DE3823038A1 - Verfahren zur ueberwachung einer batterie - Google Patents
Verfahren zur ueberwachung einer batterieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des
Ladezustands einer Batterie, die in einer elektronischen
Schaltung mehrere Verbraucher speist.
Elektronische Geräte weisen verschiedene Verbraucher, wie
beispielsweise Relais, Summer und optische Anzeigen auf.
Solche Geräte können batteriebetrieben sein oder eine
Batterie als Pufferbatterie bei Netzausfall aufweisen. Um
die Betriebsmöglichkeit des Geräts sicherzustellen, wird
der Ladezustand der Batterie kontrolliert. Nach dem Stand
der Technik geschieht dies beispielsweise dadurch, daß
die Batteriespannung überwacht wird. Dieses Verfahren ist
zwar genau, jedoch aufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, durch das sich der
Ladezustand der Batterie in einem elektronischen Gerät
unter Berücksichtigung der tatsächlichen Einschaltdauer
und der Leistung der Verbraucher des Geräts überwachen
läßt.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe dadurch gelöst, daß ein
Zähler bei vollgeladener Batterie auf einen
Zählanfangsstand gesetzt wird, daß der Einschaltzustand
der Verbraucher in einem Takt abgetastet wird, daß,
solange ein Verbraucher eingeschaltet ist, der
Zählerstand in dem Takt jeweils um einen von mehreren
Zahlenwerten in Richtung auf einen Zählendstand geändert
wird, wobei die Zahlenwerte im Verhältnis der
Verbrauchsleistungen der Verbraucher vorgegeben werden,
und daß bei Erreichen des Zählendstandes ein Signal
erzeugt wird.
Dadurch ist erreicht, daß als Kriterium für den
Ladezustand der Batterie nicht deren Spannung, sondern
der tatsächliche Ladungsverbrauch herangezogen wird. Das
Verfahren läßt sich in elektronischen Schaltungen,
beispielsweise auch in einem Mikroprozessor, auf einfache
Weise durchführen, da es einerseits rein digital arbeitet
und andererseits keine Berechnungen durchzuführen sind,
sondern lediglich ein Zählerstand geändert wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
Die Figur zeigt ein
Blockschaltbild einer Schaltung zur Überwachung des
Ladezustands einer Batterie.
Ein elektronisches Gerät weist eine Batterie (1) auf. An
diese sind im Beispielsfalle drei Verbraucher (2, 3, 4) und
eine elektronische Schaltung (5) des Geräts angeschlossen.
Die elektronische Schaltung (5) weist eine
Steuerschaltung (6) auf, welche über Schalter (7, 8, 9) die
Verbraucher (2, 3, 4) ein- bzw. ausschaltet.
Die Leistungen der Verbraucher (2, 3, 4) sind
unterschiedlich. Sie stehen beispielsweise im Verhältnis
1 : 2 : 3. Diesen Leistungsverhältnissen entsprechende
Zahlenwerte sind in Speicherbausteinen (10, 11, 12)
gespeichert.
Die Speicherbausteine (10, 11, 12) sind mit den
Schaltern (7, 8 bzw. 9) verbunden und aktiviert, wenn der
betreffende Schalter (7, 8, 9) geschlossen, d. h. der
zugehörige Verbraucher (2, 3, 4) eingeschaltet ist. Die
Speicherbausteine (10, 11, 12) sind an einen Vorteiler (13)
angeschlossen, an dessen Eingang (14) ein ohnehin in der
Steuerschaltung (6) vorgesehener Takt gelegt ist.
Beispielsweise wird an den Eingang (14) ein Impuls pro
Sekunde gelegt.
An einen Ausgang (15) des Vorteilers (13) ist über ein
UND-Gatter (16) ein Zähler (17) angeschlossen. Am
Ausgang (18) des Zählers (17) liegt ein Signalgeber (19).
Außerdem ist der Ausgang (18) über einen Inverter (20) an
das UND-Gatter (16) und direkt an ein weiteres
UND-Gatter (21) gelegt. Am UND-Gatter (21) liegt ebenfalls
der Ausgang (15) des Vorteilers (13). An das UND-Gatter (21)
ist ein weiterer Zähler (22) angeschlossen. An dessen
Ausgang (23) liegt ein der Batterie (1) nachgeschalteter
Hauptschalter (24).
Die Zähler (17, 22) weisen Rückstelleingänge auf, an denen
eine Rückstelleitung (25) liegt.
Mit der beschriebenen Schaltung läuft das Verfahren zur
Überwachung des Ladezustands der Batterie etwa
folgendermaßen ab:
Wenn die Batterie (1) vollgeladen ist, steht der
Zähler (17) auf einem - hohen - Zählanfangsstand. Solange
keiner der Verbraucher (2, 3, 4) eingeschaltet ist, bleibt
der Zählanfangsstand erhalten. Über den Vorteiler (13)
gelangt kein Impuls an die Zähler (17, 22).
Wird nun von der Steuerschaltung (6) über den Schalter (7)
der Verbraucher (2) eingeschaltet, dann wird dadurch
gleichzeitig der Speicherbaustein (10) aktiviert, so daß
nun im am Eingang (14) anliegenden Takt eine dem
Speicherbaustein (10) entsprechende Anzahl von Impulsen am
Ausgang (15) auftritt. Beispielsweise tritt je Sekunde ein
Impuls auf. Dadurch wird der Zählerstand des Zählers (17)
entsprechend herabgesetzt. Ist beispielsweise der
Verbraucher (2) für 20 s eingeschaltet, wird der
Zählerstand um 20 herabgesetzt.
