31 werden durch die Maschinensteuerung 2 bei Vollendung eines Arbeitsmaßes, z.B. eines Abzuges, alle Speicherplätze um eine Einheit wei­ tergeschaltet. Den Speicherplätzen sind zentral einstellbare Schwellenwertgeber zugeordnet, die beim Erreichen des einge­ stellten Schwellenwertes in einem der Speicherplätze einen Tätigkeitsbefehl für die diesem Speicherplatz zugeordnete Arbeitsstelle über die Leitung 33 an den Bedienläufer geben.
Über eine Leitung 32 stellt der Bedienläufer 5 die Speicher­ plätze aller derjenigen Arbeitsstellen auf Null, an denen er im Gefolge des Behebens eines Bedienfalles, beispielsweise Beheben eines Fadenbruches, notwendige andere Bedienfälle, beispielsweise Entfernen von Unterwinderesten, ausgeführt hat.
Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung eines augenblick­ lichen Speicherinhaltes. Hierbei werden durch die x-Achse die Arbeitsstellen und durch die y-Achse das Arbeitsmaß, beispielsweise die Abzüge, definiert. Der Ablauf begann vor fünf Abzügen. Im Verlauf des vierten Abzuges wurde hierbei an der Spinnstelle Nr. 9 ein Fadenbruch behoben, in dessen Verlauf an den Spindeln Nr. 7 bis Nr. 11 Unterwindereste entfernt worden sind. Daraufhin wurden die Speicher für diese Spinnstellen auf Null zurückgestellt. Entsprechendes erfolgte an den Spinnstellen Nr. 18, Nr. 21, Nr. 32 und Nr. 45 während nachfolgender Abzüge.
Fig. 6 stellt dar, wie bei Vollendung eines Arbeitsmaßes, beispielsweise wiederum eines Abzuges, die Speicher aller Spinnstellen um ein Arbeitsmaß weitergeschaltet wurden. Da­ bei erreichten eine große Anzahl von Arbeitsstellen das vor­ gesehene Schwellenmaß von sechs Abzügen. Für diese Arbeits­ stellen wurde dem Bedienläufer 5 Auftrag gegeben, den erfor­ derlichen Bedienfall, nämlich das Entfernen von Unterwin­ deresten, auszuführen. Um nochmaliges Bedienen bereits be­ dienter Arbeitsstellen zu vermeiden, schließt er bei diesem generellen Bedienen viele Arbeitsstellen mit dem Bereich be­ dienter Arbeitsstellen jeweils ohne Überlappung an den vor­ her bedienten Bereich an.
In Fig. 7 ist eine Situation dargestellt, in der der Bedien­ läufer 5 die in Auftrag gegebenen Bedienfälle durchgeführt und die zugeordneten Speicherplätze auf Null zurückgestellt hat. Der Einfachheit halber wurde hierbei davon ausgegangen, daß während dieser Zeit im dargestellten Bereich keine Fa­ denbrüche behoben worden sind. Da angenommen wird, daß der Bedienläufer 5 jeweils fünf Spinnstellen gleichzeitig von Unterwinderesten befreit, überdeckt sein Reinigungsbereich auch solche Spinnstellen, deren Zählerstand den Schwellen­ wert noch nicht erreicht hatte, beispielsweise die Spinn­ stellen Nr. 7 bis Nr. 10. Diese Wirkung ist jedoch für den Verfahrensablauf unerheblich.
Im einzelnen ist der Ablauf so, daß der Bedienläufer Befehl erhält, die Spinnstelle 1, deren arbeitsstellen-individuel­ ler Speicher der Schwellenwert von sechs Abzügen erreicht hat, zu reinigen. Dabei werden gleichzeitig auch die Unter­ windereste an den Arbeitsstellen Nr. 2 bis Nr. 5 entfernt.
Wenn dies geschehen ist, erhält der Bedienläufer Auftrag, die Unterwindereste auch an der Spinnstelle Nr. 6, deren ar­ beitsstellen-individueller Speicher ebenfalls den Schwellen­ wert von sechs Abzügen erreicht hat, zu reinigen. Dabei wer­ den gleichzeitig die Arbeitsstellen Nr. 7 bis Nr. 9 gerei­ nigt, auch wenn die arbeitsstellen-individuellen Speicher für diese Arbeitsstellen den vorgesehenen Schwellenwert von sechs Abzügen noch nicht erreicht haben.
Mit dem Entfernen der Unterwindereste werden jeweils auch gleichzeitig die arbeitsstellen-individuellen Speicher auf Null zurückgestellt. An der bisher noch nicht mit in die Reinigung einbezogene Spinnstelle Nr. 11 hat der arbeits­ stellen-individuelle Zähler den vorgesehenen Schwellenwert von sechs Abzügen noch nicht erreicht. An dieser Arbeits­ stelle erfolgt demgemäß keine Entfernung von Unterwin­ deresten. Diese erfolgt demgemäß keine Entfernung von Unter­ winderesten. Diese erfolgt erst wieder für die Spinnstelle Nr. 12 sowie die anschließenden vier Spinnstellen bis Nr. 16. Die Spinnstellen Nr. l7 bis Nr. 23, deren arbeitsstel­ len-individueller Zähler den vorgesehenen Schwellenwert von sechs Abzügen noch nicht erreicht haben, werden noch nicht gereinigt. Dies erfolgt erst wieder für die Spinnstellen Nr. 24 bis Nr. 28 und die bei diesem Reinigungszyklus nicht mit erfaßte Spinnstelle Nr. 30 sowie die anschließenden vier Spinnstellen bis Nr. 33.
Zum leichteren Verständnis ist unterhalb der Fig. 7 der je­ weilige Tätigkeitsbereich des Bedienläufers über fünf Spinn­ stellen dargestellt, wobei die erste Spinnstelle, für die dem Bedienläufer jeweils Auftrag zur Reinigung gegeben wird, durch ein kleines Rechteck angedeutet ist. Die fortlaufende Durchführung dieser Reinigungsabläufe führt zu der in Fig. 7 dargestellten Situation, welche zeigt, daß nur Arbeitsstel­ len unbedient bleiben, deren arbeitsstellen-individueller Zähler den vorgesehenen Schwellenwert noch nicht erreicht haben.
Man geht dabei davon aus, daß verschlissene Läufer ein An­ steigen der Fadenbruchhäufigkeit an der betreffenden Spinn­ stelle verursachen. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist ebenfalls ein arbeitsstellen-individueller Zähler vorge­ sehen, der in diesem Falle Fadenbrüche je Zeiteinheit, bei­ spielsweise je Stunde, zählt. Wenn die Zahl der Fadenbrüche an einer Arbeitsstelle ein einstellbares Schwellenmaß von beispielsweise drei übersteigt, gilt dies als Indiz für einen verschlissenen Läufer an dieser Arbeitsstelle und der Zähler veranlaßt den Austausch des Läufers an dieser Ar­ beitsstelle.
Um den Zeitbezug von einer Stunde für beispielsweise drei Fadenbrüche zu erreichen, kann vorgesehen sein, alle ar­ beitsstellen-individuellen Zähler alle 20 Minuten zentral um eine Einheit zurückzustellen. Nach Ablauf einer Stunde zei­ gen dann nur die arbeitsstellen-individuellen Zähler jeder Arbeitsstelle den Zählwert eins oder mehr, an denen im Ver­ laufe dieser Stunde mehr als drei Fadenbrüche aufgetreten sind. Ein Zählwert von mehr als eins löst dann in diesem Falle den Austausch des Läufers an dieser Spinnstelle aus.

