DE3838981A1 - Ruehrwerkskugelmuehle - Google Patents
RuehrwerkskugelmuehleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rührwerkskugel
mühle nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Rührwerkskugelmühlen für die Zerkleinerung von Fest
stoffen sind seit langer Zeit bekannt. In der Praxis
werden sie fast ausschließlich für die sogenannte Naß
zerkleinerung eingesetzt, d. h. die zu mahlenden Fest
stoffe werden in einer Suspension oder Dispersion mit
einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, Lösungsmittel, Binde
mittellösung od. dgl., zerkleinert und hierbei gleich
zeitig in der Flüssigkeit dispergiert. Es ist auch be
reits bekanntgeworden, Rührwerkskugelmühlen für eine
sogenannte Trockenzerkleinerung, d. h. für eine Zer
kleinerung von Feststoffen ohne Anwesenheit einer
Flüssigkeit, einzusetzen. In der Praxis hat sich dies
jedoch nicht bewährt.
Aus der DE-PS 14 82 391 (entsprechend US-PS 33 11 310)
ist eine Rührwerkskugelmühle mit einem im wesentlichen
vertikal angeordneten zylindrischen Mahlbehälter be
kannt, in dem ein konzentrisch angeordnetes Rührwerk
hochtourig antreibbar angeordnet ist. Dieses besteht
aus einer Rührwelle mit daran befestigten, im wesent
lichen radial abstehenden Rührwerkzeugen in Form von
ringförmigen Scheiben oder Rührarmen od. dgl. Der Mahl
raum dieser Rührwerkskugelmühle ist beispielsweise mit
Sand als Mahlhilfskörper oder mit entsprechenden Mahl
hilfskörpern aus Glas, Stahl oder einem anderen geeig
neten harten Material bis zu 75% seines freien Volu
mens gefüllt. Eine Mahlgutsuspension wird am unteren
Ende des Mahlbehälters mittels einer Pumpe in den
Mahlraum gedrückt und verläßt den Mahlraum am oberen
Ende nach Passieren einer Mahlgut-Mahlhilfskörper-
Trenneinrichtung. Diese weist einen an einem Deckel
des Mahlbehälters befestigten Ring und eine mit der
Rührwelle umlaufende Scheibe auf. Zwischen dieser und
dem Ring ist ein sich konisch vom Mahlraum nach außen
erweiternder Trennspalt ausgebildet, dessen Breite
kleiner ist als der Durchmesser der kleinsten einge
setzten Mahlhilfskörper. Die Spaltbreite ist durch
axiale Verschiebung der Scheibe relativ zum Ring ein
stellbar. Eine derartige Trenneinrichtung läßt - im
Gegensatz zu einem einfachen Sieb od. dgl. als Trenn
einrichtung - das Mahlen von Mahlgut hoher Viskosität,
wie z. B. hochviskoser Druckfarben, Schokoladenmassen
od. dgl., zu. Auch bei diesen Rührwerkskugelmühlen, die
auch horizontal oder in einer geneigten Zwischenstel
lung zwischen vertikal und horizontal angeordnet wer
den können, ist eine sogenannte Trockenzerkleinerung
von Feststoffen nicht möglich. Diese bekannten Rühr
werkskugelmühlen sind üblicherweise mit einem die
Mahlraumwand einschließenden Temperiermantel umgeben,
der üblicherweise zum Kühlen, d. h. zur Abfuhr der beim
Mahlen eingebrachten und in Wärme umgesetzten Energie
dient. Gerade bei hochviskosen Mahlgütern nimmt die
Viskosität sehr ausgeprägt mit abnehmender Temperatur
zu. Dies hat zur Folge, daß sich im Bereich der Mahl
raumwand aufgrund der dort intensiveren Kühlung eine
Grenzschicht aus Mahlgut besonders hoher Viskosität
aufbaut, welche wiederum durch ihre Isolierwirkung den
Wärmetransport von dem weiter innen im Mahlraum be
findlichen Mahlgut zur Mahlraumwand behindert oder
sogar nahezu unmöglich macht. Dies führt zu einer Ein
schränkung der Einsatzmöglichkeiten solcher Rührwerks
kugelmühlen.
Es sind Rührwerkskugelmühlen zum Einsatz für eine
Trockenzerkleinerung von Feststoffen bekanntgeworden.
Der Grundaufbau der Rührwerkskugelmühle, nämlich ein
etwa vertikal angeordneter zylindrischer Mahlbehälter
und ein konzentrisch hierin angeordnetes hochtourig
antreibbares Rührwerk und eine Mahlhilfskörper-Teil
füllung des Mahlraums, ist hierbei beibehalten worden.
Der zu zerkleinernde Feststoff wird dem Mahlraum von
unten mittels Luft zugeführt und verläßt den Mahlraum
unter Ausnutzung der Transportwirkung des Luftstromes
am oberen Ende. Bei praktischen Erprobungen hat sich
herausgestellt, daß die Verweilzeit der zu zerklei
nernden Feststoffpartikel im Mahlraum so stark streut,
daß das Mahlergebnis völlig unbefriedigend ist, da
keine ausreichend einheitliche Partikelfeinheit des
Feststoffes erreicht wird. Außerdem lagert sich das
Mahlgut an der Mahlraumwand an und führt zu einem
Belag mit einer solchen Stärke, daß der Betrieb der
Mühle erheblich gestört werden kann.
Aus der DE-PS 28 11 899 (entsprechend US-PS 43 04 362)
ist eine Rührwerkskugelmühle mit einem spaltförmigen
Mahlraum bekanntgeworden. Hierbei ist zwischen einem
Rotor und einem Stator ein spaltförmiger Mahlraum aus
gebildet, der im Gesamtquerschnitt eine Kegelform hat.
Die Mahlhilfskörper wälzen sich hierbei auf der Ober
fläche des Rotors bzw. des Mahlbehälters ab. Die Mahl
hilfskörper sind hierbei nicht frei beweglich. Aus
diesem Grunde ist eine Trockenzerkleinerung ausge
schlossen.
Aus der DE-OS 35 36 454 ist eine Ringspalt-Kugelmühle
zum kontinuierlichen Feinstzerkleinern von minerali
schen Hartstoffen bekannt, bei der in einem geschlos
senen Mahlbehälter ein Rotor angeordnet ist, dessen
Außenfläche mit der Innenfläche des Mahlbehälters
einen Mahlspalt begrenzt. In diesem Mahlspalt sind
Mahlhilfskörper angeordnet. Das Oberteil und das
Unterteil des Rotors verjüngen sich in entgegenge
setzte Richtungen. Hierbei ist nicht nur der Rotor
sondern auch der Mahlbehälter mit einem eigenen Dreh
antrieb versehen. Zur Veränderung der Mahlspaltbreite
kann der Rotor bzw. der Mahlbehälter quer zu den Mit
telachsen von Rotor und Mahlbehälter verschoben wer
den, wodurch eine veränderbare Exzentrizität zwischen
Rotor und Mahlbehälter erreichbar ist. Auch hier ist
eine freie Beweglichkeit der Mahlhilfskörper nicht
gewährleistet.
Aus der DE-AS 12 23 236 ist eine Rührwerkskugelmühle
der gattungsgemäßen Art bekannt, bei der der Mahlbe
hälter um die mit der Rührwerksachse konzentrische
Mittel-Längs-Achse des Mahlraums drehantreibbar ist,
um aufgrund der hierdurch auf die Mahlhilfskörper aus
geübten Zentrifugalkräfte zu verhindern, daß diese zu
einer radial innenliegenden Mahlgutaustrittsöffnung
strömen. Damit sind die Mahlhilfskörper weitgehend dem
Einfluß der Rührwerkzeuge entzogen, so daß die Mahl
wirkung dieser Rührwerkskugelmühle sehr gering ist. Im
Falle einer Trockenmahlung würden sich Mahlgut und
Mahlhilfskörper an der sich drehenden Mahlrauminnen
wand anlagern, so daß Mahlgut und Mahlhilfskörper
keine Relativbewegung zueinander ausführen würden.
