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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur gleichzeitigen Herstellung von zwei kontinuierlichen Zigarettensträngen.
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Maschinen der erwähnten Art sind bekannt und weisen eine Krempeleinheit auf, die eine Anzahl von Krempelwalzen umfaßt sowie an ihrem Ausgang einen Strom von Tabakpartikeln erzeugt, der im wesentlichen in der Breite gleich der Länge der Krempelwalzen ist.
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Wie in der US-PS 43 72 326 (G.D S.p.A.) offenbart ist, wird dieser Tabakstrom gleichförmig durch eine Trennvorrichtung in zwei Teile geteilt, um zwei Ströme von Tabakpartikeln zu bilden, die längs jeweiliger Steigekanäle, welche an ihrem oberen Ende durch zugeordnete Saugförderer abgeschlossen sind, geführt werden.
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Jeder dieser Saugförderer sammelt die jeweiligen Tabakpartikel in bekannter Weise und transportiert diese in Form eines kontinuierlichen Stroms auf einen Papierstreifen.
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Genauer gesagt, gelangt der Strom des von der Krempeleinheit kommenden Tabaks in das Innere eines Schachtes, der an seinem unteren Teil einen Steigeschachtabschnitt aufweist, welcher sich am oberen Ende verzweigt, um zwei Seite an Seite liegende, im wesentlich V-förmig und quer mit Bezug zur Laufrichtung der Saugförderer angeordnete weitere Steigeschachtabschnitte zu bilden.
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Diese Schächte oder Kanäle werden durch eine Trennwand geteilt, welche ein keilförmiges unteres Teil aufweist und mit ihrem Scheitel dem oberen Ende des einen Steigeschachtabschnitts zugewandt ist. Dieses keilförmige untere Teil weist üblicherweise mechanische oder pneumatische Trenn- und Regeleinrichtungen auf, um sicherzustellen, daß der Tabakstrom in zwei im wesentlichen gleiche Teile getrennt wird.
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Ein wesentlicher Nachteil der oben erwähnten Trennvorrichtung besteht darin, daß sie die Ausstoßgeschwindigkeit der Zigaretten-Herstellungsmaschine begrenzt, was auf die Engstellen, die von den Schacht- oder Kanaleinlässen gebildet werden, zurückzuführen ist, welche sehr leicht verstopfen, wenn der Tabak stark oder zu kräftig im Schacht aufwärts geführt wird.
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Ein weiterer Nachteil der genannten Vorrichtung liegt in deren komplizierter Ausgestaltung, die sich auf die Einrichtung zur Regelung des Tabakstroms bezieht, da diese Einrichtung Betätigungsglieder zur Einstellung der Neigung der keilförmigen Spitze der Trennwand umfaßt und somit den einen Tabakstrom auf Kosten des anderen erhöht.
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Ein noch weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist darin zu sehen, daß die Trennwand einen Zugang zum lnneren von wenigstens einem der beiden Schächte oder Kanäle behindert, wodurch eine Routinereinigung und -wartung der Kanäle außerordentlich erschwert wird.
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Im Hinblick auf den Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Aufteilung eines Tabakstroms anzugeben, die derart ausgestaltet ist, daß alle vorerwähnten, mit bekannten Vorrichtungen zusammenhängenden Nachteile überwunden werden, und die gleichzeitig wirtschaftlicher sowie in ihrer Konstruktion weniger kompliziert ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Maschine zur gleichzeitigen Herstellung von zwei kontinuierlichen Zigarettensträngen geschaffen, wobei ein ununterbrochener Strom von faserigen Tabakpartikeln dem unteren Ende von Fördereinrichtungen zugeführt wird, welche ein Paar von parallelen, in einer vorbestimmten Richtung laufenden Saugförderern mit dem Tabakstrom zur Ausbildung von jeweils einer Tabakschicht mit vorgegebener Dicke an jedem dieser Saugförderer beschicken, die sich dadurch auszeichnet, daß die Fördereinrichtungen einen Ständer, der in seinem Inneren einen seitlich von zwei in der Laufrichtung der Saugförderer sich erstreckenden Wänden begrenzten einzigen Steigeschacht umschließt, welcher an seinem oberen Ende durch diese beiden Saugförderer sowie ein zwischen diesen angeordnetes Trennelement abgeschlossen ist, und Pneumatiksysteme, die den an die Saugförderer geführten Tabakstrom regeln, umfassen.
