DE3038794C2 - Rührwerksmühle - Google Patents
RührwerksmühleInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B02C17/16—Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge
- B02C17/166—Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge of the annular gap type
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Description
Die Erfindung betrifft eine insbesondere für die Naßvermah
lung bestimmte Rührwerksmühle mit einem Rotor und einem
Stator, zwischen denen der Mahlraum ausgebildet ist, einem
im Bereich der einen Stirnseite des Rotors vorgesehenen Ein
lauf für das Mahlgut und die Mahlkörper, einer dem Einlauf
vorgeschalteten Pumpvorrichtung für das Mahlgut und die Mahl
körper, einem im Bereich der anderen Stirnseite des Rotors
vorgesehenen Auslauf für das Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch und
einer dem Auslauf nachgeschalteten Mahlgut-Mahlkörper-Trenn
vorrichtung, von der aus die Mahlkörper zu der Pumpvorrich
tung zurückgeleitet werden. Die Erfindung betrifft ferner
eine Rührwerksmühle gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 16,
25 und 28.
Bei einer bekannten Rührwerkskugelmühle zur Trockenvermah
lung (US-PS 2 595 117) werden die Mahlkörper und das Mahlgut
am oberen Ende des mit vertikaler Achse angeordneten Stators
gemeinsam seitlich in einen Windsichter überführt, welcher
das ausreichend fein gemahlene Mahlgut von den gröberen Mahl
körpern trennt. Während das Mahlgut zur weiteren Verwendung
abgeführt wird, werden die Mahlkörper in einen Schnecken
förderer eingegeben, dem auch das noch zu vermahlende Mahl
gut zugeführt wird. Mahlgut und Mahlkörper werden dann ge
meinsam dem unten am Stator vorgesehenen Einlauf der Mühle
zugeführt. Mit dieser vorbekannten Rührwerkskugelmühle ist
es nicht möglich, den Druck im Mahlraum zu variieren.
Den gleichen Nachteil weist eine weitere für die Trockenver
mahlung bestimmte bekannte Rührwerkskugelmühle (DE-PS
9 15 408) auf, bei der das Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch aus dem
oben am vertikal stehenden Stator vorgesehenen Auslauf auf
ein außerhalb des Mahlbehälters angeordnetes Schüttelsieb
geleitet wird, wo das Mahlgut in einen unter dem Schüttel
sieb angeordneten Auffangbehälter fällt, während die Mahl
körper über das schräg gestellte Schüttelsieb hinweg in
einen weiteren Behälter gelangen, aus dem die Mahlkörper er
neut dem am unteren Ende des Stators vorgesehenen Produktein
lauf zugeführt werden.
Auch bei einer für die Naßvermahlung bestimmten Rührwerks
mühle (AT-PS 237 416) besteht bereits die Möglichkeit der
Trennung von Mahlgut und Mahlkörpern außerhalb des Mahlbehäl
ters. Die Einstellung eines bestimmten Druckes im Mahlraum
ist jedoch mit dieser bekannten Mühle ebenfalls nicht mög
lich.
Bei einer aus der DE-AS 12 12 825 bekannten Rührwerksmühle
ohne Mahlkörper-Umlauf ist einlaßseitig eine Pumpe vorge
sehen, über die das Mahlgut unter Druck zuführbar ist. Der
gewünschte Druck innerhalb des Mahlraums wird durch eine ent
sprechende Steuerung des Mahlgutdurchsatzes erzielt. Aus der
DE-OS 16 07 476 ist eine weitere Rührwerksmühle ohne Mahl
körper-Umlauf bekannt, die hinter der Trenneinrichtung ein
Pumpenschaufelrad aufweist, welches über die Rührwerkswelle
angetrieben ist. Die Pumpwirkung des auf das abgeführte Mahl
gut wirkenden Pumpenschaufelrades ist insbesondere auch vom
jeweiligen Durchsatz abhängig.
