DE3943392A1 - Drehzahlregler einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Drehzahlregler einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Drehzahlregler einer
Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen nach
der Gattung der Hauptanspruchs. Mit den zunehmenden
Anforderungen an den Fahrzeugdieselmotor sind auch
jene an die Einspritzausrüstung gestiegen. Dies gilt
nicht nur für die Verringerung des Giftanteils im
Abgas oder für die Motorgeräusche, sondern vor allem
in der Berücksichtigung von sich laufend ändernden
Betriebskenngrößen wie beispielsweise Luftdruck,
Ladedruck und Temperaturen, wobei besonders das Über
gangsverhalten laufend verbessert werden mußte. Diese
dafür erforderlichen Eingriffe in die Reglerabläufe
müssen zudem funktionell typische Regler- und
Pumpeneigenarten berücksichtigen, weshalb solche
mechanischen Drehzahlregler außerordentlich komplex
geworden sind.
Ein solcher Eingriff ist das pro Drehzahl vorüber
gehende Vergrößern oder Verringern der Einspritzrate,
wodurch die eingespritzte Kraftstoffrate dem tatsäch
lichen Bedarf angepaßt wird (Angleichung). Dieser
Bedarf beruht zum Teil auf einer typischen Eigenart
des Motors, nämlich dem bei gleicher Last sich mit
der Drehzahl ändernden Kraftstoffverbrauch, entspre
chend einer Büffelkurve, die auch dem Drehmoment des
Motors entspricht. Ein Problem dieser Anpassung be
steht nun darin, daß bei höherer Belastung des Motors
eine andere Angleichrate (höherer Kraftstoffver
brauch) oder sogar Angleichart als bei niedrigerer
Last (geringerer Kraftstoffverbrauch) erforderlich
ist, und wobei zusätzlich die Motorart zu berücksich
tigen ist, da beispielsweise ein Kammermotor eine
geringere Angleichrate und -art erfordert als ein
Direkteinspritzmotor.
Die Auslegung eines mechanischen Drehzahlreglers
richtet sich jedoch üblicherweise nach der gewünsch
ten Vollastkennlinie, da der Motor bei Vollast beson
ders für die Beschleunigung ein optimales Drehmoment
verhalten aufweisen muß, insbesondere ohne Rauchbil
dung. Um nunmehr im niederen Teillastbereich oder
Nullastbereich ein stabiles Fahrverhalten und eine
gute Verbrennungsqualität zu erreichen, müssen die
dafür typischen Kraftstoffverbrauchskennlinien (Menge
über Drehzahl; Büffelkurven) im Teillastkennfeld
flacher verlaufen bzw. eine geringere Angleichung
aufweisen als bei Vollast.
Dies führt nun dazu, daß die bei Vollast und beson
ders bei Direkteinspritzmotoren oberhalb der Leer
laufdrehzahl erforderliche negative Angleichung (zu
nehmende Kraftstoffrate pro Drehzahlzunahme), die im
niederen Teillastbereich schädlich wäre, dort wieder
abgebaut werden muß. Gemäß einem Wunschkennfeld kann
dabei dies bis hin zu einer Umkehrung der negativen
Angleichung führen, beispielsweise in eine leicht
positive Angleichung (leichte Abnahme der Einspritz
rate mit zunehmender Drehzahl bei gleicher Teillast).
Bei aufgeladenen Motoren, also durch die Verwendung
von Turboladern, ist eine weitgehende Unabhängigkeit
von äußeren Drücken gegeben, wobei jedoch die Anfor
derungen an den Drehzahlregler weiter erschwert
werden. Der Abgasturbolader weist im niedrigen Dreh
zahlbereich eine verhältnismäßig geringe Luftleistung
auf, die dann mit zunehmender Drehzahl überpropor
tional steigt. Dies führt zu extremen Anforderungen
an die Kraftstoffangleichung, da bei Vollast eine
positive Angleichung der Kraftstoffrate, also Vermin
derung der Kraftstoffrate oberhalb der Leerlaufdreh
zahl erforderlich ist, solange, bis ab einer gewissen
Drehzahl der Turbolader eine ausreichende Luftmenge
fördert, die ohne extra Anpassung für die im übrigen
lastgemäße Einspritzmenge ausreicht. Diese Anpassung
bei aufgeladenen Motoren ist deshalb besonders
schwierig, weil diese Probleme mit der Luftleistung
im oberen Teillast- und Vollastbereich nur bei niede
ren Drehzahlen auftreten, also jeweils nur in einem
Zwischendrehzahlbereich kurz oberhalb der Leerlauf
drehzahl, so daß die negative Angleichung sowohl
lastabhängig als auch drehzahlabhängig bestimmt sein
muß.
Bei den hier betrachteten mechanischen Drehreglern
für Kraftstoffeinspritzpumpen handelt es sich um ein
Getriebe aus einer Vielzahl von automatisch zusammen
wirkenden Hebeln, bei dem stark vereinfacht gesehen
ein Fördermengenverstellglied der Einspritzpumpe über
den um eine Achse schwenkbaren Zwischenhebel verscho
ben wird, an dem als Drehzahlgeber zur drehzahlabhän
gigen Abregelung der Einspritzmenge vorzugsweise ein
mechanischer Fliehkraftversteller entgegen der Kraft
von Reglerfedern angreift, und an dem für die Last
eingabe ein willkürlich betätigbarer Einstellhebel
über einer entsprechende Verstelleinrichtung ein
greift, so daß bei großer Last eine große Einspritz
rate einstellbar ist, die bei Überschreiten einer
zugeordneten Abregeldrehzahl reduziert wird. Um nun
mehr verschiedene Betriebskenngrößen neben den last-
und drehzahlabhängigen Änderungen in der Angleichung
durch gleichzeitige Eingriffe in den Regler berück
sichtigen zu können, ist eine stärkere Entkoppelung
der einzelnen Eingriffe in einen solchen Regler ange
strebt. Diese Entkoppelung betrifft außer solchen die
Lasteingabe betreffenden Teilen des Reglers auch jene
die Drehzahleingabe bzw. die Angleichung bewirkenden
Teile, um dadurch beispielsweise im niederen Dreh
zahlbereich mit abnehmender Last auch die negative
Angleichung verringern zu können.
