DE3009152C2 - - Google Patents
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- H04N7/122—Systems in which the television signal is transmitted via one channel or a plurality of parallel channels, the bandwidth of each channel being less than the bandwidth of the television signal involving expansion and subsequent compression of a signal segment, e.g. a frame, a line
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zum Senden und Empfangen einer Vielzahl von
zumindest ersten und zweiten TV-Signalen über einen gemeinsamen Transponder
mit einer Vielzahl von Sendestationen, in welchen die zu übertragenden TV-Signale
mit einer vorgegebenen Abtastrate abgetastet und trägerfrequenzmoduliert zu dem
Transponder übertragen werden, und mit einer Vielzahl von die vom Transponder
abgestrahlten trägerfrequenzmodulierten Signale empfangenden Empfangsstationen.
Ein derartiger Transponder ist durch die US 34 87 310 bekannt. Über den Trans
ponder sind die Sende- und Empfangseinrichtungen auseinanderliegender Stationen
derart miteinander gekoppelt, daß sie auf unterschiedlichen Trägerfrequenzen ar
beiten können und Informationen gleichzeitig über den Transponder übertragbar sind.
Im Transponder sind Vorrichtungen vorgesehen, um empfangene Signale auf die
Trägerfrequenz einer anderen Station umzusetzen und mit deren Trägerfrequenz
abzustrahlen. Da es sich hierbei um ein zeit- und frequenzmultiplexes System han
delt, ist für eine fehlerfreie Kommunikation eine Synchronisation unbedingt erfor
derlich.
Da jedoch herkömmliche Transponder, wie sie in geostationären Satelliten Verwen
dung finden, in der Regel eine begrenzte Bandbreite und begrenzte Leistung haben,
kann die Zahl der gleichzeitig über den Transponder übertragenen Signale nur ver
größert werden, wenn gleichzeitig die Bandbreite der individuellen Signale verrin
gert wird.
Bekannte Systeme zum Übertragen von TV-Signalen über einen Transponder unter
drücken jeweils Zeilen des TV-Bildes bzw. TV-Signales und übertragen die verblei
benden Zeichen im Zeitmultiplexverfahren in der Weise, daß eine Überlappung der
einzelnen Zeilen vermieden wird. Auf diese Weise können eine Vielzahl von TV-Bil
dern gleichzeitig übertragen werden, wobei die Bandbreite der ursprünglichen Signale
beibehalten wird. Ein derartiges System erfordert jedoch eine Synchronisation
der Signale, damit nicht gleichzeitig zwei Signale übertragen werden. Dies ist not
wendig, da sich, wenn sich die Signale überlappen, eine Übersteuerung einstellt.
Die erforderliche Synchronisation ist sehr schwierig einzustellen, insbesondere
wenn zwei oder mehr Signale gleichzeitig an verschiedene geographische Punkte
übertragen werden sollen.
Durch die DE-OS 23 17 490 ist auch eine Schaltungsanordnung zur Umwandlung
steil verlaufender Tonsignale in zeitlich komprimierte Tonsignale bekannt. Dabei
werden die Tonsignale über ein Tiefpaß mit einer Grenzfrequenz von z. B. 50 kHz
übertragen und anschließend digitalisiert. Die Digitalsignale werden in kodierter
Form parallel in ein Schieberegister eingespeist, wobei dessen Kapazität voll belegt
wird.
Wenn alle Zeilen des Schieberegisters gefüllt sind, wird die Taktfrequenz des
Schieberegisters und eines nachgeschalteten Digital-Analogumsetzers auf die doppel
te Frequenz umgestellt und das eingespeicherte Signal entnommen, das auf diese
Weise komprimiert wird.
