DE3821645A1 - Videotelefon - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Videotelefon zum Übertragen
von Festbildern.
Wenn bei einem Videotelefon das Videosignal als solches
übertragen wird, sind teure, breitbandige Spezialtelefon
leitungen erforderlich, was für allgemeinen Gebrauch zu
teuer ist.
Ein für jedermann erschwingliches Videotelefon muß das
öffentliche Telefonnetz nutzen. Dieses ist jedoch für
das Übertragen von Audiosignalen ausgelegt; das Über
tragungsband liegt im Bereich von 300-3400 Hz. Inner
halb dieses Bandes ist nur ein Festbild unterzubringen,
das für die Übertragung zeitbasisgespreizt wird.
Fig. 1 zeigt das Übertragungssystem für ein herkömmliches
Video- oder Fernsehtelefon. Eine Videokamera 1 erzeugt
ein Leuchtdichtesignal Sy, das einem A/D-Wandler 2 zuge
führt und in ein digitales Signal gewandelt wird. Das
digitale Signal für eine Bildperiode wird in einen
Speicher 3 eingeschrieben und aus diesem auch mit nied
riger Geschwindigkeit ausgelesen. Das ausgelesene Signal
wird in einem Parallel-Serien-Register 4 in ein serielles
Signal umgewandelt. Das serielle Signal wird einem MODEM
5 zugeführt, in dem es mittels Frequenzumtastung in ein
FM-Signal umgewandelt wird, mit einem Frequenzband, das
im Frequenzband des öffentlichen Telefonnetzes liegt.
Dieses umgesetzte FM-Signal wird über eine öffentliche
Telefonleitung 9 übertragen.
Das Leuchtdichtesignal Sy wird außerdem einer Synchron
impuls-Abtrennschaltung 6 zugeführt, die aus ihm einen
Vertikalsynchronimpuls Pv und einen Horizontalsynchron
impuls Ph
abtrennt. Diese Impulse Pv und Ph werden verschiedene Schal
tungen als Zeitvorgabesignale zugeführt. Der Horizontalsyn
chronimpuls wird auch einer PLL-Schaltung 7 zugeführt, die
daraus ein Wechselsignal bildet, dessen Frequenz 4 fc das
Vierfache der Farbträgerfrequenz fc ist. Das Wechselsignal
wird einem Frequenzteiler 8 zugeführt, in dem es in Impulse
vorgegebener Frequenz geteilt wird. Diese werden den Schal
tungen 2-5 als Taktsignale zugeführt.
Bei einem derartigen Videotelefon kann ein Bild über das
öffentliche Telefonnetz als Schwarz-Weiß-Festbild übertragen
werden.
Die Anzahl der Bildelemente in einem solchen Bild ist:
525 horizontale Zeilen × (55 525 × 4 × 3) Bildelemente = 367 500 Bildelemente.
Wenn für jedes Bildelement 8 Bits erforderlich sind und eine
Übertragungsgeschwindigkeit von 240 bps verwendet wird, er
rechnet sich die Übertragungszeit wie folgt:
367 500 Bildelemente × 8 Bits/2400 bps = 1225 Sekunden.
Es beansprucht also mehr als 20 Minuten, ein einziges Fest
bild zu übertragen, was praktische Anwendung ausschließt.
Darüber hinaus besteht der Nachteil, daß der Speicher 3 eine
Kapazität von 8 Bits × 367,5 k Adressen aufweisen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Videotelefon
anzugeben, das über das öffentliche Telefonnetz Festbilder
schneller senden kann als bisher.
Die Erfindung ist durch die Mekrmale von Anspruch 1 gegeben,
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegen
stand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Videotelefon zeichnet sich dadurch aus,
daß es für ein Festbild nicht alle aufgenommenen Bildelemente
überträgt, sondern daß es das aufgenommene digitale Sig
nal in horizontaler und vertikaler Richtung ausdünnt. Nach
welchen Gesichtspunkten dies erfolgt, wird weiter unten an
hand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Ein weiteres
Reduzieren zu übertragender Bildpunkte läßt sich in beson
ders vorteilhafter Weise dadurch erzielen, daß die Tatsache
berücksichtigt wird, daß bei einem Wiedergabeschirm die Ab
lenkung normalerweise sehr stark ausgeweitet werden kann, so
daß Randbereiche, die ohnehin üblicherweise wenig Bildinfor
mation enthalten, auf dem Schirm gar nicht mehr zur Dar
stellung gelangen. Derartige Punkte, die bei ausgeweiteter
Auslenkung gar nicht mehr dargestellt würden, werden von
vorneherein nicht übertragen. Wird dann empfängerseitig tat
sächlich ausgeweitete Ablenkung verwendet, ist dennoch der
gesamte Schirm gefüllt.
Werden gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung 16 Graustufen
verwendet, führt dies zu guter Bilddarstellung, aber dennoch
nicht zu großer Übertragungsdauer.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von durch Figuren
2-8 veranschaulichten Ausführungsbeispielen näher erläu
tert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Übertragungssystemes
für ein herkömmliches Videotelefon;
Fig. 2 ein schematisches Diagramm zum Erläutern der Bild
abtastung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines verwendeten
Bildformates;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Übertragungs
protokolles;
Fig. 5 ein Diagramm eines Signalzuges zum Erläutern der
Darstellung unterschiedlicher Graustufen;
Fig. 6 ein Blockdiagramm eines Videotelefones;
Fig. 7 ein Blockdiagramm eines Adressignalgenerators, wie
er in der Schaltung gemäß Fig. 6 verwendet wird,
und
Fig. 8A-8C Signalverläufe zum Erläutern der Funktion
der Schaltung gemäß Fig. 7.
Bevor das Videotelefon gemäß Fig. 6 näher erläutert wird,
sei zunächst in allgemeiner Art beschrieben, wie Daten auf
genommen werden, wobei angenommen wird, daß das NTSC-System
zugrundeliegt, bei dem ein Rahmen 367 500 Bildelemente ent
hält. Diese hohe Zahl von Bildelementen wird gemäß dem fol
genden Verfahren ausgedünnt, um zu kürzeren Übertragungszei
ten zu gelangen.
Es sei zunächst die Anzahl von Bildelementen in einer hori
zontalen Zeile betrachtet. Wenn ein Videosignal entsprechend
dem internationalen Standard für digitale Videorecorder di
gitalisiert wird, wird eine Farbträgerfrequenz fc (ungefähr
3.579545 MHz) als Referenzfrequenz verwendet und ein Leucht
dichtesiganl wird mit der vierfachen Frequenz 4 fc abgeta
stet, wodurch 768 effektive Bildelemente pro horizontaler
Zeile erzeugt werden. Wird diese Zahl von Bildelementen
durch einen ganzzahligen Teiler geteilt, erhält man 256, 192,
128 oder 64 Bildelemente. 192 Bildelemente ist die Zahl der
Bildelemente, die tatsächlich mit der Farbträgerfrequenz fc
abgetastet wird.
Wenn das Bild als Ganzes auf dem gesamten Schirm dargestellt
wird, erscheint es demgemäß vorteilhaft, 192 Bildelemente
in horizontaler Richtung darzustellen, wie in Fig. 2 einge
zeichnet. Die Zahl der Zeilen pro Rahmen ist 483, wird je
doch der Einfachheit halber nun mit 480 angenommen. Wird
diese Zahl durch einen ganzzahligen Teiler geteilt, erhält
man 240, 160, 120, 80 oder 60 Zeilen. Teilt man 480 Zeilen
durch 2, um 240 Zeilen im nichtverschachtelten System be
reitzustellen, erhält man durch Teilen mit einem ganzzahligen
Teiler 120, 80 oder 60 Zeilen.
Wird ein Bild ganz auf einem ganzen Schirm dargestellt, ist
es demgemäß wünschenswert, die Zahl der Bildelemente in ver
tikaler Richtung zu 240, 120, 80 oder 60 Bildelementen zu
wählen.
Da weiter oben von 192 Bildelementen in horizontaler Richtung
ausgegangen wurde, ergibt sich bei einem Seitenverhältnis
von 3 : 4 als Zahl für die vertikalen Punkte die Zahl 144
(192 × 3/4 = 144). Dementsprechend werden vorzugsweise 120
Bildelemente in vertikaler Richtung verwendet.
Für die gesamte Bilddarstellung sind somit 192 Punkte in ho
rizontaler Richtung und 120 Punkte in vertikaler Richtung
geeignet.
In Bildtelefon kann üblicherweise die Ablenkung so stark
ausgeweitet werden, daß 15% eines Bildes außerhalb der
Schirmfläche liegen. Selbst wenn also die Anzahl der Bild
elemente in horizontaler und vertikaler Richtung jeweils um
etwa 15% verringert wird, kann der gesamte Schirm durch das
Bild ausgefüllt werden. Es ergeben sich dann als Bildpunkte:
horizontale Richtung192 Bildelemente × 85% ≅ 160 Bildelemente
vertikale Richtung120 Bildelemente × 85% ≅ 100 Bildelemente
Es werden also 100 effektive Bildelemente für 262,5 hori
zontale Zeilen pro Bildperiode erzeugt, und so können in
vertikaler Richtung Videodaten (Bildelementdaten) für jede
übernächste horizontale Zeile erhalten werden.
Mit der genannten Anzahl von Bildelementen kann der gesamte
Schirm ausgefüllt werden. Die Übertragungszeit ergibt sich
zu:
160 × 100/(192 × 120) = 69%
Die Übertragungszeit kann demgemäß durch Nichtübertragen der
Randbereiche bei ausgeweiteter Ablenkung um 30% gesenkt
werden.
Des weiteren seien die Graustufen pro Bildelement betrach
tet. Werden 16 Graustufen verwendet, sind pro Bildelement
4 Bit erforderlich, so daß sich die Bitzahl für den gesamten
Schirm wie folgt ergibt:
160 Bildelemente × 100 Bildelemente × 4 Bits = 64 × 10³ Bits
Ein einziger 64 k-Bit-Speicher reicht demgemäß zum Speichern
der Daten für ein Bild aus.
Die Beziehung zwischen Graustufen und Videodaten wird wie
folgt gewählt.
Für Weiß ist der Videodatenwert "0000". Für Schwarz ist der
Videodatenwert "1111".
Aus obigem ergibt sich der folgende Standard:
Bildelementzahl in horizontaler Richtung:160
Bildelementzahl in vertikaler Richtung:100
Graustufen:16 (4 Bits)
Unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 wird nun ein Übertra
gungsprotokoll für das Übertragen von Videodaten beschrie
ben.
Wenn das Videotelefon mit dem Gerät eines Gesprächspartners
verbunden ist, wird ein Rufton CLTN (Fig. 3) während einer
Zeitspanne T 1 z. B. T 1 = 0,4 Sekunden, auf die Empfangs
seite übertragen, wenn auf der Sendeseite eine Bildsende
taste betätigt wird. Dieses Ruftonsignal CLTN dient dazu,
das empfangende Videotelefon zu veranlassen, von der norma
len Betriebsart in die Bildempfangsbetriebsart umzuschalten.
Zu diesem Zweck wird ein Wechselsignal Sc der Farbträger
frequenz fc in zwei Signale S 1 und S 2 mit Frequenzen f 1 bzw.
f 2 wie folgt geteilt:
f 1 = fc/1784 = 2006 HzS 1
f 2 = fc/2192 = 1633 HzS 2
Die frequenzgeteilten Signale S 1 und S 2 werden gemischt, um
das Ruftonsignal CLTN als Dualtonsignal mit vorgegebenem
Pegel zu erzeugen. Das Signal CLTN weist also zwei Kompo
nenten mit den Frequenzen f 1 und f 2 und es dauert für die
Zeitspanne T 1 an. Dies ermöglicht es, das Signal einfach
und sicher von anderen Audiosignalen auf der Empfängerseite
zu unterscheiden.