Bei einem bekannten Drehzahregler der gattungsgmäßen
Art (DE-OS 35 23 095) ist eine teilweise Entkoppelung
durch das Verwenden eines Umlenkhebels erzielt, wobei
die Einstellung verschiedener Lastzustände durch den
Einstellhebel insbesondere der Vollast eine Ein
spritzmengenveränderung bewirkt, ohne daß dadurch die
Stellung des Muffenbolzens, die durch Fliehkraft und
Reglerfederkraft bestimmt ist, beeinflußt wird. Zudem
kann die Grundeinstellung des Fördermengenverstell
gliedes über das einstellbare (lagejustierbare)
Schwenklager des Zwischenhebels vorgenommen werden,
an dessen Zwischenlager auch der Umlenkhebel
zwischengelagert ist. Ein Eingriff in das Reglerge
triebe erfolgt in Abhängigkeit vom Atmosphärendruck
als Betriebsgröße durch eine mit Einstellhebel und
Umlenkhebel verkoppelten Kurvenplatte, die auf einem
Schwenklager angebunden über eine Druckdose atmos
phärendruckabhängig verschwenkbar ist. Nachteiliger
weise bewirkt jedoch die durch den Atmosphärendruck
in der einen Richtung und durch die Last in der
anderen Richtung verschwenkbare Kurvenplatte ein
durch die Kurve bestimmte negative Angleichung in
allen Lastbereichen, wenn auch nur in geringerem Maße
- es handelt sich eben nur um eine Teilentkoppelung -
wobei die dabei im Leerlauf erzwungene Mengenkorrek
tur in Richtung weniger Einspritzrate grundsätzlich
unerwünscht ist, da sich diese nachteilig für den
Rundlauf des Motors auswirkt. Auch wenn der Druck
eines dem Dieselmotor zugeordneten Turboladers als
Betriebskenngröße über die Druckdose die Reglerkenn
linien mitbeeinflussen soll, gelten die genannten
Nachteile dieser nur Teilentkoppelung.
Bei einem anderen bekannten Reglergetriebe (DE-PS
25 26 148) wird einerseits ladeluftdruckabhängig und
andererseits durch die fliehkraftverstellte Muffe
drehzahlabhängig über zwei entsprechende Kurvenplat
ten in den Regler eingegriffen, um dadurch eine zuge
ordnete Angleichung zu erzielen. Da dies bei diesem
bekannten Regler über zwei von einem Zapfen durch
setzte einander zugeordnete Kurven vorgenommen wird,
wobei der Zapfen mit dem Verstellhebel verbunden ist,
ist dieser Regler nicht entkoppelt, so daß zwar eine
negative Angleichung mit einem begrenzten Freiheits
grad entsprechend der Gestaltung der Kurven erzielbar
ist, daß aber ein zusätzliches Aufschalten von Kenn
größen, beispielsweise das Einstellen einer Start
mehrmenge, nicht mehr möglich ist. Bei diesem Regler
muß dafür die Regelstange mit aufwendigen Mitteln
entriegelt werden.
Da ein solcher Drehzahlregler universell verwendbar
sein sollte, also nicht nur für die Verwendung von
aufgeladenen Direkteinspritz- oder Kammermotoren
dienen soll, sondern auch für Saugmotoren, bei denen
oberhalb der Leerlaufdrehzahl eine negative Anglei
chung erforderlich ist, und wobei wiederum diese ne
gative Angleichung im niederen Teillastbereich nicht
stattfinden darf, sondern hier eher eine positive
Angleichung zum Zwecke stabiler Fahrzustände ge
wünscht ist, ist eine weitergehende Entkoppelung zu
mindest in den gewünschten Bereichen (niedere Teil
last, niedere Drehzahl) angestrebt. Besonders bei
Saugmotoren, bei denen sich Atmosphärendruckänderun
gen unmittelbar auf die Kraftstoffzumessung auswir
ken, sind zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten in die
Reglerkinematik erforderlich.
Der erfindungsgemäße Drehzahlregler mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demge
genüber den Vorteil, daß er weitgehend entkoppelt
ist, obwohl über den Funktionsanschlag insbesondere
Betriebskenngrößen, wie Luftdruck oder Ladedruck
(durch Anpassung der Einspritzmenge an die Luft
menge), das Kennfeld beeinflussend, eingegeben werden
können und völlig unabhängig davon über den Kipphebel
eine gezielte drehzahlabhängig gesteuerte negative
Angleichung (zur Drehmomentangleichung und gegen Be
schleunigungsrauchstoß) eingegeben wird, wobei der
Wahlhebel als Verbindungsglied dient und Druck- und
Drehzahländerungen auf den Umlenkhebel und damit auf
das Fördermengenverstellglied überträgt. Vorteilhaf
terweise können weitere Stellgrößen eingegeben wer
den, ohne daß deshalb das Grundprinzip verlassen wer
den müßte. Trotz einfacher Gestaltung erfolgt die
gewünschte Angleichung nur im oberen Teillast- oder
Vollastbereich während im unteren Lastbereich, in dem
diese Angleichung nicht erforderlich und möglicher
weise auch nicht erwünscht ist, die Kennlinien unbe
einflußt verlaufen und dies mittels der erfindungsge
mäßen Steuervorrichtung sowie des Kipphebels, für den
die Verstellfunktion des Geberanschlags maßgebend
ist. Es bleibt vor allem die Möglichkeit erhalten,
ohne Nachteil für die vorgegebene Minusangleichung
über entsprechende weitere Mittel in das Reglerkenn
feld einzugreifen.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Reglers
besteht darin, daß das Verstellen der Regelstange in
oder aus Startstellung ohne aufwendige Entriegelungs
einrichtungen erfolgen kann, wie sie bei bekannten
Reglern (DE-OS 28 26 024) erforderlich sind.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist der Geberanschlag für seine Verstellung an die
axiale Verstellbewegung der Reglermuffe gekoppelt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung weist die Reglermuffe einen Muffenbolzen
auf aus zwei gleichachsig angeordneten Teilen, wobei
an einem ersten Muffenteil drehzahlabhängig wirkende
Fliehkräfte angreifen, während auf einem zweiten
Muffenteil der Kipphebel gelagert ist und daß
zwischen den beiden Muffenteilen eine Feder für eine
negative Angleichung angeordnet ist, wobei der Geber
anschlag nur wie auch immer mit dem ersten Muffenteil
verstellbar ist. Es ist zwar grundsätzlich bekannt,
zur Erzielung einer kurz oberhalb der Leerlaufdreh
zahl wirksamen negativen Angleichung die Reglermuffe
zweiteilig zu gestalten (DE-PS 12 87 852), nur han
delt es sich hierbei stets um nichtentkoppelte Reg
ler, bei denen daher zusätzliche betriebskenngrößen
abhängige Aufschaltungen nicht oder nur in begrenztem
