DE3834039A1 - Querbandanordnung am ausgang einer karde - Google Patents
Querbandanordnung am ausgang einer kardeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Querbandanordnung am
Ausgang einer Karde, bei der der aus einer zwischen mindes
tens zwei drehbaren Walzen gebildeten Klemmstelle austreten
de Faserflor auf den oberen Trum eines zumindest im wesent
lichen unterhalb zweier Walzen liegenden Querband abgelegt
wird, der in Achsrichtung dieser Walzen zwischen den axialen
Enden dieser Walzen benachbart angeordneten Umlenkrollen
läuft und den Faserflor zu dem einen axialen Ende dieser
Walzen führt, wo er mittels eines um eine quer zu den
Walzenachsen und zum Querband angeordnete Achse oder mehrere
solcher Achsen umlaufende Führungseinrichtung nach unten
gelenkt wird.
Bei einer bekannten Querbandanordnung ist die Führungsein
richtung durch eine Rolle gebildet, welche neben der zuge
ordneten Umlenkrolle angeordnet ist, und zwar so, daß eine
die Drehachsen der Umlenkrolle und der Rolle verbindende
senkrechte Linie horizontal verläuft. Weiterhin erstrecken
sich die zylindrischen Oberflächen der die Klemmstelle
bildenden drehbaren Walzen in horizontaler Richtung über die
Rolle hinaus, bis sie aus antriebstechnischen Gründen
flaschenhalsartig verengt werden.
Obwohl solche bekannte Querbandanordnungen sich in der
Praxis bewährt haben, führt der Wunsch nach immer höheren
Kardenleistungen zu höheren Abzugsgeschwindigkeiten des
Kardenvlieses, welche an technologische Grenzen stößt, da
das Kardenvlies ein relativ schwaches Gebilde darstellt und
zu einer überschießenden Schlaufenbildung im Bereich des
Querbandauslaufes neigt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für eine Steige
rung der Festigkeit des Kardenvlieses bei gleichzeitiger
Herabsetzung der Neigung zur Schlaufenbildung zu sorgen, so
daß mit höheren Vliesabzugsgeschwindigkeiten gearbeitet
werden kann.
Um die Aufgabe zu lösen, wird erfindungsgemäß vorgesehen,
daß die oberhalb des Querbandes angeordneten Walzen an ihren
der Führungseinrichtung zugeordneten Enden vor der Umlenk
stelle des Querbandes je eine sprungartige Verengung
aufweisen, in der die Führungseinrichtung teilweise aufge
nommen ist, und daß eine Klemmstelle bzw. ein Klemmbereich
zwischen der Führungseinrichtung und der ihr benachbarten
Umlenkrolle des Querbandes gebildet ist und seitlich von und
mindestens vorwiegend oberhalb der Drehachse dieser Umlenk
rolle liegt.
Durch die Aufnahme eines Teils der Führungseinrichtung in
den sprungartigen Verengungen der Kardenauslaufwalzen wird
zunächst die Neigung des auf dem Querband transportierten
Kardenvlieses, die der Führungseinrichtung zugeordneten
Umlenkrolle zu überschießen bzw. eine Schlaufe zu bilden,
gehemmt, wodurch einer durch das Überschießen eintretenden
Lockerung des Kardenvlieses, die zugleich eine Herabsetzung
der Festigkeit des Kardenvlieses bedeutet, entgegengewirkt
wird.
Weiterhin führt die Anordnung der Klemmstelle oder des Klemm
bereichs in dem Bereich zwischen 12 Uhr und 3 Uhr der Umlenk
rolle zu einer Anordnung, bei der die Führungseinrichtung
den beim Umlenken des Bandes entstehenden Zentrifugalkräf
ten, die auch zu einer Herabsetzung der Festigkeit des Kar
denbandes führen, besser entgegenwirken kann. Die Anordnung
ermöglicht zugleich eine Verkleinerung des Abstandes zwi
schen Querband und Führungseinrichtung in der Klemmstelle
bzw. in dem Klemmbereich, und es findet ein ausgeprägtes
Vorverdichten während des Umlenkens statt. Dieses Vorver
dichten führt auch zu einer Steigerung der Festigkeit des
Kardenbandes und erleichtert auch die nachfolgende Bewegung
des Kardenbandes durch einen Sammeltrichter. Hierdurch wird
die Gefahr des Abspleißens von Fasern des Kardenbandes am
Trichter und des Verstopfens des Trichters ebenfalls herab
gesetzt bzw. wird die Steigerung der Bandabzugsgeschwindig
keit über die bisherigen Grenzen hinaus ermöglicht.