Auch bei dieser Einrichtung zum Komprimieren von Tonfrequenzsignalen sind Maß
nahmen für die Synchronisation unbedingt erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System zum Senden und Empfangen
einer Vielzahl von Signalen über einen gemeinsamen Transponder zu schaffen, bei
dem eine Synchronisation aufgrund der Zeilen-Synchronimpulse erfolgt.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahmen des Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausge
staltungen sind Merkmale weiterer Ansprüche.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfaßt das System
zumindest zwei Sende- und Empfangsstationen, wobei jede Sendestation Schaltungs
einrichtungen umfaßt, welche einzelne Zeilen des zu übertragenden TV-Signals
unterdrückt und die verbleibenden Zeilen über das gesamte Zeitintervall des ur
sprünglichen Signals erstreckt. Dadurch entsteht ein komprimiertes TV-Signal,
dessen Bandbreite kleiner als die Bandbreite des ursprünglichen TV-Signals ist. Die
Empfangsstationen umfassen Empfangseinrichtungen für das komprimierte Signal,
welches auf einen Träger aufmoduliert übertragen wird. Dabei erzeugt der Trans
ponder aus dem ersten modulierten Träger einen zweiten mit dem gleichen kom
primierten Signal modulierten Träger, der von den Empfangseinrichtungen empfan
gen und demoduliert wird. Dadurch steht an den Empfangseinrichtungen ausgangs
seitig das komprimierte Signal zur Verfügung. Jede Empfangseinrichtung hat ferner
Verarbeitungsstufen für das komprimierte Signal, um daraus ein TV-Signal wieder
zugewinnen, das dieselbe Zeilenzahl und Bandbreite wie das ursprüngliche TV-
Signal hat.
Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Ansprüchen und der
Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 ein Funktionsschaltbild des Systems gemäß der Erfindung;
Fig. 2 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Abhängigkeit zwischen einem her
kömmlichen TV-Signal und einem komprimierten TV-Signal;
Fig. 3 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Abhängigkeit zwischen einem kom
primierten TV-Signal und einem wiedergewonnenen TV-Signal;
Fig. 4 das Blockdiagramm einer Kompressionsschaltung;
Fig. 5 Schwingungsformen zur Taktsteuerung;
Fig. 6 ein Blockdiagramm zur Erzeugung des wiedergewonnenen TV-Signals.
Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten System erzeugen erste bis n-te Signalquellen
12, 14 TV-Signale, welche über einen Transponder 10 übertragen werden. Von der
Vielzahl der Signalquellen sind nur zwei dargestellt. Diese Signalquellen stellen her
kömmliche TV-Stationen dar, welche TV-Signale im Standardformat erzeugen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird von der Signalquelle 12 ein TV-
Standardsignal an einen ersten Sender 16 übertragen. In entsprechender Weise wird
ein TV-Standardsignal von der n-ten Signalquelle 14 an den n-ten Sender 18 über
tragen. Die Anzahl der Signalquellen und der Sender kann beliebig gewählt sein
und hängt von der Bandbreite des Transponders 10 sowie dem Umfang der Kom
pression ab. Entsprechend der dargestellten Ausführungsform werden nur zwei
Signale ausgesendet und jeweils alternierende Zeilen jedes einzelnen TV-Signals
zum Zwecke der Kompression unterdrückt. Die Kompression wird in der Weise
ausgeführt, daß die einzelnen zur Istzeit gesendeten Zeilen digitalisiert und die
erhaltenen Digitalzahlen gespeichert werden. Diese digitalen Zahlen werden mit
der halben Speicherrate ausgelesen und an einen Digital/Analogwandler angelegt,
der ein komprimiertes TV-Signal erzeugt. Durch die Kompression wird die Band
breite des TV-Signals verringert, indem ausgewählte Zeilen unterdrückt werden
und die verbleibenden Zeilen eine zeitliche Expansion erfahren.