Maße bzw. unter hohem Aufwand möglich sind. Bei einem
anderen bekannten Fliehkraftdrehzahlregler mit ge
teilter Reglermuffe (DE-PS 23 08 360) wird das der
Reglermuffe zugeordnete Lager des Zwischenhebels, der
andererseits an der Regelstange angreift, für die
negative Angleichung verstellt, in dem dieses Lager
an einem Hebel angeordnet ist, der an den zweiten
Muffenteil schwenkbar gelagert ist und durch das der
erste Muffenteil verschwenkbar ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
der Kipphebel über die Lagerstelle am zweiten Muffen
teil hinaus verlängert, wobei diese Hebelverlängerung
mit dem Geberanschlag, der verstellbar ist, zusam
menwirkt, und wobei die Hebelverlängerung zu Beginn
des Angleichwegs des ersten Muffenteils einen größen
Winkel mit der Verstellachse der beiden Muffenteile
einschließt als gegen Ende des Angleichswegs. Während
der Abregelstufe kann somit der Kipphebel außer der
durch die Verschiebung des zweiten Muffenteils be
wirkten Verschwenkung eine zusätzliche relative Ver
schwenkung erfahren, sobald der Kipphebel auf den
Mitnahmeanschlag stößt. Das gemeinsame Zwischenlager
von Umlenkhebel und Kipphebel erfährt somit eine
überlagerte Bewegung, die sich in bezug auf das För
dermengenverstellglied und die Muffenbewegung als
Übersetzung auswirkt. Diese Übersetzung kann zudem
eine schnellere Kraftstoffabnahme pro Muffenweg be
wirken und damit bei gleichbleibender Regelfeder
einen steileren Proportionalitätsgrad.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist der Wahlhebel mit einem Mitnahmestift
auf dem Hilfshebel gelagert, wobei der Mitnahmestift
nach einer vorteilhaften Ausgestaltung in eine Lang
lochführung bzw. Kulisse des Umlenkhebels greift und
quer zu dessen Schwenkrichtung darin verschiebbar
ist, wobei die dem Funktionsanschlag abgewandte
Seite des Wahlhebels ebenfalls in einer Langlochfüh
rung (Kulisse) quer zur Schwenkrichtung des Kipphe
bels verschiebbar angelenkt sein kann. Der Wahlhebel
folgt somit mindestens einer der beiden Einflußgrößen
von Druck und Drehzahl oder auch beiden, jedenfalls
solange die Schleppfeder Speicherenergie besitzt. Der
Funktionsanschlag und der Geberanschlag sind so auf
einander abgestimmt, daß durch den Einstellhebelwin
kel im Teillastbereich bei der Schleppfeder keine
Speicherenergie mehr aufgebaut wird, entsprechend
einem vollständig entkoppelten Prinzip.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist die Funktionskurve an einer als Funk
tionsanschlag in einer Ebene verschiebbare Kurven
platte ausgebildet, um erforderlichenfalls bei Ände
rung von Betriebs- bzw. Motorkenngrößen die Verschie
bung der Koppelstelle in verschiedenen Richtungen
jedoch in einer Ebene zu ermöglichen. Dies ist beson
ders deshalb von Bedeutung, weil an den einzelnen
Anlenkpunkten des Wahlhebels je nach Eingriff eine in
oder quer zur Verstellrichtung des Fördermengenver
stellgliedes erfolgende Verschiebung möglich ist
(Entkoppelung). In den gewünschten Regelbereichen
wirken sich dadurch Last, Druck oder Drehzahl durch
Wegvorgaben der Anlenkpunkte des Wahlhebels mengenbe
einflussend aus.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist der Hilfshebel mit seiner Schwenkachse
an einem am Einstellhebel fest angeordneten Lenkhebel
gelagert, wobei durch einen Mitnehmeranschlag der
freie Verschwenkbereich des Hilfshebels in bezug auf
den Einstellhebel begrenzt ist. Während im unbegrenz
ten Bereich der Schleppfeder Formschlußaufgaben zu
kommen, wird sie nach Eingriff des Mitnahmeanschlags
quasi unwirksam, beispielsweise im niederen Teillast
bereich.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der
Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Ein Ausführungsbeispiels des Gegenstandes der Erfin
dung ist in der Zeichnung stark vereinfacht darge
stellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 einen mechanischen Drehzahlregler in einer
Seitenschnittansicht; Fig. 2 eine Prinzipskizze
dieses Reglers und Fig. 3 ein Funktionsdiagramm
dieses Reglers.
In Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Regler stark ver
einfacht dargestellt, um vor allem das Zusammenwirken
der einzelnen Hebel, Federn usw. leichter erkennen zu
können. Trotzdem besteht insofern eine gewisse
Schwierigkeit, daß immer dann, wenn gemeinsame
Schwenkachsen vorhanden sind, das Nebeneinander bzw.
das in der Zeichnung Hintereinander der einzelnen
Hebel auf den Achsen schlecht erkennbar ist. Auch
eine weitere zusätzliche Ansicht würde aufgrund des
komplizierten Aufbaus des Reglers kaum zum besseren
Verständnis beitragen. In der Beschreibung ist des
halb an den betreffenden Stellen auf den speziellen
konstruktiven Aufbau hingewiesen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es
sich um einen Leerlaufenddrehzahlregler, obwohl die
Erfindung auch an anderen mechanischen Drehzahlreg
lern Anwendung finden kann, wie beispielsweise an
Verstellreglern (Alldrehzahlreglern). Als weiteres
wird beispielhaft für andere Betriebskenngrößen hier
der Außendruck gewählt, wobei in gleicher Weise na
türlich auch andere Betriebskenngrößen wie der Lade
druck oder die Temperatur eingreifen könnten. Die
hier entwickelte Konstruktion eines entkoppelten Reg
lers ermöglicht, daß auch mehrere Betriebskenngrößen
durch entsprechende Einrichtungen eingreifen könnten,
ohne daß deshalb die Erfindung verlassen werden
müßte. Beim Leerlaufenddrehzahlregler wird die Leer
laufdrehzahl und die Enddrehzahl geregelt, während im
Zwischendrehzahlbereich die Drehzahl durch die vorge
gebene "Last" bestimmt wird, wobei die Last als Vor
gabe durch den Bedienungshebel in den Regler als eine
der Kenngrößen eingegeben wird. Obwohl beim Verstell
regler über dem ganzen Drehzahlbereich durch die
über den Bedienungshebel gemachte Vorgabe geregelt
wird, also auch im Zwischendrehzahlbereich, ist das
Grundproblem eines solchen Reglers die einzuspritzen
de Kraftstoffrate dem tatsächlichen Bedarf anzupas
sen, das gleiche wie beim Leerlaufenddrehzahlregler.
