DE3902179A1 - Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum selbsttätigen Ausführen von Bedienfällen
durch Bedienläufer an mindestens einer Ringspinn- oder
Zwirnmaschine.
An Spinn- oder Zwirnmaschinen werden in Abhängigkeit vom Ab
lauf der Zeit oder von Betriebsdaten Bedienfälle erforder
lich, deren selbsttätige Erledigung aus Zeit- und Kostener
sparnisgründen wünschenswert ist. Zum Teil handelt es sich
dabei um Bedienfälle, welche nur in größeren Intervallen er
forderlich sind, wie beispielsweise das Austauschen ver
schlissener Ringläufer oder das Entfernen von Unterwin
deresten.
Hierbei hängt die Standzeit von Ringläufern sehr stark von
der Spindeldrehzahl der jeweiligen Maschine ab und kann bis
zu etwa 300 Betriebsstunden betragen. Unterwindereste brau
chen nicht nach jedem Abzug entfernt zu werden; es können je
nach Länge der Unterwindung und Fadendicke Unterwindungen
von bis zu 10 Abzügen auf einer Spindel gesammelt werden. Je
nach Liefergeschwindigkeit der Maschine und Fadendicke ent
spricht dies einer Betriebszeit von etwa 20 bis etwa 100
Stunden.
Das selbsttätige Ausführen derartiger vorgenannter Bedien-
fälle setzt unter anderem voraus, daß ein Bediengerät vor
handen ist, welches aufgrund eines erteilten Befehls den Be
dienfall selbsttätig auszuführen vermag.
Im allgemeinen sind Bediengeräte infolge der großen Länge
und der großen Anzahl von Arbeitsstellen der Spinnereima
schinen als Bedienläufer ausgeführt, welche sich entlang der
Arbeitsstellen bewegen und dabei Bedienfälle einzeln oder
mehrere gleichzeitig ausführen können.
Selbsttätige Vorrichtungen zum Entfernen von Unterwin
deresten an Spindeln zählen bereits zum Stand der Technik
(US-PS 41 33 168). Weiterhin sind Vorrichtungen zum Aus
tausch verschlissener Ringläufer bekannt (US-PS 31 91 284;
DE-OS 30 30 444; DE-OS 29 27 618). Alle diese einzelnen
selbsttätigen Vorrichtungen arbeiten jedoch unabhängig von
einander, so daß keinerlei Abstimmung der einzelnen in den
jeweiligen Intervallen durchzuführenden Arbeiten dieser pe
ripheren Geräte gegeben ist.
Hierbei benötigt jeder Bedienläufer ein Fahrwerk, wobei je
doch der Nachteil besteht, daß mehrere Bedienläufer an einer
Maschine sich gegenseitig in ihrer Bewegung und in ihrer Tä
tigkeit behindern können.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugründe, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche in der Lage sind,
wirkungsmäßig verknüpft ein selbsttätiges Veranlassen
unterschiedlicher Arten von Bedienfällen in Abhängigkeit von
unterschiedlichen Kriterien durchzuführen, wobei eine Behin
derung der einzelnen selbsttätigen, Bedienfälle unterschied
licher Art ausführender Bedienläufer einwandfrei vermieden
werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Ar
beitsabschnitte, welche ein Maß für die Notwendigkeit des
Ausführens eines Bedienfalles darstellen, summiert werden
und daß beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme ein
Steuerbefehl zum Ausführen des Bedienfalles an den den Be
dienfall selbsttätig ausführenden Bedienläufer erteilt wird.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer wirkungsmäßigen Ver
knüpfung von selbsttätigen Vorrichtungen, welche Bedienfälle
unterschiedlichster Art durchführen. Es wird hierdurch eine
wirtschaftlich vorteilhafte Bedienung einer Spinnmaschine
mit gegebenenfalls unterschiedliche Arten von Bedienfällen
selbsttätig ausführenden Bedienläufern erzielt.