Ziel der Erfindung ist es, eine weitere Rührwerksmühle der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der insbesondere er
reicht wird, daß der im Mahlraum vorherrschende Druck und
der Durchsatz an Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch weitgehend unab
hängig voneinander beeinflußbar sind und gleichzeitig eine
möglichst schonende Behandlung der Mahlkörper sichergestellt
ist.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
zwischen dem Auslauf und der Trennvorrichtung eine weitere
Pumpvorrichtung für das Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch vorge
sehen ist, um sowohl einlauf- als auch auslaufseitig jeweils
eine Druckschleuse für das hindurchtretende Mahlgut-Mahlkör
per-Gemisch zu bilden.
Dadurch, daß sowohl einlauf- als auch auslaufseitig eine
jeweils durch eine Pumpvorrichtung gebildete Druckschleuse
für das hindurchtretende Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch vorgese
hen ist, wird nicht nur eine wirksame Entkopplung von
Mahlgut-Mahlkörper-Durchsatz und Druck im Mahlraum erreicht,
sondern auch ermöglicht, daß das Trennen der Mahlkörper vom
Mahlgut unabhängig von der Höhe des Drucks im Mahlraum in
einer die Mahlkörper schonenden Weise stattfindet. Durch das
separate Abbauen des Druckes in der Auslaufpumpvorrichtung
und das sich anschließende Trennen beispielsweise bei Atmos
phärendruck ergibt sich nämlich ein wesentlich verringerter
Mahlkörperverschleiß. Indem der Druckabbau im Gegensatz zu
beispielsweise einem Trennspalt innerhalb eines bestimmten
Volumens in der betreffenden Pumpvorrichtung erfolgt, wird
die erstrebte schonende Behandlung der Mahlkörper weiter
verbessert. Der jeweilige Druck bzw. Durchsatz läßt sich un
mittelbar beispielsweise durch die folgende, äußerst einfa
che Ansteuerung der beiden Pumpvorrichtungen einstellen:
Wird die Drehzahl der beiden Pumpvorrichtungen gleichzeitig
und in gleichem Sinne verändert, so bleibt der Druck im Mahl
raum unverändert. Es ändert sich lediglich der Durchsatz an
durch den Mahlraum hindurchtretendem Mahlgut-Mahlkörper-Ge
misch. Wird demgegenüber beispielsweise die Drehzahl der am
Auslauf vorgesehenen Pumpvorrichtung konstant gehalten und
die Drehzahl der am Einlauf vorgesehenen Pumpvorrichtung er
höht, so vergrößert sich der Überdruck im Mahlraum entspre
chend. Die auslaufseitige Pumpvorrichtung arbeitet in diesem
Falle mit erhöhtem Schlupf und bewirkt einen Rückstau. Durch
entsprechende Erhöhung der Drehzahl der Einlaufpumpvorrich
tung gegenüber der Drehzahl der Auslaufpumpvorrichtung kann
praktisch jeder gewünschte Druck im Mahlraum erzielt und auf
rechterhalten werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn vor der ersten und nach
der zweiten Pumpvorrichtung im wesentlichen Atmosphärendruck
herrscht, weil hierdurch die Trennung von Mahlkörpern und
Mahlgut sowie die Mischung von neuem Mahlgut und abtrennten
Mahlkörpern in der umgebenden Atmosphäre vorgenommen werden
können.
Obwohl es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
grundsätzlich möglich wäre, im Mahlbehälter auch einen Unter
druck aufrechtzuerhalten, ist es doch bevorzugt, daß zwi
schen dem Ausgang der ersten Pumpvorrichtung und dem Eingang
der zweiten Pumpvorrichtung ein Überdruck herrscht, denn in
diesem Fall wird auch bei den nicht zu vermeidenden Undich
tigkeiten am Mahlbehälter eine vollständige Füllung des Mahl
raums mit Mahlkörpern und Mahlgut gewährleistet.
Vorzugsweise liegt bei der erfindungsgemäßen Rührwerks
mühle die Rotorachse horizontal, denn auf diese Weise liegt
entlang des Mahlraums im wesentlichen der gleiche hydrosta
tische Druck vor, so daß mit den erfindungsgemäßen Pumpvor
richtungen im gesamten Mahlbehälter ein weitgehend gleich
förmiger Druck erzeugt werden kann. Dies ist zur Erzielung
einer bestimmten gewünschten Mahlgutqualität von Vorteil.