In Fig. 1 ist nur der Drehzahlregler der Einspritzan
lage dargestellt, an den sich auf der linken Seite
die Einspritzpumpe anschließt, von der die Nockenwel
le 1 sowie ein Bruchteil des Pumpengehäuses 2 darge
stellt ist. Die Nockenwelle 1 wird unmittelbar von
der Brennkraftmaschine mit motorsynchroner Drehzahl
angetrieben und wirkt in bekannter Weise auf den oder
die Einspritzpumpenkolben. Auf der Nockenwelle 1 ist
beim Regler ein Fliehgewichtsträger 3 drehschlüssig
angeordnet, an dem Fliehgewichte 4 schwenkbar gela
gert sind. Die Fliehgewichte 4 greifen über Druckarme
5 an einer Reglermuffe 6 an, wobei diese entsprechend
der Drehzal auf einem mit dem Fliehgewichtsträger 3
rotierenden Führungsteil 7 axial verschiebbar ist.
Mit der Reglermuffe 6 wird über ein Wälzlager 8 ein
nicht mitrotierender Muffenbolzen 9 gleichsinnig ver
schoben.
Dieser Drehzahlgeber mit den Fliehgewichten 4 und dem
Muffenbolzen 9 greift über einen am Muffenbolzen vor
handenen Lagerzapfen 11 an einem Umlenkhebel 12 und
gleichzeitig an einem Führungshebel 13 an. Außerdem
wirkt dieser Muffenbolzen 9 nach Zurücklegung eines
Leerlaufweges (s. Verstellweg der Druckarme 5 aus der
strichpunktierten in durchgezogene Stellung) mit
einem Spannhebel 14 zusammen, der mit dem Führungs
hebel 13 auf der dem Muffenbolzen 9 abgewandten Seite
auf einer gemeinsamen ortsfesten Schwenkachse 15 ge
lagert ist.
In der Einspritzpumpe wird die Änderung der Ein
spritzraten über eine Regelstange 16 vorgenommen, die
als Fördermengenverstellglied dient. Die Regelstange
16 ist über eine nur zum Abstellen des Motors nach
giebig, im Regel- oder Lasteingabefall jedoch starr
wirkende "federnde Lasche" 17 mit dem einen Ende
eines Zwischenhebels 18 verbunden. Der Zwischenhebel
18 ist mit seinem dieser Verbindungsstelle abgewand
ten Ende in einem Schwenklager 19 gelagert, welches
über eine Stellschraube 21 justierbar ist. Das
Schwenklager 19 ist außerdem durch die Verwendung
einer Feder 22 nachgiebig angeordnet, wobei die Feder
22 zugleich als den Formschluß herstellendes aber
nachgiebiges Glied bei der Justierung dient. Das
Schwenklager 19 ist auf der Stellschraube 21 entgegen
der Kraft der Feder 22 verschiebbar, so daß zudem
eine Art Kraftspeicher ergänzend zur federnden Lasche
17 an der Verbindungsstelle zur Regelstange 16 ent
steht.
Der Zwischenhebel 18 und der Umlenkhebel 12 weisen
ein gemeinsames Zwischenlager 23 auf. Der Verschiebe
weg dieses Zwischenlagers 23 wird im folgenden als
Regelstellweg RS, da eine Verschiebung dieses
Zwischenlagers 23 stets eine entsprechende Verschie
bung der Regelstange 16 bewirkt, wobei im folgenden
der Verschiebeweg der Regelstange 16 mit Regelweg RW
bezeichnet wird.
Der Umlenkhebel 12 ist an seinem dem Muffenbolzen 9
abgewandten Ende 24 mit einem Einstellhebel 25 gekop
pelt, welcher auf einer Hebelwelle 26 gelagert und
zur Lasteingabe willkürlich verschwenkbar ist, wobei
der Schwenkvorgang, wie noch näher auszuführen, end
gültig eine entsprechende Verschiebung des Umlenk
hebelendes 24 zur Folge hat. Dieser Lasteingabebe
reich mit einer noch näher zu erläuternden Steuervor
richtung bewirkt somit gemeinsam mit den Fliehkraft
drehzahlgebern die Verschiebung des Zwischenlagers 23
und bestimmt damit den Regelstellweg RS, der über den
Zwischenhebel 18 unmittelbar die Verschiebung der
Regelstange 16 als deren Regelweg RW bewirkt. Die in
der Zeichnung dargestellten Doppelpfeile geben mit
"+" und "-" an, welche Art von Änderung, also Zunahme
oder Abnahme, die Einspritzkraftstoffrate bei der
entsprechenden Verschiebung des jeweiligen Teiles
erfährt. Wird die Regelstange 16 nach links "+" ver
schoben, nimmt die Einspritzmenge zu; gleiches gilt
für das Verschieben des Zwischenlagers 23 bzw. des
Muffenbolzens 9 nach links. Eine Verschiebung der
Regelstange 16, des Zwischenlagers 23 bzw. des
Muffenbolzens 9 nach rechts in Richtung "-" bewirkt
hingegen eine Abnahme der Einspritzrate pro Ein
spritzhub. Andererseits bewirkt ein Schwenken des
Endes 24 vom Umlenkhebel 12 nach links bei stehendem
Muffenbolzen 9, ein Verschieben des Zwischenlagers 23
ebenfalls nach links mit einer entsprechenden Zunahme
der Einspritzrate durch Verschieben der Regelstange
16 nach links, indem diese über den Zwischenhebel 18
mitgenommen wird.
In Verstellrichtung des Muffenbolzens 9 ist zwischen
diesem und dem Spannhebel 14 eine Angleichkapsel 27
mit einer Angleichfeder 28 angeordnet und es greift
außerdem an dem Spannhebel 14 eine Regelfeder 29 an,
durch die der Spannhebel 14 an einen Anschlag 31 ge
preßt wird. Die Regelfeder 29 dient der Abregelung,
indem ab Überschreiten einer bestimmten Drehzahl
durch entsprechendes Verschieben des Muffenbolzens 9
nach rechts auch das Zwischenlager 23 im Regelstell
weg RS nach rechts in eine Stellung für geringer Ein
spritzraten verschoben wird. Der Führungshebel 13
hingegen ist durch eine Leerlauffeder 32 belastet,
die hier als Blattfeder ausgebildet über den Füh
rungshebel 13 unmittelbar auf den Muffenbolzen 9
wirkt. Diese Leerlauffeder 32 ist über eine Einstell
schraube 33 in der Vorspannung änderbar.
