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Vorrichtung zum Abziehen von aufgesteckten
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Kronkorken und dergleichen von Flaschen.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen von aufgesteckten
Kronkorken und dergleichen von in Flaschenkästen stehenden Plaschen mit Eronkormundstükken,
mit einem Rahmen, der dem Kastenbild entsprechend verteilte Greiferbuchsen trägt,
in denen Je eine radial aufweitbare, mit Widerhaken zum Hintergreifen des Randes
des KroKkorkens und dergleichen versehene Greiferhülse angeordnet ist (D2-AS 2 231
585).
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Getränkeflaschen, die in Flaschenkästen vom Verbraucher als Leergut
an den F!illbetrieb zurückgelangen, enthalten zu einem hohen Prozentsatz Flaschen,
auf die Kronkorken, Schraubverschlüsse oder auch andere überwurfartige Verschlußkappen
und dergleichen aufgesteckt wurden. Solche Flaschen führen in den weiterverarbeitenden
Anlagen, wie Flaschenreinigungsmaschinen und Fülleinrichtungen, zu erheblichen Störungen
und Aus-.
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fällen.
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Bei bekannten Vorrichtungen hat sich als nachteilig herausgestellt,
daß der die Greiferbuchsen tragende Rahmen heb- und senkbar ist und beim Absenken
auf die Flaschen bei ggf. im Kasten vorhandenen abnormal hohen Flaschen letztere
durch den Boden des Kastens drückt, da sich die für das liliederhalten und Entkorken
der Plaschen erforderliche Kraft, in der Regel bis eine Tonne pro Kasten, ausschließlich
auf die höheren Flaschen auswirkt. Schon eine einzelne unter dem Kastenboden hervorstehende
Flasche blockiert dabei den Durchlauf der weiteren Kästen.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen besteht darin, daß
eine die zu entkorkenden Flaschen übergreifende und zurückhaltende Lochplatte in
einem verformten oder beschädigten Flaschenkasten hängenbleibt und beim Aufwärtshub
den Kasten in seiner Griff öffnung unterfaßt und hochhebt, so daß wieder der Durchlauf
der Kästen durch die Maschine verhindert wird.
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Da bei Hochleistungsanlagen solche Störungen mehrmals am Tage auftreten
können, ist die Anwesenheit einer Bedienungsperson zur Behebung der Störungen erforderlich.
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In einer Reihe von Abfüllbetrieben machte man außerdem die Beobachtung,
daß Flaschen mit aufgesetzten Kronkorken nur sporadisch, Je nach dem Lieferer des
Leergutes, anfallen, so daß die Entkorkmaschine dann zeitweise abgeschaltet werden
kann, wobei die Kästen die Entkorkmaschine unbehandelt passieren, Das Beobachten
des Korkenanfalls durch die Bedienungsperson ist jedoch sehr unzuverlässig, so daß
bei hohen Leistungen leicht eine verkorkte Flasche überstehen wird, die dann in
den weiterverarbeitenden Anlagen zu erheblichen Störungen führt, Ein Nachteil des
heb- und senkbaren Rahmens besteht auch
darin, daß die von den Greiferbuchsen
gegriffenen und hochgeförderten Korken während des Hubvorgangs auf eine in der Regel
mit dem Gestell verbundene Rutsche abgeführt werden müssen, wobei es Jedoch recht
häufig vorkommt, daß abgezogene Krokorken infolge der Vorspannung in den Greiferhülsen
hochgeschleudert werden und neben der Rutsche auf den Boden oder in die durchlaufenden
Kästen fallen.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art so auszugestalten, daß bei einfachem Aufbau die vorgenannten Störungen
mit Sicherheit vermieden werden, und mit einer Einrichtung zu versehen, die es gestattet,
beim Einlauf eines Flaschenkastens auf den Flaschen vorhandene Korken su erkennen
und den Entkorkvorgang nur dann auszulösen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die einzelnen
Greiferbuchsen mit -hülsen in Kombination mit je einem Niederhalter und einem Einzelantrieb
als einzeln heb- und senkbare Entkorker in einem feststehenden Rahmen angeordnet
sind. Jeder dieser Binzelantriebe wird nur nit der für das Entkorken einer einzelnen
wlasche erforderlichen Kraft beaufschlagt, und infolgedessen können sich ggf. einzelne
Entkorker unabhängig von den übrigen auf von der Norm abweichende Flaschen einstellen,
ohne diese oder den ganzen Flaschenkasten zu beschädigen bzw. die Vorrichtung zu
blockieren.