Die Führungseinrichtung selbst kann verschiedene Formen
annehmen. Sie kann beispielsweise durch eine einzige Umlenk
rolle gebildet werden, so wie im Anspruch 2 angegeben. Diese
Rolle wird dann erfindungsgemäß vorzugsweise in dem im
Anspruch 3 angegebenen Winkelbereich angeordnet. Diese Aus
bildung ist einfach zu realisieren, aber dennoch sehr
wirksam.
Die Führungseinrichtung kann aber auch durch mehrere Rollen
gebildet werden, die jeweils um ihre eigene Achse drehbar
angeordnet sind, so wie im Anspruch 4 definiert. Die Rollen
können in einer bogenförmigen Anordnung angeordnet werden,
die an die Umlenkung des Querbandes um die Umlenkrolle ange
paßt ist und es können entsprechend dem Anspruch 5 die Ab
stände an den Klemmstellen zwischen den einzelnen Rollen und
dem Querband, in Bewegungsrichtung des Querbandes, zunehmend
kleiner gewählt werden, so daß eine zunehmende Verdichtung
des Vlieses erfindungsgemäß erreicht wird. Insbesondere bei
der Verwendung von mehreren Rollen für die Führungseinrich
tung entsteht die Möglichkeit, diese Rollen mit in
Laufrichtung des Querbandes zunehmender Oberflächengeschwin
digkeit anzutreiben, so daß mit der Vorverdichtung des
Vlieses auch eine gewisse Streckung eintritt und die Gefahr
von Wickelbildung in den einzelnen Rollen weiter herabge
setzt wird.
Es ist auch möglich, die Führungseinrichtung durch ein um
laufendes Band zu realisieren, wobei auch hier ein ausgedehn
ter Klemmbereich und eine zunehmende Vorverdichtung des
Vlieses erreichbar ist.
Im allgemeinen soll entsprechend dem Anspruch 8 die Ober
flächengeschwindigkeit der Führungseinrichtung mindestens so
groß und vorzugsweise größer sein als die des Querbandes.
Bevorzugte Abmessungen der Breite der Klemmestelle bzw. des
Klemmbereiches sind im Anspruch 9 angegeben.
Bei einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung
wird die Führungseinrichtung mit Umfangsnuten versehen.
Diese Ausbildung, die bei allen bisher genannten Ausführungs
formen der Führungseinrichtung angewandt werden kann, bei
spielsweise in Form einer Rolle mit Umfangsnuten oder eines
umlaufenden Bandes mit Umfangsnuten, ermöglicht eine rasche
Abfuhr der im Vlies eingeschlossenen Luft, die durch die
Vorverdichtung aus dem Vlies herausgepreßt wird. Dadurch,
daß diese Luft leicht entweichen kann, erreicht man eine er
höhte Festigkeit des gesammelten Kardenvlieses und des
daraus hergestellten Kardenbandes. Auch ist es möglich, den
Abstand zwischen der Führungseinrichtung und dem Querband im
Bereich der engsten Klemmstelle zu verkleinern, so daß eine
noch höhere Vorverdichtung des Kardenvlieses und daher eine
noch höhere Festigkeit des Kardenbandes erfindungsgemäß
erzielbar ist.
Auch sind verschiedenartige Ausbildungen der Oberflächen der
Führungseinrichtung denkbar, die zu der erwünschten Luftab
fuhr führen können, beispielsweise kann die Führungseinrich
tung entsprechend den Ansprüchen 11 bis 13 ausgebildet wer
den.
Besonders wichtig ist auch die Ausführung gemäß Anspruch 14,
da hierdurch der für das Antreiben der Führungseinrichtung
erforderliche Aufwand auf ein Minimum herabgesetzt werden
kann.
Die Erfindung wird nachfolgend näher erläutert anhand von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung,
welche zeigt:
Fig. 1 eine schematische Stirnansicht einer Kardenanordnung
mit einem eine Schulter aufweisenden Querband,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Umlenkbereiches des
Querbandes der Fig. 1 in Pfeilrichtung II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend der Fig. 2, jedoch mit
einer Variante der in Fig. 2 gezeigten Führungsein
richtung,
Fig. 4 eine Zeichnung entsprechend der Fig. 2 oder 3,
jedoch mit einer weiteren Variante der Führungsein
richtung,
Fig. 5 eine Ausführungsvariante einer Führungsrolle für die
Anordnung gemäß Fig. 2,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer als Siebtrommel
ausgebildete Führungsrolle,
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer als Laufkäfig
ausgebildete Führungsrolle, und
Fig. 8 einen Querschnitt durch ein Querband mit zwei Schul
tern.
Die Fig. 1 zeigt ein Tambour 11 einer Karde, der sich im
Betrieb in Pfeilrichtung 12 um eine Drehachse 13 dreht. Der
Tambour trägt in bekannter Weise eine Nadelgarnitur (nicht
gezeigt), wobei kardierte Fasern 14 an den Spitzen der
Nadeln getragen werden und einen sehr feinen gekämmten
Faserflor bilden. Rechts vom Tambour befindet sich der
übliche Abnehmer 10, der in Pfeilrichtung 15 seiner
Drehachse 16 umläuft. Der Abnehmer trägt auch in an sich
bekannter Weise eine Nadelgarnitur (nicht gezeigt), deren
Nadelspitzen den vom Tambour 11 gelieferten Faserflor über
nehmen und zu einer Florabnahmewalze 17 führen, welche
beispielsweise als Nutenwalze ausgebildet sein kann und sich
in Richtung des Pfeils 18 dreht. Gegenüber der Florabnahme
walze 17 befindet sich eine Führungswalze 19, die in der
entgegengesetzten Richtung läuft. Die Florabnahmewalze 17
und die Führungswalze 19 führen den Faserflor an einen
Klemmspalt zwischen zwei Kardenauslaufwalzen 21 und 22,
wobei die Walze 21 sich in die gleiche Richtung dreht wie
die Florabnahmewalze 17 und die Walze 22 sich in die gleiche
Richtung dreht wie die Walze 19. Die Walzen 21, 22 sind
hochpolierte Walzen mit zwei oder drei Nuten, deren
Oberflächen sich wendelförmig erstrecken, und zwar mit einer
solchen Steigung, daß jede Nut etwa zwei Gesamtumdrehungen
über die Länge der Walzen 21, 22 aufweist.
Sowohl der Abnehmer als auch die Florabnahmewalze 17, die
Führungswalze 19 und die Klemmwalzen 21, 22 erstrecken sich
über die gesamte Breite des Tambours. Der aus dem Klemmspalt
der Kardenauslaufwalzen 21, 22 austretende Faserflor 23 wird
auf den oberen Trum 24 (Fig. 2) eines Querbandes abgelegt,
der in Achsrichtung der Kardenauslaufwalzen läuft, und zwar
in der Richtung senkrecht zu der Ebene der Zeichnung der
Fig. 1 in diese Ebene hinein. Das Querband ist über zwei
Umlenkrollen 25 geführt, die jeweils den axialen Enden der
Kardenauslaufwalzen benachbart angeordnet sind und um jewei
lige Achsen 26 umlaufen. Der Darstellung halber ist nur eine
Umlenkrolle 25 und ihre Achse 26 in Fig. 1 zu sehen.
Der obere Trum läuft somit in einer horizontalen Richtung,
jedoch in Querrichtung geneigt zur horizontalen Ebene. Auf
diese Weise wird der aus dem Klemmspalt der Kardenauslauf
walzen 21, 22 austretende Faserflor mit einer Gesamtbreite
von etwa 1,25 m seitlich so zusammengeführt und in Form
eines sog. Kardenvlieses um die Umlenkrolle am Ende des
Querbandes 31 geführt, daß ein Faserband 27 entsteht, das
unterhalb einer gebogenen Blechführung 28 und in einen Meß
trichter 29 läuft. Das durch den Trichter komprimierte Kar
denband durchläuft anschließend die bekannten Stufenwalzen
30, welche beispielsweise zur Steuerung der Karde heran
gezogen werden können. Aus der Fig. 1 sieht man, daß das Quer
band 31 eine Schulter 32 aufweist, deren innere Seite 33
einen stumpfen Winkel mit der Außenoberfläche des Querbandes
bildet und zur Führung des Faserflors dient. Hinter der
Schulter 32 befindet sich ein Abdeckblech 34. Das Querband
kann auch eine zweite Schulter 35 aufweisen, so wie in Fig.
8 dargestellt.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich insbesondere mit der
Führung des Faservlieses um die Umlenkrolle 25, bevor es in
Form eines Kardenbandes um das Führungsblech 28 läuft. Der
Darstellung halber ist diese besondere Führung in der Fig. 1
nicht dargestellt, sondern sie ist in einer ersten Ausfüh
rungsform in einem größeren Maßstab in der Fig. 2 zu sehen.
Im oberen Teil der Fig. 2 sieht man das rechte Ende der
hinteren Kardenauslaufwalze 21. Die weitere Kardenauslauf
walze 22 befindet sich vor dieser Walze 21, ist jedoch der
in Fig. 2 nicht dargestellt. Die beiden Walzen sind von
identischer Gestalt und werden jedoch in unterschiedlichen
Richtungen angetrieben, wie bereits erläutert. Die Kardenaus
laufwalze 21 der Fig. 2 läuft in Pfeilrichtung 36 um die
Drehachse 37 um. Wie in Fig. 2 deutlich zu sehen, weist das
rechte Ende der Auslaufwalze 21 (genauso das rechte Ende der
Auslaufwalze 22) eine sprungartige Verengung 38 auf, die in
diesem Beispiel einen kreisförmigen Bogen darstellt, so daß
die zylindrische Mantelfläche 39 der Auslaufwalze 21 über
eine flaschenhalsartige Verengung in eine zylindrischen An
triebswelle 41 übergeht, deren Durchmesser etwa ein Drittel
des Durchmessers der zylindrischen Mantelfläche 39 beträgt.
Die Antriebswelle 41 führt weiter nach rechts durch eine
Lagerung am Kardengestell und ist anschließend mit einer
Antriebsquelle gekoppelt. Der Darstellung halber ist weder
die Lagerung noch die Antriebsquelle gezeigt. Unterhalb der
Kardenauslaufwalze 21 und hinter dem Querband 31 befindet
sich eine massive Platte 42, welche zum Kardengestell ge
hört. Diese Platte trägt die Achse für die Umlenkrolle 25
und dient auch zur Abstützung des Antriebes für diese Umlenk
rolle, wovon lediglich die hinter der Platte 42 angeordnete
Antriebsscheibe 43 gezeigt ist. Diese Antriebsscheibe 43
weist eine Drehachse 44 auf und wird von einer geeigneten
Antriebsquelle zu einer Drehbewegung in Pfeilrichtung 45
angetrieben. Diese Drehbewegung wird über eine umlaufende
Zahnkette 26 und eine weitere Zahnscheibe 47 auf die
Umlenkrolle 25 übertragen. Da die beiden Zahnscheiben 43, 47
und die Zahnkette 46 hinter der Platte 42 angeordnet sind,
sind sie in der Fig. 2 nur in strichlierten Linien zu sehen.
Der obere Trum 48 der Zahnkette 46 läuft außerdem unterhalb
einer weiteren Zahnscheibe 49, welche ebenfalls an und
hinter der Platte 42 drehbar gelagert ist. Die Zahnscheibe
49 trägt außerdem eine mit ihr konzentrische Zahnscheibe 51,
welche über eine weitere Zahnkette 52 und eine weitere
Zahnscheibe 53 eine Führungseinrichtung in Form einer Rolle
54 zu einer Drehbewegung in Pfeilrichtung 55 antreibt. Die
Zahnscheibe 53 und die Zahnkette 52 sind ebenfalls hinter
der Platte 42 angeordnet, deshalb sind auch diese Teile
strichliert dargestellt sind. Die Zahnscheibe 53 ist mit der
Führungsrolle 54 über eine Achse verbunden, welche in der
Platte 42 drehbar gelagert ist. Die Führungsrolle 54
erstreckt sich über die gesamte Breite des Querbandes, d.h.
zwischen den beiden Schultern in Fig. 8, und sorgt dafür,
daß der Faserflor, der über die Kardenauslaufwalze 21 läuft
und vom Querband 31 nach rechts transportiert wird, gegen
die Oberfläche des Querbandes an der Umlenkstelle um die
Umlenkachse 26 herumgedrückt wird, wodurch eine gewisse
Vorverdichtung des hierdurch gebildeten Faservlieses
entsteht.
Erfindungsgemäß ist die Drehachse 57 der Führungsrolle so
angeordnet, daß ihre Oberfläche teilweise in der sprung
artigen Verengung 38 der Kardenauslaufwalze 21 und ebenfalls
in der entsprechenden Verengung der Kardenauslaufwalze 22
aufgenommen ist. Hierdurch kommt die Klemmstelle 58 zwischen
der Oberfläche der Führungsrolle 54 und der Umlenkrolle 25
bzw. dem auf diese Umlenkrolle umgelenkten Querband 31 in
einer Winkellage α zu liegen von etwa 45°, gemessen in
Uhrzeigerrichtung, d.h. in Umlaufrichtung 59 der Umlenkrolle
25 von der 12-Uhr-Stelle 61. Die kompressive Wirkung der
Führungsrolle auf das Faservlies erstreckt sich zu beiden
Seiten der Klemmstelle 58 beispielsweise über einen Winkel
bereich von 30 bis 60°. Aus der Zeichnung ist auch
ersichtlich, daß die extrem rechte Grenze des Faserflors 14
um einen beträchtlichen Betrag D (D liegt zwischen . . . und
. . . cm) links von der Umlenkstelle 62 des Querbandes zu
liegen kommt. Es ist auch ersichtlich, daß die Klemmstelle
58 links von dieser Umlenkstelle 62 liegt, so daß keine
ausgeprägte Wulstbildung vor der Führungsrolle 54 auftritt.
Die Führungsrolle 54 kann eine durchgehende zylindrische
Mantelfläche besitzen, ist jedoch vorzugsweise als Nuten
rolle 54.1 ausgebildet, so wie in Fig. 5 dargestellt. Mit
anderen Worten hat die Führungsrolle 54.1 eine Vielzahl von
kreisförmigen Umfangsnuten 63, welche das Entweichen von
Luft aus dem durch die Rolle vorverdichteten Faservlies er
möglicht und erleichtert, so daß das nach der Klemmstelle 58
gebildete Kardenband bereits eine gesteigerte Festigkeit auf
weist. Die Führungsrolle 54.1 wird über eine angetriebene
Achse angetrieben, welche im Zylinderbereich 64 festgeklemmt
wird oder über eine Nut- und Federanordnung mit der Führungs
rolle 54.1 formschlüssig verbunden ist. Die zylindrischen
Ausnehmungen 65 auf der rechten Seite der Führungsrolle 54.1
in Fig. 5 dienen zur Aufnahme ihrer Lagerung.
Die Fig. 6 zeigt eine alternative Ausbildung der Führungs
rolle als Siebtrommel 54.2. Die durch die Vorverdichtung des
Faservlieses ausgequetschte Luft kann durch die Löcher 66 in
der Siebtrommel in das Innere dieser entweichen. Auch könnte
ein gelochter Siebring auf einer entsprechend der Fig. 5
gebildeten Führungsrolle 54.1 aufgezogen werden. Die Fig. 7
zeigt eine weitere Variante der Führungsrolle 54.3, die
Führungsrolle der Fig. 7 ist nämlich als Laufgitterrolle
oder Laufkäfig ausgebildet. Die durch die Vorverdichtung
ausgepreßte Luft kann hier durch die Spalten zwischen den
einzelnen Stäben 67 der Laufgitterrolle entweichen.
Die Fig. 3 entspricht weitgehend der Fig. 2, weshalb für die
gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet worden
sind. Der wesentliche Unterschied zwischen der Ausführungs
form gemäß Fig. 3 und der der Fig. 2 liegt darin, daß die
Führungseinrichtung hier nicht durch eine einzelne Führungs
rolle, sondern durch drei einzelne Rollen 54.5, 54.6 und
54.7 gebildet ist, die in diesem Beispiel zwar den gleichen
Durchmesser aufweisen, jedoch mit unterschiedlichen Ober
flächengeschwindigkeiten angetrieben werden, so daß die
Führungsrolle 54.7 schneller läuft als die Führungsrolle
54.6, die wiederum schneller läuft als die Rolle 54.5. Die
Oberflächengeschwindigkeit der Rolle 54.5 entspricht im
wesentlichen der Oberflächengeschwindigkeit des Querbandes
31. Die Antriebsanordnung ist hier so, daß die Zahnkette 46
eine Zahnscheibe 71 im Gegenuhrzeigersinn antreibt, wie mit
dem Pfeil 72 gekennzeichnet. Die Zahnscheibe 71 trägt eine
weitere Zahnscheibe 73 mit einem etwas größeren Durchmesser
und diese treibt über eine weitere Zahnkette 74 die mit der
Führungsrolle 54.7 drehfest verbundenen Zahnscheibe 75 an.
Diese Zahnscheibe ist als doppelte Zahnscheibe ausgebildet
und treibt über eine weitere Zahnkette 76 eine Zahnscheibe
77 an, die mit der zweiten Führungsrolle 54.6 drehfest ver
bunden ist. Auch diese Zahnscheibe 77 ist als doppelte Zahn
scheibe ausgebildet und treibt eine weitere Kette 78 an, die
zu einer Drehbewegung einer noch weiteren Zahnscheibe 79
führt, welche drehfest mit der ersten Führungsrolle 54.5
gekoppelt ist. Alle Zahnketten und Zahnscheiben sind hinter
der Platte 42 des Kardengestells montiert, weshalb sie
strichliert dargestellt sind. Die Achsen und Lagerungen für
die Zahnscheiben sind von dieser Platte 42 getragen. Die
Achsen selbst ragen durch die Platte 42 hindurch, damit die
Führungsrollen 54.5, 54.6, 54.7 auf der Vorderseite dieser
Platte angeordnet sein können. Statt die Achsen selbst darzu
stellen, sind in der Fig. 3 wie auch in der Fig. 2 und 4 nur
die gedachten Drehachsen mittels Kreuz gezeigt.
Die drei gedachten Drehachsen 57.5, 57.6 und 57.7 der drei
Führungswalzen 54.5, 54.6 und 54.7 sind so angeordnet, daß
der Klemmabstand zwischen der Führungswalze 54.5 und der
Oberfläche des Querbandes 31 an der Umlenkrolle 25 größer
ist als der entsprechende Abstand für die Führungsrolle 54.6
und der Abstand für die Führungsrolle 54.6 ist auch wiederum
größer als der Klemmabstand für die Führungsrolle 54.7. Hier
durch entsteht eine zunehmende Vorverdichtung des Faservlie
ses und die durch jede Vorverdichtung herausgepreßte Luft
kann ohne weiteres zwischen den einzelnen Führungsrollen
entweichen. Diese Ausführung ist nicht auf drei Führungsrol
len beschränkt, es können beispielsweise zwei oder vier oder
noch mehrere Führungsrollen vorgesehen sein. Auch können die
Führungsrollen unterschiedliche Durchmesser haben. Sie kön
nen auch genutete oder gelochte Oberflächen aufweisen oder
aber als Laufkäfige ausgebildet sein.
