DE3819873A1 - Spulautomat mit einem automatischen spulenabnehmer und verfahren zum ansetzen eines fadens an eine spulenhuelse - Google Patents
Spulautomat mit einem automatischen spulenabnehmer und verfahren zum ansetzen eines fadens an eine spulenhuelseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spulautomaten mit einem auto
matischen Spulenabnehmer, sowie ein Verfahren zum Ansetzen
eines Fadens in eine Spulenhülse in einem Spulautomaten.
Anwendungsgebiet der Erfindung ist das der Spulautomaten zum
Umspulen von Textilfäden und insbesondere das des automati
schen Abnehmens von vollbewickelten Auflaufspulen und des
Auswechselns dieser Auflaufspulen gegen leere Spulenhülsen.
Wie anhand der Fig. 9 der Zeichnung ersichtlich
ist, umfaßt im allgemeinen ein Spulautomat hauptsächlich
mehrere Spulstellen 101, die in einer Reihe nebeneinander
angeordnet sind, und einen Spulenabnehmerwagen 102, der über
den Spulstellen 101 hängend befestigt und entlang der Spul
stellenreihe fahrbar ist. An jeder Spulstelle 101 ist eine
Spulenhülse 110 in einen Tragarm 111 einer Umspulein
richtung einsetzbar und mit einer Wickelwalze 109 in Berüh
rung bringbar, die die Spulenhülse 110 in Umdrehung versetzt,
so daß ein von einer Ablaufspule 108 zugeführter Faden
112 zur Bildung einer vollbewickelten Auflaufspule 116 auf
die Spulenhülse 110 aufgespult wird. Jede der Spulstellen 101
umfaßt auch eine Fadenverbindeeinrichtung 124 zum Feststellen
einer unregelmäßigen oder fehlerhaften Stelle im Faden 112,
zum Durchschneiden des Fadens 112 in der Nähe der fehlerhaften
Stelle und zum Verbinden des mit der Ablaufspule 108 verbunde
nen Fadens mit dem mit der Auflaufspule 116 verbundenen Faden,
wobei die in dem Endteil des einen Fadens vorhandene fehler
hafte Stelle abgeschnitten wird.
Der Spulenabnehmerwagen 102 ist in der Weise ausgebildet, daß
der Tragarm 111 von einem nicht dargestellten Öffner einer
Spulenabnehmeeinrichtung geöffnet und die vollbewickelte
Auflaufspule 116 entfernt wird, wonach eine neue
Spulenhülse 110 zum Aufnehmen des Fadens 112 mittels einer
Greifeinrichtung 137 aus einer Vorratseinrichtung 136 dem
Tragarm 111 zugeführt wird. Der sich zwischen der Ablauf
spule 108 und der vollbewickelten Auflaufspule 116 er
streckende Faden 112 wird von einer Schneideinrichtung 129
einer Fadenansetzeinrichtung durchgeschnitten, wonach ein
Fadenendteil 112 a des mit der Ablaufspule 108 verbunde
nen Fadens an die neue, im Tragarm 111 befindliche
Spulenhülse 110 angesetzt wird.
Wenn sich unter den Aufnahmehülsen oder Spulenhülsen 110
auch solche befinden, die nicht leer, sondern mit einem
Restfaden versehen sind, der z. B. nach einem vorhergehenden
Zetteln auf der Spulenhülse übriggeblieben ist, ergeben sich
Schwierigkeiten.
Ein üblicher Spulautomat ist in der Weise ausgebildet,
daß nach dem Einsetzen einer neuen Spulenhülse 110 in dem
Tragarm 111 der Fadenendteil 112 a mit Sicherheit an die neue
Spulenhülse 110 angesetzt, d. h. an dieser festgelegt und
positioniert wird. Wird eine Spulenhülse 110 als Auflaufspule
116 eingesetzt, auf der sich ein Restfaden befindet, erfolgt
das Ansetzen des Fadenendteils 112 a in gleicher Weise, wobei
jedoch der Faden 112 nicht kontinuierlich mit dem bereits auf
der Spulenhülse 110 befindlichen Restfaden verbunden wird.