Bedienfälle können hierbei der Austausch verschlissener
Ringläufer und das Entfernen von Unterwinderesten an Spin
deln sein, wobei im ersten Fall das Arbeitsmaß die Betriebs
zeit der Ringspinn- oder -Zwirnmaschine seit dem vorherge
henden Austausch von Ringläufern und im zweiten Fall das Ar
beitsmaß die Anzahl von Abzügen seit dem vorhergehenden Ent
fernen von Unterwinderesten ist. Andere oder weitere Bedien
fälle im Sinne der Erfindung können das Reinigen der
Putzwalzen, der Austausch von Vorgarnspulen o.ä. sein.
Vorteilhafterweise können auf einem Bedienläufer Vorrichtun
gen zusammengefaßt sein, welche in der Lage sind, unter
schiedliche Bedienfälle auszuführen. Hierbei findet eine Ar
beitsabschnitte einer Ringspinn- oder -Zwirnmaschine summie
rende Zählvorrichtung Anwendung, welche beim Erreichen einer
wählbaren Zählsumme über Steuerbefehle einen Bedienfall an
Arbeitsstellen einer Spinnmaschine selbsttätig ausführenden
Bedienläufer steuert und welche mit einer Rückstellvor
richtung, die nach Erteilung eines Steuerbefehls durch die
Zählvorrichtung diese in die Ausgangsstellung zurückstellt,
verbunden ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann der Be
dienläufer eine Mehrzahl gleichzeitig in Wirkung tretender
Vorrichtungen zum Ausführen gleichartiger Bedienfälle - Aus
tausch von Ringläufer oder Entfernen von Unterwinderesten -
aufweisen. Weiterhin können die Vorrichtungen eines Bedien
läufers zum Ausführen ungleichartiger Bedienfälle allein
oder gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden.
Eine weitere Vereinfachung ergibt sich dadurch, daß der Be
dienläufer ein selbsttätiges Fadenansetzgerät sein kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Ringspinn
maschine, teils gebrochen;
Fig. 2 und 3 zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten von
selbsttätigen Vorrichtungen zur Ausführung unter
schiedlicher Bedienfälle in schematischer Draufsicht,
teils gebrochen;
Fig. 4 eine schematisch Draufsicht auf eine Ringspinn
maschine, in modifizierter Ausführungsform der
Erfindung;
Fig. 5 bis 7 verschiedene Arbeitsdiagramme bei der Ausführung von
Bedienfällen.
Nach Fig. 1 weist eine Ringspinnmaschine 1 mit einer Maschi
nensteuerung 2 zwei einander gegenüberliegende Spindelreihen
3 und 4 auf. Entlang der Spindelreihe 4 bewegt sich ein Be
dienläufer 5 in Pfeilrichtung nach links oder rechts. Dieser
Bedienläufer 5 ist mit einer Vorrichtung 6 zum Auswechseln
von Ringläufern und einer Vorrichtung 7 zum Entfernen von
Unterwinderesten ausgestattet.
Die Maschinensteuerung 2 ist über nicht näher bezeichnete
Leitungen mit einer Abzugszählvorrichtung 9 und einem
Betriebsstundenzähler 11 verbunden. Hierbei steht die
Zählvorrichtung 9 ihrerseits über eine Leitung 8 mit der
Vorrichtung 7 zum Entfernen von Unterwinderesten in Verbin
dung; die Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Ringläufern ist
über eine Leitung 10 und ein UND-Gatter 12 sowohl mit dem
Betriebsstundenzähler 11, als auch mit der Abzugszählvor
richtung 9 verbunden.