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Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, die diesen jedoch keineswegs beschränkt, wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine gemäß der Erfindung;
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Fig. 2 den Querschnitt nach der Linie II-II in der Fig. 1;
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Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer in Fig. 1 dargestellten Einzelheit.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Maschine 1 zur gleichzeitigen Herstellung von zwei kontinuierlichen Zigarettensträngen. Diese Maschine umfaßt eine erste Sektion, welche aus Einrichtungen zur Förderung eines Tabakstroms besteht und mit einem innerhalb eines Ständers 3 ausgebildeten Steigeschacht 2 versehen ist, sowie eine zweite Sektion 4 zur Ausbildung von zwei kontinuierlichen Zigarettensträngen 5 und 6, die anschließend in einzelne (nicht dargestellte) Zigaretten zerschnitten werden.
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Der Steigeschacht 2, der in Querrichtung von zwei vertikalen Stirnwänden 7 und 8 begrenzt ist, sowie die zweite Sektion 4 sind unterhalb eines Fördersystems 9 angeordnet und mit diesem in Verbindung. Das Fördersystem 9 weist zwei Förderbänder 10 und 11 auf, die nebeneinander liegen und um zwei stirnseitige Rollen 12 sowie 13 geführt sind, die im Uhrzeigersinn (in Fig. 1) um horizontale Achsen drehen, welche rechtwinklig zur Zeichnungsebene von Fig. 1 verlaufen.
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Die rechte Rolle 13 liegt höher als die linke Rolle 12, so daß die beiden Untergurte 14 und 15 der Förderer 10 und 11 von links nach rechts aufwärts geneigt sind. Die jeweiligen Enden der Untergurte 14 und 15 erstrecken sich auf der einen (linken) Seite bis zu einer Austragstation 16, in welcher der Tabak der zweiten Sektion 4 zugeführt wird.
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Die Untergurte 14 und 15 sowie die jeweiligen Obergurte der Förderer 10 und 11 laufen längs des Umfangs eines kastenförmigen Körpers 17, der eine Innenkammer 18 abgrenzt. Diese Innenkammer 18 wird durch eine Bodenwand 19 abgeschlossen, welche Durchtritte oder Schlitze 20 in dem mit den Untergurten 14 und 15 in Berührung befindlichen Teil aufweist, wobei die Innenkammer 18 über eine Saugleitung 21 mit einer (nicht dargestellten) Saugquelle in Verbindung steht.
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Die Austragstation 16 ist in dem Bereich angeordnet, in welchem die Untergurte 14 und 15 sowie die horizontalen Obergurte, von denen nur einer in Fig. 1 gezeigt ist, von zwei Förderbändern 22 und 23, welche durch eine im Gegenuhrzeigersinn drehende Walze 24 angetrieben werden, zusammentreffen.
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Zwei Streifen 25 und 26 von Zigarettenpapier laufen zuerst als ein Stück von einer gemeinsamen Vorratsspule 27 ab und werden anschließend in Längsrichtung durch ein Kreismesser 28 getrennt. Diese beiden Zigarettenpapierstreifen 25 und 26 werden anschließend jeweils auf die Obergurte der Förderbänder 22 und 23 in der erwähnten Austragstation 16 aufgebracht.
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Die Fig. 2 zeigt einen Innenraum 29, dessen unteres Teil vom Obertrum 30 eines um Rollen 32, von denen nur eine gezeigt ist, umlaufenden Förderbandes 31 begrenzt wird. Dieses Obertrum 30 ist zur Aufnahme eines Stroms von zerfasertem Tabak von einer bekannten (nicht dargestellten) Krempeleinheit und zur Förderung dieses Stroms in eine Kammer 35 durch einen Durchlaß 33 hindurch, welcher von der einen der Rollen 32 und einer gegenläufigen Oberwalze 34 bestimmt wird, vorgesehen.
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Die Kammer 35 steht an ihrem unteren Teil mit einem Kanal 36, der an den Auslaß einer Druckluftquelle angeschlossen ist, und an ihrem oberen Teil mit dem bereits erwähnten Steigeschacht 2 in Verbindung.