Demgemäß können einem derartig ausgebildeten Spulautomaten
keine Spulenhülsen zum vollständigen Abspulen zugeführt wer
den, die mit einem Restfaden versehen sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Spulautomaten und ein
Verfahren zum automatischen Ansetzen eines Fadens, der an
einer Spulstelle eines Spulautomaten mit einer Ablaufspule
verbunden ist, an eine als zu bewickelnde Auflaufspule zu
geführte Spulenhülse vorzusehen, bei denen der Faden nicht
nur an einer leeren Spulenhülse festgelegt wird, sondern auch
automatisch mit einem Restfaden verbindbar ist, der sich
gegebenenfalls auf der zugeführten Spulenhülse befindet.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus
den Patentansprüchen 1, 5 und 6.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet.
Der erfindungsgemäße Spulautomat umfaßt einen automatischen
Spulenabnehmer, der an den Spulstellen die vollbewickelten
Auflaufspulen abnimmt und durch neue, noch zu bewickelnde
Auflaufspulen ersetzt. Der Spulenabnehmer ist mit einer
Detektoreinrichtung, die feststellt, ob eine einer Spulstelle
zuzuführende Spulenhülse eine leere Spulenhülse mit keiner
darauf befindlichen Fadenlage oder eine Spulenhülse mit einem
darauf befindlichen Restfaden ist, und einer Steuereinrich
tung versehen, die ansprechend auf ein Feststellungssignal
der Detektoreinrichtung einen Teil des Spulenabnehmvorgangs
ändert.
Jede Spulstelle des erfindungsgemäßen Spulautomaten umfaßt
eine Umspuleinrichtung zum Umspulen eines Fadens einer Faden
lieferspule oder Ablaufspule auf eine Spulenhülse zur Bildung
einer vollbewickelten Auflaufspule, eine Spulenabnehmeein
richtung zum Entfernen einer vollbewickelten Auflaufspule aus
der Umspuleinrichtung und zum Zuführen einer neuen Spulen
hülse aus einer Vorratseinrichtung an die Umspuleinrichtung,
eine Fadenansetzeinrichtung zum Durchschneiden eines sich
zwischen der Fadenlieferspule bzw. Ablaufspule und der voll
bewickelten Auflaufspule ersreckenden Fadens und zum An
setzen eines Endteils des mit der Fadenlieferspule bzw. Ab
laufspule verbundenen Fadens an die neue Spulenhülse, eine
Fadenverbindeeinrichtung zum Verbinden eines mit der Faden
lieferspule bzw. Ablaufspule verbundenen Fadens mit einem
mit der Auflaufspule verbundenen Faden und eine Einrichtung
zum Verhindern eines Fadenansetzens, die das Vorhandensein
einer Spulenhülse mit einem darauf befindlichen Restfaden
in der Vorratseinrichtung feststellt, ein Ansetzen des Fadens
verhindert und einen Endteil des Restfadens auf der Spulen
hülse mit einem Endteil des mit der Fadenlieferspule bzw.
Ablaufspule verbundenen Fadens der Fadenverbindeeinrichtung
zuführt.
Wenn das Vorhandensein einer Spulenhülse mit einem darauf
befindlichen Restfaden festgestellt wird, erfolgt kein An
setzen eines mit der Ablaufspule verbundenen Fadens an die
Spulenhülse. Statt dessen findet ein Verbinden des Faden
endteils des Restfadens der Spulenhülse mit einem Fadenend
teil des mit der Ablaufspule verbundenen Fadens statt. Folg
lich wird der von der Ablaufspule kommende Faden auf die
mit dem Restfaden versehene Spulenhülse aufgewickelt, wobei
der Restfaden mit dem neu aufgewickelten Faden kontinuierlich
verbunden ist, und es kann bei einer späteren Verarbeitung
des Fadens der auf diese Weise bewickelten Auflaufspule der
gesamte Faden als ein einziger Faden kontinuierlich abge
wickelt werden.
