DE3901371A1 - Elektrischer spenderkopf - Google Patents
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Landscapes
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Description
Elektrische Spenderköpfe zum Ausgeben unterschiedlicher
Fluide, wie beispielsweise heißschmelzende Kleber, sind im
Stand der Technik bekannt und seit vielen Jahren in Gebrauch.
Derartige Köpfe arbeiten bei erhöhten Drücken (bis zu 1000 psi
= 70 kP/cm2) bei relativ schnellen Betätigungsraten (3000 Zy
klen/min) zuverlässig und genau. Um die Lebendauer und die
Verschleißfestigkeit solcher Spenderköpfe zu erhöhen, wurden
derartige Köpfe üblicherweise unter Einhaltung extrem enger
Toleranzen, einer hohen Oberflächengüte unter Verwendung har
ter Materialien hergestellt.
Üblicherweise wird ein relativ harter Führungsausgang mit
sehr enger Toleranz hinsichtlich der Nadel, die er führt,
ausgebildet, und die Nadel sowie der Sitz, auf welchem die
Nadel aufsitzt, sind beide aus extrem harten Materialien, wie
beispielsweise Kohlenstoffteilen hergestellt. Zusätzlich zu
der Schwierigkeit, derartige enge Toleranzen einzuhalten und
hartes relativ teures Material in beiden Teilen, nämlich der
Nadel und dem Sitz zu verwenden, tendieren derartige Vorrich
tungen zwangsläufig dazu, die ursprünglich engen Toleranzen
während des Gebrauchs zu vergrößern, bis der Spalt zusätzli
che Abnutzungen induziert und der Spenderkopf zu lecken be
ginnt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elek
trischen Spenderkopf bereitzustellen, der in der Lage ist,
unter den oben genannten Betriebsbedingungen über eine ver
längerte Lebensdauer zuverlässig zu arbeiten. Ein weiteres
Ziel ist es, einen elektrischen Spenderkopf bereitzustellen,
der leicht und kostengünstig herstellbar ist und trotzdem
eine verlängerte Lebensdauer besitzt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem elektrischen Spen
derkopf dadurch gelöst, daß die Nadel in einer Führung aus
weichem Elastomermaterial, wie z. B. Viton, mit einer bezüg
lich der Nadel Nulltorleranz geführt wird. Eine derartige Ela
stomerführung führt dazu, daß die Nadel für eine verlängerte
Lebensdauer bei vernachlässigbarer Abnutzung akurat positio
niert ist. Die Abdichtung in dem Ventil wird durch eine ge
härtete Kugel (Wolframkarbid) gebildet, deren Ventilsitz re
lativ weich ist (rostfreier Stahl 303). Die Kombination aus
diesen Nadel- und Sitzmaterialien führen zusammen mit der
Nulltoleranz der elastomaren Führung zu einer extrem langen
Lebensdauer und zu einer vorschriftmäßigen Positionierung
sowie zuverlässigen Abdichtung. Weitere Vorteile dieser Kon
struktion liegen darin, daß lediglich übliche Toleranzen so
wie Standardmaschinen-Oberflächengüte erforderlich sind und
verwendet werden können, im Gegensatz zu den extrem hohen
Oberflächengüte-Anforderungen und engen Toleranzen, die beim
Stand der Technik verlangt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeich
nung näher erläutert. Darin beziehen sich gleiche Bezugs
ziffern auf gleiche oder ähnliche Teile in den verschiedenen
Ansichten.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch die vorliegende Erfindung,
Fig. 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
und
Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie 3-3 in Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein Spenderkopf 10 im Schnitt dargestellt. Der
Spenderkopf 10 besteht allgemein aus einem Gehäuse 12 mit ei
ner darin eineschlossenen torischen Wicklung 14. Das Gehäuse
12 besitzt einen im wesentlichen zylindrischen Durchgangska
nal, in dessen oberem Ende ein Einlaßgehäuse 16 mit einem
Durchgangskanal 18 zur Aufnahme des abzugebenden Fluids an
geordnet ist. Ein nicht dargestellter Filter kann am oberen
Ende des Durchgangskanals 18 vorgesehen sein, um ein Verstop
fen oder dergleichen zu vermeiden.
Unterhalb des Einlaßgehäuses 16 ist ein Übergangsbereich 20
vorgesehen, durch den das Fluid strömt. Unterhalb des Über
gangsbereichs 20 ist eine Nadelanordnung 22 angeordnet, die
aus einem Kolben 24 und einer Nadel 26 besteht. Die Nadelan
ordnung 22 kann aus zwei separaten Bauteilen 24 und 26 oder
als eine integrale Einheit, wie dargestellt, hergestellt
sein. Die Nadelanordnung 22 wird durch eine Schraubenfeder 28
nach unten gedrückt, deren oberes Ende gegen den Boden des
Einlaßgehäuses 16 drückt. Der Kolben 24 besitzt zwei abge
flachte Seiten 24 A (s. Fig. 3), entlang welchen das Fluid
strömt.
Die Nadel 26 ist gleitend in einem Führungsgehäuse 30 aufge
nommen. In dem Führungsgehäuse 30 ist ein relativ weiches
Führungsteil 32 aus einem Elastomer eingesetzt. Die Toleranz
zwischen dem Innendurchmesser des Führungsteils 32 und dem
Außendurchmesser der Nadel 26 ist im wesentlichen gleich
Null. Das Fehlen jeglichen Schlitzes erlaubt eine präzise
Führung der Nadel 26, und darüber hinaus die Verwendung von
Materialien, die nachfolgend näher erläutert werden, um eine
wesentlich erhöhte Lebensdauer und eine sichere Abdichtung
bereitzustellen.
Die Führung 32 kann aus dem Material "Viton" der Fa. DuPont
hergestellt; bei dem Material handelt es sich um Fluoro
carbon (FPM), ein Fluorkohlenstoff mit einem Parker compound
V747-75.
Das Führungsgehäuse 30 weist zwei Flächen 30 a auf, die über
einen Abschnitt auf einer Seite ausgearbeitet sind (vgl. Fig.
2), wodurch es ebenfalls dem Fluid ermöglicht wird, abwärts
und durch Kanäle 34 in eine Nadelkammer 36 zu strömen. An dem
unteren Ende der Nadel 26 ist eine Nadelkugel 38 aufgenom
men. Die Kugel 38 ist idealerweise aus Wolframcarbid herge
stellt, einem relativ harten Material. In Kombination mit dem
Sitz 40 am unteren Ende des Führungsgehäuses 30 wird eine
verbesserte Abdichtung ermöglicht. Da der Sitz 40 (aus rost
freiem Stahl 303) relativ weich ist, ist es nicht erforder
lich, der Kugel 38 oder dem Sitz 40 eine feine Oberflächengüte
zu geben, da die Dichtflächen während des Betriebs einander
läppen und so eine wirkungsvolle Abdichtung ergeben. Ein wei
terer Vorteil der beschriebenen Konstruktion besteht darin,
daß keine beweglichen Dichtungen erforderlich sind, mit Aus
nahme der Kugel 38 gegen den Sitz 40. Andererseits befindet
sich alles Fluid in der Vorrichtung und wird darin beispiels
weise durch das Eingangsgehäuse 16 gehalten, welches in das
Gehäuse 12 eingeschraubt ist. Um den Spenderkopf in Betrieb
zu setzen, wird die Spule 14 mit Strom versorgt, wobei der
Kolben 24 nach oben gezogen und die Kugel 38 vom Sitz ent
fernt wird, was dem Fluid ermöglicht, durch die Ausgabeöff
nung 42 nach unten zu fließen. Die Feder 28 drückt die Nadel
26 in den Sitz zurück, wenn die Spule 14 stromlos geschaltet
wird.
Es sind zwar verschiedene Abänderungen und Modifikationen an
dem elektrischen Spenderkopf möglich, die jedoch den Schutz
bereich und der Erfindungsgedanken, wie er durch die Ansprü
che umrissen ist, nicht verlassen.
Claims (5)
1. Elektrischer Spenderkopf mit einer Nadel, an deren
Spitze eine Abdichtfläche angeordnet ist, einem Gehäuse, in
der die Nadel bezüglich einer Reziprokbewegung gelagert ist
und einer Führung für die Nadel, in der diese für ihre
Reziprokbewegung geführt wird, und mit einem Dichtsitz, gegen
den die Nadel mit ihrer Dichtfläche federbelastet anliegt,
gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale:
- - die Führung (32) besteht aus einem weichen Elastomer mit einer Nulltoleranz bezüglich der Nadel (26),
- - die Abdichtoberfläche an der Nadelspitze besteht aus relativ hartem Material,
- - der Sitz (40) besteht aus einem relativ weichen Material.
2. Spenderkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdichtoberfläche aus Wolframcarbid und der Sitz (40) aus
rostfreiem Stahl besteht.
3. Spenderkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sitz (40) aus rostfreiem Stahl 303 besteht.
4. Spenderkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise
einem Material mit dem Markennamen "Viton" besteht.
5. Spenderkopf nach mindestens einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Abheben der
Nadel vom Dichtsitz vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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