Aus der DE-PS 28 06 315 (entsprechend US-PS 42 43 183)
ist eine Aufbereitungs- und Zerkleinerungsvorrichtung
bekannt, die aus einer drehbaren Trommel mit darin
angeordneten Rotoren besteht. Diese Vorrichtung wird
zur Verarbeitung, Aufbereitung, Mischung und Zerklei
nerung von voluminösen, sperrigen, groben und harten
Materialien verwendet. Aus diesem Grunde sind die
Rotoren mit Spaltwerkzeugen besetzt, die ein "Prall
reißen" der zu zerkleinernden Materialien ausführen.
Sprödbrüchige Materialien werden hierbei überwiegend
durch Prall beansprucht, während zähe Materialien
zerrissen werden. Zusätzlich können in diese Vorrich
tung Kugeln eingegeben werden, wobei in diesem Fall
die Spaltwerkzeuge der Rotoren als Schleuderwerkzeuge
dienen. Diese Kugeln üben hierbei nur eine Zerkleine
rungshilfe, insbesondere durch Oberflächenbeaufschla
gung der zu zerkleinernden Materialien, aus. Eine
Feinstzerkleinerung wie bei Rührwerkskugelmühlen ist
hiermit nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rühr
werkskugelmühle der gattungsgemäßen Art so weiterzu
bilden, daß sowohl eine Naßzerkleinerung als auch eine
Trockenzerkleinerung möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst. Über
raschenderweise können mit der erfindungsgemäßen Rühr
werkskugelmühle sowohl die für Rührwerkskugelmühlen
üblichen Naßmahlungen, d. h. Naßzerkleinerungsprozesse
als auch eine sogenannte Trockenzerkleinerung durch
geführt werden. Durch die exzentrische Anordnung des
Rührwerks zum Mahlraum wird einerseits die freie Be
weglichkeit der Mahlhilfskörper sichergestellt, ande
rerseits bilden sich Kompressions- und Dispergier
zonen, welche sowohl zu einer Verbesserung des Wärme
transports als auch zu einer Vermeidung von Belagbil
dung an der Behälterinnenwand führen, so daß das Zu
sammenwirken der exzentrischen Anordnung des Rührwerks
relativ zum Mahlraum als auch die eigenständige Dreh
bewegung der Mahlraumwand wesentlich sind. Die Dreh
zahl bzw. die Umfangsgeschwindigkeit der Mahlraumwand
ist hierbei von Bedeutung für die Häufigkeit der Be
anspruchung jedes einzelnen Mahlgutpartikelchens, wäh
rend die Drehzahl des Rührwerkes für die Intensität
der Bearbeitung von Bedeutung ist. Zur Optimierung der
Mahlwirkung ist also die Drehzahl des Mahlbehälters
mit der Drehzahl des Rührwerks abzustimmen.
Durch die Drehbewegung des Mahlbehälters und die
exzentrische Anordnung der Rührwerkswelle relativ zum
Mahlraum wird das Mahlgut-Mahlhilfskörper-Gemisch
zwangsläufig in einen verengten Querschnittsbereich
höchster Mahlbeanspruchung gefördert. Wird bei gleich
bleibender Umfangsgeschwindigkeit der Mahlraumwand die
Drehzahl des Rührwerks erhöht, so hat dies die Ausbil
dung höherer Scherkräfte zur Folge, wodurch bei Mahl
gütern, welche eine hohe Scherbeanspruchung erforder
lich machen, ein entsprechend hoher Zerkleinerungs
effekt bewirkt wird. Bei einer Erhöhung der Umfangs
geschwindigkeit der Mahlraumwand stellen sich höhere
auf die Mahlhilfskörper wirkende Zentrifugalbeschleu
nigungen ein, die zu einer Verdichtung der Mahlhilfs
körper und der gröberen Mahlgutbestandteile im Bereich
der Mahlraumwand führen. Dies hat zur Folge, daß die
gröberen, einer stärkeren Zerkleinerung bedürfenden
Mahlgutpartikel besonders intensiv einer Zerkleine
rungswirkung unterworfen werden. Bedeutsam für das
Mahlen ist auch die Exzentrizität des Rührwerks rela
tiv zum Mahlraum. Bei größerer Exzentrizität, d. h. bei
kleinerem radialem Abstand des Außenumfangs des Rühr
werks zur Mahlraumwand werden die Scherkräfte, ausge
löst durch die Drehbewegungen von Mahlbehälter und
Rührwerk, in einer räumlich kleineren Erstreckung zur
Einwirkung auf das Mahlgut gebracht. Zwangsläufig
nimmt der Einfluß des sichelförmigen, spaltförmigen
Intensivmahlraumes, also des Teils des Mahlraums mit
verengtem Querschnitt, zu, den das Mahlgut wegen der
Transportwirkung des sich drehenden Mahlbehälters pas
sieren muß. Nach Passieren der Zone höchster Beanspru
chung gelangt das Mahlgut in eine sogenannte Disper
gierzone, die ebenfalls noch im verengten Quer
schnittsbereich ist. In der Dispergierzone werden die
neu geschaffenen Oberflächen der zerkleinerten Mahl
gutpartikel beispielsweise mit der Flüssigkeit be
netzt, so daß nicht nur eine Reagglomeration vermie
den, sondern auch eine Stabilisierung der Mahlgutsus
pension bzw. Mahlgutdispersion erreicht wird. Dieser
Effekt von Zerkleinerung und anschließender Dispergie
rung wiederholt sich. Auch bei einer Trockenzerkleine
rung wird eine Reagglomeration in dem dem engsten
Querschnittsbereich zwischen Rührwerk und Mahlraumwand
folgenden verengten Querschnittsbereich vermieden.
Durch den der Mahlraumwand zugeordneten Umlenker, der
dort gleichzeitig auch als Abstreifer wirken kann, ist
es möglich, die Mahlgut-Mahlhilfskörper-Strömung in
den Bereich optimaler Mahlbeanspruchung zu lenken. Die
geschilderten Effekte werden hierdurch also noch wei
ter optimiert. Vorteilhafte Einzelheiten bezüglich der
Anordnung und Ausgestaltung des Umlenkers ergeben sich
aus den Ansprüchen 2 bis 6. Ein Zahlenbereich für die
Exzentrizität ist in Anspruch 7 angegeben.
Die eingangs erläuterten Mahleffekte einerseits und
Dispergiereffekte andererseits im Zusammenwirken zwi
schen rotierender Mahlraumwand und Rührwerk werden
durch die in den Ansprüchen 8 bis 11 angegebenen
Anordnungsmaßnahmen für den Umlenker optimiert, da
hierdurch erreicht wird, daß sich besonders intensive
Strömungen einstellen.
Bei horizontaler Anordnung der Rührwerkskugelmühle,
also bei liegender Anordnung des Mahlbehälters führen
die Maßnahmen nach Anspruch 12 dazu, daß der Umlenker
sich im Bereich besonders geringer Mahlkörperkonzen
trationen befindet.
Durch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 13 und 14 wird
es ermöglicht, verschiedene Mahlgut-Komponenten an
verschiedenen Stellen des Mahlraumes und damit zu
unterschiedlichen Zeitpunkten der Mahlung dem Mahl
prozeß zuzuführen.