Anhand der Figuren wird die Erfindung an einer bevorzugten
Ausführungsform näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Querschnittes durch einen
erfindungsgemäßen Spulautomaten, in dem eine Spul
stelle und ein Spulenabnehmerwagen dargestellt
sind;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Spulstelle;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Spulabnehmerwagens;
Fig. 4 eine Seitenansicht zur Darstellung der Funktions
weise einer Fadenbundwalze;
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Endteil eines Faden
aufnehmermechanismus zur Darstellung der Funktions
weise;
Fig. 6 eine Seitenansicht einer Hülsengreifeinrichtung zur
Darstellung der Funktionsweise;
Fig. 7 eine Seitenansicht einer Schneideinrichtung zur
Darstellung der Funktionsweise;
Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Tragarm zur Darstellung
der Funktionsweise; und
Fig. 9 eine Seitenansicht eines Querschnittes durch einen
üblichen Spulautomaten, in der eine Spulstelle und
ein Spulenabnehmerwagen dargestellt sind.
Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Spulautomaten bezeichnet
das Bezugszeichen 1 eine Spulstelle und das Bezugszeichen 2
einen Spulenabnehmerwagen, der oberhalb von Spulstellen 1
aufgehängt, abgestützt und an Führungsschienen 3 in waag
rechter Richtung entlang den aneinandergereihten Spulstellen
1 des Spulautomaten fahrbar ist. Jede der Spulstellen 1 weist
an ihren beiden gegenüberliegenden Seiten jeweils einen
Seitenrahmen 4 auf, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist.
Zwischen den Seitenrahmen 4 sind eine Schiene 5, an der sich
die Spulstelle 1 nach vorne schwenkbar abstützt, eine Saug
leitung 6, eine Druckluftzuführleitung 7 usw. angeordnet.
An einem unteren Teil der Spulstelle 1 ist eine Fadenliefer
spule oder Ablaufspule 8 gehaltert, während an einem oberen
Teil der Spulstelle 1 eine Wickelwalze 9 vorgesehen ist und
an einem anderen oberen Teil der Spulstelle 1 ein schwenk
barer Tragarm 11 vorgesehen ist, in den eine Spulenhülse 10
einsetzbar ist und der die eingesetzte Spulenhülse 10 mit
der Wickelwalze 9 in Berührung bringt. Ein von der Ablauf
spule 8 abgezogener Faden 12 durchläuft eine Führung 13,
einen Fadenspanner 14, der dem Faden 12 eine geeignete Zug
spannung erteilt, und einen Fadenwächter 15, der eine un
regelmäßige oder fehlerhafte Stelle des Fadens 12, z. B. eine
Dickstelle, erfaßt und dann den Faden 12 durchschneidet und
der auch das Vorhandensein eines laufenden Fadens 12 fest
stellt, und wird dann auf die im Tragarm 11 eingesetzte Spulen
hülse 10 aufgewickelt, bis eine vollbewickelte Auflaufspule 16
gebildet worden ist. Wie in der Fig. 8 dargestellt ist, weist
der Tragarm 11 an den beiden einander gegenüberliegenden End
teilen eines U-förmigen Rahmens jeweils ein drehbar gelager
tes Tragglied 17 bzw. 18 auf, die die beiden entgegenge
setzten Endteile einer eingesetzten konusförmigen
Spulenhülse 10 haltern. Einer der Schenkel des U-förmigen
Rahmens des Tragarms 11 ist als ein gegenüber dem übrigen
Tragarm 11 schwenkbarer Tragarmteil 19 ausgebildet, der am
übrigen Tragarm 11 an einem Zapfen 20 in der Weise schwenkbar
angelenkt ist, daß mittels eines am Tragarmteil 19 befestig
ten Hebels 21 der Tragarmteil 19 und somit der Tragarm 11 in
eine offene Stellung zum Einsetzen oder Herausnehmen einer
Spulenhülse 10 oder in eine geschlossene Stellung zum Haltern
der Spulenhülse 10 zwischen den beiden Traggliedern 17 und 18
bringbar ist.