Der Transponder 10 kann ein geostationärer Satellit sein, dem die TV-Signale von
Sendestationen 16 bis 18 mit Hilfe eines modulierten Mikrowellenträgers zuge
sandt werden. In bevorzugter Weise können dabei die TV-Signale jeweils einem
separaten Träger aufmoduliert sein. Diese Träger haben unterschiedliche Fre
quenzen, wobei die Trägerfrequenz und die durch die Modulation mit dem kom
primierten TV-Signal erzeugten Seitenbandfrequenzen innerhalb der Bandbreite
des Transponders 10 liegen.
Die modulierten Trägerfrequenzen, welche von den Sendern 16 bis 18 zum Trans
ponder 10 ankommen, werden verstärkt und erneut ausgesendet. Dabei kann die
Aussendung mit denselben Trägerfrequenzen erfolgen, obwohl es auch vorgesehen
ist, daß der Transponder für das Aussenden der Signale abweichende Trägerfre
quenzen verwendet. In einem solchen Fall würde das vom ersten Sender 16 in
Form eines modulierten ersten Trägers ausgesandte Signal verstärkt und vom
Transponder 10 in Form eines abweichenden zweiten modulierten Trägers wieder
ausgesendet werden. Entsprechendes gilt für die übrigen Stationen. Der Empfänger
20 ist in diesem Falle auf die entsprechende zweite Trägerfrequenz abgestimmt,
was auch für den Empfänger 22 gilt, zu welchem das TV-Signal der n-ten Signal
quelle 14 übertragen wird.
Wie bereits erwähnt, werden die TV-Signale von den Signalquellen 12 bis 14 vor
der Übertragung komprimiert. Die Empfänger 10 bis 20 verarbeiten die kompri
mierten Signale, um ein wiedergewonnenes TV-Signal zu gewinnen, das dieselbe
Zeilenzahl und Bandbreite wie das ursprüngliche TV-Signal hat. Auf der Empfänger
seite werden die komprimierten TV-Signale digitalisiert und die Digitalzahlen im
Istzustand gespeichert. Diese gespeicherten Digitalzahlen werden mit der zwei
fachen Speicherrate ausgelesen und in Analogsignale umgewandelt, um eine Zeile
des rekonstruktiven TV-Signals zu erzeugen. Die rekonstruierten Zeilen umfassen
daher die wiedergewonnenen TV-Signale, die dem Signalbenutzer 24 bis 26 damit
in herkömmlicher Weise zur Verfügung stehen.
Im Zeitdiagramm gemäß Fig. 2 ist ein typisches TV-Signal, wie es von den Signal
quellen 12 bis 14 empfangen wird, dargestellt, zusammen mit einem komprimierten
TV-Signal, wie es von den Sendern 16 bis 18 zum Transponder 10 übertragen wird.
Die aufeinanderfolgenden Zeilen des TV-Signals sind mit den Bezugsgrößen S 1 bis
Sn gekennzeichnet. Bei der Darstellung des komprimierten TV-Signals wird von der
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ausgegangen, bei welcher jede gerad
zahlige Zeile des herkömmlichen TV-Signals, z. B. die Zeilen S 2, S 4, S 6 . . . Sn
unterdrückt und alle ungeradzahligen Zeilen z. B. S 1, S 3, S 5 . . . S n -1 zeitlich ex
pandiert werden, um das Zeitintervall zu überbrücken, welches zwei aufeinander
folgenden Zeilen eines herkömmlichen TV-Signales entspricht. Als Beispiel ist in
der Darstellung die erste Zeile S 1 des herkömmlichen TV-Signals mit dem Bezugs
zeichen 30 gekennzeichnet. Diese Zeile wird über die Zeitdauer der Zeilen S 2 und
S 3 des herkömmlichen TV-Signals ausgedehnt, womit ein Zeitintervall erfaßt wird,
welches mit dem Bezugszeichen 30 A gekennzeichnet ist. Entsprechendes gilt für
die dritte Zeile S 3 des herkömmlichen TV-Signals, welche mit dem Bezugszeichen
32 gekennzeichnet ist. Die ausgedehnte Zeile S 3 erstreckt sich über das Zeitinter
vall der Zeilen S 4 und S 5 des herkömmlichen TV-Signals und ist mit 32 A gekenn
zeichnet. Dieser Vorgang wird kontinuierlich für die gesamte Übertragungszeit
der herkömmmlichen TV-Signale wiederholt. Auf diese Weise kann der Anteil der
ausgesenderten Video-Information auf die Hälfte reduziert werden, indem nämlich
jede zweite Zeile ausgelassen wird.
Das dadurch entstehende komprimierte TV-Signal hat nur die halbe Bandbreite,
so daß damit mehr Halbbildinformationen über den Transponder mit festliegen
der Bandbreite übertragen werden können, ohne daß die Bandbreite des Transpon
ders vergrößert werden muß. Da die komprimierten TV-Signale kontinuierlich aus
gesendet werden, ergibt sich keine Notwendigkeit, daß diese ausgesendeten Signale
miteinander synchronisiert sein müssen.
Bei dem vorstehend erläuterten Beispiel wird die Bandbreite der TV-Signale auf
die Hälfte des ursprünglichen Wertes reduziert, indem alternierende Zeilen des
TV-Signals unterdrückt und die restlichen Zeilen auf die verbleibende Übertragungs
zeit ausgedehnt wurden. Eine weitere Verringerung der benötigten Bandbreite ist
auch möglich, indem zusätzliche Zeilen unterdrückt werden. Durch diese zusätz
liche Zeilenunterdrückung wird die Bildqualität beeinträchtigt, so daß der Umfang
der Unterdrückung von der Qualitätsforderung abhängt. Durch das Unterdrücken
alternierender Zeilen wird die Bildqualität nur geringfügig verschlechtert.
Das in Fig. 3 dargestellte Zeitdiagramm dient der Erläuterung der wiedergewonne
nen TV-Signale aus den komprimierten Zeilen. Wie bereits erwähnt, werden nur
die ungeradzahligen Zeilen des herkömmlichen TV-Signals ausgesendet; somit zeigt
die Fig. 3 auch nur diese komprimierten Signale, welche mit S 1, S 3, S 5 . . . . S n
gekennzeichnet sind.
An der Empfangsseite wird jedes empfangene komprimierte Signal so verarbeitet,
daß sich daraus zwei Zeilen des wiedergewonnenen TV-Signals ergeben. Daher ist
das Zeitintervall für jede Zeile des wiedergewonnenen TV-Signals gleich dem hal
ben Zeitintervall für das entsprechende komprimierte TV-Signal. Dies geht aus
der Darstellung hervor, in welcher die erste Zeile des komprimierten Signals mit
dem Bezugszeichen 36 gekennzeichnet ist und die dazugehörigen Zeilen der wie
dergewonnenen TV-Signale mit den Bezugszeichen 36 A und 36 B gekennzeichnet
sind. Entsprechendes gilt auch für die Bearbeitung der übrigen Zeilen, wobei die
letzte Zeile des komprimierten Signals mit dem Bezugszeichen 40 und die daraus
wiedergewonnenen Zeilen mit dem Bezugszeichen 40 A und 40 B gekennzeichnet
sind.
Das in Fig. 4 dargestellte Blockdiagramm entspricht dem Aufbau einer Kompressions
stufe für TV-Signale vor dem Aussenden. Die von einer TV-Kamera 42 erzeugten
TV-Signale werden an eine Steuerschaltung 44 übertragen, welche die horizontalen
und vertikalen Synchronisationsimpulse des TV-Signals feststellt und daraus die
Steuersignale für die Kompressionsschaltung ableitet. Das TV-Signal der TV-Kamera
42 wird auch an einen Analog/Digitalwandler 46 übertragen. Unmittelbar nach dem
Feststellen der horizontalen Synchronisationsimpulse 48 gemäß Fig. 5 erzeugt die
Steuerschaltung 44 niederfrequente Taktsignale 50 und hochfrequente Taktsignale
52. Der horizontale Synchronisationsimpuls 48 repräsentiert den horizontalen Zeilen-
Synchronisationstakt, der der jeweiligen Zeile eines herkömmlichen TV-Signals vor
auseilt und daher entsprechend der Zeile des komprimierten TV-Signals zugeordnet
ist. Das hochfrequente Taktsignal 52 hat die doppelte Frequenz des niederfrequen
ten Taktsignals 50, wobei beide Taktsignale mit dem horizontalen Synchronisations
impuls 48 synchronisiert sind. Diese Taktsignale repräsentieren auch die Taktsignale,
wie sie in den Sendern und Empfängern verwendet werden.
Die Periodendauer der niederfrequenten Taktsignale 50 und der hochfrequenten
Taktsignale 52 kann auf ein beliebiges zweckmäßiges Zeitintervalle eingestellt sein.
Bei herkömmlichen TV-Signalen ist es ausreichend, jede Zeile des herkömmlichen
TV-Signals und des komprimierten TV-Signals etwa 300mal abzutasten. Da das TV-
Signal bequem beim Auftreten jedes Taktimpulses abgetastet werden kann, ist es
auch zweckmäßig, für das niederfrequente Taktsignal 50 300 Perioden für jede
Zeile des TV-Signals vorzusehen. Am Empfänger wird ebenfalls das niederfrequente
Taktsignal derartig ausgewählt, daß 300 Perioden pro Zeile des komprimierten TV-
Signals erzeugt werden. Es besteht keine Notwendigkeit, daß die verwendeten Takt
signale auf der Sender- und Empfängerseite miteinander synchronisiert sind.
Bei einem herkömmlichen Senderaufbau wird das hochfrequente Taktsignal 52 dazu
benutzt, um den Analog/Digitalwandler 46 für die Abtastung des von der Kamera
gelieferten Videosignals zu steuern und um digitale Zahlen zu erzeugen, die für die
Amplitude des Videosignals im Abtastzeitpunkt repräsentativ sind. Diese digitalen
Zahlen können jede beliebige Anzahl von Bits haben und z. B. als Sechsercode auf
gebaut sein. Diese digitalen Zahlen werden entweder in einem ersten Speicher 54
oder einem zweiten Speicher 58 gespeichert. Wenn der horizontale Synchronisations
impuls z. B. der ersten Zeile S 1 gemäß Fig. 2 festgestellt wird, veranlaßt die
Steuerschaltung 44 die Abtastung des TV-Signals durch den Analog/Digitalwandler 46.
Während der Zeitdauer der gesamten Zeile werden z. B. 300 Abtastungen vorge
nommen und die sich daraus ergebenden repräsentativen Digitalzahlen im ersten
Speicher 54 gespeichert. Beim Abtasten des TV-Signals wird keine Unterscheidung
zwischen Synchronisations- oder Videosignalanteilen gemacht, d. h. die Synchroni
sationsimpulse werden in derselben Weise wie die Videosignale verarbeitet. Bei der
Feststellung des der zweiten Zeile S 2 zugeordneten horizontalen Synchronisations
impulses gemäß Fig. 3 liest die Steuerschaltung die im ersten Speicher 54 ge
speicherten digitalen Zahlen mit der halben Abtastgeschwindigkeit entsprechend
der Steuerung durch das niederfrequente Taktsignal 50 aus dem Speicher aus. Da
das Auslesen mit der halben Abtastgeschwindigkeit erfolgt, werden zwei Zeilen
intervalle benötigt, bevor alle der ersten Zeile S 1 zugeordneten Abtastungen aus
dem ersten Speicher ausgelesen sind. Während des Auslesens dieser gespeicherten
Daten werden diese an den Analog/Digitalwandler 56 übertragen, um daraus die
komprimierten TV-Signale abzuleiten. Wenn der Synchronisationsimpuls der dritten
Zeile S 3 mit dem Bezugszeichen 32 von der Steuerschaltung 44 festgestellt wird,
erfolgt erneut eine Abtastung dieser Zeile mit 300 Abtastungen, welche anschließend
im zweiten Speicher 58 gespeichert werden. Der Speicherzyklus erstreckt sich über
das gesamte Zeitintervall der dritten Zeile des herkömmlichen TV-Signals. Sobald
die Abtastung und die Speicherung dieser dritten Zeile S 3 beendet ist und der der
vierten Zeile S 4 zugeordnete Synchronisationsimpuls festgestellt wird, werden die
im zweiten Speicher 58 gespeicherten Werte ausgelesen, um das zweite komprimier
te TV-Signal 32 A zu bilden. Die Feststellung des Synchronisationsimpulses der
fünften Zeile S 5 bewirkt die Speicherung der Daten erneut im ersten Speicher 54.
Der erläuterte Zyklus wiederholt sich, bis sämtliche auszusendenden TV-Signale
komprimiert und ausgesendet sind. Die letzte Zeile Sn des TV-Signals, welche mit
dem Bezugszeichen 34 gekennzeichnet ist, führt zu dem komprimierten TV-Signal
34 A gemäß Fig. 2.
In Fig. 6 ist das Schaltbild der Dekompressionsschaltung dargestellt, um aus dem
komprimierten TV-Signal das wiedergewonnene TV-Signal abzuleiten, welches mit
herkömmlichen TV-Geräten empfangbar ist. In jedem Empfänger ist eine Dekom
pressionsschaltung erforderlich.
Ein Empfänger 60 ermittelt den vom Transponder 10 empfangenen und mit dem
komprimierten TV-Signal modulierten Träger. Der Empfänger 60 kann z. B. auf
die Trägerfrequenz abgestimmt sein, welche mit dem komprimierten TV-Signal der
ersten Signalquelle 12 moduliert ist. Dieser Träger wird demoduliert und das kom
primierte TV-Signal zurückgewonnen. Wenn von der Steuerschaltung 64 der horizon
tale Synchronisationsimpuls festgestellt wird, welcher der ersten Zeile des kompri
mierten TV-Signals zugeordnet ist, wird ein Analog/Digitalwandler 62 eingeschaltet,
um das komprimierte TV-Signal abzutasten. Die Abtastrate wird von dem hochfre
quenten Taktsignal 52 gemäß Fig. 5 bestimmt. Dieses Taktsignal ist derart ausge
wählt, daß während eines Zeilenintervalles des komprimierten Signals, d. h. des In
tervalls der ersten Zeile S 1, das komprimierte Signal 300mal abgetastet wird.
Die aufgrund dieser Abtastung ermittelten digitalen Zahlen werden in einem ersten
Speicher 66 gespeichert. Etwa in der Mitte des Zeitintervalls der ersten Zeile
wird das Auslesen der gespeicherten Werte mit der doppelten Speichergeschwindig
keit durch die Steuerschaltung 64 eingeleitet. Diese digitalen Werte werden über
einen Digital/Analogwandler 65 geleitet, der daraus das wiedergewonnene TV-Signal
ableitet. Während der letzten Hälfte der ersten Zeile des komprimierten TV-Signals
werden alle im Speicher festgehaltenen Werte ausgelesen.
Diese Information erzeugt die erste Zeile des wiedergewonnenen TV-Signals, wie
sie aus Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 36 A hervorgeht.