Die bisher beschriebenen Teile entsprechen dem grund
sätzlichen Aufbau eines Leerlaufendreglers. Zum
leichteren Verständnis der Erfindung wird die Funk
tion eines solchen Leerlaufendreglers mit den bereits
genannten Teilen beschrieben: Bei ruhendem Motor (n=
0) nehmen die Fliehgewichte 4 und die Druckarme 5 die
strichpunktiert dargestellte Lage ein, so daß ein
Verstellen des Einstellhebels 25 für den Start ein
Verschieben der Regelstange 16 in die in Richtung "+"
extreme RW-Lage erfolgt. In dieser "Startlage" der
Regelstange 16 wird einspritzpumpenseitig eine maxi
male Kraftstoffeinspritzmenge (Startmehrmenge) zuge
messen. Sobald die Brennkraftmaschine angelaufen ist,
werden die Fliehgewichte 4 in die dargestellte Lage
nach außen getrieben, wobei über die Reglermuffe 6
auch der Muffenbolzen 9 entsprechend nach rechts bis
an die Angleichkapsel 27 der Spannhebel 14 verschoben
wird. Diese Verstellung erfolgt entgegen der Kraft
der Leerlauffeder 32, die über den Führungshebel 13
und den Lagerzapfen am Muffenbolzen 9 der Fliehkraft
entgegen wirkt. Durch diese Verschiebung des Muffen
bolzens 9 wird das Zwischenlager 23 weiter nach
rechts verschoben und nimmt den Zwischenhebel 18 in
Richtung geringerer Einspritzrate nach rechts mit, so
daß die Regelstange 16 in eine dem normalen Betrieb
entsprechende Arbeitsstellung verschoben wird. Diese
Arbeitsstellung hängt auch davon ab, welche Last über
den Einstellhebel 25 dem Regler eingegeben ist. Der
Einstellhebel 25 ist hier zwar in Vollaststellung
gezeigt der Drehzahlversteller aber in Leerlauf, was
einer Stellung für geringe Einspritzmenge bei Normal
betrieb entspricht. Eine Erhöhung oder Verringerung
diese Menge durch einen betriebskenngrößenabhängigen
Eingriff hat noch nicht stattgefunden und es hat auch
noch keine die Einspritzmenge vermindernde Abregelung
stattgefunden. Wenn der Einstellhebel 25 nunmehr
außerhalb seiner Vollaststellung in Richtung "-" ver
stellt wird, wird auch das Ende 24 des Umlenkhebels
12 mitgeschwenkt und das Zwischenlager 23 in Richtung
"-" nach rechts verschoben, also in eine Stellung
kleinerer durch den Einstellhebel 25 vorgegebener
Last, wobei der Zwischenhebel 18 die Regelstange 16
in eine entsprechende Stellung für weniger Einspritz
menge mitzieht. Am Einstellhebel 25 ist ein Anschlag
arm 34 vorhanden, der bei der extremen Verstellung in
Richtung "-" auf einen verstellbaren Leerlaufanschlag
35 stößt, was wiederum für die Regelstange 16 eine
Stellung für Leerlauffördermenge entspricht. Mit
Hilfe der Leerlauffeder 32 und dem Führungshebel 13
wird dann in Verbindung mit dem Fliehkraftversteller
3-9 die Leerlaufdrehzahl geregelt. Wie bereits oben
erläutert wird bei dem betrachteten Leerlaufenddreh
zahlregler nur die Leerlaufdrehzahl sowie eine dem
Regler eingegebene Maximaldrehzahl geregelt, während
im Zwischendrehzahlbereich die Einspritzmenge durch
die Stellung des Einstellhebels 25 in Form einer vor
gegebenen Last bestimmt wird. Steigt die Belastung
des Motors in diesem Bereich und die Drehzahl nimmt
ab, so wird durch Verschwenken des Einstellhebels 25
weiter nach links und durch das dadurch gegebene Ver
schieben der Regelstange 16 in Richtung "+" die Ein
spritzrate erhöht, um so die gewünschte Drehzahl
wieder einzustellen. Nimmt hingegen die Motordrehzahl
aufgrund abnehmender Fahrzeugbelastung ab, so wird
durch Verstellen des Verstellhebels 25 in Richtung
Leerlaufanschlag 35 eine Verringerung der Einspritz
rate erreicht, um ebenfalls nach einem vorübergehen
den Zunehmen der Drehzahl die gewünschte Drehzahl zu
erreichen. Wird die zugelassene Maximaldrehzahl bei
spielsweise im Schubbetrieb überschritten, so regelt
der Drehzahlregler automatisch die Einspritzrate auf
einen minimalen Wert herunter.
Im Abregelbereich oberhalb dieses willkürlich ein
stellbaren Zwischendrehzahlbereichs ist durch die
Angleichfeder 28 eine positive Angleichstufe vorhan
den, gemäß der bei Erreichen einer bestimmten Dreh
zahl und entsprechenden Verstellkraft durch die
Fliehgewichte 4 die Kraft dieser Angleichfeder 28 in
der Angleichkapsel 27 überwunden wird, so daß der
Muffenbolzen 9 einen Angleichweg für eine positive
Angleichung zurücklegt, d. h., daß bei diesem An
gleichweg mit zunehmender Drehzahl die Einspritzrate
relativ verringert wird.
Erst bei weiterem Ansteigen der Drehzahl und Errei
chen einer fiktiven Enddrehzahl wird der Spannhebel
14 gegen die Kraft der Regelfeder 29 verschoben, wo
bei sich dementsprechend das Zwischenlager 23 ein
schließlich Regelstange 16 nach rechts in eine Stel
lung für kleinere Einspritzmengen bis hin zur Null
fördermenge verschieben. Dieser Reglerfederbereich
mit Angleichfeder 28, Regelfeder 29 und Leerlauffeder
32 regelt nur die Enddrehzahlen und nimmt keinen Ein
fluß im Zwischendrehzahlbereich, beispielsweise bei
sich ändernden Betriebskenngrößen wie dem Außendruck.
Erfindungsgemäß ist deshalb dieser Eingriff in den
Lasteingabebereich verlegt, nämlich durch Ausgestal
tung der Kupplung zwischen Lasteinstellhebel 25 und
Ende 24 des Umlenkhebels 12. In diesen Lasteingabebe
reich wird als Betriebskenngröße der Außendruck über
eine Barometerdose 36 und einen Hebel 37 eingegeben,
der auf einen verschwenkbaren Funktionsanschlag 38
wirkt, welcher allerdings in Verbindung mit weiter
unten beschriebenen Mitteln verhindert, daß beim
Verschwenken des Verstellhebels 25 in die dargestell
te Vollaststellung, nämlich an einem Vollastanschlag
39 der Umlenkhebel 12 entsprechend mitgezogen wird,
sondern daß dieser in einer durch die Lage des Funk
tionsanschlages bestimmten Stellung entsprechend
einer bestimmten maximalen Einspritzmenge verharrt.
je niedriger also der Außendruck ist, beispielsweise
im Gebirge, desto mehr würde Funktionsanschlag 38
durch die Barometerdose 36 nach unten geschwenkt
werden, so daß im hohen Teillastbereich der Schwenk
weg des Umlenkhebels 12 und damit die maximale Ein
spritzmenge durch Begrenzung infolge des Funktionsan
schlags verringert wurde. Der Funktionsanschlag 38
ist dabei um eine Schwenkachse 41 schwenkbar.
Damit der Einstellhebel 25 ohne mechanische Über
lastungen stets an den Vollastanschlag 39 schwenkbar
ist, dient als Bindeglied zwischen Einstellhebel 25
und Umlenkhebel 12 ein Hilfshebel 42, der durch eine
Schleppfeder 43 in Richtung Funktionsanschlag be
lastet ist und mit einem an dem Einstellhebel 25 ab
gewandten Ende angeordneten Mitnahmestift 44 in eine
Langlochführung 45 (Kulisse) des Umlenkhebels 12 und
zwar an dessen Ende 24 greift. Durch die Schleppfeder
43, die auch in Art eines Energiespeichers wirkt,
wird einerseits eine Formschlüssigkeit zum Funktions
anschlag 38 hin erreicht, und andererseits der erfor
derliche Freilauf des Einstellhebels 25, wenn der
Schwenkweg des Umlenkhebels 12 durch den Funktionsan
schlag 38 gesperrt wird.
Um im niederen Drehzahlbereich zwischen Leerlauf und
Abregelung jedenfalls oberhalb der Leerlaufdrehzahl
eine negative Angleichung (verstärkte Zunahme der
Einspritzrate mit zunehmender Drehzahl) zu erreichen,
muß für diesen ersten Drehzahlabschnitt des Zwischen
drehzahlbereichs eine im Verhältnis stärkere Ver
schiebung des Zwischenlagers 23 in Richtung "+" (An
hebung der Einspritzrate bei gleicher Last) geschehen
als im darauffolgenden Zwischendrehzahlbereich. Der
Hilfshebels 42 ist an einem verstellschlüssig mit dem
Einstellhebel 25 verbundenen Lenkhebel 46 auf einer
Schwenkachse 47 gelagert ist. Auf dem Mitnahmestift
44 ist ein zweiarmiger Wahlhebel 48 schwenkbar gela
gert, dessen eines freies Ende 49 mit dem Funktions
anschlag 38 zusammenwirkt und dessen zweiter Arm über
einen an dessen Ende angeordneten Stift 51 in einer
Kulisse
52 eines Kipphebels 53 angelenkt ist. Der Kipphebel
53 wiederum ist am Muffenbolzen 9 schwenkbar gela
gert, wobei eine über den Muffenbolzen 9 hinausgehen
de Hebelverlängerung 54 dieses Kipphebels 53 mit
einem Geberanschlag 55 zusammenwirkt, welcher in dem
kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl liegenden Bereich
verstellbar ist. Hierdurch wird erreicht, daß über
den Kipphebel und dessen Kulisse 52 in diesem Dreh
zahlbereich eine Verschwenkung des Wahlhebels 48 be
wirkt wird, wobei auch dann, wenn der Wahlhebel 48
mit seinem freien Ende 49 am Funktionsanschlag 38 an
liegt, durch das Verschieben des Mitnahmestiftes 44
in der Langlochführung 45 eine Verschwenkung des Um
lenkhebels 12 in Richtung relativ zunehmender Kraft
stoffzunahme pro Drehzahlzunahme erzielbar ist.
Um die genannte Minus-Angleichung zu erzielen, ist
der Muffenbolzen 9 zweiteilig ausgebildet mit einem
ersten Muffenteil 57, der unmittelbar von der Regler
muffe 6 über das Wälzlager 8 angegriffen wird und an
dem ein Bügel 56 angelenkt wird, an welchem wiederum
der Geberanschlag 55 angeordnet ist. Am zweiten
Muffenteil 58 ist an dem Lagerzapfen 11, an dem auch
der Umlenkhebel 12 gelagert ist, der Kipphebel 53 mit
seiner Hebelverlängerung 54 gelagert. Zwischen den
beiden Muffenteilen 57 und 58 ist eine Minus-An
gleichfeder 59 vorhanden.
Um die gewünschte Übertragung des Weges des ersten
Muffenteiles 57 auf den Kipphebel 58 und damit über
den Wahlhebel 48 auf den Umlenkhebel 12 bzw. dessen
Zwischenlager 23 zu erhalten, wirkt in diesem ersten
kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl vorhandenen Dreh
zahlbereich, in welchem auch die negative Angleichung
gewünscht ist, die Hebelverlängerung 54 des Kipphe
bels 53 kraftschlüssig mit dem Geberanschlag 55 zu
sammen. Dieser Kraftschluß ist auch durch die
Schleppfeder 43 bewirkt, wobei statt dieser speziel
len Schleppfeder jedoch auch bei einer anderen Ge
triebegestaltung auch eine andere entsprechend wir
kende Schleppfeder vorhanden sein kann. Wenn aufgrund
einer bestimmten Arbeitsstellung das Lasteingabege
triebe am Schwenken gehindert ist, beispielsweise in
dem der Hilfshebel 42 nach Beendigung seines freien
Schwenkbereichs durch den Einstellhebel 25 bzw.