Die Spulstelle 1 ist der Weise ausgelegt, daß beim Erfassen
einer unregelmäßigen oder fehlerhaften Stelle usw. im Faden
12 durch den Fadenwächter 15 eine in der Nähe des Fadenwäch
ters 15 vorgesehene, nicht dargestellte Schneideinrichtung
betätigt wird, die den laufenden Faden 12 durchschneidet.
Infolge des darauffolgenden Fehlens des laufenden Fadens 12
wird der Spulbetrieb der Spulstelle 1 abgestoppt, wonach ein
erster schwenkbarer Fadenführungssaugarm 22 betätigt wird, der
einen Fadenendteil 12 a des mit der Ablaufspule 8 verbundenen
Fadens in eine außerhalb des normalen Fadenlaufweges angeord
nete Fadenverbindeeinrichtung 24 einführt, und ein zweiter
schwenkbarer Fadenführungssaugarm 23 betätigt wird, der einen
Fadenendteil 126 des mit der Auflaufspule 16 verbundenen Fa
dens in die Fadenverbindeeinrichtung 24 einführt. Danach
werden beide Fadenendteile 12 a und 12 b verbunden, wonach das
Umspulen des Fadens 12 wieder aufgenommen wird. Es ist zu
bemerken, daß beide Fadenführungssaugarme 22 bzw. 23
mit der Saugleitung 6 verbunden sind, während die Fadenver
bindeeinrichtung 24 über ein Zuführrohr 25 mit der Druckluft
versorgungsleitung 7 verbunden ist. Wie noch zu erläutern
ist, dient eine Fadenfalle zum Ansaugen des angeschnittenen
Fadenendteils 12 a eines mit der Ablaufspule 8 ver
bundenen Fadens und von Fadenabfall usw. bezeichnet. Die
Fadenfalle 26 ist mit der Saugleitung 6 verbunden. Wenn die
Auflaufspule 16 vollbewickelt worden ist, stellt die Spul
stelle 1 den Spulbetrieb ein und erzeugt ein Stopsignal.
Ansprechend auf das Stopsignal bewegt sich der Spulenab
nehmerwagen 2 an eine oberhalb der Spulstelle 1 liegende
Stelle und führt das Spulenabnehmen usw. aus.
Wie in den Fig. 3 bis 5 dargestellt ist, befindet sich auf
dem Spulenabnehmerwagen 2 eine antreibbare Fadenbundwalze 27,
die an einem schwenkbaren Traggestell gelagert und in Rich
tung nach unten, auf die Oberfläche der Auflaufspule 16 zu
bewegbar ist und mit der die Auflaufspule 16 in der Aufspul
richtung in Umlauf versetzbar ist. Hierdurch wird die
als Changierwalze ausgebildete Wickelwalze 9 über die Auf
laufspule 16 mit in Umlauf versetzt, wobei der Faden 12
changiert wird.
Auf dem Spulenabnehmerwagen 2 befindet sich ein Fadenauf
nahmemechanismus 30, der in der Weise gelenkig ausgebildet
ist, daß ein hakenartiger Endteil mit einem Fadeneinfang
ausschnitt 28 in Richtung zum changierten Faden 12 hin be
wegt, der Faden 12 im Ausschnitt 28 eingefangen und der
Faden 12 in Richtung zum Spulenabnehmerwagen 2 zurückgezogen
werden kann. Hierbei wird der auf seinem Weg zur Auflauf
spule 16 hin umgelenkte Faden 12 in eine Schneideinrichtung
29 des Spulenabnehmerwagens 2 eingeführt. Diese umfaßt einen
an seinem oberen Ende an einem Zapfen 32 am Spulenabnehmer
wagen 2 schwenkbar gelagerten Hebel, der an seinem unteren
Ende einen scherenartigen Teil 31 aufweist, der in der Weise
ausgebildet ist, daß er den zugeführten Faden 12 durchschnei
det, jedoch danach den mit der Ablaufspule 8 verbundenen
Fadenendteil 12 a zwischen Klemmflächen festhält.