Die Abzugszählvorrichtung 9 zählt Abzüge der Ringspinnma
schine 1 und gibt beim Erreichen einer einstellbaren Zähl
summe, die ein Maß für die Notwendigkeit des Entfernens der
Unterwindereste auf den Spindeln darstellt, über eine Lei
tung 8 einen Tätigkeitsbefehl an die Vorrichtung 7 zum Ent
fernen der Unterwindereste und über die Leitung 20 einen
Rückstellbefehl an sich selbst. Entsprechend gibt der Be
triebsstundenzähler 11 bei Erreichen einer einstellbaren
Zählsumme, welche eine Maß für die Notwendigkeit des Austau
sches der Ringläufer darstellt, einen Tätigkeitsbefehl zum
Austausch der Ringläufer ab, der jedoch erst dann an die
Vorrichtung 6 zum Auswechseln von Läufern weitergeleitet
wird und über die Leitung 21 einen Rückstellbefehl an den
Betriebsstundenzähler 11 auslöst, wenn er im UND-Gatter 12
mit einem Befehl zum Entfernen von Unterwinderesten kombi
niert wird.
Das UND-Gatter 12 gibt also Befehle zum Auswechseln von
Ringläufern an die Vorrichtung 6 nur weiter, wenn auch ein
Befehl zum Entfernen von Unterwinderesten an die Vorrichtung
7 vorliegt.
Durch diese wirkungsmäßige Verknüpfung der Tätigkeitsbefehle
an die Vorrichtungen 6 und 7, welche gemeinsam auf dem Be
dienläufer 5 angeordnet sind, werden vorteilhafterweise un
terschiedliche Bedienfälle zusammengefaßt und in einem ein
zigen Durchgang durch den Bedienläufer 5 ausgeführt. Hierbei
ist unter dem Zusammenlegen von Bedienfällen zu verstehen,
daß - wenn beispielsweise nach je etwa 200 Betriebsstunden
die Ringläufer gewechselt und nach jeweils 6 Abzügen zu je
5,5 Stunden Laufzeit die Unterwindereste entfernt werden
sollen - bei jedem 6. Unterwinderest-Entfernen auch die
Ringläufer gewechselt werden.
Nach Fig. 2 besteht die Möglichkeit, daß der Bedienläufer
5′ ein selbsttätiges Fadenansetzgerät 13 an sich bekannter
Bauweise ist, welches außerdem mit der Vorrichtung 6 zum
Auswechseln von Ringläufern und mit der Vorrichtung 7 zum
Entfernen von Unterwinderesten kombinativ verknüpft ist.
Hierbei ist in gestrichelter Weise dargestellt, wie die je
weiligen Spindeln der Spindelreihe 4 eine entsprechende Be
arbeitung erfahren, d.h. Austausch von Ringläufern bzw. Ent
fernen von Unterwinderesten bzw. Fadenansetzen.
Nach Fig. 3 besteht auch die Möglichkeit, daß auf den Be
dienläufer 5′′ eine Vorrichtung 6′ zum Austausch von Ring
läufern und eine Vorrichtung 7′ zum Entfernen von Unterwin
deresten an Spindeln mehrere Arbeitsstellen 4 überlappend
und gleichzeitig bedienen. Hierbei kann eine Vorrichtung,
beispielsweise 6′, in dem strichpunktierten Bereich das Aus
wechseln von Ringläufern an mehreren Spindeln vornehmen,
während die Vorrichtung 7′ in dem strichpunktierten Bereich
die Unterwindereste an den entsprechenden, beispielsweise
sechs Spindeln durchführt. Der Arbeitsbereich des Bedienläu
fer 5′′ erstreckt sich damit vorteilhafterweise über eine
größere Anzahl von Spindeln, so daß dieser Bedienläufer 5′′
nicht so häufig bewegt werden muß wie bei Durchführung eines
Bedienfalles an jeweils nur einer einzigen Spindel.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Hier findet ein Speicher 30 zusätzlich zu den Einheiten ge
mäß Fig. 1 bis 3 Anwendung, welcher eine der Anzahl der Ar
beitsstellen der Ringspinnmaschine entsprechende Anzahl von
Speicherplätzen aufweist. Über eine Leitung 31 werden durch
die Maschinensteuerung 2 bei Vollendung eines Arbeitsmaßes,
z.B. eines Abzuges, alle Speicherplätze um eine Einheit wei
tergeschaltet. Den Speicherplätzen sind zentral einstellbare
Schwellenwertgeber zugeordnet, die beim Erreichen des einge
stellten Schwellenwertes in einem der Speicherplätze einen
Tätigkeitsbefehl für die diesem Speicherplatz zugeordnete
Arbeitsstelle über die Leitung 33 an den Bedienläufer geben.
Über eine Leitung 32 stellt der Bedienläufer 5 die Speicher
plätze aller derjenigen Arbeitsstellen auf Null, an denen er
im Gefolge des Behebens eines Bedienfalles, beispielsweise
Beheben eines Fadenbruches, notwendige andere Bedienfälle,
beispielsweise Entfernen von Unterwinderesten, ausgeführt
hat.
Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung eines augenblick
lichen Speicherinhaltes. Hierbei werden durch die x-Achse
die Arbeitsstellen und durch die y-Achse das Arbeitsmaß,
beispielsweise die Abzüge, definiert. Der Ablauf begann vor
fünf Abzügen. Im Verlauf des vierten Abzuges wurde hierbei
an der Spinnstelle Nr. 9 ein Fadenbruch behoben, in dessen
Verlauf an den Spindeln Nr. 7 bis Nr. 11 Unterwindereste
entfernt worden sind. Daraufhin wurden die Speicher für
diese Spinnstellen auf Null zurückgestellt. Entsprechendes
erfolgte an den Spinnstellen Nr. 18, Nr. 21, Nr. 32 und Nr.
45 während nachfolgender Abzüge.
Fig. 6 stellt dar, wie bei Vollendung eines Arbeitsmaßes,
beispielsweise wiederum eines Abzuges, die Speicher aller
Spinnstellen um ein Arbeitsmaß weitergeschaltet wurden. Da
bei erreichten eine große Anzahl von Arbeitsstellen das vor
gesehene Schwellenmaß von sechs Abzügen. Für diese Arbeits
stellen wurde dem Bedienläufer 5 Auftrag gegeben, den erfor
derlichen Bedienfall, nämlich das Entfernen von Unterwin
deresten, auszuführen. Um nochmaliges Bedienen bereits be
dienter Arbeitsstellen zu vermeiden, schließt er bei diesem
generellen Bedienen viele Arbeitsstellen mit dem Bereich be
dienter Arbeitsstellen jeweils ohne Überlappung an den vor
her bedienten Bereich an.
In Fig. 7 ist eine Situation dargestellt, in der der Bedien
läufer 5 die in Auftrag gegebenen Bedienfälle durchgeführt
und die zugeordneten Speicherplätze auf Null zurückgestellt
hat. Der Einfachheit halber wurde hierbei davon ausgegangen,
daß während dieser Zeit im dargestellten Bereich keine Fa
denbrüche behoben worden sind. Da angenommen wird, daß der
Bedienläufer 5 jeweils fünf Spinnstellen gleichzeitig von
Unterwinderesten befreit, überdeckt sein Reinigungsbereich
auch solche Spinnstellen, deren Zählerstand den Schwellen
wert noch nicht erreicht hatte, beispielsweise die Spinn
stellen Nr. 7 bis Nr. 10. Diese Wirkung ist jedoch für den
Verfahrensablauf unerheblich.
Im einzelnen ist der Ablauf so, daß der Bedienläufer Befehl
erhält, die Spinnstelle 1, deren arbeitsstellen-individuel
ler Speicher der Schwellenwert von sechs Abzügen erreicht
hat, zu reinigen. Dabei werden gleichzeitig auch die Unter
windereste an den Arbeitsstellen Nr. 2 bis Nr. 5 entfernt.