Sofern nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform die
beiden Pumpvorrichtungen etwa in gleicher Höhe angeordnet
sind, hat der hydrostatische Druck des Mahlgut-Mahlkörper-Ge
misches zwischen den beiden Pumpvorrichtungen keinen Einfluß
auf den Durchsatz bzw. den Gesamtdruck.
Der Rotor kann mit oder ohne in den Hohlraum vorstehende
Rührwerkzeuge, Stäbe, Nocken oder dergleichen ausgerüstet
sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Rotor und der Stator
in Richtung der Rotorachse einen sich verjüngenden Verlauf
besitzen und axial relativ zueinander verschiebbar sind.
Hierdurch kann auf einfache Weise der Mahlspalt zwischen
Rotor und Stator verändert werden, so daß ein weiterer Para
meter für eine geeignete Mahlgutbehandlung zur Verfügung
steht.
Die Trennvorrichtung umfaßt im einfachsten Fall ein Rüttel
sieb.
Die Zusammenführung von Mahlgut und Mahlkörpern soll auf
jeden Fall vor der ersten Pumpvorrichtung erfolgen, so daß
in dieser Pumpvorrichtung bereits ein Mahlgut-Mahlkörper-Ge
misch verdichtet wird und auf jeden Fall am Ausgang der
ersten Pumpvorrichtung ein derart homogenes Mahlgut-Mahlkör
per-Gemisch vorliegt, wie es dann auch im Mahlbehälter
selbst verarbeitet wird.
Bei einer praktischen Ausführungsform ist vor der ersten
Pumpvorrichtung eine Mischvorrichtung für das Mahlgut und
die Mahlkörper vorgesehen. Die Mischvorrichtung kann einen
Trichter umfassen, in den sowohl das Mahlgut als auch die
Mahlkörper eingegeben werden, wobei der Ausgang des Trich
ters über eine Leitung an die erste Pumpvorrichtung ange
schlossen ist. Auch die Pumpvorrichtung selbst trägt zur
homogenen Vermischung von Mahlgut und Mahlkörpern bei.
Bei einer besonders einfach bedienbaren Ausführungsform der
Erfindung ist zwischen den beiden Antriebsmotoren der beiden
Pumpvorrichtungen ein Steuergerät angeordnet, welches einen
ersten Einstellknopf zur gleichzeitigen Drehzahlveränderung
der beiden Motoren und vorzugsweise auch des Förderpumpen
motors und einen zweiten Einstellknopf zur Relativverstel
lung der Drehzahlen der beiden Motoren aufweist. Mit den
beiden Einstellknöpfen können somit weitgehend unabhängig
voneinander Durchsatz und Druck im Mahlbehälter verstellt
werden.
Eine weitere bedienungsfreundliche Ausführungsform der Er
findung zeichnet sich dadurch aus, daß das Steuergerät wei
tere Einstellknöpfe für die Verstellung der Rotordrehzahl
und die Mahlspaltverstellung aufweist. Somit stehen zwei
weitere Parameter für die optimale Einstellung der Mahlbe
dingungen zur Verfügung.
Die Pumpvorrichtungen können Schneckenförderer sein, deren
Drehachsen vorzugsweise vertikal verlaufen, um über den ge
samten Querschnitt des Schneckenförderers eine weitgehend
homogene Mahlgut-Mahlkörper-Mischung zu erhalten.
Bei einer Rührwerksmühle mit einem sich in Richtung der
Rotorachse jeweils verjüngenden, insbesondere konischen
Rotor und Stator, zwischen denen ein Mahlraum zur Aufnahme
eines Mahlgut-Mahlkörper-Gemisches ausgebildet ist, sowie
mit einem Rücklaufkanal für die Mahlkörper, der zwischen
einem Mahlraum-Einlauf und einem im Bereich einer Rotorstirn
seite vorgesehenen Mahlraum-Auslauf angeordnet ist, ist ge
mäß einer insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung
oder Verstärkung der gewünschten Pumpwirkung für die umlau
fenden Mahlkörper besonders vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, daß der Mahlraum-Auslauf im
Bereich der erweiterten Stirnseite des Mahlraums angeordnet
ist.