Die Schneideinrichtung 29 ist von einem Antriebsnocken 33
über eine Gelenkverbindung 34 in der Weise antreibbar, daß
sie zum Ansetzen des Fadenendteils 12 a an die neue Spulen
hülse 10 zum Tragarm 11 hin verschwenkt wird. Hierbei wird
der Fadenendteil 12 a des mit der Ablaufspule 8 verbundenen
Fadens zwischen einem Ende der Spulenhülse 10 und dem dort
vorgesehenen Tragglied 18 des Tragarms 11 eingeklemmt, das
zum Haltern der Spulenhülse 10 vorgesehen ist, wie dies in
den Fig. 1 und 8 dargestellt ist. Danach wird der Fadenend
teil 12 a von der Schneideinrichung 29 freigegeben, die dann
in Richtung zum Spulenabnehmerwagen 2 hin zurückgezogen wird.
Am Spulenabnehmerwagen 2 ist ein Öffner 35 vorgesehen, der
mit dem Hebel 21 des Tragarms 11 in Eingriff kommt, um den
Tragarm 11 zu öffnen oder zu schließen. Ebenfalls ist am
Spulenabnehmerwagen 2 ein Greifer 37 zum Herausnehmen einer
neuen Spulenhülse 10 aus einer Vorratseinrichtung 36, wie dies
in der Fig. 6 dargestellt ist, und zum Zuführen der Spulen
hülse 10 zu dem auf diese Weise vom Öffner 35 geöffneten
Tragarm 11 vorgesehen. Eine vollbewickelte Auflaufspule 16,
die vom Tragarm freigegeben worden ist, rollt herab in
Richtung einer Aufnahmestation 38, die an der Rückseite
der Spulstelle 1 vorgesehen ist, und wird in dieser aufge
nommen. In der Fig. 3 bezeichnet das Bezugszeichen 39 ein
Hakenglied zum Positionieren der Spulenhülse 10 an der Greif
stelle und das Bezugszeichen 40 einen Fadenführungshebel.
In einem Spulautomaten dieser Art ist insbesondere am
Spulenabnehmerwagen 2 eine Detektoreinrichtung 41 vorgesehen,
die eine photoelektrische Röhre oder ein ähnliches Bauteil
umfaßt und die feststellt, ob eine in der Vorratseinrichtung
36 untergebrachte und herauszunehmende Spulenhülse 10 mit
einem Restfaden versehen ist oder nicht. Falls auf der
Spulenhülse 10 kein Restfaden vorhanden ist, wird wie in
einem üblichen Fall ein Ansetzen des Fadens durchgeführt.
Falls jedoch die Spulenhülse mit einem Restfaden versehen
ist, wird ein Fadenverbinden, ohne ein Ansetzen des Fadens
an der Spulenhülse durchgeführt. Es ist, im einzelnen, ein
Anschlag 42, der ansprechend auf ein Erfassungssignal der
Detektoreinrichtung 41 mittels eines Solenoids oder einer
ähnlichen Einrichtung in eine Betriebsstellung herausge
fahren oder aus dieser zurückgezogen wird, an der Schwenk
bahn der Schneideinrichtung 29 des Spulenabnehmerwagens 2
vorgesehen. Wenn das Vorhandensein einer Spulenhülse 10 mit
einem Restfaden festgestellt worden ist, wird der Anschlag 42
in die Betriebsstellung ausgefahren, um ein Herausschwenken
der Schneideinrichtung 29 zu verhindern. Es ist zu bemerken,
daß in dem Fall, in dem eine mit einem Restfaden versehene
Spulenhülse 10 erfaßt worden ist, die Fadenbundwalze 27 zu
der mit dem Restfaden versehenen und im Tragarm 11 gehalter
ten Spulenhülse 10 herunterbewegt wird, um die Spulenhülse 10
in umgekehrter Richtung in Umlauf zu versetzen, so daß das
Ende des auf der Spulenhülse 10 befindlichen Restfadens
abgezogen werden kann, wobei der zweite Fadenführungs
saugarm 23 der Fadenverbindeeinrichtung 24 das Ende des
Restfadens ansaugt. In diesem Fall schneidet die
Schneideinrichtung 29 den vom Fadenaufnahmemechanismus 30
zugeführten Faden 12 durch und erfaßt den mit der Ablaufspule
8 verbundenen Fadenendteil 12 a, wonach, nach Ablauf einer
vorbestimmten Zeitspanne, die Schneideinrichtung 29 den
Fadenendteil 12 a freigibt. Der auf diese Weise freigegebene
Fadenendteil 12 a wird in die Fadenfalle 26 hineingesaugt,
so daß er nicht von der Saugwirkung des ersten Fadenführungs
saugarms 22 erfaßt wird.