Auf die Zeitspanne T 1 folgt eine Zeitspanne T 2, z. B. von
0,4 Sekunden, innerhalb der kein Signal übertragen wird.
In einer nachfolgenden Zeitspanne T 3 wird ein Übertragungs
korrektursiganl TRCR gesandt, z. B. mit einer Dauer von
1 Sekunde. Dieses Signal TRCR dient dazu, schwankende Sende
verstärkungen im Videotelefon auf der Empfängerseite auszu
gleichen. Zu diesem Zweck weist das Signal TRCR z. B. die
Frequenz f 1 auf und entspricht dem Signal S 1 mit konstantem
Pegel. Eine automatische Verstärkungsregelung (AGC) wird im
Videotelefon auf der Empfangsseite so ausgeführt, daß das
Signal TRCR einen vorgegebenen Pegel einnimmt.
In einer auf die Zeitspanne T 3 folgenden Zeitspanne T 4 von
z. B. 0,2 Sekunden wird wiederum kein Signal gesandt.
In der folgenden Zeitspanne T 5 von z. B. 0,08 Sekunden wird
ein Bildzugriffssignal VDMK gesandt. Dieses ist ein Synchro
nisiersignal oder ein Markiersignal, das anzeigt, daß nach
ihm Videodaten gesandt werden. Dieses Signal VDMK hat z. B.
die Frequenz f 1 und entspricht ebenfalls dem Signal S 1 mit
konstantem Pegel.
In der dann folgenden Zeitspanne T 6 werden schließlich Video
daten gesendet. Dazu wird das Signal S 1 AM durch die Video
daten moduliert und ein AM-Signal SA wird gesendet. Wie in
Fig. 5 dargestellt, wird dazu jedem Zyklus des Signales Sa
(S 1) ein Videodatenwert (4 Bits) für ein Bildelement zuge
ordnet und die Amplitude in jedem Zyklus ist AM-moduliert,
entsprechend dem analogen Wert (Graustufe) des Bildelement
datenwertes.
Die Modulation ist dabei jedoch so begrenzt, daß dann, wenn
der Videodatenwert "0000" (weißer Pegel) ist, die Amplitude
AM des Signales Sa nur minimalisiert ist, aber nicht 0
wird. Dies verhindert, daß das Signal Sa unterbrochen wird,
und es sorgt dafür, daß das Signal S 1 als Trägersignal be
steht.
Da ein Bild aus 160 Bildelementen × 100 Bildelementen ge
bildet ist, gilt für die Übertragungszeit T 6 das folgende:
T 6 = 160 × 100 × 1/f 1 ≅ 7,97 Sekunden
Genau gesprochen ist die Zeitspanne T 5 die Zeitspanne für
160 Bildelemente (160 Zyklenzeitspanne des Signales S 1), so
daß T 5 = T 6/100 weniger als 0,08 Sekunden ist.
Die Gesamtzeitspanne T zum Senden eines Bildes ist die Summe
der aus den einzelnen Zeitspannen T 1 bis T 6, so daß gilt:
T = T 1 + T 2 + . . . T 6 = 10,05 Sekunden
Ein Bild kann also in etwa 10 Sekunden übertragen werden.
Die Übertragungsrate von Videodaten während der Zeitspanne T 6
ergibt sich zu:
64 × 10³ Bits/T 6 = 4 f 1 ≅ 8026 bps.
Die effektive Übertragungsrate für die Gesamtdauer T ergibt
sich demgemäß zu:
64 × 10³ Bits/T ≅ 6368 bps.
Wenn im Videotelefon auf der Sendeseite die Übertragung von
Videodaten beendet ist oder wenn die Zeitspanne T abläuft,
nachdem die Übertragung des Ruftonsignales CLTN gerade be
gonnen hat, wechselt die Betriebsart von Sendebetriebsart
in Gesprächsbetriebsart zurück. Auch das Videotelefon auf
dem Empfangsseite schaltet in Gesprächsbetriebsart zurück,
wenn der Empfang von Videodaten beendet ist oder wenn die
Zeitspanne T abgelaufen ist, nachdem das Ruftonsiganl CLTN
gerade festgestellt worden ist.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform eines Videotelefones für
schnelle Bildübertragung. Es ist als Adaptor ausgebildet,
der an einen üblichen Telefonapparat angeschlossen werden
kann, um so ein Bildtelefon zu beschaffen. Die Standards für
den Schirm und das Übertragungsprotokoll entsprechen dem
oben Beschriebenen.
Folgene Baugruppen sind in Fig. 6 neben anderen vorhanden:
eine öffentliche Telefonleitung 11, ein üblicher Telefon
apparat 12, ein Audiobandgerät 13 zum Aufnehmen von Video
daten und ein Videodrucker 14 zum Drucken eines von einem
Gesprächspartner gesandten Festbildes. Die genannten Bau
gruppen 11-14 sind über Verbindungsstellen 21-24 mit
einem Videotelefonadaptor verbunden.
Im Adaptor ist eine Bildaufnahmeröhre 31 vorhanden, mit der
z. B. das Gesicht des Benutzers aufgenommen wird. Weiterhin
sind folgende Bauteile vorhanden: ein 4-Bit-A/D-Wandler 34,
ein 4-Bit-D/A-Wandler 35, eine Anzeigeröhre mit flachem
Schrim, die ein Bild anzeigt, ein Speicher 41 zum Speichern
von Videodaten, die zum Gesprächspartner gesandt werden, ein
Speicher 42 zum Speichern von Daten, die vom Gesprächspartner
gesandt werden, und eine Speichersteuerung 43. Jeder der
Speicher 41 und 42 weist eine Kapazität von 64 k Bits für
einen ganzen Schirm. Die Speichersteuerung 43 umfaßt gate
arrays und erzeugt Signale, die zum Einschreiben von Daten
in die Speicher 41 und 42 oder zum Auslesen aus denselben
erforderlich sind. Die Speichersteuerung 43 führt auch Video
signalverarbeitung durch.
Ein digitaler AM-Modulator 44 dient dazu, die an den anderen
Partner zu sendenden Videodaten in das AM-Signal Sa umzu
wandeln. Auf Grundlage des Signals S 1 als Taktsignal wird
die 4-Bit-D/A-Wandlung durchgeführt, um ein paralleles
4-Bit-Videosignal in das AM-Signal Sa umzuwandeln.
Ein Detektor 52 ermittelt, ob das Ruftonsignal CLTN von
Partner gesandt wurde. Ein Verstärker 55 zur Verstärkungs
regelung korrigiert den Pegel des empfangenen Signales auf
Grundlage des Pegels des ebenfalls empfangenen Signales TRCR.
Außerdem sind ein AM-Demodulator 56 und eine Systemsteue
rung 51 vorhanden, die durch einen Mikrocomputer gebildet
ist und die Funktion des gesamten Gerätes steuert. Die Sy
stemsteuerung 71 ist mit mehreren LEDs 72 ausgestattet, die
die Funktionszustände anzeigen. Außderdem sind Tasten (Schal
ter) 73 A-73 E vorhanden, die zum Einstellen von Betriebs
arten dienen.
Außderdem ist ein Haupttaktgenerator 81 vorhanden. Dieser
besteht z. B. aus einem Ein-Chip IC, wie er in Videokameras
zum Erzeugen des Synchronisiersignals gemäß NTSC-Norm ver
wendet wird. Ein derartiger IC ist im Handel problemlos er
hältlich. Dieser IC, d. h. der Haupttaktgenerator 81, er
zeugt das Farbträgersignal Sc (Frequenz fc), den Vertikal
synchronisierimpuls Pv, den Horizontalsynchronisierimpuls Ph
und einen zusammengesetzten Synchronisierimpuls SYNC.
Die Synchronisierimpulse Pv Ph werden einer Ablenkschal
tung 82 zugeführt, die Vertikal- und Horizontalablenksignale
erzeugt. Diese Ablenksignale werden an Horizontal- und Ver
tikalablenkspulen 31D der Bildaufnahmeröhre 31 gegeben. Sie
werden außerdem einer Ablenkschaltung 83 zugeführt, die Ver
tikal- und Horizontalablenksignale für eine Vertikal- und
Horizontalablenkspule 38 D der Bildempfangröhre 38 liefert.
Beim Erzeugen dieser Signale wird eine ausgeweitete Ablen
kung von etwa 15% an der Bildaufnahmeröhre 31 und der
Bildempfangsröhre 38 eingestellt, wie oben erläutert.
Die Synchronisierimpulse Pv und Ph werden der Speichersteue
rung 43 und der Systemsteuerung 71 als Signale zugeführt,
die den Zeitverlauf des Leuchtdichtesignales anzeigen. Das
Signal Sc vom Taktgenerator 81 wird den beiden Steuerungen
43 und 71 zugeleitet, insbesondere als Taktsignal für eine
CPU innerhalb der Systemsteuerung 71. Das Signal Sc wird
außerdem einem Frequenzteiler 84 zugeführt, der es teilt, um
die Signale S 1 und S 2 bereitzustellen. Das Signal S 1 wird
der Speichersteuerung 43 und dem Modulator 44 als Träger
signal zugeführt. Die Systemsteuerung 71 steuert Schalter
91-93 über nicht dargestellte Leitungen an. Es sind auch
noch ein Handschalter 54 und ein Relaiskontakt 74 S vorhan
den. Das zugehörige Relais 74 wird ebenfalls durch die Sy
stemsteuerung 71 geschaltet.
Wenn der Adapter nicht verwendet wird, steht der Relaiskon
takt 74 S in der dargestellten Stellung, so daß der Telefon
apparat 12 über den Kontakt 74 S mit der Telefonleitung 11
verbunden ist. In diesem Fall kann der Telefonapparat 12
wie herkömmlich verwendet werden, so daß ein Gespräch
mit einem Partner in herkömmlicher Weise geführt werden kann.
Wenn das Gerät in der Gesprächsbetriebsart betrieben wird,
erzeugt die Bildaufnahmeröhre 31 das Leuchtdichtesignal Sy
entsprechend der NTSC-Norm. Dieses Signal Sy wird über einen
Vorverstärker 32 einem Prozessor 33 zugeführt, in den es
in besonderer Weise verarbeitet wird, z. B. durch eine Gamma
korrektur oder durch automatische Verstärkungsregelung. Das
so verarbeitete Signal Sy wird über den Schalter 91 dem
A/D-Wandler 34 zugeführt. Gleichzeitig wird das Signal Sc
vom Generator 81 über den Schalter 92 dem A/D-Wandler 34 als
Taktsignal zugeführt, wodurch das Signal Sy abgetastet wird
und auf Basis der Frequenz fc quantisiert und in ein paral
leles digitales 4-Bit-Leuchtdichtesignal Py umgewandelt wird.
Dieses Signal Py wird über die Speichersteuerung 43 dem D/A-
Wandler 35 zugeführt, der auch das Signal Sc als Taktsignal
erhält. Dadurch wird das Signal Py in ein analoges Leucht
dichtesignal Sy umgewandelt, welches einem Addierer 36 zu
geführt wird, in dem es zum Synchronisierimpuls SYNC addiert
wird. Die addierten Signale werden über einen Videoverstärker
37 der Bilddarstellungsröhre 38 zugeführt.
Wenn also das Gerät betrieben wird, wird das von der Bild
aufnahmeröhre 31 aufgenommene Bild durch die Darstellungs
röhre 38 als tatsächliches bewegtes Bild dargestellt.
Wenn ausgehend von dieser Betriebsart die (Aufnahme-)Taste 73 B
betätigt wird, wird die Speichersteuerung 43 von der System
steuerung 71 auf Grundlage des Tastenausgangssignales so an
gesteuert, daß das Signal Py vom A/D-Wandler 34 über die
Speichersteuerung 43 dem Speicher 41 zugeführt wird. Von der
Speichersteuerung 43 werden auch ein Schreibsignal und ein
Adressignal an den Speicher 41 mit dem Zyklus des Signales Sc
abgegeben, so daß vom Signal Py für eine Bildperiode die
oben benannten Videodaten von 160 Bildelementen × 100 Bild
elementen in den Speicher 41 geschrieben werden und dort ge
speichert werden.
Nachdem die Videodaten in den Speicher 41 geschrieben sind,
werden ein Lesesignal und ein Adressignal dem Speicher 41
von der Speichersteuerung 43 mit dem Zyklus des Signales Sc
zugeführt, mit dem Ergebnis, daß die im Speicher 41 gespei
cherten Videodaten aufeinanderfolgend ausgelesen werden und
dann aus ihnen das Signal Py für das Festbild gebildet wird.
Dieses Signal Py wird über die Speichersteuerung dem D/A-
Wandler 35 zugeführt. Die bilddarstellende Röhre 38 stellt
demgemäß die im Speicher 41 gespeicherten Videodaten als
Festbild dar, d. h. als dasjenige Bild, das beim Betätigen
der (Aufnahme-)Taste 73 B gerade vorhanden war.
Durch wiederholtes Betätigen der Tasten 73 A und 73 B ist es
demgemäß möglich, Videodaten für ein gewünschtes Bild im
Speicher 41 zu speichern.
Wenn die Videodaten im Speicher 41 gespeichert sind (zu dieser
Zeit stellt die bilddarstellende Röhre 38 noch das Fest
bild dar) und dann die (Sende-)Taste 73 C betätigt wird,
steuert die Systemsteuerung 41 das Relais 74 so an, daß sein
beweglicher Kontakt 74 S in den umgekehrten Zustand im Ver
gleich zum dargestellten Zustand schaltet.
Darüber hinaus steuert die Systemsteuerung 71 den AM-Modula
tor 44 und den Schalter 93 so an, daß der Modulator 44 ein
nichtmoduliertes Trägersignal, d. h. das Signal S 1 erzeugt.
Dieses wird einem Addierer 45 zusammen mit dem Signal S 2
vom Frequenzteiler 84 zugeführt, wobei letzteres über den
Schalter 93 kommt. Das Additionsergebnis ist das Ruftonsig
nal CLTN. Dieses wird in die Telefonleitung 11 über einen
Leitungszug gesendet, der durch einen Sendepegeldämpfer 46,
ein Bandpassfilter 47 zum Entfernen unerwünschter Signal
komponenten, einen Transformator 48 und den beweglichen Kon
takt 74 S gebildet ist.
Wenn dieses Signal CLTN während der Zeitspanne T 1 gesendet
wird, steuert die Systemsteuerung 71 den AM-Modulator 44 und
den Schalter 93 so an, daß dann die Nichtsignalzeitspanne T 2
auftritt. Danach wird während der Zeitspanne T 3 das Korrek
tursignal TRCR (= S 1) entsprechend gebildet, die Nichtsig
nalzeitspanne T 4 folgt, und schließlich wird das Bildzu
griffssignal VTMK (= S 1) während der Zeitspanne T 5 gesendet.
Wenn nach der Zeitspanne T 5 die Zeitspanne T 6 beginnt, lie
fert die Speichersteuerung 43 ein Lesesignal und ein Adressignal
an den Speicher 41 entsprechend dem Zyklus des Signales
S 1, so daß entsprechend diesem Zyklus Videodaten aus dem
Speicher 41 mit einer Geschwindigkeit von einer Adresse pro
Zyklus des Signales S 1 (4 Bits pro Bildelement) ausgelesen
werden. Diese Videodaten werden über die Speichersteuerung 43
dem AM-Modulator 44 zugeführt, wo sie in das AM-Signal Sa
moduliert werden. Dieses Signal wird entsprechend wie oben
beschrieben in die Telefonleitung 11 übertragen.
Während der Periode T (= T 1-T 6), leuchtet eine der LEDs 72
auf, um die Übertragungsbetriebsart anzuzeigen.
Wenn die Zeitspanne T 6 abgelaufen ist und dementsprechend
die Übertragung für alle Videodaten abgeschlossen ist, wird
das Relais 74 freigegeben, so daß sich der bewegliche Kon
takt 74 S wieder im dargestellten Zustand befindet. Es liegt
also wieder die Gesprächsbetriebsart vor.
Wenn während des Darstellens des wirklichen bewegten Bildes
die (Aufnahme-)Taste 73 nicht betätigt wird, sondern statt
dessen die (Sende-)Taste 73 C, werden entsprechend wie beim
Betätigen der Taste 73 B die zum Zeitpunkt des Betätigens
der Taste 73 C anstehenden Videodaten im Speicher 41 gespei
chert und die Videodaten werden dann wie beschrieben über
die Telefonleitung übertragen.
Wenn das Bandgerät 13 während der Zeitspanne T, also während
des Sendens der Videodaten zum Partner eingeschaltet ist,
wird das AM-Signal Sa über den Filter 47 und einen Puffer
verstärker 53 zum Bandgerät 13 übertragen, wodurch das Sig
nal Sa aufgezeichnet wird.