Während infolge der sich verjüngenden bzw. konischen Ausbil
dung von Rotor und Stator längs des Mahlspaltes bereits eine
Pumpwirkung gegeben ist, wird diese auf die Mahlkörper
einwirkende Pump- und Umwälzkraft unter bestmöglicher Aus
nutzung der gegebenen Rotor- bzw. Statorform noch dadurch
verstärkt, daß die Mahlkörper im Bereich des größten Durch
messers des Rotors aus dem Mahlraum in den Rückführkanal ab
gegeben werden.
In der DE-OS 28 11 899 ist eine Spalt-Kugelmühle mit einem
ringförmigen, im Querschnitt kegeligen Rotor beschrieben,
welcher zur Bildung eines Mahlraums in Form eines Doppel
kegelringes in einen ringförmigen Mahlgutbehälter eingesetzt
ist. Die Mahlkörper wandern entlang der Außenwand des eine
vertikal ausgerichtete Rotorachse aufweisenden Rotors bis
zum Ende des spaltförmigen Mahlraums nach oben und werden
anschließend mit dem Mahlgutstrom radial nach innen weiterge
fördert. In einem radial inneren Bereich oberhalb des eigent
lichen spaltförmigen Mahlraums werden die Mahlkörper über
schräg nach außen gerichtete Rückführkanäle wieder in den
Mahlraum zurückgeführt. Bei dieser bekannten Spalt-Kugel
mühle werden die Mahlkörper zur Aufrechterhaltung des Mahl
körperkreislaufes demnach entgegen eventuell auftretender
Fliehkräfte radial nach innen geführt. Dies ist nun aber
jener Pumpwirkung entgegengesetzt, der die im Kreislauf
zirkulierenden Mahlkörper ausgesetzt sein sollen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der Mahlraum-Auslauf bei sich horizontal erstreckender Rotor
achse durch ein nach oben abzweigendes Auslaufrohr gebildet,
wodurch in besonders vorteilhafter Weise sichergestellt ist,
daß die größtmögliche Fliehkraft auf die Mahlkörper ein
wirkt.
In den Ansprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungs
varianten der erfindungsgemäßen Rührwerksmühle angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der
Zeichnung beschrieben, deren einzige Figur schematisch und
teilweise im Schnitt eine erfindungsgemäße Rührwerkskugel
mühle zeigt.
Nach der Zeichnung sind der Rotor 11 und der Stator 12 einer
Rührwerksmühle mit horizontal liegender Achse angeordnet,
wie dies durch die horizontale Rotorachse 21 dargestellt ist. Die Drehwelle 38 des Rotors 11 ist beidseits in
Drehlagern 36, 37 drehbar gelagert. Zwischen den Drehlagern 36,
37 und der Stirnfläche des Rotors 11 bzw. des Stators 12
befinden sich nur schematisch angedeutete Ringdichtungen
39, 40, welche dazu beitragen, den zwischen Rotor 11 und
Stator 12 vorgesehenen Mahlraum 13 gegenüber der umgebenden
Atmosphäre abzudichten.
Der Rotor 11 und der Stator 12 sind kegelstumpfförmig ausgebildet.
Das eine Ende der Rotor- bzw. Drehwelle 38 ist mittels eines
hydraulischen Kolbens 41 in einem Hydraulikzylinder 42 axial
verschiebbar gelagert, derart, daß der Rotor 11 relativ
zum Stator 12 zwecks Veränderung der Mahlspaltbreite axial
relativ zueinander verstellt werden kann. Eine an den
Hydraulikzylinder 42 angeschlossene Druckvorrichtung 43
dient dazu, die beiden Zylinderräume so mit Druck zu beaufschlagen,
daß eine gewünschte Position des Rotors 11 relativ
zum Stator 12 eingestellt wird. Über eine gestrichelt
angedeutete Steuerleitung 44 ist die Druckvorrichtung 43
mit einer Steuereinrichtung, nämlich dem Steuergerät 31 verbunden, welches einen Steuerknopf
34 aufweist, mit dem eine bestimmte Position des
Hydraulikkolbens 41 in dem Hydraulikzylinder 42 und damit
eine bestimmte Weite des Mahlspalts eingestellt werden kann.