Nachstehend wird die Funktionsweise der dargestellten Aus
führungsform beschrieben.
Der Spulbetrieb der Spulstelle 1 wird abgestoppt, wenn eine
Auflaufspule 16 vollbewickelt worden ist und ein Stopsignal
abgegeben wird. Der Spulenabnehmerwagen 2 erhält das Stop
signal und bewegt sich in eine Stellung oberhalb der Spul
stelle 1, um ein Spulenabnehmen durchzuführen. Danach wird
von der Detektoreinrichtung 41 festgestellt, ob eine neue,
innerhalb der Vorratseinrichtung 36 befindliche und dem Trag
arm 11 zuzuführende Spulenhülse 10 mit einem Restfaden ver
sehen ist oder nicht. Im Falle einer leeren Spulenhülse 10
efolgt ein Ansetzen des Fadens wie im Normalfall. Hierbei
wird zuerst der Faden 12 von dem Fadenaufnahmemechanismus
30 aufgenommen und der Schneideinrichtung 29 zugeführt. Die
Schneideinrichtung 29 schneidet den auf diese Weise zuge
führten Faden 12 durch und erfaßt den Fadenendteil 12 a des
mit der Ablaufspule 8 verbundenen Fadens. Die Schneidein
richtung 29 führt den Fadenendteil 12 a zum Tragarm 11 hin.
Zu diesem Zeitpunkt ist die vollbewickelte Auflaufspule 16
bereits vom Öffner 35 aus dem Tragarm 11 freigegeben worden
und es ist die aus der Vorratseinrichtung 36 entnommene leere
Spulenhülse 10 vom Greifer 37 dem geöffneten Tragarm 11
zugeführt worden. Wenn der Tragarm 11 vom Öffner 35 ge
schlossen wird, um die leere Spulenhülse 10 zu haltern,
wird der mit der Auflaufspule 8 verbundene Fadenendteil 12 a,
der von der Schneideinrichtung 29 dem Tragarm 11 zugeführt
wird, zwischen dem einen Ende der Spulenhülse 10 und dem
Tragglied 18 festgeklemmt. Die Schneideinrichtung 29 gibt
den festgehaltenen Fadenendteil 12 a frei und wird dann zu
rückgezogen, womit das Ansetzen des Fadens beendet ist.
Nach dem Beenden des Fadenansetzens wird die Fadenbundwalze 27
nach unten zur Spulenhülse 10 hin bewegt, um die Spulen
hülse 10 in Umdrehung zu versetzen und auf diese einen Faden
bund aufzuwickeln. Danach wird die Fadenbundwalze 27 zurück
gezogen und von einem Betätigungsarm 43 ein zum Wiederstarten
vorgesehener Schalter 44 der Spulstelle 1 eingeschaltet, wo
rauf sich der Spulenabnehmerwagen 2 in eine Stellung oberhalb
einer anderen danach abgestoppten Spulstelle 1 bewegt.