Wird von der Steuerschaltung (6) über den Schalter (8) der
Verbraucher (3) eingeschaltet, dann wird gleichzeitig der
Speicherbaustein (11) aktiviert. Im Takt treten am
Ausgang (15) Impulse, und zwar im Beispielsfall doppelt so
viel Impulse wie bei geschlossenem Schalter (7) auf. Ist
der Verbraucher (3) für 20 s eingeschaltet, dann wird der
Zählerstand des Zählers (17) dementsprechend um 40
herabgesetzt. Entsprechendes gilt beim Schließen des
Schalters (9). Der Zählerstand des Zählers (17) wird somit
entsprechend der Einschaltdauer und der Leistungen der
Verbraucher (2, 3, 4) herabgesetzt. Sind gleichzeitig zwei
oder mehr der Verbraucher (2, 3, 4) eingeschaltet, dann wird
der Zählerstand entsprechend mehr reduziert.
Ist der Zählendstand, beispielsweise 0 erreicht, dann
tritt am Ausgang (18) des Zählers (17) ein Signal auf, das
den Signalgeber (19) aktiviert. Dies ist für den Benutzer
ein Zeichen dafür, daß die Batterie (1) ausgetauscht
werden muß, obwohl sie momentan noch eine hinreichende
Ladung besitzt.
Durch das Signal am Ausgang (18) wird über den
Inverter (20) das UND-Gatter (16) gesperrt, so daß weitere
Impulse des Ausgangs (15) den Zähler (17) nicht mehr
beeinflussen. Über das Signal des Ausgangs (18) wird
gleichzeitig das UND-Gatter (21) aktiviert, so daß Impulse
des Ausgangs (15) nun auf den Zähler (22) gelangen. Dieser
ist auf einen Zählanfangsstand eingestellt, der der
Differenz zwischen der Batterieladung, die nach dem
Signal des Ausgangs (18) noch vorliet, und der Restladung
entspricht, bei der der sichere Betrieb der Schaltung
nicht mehr gewährleistet ist.
Nach der Aktivierung des Zählers (22) wird durch das
Einschalten der Verbraucher (2, 3, 4) der Zählerstand des
Zählers (22) wie oben beschrieben, herabgesetzt. Ist der
Zählendstand, beispielsweise 0 erreicht, dann wird über
den Ausgang (23) der Hauptschalter (24) geöffnet, so daß
nunmehr das Gerät abgeschaltet ist, Fehlfunktionen also
vermieden sind.
Nach dem Einsetzen einer neuen Batterie werden die
Zähler (17, 22) wieder auf die Zählanfangsstände gesetzt.
Günstig ist beim beschriebenen Verfahren, daß weder
Strom- noch Spannungsmessungen vorgenommen werden müssen.
Da die Kapazität der Batterie (1) und die Leistungen der
Verbraucher (2, 3, 4) bekannt sind und der Takt zur
Verfügung steht, läßt sich die Anpassung an die
Verhältnisse durch Einstellen der Speicherbausteine
(10, 11, 12) und der Zählanfangsstände erreichen.
Im Beispiel ist von einem Abwärtszählen der Zähler (17, 22)
ausgegangen. Dies hat den Vorteil, daß der Zählendstand
Null leicht auswertbar ist. Es könnte jedoch auch eine
Aufwärtszählung vorgesehen sein. Der Zählanfangsstand
wäre dann Null.
In Weiterbildung der Erfindung könnte in der
beschriebenen Weise auch der Leistungsverbrauch der
elektronischen Schaltung (5) selbst mit berücksichtigt
werden. Es könnte auch der zeitabhängige Ladungsverlust
der Batterie (1) durch ein unabhängig von den
Verbrauchern (2, 3, 4) zeitabhängiges Herabsetzen des
Zählerstands berücksichtigt werden. Beide Einflüsse sind
jedoch im Vergleich zum Leistungsverbrauch der
Verbraucher (2, 3, 4) gering, so daß diese Einflüsse nicht
berücksichtigt werden müssen.
Es könnte auch der Leistungsverbrauch des
Signalgebers (19) in der beschriebenen Weise zum
entsprechenden Herabsetzen des Zählanfangsstandes des
Zählers (22) herangezogen werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Überwachung des Ladezustandes einer
Batterie, die in einer elektronischen Schaltung mehrere
Verbraucher eines Geräts speist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zähler bei vollgeladener Batterie auf einen
Zählanfangsstand gesetzt wird, daß der Einschaltzustand
der Verbraucher in einem Takt abgetastet wird, daß,
solange ein Verbraucher eingeschaltet ist, der
Zählerstand in dem Takt jeweils um einen von mehreren
Zahlenwerten in Richtung auf einen Zählendstand geändert
wird, wobei die Zahlenwerte im Verhältnis der
Verbrauchsleistungen der Verbraucher vorgegeben werden,
und daß bei Erreichen des Zählendstandes ein Signal
erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zählanfangsstand der Kapazität der Batterie
entspricht und der Zählendstand 0 ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Zählendstand des ersten Zählers ein weiterer
Zähler aktiviert wird, dessen Zählerstand entsprechend
dem Einschaltzustand und der Einschaltdauer der
Verbraucher in Richtung auf seinen Zählendstand geändert
wird, und daß bei Erreichen dieses Zählendstandes das
Gerät abgeschaltet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zählanfangsstand des weiteren Zählers der
Differenz zwischen der Ladung der Batterie beim
Zählendstand des ersten Zählers und der zum Betrieb des
Geräts unzureichenden Restladung der Batterie entspricht
und daß der Zählendstand 0 ist.
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DIEHL STIFTUNG & CO., 90478 NUERNBERG, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |