DE3942029A1 - Vorrichtung zum tragen, umlenken und spreizen einer bahn - Google Patents
Vorrichtung zum tragen, umlenken und spreizen einer bahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum berührungs
losen Tragen, Umlenken und Spreizen einer Bahn, speziell
einer gestrichenen Papier- oder Kartonbahn, welche Vorrich
tung aus einer der Umlenkung der Bahn entsprechend bogenför
mig verlaufenden Fläche besteht, an welcher die Bahn vorbeilä
uft, indem sie von Luft getragen wird, die zwischen genannte
Fläche und Bahn geblasen wird, wobei die Düsenelemente der
Vorrichtung aus Leitflächen und an diesen befindlichen Trag
flächen bestehen, durch deren quer zur Laufrichtung der Bahn
verlaufende Düsenöffnungen der Düsenelemente Gas, wie z.B.
Luft, auf die genannten Tragflächen geblasen wird, und die
Düsenspalte auf der einen Seite an die genannten Leitflächen
grenzen oder sich in deren Nähe befinden.
Zum Stand der Technik wird auf die EP-Anmeldung
87 102 411.3, EP-Anmeldung 83 303 143.8 und US-Patent 42 18 833
hingewiesen.
Bezüglich einiger charakteristischer Verwendungszwecke
der erfindungsgemäßen Vorrichtungen wird auf die FI-Patent
schrift 67 586 (entspr. CA-Patent Nr. 12 21 569) der Anmelderin
hingewiesen.
Zum Stand der der Erfindung am nächsten liegenden Tech
nik wird auf die in der FI-Patentschrift 64 335 der Anmelderin
beschriebene, speziell zum berührungslosen Tragen, Spreizen
und möglichen Umlenken einer gestrichenen Papier- oder Karton
bahn dienende Vorrichtung hingewiesen, bei der die Düsenele
mente aus bogenförmigen Leitflächen und einer zwischen diesen
befindlichen Druckfläche bestehen, an deren beiden Seiten
Düsenöffnungen angeordnet sind, deren Längsrichtung quer zur
Laufrichtung der Bahn gerichtet sind. In dem FI-Patent 64 335
ist neu, daß das Verhältnis aus der Breite der Düsenöffnungen
und dem Krümmungsradius der Leitfläche derart gewählt ist,
daß die Gasströmung der bogenförmigen Leitfläche bis zur
Druckfläche mit den vorkommenden Strömungsgeschwindigkeiten
folgt, und daß die Begrenzungskanten der Düsenöffnungen der
Zwischenflächen scharfkantig sind, um ein Umlenken der Gas
strömung zu den Zwischenflächen zu verhindern.
Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, die in den bekannten Vorrichtungen vorkommenden Nach
teile zu vermeiden und die in der obengenannten FI-Patent
schrift 64 335 beschriebene Vorrichtung weiter zu entwickeln
derart, daß deren in der Praxis aufgetretenen Mängel korri
giert werden. Die Vorrichtung gemäß FI-Patent 64 335 hatte den
Nachteil, daß mit ihr nicht bei allen Ausführungen die vorge
sehene Spreizwirkung auf die Bahn und eine ausreichend führen
de Wirkung in Querrichtung erreicht wurde, sondern die Bahn
im Bereich der Vorrichtung in Querrichtung Falten schlug.
In Probeläufen und Forschungen mit Versuchsmaschinen
wurde festgestellt, daß ungleichmäßige Bahnspannung den Lauf
der Bahn erheblich erschwert. Auch bei einigen bekannten
Umlenkvorrichtungen von Produktionsmaschinen wurde versucht,
diesen Umstand zu berücksichtigen, indem an den Befestigungs
punkten der Vorrichtung Kraftmeßgeber angeschlossen wurden.
Damit konnte das Bedienungspersonal aufgrund seiner Beobach
tungen der Anzeigen erforderliche Änderungen in der Spannung
und dem Lauf der Bahn vornehmen. Eine Druckregelung im eigent
lichen Sinne ist bei bekannten Vorrichtungen nicht vorhanden,
sondern die Regelung wird durch Stellungsänderung der Vorrich
tung oder der Walzen vorgenommen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Vorrichtung zu schaffen, deren Bahnspreiz- und Umlenk
wirkung effektiver als bisher ist.
Eine zusätzliche Aufgabe der Erfindung besteht darin,
eine Vorrichtung zu schaffen, die mit einer kleineren Luft
menge auskommt als entsprechende bekannte Vorrichtungen.
Eine nicht unbedingt notwendige zusätzliche Aufgabe der
vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der Bahnlaufprobleme aufgrund von ungleichmäßi
ger Bahnspannung eliminiert werden.
Eine weitere nicht unbedingt notwendige zusätzliche
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vor
richtung zu schaffen, bei welcher der Blasluftaustritt derart
angeordnet werden kann, daß durch die Düsen der Vorrichtung
trockene und heiße Luft zum Trocknen der zu tragenden und
umzulenkenden Materialbahn geblasen werden kann.
Zur Erreichung der im vorstehenden genannten und weiter
unten deutlich werdenden Ziele ist für die Erfindung im we
sentlichen charakteristisch, daß die Lufttragfläche der Vor
richtung von den im wesentlichen parallel zum Lauf der zu
tragenden Bahn verlaufenden Tragflächen der Float-Düsenkästen
und Foil-Düsenkästen bestimmt wird,
daß die Vorrichtung in Laufrichtung F in → F out der Bahn als ersten Düsenkasten und als letzten Düsenkasten einen Float- Düsenkasten hat, deren gegeneinander blasende Düsen eine Tragfläche mit Überdruck erzeugen, und
daß sich zwischen den genannten Float-Düsenkästen ein oder mehr Foil-Düsenkästen befinden, und
daß sich zwischen den genannten Düsenkästen Druckausgleichs taschen befinden.
daß die Vorrichtung in Laufrichtung F in → F out der Bahn als ersten Düsenkasten und als letzten Düsenkasten einen Float- Düsenkasten hat, deren gegeneinander blasende Düsen eine Tragfläche mit Überdruck erzeugen, und
daß sich zwischen den genannten Float-Düsenkästen ein oder mehr Foil-Düsenkästen befinden, und
daß sich zwischen den genannten Düsenkästen Druckausgleichs taschen befinden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist zum berührungslo
sen Tragen mit Hilfe von Luft, gleichzeitigen Spreizen und Um
lenken einer gestrichenen Papier- oder Kartonbahn vorgesehen.
In der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann der Umlenkwinkel
innerhalb eines relativ großen Bereichs, zum Beispiel im
Bereich von 0-180° variieren, wenngleich die vorteilhafteren
Ausführungen der Erfindung im Umlenkwinkelbereich a = 60°...
180° liegen. Der Wert a = 0 des Umlenkwinkels bedeutet, daß
die Bahn überhaupt nicht umgelenkt wird, sondern die Vorrich
tung nur zum berührungslosen Spreizen und Tragen dient, in
welcher Ausführung allerdings nicht alle Vorteile der Erfin
dung wirksam werden, jedenfalls nicht in vollem Umfang.
Die in der Erfindung verwendeten Foildüsen spreizen die
Bahn in Querrichtung und verhindern Faltenbildung der Bahn.
Die Foil-Düsen reduzieren ihrerseits den Luftverbrauch, ins
besondere deshalb, weil sich die Luft im Randbereich fast pa
rallel zur Bahn bewegt. Die entgegengesetzt zur Laufrichtung
der Bahn gerichtete Blasung verhindert das Ausströmen von
Luft an der Austrittsseite. Die an der Eintrittsseite der
Bahn mitkommende Luft ihrerseits hat verdichtende Wirkung.
In der Erfindung befinden sich zweckmäßig zwischen den
Düsen Drucktaschen, die aufgrund ihres ausreichend großen
Volumens den Druck zwischen Bahn und Umlenkvorrichtung kon
stant halten selbst wenn erhebliche Bahnstörungen eintreten.
Die Drucktaschen zwischen den Düsen sind zweckmäßig mit der
selben Druckkammer verbunden, und weil in den Drucktaschen
derselbe Druck herrscht, bleibt der Abstand der Bahn von der
Umlenkvorrichtung konstant.
Die Umlenkvorrichtung der Erfindung kann bei Bedarf
auch als Trockner verwendet werden, weil aus der Druckkammer
feuchte Zirkulationsluft entfernt werden kann. Auch seitens
der geringen Leckluft der Vorrichtung in den Saal ist der
0 Einsatz von erhitzter Luft möglich.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
befindet sich an den Kanten der Drucktaschen eine Randdich
tung in Düsenausführung, die ihrerseits die Leckluft an den
Kanten verringert.
Es ist vorteilhaft, die Vorrichtung der Erfindung mit
einer in Querrichtung wirkenden Druckregelung zu versehen,
mit der solche Bahnführungsschwierigkeiten eliminiert werden
können, die im wesentlichen durch ungleichmäßige Querspannung
der Bahn verursacht wird.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf eini
ge in den Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellte
Ausführungsbeispiele, auf deren Einzelheiten die Erfindung
jedoch nicht eng begrenzt ist, ausführlich beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in
Maschinenrichtung gesehen.
Fig. 2 zeigt den Vertikalschnitt II-II aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in Eintrittsrichtung der Bahn die
zwei ersten Düsenkästen der Vorrichtung als
Vertikalquerschnitt.
Fig. 4 zeigt die Dichtungsanordnung der Bahnkante
als Vertikalquerschnitt, d.h. Detail D aus
Fig. 1.
Der allgemeine Aufbau und die Funktion der erfindungs
gemäßen Vorrichtung sind aus Fig. 1 und 2 ersichtlich. Zur
Vorrichtung gehört ein Düsenkastensystem 10, dessen Düsen
kästen 20, 30 durch Stirnseiten 11 a und 11 b und eine ebene
Wandplatte 13 miteinander verbunden sind. Dem Düsenkasten
system 10 wird an dessen bogenförmiger Tragfläche K die er
forderliche Blasluft durch Rohre 14 a, 14 b und 14 c zugeführt,
welche mit einem Zuluftkanal 15 verbunden sind. In den mit
geschlossener Stirnseite 15 a versehenen Eintrittskanal 15
wird die Blasluft von einem Ventilator (nicht dargestellt) in
Richtung von Pfeil A in eingebracht. Aus den mit Regelklappen
16 versehenen Rohren 14 a, 14 b, 15 c werden die Blaslüfte durch
Segmente 17 in die Innenräume 23, 33 der Düsenkästen 20, 30
geführt.
Die nach Fig. 2 berührungslos zu tragende und umzulen
kende, im allgemeinen auf einer oder beiden Seiten gestri
chene feuchte Bahn W wird aus der Richtung des Pfeils W in
von einer Streichmaschine, Leimpresse oder dergleichen ein
gebracht. Die Bahn W out verläßt die Vorrichtung nach dem sie
über die Tragfläche K gelaufen und im Winkel a umgelenkt ist.
Der Winkel a kann innerhalb des Bereichs a = 0-180° variie
ren. Im allgemeinen und zweckmäßig liegt der Umlenkwinkel
im Bereich a = 60°...180°. Vom Umlenkwinkel a ist abhängig,
wieviele Düsenkästen 20, 30 in der Vorrichtung erforderlich
sind.
Nach Fig. 1 und 2 hat die Vorrichtung als ersten Düsen
kasten einen überdruckführenden sog. Float-Düsenkasten 20,
der auch als letzter Düsenkasten der Vorrichtung dient. Zwi
schen den überdruckführenden Düsenkästen 20 befinden sich
nach Fig. 3 drei Foil-Düsenkästen 30 mit Unterdruck. Die
Anzahl der Foil-Düsenkästen beträgt im allgemeinen 1...6 je
nach Größe des Umlenkwinkels a. In einigen Spezialausführun
gen, in denen der Umlenkwinkel a sehr groß ist, kann zwischen
den Foil-Düsenkästen 30 noch ein dritter Float-Düsenkasten 20
untergebracht werden.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin,
daß sich zwischen den Düsenkästen 20 und 30 verhältnismäßig
breite offene, als Drucktaschen arbeitende Zwischenräume 18
befinden, die mit einer Druckausgleichskammer 12 verbunden
sind, die sich in Querrichtung über die ganze Breite der Bahn
W erstreckt und mit der die durch ungleichmäßige Spannung
der Bahn W verursachten Führungsprobleme beherrscht werden
können.
Nach Fig. 3 bestehen die überdruckführenden Float-Düsen
kästen 20 aus Seitenwänden 24, 25, Bodenwand 22, wobei die
Seitenwände 25 und 24 zwischen sich Seitenkanäle 21 begren
zen. Als Außenwand der Float-Düsenkästen 20 dient eine im
wesentlichen ebene Tragfläche 27, die auf beiden Seiten an
die Coanda-Flächen 28 a und 28 b mit dem Krümmungsradius R
anschließt, welchen gegenüber sich ebene Anknickungen 25 a,
25 b befinden. Die Tragflächen 27 können auch konkav sein,
das heißt, sie können von außen gesehen eingebeult sein. Die
Düsenteile 25 a, 28 a und 25 b, 28 b grenzen zwischen sich Düsen
26 a und 26 b ein, durch welche gegeneinander gerichtete Blasun
gen F 1 geblasen werden. In die Seitenkästen 21 wird die Blas
luft in Richtung der Pfeile L 2 aus dem Inneren 23 der Düsen
kästen 20 zugeführt, wohin die Luft durch Kanäle 17 kommt.
Die Blasungen F 1 erzeugen auf den Tragflächen 27 des Trag
bereiches K eine Überdruckzone K+, von der die Luft auf der
Eintrittsseite W in der Bahn W in Richtung des Pfeiles F 3
sowie in Richtung der Pfeile F v zu beiden Seiten der Bahn W
(Fig. 4) ausströmt.
Die Foil-Kästen 30 bestehen aus Seitenwänden 34, 35,
Bodenwand 32 und Tragflächenwand 37. Die Foil-Kästen 30 haben
einen Seitenkanal 31, der von Seitenwänden 34 und 35 begrenzt
wird. Als Verlängung der Wand 35 dient eine Anknickung 35 a,
die gemeinsam mit der Innenwand 34 und der als deren unmittel
bare Verlängerung dienenden bogenförmigen Coanda-Fläche 38
die Düsenöffnung 36 begrenzt. Durch die Düsenöffnung 36 wer
den Blasungen F 2 geführt, die von der Coanda-Fläche 38 in
Richtung der Tragfläche 37 umgelenkt werden. Die Blasungen F 2
verlaufen entgegengesetzt zur Laufrichtung von Bahn W. Die
Blasluft wird durch die im vorstehenden genannten Kanäle 17
in die Innenräume 33 der Foilkästen 30 gebracht und aus den
Innenräumen 33 kommt die Blasluft in Richtung des Pfeiles L 3
in die Seitenkanäle 31 und gelangt von dort als Foil-Blasun
gen F 2 weiter zur Tragfläche 37.
Die Blasungen F 2 erzeugen durch Foil-Effekt Unterdruck
felder K-. Von den Unterdruckfeldern K- und den Überdruckfel
dern K+ werden die Luftströmungen in Richtung der Pfeile F 4
in die Zwischenräume 18 und von dort weiter in Richtung der
Pfeile F 5 in die Druckausgleichskammer 12 gesaugt.
Die Blaskästen 20 und 30 sind in Querrichtung der Bahn
W z.B. mit querverlaufenden Zwischenwänden in drei Segmente
geteilt. In jedes Segment kommt durch deren Eintrittskanal
14 a, 14 b, 14 c eigene Blasluft. Die Blasluftmenge, die jedem
Segment zugeführt wird, kann mit Regelklappen 16 geregelt
werden. Mit dieser Regelung kann der Lauf der Bahn W stabili
siert und können die durch Bahnspannungsänderungen verursach
ten Führungsprobleme eliminiert werden. Dank der beschriebe
nen Regelung ist nicht erforderlich, die Stellung der Vorrich
tung zu verändern, werden die auf die Vorrichtung einwirken
den Kräfte nicht gemessen.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht in der
Anwendung der Druckausgleichskammer 12. Die Kammer 12 er
streckt sich über die ganze Breite des Düsenkastensystems 10
und der Bahn W, d.h. den Bereich zwischen den Stirnseitenwän
den 11 a, 11 b. Die im Volumen verhältnismäßig großen Zwischen
räume 18 der Kammer 12 sorgen dafür, daß der Abstand der Bahn
W vom Tragflächensystem 27, 37 der Umlenkvorrichtung trotz
Spannungsveränderungen der Bahn W im wesentlichen konstant
bleibt.
Bei Bedarf werden an der Druckkammer 12 Luftaustritte
angebracht derart, daß aus der Kammer 12 feuchte Zirkulations
luft entfernt werden kann. Dieser Austritt ist in Fig. 1 sche
matisch durch einen Ventilator 40 und ein Austrittsrohr 41
dargestellt. Damit kann die Vorrichtung als Trockner verwen
det werden, wenn durch den Kanal 15 trockene und heiße Luft
in die Vorrichtung gespeist wird.
Fig. 4 zeigt das Detail D aus Fig. 1 bzw. die Abdich
tung des Kantenbereiches W R der Bahn W. Eine entsprechende
Abdichtung ist auch an der entgegengesetzten Kante von Bahn
W angebracht. Zum Kastensystem 10 gehört eine Wand 40. Die
Wände 43 und 44 begrenzen zwischen sich eine Düse 42, die
sich über die ganze Länge der Tragfläche K erstrecken, d.h.
über das Segment a in Maschinenrichtung oder schräg dagegen.
Die Blasrichtung F 6 der Düsen 42 ist im mittleren Bereich
der Bahn W entgegengesetzt, d.h. gegen die Leckströmungen F V
gerichtet. Auf der Innenseite der Düsen 42 ist eine aus in
Maschinenrichtung oder schräg dazu verlaufenden Platten 43
und 44 bestehende Labyrinthdichtung ausgeführt, die zusammen
mit den Blasungen F 6 die Leckströmung F V verringert. Die
Kanten der Dichtungen 43 und 44 müssen einen bestimmten Ab
stand E zur Bahn W haben. Damit haben die Kanten der Dichtun
gen 43 und 44 dieselbe Krümmung wie der Umlenkdektor a der
Bahn. Als äußerste Teile der in Fig. 4 dargestellten Dich
tungsausführung dienen eine in Maschinenrichtung verlaufende
Außenwand 46 und eine Zwischenwand 45, die sich im Bereich
der Bahnkante W R befindet.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum berührungslosen Tragen, Umlenken und
Spreizen einer Bahn, speziell einer gestrichenen Papier- oder
Kartonbahn (W), welche Vorrichtung aus einer der Umlenkung
der Bahn (W) entsprechend bogenförmig verlaufenden Fläche (K)
besteht, an welcher die Bahn (W) vorbeiläuft, indem sie von
Luft getragen wird, die zwischen genannte Fläche (K) und Bahn
(W) geblasen wird, wobei die Düsenelemente der Vorrichtung
aus Leitflächen (28 a, 28 b, 38) und an diesen befindlichen
Tragflächen (27, 37) bestehen, durch deren quer zur Laufrich
tung von Bahn (W) verlaufende Düsenöffnungen (26 a, 26 b, 36)
der Düsenelemente Gas, wie z.B. Luft, auf die genannten Trag
flächen (27, 37) geblasen wird, und die Düsenspalte (26 a,
26 b, 36) auf der einen Seite an die genannten Leitflächen
(28 a, 28 b, 38) grenzen oder sich in deren Nähe befinden, da
durch gekennzeichnet, daß die Lufttragfläche (K) der Vorrich
tung von den im wesentlichen parallel zum Lauf der zu tragen
den Bahn (W) verlaufenden Tragflächen (27, 37) der Float-
Düsenkästen (20) und Foil-Düsenkästen (30) bestimmt wird,
daß die Vorrichtung in Laufrichtung (F in → F out ) der Bahn (W) als ersten Düsenkasten und als letzten Düsenkasten einen Float-Düsenkasten (20) hat, deren gegeneinander blasende (F 1) Düsen (26 a, 26 b) eine Tragfläche (K+) mit Überdruck erzeugen, und
daß sich zwischen den genannten Float-Düsenkästen (20) ein oder mehr Foil-Düsenkästen (30) befinden, und
daß sich zwischen den genannten Düsenkästen (20, 30) Druck ausgleichstaschen (18) befinden.
daß die Vorrichtung in Laufrichtung (F in → F out ) der Bahn (W) als ersten Düsenkasten und als letzten Düsenkasten einen Float-Düsenkasten (20) hat, deren gegeneinander blasende (F 1) Düsen (26 a, 26 b) eine Tragfläche (K+) mit Überdruck erzeugen, und
daß sich zwischen den genannten Float-Düsenkästen (20) ein oder mehr Foil-Düsenkästen (30) befinden, und
daß sich zwischen den genannten Düsenkästen (20, 30) Druck ausgleichstaschen (18) befinden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich sowohl an den Düsen (26 a, 26 b, 36) der Float-Düsen
kästen (20) als auch der Foil-Düsenkästen (30) bogenförmige
Coanda-Flächen (28 a, 28 b, 38) befinden, die derart ausgeführt
sind, daß sie die durch genannte Düsen strömenden Luftblasun
gen (F 1, F 2) zu der als stufenlose Verlängerung der genannten
Coanda-Flächen dienenden, zweckmäßig ebenen, Tragfläche (27,
37) lenken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Foil-Düsenkästen (30) an der einen Kante
Coanda-Düsen (36) haben, deren Blasrichtung entgegengesetzt
zur Laufrichtung (F in → F out ) der Bahn (W) verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Foil-Düsenkästen (30) an der anderen Kante
Coanda-Düsen (36) haben, deren Blasrichtung in Laufrichtung
(F in → F out ) der Bahn (W) verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung je nach deren Umlenkwinkel a
zwischen den Float-Düsenkästen (20) einen oder mehr, zweck
mäßig 2...5 Foil-Düsenkästen (30) hat.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die aus der Düsenöffnung (26 b) der Austritts
kante des letzten Float-Düsenkastens (20) gerichtete Blasung
derart ausgeführt ist, daß das Ausströmen von Luft an der
Austrittsseite der Tragfläche (K) verhindert wird, und daß
die an der Eintrittsseite (W in ) der Bahn (W) mitkommende Luft
ihrerseits die Tragfläche (K) verdichtet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zwischen den Düsenkästen (20, 30) angeord
neten Drucktaschen (18) und die mit diesen verbundene gemein
same Druckausgleichskammer (12) derart ausgeführt sind, daß
der Druck zwischen der Bahn (W) und der Umlenkvorrichtung
trotz Bahnstörungen, wie Spannungsänderungen, im wesentlichen
konstant bleibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die genannten Drucktaschen (18) mit derselben,
sich im wesentlichen über die ganze Breite der Bahn erstrec
kenden Druckkammer (12) verbunden sind, mit deren Hilfe der
Abstand der Bahn (W) von der Tragfläche (27, 37) der Umlenk
vorrichtung im wesentlichen konstant gehalten wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich an beiden Kanten (W R ) der Bahn (W) Rand
dichtungen in Düsenausführung befinden, mit denen die Leck
strömungen an den Kanten (W R ) der Bahn (W) verringert werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich an beiden Kanten der Bahn (W) Randdichtun
gen in Düsenausführung befinden, deren Blasrichtung an der
Austrittsseite der Vorrichtung schräg nach innen oder außen
gerichtet sind, um die Bahnspreizwirkung der Vorrichtung zu
verstärken.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung mit einer in Querrichtung wir
kenden Druckregelung versehen ist, indem die Düsenkästen (20,
30) in Querrichtung der Bahn in Segmente eingeteilt sind,
wobei in jeden Sektor eine mengen- oder druckgeregelte Luft
strömung geleitet werden kann, und daß mit genannter Druck
regelung der Lauf der Bahn (W) und deren Abstand von der Trag
fläche (27, 37) bei Spannungsänderungen der Bahn stabilisiert
werden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß genannte Umlenk- und Spreizvorrichtung zusätz
lich als Bahntrockner verwendet wird, und daß die genannte
Druckkammer, an welche die zwischen den Düsenkästen (20, 30)
befindlichen Drucktaschen (18) angeschlossen sind, zu diesem
Zweck mit einer Entnahme (40, 41) für feuchte Zirkulations
luft ausgerüstet ist.
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