Falls jedoch das Vorhandensein einer mit einem Restfaden
versehenen Spulenhülse 10 erfaßt wird, erfolgt ein Spulen
abnehmen wie vorstehend beschrieben, jedoch wird der Anschlag
42 herausgetrieben, um ein Vorrücken der Schneideinrichtung
29 zu verhindern. Demgemäß wird an einer im Tragarm 11 ge
halterten, mit einem Restfaden versehenen Spulenhülse 10 kein
Ansetzen eines Fadens durchgeführt. In diesem Fall gibt nach
Ablauf einer vorbestimmten Zeitspanne die Schneideinrichtung
29 den mit der Ablaufspule 8 verbundenen Fadenendteil 12 a
frei und es wird der freigegebene Fadenendteil 12 a in die
Fadenfalle 26 hineingesaugt, während die Fadenbundwalze 27
zu der mit dem Restfaden versehenen Spulenhülse 10 hinunter
bewegt wird, um die Spulenhülse 10 in Rückwärtsrichtung, d. h.
in Abwickelrichtung in Umlauf zu versetzen, wodurch das Ende
des Restfadens vom zweiten Fadenführungssaugarm 23 nach vorne
abgezogen werden kann.
Danach schaltet der Spulenabnehmerwagen 2 mit einem Betäti
gungsarm 43 den Schalter 44 der Spulstelle 1 wieder ein und
bewegt sich zu einer oberhalb der nächsten, abgestoppten Spul
stelle 1 liegenden Stellung hin. Da jedoch der mit der Ablauf
spule 8 verbundene Fadenendteil 12 a und der Endteil des auf
der Spulenhülse 10 befindlichen Restfadens nicht miteinander
verbunden sind, wird dieser Umstand vom Fadenwächter 15 erfaßt
und der Umspulvorgang noch nicht wieder aufgenommen. In
diesem Fall wird der erste Fadenführungssaugarm 22 betätigt,
um den mit der Ablaufspule 8 verbundenen Fadenendteil 12 a
anzusaugen und es wird der zweite Fadenführungssaugarm 23
betätigt, um den Endteil des auf der Spulenhülse 10 befind
lichen Restfadens anzusaugen, wonach die beiden Fadenendteile
in die Fadenverbindeeinrichtung 24 eingeführt werden. Wenn der
Fadenwächter 15 feststellt, daß die jeweiligen Fadenendteile
miteinander verbunden worden sind, wird an der Spulstelle 1
der Umspulvorgang wieder aufgenommen.
Wird somit das Vorhandensein einer Spulenhülse 10 festge
stellt, die mit einem Restfaden versehen ist, erfolgt ein
Fadenverbindevorgang, ohne daß ein Faden an der Spulenhülse
10 angesetzt wird. Folglich kann nicht nur eine leere Spulen
hülse 10, sondern auch eine mit einem Restfaden versehene
Spulenhülse 10 dem Spulautomaten zugeführt werden. Demgemäß
wird die Wiederverwendung einer mit einem Restfaden ver
sehenen, bei einem Zetteln entstehenden Spulenhülse verein
facht. Ein vorheriges Abspulen einer mit einem Restfaden
versehenen Spulenhülse 10 kann entfallen.
Zusammenfassend lassen sich mit der Erfindung die nach
stehend angegebenen Vorteile erzielen.
Dem erfindungsgemäßen Spulautomaten können nicht nur leere
Spulenhülsen zum Bewickeln zugeführt werden, sondern auch
Spulenhülsen, die mit einem Restfaden versehen sind, weil
der erfindungsgemäße Spulautomat in der Weise ausgestaltet
ist, daß in jedem Fall festgestellt wird, ob eine einer
Spulstelle zuzuführende Spulenhülse mit einem Restfaden ver
sehen ist oder nicht, wobei im Falle einer Spulenhülse, die
mit keinem Restfaden versehen ist, ein Ansetzen des mit der
Ablaufspule verbundenen Fadenendes in normaler Weise erfolgt,
jedoch im Falle einer mit einem Restfaden versehenen Spulen
hülse ein Ansetzen des mit der Ablaufspule verbundenen Faden
endteils unterbleibt und statt dessen der Endteil des auf der
Spulenhülse befindlichen Restfadens mit dem Endteil des mit
der Ablaufspule verbundenen Fadens verbunden wird.
Folglich wird eine Weiterverwendung des nach einem Zetteln
auf einer Spulenhülse verbleibenden Restfadens vereinfacht,
wobei ein vorheriges Abspulen der mit dem Restfaden versehenen
Spulenhülse unterbleiben kann.