Wenn dagegen während eines Gespräches Videodaten vom Ge
sprächspartner gesendet werden, wird das Ruftonsignal CLTN
zu Beginn über die Telefonleitung 11 gesendet und gelangt
über den beweglichen Kontakt 74 S und den Transformator 51 an
den Detektor 52, in dem das Vorhandensein des Signales CLTN
festgestellt wird. Das Detektorausgangssignal wird der Sy
stemsteuerung 71 zugeführt.
Die Systemsteuerung 71 steuert daraufhin das Relais 74 so
an, daß sein beweglicher Kontakt 74 S wieder diejenige Stel
lung einnimmt, die der dargestellten Stellung entgegenge
setzt ist.
Wenn dann das Sendeleitungs-Korrektursignal TRCR während der
Periode T 3 gesendet wird, tritt dieses Signal über die Tele
fonleitung 11, den Kontakt 74 S, den Transformator 48, den
Verstärker 53, den Schalter 54 und den Verstärkungsregler 55
in den AM-Demodulator 56 ein. Das demodulierte Ausgangssignal
wird einer AGC-Ermittlungsschaltung 57 zugeführt, die
zum Beispiel durch ein Tiefpassfilter gebildet ist, das
eine Gleichspannung von einem Pegel abgibt, der dem Pegel
des Signales TRCR entspricht. Diese Gleichspannung wird
durch eine Abtast/Halte-Schaltung 58 auf ein Steuersignal
von der Systemsteuerung 71 hin abgetastet und gehalten. Der
gehaltene Wert wird dem Verstärkungsregler 55 als Regelsig
nal zugeführt. Die Verstärkung des Verstärkers 55 wird dem
entsprechend so geregelt, daß die Signale in einen Bereich
fallen, der zum Verstärkungsbereich des Gesprächspartners
komplementär ist. Für Signale, die nach der Zeitspanne T 4
empfangen werden, werden demgemäß schwankende Pegel aufgrund
schwankender Verstärkungsfaktoren in der Telefonleitung 11
auf den vorgegebenen Pegel ausgeglichen.
Wenn während der Zeitspanne T 5 das Bildzugriffssignal VDMK
gesendet wird, wird dieses vom Verstärker 55 über ein Band
passfilter 61 in einen Detektor 62 geleitet, der das Vorhan
densein des Signales VDMK feststellt. Das Detektorausgangs
signal wird der Systemsteuerung 71 zugeführt. Auf Grundlage
dieses Signals steuert die Systemsteuerung 71 die Schalter 91
und 92 so an, daß sie Zustände einnehmen, die den dargestell
ten entgegenliegen. Die Systemsteuerung 71 führt auch der
Speichersteuerung 43 ein Signal zu, das den Startzeitpunkt
für die Zeitspanne T 6 anzeigt.
Der Verstärker 55 liefert während der Zeitspanne T 6 das AM-
Signal Sa. Dieses wird dem Demodulator 56 zugeführt, der es
in das analoge Leuchtdichtesignal Sy oder ein Leuchtdichte
signal Sy von einem Pegel demoduliert, der den Pegel für
jedes Bildelement in jedem Zyklus des Signales Sa anzeigt.
Dieses Signal Sy wird über den Schalter 91 dem A/D-Wandler 34
zugeführt und das Signal Sa vom Verstärker 55 wird über das
Filter 61 einem Signalformer 63 zugeleitet. In dem die Trä
gerkomponente des Signales Sa in ein damit synchrones Wech
selsignal geformt wird, d. h. in das Signal S 1. Dieses wird
über den Schalter 92 dem A/D-Wandler 34 als Taktsignal und
ebenfalls der Speichersteuerung 43 als ab dem Empfang ver
wendetes Taktsignal zugeführt.
Auf diese Art und Weise wird das Leuchtdichtesignal Sy vom
Demodulator 56 durch den A/D-Wandler 34 synchron mit dem
Signal S 1 in das digitale Signal Py (Videodaten) umgewan
delt. Dieses Signal Py wird über die Speichersteuerung 43
in den Speicher 42 geleitet und zwar gleichzeitig mit einem
Schreibsignal und einem Synchronisiersignal, die mit dem
Taktsignal S 1 synchronisiert sind. Dadurch wird das Signal Py
sequentiell in den Speicher 42 eingeschrieben und dort ge
speichert. Während der Zeitspannen T 1 bis T 6, in denen die
Videodaten empfangen und verarbeitet werden, leuchtet eine
der LEDs 72 auf und zeigt dadurch die Empfangsbetriebsart
für Videodaten an.
Nachdem die Zeitspanne T 6 abgelaufen ist und damit alle em
pfangenen Daten des Signales Py im Speicher 42 abgelegt sind,
liefert die Speichersteuerung 43 das Lesesignal und das
Adressignal an den Speicher 42 entsprechend dem Zyklus des
Signals Sc, wodurch die im Speicher 42 abgelegten Videoda
ten sequentiell ausgelesen und als Signal Py entsprechend
dem Festbild gebildet werden. Dieses Signal wird dem D/A-
Wandler 35 zugeführt. Dadurch werden in derselben Weise wie
oben beschrieben, die vom Partner empfangenen Videodaten auf
der darstellenden Röhre 38 als Festbild dargestellt.
Wenn mit dem Empfang der Videodaten das Bandgerät 13 während
der Zeitspanne T in Aufnahmebetriebsart versetzt wird, wird
das AM-Signal Da oder ein anderes vom Partner gesendetes Signal
aufgezeichnet.
Mit Abschluß der Zeitspanne T 6 wird das Relais 74 nicht
mehr angesteuert, wodurch der bewegliche Kontakt 74 S wieder
in die dargestellte Lage zurückfällt, wodurch wiederum Ge
sprächsbetriebsart eingestellt ist.
Wie oben erläutert, wenden dann, wenn Videodaten vom Partner
gesandt werden, diese im Speicher 42 abgelegt und dann auf
der bilddarstellenden Röhre 38 als Festbild dargestellt.