Zu Beginn der zweiten Zeile 38 des komprimierten TV-Signals (Fig. 3) veranlaßt die
Steuerschaltung 44 die Abtastung des komprimierten TV-Signals und die Einspeicherung
der Abtastwerte in einem zweiten Speicher 68. Während der ersten Hälfte des Zei
lenintervalls der zweiten Zeile des komprimierten TV-Signals werden alle im ersten
Speicher gespeicherten Informationen ein zweites Mal ausgelesen und dazu benutzt,
die zweite Zeile des wiedergewonnenen TV-Signals zu erzeugen. In der Mitte des
Zeitintervalls der zweiten Zeile des komprimierten TV-Signals, welches mit dem
Bezugszeichen 38 gekennzeichnet ist, veranlaßt die Steuerschaltung 44 das Auslesen
der gespeicherten Werte in den zweiten Speicher 68. Bis zum Ende des Zeitinter
valls der zweiten Zeile des komprimierten TV-Signals wird der gesamte Datenin
halt des Speichers ausgelesen. Die digitalen Zahlen werden an den Digital/Analog
wandler 65 übertragen, der daraus die dritte Zeile der wiedergewonnenen TV-Signale
ableitet, welche mit dem Bezugszeichen 38 A gekennzeichnet ist. Nachdem alle im
zweiten Speicher 64 gespeicherten Daten zum ersten Mal ausgelesen sind, werden
diese Daten ein zweites Mal ausgelesen, um die vierte Zeile des wiedergewonnenen
TV-Signals mit dem Bezugszeichen 38 B zu erzeugen. Wenn der Synchronisationsim
puls der dritten Zeile S 5 des komprimierten TV-Signals festgestellt wird, erfolgt
eine zweite Abtastung und Einspeicherung des Signals in den ersten Speicher 66.
Der Zyklus wiederholt sich kontinuierlich, bis die Übertragung zu Ende ist. Die
letzte Zeile des komprimierten TV-Signals mit dem Bezugszeichen 40 wird in ent
spechender Weise verarbeitet, so daß daraus die wiedergewonnenen TV-Signale für
zwei Zeilen 40 A und 40 B erhalten werden.
Die am Ausgang des Digital/Analogwandlers 65 zur Verfügung stehenden wiederge
wonnenen Signale sind kompatibel mit herkömmlichen TV-Geräten. Es ist möglich,
daß eine gewisse vertikale Auflösung aufgrund der Unterdrückung jeder zweiten
Zeile in dem TV-Bild verloren geht. Wenn sich dies für spezielle Anwendungsfälle
als problematisch erweist, kann eine Verbesserung dadurch erreicht werden, daß
eine Mittelwertbildung zwischen benachbarten Zeilen vorgesehen wird, um Video
signale zu erzeugen, welche anstelle der nicht übertragenen Zeilen im Videobild
dargestellt werden.
Jedem Signalbenutzer des Transponders auf der Empfangsseite stehen die beschrie
benen Signale zur Verfügung. Aus diesem Grund trifft die funktionelle Beschreibung
einerseits und die Beschreibung der Schaltung andererseits für die Übertragung
und den Empfang aller Signale über den Transponder zu, wenn diese dem erfindungs
gemäßen Verfahren unterworfen werden. Da jede zweite Zeile des Fernsehbildes
unterdrückt wird, ergibt sich eine reduzierte Bandbreite für die übertragenen Signale
auf die Hälfte des ursprünglichen Wertes. Dadurch läßt sich die Anzahl der
individuellen, über den Transponder übertragbaren Fernsehbilder vergrößern, wobei
allerdings eine Verschlechterung der Auflösung in Kauf genommen werden muß.
Diese Verschlechterung der Auflösung ist jedoch für den Normalbetrieb nicht von
Nachteil. Die Bandbreite kann weiter verringert werden, indem jeweils zwei aufein
anderfolgende Zeilen eines Fernsehbildes unterdrückt werden, so daß jeweils nur
jede dritte Zeile übertragen wird. Mit dieser weiteren Verringerung der Bandbreite
geht entsprechend eine Verschlechterung des übertragenen Bildes einher.
Bei dem beschriebenen System erhält jeder Signalbenutzer kontinuierlich ein Signal,
so daß eine Synchronisation zwischen den einzelnen Signalbenutzern nicht erforder
lich ist. Es ist auch möglich, daß die einzelnen Signalquellen und die einzelnen
Signalbenutzer geographisch gesteuert positioniert sind, wobei als einzige Begren
zung erforderlich ist, daß die Stationen innerhalb der Empfangscharakteristiken bzw.
Sendecharakteristiken der Transponderantenne liegen. Es ist auch wichtig, daß die
Übertragungszeit zum und vom Transponder mit einer verhältnismäßig langsamen
Geschwindigkeit geändert wird. Wenn nämlich die Übertragungszeit sich zu rasch
ändert, kann die Zeilen-Zeilen bzw. Halbbild-Halbbildsynchronisation schwierig werden.
Obwohl die Erfindung anhand der Übertragung eines TV-Signals beschrieben wurde,
ist es offensichtlich, daß sie auch für die Übertragung anderer Signale geeignet
ist, welche zeilenweise mit eingefügten Synchronisationssignalen erfolgt. Eine der
artige Übertragung kann z. B. ein Faksimilebild oder ein Telefax-Bild sein.
Die einzelnen Schaltungen für die Ausführung der Erfindung sind in herkömmlicher
Weise aufgebaut.
Claims (4)
1. System zum Senden und Empfangen einer Vielzahl von zumindest ersten und
zweiten TV-Signalen über einen gemeinsamen Transponder mit einer Vielzahl
von Sendestationen, in welchen die zu übertragenden TV-Signalen mit einer
vorgegebenen Abtastrate abgetastet und trägerfrequenzmoduliert zu dem
Transponder übertragen werden und mit einer Vielzahl von die vom Transpon
der abgestrahlten trägerfrequenzmodulierten Signale empfangenen Empfangs
stationen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sendestationen (16, 18) jeweils aufweisen:
- a) einen A/D-Wandler (46), in welchem das jeweilige TV-Signal zeilenweise erfaßt und digitalisiert wird;
- b) zwei dem A/D-Wandler (46) nachgeschaltete Speicher (54, 58) zum Speichern der digitalisierten Signale;
- c) eine erste Steuerschaltung (44), um die digitalisierten Signale zeilen weise alternierend in die Speicher (54, 58) mit dem Zeilen-Synchroni sationstakt (48) der übertragenen Zeilen einzulesen und um die digitali sierten Signale mit einer Rate auszulesen, die dem reziproken Wert der um 1 vermehrten Anzahl ausgelesener Zeilen (S 2 . . . S n ) entspricht;
- d) einen D/A-Wandler (56) zur Umwandlung der speicherseitig abgegebenen digitalisierten Signale in ein bandbreitenkomprimiertes Analogsignal für die Senderansteuerung;
und daß die Empfangsstation (22) jeweils aufweisen:
- a) einen A/D-Wandler (62), mit welchem das vom Transponder (10) empfan gene Analogsignal abgetastet und in digitalisierte Signale umgewandelt wird;
- b) eine zweite Steuerschaltung (64), um die empfangsseitigen digitalisier ten Signale mit der vorgegebenen komplementären Abtastrate abzu tasten und in zwei Speicher (66, 68) einzuspeichern, aus welchen diese Speicher mit einer Geschwindigkeit ausgelesen werden, welche derart über der senderseitigen Ausleserate liegt, daß die empfangsseitig digi talisierten Signale auf die Ursprungsbandbreite dekomprimiert werden;
- c) einen D/A-Wandler (65) zur Umwandlung der dekomprimierten Signale in TV-Signale.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die geraden Zeilen unterdrückt werden.
3. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die Zeilen 2 und 3, 5 und 6, 8 und 9 . . . unterdrückt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| US06/019,987 US4492978A (en) | 1979-03-12 | 1979-03-12 | Transmission system for TV signals |
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