Das Steuergerät 31 ist auch über eine weitere, gestrichelt
angedeutete Steuerleitung 45 mit dem Rotorantrieb 46
verbunden, und zwar in der Weise, daß durch Verstellung
eines weiteren Einstellknopfes 35 am Steuergerät
31 die Drehzahl des Rotorantriebs 46 verändert werden kann. Auf
diese Weise kann auch die Drehzahl des über einen Treibriemen
47 an den Motor bzw. Rotorantrieb 46 angeschlossenen Rotors 11 auf
einen gewünschten Wert eingestellt werden.
Vorzugsweise ist im Inneren des Rotors 11 ein Innenkühler
48 und am Stator 12 ein Außenkühler 49 vorgesehen.
An dem verjüngten Ende des Mahlraums 13 ist ein den Mahlraum-Einlauf bildendes bzw. in dessen Bereich angeordnetes Einlaufrohr
16 angeordnet, welches zu einem darüber mit vertikaler
Drehachse angeordneten, als Pumpvorrichtung dienenden Schneckenförderer 14 führt. Die als Pumpe
wirkende Förderschnecke 50 des Schneckenförderers 14 wird von einem
darüber angeordneten Motor 29 angetrieben, dessen Drehzahl
durch einen Einstellknopf 32 am Steuergerät 31 verstellt
werden kann.
An der konisch erweiterten Stirnseite des Mahlraums 13
zweigt oben ein den Mahlraum-Auslauf bildendes bzw. in dessen Bereich angeordnetes Auslaufrohr 17 ab, das zu einem weiteren,
darüber angeordneten und wiederum als Pumpvorrichtung dienenden Schneckenförderer 15 mit vertikaler Drehachse
führt. Die als Pumpe wirkende Förderschnecke 51 des Schneckenförderers
15 wird von einem darüber angeordneten weiteren Motor 30
angetrieben, dessen Drehzahl durch einen Einstellknopf 33
am Steuergerät 31 veränderbar ist.
Während der erste Schneckenförderer 14 von oben nach unten fördert,
fördert der zweite Schneckenförderer 15 von unten nach oben.
Von dem oberen Ende des Schneckenförderers 15 zweigt eine
Leitung 52 ab, die oberhalb eines Rüttelsiebes 22 mündet,
welches von einem schematisch angedeuteten Rüttelmotor 23
angetrieben und derart schräg gestellt ist, daß das
Material über die Oberfläche des Rüttelsiebes 22 schräg
nach unten bis zu einer weiteren Leitung 53 rutschen kann.
Am Ausgang 54 der Leitung 53 befindet sich ein als Mischvorrichtung dienender Trichter
27, oberhalb dessen auch eine weitere Leitung 55 mündet,
der durch eine Pumpe 56 das zu vermahlende Gut 24 zugeführt
wird. Dieses Mahlgut 24 wird durch einen Trichter 57 in die
Eintrittsseite der Pumpe 56 eingeführt. Diese Förderpumpe 56 wird
von einem Förderpumpenmotor 58 angetrieben, welcher gegebenenfalls ebenfalls
von dem Steuergerät 31 aus über eine Steuerleitung 61
in seiner Drehzahl geregelt werden kann.
Unterhalb des Rüttelsiebes 22 befindet sich ein Auffangtrichter
59 mit einem Auslaufrohr 60. Der Auffangtrichter 59, das
Rüttelsieb 22 und der Rüttelmotor 23 bilden zusammen eine
Mahlkörper-Mahlgut-Trennvorrichtung 18.