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Vorteilhaft ist das Maschinengestell über dem Rahmen gleichzeitig
als Sammelbehälter für die abgezogenen Kronkorken und dergleichen ausgebildet.
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In Ausführung der Erfindung sind die Greiferbuchse mit -hülse einerseits
und ein sie übergreifender Niederhalter
andererseits -ls Differentialkolben
ausgebildet, und der Rahmen enthalt die Zylinderbohrungen aller Differentialkolben
sowie die Zu- und Ableitungen ftjr ein Druckmittel0 Beide Teile senken sich aus
der Hochlage gemeinsam ab und äbergreifen Flaschenhals und -kopf, während sie beim
Aufwärtshub zunächst eine Relativbewegung zueinander um eine vorgegebene estrecke
ausführen, Xrçhrend der ein ggf. vorhandener Kronkorken u.dgl. von der Greiferhülse
abgezogen wird, und anschließend gemeinsam in die Hochlage zurückgehen. Die Relativbewegung
ist so bemessen, daß ein ausreichender Weg zum Abziehen der Kronkorken auch bei
verschiedenen Flaschenkonturen im Halsbereich zur Verfügung steht. Dabei fluß die
zum Entkorken von ggf. originalverkorkten Flaschen erforderliche große Kraft lediglich
äber diese kurze, für das Entkorken erforderliche Wegstrecke aufgebracht werden,
während der eigentliche Aufwärtshub des Entkorkwerkzeuges durch eine kleine Differenzflache
des Differentialkolbens bewirkt wird, woraus sich eine erhebliche Energieersparnis
ergibt. -Obwohl sänotliche Werkzeuge eines Rahmens zugleich angetrieben werden,
sind ihre Hübe aufgrund ihrer Einzelantriebe variabel, so daß bei übergroßen Flaschen
weder diese noch die Flaschenkästen beschädigt werden oder die Vorrichtung blockieren
können.
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In eiterbildung des Erfindungsgedankens ist über der Transportbahn
für die Flaschenkästen auf deren Einlaufseite eine Abfragevorrichtung angeordnet,
die beim Auftreten von Kronkorken und dergleichen auf Flaschen den betreffenden
Flaschenkasten für kurze Zeit unter einem Rahmen positioniert und die in diesem
angeordneten Entkorkerwerkzeuge in Bewegung setzt.
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In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
daß die in einem über dem Rahmen angeordneten
Behälter befindlichen
Korken mittels einer Fördervorrichtung durch eine Öffnung im Behalter auf eine Rutsche,
vorzugsweise seitlich links oder rechts von der Transportbahn, gefördert werden,
so daß sie zwangsläufig in vorgeschriebenen Bahnen aus der Maschine ausgebracht
werden und keine Korken während der Übergabe auf die hustragrutschen zu Boden fallen
können. Zu diesem Zweck bewegt sich in dem Behälter ein zwischen zwei endlosen Transportketten
gespanntes, geschlitztes Tuch über den Behälterboden in Richtung zu einer Rutsche.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand
weiterer Unteransprüche0 Die Erfindung wird nachfolgend an einem .tusführungsbeispiel
näher erläutert, das in der Zeichnung schematisch dargestellt ist. Es zeigen: Fig.
1 die Seitenansicht einer über einer Transportbahn vorgesehenen Vorrichtung zum
Abziehen von aufgesteckten Kronkorken mit darunter befindlichen Plas chenkäst en,
Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, in Transportrichtung gesehen,
Fig. 3 einen Xängsschnitt durch einen Entkorker mit auf die Flasche abgesenktem
Differentialkolben, Fig0 4 einen Längsschnitt gemäß Fig. 3, wobei der Differentialkolben
sich am unteren Anschlag bef indet, nach dem Entkorken, vor dem Aufwärtshub des
gesamten Entkorkers, Fig. 5 eine Ansicht, z.T. im Schnitt, einer Fördervorrichtung
für in einem Behälter gesammelte Kronkorken.
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Das Maschinengestell 1 ist im unteren Bereich als Transportbahn ausgebildet,
über die durch einen Antriebsmotor 4 über einen nicht näher bezeichneten Ketten-
oder Riemenantrieb angetriebene Transportketten 2 mittels Antriebs- und Umlenkrädern
3 bewegt werden0 Die Transportketten 2 transportieren die Flaschen 6 enthaltende
Kästen 5 durch die Maschine hindurch. Unterhalb der Transportbahn sind eine Auflaufbremse
13 mit Betätigungszylinder 14 sowie eine mittels Zylinder 12 über Kniehebel 11 betätigte
Arretierung 10 zum Positionieren der Kästen während des Entkorkens untergebracht.
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Oberhalb der durchlaufenden Kästen 5 sind im Gestell 1 die Entkorker
aufnehmende Rahmen 7, vorzugsweise je ein Rahmen pro Kasten, befestigt, wobei die
obere Abdeckung 25 der Rahmen gleichzeitig den Boden eines vom Gestell 1 gebildeten
Behälters zur Aufnahme der Kronkorken 29 bildet, Ein Entkorker ist in Fig. 5 und
4 vergrößert dargestellt.
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Eine Greiferhülse 15 ist axial und radial beweglich mittels einer
Überwurfhülse 16 lose mit einem Kolben 17 verbunden, wobei die obere Stirnfläche
16a der tberwurfhülse 16 gleichzeitig den Endanschlag eines einen Zentrierring 18
tragenden Differentialkolbens 19 bildet. Das die Kolben 17, 19 beaufschlagende Druckmittel
wird über Kanäle 26 und 27 im Rahmen 7 zu- bzw. abgeleitet. Die als Führung für
die Kolben 17, 19 dienenden Abdeckplatten 21 und 22 dichten gleichzeitig den Zylinder
20 und die Kanäle 26, 27 nach außen hin ab.. Als Dichtungselemente für den Zylinder
20 dienen handelsübliohe Dichtungen.
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Der die Flasche 6 zentrierende und niederhaltende Zentrierring 18
ist in der Art eines Schnappverschlusses in den unteren Rand des hohlen Differentialkolbens
19 eingepreßt und kann Je nach Kontur und Durchmesser der zu behandelnden Flaschen
beliebig ausgewechselt werden0
Die Greiferhülse 15 ist wechselseitig
am Umfang mit Schlitzen 28 versehen, so daß sie beim Aufschieben Über eine mit Kronkorken
29 versehene Flasche 6 sich radial aufweiten und mit ihrem in der Art von Widerhaken
ausgebildeten Innenring 15a den Kronkorken unterfassen kann.
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Bei Beaufschlagung der Oberseite des Kolbens 17 mit dem Druckmittel
erfolgt der Aufwärtshub des Entkorkers, wobei sich der Zentrierring 18 auf den Flaschenhals
auflegt und diesen zentriert und im weiteren Hubverlauf die Greiferhälse 15 äber
das Flaschenmundstück und einen ggfe vorhandenen Kronkorken 29 geschoben wird (Fig.
3) Bei Beaufschlagung der Ringfläche F 1 an der Kolbenunterseite erfolgt der Aufwärtshub
des Kolbens 17 mit der anhängenden Überwurfhülse 16, in der die Greiferhülse 15
eingeschlossen ist. Die gleichzeitige Beaufschlagung der Ringfläche F 2 an der Oberseite
des Differentialkolbens 19 bewirkt, daß die Getränkeflasche 6 weiter über den Zentrierring.
18 auf den Kastenboden gedrückt und somit rgf. entkorkt wird0 Differentialkolben
19 und Kolben 17 können jedoch nur so lange eine Relativbewegung zueinander ausführen,
bis der Differentialkolben 19 an der ;3tirnfläche 16a der Überwurfhülse 16 anliegt
(Fig. 4).
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Nunmehr sind beide Kolben miteinander gekuppelt. Aufgrund der Differenz
der Ringflächen F 1, F 2 (F 1 - F 2 = F 3) erfolgt nun der Aufwärtshub des gesamten
Entkorkers, und die Flasche 6 wird freigegeben.
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Vor dem Kuppeln steht die gesamte, auf der Ringfläche F 1 erzeugte
Kraft -für das Entkorken zur Verfügung, während die Flasche mittels der auf der
Ringfläche F. 2 erzeugten Kraft niedergehalten wird. Daher beginnt der Aufwärtshub
des Entkorkers infolge der viel kleineren Differenz-Ringfläche F 3 mit Sicherheit
erst nach erfolgten Entkorken,
und es wird verhindert, daß die
Flaschen 6 beim Entkorken im Kasten abgehoben werden und danach in diesen zurückfallen0
Auf der Einlaufseite der Maschine über den Kästen 5 eine Abfragevorrichtung 30 angeordnet,
die das Auslösen des Entkorkvorgangs bei =gf. vorhandenen Kronkorken und dergleichen
auf uen einlaufenden Flaschen bewirkt (Fig. 1).
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Etwa vorhandene Kronkorken werden in an sich bekannter Art und Weise
mittels Fühlern oder auf fotoelektrischem Wege festgestell und die Schaltsignale
zur Steuerung der riaschine verwendet. Die normalerweise die Maschine unbehandelt
durchlaufenden Kästen 5 werden dabei durch Betätigung der unter der Transportbahn
angeordneten Auflaufbremse 13 verzögert, während die vorangegangenen Kästen ungehindert
weiterlaufen, so daß in der Kastenreihe eine lücke entsteht, in die eine ebenfalls
unter der Transportbahn allgeordnete Arretierung 10 eingeschoben werden kann, so
daß der betreffende Kasten in bestimmter gewünschter Position angehalten und fixiert
wird. Nach erfolgter Positionsmeldung durch lichtschranken oder Endschalter wird
der Entkorkvorgang für den betreffenden Kasten ausgelöst und danach der Durchlauf
der Kästen bis zum nächsten Bedarfsfall wieder freigegeben.
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In Fig. 1, 2 und 5 ist eine Fördervorrichtung für entkorkte Kronkorken
dargestellt. In dem vom Gestell 1 über den Rahmen 7 gebildeten Behälter sind an
den Seitenwänden in Lagern 32 auf Verbindungswellen 33 Kettenräder 31 drehbar gelagert,
die von einem Antriebsmotor 35 angetrieben werden und über die zwei endlose Ketten
36 laufen. An einer Verbindungsstange 37 ist ein mit Schlitzen 38 versehenes Gummituch
39 drehbar befestigt, das im Behälter befindliche Kronkorken seitlich in eine Rutsche
41 ausschiebt. Drehrichtung und Größe der Kettenräder ist
derart,
daß das drehbar auf den Ketten 36 angeordnete Gummiband 39 die Kronkorken in Richtung
zur Rutsche 41 befördert und beim Rücklauf etwa um den Jiirchmesser eines Kettenrades
31 angehoben wird, so daß der Transport der Kronkorken eindeutig in Richtung zur
Rutsche 41 erfolgte Um zu verhindern, daß umherfliegende Kronirorken zwischen Kette
und Kettenräder gelangen, ist zwischen den beiden Trums einer Kette 36 eine Schutzschiene
40 angebracht, deren Breite dem Abstand der Trums und deren Länge dem Abstand zwischen
den Kettenrädern 31 entspricht, wobei die Enden der Schutzschiene 40 dem Außendurchmesser
der Kettenräder angepaßt sind0 - PatentansprUche -
L e e r s e
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