Eine weitere Möglichkeit für die Führungseinrichtung ist der
Fig. 4 zu entnehmen. Auch hier weisen die gleichen Teile die
gleichen Bezugszeichen wie in den früheren Ausführungen auf.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 ist die Führungseinrichtung
nicht durch Rollen gebildet, sondern durch ein umlaufendes
Band 81, das um zwei Umlenkrollen 82 und 83 läuft. Die obere
Umlenkrolle 82 ist um einen feststehenden Achsstummel dreh
bar an der Platte 42 befestigt. Die untere Umlenkrolle 83
ist drehbar gelagert und wird von einer Zahnscheibe 84 ange
trieben. Die Zahnscheibe 84 selbst ist über eine Zahnkette
85 angetrieben, und zwar von einer weiteren Zahnscheibe 86,
die mit einer etwas größeren Zahnscheibe 87 drehfest gekop
pelt ist, wobei letztere Zahnscheibe 87 von der Zahnkette 42
in Pfeilrichtung 88 angetrieben wird. Auch hier liegen alle
Zahnscheiben hinter der Platte 42, weshalb sie strichliert
gezeichnet sind. Nachdem die gedachten Drehachsen 89 und 91
der Umlenkrollen 82 und 83 voneinander einen nicht
unbedeutenden Abstand aufweisen, befindet sich eine
statische gekrümmte Führung 92 zwischen den Umlenkrollen.
Die Führung 92 sorgt dafür, daß der der Umlenkrolle 25
zugewandte Trum des umlaufenden Bandes 81 so geführt wird,
daß das Faservlies eine zunehmende Verdichtung erfährt. Wie
aus der Fig. 4 ersichtlich, wird bei dieser Ausführungsform
die Vorverdichtung über einen Winkelbereich von 20 bis 80°
durchgeführt, wobei dieser Winkelbereich so bemessen ist wie
der Winkel α in der Ausführungsform gemäß Fig. 2. Es ist
auch möglich, diesen Winkelbereich so anzuordnen, daß er
sich über die 90°-Stellung hinaus erstreckt. Dies ist auch
bei der Ausführung gemäß Fig. 3 möglich.
Damit die durch die Vorverdichtung des Faservlieses heraus
gepreßte Luft entweichen kann, ist es angebracht, die Ober
fläche des Bandes 81 mit umlaufenden Rillen zu versehen.
Bei allen Ausführungsbeispielen können einstellbare Spannrol
len verwendet werden, um die Zahnketten festzuhalten. Selbst
verständlich kommt auch jede andere Art des Antriebes in
Frage.
Claims (15)
1. Querbandanordnung am Ausgang einer Karde, bei der der aus
einer zwischen mindestens zwei drehbaren Walzen gebilde
ten Klemmstelle austretende Faserflor auf den oberen Trum
eines zumindest im wesentlichen unterhalb zweier Walzen
liegenden Querband abgelegt wird, der in Achsrichtung
dieser Walzen zwischen den axialen Enden dieser Walzen
benachbart angeordneten Umlenkrollen läuft und den
Faserflor zu dem einen axialen Ende dieser Walzen führt,
wo er mittels eines um eine quer zu den Walzenachsen und
zum Querband angeordnete Achse oder mehrere solcher
Achsen umlaufende Führungseinrichtung nach unten gelenkt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die oberhalb des Querbandes angeordneten Walzen (21, 22) an ihren der Führungseinrichtung (54, 81) zuge ordneten Enden vor der Umlenkstelle des Querbandes (31) je eine sprungartige Verengung (38) aufweisen, in der die Führungseinrichtung (54) teilweise aufgenommen ist, und
daß eine Klemmstelle (58) bzw. ein Klemmbereich zwischen der Führungseinrichtung und der ihr benachbarten Umlenk rolle (25) des Querbandes (31) gebildet ist und seitlich von und mindestens vorwiegend oberhalb der Drehachse (26) dieser Umlenkrolle (25) liegt.
daß die oberhalb des Querbandes angeordneten Walzen (21, 22) an ihren der Führungseinrichtung (54, 81) zuge ordneten Enden vor der Umlenkstelle des Querbandes (31) je eine sprungartige Verengung (38) aufweisen, in der die Führungseinrichtung (54) teilweise aufgenommen ist, und
daß eine Klemmstelle (58) bzw. ein Klemmbereich zwischen der Führungseinrichtung und der ihr benachbarten Umlenk rolle (25) des Querbandes (31) gebildet ist und seitlich von und mindestens vorwiegend oberhalb der Drehachse (26) dieser Umlenkrolle (25) liegt.
2. Querbandanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung eine Rolle (54) ist.
3. Querbandanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die engste Stelle der zwischen der Rolle (54) und der
Umlenkrolle (25) bzw. dem auf der Oberfläche dieser Um
lenkrolle (25) laufenden Querband (31) gebildeten Klemm
stelle (58) in einem Winkelbereich zwischen 20° und 80°,
vorzugsweise zwischen 30° und 60° und insbesondere bei
einem Winkel von etwa 45° angeordnet ist, wobei dieser
Winkel in Uhrzeigerrichtung ausgehend von der
12-Uhr-Stellung (61) der Drehachse (26) der Umlenkrolle
(25) gemessen ist.
4. Querbandanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung (54) aus mehreren, jedoch
mindestens zwei Rollen (54.5, 54.6, 54.7) besteht, welche
jeweils um die eigene Drehachse (57.5, 57.6, 57.7) dreh
bar angeordnet sind und mit der zugeordneten Umlenkrolle
(25) bzw. der Oberfläche des Querbandes (31) eine Klemm
stelle bilden, wobei die Klemmstellen vorzugsweise in
einem Winkelbereich zwischen 20° und 80° angeordnet sind
und dieser Winkel in Uhrzeigerrichtung ausgehend von der
12-Uhr-Stellung (61) der Drehachse der Umlenkrolle (25)
gemessen ist.
5. Querbandanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände an den Klemmstellen zwischen den einzel
nen Rollen (54.5, 54.6, 54.7) und dem Querband (31) in
Bewegungsrichtung (59) des Querbandes (31) zunehmend
kleiner gewählt sind.
6. Querbandanordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen (54.5, 54.6, 54.7) mit in Laufrichtung
(59) des Querbandes (31) zunehmender Oberflächengeschwin
digkeit angetrieben sind.
7. Querbandanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung durch ein umlaufendes Band
(81) gebildet ist, das mit der Oberfläche des Querbandes
(31) einen ausgedehnten Klemmbereich (90) bildet, vorzugs
weise einen Klemmbereich, der sich über einen Winkel
zwischen mindestens 30° und 60° erstreckt, wobei dieser
Winkel in Uhrzeigerrichtung ausgehend von 12-Uhr-Stellung
(61) der Drehachse (26) der Umlenkrolle (25) gemessen
ist.
8. Querbandanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die umlaufende Führungseinrichtung (54, 81) eine
Oberflächengeschwindigkeit hat, welche mindestens so groß
und vorzugsweise größer ist als die Oberflächengeschwin
digkeit des umlaufenden Querbandes (31).
9. Querbandanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmstelle (58) bzw. die engste Stelle des Klemm
bereiches (90) eine Breite im Bereich von 3 bis 8 mm,
vorzugsweise 4 bis 6 mm und insbesondere von etwa 5 mm
aufweist.
10. Querbandanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung (54, 81) in ihrer Oberfläche
sich in Umlaufrichtung derselben erstreckende Nuten (63)
aufweist.
11. Querbandanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (54.1) eine Mehrzahl von nebeneinander
angeordneten Umfangsnuten (63) aufweist.
12. Querbandanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle als Siebtrommel (54.2) ausgebildet ist.
13. Querbandanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle als Laufgitterrolle (54.3) ausgebildet
ist.
14. Querbandanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Führungseinrichtung benachbart angeordnete
Umlenkrolle (25) von einem Riemen- bzw. Zahnketten- oder
Kettenantrieb angetrieben wird und daß dieser Riemenan
trieb auch zum Antreiben der Umlaufbewegung der Führungs
einrichtung (54, 81) herangezogen wird.
15. Querbandanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Querband (31) mindestens an seiner dem Tambour
(11) zugewandten Längsseite eine Schulter (32) aufweist,
die an der äußeren, den Faserflor führenden Oberfläche
des Querbandes angeordnet ist, und daß das Querband (31)
vorzugsweise an seiner dem Tambour (11) abgewandten
Längsseite eine zweite Schulter (35) aufweist, die eben
falls auf seiner äußeren, den Faserflor transportieren
den Oberfläche angeordnet ist.
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