dessen Lenkhebel 46 starr mitgenommen wird, kann auf
grund der Gestaltung der Geberanschlag 55 von der
Hebelverlängerung 54 abheben, ohne daß deshalb be
reits der komplette Minus-Angleichweg der Minusan
gleichfeder 59 zurückgelegt ist. In einem solchen
Fall wird ab dieser bestimmten Drehzahl die negative
Angleichung unterbrochen, d. h., daß auch bei weite
rer Drehzahlzunahme die Einspritzmenge unverändert
bleibt. Die Hebel und der Funktionsanschlag sind na
türlich z. T. in verschiedenen Ebenen verschwenkbar,
um sich nicht gegenseitig zu behindern. Beim darge
stellten Regler ist der Lenkhebel 46 mit Anschlagarm
34 und Einstellhebel 25 in einer Ebene angeordnet. In
der Ebene davor ist der Umlenkhebel 12, in der Ebene
dahinter der Hilfshebel 42 und in weiter hinten lie
genden Ebenen der Wahlhebel 48 und der Druckanschlag
38 gelagert.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Prinzipdarstellung
des Reglers sind die der vereinfachten Konstruktion
in Fig. 1 entsprechenden Gegenstände mit den gleichen
Bezugsziffern versehen. Der Kern der Erfindung ist
dadurch leichter erkennbar und anhand des Funktions
diagramms in Fig. 3 erläutert. Die Prinzipskizze in
Fig. 2 läßt erkennen, daß Schwenkbewegungen vom Um
lenkhebel 12 und damit Zwischenhebel 18 nach links
eine Zunahme der Kraftstoffraten bewirkt, hingegen
nach rechts eine Abnahme. Stark vereinfacht ist vor
allem der Bereich des Verstellhebels 25 dargestellt,
in dem der Einstellhebel 25 und die Schleppfeder 43
lediglich in einer Wirkrichtung zum Mitnahmestift 44
hin dargestellt sind. Nunmehr sehr einfach erkennbar
ist, daß die jeweilige Lage des Mitnahmestiftes 44
für die maximale Einspritzrate über den Wahlhebel 48
bestimmt wird, dessen Lage wiederum einerseits vom
Funktionsanschlag 38 und andererseits von der Kipp
hebelschwenklage 53 abhängt, wobei letztere drehzahl
abhängig sowie vom Anschlagspaar 54, 55 bestimmt
wird. Der Funktionsanschlag 38 nimmt hier eine Stel
lung für geringere Einspritzmengen, also beispiels
weise für Fahrten eines Fahrzeuges im Gebirge, ein,
wobei die gestrichelt dargestellte Stellung des Funk
tionsanschlags dessen Grundstellung entspricht, bei
der also keine Verstellung aufgrund einer Barometer
dose stattgefunden hat. Der Stift 51 des Wahlhebels
48 nimmt hingegen eine durch den Kipphebel 53 be
stimmte Stellung ein, für die gerade keine Minus-An
gleichung stattfindet, im Gegenteil zu der gestri
chelt dargestellten Stellung, die der gestrichelten
dargestellten Stellung des Umlenkhebels 12 bzw. des
Regelhebels 18 entspricht, welche wiederum eine
größere Einspritzrate bewirkt, also negative Anglei
chung.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Funktionsdiagramm ist
über der Drehzahl n (Abszisse) die Einspritzrate Q
bzw. der Regelweg RW (Ordinate) dargestellt. In
diesem Diagramm sind zwei übereinander angeordnete
Kurvenscharen erkennbar, die in bezug auf die Dreh
zahl n absolut gleich verlaufen, hingegen in bezug
auf die Menge Q eine Parallelverschiebung aufweisen.
Diese Parallelverschiebung entspricht den zwei in
Fig. 2 dargestellten Extremstellungen des Funktions
anschlages 38, nämlich einmal der durchgezogenen und
dann der gestrichelten Stellung. Während die obere
Kurvenschar im Diagramm normalem Talbetrieb zuzuord
nen ist, ist die untere Kurvenschar einem Betrieb in
größeren Höhen zuzuordnen. Natürlich können diese
Druckunterschiede bei einem aufgeladenen Motor spezi
fisch anders berücksichtigt sein.
Für beide Kurvenscharen gilt gleichermaßen, daß die
oberste Kennlinie VL der Vollast entspricht, d. h.,
daß der Einstellhebel 25 soweit möglich nach links
verstellt ist - in Fig. 1 an den Vollastanschlag 39.
je nach der von Betriebskenngrößen abhängigen Lage
des Funktionsanschlages 38 liegt diese Vollastkenn
linie lediglich parallelverschoben zwischen der in
Fig. 3 dargestellten oberen
bzw. unteren VL-Kurve. Die angedeuteten unter den
VL-Kenninien vorhandenen Kennlinien entsprechen der
hohen Teillast HTL oder der niederen Teillast NTL.
Hohe Teillast bzw. niedere Teillast wird jeweils
durch die Lage des Einstellhebels 25 bestimmt, die
sich natürlich bei einem Leerlaufenddrehzahlregler
unmittelbar auf die Stellung des Umlenkhebels 12 und
damit auf die Einspritzmenge auswirkt. Die rechts im
Diagramm steil abfallenden Kurvenabschnitte entspre
chen der Abregelung, die immer dann eintritt, wenn
unabhängig von der Last eine bestimmte vorgegebene
Maximaldrehzahl oder auch Abregeldrehzahl an über
schritten wird und der der Regelfeder 29 zuzuordnen
ist. Ab der Drehzahl an findet noch eine positive
Angleichung statt.
Im Diagramm sind die links von der Leerlaufdrehzahl
ln vorhandenen Kurven des Reglers nicht gezeigt, da
es sich hier um die Startmengenkurven handelt, für
die die Erfindung keine Rolle spielt. Ab der Dreh
zahl on, also oberhalb der Leerlaufdrehzahl beginnt
bei dem dargestellten Leerlaufenddrehzahlregler der
Zwischendrehzahlbereich, bei dem die Kraftstoffzumes
sung wie oben erwähnt eine negative Angleichung AB
aufweist bis hin zur Drehzahl bn.
je geringer die Last ist desto geringer ist auch der
Angleichsabschnitt AB der jeweiligen Kennlinie. So
ist beispielsweise bei einer hohen Teillast entspre
chenden HTL eine negative Angleichung nur bis zur
Drehzahl n1 vorgesehen, während bei Kennlinien für
niedere Teillast NTL überhaupt keine negative Anglei
chung mehr stattfindet. Dies ist aus dem Prinzipbild
aus Fig. 2 wie folgt herzuleiten: Der Kipphebel 53
nimmt eine Stellung ein, wie sie der Drehzahl on ent
spricht. Bei zunehmender Drehzahl, nämlich in dem
niederen Drehzahlbereich zwischen on und bn, wird der
Kipphebel 53 aus der durchgezogenen in die gestri
chelte Lage verschwenkt, wobei der Wahlhebel 48 eben
falls aus der durchgezogenen in die gestrichelte Lage
verschwenkt wird. Aufgrund der unveränderten Druck
situation bleibt dabei das Ende 49 des Wahlhebels 48
stehen. Diese Verschiebung in zunehmender Einspritz
rate pro Drehzahlzunahme äußert sich im Regelweg RW
dadurch, daß der Regelhebel 18 aus der durchgezogenen
in die gestrichelte Lage verschoben wird. Wenn nun
aufgrund einer Änderung der Einstellhebel 25 in eine
Lage für geringere Einspritzmenge verschoben wird,
was sich dadurch äußert, daß der Mitnahmestift ent
sprechend dem Pfeil zu 25 weiter nach rechts gescho
ben wird, so führt dies dazu, daß der Kipphebel 53
nur noch einen Teil des Angleichvorgangs überträgt,
während der letztere Teil, also beispielsweise ab der
Drehzahl n1, sich nicht mehr auswirkt. Durch die Ge
staltung des Reglers ist erfindungsgemäß die Entkop
pelung derart möglich, daß die Eingabe von Betriebs-
oder Motorkenngrößen additiv zueinander erfolgen
kann.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprü
chen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können
sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
miteinander erfindungwesentlich sein.