Claims (13)

1. Verfahren zum selbsttätigen Ausführen von Bedienfällen durch Bedienläufer an mindestens einer Ringspinn- oder -Zwirnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß Arbeitsab­ schnitte, welche ein Arbeitsmaß für die Notwendigkeit des Ausführens eines Bedienfalles darstellen, summiert werden und daß beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme ein Steuerbefehl zum Ausführen des Bedienfalles an den den Bedienfall selbsttätig ausführenden Bedienläufer (5; 5′; 5′′) erteilt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienfall der Austausch verschlissener Ringläufer und das Arbeitsmaß die Betriebszeit der Ringspinn- oder -Zwirnmaschine seit dem vorhergehenden Austausch von Ringläufern ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienfall das Entfernen von Unterwinderesten an Spindeln und das Arbeitsmaß die Anzahl von Abzügen seit dem vorhergehenden Entfernen von Unterwinderesten ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienfall der Austausch verschlissener Ringläufer und das Arbeitsmaß die Häufung von Fadenbrüchen an einer Spinnstelle ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß bei Erreichen eines Schwellen­ wertes für das Arbeitsmaß dem Bedienläufer (5, 5′, 5′′) Befehl zum Ausführen des entsprechenden Bedienfalles er­ teilt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit Einsatz eines Bedienfälle unterschiedlicher Art ausfüh­ renden Bedienläufers, dadurch gekennzeichnet, daß unter­ schiedliche Bedienfälle zusammengefaßt und in einem Durchgang durch den Bedienläufer (5; 5′; 5′′) ausgeführt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Arbeitsabschnitte einer Ringspinn- oder -Zwirnmaschine summierende Zählvorrichtung (9), welche beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme über Steuerbefehle einen Be­ dienfälle an Arbeitsstellen einer Ringspinn- oder -Zwirn­ maschine selbsttätig ausführenden Bedienläufer (5; 5′; 5′′) steuert und welche mit einer Rückstellvorrichtung, welche nach Erteilung eines Steuerbefehls durch die Zähl­ vorrichtung (9) diese in die Ausgangsstellung zurück­ stellt, verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5; 5′′) Vorrichtungen (6) zum Austausch von Ringläufern an Ringen und/oder Vorrichtungen (7) zum Entfernen von Unterwinderesten an Spindeln von Ringspinn­ oder -Zwirnmaschinen (1) und/oder Vorrichtungen zum Behe­ ben von Fadenbrüchen aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5; 5′′) eine Mehrzahl gleichzeitig in Wirkung tretender Vorrichtungen (6, 7) zur Ausführung gleichartiger Bedienfälle aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen eines Bedienläufers züm Ausführen ungleichartiger Bedienfälle allein oder gleichzeitig in Tätigkeit setzbar sind.
11. Vorrichtüng nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5, 5′, 5′′) mit einem Speicher (30) mit arbeitsstellen-individuellen Zählvorrichtungen zum Summieren von Arbeitsmaßen und mit einer Vorrichtung zum Einstellen des Schwellenwertes verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (6′) zum Austausch von Ringläufern und die Vorrichtung (7′) zum Entfernen von Unterwin­ deresten an Spindeln mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig bedienen.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5′) ein selbsttätiges Fadenansetzgerät (13) ist.
DE19893902179 1989-01-25 1989-01-25 Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine Withdrawn DE3902179A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893902179 DE3902179A1 (de) 1989-01-25 1989-01-25 Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893902179 DE3902179A1 (de) 1989-01-25 1989-01-25 Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3902179A1 true DE3902179A1 (de) 1990-08-02

Family

ID=6372779

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19893902179 Withdrawn DE3902179A1 (de) 1989-01-25 1989-01-25 Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3902179A1 (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4021851A1 (de) * 1990-07-09 1992-01-16 Inst Textil & Faserforschung Vorrichtung zum reinigen von unterwindestellen
WO1992021804A1 (de) * 1991-05-31 1992-12-10 Maschinenfabrik Rieter Ag. Verfahren zur überwachung und zum austauschen bzw. ersetzen von läufern auf spinnringen von spinnstellen in einer ringspinnmaschine
EP0534898A1 (de) * 1991-09-23 1993-03-31 Maschinenfabrik Rieter Ag Bedienungsautomat für Textilmaschine
DE4212629A1 (de) * 1992-04-15 1993-10-28 Rieter Ag Maschf Kombination einer Ringspinnmaschine mit einem Bedienroboter und gegebenenfalls weiterer Bedienungs- und/oder Wartungseinrichtungen
DE19917971A1 (de) * 1998-05-20 1999-11-25 Rieter Ingolstadt Spinnerei Verfahren und Vorrichtung zum Warten einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit Hilfe einer verfahrbaren Wartungsvorrichtung
EP3628761A1 (de) 2018-09-27 2020-04-01 Maschinenfabrik Rieter AG Verfahren zum betrieb einer ringspinnmaschine

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2051754A1 (de) * 1970-10-22 1972-04-27 Schubert & Salzer Maschinenfabrik Ag, 8070 Ingolstadt Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Fäden
DE2546436A1 (de) * 1975-10-16 1977-04-21 Fritz Stahlecker Entlang einer spinnmaschine, insbesondere eine offenend-spinnmaschine verfahrbare wartungsvorrichtung
DE2556237A1 (de) * 1975-12-13 1977-06-16 Fritz Stahlecker Spinnmaschinenanlage mit mehreren offenend-spinnmaschinen und wenigstens einem wartungsgeraet
DE2931209A1 (de) * 1978-08-03 1980-02-21 Zinser Textilmaschinen Gmbh Verfahren und anordnung zum reinigen der unterwindeflaechen von spindeln
DE2635714C2 (de) * 1976-08-07 1986-05-15 W. Schlafhorst & Co, 4050 Mönchengladbach Vorrichtung zum Ermitteln fehlerhaft arbeitender Spinnstellen
DE3701796A1 (de) * 1987-01-22 1988-08-04 Zinser Textilmaschinen Gmbh Verfahren und vorrichtung zum einsatzsteuern von bedienorganen an einer spinnereianlage

