DE3839203A1 - Programmgesteuerte haushaltwaschmaschine mit wasserenthaertungseinrichtung - Google Patents
Programmgesteuerte haushaltwaschmaschine mit wasserenthaertungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine programmgesteuerte
Haushaltwaschmaschine mit einer
Wasserenthärtungseinrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Aus der DE-OS 35 27 047 und der DE-OS 35 27 182 ist eine
"Programmgesteuerte Wasch- oder Geschirrspülmaschine"
bekannt, welche u. a. mit einem Ionenaustauscher zur
Wasserenthärtung ausgerüstet ist. Hierbei verzweigt sich
die Frischwasserzuleitung zu einem
Waschmitteleinspülbehälter, zu einem Salzvorratsgefäß und
zu einem Enthärter. Sämtlichen Stichleitungen ist
strömungsmäßig je ein Magnetventil vorgeschaltet, welches
unter dem vollen Druck des Wasserleitungsnetzes steht. Der
Zulauf zum Laugenbehälter erfolgt hierbei grundsätzlich
immer entweder direkt (als Hartwasser) über die
magnetventilangesteuerten Waschmitteleinspülkammern oder
wahlweise erst über den Enthärter und dann (als
Weichwasser) ebenfalls über die Waschmitteleinspülkammern.
Es müssen also immer mindestens zwei Magnetventile bis zum
Laugenbottich durchströmt werden. Dieses System ist daher
mit hohen Strömungsverlusten behaftet und benötigt zum
einwandfreien Funktionieren (beispielsweise restloses
Ausspülen der einzelnen Waschmittelkammern) einen
bestimmten Wasserleitungsmindestdruck.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die dem Stand der
Technik anhaftenden Nachteile und Mängel durch
entsprechende Verbesserungen wirksam zu vermeiden.
Diese Aufgabe, gemäß der Erfindung, wird durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den
Unteransprüchen zu entnehmen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß durch einfachste Maßnahmen eine
strömungsverlustarme wassermäßige Leitungsführung
geschaffen wurde, die selbst bei extrem niedrigen
Wasserleitungsdrücken (wie sie in bestimmten Gegenden zu
finden sind) ein einwandfreies Ausspülen der
Waschmittelkammern gewährleistet. Der Weichwasserzulauf zum
Laugenbottich erfolgt vorzugsweise ohne zusätzliche
Strömungswiderstände ausschließlich über die
Enthärtungseinrichtung. Gegenüber dem Stand der Technik
wird bis zum Laugenbottich jeweils nur ein Magnetventil
durchströmt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand eines
schematisierten strömungsmäßigen Installationsplans
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Im Wasserzulauf 1 einer programmgesteuerten
Haushaltwaschmaschine befindet sich ein zentral
angeordneter Durchflußmengenregler 2. Dieser
Durchflußmengenregler 2 läßt leitungsdruckunabhängig eine
konstante Durchlaufmenge in Litern pro Minute zur
Waschmaschine strömen. Unmittelbar am Ausgang des
Durchflußmengenreglers 2 verzweigt sich der Wasserzulauf 1
in die Leitungsstränge 3 und 4. Der Leitungsstrang 3 wird
direkt über ein programmgesteuertes Magnetventil 5 mit der
vereinfacht dargestellten Wasserenthärtungseinrichtung 6
und dem Laugenbottich 7 verbunden. Dem eigentlichen
Ionenaustauscher 6′ ist ein nicht dargestelltes, nach außen
zu verschlossenes Zulaufgefäß mit einer freien Luftstrecke
6′′ strömungsmäßig vorgeschaltet. Die freie Luftstrecke 6′′
verhindert bekanntlich das Rücksaugen von Schmutzwasser in
das Wasserleitungsnetz. An dieser Stelle entstehende
Leckwasserverluste gelangen direkt in den Laugenbottich 7.
Der Leitungsstrang 4 führt unmittelbar zu einer
Waschmittelschublade bzw. zu einem
Waschmitteleinspülbehälter 8, der in drei Kammern für
"Vorwäsche" "Klarwäsche" und "Weichspülen" unterteilt ist
und dessen einziger Ablauf ebenfalls direkt in den
Laugenbottich 7 mündet. Allen drei Kammern ist gemäß dem
Stand der Technik je ein programmgesteuertes Magnetventil.
9, 9′, 9′′ strömungsmäßig vorgeschaltet. Jedes der
Magnetventile 5, 9, 9′ und 9′′ steht unter dem vollen Druck des
Wasserleitungsnetzes.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Wasserwege
3, 5, 6′′, 6′ und 4, 9 oder 9′ bzw. 9′′, 8 parallel geschaltet
sind und drucklos in den Laugenbottich 7 münden. (Der
Laugenbottich 7 kann über eine Pumpe 10 in ein nicht
dargestelltes Abflußsystem entleert werden).
Mit Hilfe aller vorerwähnten Maßnahmen steht in
vorteilhafter Weise sowohl für die Waschmitteleinspülung
als auch für die Wasserenthärtungseinrichtung 6, d. h. für
den Weichwasserzulauf ein lediglich durch den
Durchflußmengenregler 2 geminderter Fließdruck zur
Verfügung. Voraussetzung ist hierbei allerdings, daß die
Magnetventile 5, 9 bzw. 9′ oder 9′′ zueinander zeitversetzt,
d. h. niemals während ein und derselben Zeitspanne betätigt
werden.
Es sind u. a. auch Waschmaschinen bekannt, bei welchen
spezieIl für extrem niedrige Leitungsdrücke ausgelegte
Waschmitteleinspülvorrichtungen zum Einsatz kommen. Bei
steigendem Wasserleitungsdruck erfolgt hierbei keine
optimale Waschmitteleinspülung mehr, d. h. es ergeben sich
in den einzelnen Kammern unerwünschte Überflutungen.
Im erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel wird nun für die
Programmschritte "Vorwäsche" und "Klarwäsche" durch
separate Ansteuerung der Magnetventile 9, 9′ oder 9′′ eine
kleine Menge des benötigten Wassers in Höhe von ca. drei
Litern, als Hartwasser, mit Hilfe der üblichen in
Waschmaschinen eingesetzten Düsen über den voll anstehenden
Leitungsdruck für eine gründliche Waschmitteleinspülung
verwendet. Anschließend erfolgt, ebenfalls unter vollem
Leitungsdruck, durch Ansteuerung des Magnetventils 5 der
Zulauf der noch benötigten Wassermenge in Höhe von 10 bis
20 Litern zunächst über die freie Luftstrecke 6′′ zum
Ionenaustauscher 6′ und von hier aus als Weichwasser direkt
in den Laugenbottich 7. Die Höhe der benötigten
Wassermengen ergeben sich aus der konstanten Durchflußmenge
und einer entsprechenden Magnetventil-Ansteuerzeit oder
mittels gängiger Niveauüberwachungseinrichtungen.
Damit wurde das System so gestaltet, daß sowohl der
benötigte Druck für die Waschmitteleinspülung vorhanden ist
als auch der Strömungswiderstand (und damit die
Leckwasserverluste in der freien Luftstrecke 6′′) im
Wasserweg 3, 5, 6 minimiert wird. Wird nun der dynamische
Gesamtwiderstandsbeiwert des Magnetventils 5, der freien
Luftstrecke 6′′, des Ionenaustauschers 6′ und deren
Verbindungen größer als derjenige des
Durchflußmengenreglers 2 gewählt, kann der Arbeitsbereich
des Durchflußmengenreglers 2 eingeengt und damit leichter
realisiert werden. D. h.: Da bei niedrigen Fließdrücken
der Durchflußmengenregler 2 nur geringfügige
Druckschwankungen des Leitungsnetzes zu verarbeiten hat,
kann dessen Toleranz in punkto konstante Durchflußmenge
sehr klein gehalten werden. Hieraus ergeben sich äußerst
genaue Wassermengen durch zeitgenaue Programmansteuerung
besagter Magnetventile 5, 9, 9′, 9′′.
Untersuchungen haben ergeben, daß die resultierende
Wasserhärte der Waschlauge, entsprechend dem
Mischungsverhältnis von Hartwasser (aus dem
Waschmitteleinspülbehälter 8) und Weichwasser, selbst bei
zufließendem Rohwasser mit bis zu 40 DH (deutsche
Härtegrade) praktisch immer unter 10 DH liegt.
Mit Hilfe dieser Wasserführung können bei Waschmaschinen
mit integrierter Wasserenthärtungseinrichtung 6 in
vorteilhafter Weise dieselben, in üblichen Waschgeräten
eingesetzten Waschmitteleinspülbehälter 8 und deren
Ausspülung mit Hilfe der Magnetventile 9, 9′, 9′′ ohne
Änderungen, d. h. ohne zusätzliche Kosten oder
Herstellungsaufwand verwendet werden.
Claims (3)
1. Programmgesteuerte Haushaltwaschmaschine mit
Wasserenthärtungseinrichtung, mit mengengeregeltem
Wasserzulauf, einem über Magnetventile ansteuerbarem
Waschmitteleinspülbehälter für die Programmschritte
"Vorwäsche", "Klarwäsche" und "Weichspülen", mit einem
weiteren Magnetventil zur strömungsmäßigen Ansteuerung der
Wasserenthärtungseinrichtung, welche ihrerseits mit einem
Zulaufgefäß mit freier Luftstrecke und einem
Ionenaustauscher ausgerüstet ist sowie mit einem
Laugenbottich, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserzulauf
(1) nach seinem, mit geringer Toleranzbreite arbeitenden
Durchflußmengenregler (2) in zwei parallele Leitungsstränge
(3, 4) aufgeteilt ist, wobei der Leitungsstrang (3) zu dem
die Wasserenthärtungseinrichtung (6) beherrschenden
Magnetventil (5) und nach der freien Luftstrecke (6′′) und
dem Ionenaustauscher (6′) in den Laugenbottich (7) und der
Leitungsstrang (4) zu den Magnetventilen (9, 9′, 9′′) des
Waschmitteleinspülbehälters (8) und dessen Auslauf
ebenfalls in den Laugenbottich (7) einmündend verlegt ist.
2. Programmgesteuerte Haushaltwaschmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß während der Programmschritte
"Vorwäsche" und "Klarwäsche" zuerst die Magnetventile
(9, 9′, 9′′) zeitlich solange ansteuerbar sind, bis aufgrund
der vorgegebenen konstanten Wasserzulaufgeschwindigkeit
eine für die restlose Ausspülung des
Waschmitteleinspülbehälters (8) erforderliche Wassermenge
erreicht ist und erst dann das Magnetventil (5) zeitlich
solange ansteuerbar ist, bis eine erforderliche
Restwassermenge als Weichwasser in den Laugenbottich (7)
eingeströmt ist.
3. Programmgesteuerte Haushaltwaschmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der dynamische
Gesamtwiderstandsbeiwert des Magnetventils (5), der freien
Luftstrecke (6′′), des Ionenaustauschers (6′) sowie deren
Verbindungsleitungen größer als der Widerstandsbeiwert des
Durchflußmengenreglers (2) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3839203A DE3839203A1 (de) | 1988-11-19 | 1988-11-19 | Programmgesteuerte haushaltwaschmaschine mit wasserenthaertungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3839203A DE3839203A1 (de) | 1988-11-19 | 1988-11-19 | Programmgesteuerte haushaltwaschmaschine mit wasserenthaertungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3839203A1 true DE3839203A1 (de) | 1990-05-23 |
Family
ID=6367519
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3839203A Withdrawn DE3839203A1 (de) | 1988-11-19 | 1988-11-19 | Programmgesteuerte haushaltwaschmaschine mit wasserenthaertungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3839203A1 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10355454A1 (de) * | 2003-11-27 | 2005-06-23 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Wasserführendes Haushaltsgerät |
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| EP2377450A3 (de) * | 2010-04-14 | 2017-04-19 | BSH Hausgeräte GmbH | Geschirrspülmaschine mit einer Wasserzulaufeinrichtung |
| US9637856B2 (en) | 2011-08-01 | 2017-05-02 | Electrolux Home Products N.V. | Laundry washing machine |
| US9663892B2 (en) | 2011-08-01 | 2017-05-30 | Electrolux Home Products Corporation N.V. | Laundry washing machine |
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| CN112481942A (zh) * | 2020-12-10 | 2021-03-12 | 深圳市道中创新科技有限公司 | 洗涤剂投放装置、方法、计算机设备及存储介质 |
-
1988
- 1988-11-19 DE DE3839203A patent/DE3839203A1/de not_active Withdrawn
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| US10385500B2 (en) | 2011-08-01 | 2019-08-20 | Electrolux Home Products Corporation N.V. | Laundry washing machine with a water softening device |
| CN112481942A (zh) * | 2020-12-10 | 2021-03-12 | 深圳市道中创新科技有限公司 | 洗涤剂投放装置、方法、计算机设备及存储介质 |
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