Wenn an den Partner zu übertragende Videodaten im Speicher 41
und vom Partner gesandte Videodaten im Speicher 42 gespei
chert sind, und dann die (Partner-)Taste 73 D betätigt wird,
werden Videodaten aus dem Speicher 42 ausgelesen. Die ausge
lesenen Daten werden in das Leuchtdichtesignal Sy umgewan
delt und dann der bilddarstellenden Röhre 38 zugeführt. Wenn
die (Benutzer-)Taste 73 C betätigt wird, werden dagegen die
im Speicher 41 abgelegten Videodaten ausgelesen und in das
Leuchtdichtesignal Sy umgewandelt, das dann auf der Röhre 38
dargestellt wird. Durch Betätigen der Tasten 73 D oder 73 E
kann also frei gewählt werden, ob die zu sendenden oder die
gesandten Daten als Festbild dargestellt werden sollen.
Wenn der Schalter 54 in derjenigen Stellung liegt, die der
dargestellten Stellung entgegengesetzt ist, und wenn das
durch das Bandgerät 13 gespeicherte Signal abgespielt wird,
wird dieses durch die Funktionsgruppen, die auf den Verstär
ker 55 entsprechend folgen, verarbeitet, wie das über die
Telefonleitung 11 übertragene Signal, so daß das aufgezeich
nete Bild auf der bilddarstellenden Röhre 38 dargestellt
wird. Mit Hilfe des Bandgerätes 13 ist es demgemäß möglich,
ein Festbild als Datei aufzubewahren.
Fig. 7 veranschaulicht ein Beispiel für einen Adressignal
generator, wie er innerhalb der Speichersteuerung 43 ver
wendet wird, um Adressignale für die Speicher 41 und 42 zu
erzeugen.
Der Horizontalsynchronisierimpuls Ph wird einem 8-Bit-Zähler
101 als Rücksetzimpuls zugeführt, während das Signal Sc als
Zählsignal zugeführt wird, so daß der Zählwert des Zählers
101 mit jeder Rückflanke des Impulses Ph auf (0) rückgesetzt
wird und mit jedem Zyklus (entsprechend einem Bildelement)
des Signals Sc um (1) inkrementiert wird.
Das Zählausgangssignal vom Zähler 101 wird einem Decoder 102
zugeführt, der ein Signal Sh erzeugt, das "1" während einer
Periode wird, in der der Zähler 101 bis auf (160) zählt,
nachdem der Zählwert z. B. (41) geworden ist, wie in den
Fig. 8A und 8B dargestellt. Dieses Signal Sh wird einem UND-
Glied 103 zugeführt, das auch das Signal Sc erhält. Es er
zeugt dementsprechend während einer Zeitspanne von 160 Bild
elementen nahe der Mitte einer horizontalen Periode 160 Zyklen
des Signales Sc als Ausgangssignal Pm.
Der Vertikalsynchronisierimpuls Pv wird einem 8-Bit-Zähler 111
als Rücksetzsignal zugeführt, der auch die Horizontalsyn
chronisierimpulse Ph erhält, und zwar als Zählsignal. Dem
entsprechend wird der Zählwert des Zählers 111 mit jeder Rück
flanke des Impulses Pv auf (0) rückgesetzt und der Wert wird
jeweils (1) mit jedem Impuls Ph, d. h. mit jeder horizontalen
Zeile, inkrementiert.
Der Zählausgangswert von diesem Zähler 111 wird einem Deco
der 112 zugeführt, der ein Signal Sv erzeugt, das den Pegel
"1" während einer Periode einnimmt, in der der Zähler 111
bis auf (200) (200 Pulse Ph) zählt, nachdem der Zählwert zum
Beispiel (40) geworden ist. Dieses Signal Sv wird einem UND-
Glied 113 zugeführt und das am wenigsten signifikante Bit Q₀
des Zählwertes vom Zähler 111 wird dem UND-Glied 113 eben
falls zugeführt. In diesem Fall wird das am wenigsten signi
fikante Bit Q₀ jedesmal zu "0" zu "1" invertiert, wenn ein
Impuls Ph gezählt wird. Dadurch erzeugt das UND-Glied 113
ein Ausgangssignal Pn, das den Pegel "1" während einer Periode
von 200 horizontalen Zeilen zur Mitte einer Bildperiode
und ebenfalls, z. B. während der ungeradzahligen horizontalen
Zeilenperiode, aufweist. Da die horizontalen Zeilenperiode
von "1" die ungeradzahlige horizontale Zeilenperiode der
200 Zeilenperiode ist, existieren 100 horizontale Zeilen
perioden während jeder Bildperiode.
Dieses Signal Pn und das Signal Pm werden einem UND-Glied 114
zugeführt, das daraufhin einen Impuls Px von 160 × 100 Zyklen
für jede Bildperiode erzeugt. Anders ausgedrückt, mit jeder
Bildperiode wird der Impuls Px während der ungeradzahligen
100 Horizontalzeiloenperioden erzeugt, die der Mitte des Bild
schirmes zugeordnet sind, und außerdem während 160 Bildele
mentperioden von 100 horizontalen Zeilenperioden.
Der Impuls Px wird einem 14-Bit-Zähler 115 als Zählimpuls
zugeführt, der den Impuls Pv als Rücksetzimpuls erhält. Der
Zählwert des Zählers 115 wird dann dem Speicher 41 (oder dem
Speicher 42) als Adressignal zugeführt. In diesem Fall ist
der Speicher 41 so ausgebildet, daß er eine Kapazität von
16 k Adressen mit jeweils 4 Bits aufweist.