Die Weiterbildung nach Anspruch 16, insbesondere in
der Ergänzung nach Anspruch 17, ist insbesondere bei
der Trockenzerkleinerung von Vorteil. Durch gezielte
Drehzahleinstellung von Rührwerk und Mahlbehälter kann
eine besonders günstige Form der trombenförmigen Ober
fläche des Mahlgut-Mahlhilfskörper-Gemisches erreicht
werden. Durch die Drehbewegung des Mahlbehälters er
gibt sich darüber hinaus ein gewisser Sichtvorgang,
wonach gröbere Partikel mehr in die radial äußeren
Bereiche des Mahlraums gelangen. Hierdurch wird durch
die größere Konzentration von Mahlhilfskörpern im
radial äußeren Bereich der Mahlvorgang verbessert. Die
Spülluftzufuhr unterstützt den Sichtvorgang.
Wenn gemäß Anspruch 18 der Mahlraumboden in Richtung
der Mittel-Längs-Achse des Mahlraums verschiebbar ist,
so kann hierdurch einerseits die relative Mahlhilfs
körper-Füllung des Mahlraums und damit der Mahleffekt
verändert werden. Des weiteren kann im Zusammenhang
mit den Maßnahmen nach den Ansprüchen 16 und 17 der
Abstand der trombenförmigen Oberfläche des Mahlgut-
Mahlhilfskörper-Gemisches relativ zur Absaugein
richtung eingestellt werden.
Die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 20 bis 22 führt
zu einer besonderen Intensivierung der Mahlung.
Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 23 und 24 ermögli
chen in besonderer Weise eine Trockenzerkleinerung
oder eine Naßmahlung von Mahlgut extrem hoher Visko
sität. Die Weiterbildung nach den Ansprüchen 25 bis 28
schafft hierbei neben einer besonders günstigen Mög
lichkeit zur Einstellung einer variablen Trennspalt
breite die Möglichkeit, die Mahlhilfskörper aus dem
Mahlraum abzuziehen.
Um ein möglichst enges Verweilzeitspektrum für die
einzelnen Mahlgutpartikel im Mahlraum zu erreichen,
ist die Weiterbildung nach Anspruch 29 von Vorteil,
wodurch erreicht wird, daß der zugeführte Mahlgut
mengenstrom jeweils exakt dem Mengenstrom an ausge
tragenem feingemahlenem Mahlgut entspricht.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen können generell bei
kontinuierlich arbeitenden Rührwerkskugelmühlen einge
setzt werden, denen also stetig zu mahlendes Mahlgut
zugeführt und in entsprechender Weise gemahlenes
Mahlgut entnommen wird, aber auch bei chargenweise
arbeitenden Rührwerkskugelmühlen eingesetzt werden.
Von größerem Vorteil sind die erfindungsgemäßen Maß
nahmen insgesamt aber bei kontinuierlich arbeitenden
Rührwerkskugelmühlen.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung von mehreren Ausführungsbeispielen erfindungs
gemäßer Rührwerkskugelmühlen. Es zeigt
Fig. 1 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine Rührwerkskugelmühle gemäß der Erfindung
in schematischer Darstellung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Rührwerkskugel
mühle nach Fig. 1 in einer Ausführung für
gegensinnigen Antrieb von Mahlbehälter und
Rührwerk,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Rührwerkskugel
mühle nach Fig. 1 in einer Ausgestaltung für
gleichsinnigen Antrieb von Rührwerk und Mahl
behälter,
Fig. 4 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine zweite Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 5 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine dritte Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 6 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine vierte Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 7 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine fünfte Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 8 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine sechste Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 9 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine siebte Ausführungsform einer Rührwerks
kugelmühle nach der Erfindung in schematischer
Darstellung,
Fig. 10 einen Schnitt durch eine Rührwerkskugelmühle
nach Fig. 9 in einer Ausgestaltung für gegen
sinnigen Antrieb von Rührwerk und Mahlbe
hälter,
Fig. 11 einen Schnitt durch eine Rührwerkskugelmühle
nach Fig. 9 in einer Ausgestaltung für einen
gleichsinnigen Antrieb von Rührwerk und Mahl
behälter,
Fig. 12 einen vertikalen Mittel-Längs-Schnitt durch
eine Rührwerkskugelmühle nach der Erfindung
mit zwei Rührwerken in schematischer Darstel
lung und
Fig. 13 einen horizontalen Schnitt durch die Rühr
werkskugelmühle nach Fig. 12.
Die in Fig. 1 dargestellte Rührwerkskugelmühle weist
einen im wesentlichen zylindrischen Mahlbehälter 1
auf, der mit einem Temperiermantel 2 versehen ist. In
den Temperiermantel 2 mündet einerseits ein Zulauf 3
und andererseits ein Ablauf 4 für ein Temperiermedium,
also für ein Kühl- oder Heizmedium, das den Temperier
mantel 2 entsprechend dem dort eingezeichneten Durch
fluß-Richtungspfeil 5 durchfließt. Der zylindrische
Mahlbehälter 1 weist eine Mittel-Längs-Achse 6 auf,
die vertikal verläuft, d. h. der Mahlbehälter 1 steht
vertikal. Der Mahlbehälter 1 ist unten durch einen
vertikal zur Achse 6 verlaufenden Boden 7 verschlos
sen. Der Mahlbehälter 1 stützt sich über ein konzen
trisch zur Achse 6 angeordnetes, als Axial-Kugellager
ausgebildetes Drehlager 8 gegenüber einem nur angedeu
teten Maschinengestell 9 ab, d. h. der Mahlbehälter 1
ist um seine Mittel-Längs-Achse 6 drehbar. Als Dreh
antrieb für den Mahlbehälter 1 ist ein gegenüber dem
Maschinengestell 1 abgestützter Mahlbehälter-Antriebs
motor 10 vorgesehen, dessen Welle 11 parallel zur
Achse 6 angeordnet ist und über ein Reibrad-Getriebe
12 den Mahlbehälter 1 antreibt. Hierzu ist auf der
Welle 11 ein Reibrad 13 angebracht, das gegen eine
ringzylindrische, außen auf dem Mahlbehälter 1 ange
brachte Reibfläche 14 anliegt. Aufgrund des großen
Unterschiedes zwischen dem Durchmesser der ringzylin
drischen Reibfläche 14 einerseits und des Reibrades 13
andererseits kann ein Antrieb des Mahlbehälters 1 mit
einer relativ niedrigen Drehzahl erfolgen.
Im Mahlbehälter 1 ist ein Rührwerk 15 angeordnet, das
im wesentlichen und insoweit in üblicher Weise aus
einer Rührwerkswelle 16 und auf dieser angeordneten
Rührwerkzeugen 17 besteht. Bei den Rührwerkzeugen 17
kann es sich um Rührscheiben mit Durchtrittsöffnun
gen 18 handeln. Die Rührwerkswelle 16 ist in ihrem dem
Boden 7 entgegengesetzten oberen Bereich in einem
Rührwellen-Lager 19 fliegend gelagert. Dieses Lager
ist in einer nicht drehbaren, in nicht dargestellter
Weise gegenüber dem Maschinengestell 9 abgestützten,
stirnseitigen Abdeckung 20 gehalten. Zwischen der Ab
deckung 20 und einem Mahlbehälter-Deckel 21 befindet
sich eine Dichtung 22, die konzentrisch zur Mittel-
Längs-Achse 6 des Mahlbehälters angeordnet ist.
Das Rührwerk 15 wird mittels eines mit dem Maschinen
gestell 9 in nicht dargestellter Weise verbundenen
Rührwerk-Antriebsmotors 23 angetrieben, dessen Welle
24 parallel zur Rührwerksachse 25 verläuft. Der An
trieb wird mittels eines Riementriebs 26 auf die
Rührwerkswelle 16 übertragen. Die Rührwerksachse 25
und die Mittel-Längs-Achse 6 verlaufen parallel
zueinander und sind um eine Exzentrizität e gegen
einander versetzt.
In der nicht drehbaren Abdeckung 20 des Mahlbehälters
1 sind Zugabeeinrichtungen für verschiedene Komponen
ten angeordnet, die im Mahlbehälter 1 zusammengebracht
und behandelt werden sollen. Im vorliegenden Fall han
delt es sich um eine Zuführ-Schnecke 27, mittels der
über einen Eingabetrichter 28 zugeführter zu zerklei
nernder Feststoff in ein Zugaberohr 29 und durch
dieses in den im Mahlbehälter 1 befindlichen Mahlraum
30 gefördert wird. Weiterhin ist ein Zuleitungsrohr 31
vorgesehen, das durch die Abdeckung 20 hindurch in den
Mahlraum 30 führt und durch das Flüssigkeit mittels
einer Pumpe 32 zugeführt wird. Der Mahlraum 30 ist zu
mindestens 50% mit Mahlhilfskörpern 33 gefüllt. Diese
Angabe bezieht sich auf das Schüttvolumen der Mahl
hilfskörper 33 im freien Mahlraum 30. Der freie Mahl
raum 30 ist gleich dem Volumen des Mahlbehälters 1 ab
züglich des Volumens des in ihm befindlichen Rühr
werks 15.
Das Mahlgut fließt aus dem Mahlraum 30 nach unten
durch einen Mahlgut-Auslaßkanal 34 ab. Zur Trennung
der Mahlhilfskörper 33 von dem im Mahlraum 30 behan
delten Mahlgut ist eine Ringspalt-Trenneinrichtung 35
vorgesehen, bei der zwischen einem im Boden 7 des
Mahlbehälters 1 konzentrisch zu dessen Achse 6 ange
brachten und mit diesem umlaufenden Ring 36 und einer
Scheibe 37 ein Trennspalt 38 ausgebildet ist, dessen
Breite a deutlich kleiner ist als der Durchmesser b
der kleinsten verwendeten Mahl-Hilfskörper 33. Übli
cherweise ist die Breite a kleiner als der halbe
kleinste Durchmesser b. Die Scheibe 37 ist mittels
eines nicht dargestellten Antriebs um die Achse 6
drehantreibbar. Sie kann außerdem in Richtung der
Achse 6 verschoben werden, wodurch die Breite a des
Trennspaltes 38 verändert wird, da dieser kegel
stumpfförmig ausgebildet ist. Derartige Ringspalt-
Trenneinrichtungen 35 sind bei Rührwerksmühlen all
gemein bekannt.
Die Zuführung des Temperiermediums durch den Zulauf 3
und dessen Abführung durch den Ablauf 4 erfolgt über
eine übliche Rohr-Dreh-Kupplung 39, die mittels einer
Dichtung 40 gegenüber dem Maschinengestell 9 abge
dichtet ist.
Im Mahlraum 30 ist ein Umlenker 41 angeordnet, der
sich in der Nähe bzw. an der den Mahlraum 30 nach
außen begrenzenden zylindrischen Mahlraumwand 42 des
Mahlbehälters 1 befindet. Er erstreckt sich im wesent
lichen über die axiale Länge der zylindrischen Mahl
raumwand 42. Er ist mittels eines oberen sich im
wesentlichen radial nach innen erstreckenden Haltearms
43 mit der nicht drehbaren Abdeckung 20 bzw. dem fest
mit dieser verbundenen Lager 19 verbunden. Wie insbe
sondere Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist, ist der mit
einer ebenen oder gegebenenfalls auch gewölbt ausge
bildeten, der Achse 6 zugewandten Umlenkfläche 44
versehene Umlenker 41 nicht radial und nicht tangen
tial zur zylindrischen Mahlraumwand 42 angeordnet,
sondern gegenüber einer Tangente 45 zur Mahlraumwand
42 um einen Winkel c angestellt, der zwischen 10 und
50° beträgt. Der Umlenker 41 ist stets so angeordnet,
daß er eine auftreffende Mahlgut-Mahlhilfskörper-Strö
mung radial nach innen umlenkt. Er weist eine der
Mahlraumwand 42 zugewandte Spitze 46 auf, so daß er
auch als Mahlraumwand-Abstreifer wirken kann. Die
Breite f des Umlenkers 41 im Querschnitt beträgt etwa
5 bis 20% des Durchmessers D des Mahlraums 30. Die
Exzentrizität e ist etwa 2,5 bis 15% des Mahlraum
durchmessers D. Für den Durchmesser d des Rührwerks 15
gilt als Bedingung D < d + e. Der Umlenker 41 verjüngt
sich von oben nach unten, d. h. seine Breite f ist be
nachbart zum Boden 7 geringer als am oberen Ende. Dies
hat den Zweck, Pressungen der Mahlhilfskörper 33 ins
besondere beim Anfahren der Rührwerkskugelmühle zu
vermeiden. Der vorstehende Bereich der Breite f be
zieht sich auf das breite wie auf das schmale Ende des
Umlenkers 41.
Die Drehrichtung 47 des Rührwerks 15 wird in der Regel
entgegengesetzt zur Drehrichtung 48 des Mahlbehäl
ters 1 sein (siehe Fig. 2). Im allgemeinen soll die
Umfangsgeschwindigkeit des Rührwerks 15 größer sein
als die Umfangsgeschwindigkeit der Mahlraumwand 42, um
im Bereich des Rührwerks 15 und insbesondere im Be
reich zwischen den Rührwerkzeugen 17 höhere Fließge
schwindigkeiten des Mahlgutes zu erreichen, da der
freie Fließquerschnitt für das Mahlgut in diesem Be
reich aufgrund des Vorhandenseins der Rührwerkzeuge 17
reduziert ist. Die Drehrichtung 47′ des Rührwerks 15
kann aber auch gleichsinnig zur Drehrichtung 48 des
Mahlbehälters 1 verlaufen (siehe Fig. 3). Ein solcher
gleichsinniger Antrieb von Mahlbehälter 1 und Rührwerk
15 kann bei schwer fließfähigem Mahlgut zweckmäßig
sein, da hierdurch verhindert werden kann, daß das
schwer fließfähige Mahlgut in bestimmten Bereichen nur
umgewälzt wird, was sonst beim Zusammentreffen einan
der entgegengesetzter Strömungen bei gegensinnigem
Antrieb von Mahlbehälter 1 und Rührwerk 15 der Fall
sein könnte. Bei einem gleichsinnigen Antrieb tritt im
Bereich einer Verengung des Mahlraumquerschnittes
zwischen Rührwerk 15 und Mahlraumwand 42 aufgrund der
exzentrischen Anordnung des Rührwerks 15 relativ zum
Mahlbehälter 1 ein Pumpeffekt auf, durch den verhin
dert wird, daß das Mahlgut nur örtlich umgewälzt wird.
Wie Fig. 2 entnehmbar ist, ist der Umlenker 41 bei
gegensinnigem Antrieb am Anfang eines solchen vereng
ten Querschnittsbereiches 49 zwischen Mahlraumwand 42
und Rührwerk 15 angeordnet, wobei als verengter Quer
schnittsbereich 49 die Mahlraumhälfte gilt, in der das
Rührwerk 15 angeordnet ist und die durch eine (gedach
te), die Achse 6 aufnehmende Mittel-Längs-Ebene be
grenzt wird, die normal zu einer Ebene liegt, die die
Achsen 6 und 25 aufnimmt. Bei gleichsinnigem Antrieb
ist der Umlenker 41 gemäß Fig. 3 am Ende des verengten
Querschnittsbereiches 49 angeordnet. Die sich einstel
lenden Strömungen werden durch die Strömungsrichtungs
pfeile 50 (Fig. 2) bzw. 50′ (Fig. 3) wiedergegeben.
Der Zerkleinerungeffekt selber erfolgt in der üblichen
Weise dadurch, daß die Mahlhilfskörper 33 vom Rührwerk
15 bzw. der Mahlraumwand 42 beschleunigt bzw. abge
bremst werden und durch die Bewegung der Mahlhilfs
körper 33 die im Mahlgut befindlichen Feststoffe zer
kleinert und in der Flüssigkeit dispergiert werden.
Der kleinste Abstand h zwischen Rührwerk 15 und Mahl
raumwand 42, also zwischen dem jeweiligen äußeren Ende
eines Rührwerkzeuges 17 und der Mahlraumwand 42 liegt
im Bereich von 3 bis 15% des Durchmessers D des Mahl
raums 30. Wie der Zeichnung weiterhin zu entnehmen
ist, ist das Gesamtvolumen des Rührwerks 15 klein im
Verhältnis zum Volumen des Mahlraums 30. Es ist in je
dem Fall höchstens 20% des Volumens des Mahlraums 30.
Regelmäßig wird das Volumen des Rührwerks 15 kleiner
als 10% des Volumens des Mahlraums 30 sein.
Soweit bei den nachfolgend beschriebenen Ausführungs
formen Teile identisch mit zuvor beschriebenen Teilen
sind, werden identische Bezugsziffern verwendet, ohne
daß es einer erneuten Beschreibung bedarf. Soweit
Teile bei der Ausführungsform nach Fig. 4 funktionell
identisch und nur konstruktiv geringfügig anders sind,
werden dieselben Bezugsziffern mit einem hinzugefügten
"a" verwendet, ohne daß es insoweit im einzelnen einer
erneuten Beschreibung bedarf.
Bei der Rührwerkskugelmühle nach Fig. 4 wird Mahlgut
als Suspension, d. h. also in Form von in Flüssigkeit
suspendierten Feststoffen, mittels einer Mahlgut-Pumpe
51 über eine Mahlgut-Zuführleitung 52 durch den Boden
7 a des Mahlbehälters 1 a zugeführt. Die Zuführung er
folgt mittels einer bekannten Rohr-Dreh-Kupplung 39 a,
durch die auch der Zulauf 3 und der Ablauf 4 für das
Temperiermedium geführt sind. Die Abfuhr des gemahle
nen Mahlgutes erfolgt im oberen Bereich des Mahlbe
hälters 1 a durch eine Ringspalt-Trenneinrichtung 53.
Diese weist einen Trennspalt 54 auf, der zwischen
einem mit der Oberseite des Mahlbehälters 1 a fest
verbundenen Ring 55 und einer am Rührwellen-Lager 19
angebrachten Deckelscheibe 56 ausgebildet ist. Bezüg
lich seiner Breite im Verhältnis zum Durchmesser der
kleinsten Mahlhilfskörper 33 gilt das oben zu Fig. 1
Gesagte. Das von Mahlhilfskörpern 33 befreite Mahlgut
läuft hinter der Trenneinrichtung 53 in eine ring
förmige Auslauftasse 57 und von dort in eine Auslauf
rinne 58. Das Lager 19 ist bei dieser Ausgestaltung
mittels eines Tragarms 59 am Maschinengestell 9 be
festigt. Der Umlenker 41 a ist an der Deckelscheibe 56
befestigt und damit ebenfalls ortsfest zum Mahlbe
hälter 1 a und zum Rührwerk 15.
Soweit bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 mit den
bisher beschriebenen Teilen funktionell gleiche aber
konstruktiv etwas geänderte Teile vorhanden sind, wer
den die bisherigen Bezugsziffern unter Hinzusatz eines
"b" verwendet, ohne daß es jeweils einer gesonderten
neuen Beschreibung bedarf. Der Mahlbehälter 1 b ist le
diglich aus Gründen der Zeichnungsvereinfachung ohne
Temperiermantel dargestellt. Er weist in seiner Ab
deckung 20 b, die mit dem Rührwellen-Lager 19 fest ver
bunden ist, eine Mahlgut-Zugabeöffnung 60 auf, durch
die das Mahlgut entweder als trockener Feststoff, als
vorgemischte Suspension oder in getrennten Zugabeströ
men von Feststoff und Flüssigkeit in den Mahlraum 30
eingegeben werden kann. Das Lager 19 und damit auch
die Abdeckung 20 b sind mittels eines nur angedeuteten
Tragarms 59 gegenüber dem Maschinengestell 9 b abge
stützt.
Im Boden 7 b des Mahlbehälters 1 b ist - konzentrisch zu
dessen Mittel-Längs-Achse 6 - eine Mahlgut-Mahlhilfs
körper-Trenneinrichtung 61 vorgesehen, die eine in den
Boden 7 b eingelegte Auslaßplatte 62 aufweist, deren
Austrittsöffnungen 63 einen Durchmesser g aufweisen,
der deutlich größer als der Durchmesser b der Mahl
hilfskörper 33 ist. Es ist weiterhin eine unterhalb
der Auslaßplatte 62 angeordnete Verschlußplatte 64
vorgesehen, die über ein Drehlager 65 auf einem Win
kelhebel 66 abgestützt ist. Der Winkelhebel 66 ist mit
seinem mittleren Schwenklager 67 am Maschinengestell
9 b schwenkbar gelagert. An seinem anderen Ende greift
ein als hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbarer
Kolben-Zylinder-Antrieb ausgebildeter Verstellantrieb
68 an, der ebenfalls am Maschinengestell 9 b abgestützt
ist. Die Austrittsöffnungen 63 der Auslaßplatte 62 er
weitern sich kegelstumpfförmig, also konisch nach
unten. In ihnen sind entsprechende Füllkörper 69 ange
ordnet, die auf der Verschlußplatte 64 angeordnet
sind. Wenn durch entsprechende Betätigung des Ver
stellantriebes 68 die Verschlußplatte 64 in ihre der
Auslaßplatte 62 nächste Stellung gebracht ist, dann
verschließt jeweils ein Füllkörper 69 eine Austritts
öffnung 63 der Auslaßplatte 62. Wenn der Verstellan
trieb 68 in seine entgegengesetzte Stellung verfahren
ist, in der die Verschlußplatte 64 völlig von der Aus
laßplatte 62 nach unten abgehoben ist, dann kann die
Füllung an Mahlhilfskörpern 33 nach unten durch die
Austrittsöffnungen 63 abgezogen werden. Bei gering
fügig nach unten abgehobener Verschlußplatte 64 bilden
sich Trennspalte 70 zwischen den Füllkörpern 69 und
der Auslaßplatte 62, die aufgrund entsprechender An
steuerung des Verstellantriebes 68 so bemessen sind,
daß die Mahlhilfskörper 63 im Mahlraum 30 zurückge
halten werden, das Mahlgut aber nach unten abgezogen
wird. Je nach Ansteuerung des Verstellantriebes 68
kann also die Breite a der Trennspalte 70 eingestellt
werden und damit die Abzugsgeschwindigkeit des Mahl
gutes.
Der Umlenker 41 b ist über seinen Haltearm 43 b in der
Abdeckung 20 b schwenkbar gelagert. Die Verschwenkbe
wegungen können mittels eines als hydraulisch oder
pneumatisch beaufschlagbarer Kolben-Zylinder-Antrieb
ausgebildeten Schwenkantriebs 71 erfolgen, der am
Maschinengestell 9 b festgelegt ist. Die Dichtung
zwischen der nichtdrehenden Abdeckung 20 b und dem
drehantreibbaren Mahlbehälter 1 b erfolgt entweder
mittels einer Gleitringdichtung 72 (siehe Fig. 5
rechte Seite) oder mittels einer Lippendichtung 73
(siehe Fig. 5 linke Seite).
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 5 ist das Drehlager 8
nicht unmittelbar auf dem Maschinengestell 9 b, sondern
auf einem Wägetisch 74 abgestützt. Dieser ist einer
seits über eine gelenkige Lagerung 75, beispielsweise
eine sogenannte Schneidenlagerung, und andererseits
über eine Gewichts-Meßeinrichtung 76, beispielsweise
eine sogenannte Kraftmeßdose, auf dem Maschinengestell
9 b abgestützt. Von der Meßeinrichtung 76 wird der Ver
stellantrieb 68 über einen Regler 77 in der Weise
angesteuert, daß das Gesamtgewicht der Rührwerksmühle
samt Mahlgut-Mahlhilfskörper-Füllung konstant bleibt,
d. h. das Mahlgut-Füllniveau 78 des Mahlraums 30 wird
konstant gehalten. Mit anderen Worten heißt dies, daß
der Mahlgutauslaß so gesteuert wird, daß die pro Zeit
einheit abgezogene Mahlgutmenge identisch mit der pro
Zeiteinheit zugeführten Menge an Komponenten ist.
Auch für die Ausführungsform nach Fig. 6 gilt wieder,
daß mit den bisher beschriebenen Ausführungsformen
funktionell gleiche aber konstruktiv unterschiedliche
Teile mit derselben Bezugsziffer unter Hinzufügung
eines "c" bezeichnet werden, ohne daß jeweils eine
gesonderte Beschreibung erfolgt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist der Boden 7 c
des Mahlbehälters 1 c völlig geschlossen. Der Abzug des
Mahlgutes erfolgt in gleicher Weise wie bei der Aus
führungsform nach Fig. 4. Zur Zuführung des Mahlgutes
ist im Umlenker 41 c ein Zuführkanal 80 vorgesehen, der
an eine von außen zur Deckelscheibe 56 geführte Zu
führleitung angeschlossen ist, und dessen Zuführöff
nung 82 in der Nähe des Bodens 7 c ist. Im Umlenker 41 c
kann ein weiterer Zuführkanal 83 vorgesehen sein, der
ebenfalls an eine äußere Zuführleitung 84 angeschlos
sen ist und dessen Zuführöffnung 85 deutlich oberhalb
des Bodens 7 c im axial mittleren Bereich des Mahlraums
30 in letzteren einmünden kann. Durch diesen zweiten
Zuführkanal 83 kann beispielsweise eine weitere Kompo
nente zugeführt werden, die erst dann zugeführt werden
soll, wenn die durch die im ersten Zuführkanal 80 in
der Nähe des Bodens 7 c zugeführte Mahlgutkomponente
bereits einen gewissen Zerkleinerungsprozeß durch
laufen hat.
Für die Ausführungsform nach Fig. 7 gilt, daß alle mit
früheren Ausführungsformen funktionell gleichen aber
konstruktiv unterschiedlichen Teile mit derselben Be
zugsziffer mit einem hinzugefügten "d" bezeichnet
sind. In der Abdeckung 20 d des Mahlbehälters 1 d ist
eine Mahlgutzugabe-Öffnung 60 d ausgebildet. Der Boden
7 d ist vollständig geschlossen. Der Umlenker 41 d ist
hohl ausgebildet. Dieser Hohlraum bildet einen Mahl
gut-Ablaufkanal 86 dessen Mahlgut-Einströmöffnung 87
sich in der Nähe des Bodens 7 d befindet. Sie ist mit
einer Trenneinrichtung 88, beispielsweise einem Sieb,
verschlossen, die einen Durchtritt des Mahlgutes er
möglicht, Mahlhilfskörper 33 aber im Mahlraum 30 zu
rückhält. Das Mahlgut strömt durch den Ablaufkanal 86
in eine äußere Mahlgut-Ablaufleitung 89. Der Ablauf
kanal 86 kann - gleichermaßen wie die Zuführkanäle
80, 83 bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 - eine
Breite von nur wenigen Millimetern aufweisen; das
Außenprofil des Umlenkers 41 d bzw. des Umlenkers 41 c
braucht sich daher gegenüber den geschlossenen Aus
führungsformen nach den anderen Ausführungsbeispielen
nicht zu ändern.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 8 werden die von den
vorherigen Ausführungsbeispielen konstruktiv abwei
chenden funktionell identischen Teile mit der bisher
verwendeten Bezugsziffer mit einem hinzugefügten "e"
bezeichnet. Der Mahlbehälter 1 e ist mit einem Boden 7 e
verschlossen, in dem konzentrisch zur Mittel-Längs-
Achse 6 eine Schiebeführung 90 für eine in Richtung
der Achse 6 verschiebbare Führungsstange 91 ausgebil
det ist, an der ein den Mahlraum 30 e begrenzender
Mahlraumboden 92 befestigt ist. Durch entsprechende
Verschiebungen der Führungsstange 91 mittels eines
nicht dargestellten Antriebs wird der Mahlraumboden 92
in Richtung der Achse 6 verstellt, wodurch das Volumen
des Mahlraums 30 e vergrößert oder verkleinert wird.
Die Rührwerkzeuge 17 des Rührwerks 15 e sind nur ange
deutet. Die Rührwerkswelle 16 e ist hohl ausgebildet
und weist einen Mahlgut-Zuführ-Kanal 93 auf, der am
freien Ende der Rührwerkswelle 16 e, also in der Nähe
des Mahlraumbodens 92, durch eine Öffnung 94 in den
Mahlraum 30 e mündet. Durch die Drehbewegung des der
Öffnung 94 benachbarten Rührwerkszeuges 17 wird das
durch den Kanal 93 zugeführte Mahlgut sofort intensiv
mit dem Bett aus Mahlhilfskörpern 33 in Verbindung
gebracht.
Aufgrund der Drehbewegungen von Mahlbehälter 1 e und
Rührwerk 15 e bildet die Oberfläche 95 des Mahlgut-
Mahlhilfskörper-Gemisches eine sogenannte Trombe, d.h.
die Oberfläche 95 stellt sich etwa trompetenförmig
ein. Zwischen der Oberfläche 95 und der oberen Ab
deckung 20 e ist also ein nicht von Mahlgut und/oder
Mahlhilfskörpern 33 gefüllter Freiraum 96. In diesem
Freiraum 96 befindet sich ein in der sich nicht dre
henden Abdeckung 20 e angebrachtes und durch diese
hindurchgeführtes Saugrohr 97, das an seiner unteren,
der Oberfläche 95 zugewandten Seite Sieböffnungen 98
besitzt, die einen Durchtritt der Mahlhilfskörper 33
nicht zulassen. Durch das Saugrohr 97 wird das Mahlgut
bzw. die Feinanteile des Mahlgutes abgesaugt. In der
Abdeckung 20 e ist weiterhin ein in den Freiraum 96
führender Spülluft-Stutzen 99 angeordnet, durch den
Spülluft in den Freiraum 96 eingeblasen wird, die zum
Freiblasen eventuell verstopfter Sieböffnungen 98
dient.
Der als Hubboden dienende höhenverstellbare Mahlraum
boden 92 dient nicht nur zur Einstellung einer unter
schiedlichen Packungsdichte der Mahlhilfskörper 33 im
Mahlraum 30 e, sondern auch dazu, den Abstand zwischen
der Oberfläche 94 des Mahlgut-Mahlhilfskörper-Gemi
sches und den Sieböffnungen 98 des Saugrohres 97 her
zustellen. In Fig. 8 ist der Umlenker nicht darge
stellt; er kann in gleicher Weise ausgebildet sein,
wie in Fig. 4 dargestellt.
Auch bei der Ausführungsform einer Rührwerkskugelmühle
nach den Fig. 9 bis 11 werden mit den vorstehend be
schriebenen Ausführungsformen funktionell gleiche aber
konstruktiv andere Teile mit derselben Bezugsziffer
und einem hinzugefügten "f" bezeichnet. Bei dieser
Rührwerkskugelmühle handelt es sich im Gegensatz zu
den bisher beschriebenen Ausführungsformen, bei denen
es sich um stehende Rührwerkskugelmühlen handelte, um
eine sogenannte liegende Rührwerkskugelmühle. Die
Mittel-Längs-Achse 6 f des Mahlbehälters 1 f verläuft
also horizontal. Gleiches gilt für die Rührwerksachse
25 f des Rührwerks 15 f. Die Rührwerkswelle 16 ist eben
falls fliegend in einem Rührwellen-Lager 19 f gelagert,
das mittels eines Tragarms 59 f auf dem Maschinenge
stell 9 f abgestützt ist. Die Rührwerkzeuge 17 f sind in
diesem Fall als Rührarme ausgebildet.
Der Mahlbehälter 1 f ist im Bereich des Rührwellen-La
gers 19 f mittels Stützrollen 100 gegenüber dem Maschi
nengestell 9 f abgestützt. Im entgegengesetzten Bereich
des eine Stirnseite bildenden Bodens 7 f ist der Mahl
behälter 1 f mit einem hohlen, konzentrisch zur Achse
6 f angeordneten Wellenzapfen 101 versehen, der über
ein Lager 102 gegenüber dem Maschinengestell 9 f abge
stützt ist. Durch den hohlen Wellenzapfen 101 ist eine
Mahlgut-Zuführleitung 52 f geführt, durch die das Mahl
gut in den Mahlraum 30 f eingegeben wird. Der Abzug des
gemahlenen Mahlgutes erfolgt durch eine Ringspalt-
Trenneinrichtung 53 f, die zwischen der Deckelscheibe
56 f und dem Ring 55 f ausgebildet ist. Der Drehantrieb
des Mahlbehälters 1 f erfolgt auch hier über einen
Mahlbehälter-Antriebsmotor 10 und ein Reibrad-Getriebe
12. Der Umlenker 41 ist bei gegensinnigem Antrieb von
Mahlbehälter 1 f und Rührwerk 15 f (siehe Fig. 10) und
auch bei gleichsinnigem Antrieb von Rührwerk 15 und
Mahlbehälter 1 f (siehe Fig. 11) jeweils im oberen Be
reich, d. h. im Bereich der Scheitellinie des Mahlbe
hälters 1 f angeordnet. In diesem Bereich ist die Kon
zentration an Mahlhilfskörpern 33 aufgrund der auf sie
wirkenden Schwerkraft am geringsten. Im übrigen gilt
hinsichtlich der Anordnung des Umlenkers 41 das oben
zu der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 Gesagte.
Bei der Ausführungsform einer Rührwerkskugelmühle nach
den Fig. 12 und 13 werden wiederum für mit bisher be
schriebenen Ausführungsformen funktionell gleiche aber
konstruktiv andere Teile dieselben Bezugsziffern mit
einem hinzugefügten "g" verwendet, ohne daß eine ge
sonderte Beschreibung erfolgt. Im Mahlbehälter 1 g ist
ein Rührwerk 15 g angeordnet, das mit Rührwerkzeugen
17 g in Form von radial abstehenden Stäben versehen
ist. In der Abdeckung 20 g ist gleichermaßen über ein
Rührwellen-Lager 103 ein Zweit-Rührwerk 104 gelagert,
das eine Rührwelle 105 und Rührwerkzeuge 106 aufweist.
Diese überlappen radial die Rührwerkzeuge 17 g des
Rührwerks 15 g und sind zur Vermeidung von Kollisionen
axial gegenüber diesem versetzt. Die Rührwerke 15 g und
104 haben unterschiedliche Durchmesser d bzw. d′. Der
Antrieb des Zweit-Rührwerks 104 erfolgt über einen
Riementrieb 107 von einem nicht dargestellten Motor
aus. Die Exzentrizität e′ der Achse 108 des Zweit-
Rührwerks zur Achse 6 g des Mahlbehälters 1 g ist anders
als die Exzentrizität e. Wie aus Fig. 13 ersichtlich
ist, laufen der Mahlbehälter 1 g, das Rührwerk 15 g und
das Rührwerk 106 gleichsinnig um, wobei die Drehrich
tung des Zweit-Rührwerks mit 109 bezeichnet ist.
Selbstverständlich können auch alle beliebigen und
möglichen Kombinationen von gegensinnigen Drehrich
tungen angewendet werden.
Die Angaben über den Abstand des Rührwerks 15 g von der
Mahlraumwand gelten auch für das Zweit-Rührwerk 104.
Für beide Rührwerke 15 g und 104 gilt auch die obige
Angabe, daß deren Gesamtvolumen höchstens 20% des
Volumens des Mahlraums 30 g beträgt.
Claims (34)
1. Rührwerkskugelmühle mit einem Mahlbehälter (1) mit
einem durch eine Mahlraumwand (42) begrenzten zylin
drischen Mahlraum (30) und mit mindestens einem in
letzterem angeordneten, mit abstehenden Rührwerkzeugen
(17, 106) versehenen Rührwerk (15, 104), dessen Rühr
werksachse (25, 108) parallel zur Mittel-Längs-Achse
(6) des Mahlraums (30) verläuft, wobei das Rührwerk
(15, 104) einerseits und der Mahlbehälter (1) anderer
seits um ihre jeweilige Achse (25, 108; 6) mittels eines
Antriebs drehantreibbar sind, wobei der Mahlraum (30)
teilweise mit Mahlhilfskörpern (33) gefüllt ist, die
in einem Mahlgut-Mahlhilfskörper-Gemisch annähernd
frei bewegbar sind, und wobei der Mahlraum (30) mit
einer Mahlgutzuführung (29, 52, 60, 80, 83, 93) und einer
Mahlgutabführung mit einer Mahlgut-Mahlkörper-Trenn
einrichtung (35, 53, 61, 88, 98) versehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rührwerksachse (25, 108) eine
Exzentrizität (e, e′) zur Mittel-Längs-Achse (6) des
Mahlraums (30) aufweist, und daß im Bereich der Mahl
raumwand (42) mindestens ein von dieser in den Mahl
raum (30) hin gerichteter, sich über einen wesent
lichen Teil der Länge des Mahlraums (30) erstrecken
der, ortsfester Umlenker (41) mit einer zur Mittel-
Längs-Achse (6) hin offenen Umlenkfläche (44) vorge
sehen ist.
2. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Kante (Spitze 46) des Umlenkers
(41) bis nahe an die Mahlraumwand (42) ragt.
3. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Umlenkfläche (44) des Umlenkers
(41) mit einer Tangente (45) an die Mahlraumwand (42)
einen Winkel (c) von 10 bis 50° einschließt.
4. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Umlenker (41) mit einer Tangente
(45) an die Mahlraumwand (42) einen einstellbaren Win
kel (c) einschließt.
5. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Umlenker (41) in einer ortsfe
sten Begrenzungswand des Mahlraums (30) schwenkbar
gelagert ist.
6. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Breite (f) des Umlenkers
(41) in Bezug auf den Durchmesser (D) des Mahlraums
(30) etwa gilt: 0,05D f 0,2D.
7. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Exzentrizität (e) der Rühr
werksachse (25) in Bezug auf den Durchmesser (D) des
Mahlraums (30) gilt: 0,1D e 0,4D.
8. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Umlenkfläche (44) des Umlenkers
(41) bezogen auf die Drehrichtung (48) des Mahlbehäl
ters (1) der der Mahlraumwand (42) benachbarten Kante
(Spitze 46) des Umlenkers (41) nachgeordnet ist.
9. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Umlenker (41) im Übergangsbe
reich zu einem verengten Querschnittsbereich (49) des
Mahlraums (30) angeordnet ist, wobei die Rührwerks
achse (25) in dem verengten Querschnitt (49) angeord
net ist und dieser durch eine durch die Mittel-Längs-
Achse (6) gelegte Ebene begrenzt wird, die normal zu
einer Ebene liegt, die durch die Mittel-Längs-Achse
(6) und die Rührwerksachse (25) aufgespannt wird.
10. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehrichtung (48) des Mahlbehäl
ters (1) und die Drehrichtung (47) des Rührwerks (15)
gegensinnig zueinander sind und daß der Umlenker (41)
bezogen auf die Drehrichtung (48) des Mahlbehälters
(1) am Anfang des verengten Querschnittsbereichs (49)
angeordnet ist.
11. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehrichtung (48) des Mahlbehäl
ters (1) und die Drehrichtung (47′) des Rührwerks (15)
gleichsinnig zueinander sind und daß der Umlenker (41)
bezogen auf die Drehrichtung (48) des Mahlbehälters
(1) am Ende des verengten Querschnittsbereiches (49)
angeordnet ist.
12. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rührwerksachse (25 f) und die
Mittel-Längs-Achse (6 f) etwa horizontal verlaufen, und
daß der Umlenker (41) im oberen Bereich des Mahlraums
(30 f) angeordnet ist.
13. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Umlenker (41 c) mindestens ein
Zuführkanal (80, 83) für zu mahlendes Mahlgut ausge
bildet ist, der mit einer Zuführöffnung (82, 85) in den
Mahlraum (30) mündet und an die Mahlgutzuführung
(81, 84) angeschlossen ist.
14. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß mehrere Zuführkanäle (80, 83) vorge
sehen sind, deren Zuführöffnungen (82, 85) im Abstand
voneinander in den Mahlraum (30) münden.
15. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Umlenker (41 d) ein Mahlgut-Ab
laufkanal (86) ausgebildet ist, der über eine Mahl
gut-Einströmöffnung (87) mit dem Mahlraum (30) ver
bunden ist, wobei in der Einströmöffnung (87) eine
Mahlgut-Mahlhilfskörper-Trenneinrichtung (88) ange
ordnet ist.
16. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rührwerksachse (25 e) und die
Mittel-Längs-Achse (6) des Mahlraums (30 e) im wesent
lichen vertikal angeordnet sind, und daß in einem
oberen, nicht mit Mahlgut-Mahlhilfskörper-Gemisch
gefüllten Freiraum (96) des Mahlraums (30 e) eine Ab
saugeinrichtung (Saugrohr 97) für Mahlgut-Feinanteile
angeordnet ist.
17. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß in den Freiraum (96) ein Spülluft-
Stutzen (99) zur Zuführung von Spülluft einmündet.
18. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß ein den Mahlraum (30 e)
begrenzender Mahlraumboden (92) in Richtung der Mit
tel-Längs-Achse (6) verschiebbar ausgebildet ist.
19. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerk (15) mit
einem Mahlgut-Zuführ-Kanal (93) versehen ist, der mit
einem im Bereich eines den Mahlraum (30 e) begrenzenden
Bodens (92) mit einer Öffnung (94) in den Mahlraum
(30 e) mündet.
20. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Mahlraum (30 g) mehrere Rührwerke
(15 g, 104) angeordnet sind, deren Rührachsen (25, 108)
unterschiedliche Exzentrizitäten (e, e′) zur Mittel-
Längs-Achse (6 g) des Mahlraums (30 g) aufweisen.
21. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rührwerkzeuge (17 g, 106) der
Rührwerke (15 g, 104) axial gegeneinander versetzt sind
und einander radial teilweise überdecken.
22. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rührwerke (15 g, 104) unterschied
liche Durchmesser (d, d′) aufweisen.
23. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rührwerksachse (25) und die Mit
tel-Längs-Achse (6) des Mahlraums (30) angenähert ver
tikal angeordnet sind und daß die Mahlgutzuführung in
einer oberen Abdeckung (20) und die Mahlgut-Mahlhilfs
körper-Trenneinrichtung (35, 61) im gegenüberliegenden
unteren Boden (7) angeordnet ist.
24. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 23, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (35) als Ring
spalt-Trenneinrichtung (35) mit einem konisch verlau
fenden, zwischen einem mit dem Mahlbehälter (1) umlau
fenden Ring (40) und einer Scheibe (37) gebildeten
Trennspalt (38) ausgebildet ist, wobei zur Veränderung
der Spalt-Breite (a) die Scheibe (38) in Richtung der
Mittel-Längs-Achse (6) verschiebbar ausgebildet ist.
25. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Scheibe (37) relativ zum Ring
(40) drehantreibbar ist.
26. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 23, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mahlgut-Mahlhilfskörper-Trenn
einrichtung (61) mit mehreren Austrittsöffnungen (63)
versehen ist, deren Durchmesser (g) größer ist als der
Durchmesser (b) der größten Mahlhilfskörper (33) und
daß eine gegen die Austrittsöffnungen (63) zustellbare
bzw. von diesen nach unten entfernbare Verschlußplatte
(64) vorgesehen ist.
27. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 26, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Verschlußplatte (64) frei dreh
bar abgestützt ist.
28. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 27, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (63) sich
nach unten kegelstumpfförmig erweiternd ausgebildet
sind und daß auf der Verschlußplatte (64) in Form und
Querschnitt den Austrittsöffnungen (63) angepaßte
Füllkörper (69) angeordnet sind, zwischen denen und
der jeweiligen Austrittsöffnung (63) durch entspre
chende Zustellung der Verschlußplatte relativ zu den
Austrittsöffnungen (63) Trennspalte (70) unterschied
licher Breite (a) herstellbar sind.
29. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Mahlbehälter (1 b) über eine
Wägeeinrichtung (76) auf einem Maschinengestell (9 b)
abgestützt ist und daß die Mahlgut-Mahlhilfskörper-
Trenneinrichtung (61) zur Veränderung des Mahlgutaus
lasses ansteuerbar ist.
30. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß für den Durchmesser (d, d′) des
Rührwerks (15, 104) im Verhältnis zum Durchmesser (D)
des Mahlbehälters (1) gilt: 0,3D d bzw. d′ 0,8D.
31. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Mahlgutzuführung eine mit
der Mittel-Längs-Achse (6) des Mahlbehälters (1 a)
konzentrisch angeordnete Rohr-Dreh-Kupplung (39 a)
vorgesehen ist.
32. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß für den kleinsten Abstand (h) des
Rührwerks (15) von der Mahlraumwand (42) im Vergleich
zum Durchmesser (D) des Mahlraums (30) gilt:
0,03D h 0,15D.
33. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Volumen des Rührwerks (15)
höchstens 20% des Volumens des Mahlraums (30) beträgt.
34. Rührwerkskugelmühle nach Anspruch 1, insbesondere
mit im wesentlichen vertikaler Anordnung der Mittel-
Längs-Achse (6) des Mahlbehälters (1), nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenker (41) sich
von oben nach unten verjüngt.
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