Der Ausgang des Trichters 27 ist über eine Leitung 28
mit der Eingangsseite des Schneckenförderers 14 verbunden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Rührwerkskugelmühle
ist wie folgt:
Innerhalb des Mahlraums 13 befindet sich ein Mahlgut-Mahlkörper-
Gemisch 19, welches bei Drehung des Rotors 11 durch
die Rührwerkzeuge oder lediglich durch Wandreibung in eine
kontinuierliche Bewegung versetzt wird, wodurch die Mahlkörper
auf das Mahlgut einen zerkleinernden Einfluß ausüben. Das
Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch 19 wird durch den Schneckenförderer
14 dem Mahlraum 13 kontinuierlich zugeführt und durch
den Schneckenförderer 15 kontinuierlich aus diesem Mahlraum 13
abgeführt. Das Gemisch 19 gelangt dann über die ausgangsseitige
Leitung 52 auf die Oberfläche des Rüttelsiebes 22, welches so
dimensioniert ist, daß das feinere Mahlgut durch die Maschen
des Siebes in den Auffangtrichter 59 fällt, während die gröberen
Mahlkörper 26 über die Oberfläche des Rüttelsiebes 22 hinweg
gleiten bzw. rollen, um in die Leitung 53 einzutreten.
Das Mahlgut 24 kann dann aus dem Auslaufrohr 60 des
Trichters 59 abgezogen und der weiteren Verwendung zugeführt
werden.
Dem Auslaufrohr 60 kann erfindungsgemäß noch eine Zentrifugierstufe
20 nachgeschaltet sein, in der evtl. mit abgeschiedene,
gebrochene Mahlkörper oder sonstige Fremdkörper aus dem Mahlgut
24 abgeschieden werden.
Das noch unvermahlene Mahlgut 24 wird durch den Trichter 57
in die Pumpe 56 eingeführt und von dieser über die als
Zuführrohr dienende Leitung 55 dem Trichter 27 zugeführt. In den
Trichter 27 gelangen auch die von dem vermahlenen Mahlgut
getrennten Mahlkörper 26. Bereits im Trichter 27 findet eine
Mischung des Mahlgutes 24 mit den Mahlkörpern 26 statt, welche
in der anschließenden, als Zuführrohr dienenden Leitung 28 noch verstärkt wird. In
dem Schneckenförderer 14 liegt dann bereits das weitgehend
homogene Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch 19 vor. Dieses wird dann
über das Einlaufrohr 16 in den Mahlraum 13 eingeführt.
Bezüglich des Mahlgutes 24 liegt also ein Durchlauf, bezüglich
der Mahlkörper 26 ein Kreislauf durch den Mahlbehälter oder Mahlraum 13
vor.
Wesentlich ist also, daß vor dem Druckaufbau in dem ersten
Schneckenförderer 14 bereits eine weitgehende Durchmischung
von Mahlgut und Mahlkörpern stattgefunden hat. Die Trennung
der Mahlkörper 26 vom gemahlenen Mahlgut 24 erfolgt dagegen
erst nach dem Druckabbau im Schneckenförderer 15. Die Siebung
im Rüttelsieb 22 erfolgt also nach dem Druckabbau, wodurch
die Gefahr einer Verstopfung dieses Rüttelsiebes 22 weigehend herabgesetzt
ist.
Durch geeignete Einstellung der Fördermenge der Schnecken
förderer 14, 15 über die Einstellknöpfe 32, 33 kann im
Mahlraum 13 jede beliebige und konstante axiale Druckver
teilung eingestellt werden, wodurch eine optimale Disper
gierwirkung erzielt wird. Zu kleine Mahlkörper werden kon
tinuierlich durch das Rüttelsieb 22 und gegebenenfalls die
Zentrifugierstufe 20 abgeschieden. Auch wird das Verweil
zeitspektrum verbessert. Durch geeignete Regelung der Dreh
zahl der Motoren 29 und 58 kann praktisch das gesamte Lücken
volumen in der Mahlkörperschüttung mit Mahlgut 24 ausgefüllt
werden. Durch Veränderung der Rotordrehzahl und der Spalt
weite des Mahlraumes 13 können weiter optimale Mahlbedin
gungen eingestellt werden.
Claims (31)
1. Rührwerksmühle mit einem Rotor und einem Stator, zwischen
denen der Mahlraum ausgebildet ist, einem im Bereich der
einen Stirnseite des Rotors vorgesehenen Einlauf für das
Mahlgut und die Mahlkörper, einer dem Einlauf vorgeschal
teten Pumpvorrichtung für das Mahlgut und die Mahlkörper,
einem im Bereich der anderen Stirnseite des Rotors vorge
sehenen Auslauf für das Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch und
einer dem Auslauf nachgeschalteten Mahlgut-Mahlkörper-
Trennvorrichtung, von der aus die Mahlkörper zu der Pump
vorrichtung zurückgeleitet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Auslauf (17) und der Trennvorrichtung
(18) eine weitere Pumpvorrichtung (15) für das Mahlgut-
Mahlkörper-Gemisch (19) vorgesehen ist, um sowohl ein
lauf- als auch auslaufseitig jeweils eine Druckschleuse
für das hindurchtretende Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch zu
bilden.
2. Rührwerksmühle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der
ersten und nach der zweiten Pumpvorrichtung (14 bzw. 15)
im wesentlichen Atmosphärendruck herrscht.
3. Rührwerksmühle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Ausgang der ersten Pumpvorrichtung (14) und dem Ein
gang der zweiten Pumpvorrichtung (15) ein Überdruck ge
genüber der Atmosphäre herrscht.
4. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rotor
achse (21) horizontal liegt.
5. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Pump
vorrichtungen (14, 15) oberhalb des Mahlraums (13) ange
ordnet sind.
6. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor
(11) und der Stator (12) in Richtung der Rotorachse (21)
einen sich verjüngenden Verlauf haben und axial relativ
zueinander verschiebbar sind.
7. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr
pumpvorrichtung (14) an das eine Ende, vorzugsweise das
verjüngte Ende, und die Abfuhrpumpvorrichtung (15) an
das andere Ende, vorzugsweise das erweiterte Ende, des
Mahlraums (13) angeschlossen ist.
8. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trenn
vorrichtung ein Rüttelsieb (22) umfaßt.
9. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zusam
menführung von Mahlgut (24) und Mahlkörper (26) vor der
ersten Pumpvorrichtung (15) erfolgt.
10. Rührwerksmühle nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der
ersten Pumpvorrichtung (14) eine Mischvorrichtung (27)
für das Mahlgut (24) und die Mahlkörper (26) vorgesehen
ist.
11. Rührwerksmühle nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Misch
vorrichtung einen Trichter (27) umfaßt, in dem sowohl
das Mahlgut (24) als auch die Mahlkörper (26) eingegeben
werden, und daß der Ausgang des Trichters (27) über eine
Leitung (28) an die erste Pumpvorrichtung (14) ange
schlossen ist.
12. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
die beiden Antriebsmotoren (29, 30) der beiden Pumpvor
richtungen (14, 15) ein Steuergerät (31) geschaltet ist,
welches einen ersten Einstellknopf (32) zur gleichzeiti
gen Drehzahlveränderung der beiden Motoren (29, 30) und
vorzugsweise auch des Förderpumpenmotors (58) und einen
zweiten Einstellknopf (33) zur Relativverstellung der
Drehzahl der beiden Motoren (29, 30) aufweist.
13. Rührwerksmühle nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuer
gerät (31) weitere Einstellknöpfe (34 und 35) für die
Verstellung der Rotordrehzahl und die Mahlspaltverstel
lung aufweist.
14. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pump
vorrichtungen Schneckenförderer (14, 15) sind.
15. Rührwerksmühle nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dreh
achsen der Schneckenförderer vertikal verlaufen.
16. Rührwerksmühle mit einem Rotor und einem Stator,
zwischen denen ein Mahlraum zur Aufnahme eines Mahlgut-
Mahlkörper-Gemisches ausgebildet ist, sowie mit einem
zwischen einer Mahlraum-Einlauföffnung im Bereich der
einen Rotorstirnseite und einer Mahlraum-Auslauföffnung
im Bereich der anderen Rotorstirnseite angeordneten
Rücklaufkanal für die Mahlkörper,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Ein
stelleinrichtung (29-35) für die durch den Rücklaufka
nal (28, 52, 53) geführte Fördermenge vorgesehen ist.