Wenn dies geschehen ist, erhält der Bedienläufer Auftrag,
die Unterwindereste auch an der Spinnstelle Nr. 6, deren ar
beitsstellen-individueller Speicher ebenfalls den Schwellen
wert von sechs Abzügen erreicht hat, zu reinigen. Dabei wer
den gleichzeitig die Arbeitsstellen Nr. 7 bis Nr. 9 gerei
nigt, auch wenn die arbeitsstellen-individuellen Speicher
für diese Arbeitsstellen den vorgesehenen Schwellenwert von
sechs Abzügen noch nicht erreicht haben.
Mit dem Entfernen der Unterwindereste werden jeweils auch
gleichzeitig die arbeitsstellen-individuellen Speicher auf
Null zurückgestellt. An der bisher noch nicht mit in die
Reinigung einbezogene Spinnstelle Nr. 11 hat der arbeits
stellen-individuelle Zähler den vorgesehenen Schwellenwert
von sechs Abzügen noch nicht erreicht. An dieser Arbeits
stelle erfolgt demgemäß keine Entfernung von Unterwin
deresten. Diese erfolgt demgemäß keine Entfernung von Unter
winderesten. Diese erfolgt erst wieder für die Spinnstelle
Nr. 12 sowie die anschließenden vier Spinnstellen bis Nr.
16. Die Spinnstellen Nr. l7 bis Nr. 23, deren arbeitsstel
len-individueller Zähler den vorgesehenen Schwellenwert von
sechs Abzügen noch nicht erreicht haben, werden noch nicht
gereinigt. Dies erfolgt erst wieder für die Spinnstellen Nr.
24 bis Nr. 28 und die bei diesem Reinigungszyklus nicht mit
erfaßte Spinnstelle Nr. 30 sowie die anschließenden vier
Spinnstellen bis Nr. 33.
Zum leichteren Verständnis ist unterhalb der Fig. 7 der je
weilige Tätigkeitsbereich des Bedienläufers über fünf Spinn
stellen dargestellt, wobei die erste Spinnstelle, für die
dem Bedienläufer jeweils Auftrag zur Reinigung gegeben wird,
durch ein kleines Rechteck angedeutet ist. Die fortlaufende
Durchführung dieser Reinigungsabläufe führt zu der in Fig. 7
dargestellten Situation, welche zeigt, daß nur Arbeitsstel
len unbedient bleiben, deren arbeitsstellen-individueller
Zähler den vorgesehenen Schwellenwert noch nicht erreicht
haben.
Man geht dabei davon aus, daß verschlissene Läufer ein An
steigen der Fadenbruchhäufigkeit an der betreffenden Spinn
stelle verursachen. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung
ist ebenfalls ein arbeitsstellen-individueller Zähler vorge
sehen, der in diesem Falle Fadenbrüche je Zeiteinheit, bei
spielsweise je Stunde, zählt. Wenn die Zahl der Fadenbrüche
an einer Arbeitsstelle ein einstellbares Schwellenmaß von
beispielsweise drei übersteigt, gilt dies als Indiz für
einen verschlissenen Läufer an dieser Arbeitsstelle und der
Zähler veranlaßt den Austausch des Läufers an dieser Ar
beitsstelle.
Um den Zeitbezug von einer Stunde für beispielsweise drei
Fadenbrüche zu erreichen, kann vorgesehen sein, alle ar
beitsstellen-individuellen Zähler alle 20 Minuten zentral um
eine Einheit zurückzustellen. Nach Ablauf einer Stunde zei
gen dann nur die arbeitsstellen-individuellen Zähler jeder
Arbeitsstelle den Zählwert eins oder mehr, an denen im Ver
laufe dieser Stunde mehr als drei Fadenbrüche aufgetreten
sind. Ein Zählwert von mehr als eins löst dann in diesem
Falle den Austausch des Läufers an dieser Spinnstelle aus.
Claims (13)
1. Verfahren zum selbsttätigen Ausführen von Bedienfällen
durch Bedienläufer an mindestens einer Ringspinn- oder
-Zwirnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß Arbeitsab
schnitte, welche ein Arbeitsmaß für die Notwendigkeit des
Ausführens eines Bedienfalles darstellen, summiert werden
und daß beim Erreichen einer wählbaren Zählsumme ein
Steuerbefehl zum Ausführen des Bedienfalles an den den
Bedienfall selbsttätig ausführenden Bedienläufer (5; 5′;
5′′) erteilt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bedienfall der Austausch verschlissener Ringläufer
und das Arbeitsmaß die Betriebszeit der Ringspinn- oder
-Zwirnmaschine seit dem vorhergehenden Austausch von
Ringläufern ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bedienfall das Entfernen von Unterwinderesten an
Spindeln und das Arbeitsmaß die Anzahl von Abzügen seit
dem vorhergehenden Entfernen von Unterwinderesten ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bedienfall der Austausch verschlissener Ringläufer
und das Arbeitsmaß die Häufung von Fadenbrüchen an einer
Spinnstelle ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß bei Erreichen eines Schwellen
wertes für das Arbeitsmaß dem Bedienläufer (5, 5′, 5′′)
Befehl zum Ausführen des entsprechenden Bedienfalles er
teilt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
Einsatz eines Bedienfälle unterschiedlicher Art ausfüh
renden Bedienläufers, dadurch gekennzeichnet, daß unter
schiedliche Bedienfälle zusammengefaßt und in einem
Durchgang durch den Bedienläufer (5; 5′; 5′′) ausgeführt
werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Arbeitsabschnitte einer Ringspinn- oder -Zwirnmaschine
summierende Zählvorrichtung (9), welche beim Erreichen
einer wählbaren Zählsumme über Steuerbefehle einen Be
dienfälle an Arbeitsstellen einer Ringspinn- oder -Zwirn
maschine selbsttätig ausführenden Bedienläufer (5; 5′;
5′′) steuert und welche mit einer Rückstellvorrichtung,
welche nach Erteilung eines Steuerbefehls durch die Zähl
vorrichtung (9) diese in die Ausgangsstellung zurück
stellt, verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bedienläufer (5; 5′′) Vorrichtungen (6) zum Austausch
von Ringläufern an Ringen und/oder Vorrichtungen (7) zum
Entfernen von Unterwinderesten an Spindeln von Ringspinn
oder -Zwirnmaschinen (1) und/oder Vorrichtungen zum Behe
ben von Fadenbrüchen aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bedienläufer (5; 5′′) eine Mehrzahl gleichzeitig in
Wirkung tretender Vorrichtungen (6, 7) zur Ausführung
gleichartiger Bedienfälle aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen eines
Bedienläufers züm Ausführen ungleichartiger Bedienfälle
allein oder gleichzeitig in Tätigkeit setzbar sind.
11. Vorrichtüng nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5, 5′, 5′′)
mit einem Speicher (30) mit arbeitsstellen-individuellen
Zählvorrichtungen zum Summieren von Arbeitsmaßen und mit
einer Vorrichtung zum Einstellen des Schwellenwertes
verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (6′) zum Austausch von Ringläufern
und die Vorrichtung (7′) zum Entfernen von Unterwin
deresten an Spindeln mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig
bedienen.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Bedienläufer (5′) ein
selbsttätiges Fadenansetzgerät (13) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893902179 DE3902179A1 (de) | 1989-01-25 | 1989-01-25 | Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19893902179 DE3902179A1 (de) | 1989-01-25 | 1989-01-25 | Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3902179A1 true DE3902179A1 (de) | 1990-08-02 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893902179 Withdrawn DE3902179A1 (de) | 1989-01-25 | 1989-01-25 | Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen ausfuehren von bedienfaellen an mindestens einer ringspinn- oder -zwirnmaschine |
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