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2051754A1 (de) * 1970-10-22 1972-04-27 Schubert & Salzer Maschinenfabrik Ag, 8070 Ingolstadt Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Fäden
DE2546436A1 (de) * 1975-10-16 1977-04-21 Fritz Stahlecker Entlang einer spinnmaschine, insbesondere eine offenend-spinnmaschine verfahrbare wartungsvorrichtung
DE2556237A1 (de) * 1975-12-13 1977-06-16 Fritz Stahlecker Spinnmaschinenanlage mit mehreren offenend-spinnmaschinen und wenigstens einem wartungsgeraet
DE2635714C2 (de) * 1976-08-07 1986-05-15 W. Schlafhorst & Co, 4050 Mönchengladbach Vorrichtung zum Ermitteln fehlerhaft arbeitender Spinnstellen
DE2931209A1 (de) * 1978-08-03 1980-02-21 Zinser Textilmaschinen Gmbh Verfahren und anordnung zum reinigen der unterwindeflaechen von spindeln
DE3701796A1 (de) * 1987-01-22 1988-08-04 Zinser Textilmaschinen Gmbh Verfahren und vorrichtung zum einsatzsteuern von bedienorganen an einer spinnereianlage

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4021851A1 (de) * 1990-07-09 1992-01-16 Inst Textil & Faserforschung Vorrichtung zum reinigen von unterwindestellen
WO1992021804A1 (de) * 1991-05-31 1992-12-10 Maschinenfabrik Rieter Ag. Verfahren zur überwachung und zum austauschen bzw. ersetzen von läufern auf spinnringen von spinnstellen in einer ringspinnmaschine
EP0534898A1 (de) * 1991-09-23 1993-03-31 Maschinenfabrik Rieter Ag Bedienungsautomat für Textilmaschine
DE4212629A1 (de) * 1992-04-15 1993-10-28 Rieter Ag Maschf Kombination einer Ringspinnmaschine mit einem Bedienroboter und gegebenenfalls weiterer Bedienungs- und/oder Wartungseinrichtungen
DE19917971A1 (de) * 1998-05-20 1999-11-25 Rieter Ingolstadt Spinnerei Verfahren und Vorrichtung zum Warten einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit Hilfe einer verfahrbaren Wartungsvorrichtung
DE19917971B4 (de) * 1998-05-20 2009-11-19 Rieter Ingolstadt Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Warten einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit Hilfe einer verfahrbaren Wartungsvorrichtung
EP3628761A1 (de) 2018-09-27 2020-04-01 Maschinenfabrik Rieter AG Verfahren zum betrieb einer ringspinnmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69320966T2 (de) Vorrichtung zum Rauhen von Geweben oder Gestricken mit Ansaugen und Reinigen
EP3202963B1 (de) Verfahren zum reinigen einer textilmaschine
DE3701796C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Steuern des Einsatzes von Bedienorganen in einer Spinnereianlage
EP3760772B1 (de) Optimierung des betriebes einer spinnmaschine
EP2966201B1 (de) Semiautomatische offenend-rotorspinnmaschine
DE102007056561A1 (de) Kreuzspulen herstellende Textilmaschine
DE19917971B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Warten einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit Hilfe einer verfahrbaren Wartungsvorrichtung
EP0949366B1 (de) Vorrichtung zum Klemmen eines Unterwindefadens an der Spindel einer Ringspinnmaschine oder Ringzwirnmaschine
EP0259622B1 (de) Verfahren zum Reinigen einer aus einer Mehrzahl von Arbeitsstellen bestehenden Textilmaschine
EP0565486B1 (de) Gesteuertes Garniturschleifen
DE2641394A1 (de) Wartungseinrichtung fuer eine oder mehrere offenend-spinnmaschinen
DE3902179A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine
DE102015120489A1 (de) Verfahren zur Steuerung einer Textilmaschine mit mindestens einem Garnsensor auf der Arbeitsstelle
DE102004041051B4 (de) Intelligentes Störungsmanagement
DE2552448C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wartung von Spinnstellen
EP1526195A2 (de) Textilmaschine und Verfahren zur Verbesserung deren Produktionsablaufs
EP1418259A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Warten von Aggregaten einer Spinnmaschine
CH217448A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Vorgarn.
DE2546436C3 (de) Entlang wenigstens einer Spinnmaschine verfahrbare Wartungsvorrichtung
EP4215655A1 (de) Verfahren zum betreiben einer spinnstelle einer rotorspinnmaschine sowie rotorspinnmaschine
EP3527703B1 (de) Verfahren zum betreiben einer spinnstelle einer ringspinnmaschine nach einem doffvorgang
EP4303349B1 (de) Verfahren zum betreiben einer spinnstelle einer spinnmaschine und spinnmaschine
EP0159567B1 (de) Verfahren zum Beheben einer Verstopfung in einer Falschdrall-Spinneinheit
EP0382027B1 (de) Verfahren zum Steuern von Transportvorgängen in einer Spinnerei und Ringspinnmaschine
EP4101958A1 (de) Verfahren zum betreiben einer teil- oder vollautomatischen spinnmaschine, insbesondere einer offenend-rotorspinnmaschine, sowie spinnmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8141 Disposal/no request for examination