Claims (10)
1. Drehzahlregler einer Kraftstoffeinspritzpumpe für
Brennkraftmaschinen,
- - mit einem im Verstellsinn (Regelweg RW) des Fördermengenverstellgliedes (16) (Regelstange) der Einspritzpumpe schwenkbaren, drei Anlenk stellen aufweisenden Zwischenhebel (18), näm lich erstens eine Verbindungsstelle zur Regel stange (16), zweitens ein den Regelweg (RW) bestimmendes verschiebbares Zwischenlager (23) (RS = Regelstellweg) und drittens einem in der Lage änderbaren Schwenklager (19) des Zwischen hebels;
- - mit einem ebenfalls drei Anlenkstellen aufwei senden Umlenkhebel (12), nämlich erstens eine in bezug auf die Hebellängsausdehnung (über eine Kulisse) änderbare Koppelstelle (45), an der über eine Steuervorrichtung (48) ein will kürlich betätigbarer, im Schwenkwinkel begrenz ter und die Last eingebender Einstellhebel (25) angreift, zweitens ein Zwischenlager (23), welches verstellbewegungsschlüssig mit jenem des Zwischenhebels (18) gekoppelt ist (gemein same Achse) und drittens eine Drehzahlgeberan griffsstelle (11) an einer drehzahlabhängig (Fliehkraft) angetriebenen, axial verschieb baren Reglermuffe (6);
- - mit mindestens einer den Drehzahlkräften an der Reglermuffe (6) entgegenwirkenden Reglerfeder (28, 29, 59);
- - mit einem am Einstellhebel (25) angelenkten, die Schwenkbewegung des Einstellhebels (25) auf die Koppelstelle (44, 45) des Umlenkhebels (12) übertragenden Hilfshebel (42), an dem die Steuervorrichtung (48) angeordnet ist;
- - und mit einer in Abhängigkeit von Betriebskenn größen (36) (Luftdruck, Ladedruck, Temperatur, usw.) verstellbaren Funktionskurve, die mit der Steuervorrichtung (48) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Steuervorrichtung ein Wahlhebel (48) dient, der in Schwenkrichtung des Einstellhe bels (25) am Hilfshebel (42) gelagert ist,
- - daß die Funktionskurve an einem Funktionsan schlag (38) vorhanden ist, der in Abhängigkeit von Betriebskenngrößen (36) verstellbar ist;
- - daß der Wahlhebel (48) einerseits mit der Funk tionskurve des Funktionsanschlags (38) zusam menwirkt und andererseits von einem Kipphebel (53) angelenkt wird, wobei zwischen Hilfshebel (42) und Einstellhebel (25) eine den Formschluß des Wahlhebels (48) zum Funktionsanschlag (38) gewährleistende Schleppfeder (43) angeordnet ist, welche auch bei Wegbegrenzung des Umlenk hebels (12) durch den Funktionsanschlag (38) ein Schwenken des Einstellhebels (25) an einen Vollastanschlag (39) ermöglicht;
- - daß der Kipphebel (53) auf der Reglermuffe (58) gelagert ist und mit einem oberhalb der Leer laufdrehzahl drehzahlabhängig verstellbaren Geberanschlag (55) zusammenwirkt, so daß innerhalb eines bestimmten Drehzahlbereichs eine negative Angleichung durch Verschwenken des Kipphebels (53) bewirkt wird, wobei dieser Drehzahlbereich nach oben durch die vom Einstellhebel (25) eingestellte Last begrenzt wird.
2. Drehzahlregler nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Geberan
schlag (55, 56) für seine Verstellung an die
axiale Verstellbewegung der Reglermuffe (9, 57,
58) gekoppelt ist.
3. Drehzahlregler nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reglermuffe
einen Muffenbolzen (9) aufweist aus zwei gleich
achsig angeordneten Teilen (57, 58), wobei an
einem ersten Muffenteil (57) drehzahlabhängig
wirkende Fliehkräfte (Fliehgewichte 4) angreifen,
während auf einem zweiten Muffenteil (58) der
Kipphebel gelagert ist und daß zwischen den
beiden Muffenteilen (57, 58) eine Feder (59) für
eine negative Angleichung angeordnet ist, wobei
der Geberanschlag (55) nur mit dem ersten Muffen
teil (57) verstellbar ist.
4. Drehzahlregler nach einem der vorhergehenden An
spüche, dadurch gekennzeich
net daß der Kipphebel (12) über die Lager
stelle (11) am zweiten Muffenteil (58) hinaus
verlängert ist und daß diese Hebelverlängerung
(54) mit dem Geberanschlag (55), der voreinstell
bar ist, zusammenwirkt, wobei die Hebelverlänge
rung (54) zu Beginn des Angleichswegs des ersten
Muffenteils (57) einen größeren Winkel mit der
Verstellachse der beiden Muffenteile (57, 58)
einschließt als gegen Ende des Angleichswegs.
5. Drehzahlregler nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Wahlhebel (48) mit einem Mitnahme
stift (44) als Schwenkachse auf dem Hilfshebel
(42) gelagert ist.
6. Drehzahlregler nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mitnahme
stift (44) in eine Langlochführung (45) des Um
lenkhebels (12) greift und quer zu dessen
Schwenkrichtung darin verschiebbar ist.
7. Drehzahlregler nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die dem Funk
tionsanschlag abgewandte Seite des Wahlhebels
(48) in einer Langlochführung (45) (Kulisse) quer
zur Schwenkrichtung des Kipphebels (53) ver
schiebbar angelenkt ist.
8. Drehzahlregler nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Funktionskurve an einer als Funk
tionsanschlag (38) in einer Ebene verschiebbare
Kurvenplatte ausgebildet ist, so daß bei Änderung
von Betriebs- bzw. Motorkenngrößen eine Verschie
bung der Koppelstelle (44) in verschiedenen Rich
tungen jedoch einer Ebene möglich ist.
9. Drehzahlregler nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Hilfshebel (42) an einem am Ein
stellhebel (25) verstellschlüssig angeordneten
Lenkhebel gelagert ist, wobei durch einen Mitneh
meranschlag der freie Verschwenkbereich des
Hilfshebels (42) in bezug auf den Einstellhebel
(25) begrenzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893943392 DE3943392A1 (de) | 1989-12-30 | 1989-12-30 | Drehzahlregler einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893943392 DE3943392A1 (de) | 1989-12-30 | 1989-12-30 | Drehzahlregler einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3943392A1 true DE3943392A1 (de) | 1991-07-04 |
Family
ID=6396644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893943392 Withdrawn DE3943392A1 (de) | 1989-12-30 | 1989-12-30 | Drehzahlregler einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3943392A1 (de) |
-
1989
- 1989-12-30 DE DE19893943392 patent/DE3943392A1/de not_active Withdrawn
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