17. Rührwerksmühle nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rück
laufkanal (28, 52, 53) im Bereich der anderen Stirnseite
des Rotors (11) über die Mahlraum-Auslauföffnung (17)
etwa radial ausmündet.
18. Rührwerksmühle nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
stelleinrichtung (29-35) wenigstens im Bereich der
Auslauföffnung (17) eine einstellbare Vorrichtung (15)
besitzt.
19. Rührwerksmühle nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
der einstellbaren Vorrichtung (15) eine Abzweigung
(52) des Rücklaufkanals (28, 52, 53) vorgesehen ist.
20. Rührwerksmühle nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
stellrichtung (29-35) wenigstens im Bereich der Ein
laßöffnung (16) eine einstellbare Vorrichtung (14) be
sitzt.
21. Rührwerksmühle nach einem der Ansprüche 16 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
stelleinrichtung (29-35) wenigstens eine, zweckmäßig
vom Rotorantrieb (46) gesonderte, Fördereinrichtung (14,
15) verstellbarer Fördergeschwindigkeit aufweist.
22. Rührwerksmühle nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Förder
einrichtung (14, 15) wenigstens eine Pumpe (50, 51) auf
weist.
23. Rührwerksmühle nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Ver
stelleinrichtung (41-43) für den als Konus ausgebilde
ten Rotor (11) vorgesehen ist.
24. Rührwerksmühle nach Anspruch 21, 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rück
laufkanal (28, 52, 53) mit der Mahlgutzufuhr für fri
sches Mahlgut einlaßseitig räumlich zusammengefaßt ist.
25. Rührwerksmühle mit einem Rotor und einem Stator,
zwischen denen ein Mahlraum zur Aufnahme eines Mahl
gut-Mahlkörper-Gemisches ausgebildet ist, einer im Be
reich der einen Rotorstirnseite vorgesehenen Mahl
raum-Einlauföffnung und einem im Bereich der anderen Ro
torstirnseite vorgesehenen Mahlraum-Auslauföffnung, die
mit einer Mahlgut-Mahlkörper-Trennvorrichtung verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor
(11) als ein relativ zum Stator (12) über eine hydrauli
sche Verstelleinrichtung (41-43) axial verschiebbarer
Körper ausgebildet ist, dessen Außenfläche zusammen mit
der Innenfläche des Stators (12) einen Mahlspalt be
grenzt.
26. Rührwerksmühle nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flä
chen von Rotor (11) und Stator (12) Kegelflächen aufwei
sen.
27. Rührwerksmühle nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet, daß die hydrau
lische Verstelleinrichtung (41-43) an eine Steuerein
richtung (31) angeschlossen ist, mit der ein den Mahl
spalt zwischen Rotor (11) und Stator (12) bestimmender
Einsteller (34) verbunden ist.
28. Rührwerksmühle mit einem sich in Richtung der Rotorachse
jeweils verjüngenden, insbesondere konischen Rotor und
Stator, zwischen denen ein Mahlraum zur Aufnahme eines
Mahlgut-Mahlkörper-Gemisches ausgebildet ist, sowie mit
einem Rücklaufkanal für die Mahlkörper, der zwischen
einem Mahlraum-Einlauf und einem im Bereich einer Rotor
stirnseite vorgesehenen Mahlraum-Auslauf angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mahlraum-Auslauf (17) im Bereich der erweiterten
Stirnseite des Mahlraums (13) angeordnet ist.
29. Rührwerksmühle nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mahlraum-Auslauf bei sich horizontal erstrecken
der Rotorachse (21) durch ein nach oben abzweigendes Aus
laufrohr (17) gebildet ist.
30. Rührwerksmühle nach Anspruch 28 und 29
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mahlraum-Einlauf (16) am verjüngten Ende des Mahl
raumes (13) angeordnet ist.
31. Rührwerksmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im das Mahlgut-Mahlkörper-Gemisch aufnehmenden Rück
laufkanal (52, 28) eine Mahlkörper-Mahlgut-Trennvorrich
tung (18) angeordnet ist.
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