Entsprechend beginnt die Adresszählung für den Zähler 41 mit
der Adresse 0 mit jeder Bildperiode und wird jeweils um eine
Adresse während der ungeradzahligen 100 Horizontalzeilen
perioden zur Mitte eines Bildes erhöht und ebenso während
160 Bildelementperioden der 100 horizontalen Zeilenperioden.
Wenn nun eine Lese- oder Schreibsignal aus dem Impuls Px ge
bildet wird und dem Speicher 41 zugeführt wird, können Video
daten aus dem Speicher gelesen werden oder in diesen ge
schrieben werden, wobei das Leuchtdichtesignal Sy, wie es aus
dem Signal von der Bildaufnahmeröhre 31 abgeleitet ist, in
den Speicher 41 geschrieben werden kann, oder das ausgelesene
Leuchtdichtesignal auf der darstellenden Röhre 38 darge
stellt werden kann. Da beim Lesen Videodaten für jede unge
radzahlige Horizontalzeile nicht ausgelesen werden, kann
stattdessen ein Signal mit schwarzem Pegel, z. B. das Sig
nal Pn, an die Stelle solcher Videodaten treten.
Wenn die Videodaten aus dem Speicher 41 an den Partner über
tragen werden oder wenn die vom anderen Partner übertragenen
Daten in den Speicher 42 eingeschrieben werden, wird statt
dem Signal Px das Signal S 1 vom Frequenzteiler 84 oder vom
Signalformer 63 an den Zähler 115 geliefert.
Gemäß dem vorstehenden kann ein Videotelefon unter Verwendung
des öffentlichen Telefonnetzes realisiert werden. Da die Vi
deodaten für ein Bild auf Grundlage der oben genannten Tech
nik ausgedünnt werden und da ein weiteres Reduzieren von Daten
auf Grundlage der ausgeweiteten Ablenkung erfolgt, kann
das Bild in etwa 10 Sekunden übertragen werden und weist
trotzdem zufriedenstellende Qualität auf.
Da jeder der Werte (160) und (100), die der Zahl der Bildele
mente in horizontaler Richtung bzw. vertikaler Richtung ent
sprechen, eine Maßzahl aufweist und da auch die Daten (192)
bzw. (144 (120)), die die Basis für diese Maßzahlen sind,
in ganzzahliger Beziehung zur Zahl der Bildelemente stehen
und die Farbträgerfrequenz fc als Abtastfrequenz verwendet
wird, können dieses Signalformat und das Videosignalformat
für das Standardsystem leicht konvertiert werden, z. B. durch
Verdoppeln oder durch Interpolieren von Bildelementen.
Da die Signalverarbeitung mit Hilfe der Signale Sc, Pv und
Ph vom Signalgenerator 81 erfolgt und da die frequenzgeteilten
Signale S 1 und S 2 aus dem Signal Sc verwendet werden,
kann die PLL-Schaltung zum Bilden des Haupttaktes aus dem
Synchronisierimpuls Ph entfallen, was beim Stand der Technik
nicht möglich ist. Dadurch können die Kosten für die das Bild
telefon erniedrigt werden. Insbesondere wird der Generator 81
durch einen IC gebildet, wie er für eine Videokamera üblich
ist und daher billig ist.
Entsprechend dem oben genannten Übertragungsprotokoll kann
ein Festbild innerhalb von etwa 10 Sekunden übertragen werden
und die Wartezeit bis zur Übertragung von Videodaten kann
reduziert werden. Darüber hinaus können Videodaten auf einem
üblichen Videorecorder 13 aufgezeichnet werden. Während der
Telefonapparat 12 und der Bandrecorder 13 bei der beschrie
benen Ausführungsform als gesonderte Geräte beschrieben sind,
können sie stattdessen auch mit dem Videotelefon kombiniert
sein. In diesem Fall können die Videodaten auch bei automa
tisch antwortendem Telefon aufgezeichnet oder übertragen werden.
Wenn darüber hinaus das Signal Sy vom Prozessor 33 durch
den A/D-Wandler 34 umgewandelt wird, kann das Signal Px als
Taktsignal verwendet werden.
Claims (7)
1. Videotelefon zum Übertragen von Video-Festbilddaten
über eine Tonsignalleitung (11), mit:
- a) einer Bildaufnahmeröhre (31) zum Aufnehmen des Fest- oder Standbilds entsprechend einem vorge gebenen Fernsehstandard, z. B. dem NTSC-Standard,
- b) einem A/D-Wandler (34) zur Umsetzung des analogen Aufnahmesignals in ein digitales Signal;
- c) einem Speicher (41) zum Speichern der Digital daten als Videodaten,
- d) einem Modulator (44) für die im Speicher abge legten Videodaten zur Gewinnung eines modulier ten Signales innerhalb eines vorgegebenen Frequenz bandes, das dem Übertragungsband der Signalleitung entspricht, und
- e) einem Übertragungsschaltkreis (46-48) zur Aufschal tung des modulierten Signals auf die Signalleitung,
dadurch gekennzeichnet, daß
- f) die aufgenommenen digitalen Daten in vertikaler und horizontaler Richtung des Festbilds mit vor gegebenen Verhältnissen ausgedünnt werden.
2. Videotelefon nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Erzeugen der zu übertragenden Videodaten zusätzlich
diejenigen Daten entfernt werden, die Randbereichen
entsprechen, die bei erweiterter Abtastung auf einem
Schirm nicht dargestellt werden.
3. Videotelefon nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
160 Bildelemente in horizontaler Richtung und 100 in
vertikaler Richtung des Bildes verwendet werden.
4. Videotelefon nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß
16 Graustufen pro Bildelement verwendet werden.
5. Videotelefon nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Übertragungsrate von 6368 bps verwendet wird.
6. Videotelefon nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet
- - Mittel (81) zum Erzeugen eines Farbträgersignales und eines Synchronimpulses entsprechend dem ge wählten Fernsehsystemstandard und zum Übertragen dieser Signale an die Aufnahmeröhre, und
- - einen Frequenzteiler (84) zum Erzeugen von Signalen aus dem Farbträgersignal zur Ansteuerung des A/D- Wandlers (34), des Speichers (41) und des Modula tors (44).
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