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Der Steigeschacht 2 umfaßt einen ersten, im wesentlichen vertikalen Schachtabschnitt 37, dessen oberes Ende innerhalb eines zweiten Schachtabschnitts 38 austritt, welcher durch zwei Seitenwände 39 und 40 abgegrenzt wird, die im wesentlichen V-förmig angeordnet sind.
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Am oberen Ende des Ständers 3 wird dieser Steigeschachtabschnitt 38 von den Untergurten 14 und 15, die aus einem einen Durchtritt von Luft ermöglichenden Material bestehen, abgeschlossen. Einstückig mit der Bodenwand 19 des kastenförmigen Körpers 17 und zwischen den Untergurten 14, 15 sowie längs deren gesamter Länge ist innenseitig des Steigeschachtabschnitts 38 eine Leiste oder Schiene 41 mit einem konvexen, abwärts gerichteten Querschnitt als ein Trennelement vorgesehen.
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Das untere Ende der einen Seitenwand 39, die in Fig. 1 die Vorderwand bildet, ist mit dem Ständer 3 der Maschine 1 durch ein Scharnier 42 verbunden, dessen Achse rechtwinklig zu den Stirnwänden 7 und 8 verläuft. Am kastenförmigen Körper 17 ist eine Verriegeleinrichtung 43 angebracht, die dazu dient, die Seitenwand 39 in ihrer Schließlage zu verriegeln.
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Die Seitenwände 39 und 40 sind jeweils mit Pneumatik- oder Saugsystemen 44 und 45 ausgestattet, um den Strom von Tabakpartikeln innenseitig des Steigeschachtes 2 zu beschleunigen und zu regeln.
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Diese Pneumatiksysteme 44 und 45, die symmetrisch mit Bezug zur vertikalen Mittelebene des Steigeschachtes 2 angeordnet sind, umfassen außenseitig der jeweiligen Wände 39 und 40 je eine Kammer 46 und 47, die über Durchtrittsöffnungen 48 mit dem Schachtabschnitt 38 und über jeweilige Leitungen 49 sowie 50 mit zugeordneten, schematisch dargestellten Saugquellen 51 sowie 52 in Verbindung sind.
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Längs der Leitungen 49 und 50 sind jeweils Ventileinrichtungen oder Absperrorgane 53 und 54 vorgesehen, um die Saugkraft der Pneumatiksysteme 44 und 45 zu regeln.
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Im Betrieb der Maschine 1 wird der Tabakstrom von der Krempeleinheit als kontinuierlicher Strom von Tabakpartikeln dem unteren Ende des Steigeschachtes 2 zugeführt. Mittels des aufsteigenden, vom Kanal 36 erzeugten sowie durch die Saugsysteme 44 und 45 beschleunigten Luftstroms werden die Tabakpartikel im vertikalen Schachtabschnitt 37 und im anschließenden Steigeschachtabschnitt 38 aufwärts geführt, wobei die Neigung der Seitenwände 39 und 40 dafür sorgt, daß eine im wesentlichen gleichförmige Verteilung der Tabakpartikel über die gesamte Breite des Schachtabschnitts 38 bis zu den Untergurten 14 und 15 hin aufrechterhalten wird.
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Bei dem Lauf der Förderbänder 10 und 11 durch den Steigeschacht 2 werden dank der vom obenliegenden, kastenförmigen Körper 17 ausgeübten Saugwirkung Tabakschichten 55 und 56, von denen in Fig. 1 nur eine zu erkennen ist, an den Untergurten 14 und 15 ausgebildet. Diese Tabakschichten bestehen sowohl aus den Tabakpartikeln, die nahe den Seitenwänden 39 und 40 des Steigeschachtes 2 unmittelbar auf die Untergurte 14 und 15 aufgebracht werden, sowie aus den Partikeln im mittigen Teil des Steigeschachtes 2, die an die Untergurte 14 und 15 durch die konvexe Fläche der Schiene oder des Trennelements 41 gelenkt werden.
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Außenseitig des Steigeschachtes 2 und stromauf von der Austragstation 16 sind zwei bekannte Trimmvorrichtungen 57 und 58 vorgesehen, um die Dicke der Tabakschichten 55 und 56 zu vermindern und auszugleichen.
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Unter normalen Betriebsbedingungen wird durch die beiden Pneumatiksysteme 44 und 45 die gleiche Saugkraft ausgeübt. Wenn dagegen die Menge an Tabak in einer der beiden Schichten 55 und 56 nicht mit einem vorgegebenen Wert übereinstimmt, dann liefert jeweils ein bekanntes Kontrollgerät 59 bzw. 60, das zwischen der Stirnwand 7 sowie den Trimmvorrichtungen 57 und 58 angeordnet ist, ein Korrektursignal an die Absperrorgane 53 bzw. 54, mit denen ein solches Gerät jeweils verbunden ist. Als Ergebnis dieses Signals wird das Absperrorgan oder die Ventileinrichtung 53 bzw. 54 so eingestellt, daß die von den jeweiligen Pneumatiksystemen 44 bzw. 45 ausgeübte Saugkraft eingeregelt wird, bis dieses Signal gelöscht wird.
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Wie die Fig. 3 zeigt, kann die von den Pneumatiksystemen 44 und 45 ausgeübte Saugkraft auch über jeweilige Absperrorgane 61 und 62 geregelt werden. Da diese Absperrorgane einander identisch sind, ist in Fig. 3 lediglich das auf das Pneumatiksystem 44 bezogene Absperrorgan dargestellt.
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Dieses Absperrorgan besteht aus einem Blendenflügel oder -schieber 63, der an der Außenfläche der Seitenwand 39 über dem mit den Durchtrittsöffnungen 48 versehenen Bereich anliegt und um einen nahe der Stirnwand 7 befindlichen Zapfen 64 schwenkt.
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Ein an der anderen Stirnwand 8 gelagerter Stellantrieb 65 steht über eine Schubstange 66 mit dem Blendenflügel 63 in Verbindung und regelt den Winkel dieses Blendenflügels, womit folglich auch die Anzahl und/oder die Position derjenigen Durchtrittsöffnungen 48, die unmittelbar mit der Saugquelle 51 in Verbindung stehen, verändert wird.
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Die Absperrorgane 61 und 62, die auch in Verbindung mit den Ventileinrichtungen oder Absperrorganen 53 und 54 betrieben werden können, werden ebenfalls durch Kontrollgeräte 59 sowie 60 geregelt.
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Es ist klar, daß dem Fachmann bei Kenntnis der durch die Erfindung vermittelten Lehre Abänderungen an der beschriebenen und dargestellten Maschine nahegelegt sind, die jedoch als in den Rahmen der Erfindung fallend anzusehen sind.
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Beispielsweise können die Seitenwände 39 und 40 im wesentlichen zueinander parallel sein.
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Erfindungsgemäß wird eine Maschine zur gleichzeitigen Herstellung von zwei kontinuierlichen Zigarettensträngen offenbart, wobei ein ununterbrochener Strom von zerfaserten Tabakpartikeln dem unteren Ende von Fördereinrichtungen zugeführt wird, durch welche der Strom an ein Paar von parallelen Saugförderern, die in einer vorbestimmten Richtung laufen, transportiert wird, um an jedem Förderer eine Tabakschicht mit vorgegebener Dicke auszubilden. Diese Fördereinrichtungen umfassen einen Ständer, der in seinem Inneren einen einzigen Steigeschacht umschließt, welcher durch zwei, in der Laufrichtung der Förderer sich erstreckende Seitenwände begrenzt sowie an seinem oberen Ende durch zwei Saugförderbänder und ein Trennelement, das zwischen diesen Förderbändern angeordnet ist, abgeschlossen wird. Es sind Pneumatiksysteme vorgesehen, um den an die Förderbänder geführten Tabakstrom zu regulieren. Die die Trennung in zwei Tabakströme bewirkende Vorrichtung gemäß der Erfidnung sorgt folglich für eine Überwindung all der Nachteile, die in typischer Weise mit bekannten Vorrichtungen verknüpft sind.
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Als bedeutungsvoller Punkt ist hervorzuheben, daß bei dieser Vorrichtung die Tabakpartikel an die Förderbänder 10 und 11 nahezu ausschließlich mittels eines Luftstroms ohne jegliche Unterstützung durch die oben erwähnten mechanischen Einrichtungen (Trennwände, die Wände der beiden Schächte usw.), wodurch der Tabak Schaden erleiden kann, gefördert werden.