Claims (7)
1. Spulautomat mit einem automatischen Spulenabnehmer,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenabnehmer (Spulenabnehmerwagen 2) versehen ist mit
- - einer Detektoreinrichtung (41), die feststellt, ob eine einer Spulstelle (1) zuzuführende, zu bewickelnde Spulen hülse (10) eine leere Spulenhülse (10) mit keiner darauf befindlichen Fadenlage oder eine Spulenhülse (10) mit einem Restfaden ist, und die ein entsprechendes Fest stellungssignal abgibt, und
- - einer Steuereinrichtung, die ansprechend auf das Fest stellungssignal der Detektoreinrichtung (41) ein Steuer glied betätigt, das einen Teil des Spulenabnehmvorgangs ändert.
2. Spulautomat nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Steuerglied einen
Anschlag (42) umfaßt, der an der Bewegungsbahn einer schwenk
baren, auf den Spulenabnehmer (Spulenabnehmerwagen 2) vorge
sehenen Fadenansetzeinrichtung angeordnet ist, und der
ansprechend auf ein Erfassungssignal von der Detektorein
richtung in eine Betriebsstellung vorrückbar oder aus dieser
zurückziehbar ist, so daß die Fadenansetzeinrichtung an der
Ausführung einer Schwenkbewegung gehindert wird, falls das
Vorhandensein einer mit einem Restfaden versehenen Spulen
hülse (10) festgestellt worden ist.
3. Spulautomat nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Fadenansetzeinrichtung
versehen ist mit
- - einer Schneideinrichtung (29) mit einem am Spulenabnehmer (Spulenabnehmerwagen 2) schwenkbar gelagerten Hebel, der einen scherenartig ausgebildeten Endteil zum Durch schneiden eines von einem Fadenaufnahmemechanismus (30) zugeführten Fadens (12) unter Festhalten von nur dem mit der Ablaufspule (8) verbundenen Fadenendteil (12 a) aufweist, und
- - einem Antriebsnocken (33) und einer Gelenkverbindung (34) zum Verschwenken des Hebels in Richtung zu einem Tragarm (11) hin, an dem eine in die Spulstelle (1) eingesetzte Spulenhülse (10) gehaltert wird, zum Ansetzen des Faden endteils (12 a) zwischen einer neuen Spulenhülse (10) und einem an einer Seite des Tragarmes (11) vorgesehenen Trag glied (18) des Tragarms (11),
- - wobei zum Verhindern der Ausführung einer Schwenkbewegung der Schneideinrichtng (29) in Richtung zum Tragarm (11) hin, der Anschlag (42) in eine Stellung vorrückbar ist, in der der Hebel gegen den Anschlag (42) anstößt.
4. Spulautomat nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Spulenabnehmer ein Spulen
abnehmerwagen (2) ist, der entlang einer Reihe von Spul
stellen (1) fahrbar vorgesehen und ausgestattet ist mit einer
Fadenbundwalze (27), die zum Drehen der Auflaufspule (16) nach
unten zur Auflaufspule (16) hin bewegbar ist, einem Faden
aufnahmemechanismus (30) zum Einfangen eines Fadens (12) und
zum Zuführen des Fadens (12) zur Schneideinrichtung (29),
einem Öffner (33), der mit einem Hebel (21) zum Öffnen und
Schließen des Tragarms (11) beim Ansetzen des Fadenendteils
(12 a) in Eingriff bringbar ist, und einer Greifeinrichtung
(37) zum Herausnehmen einer neuen Spulenhülse (10) aus einer
Vorratseinrichtung (36) und zum Zuführen der Spulenhülse (10)
zu dem vom Öffner (35) geöffneten Tragarm (11) und zum Ein
setzen der Spulenhülse (10) in den Tragarm (11).
5. Spulautomat, gekennzeichnet durch
eine Spuleinrichtung zum Umspulen eines Fadens (12) von einer
Ablaufspule (8) auf eine Spulenhülse (10) zur Bildung einer
vollbewickelten Auflaufspule (16), einen Spulenabnehmer
(Spulenabnehmerwagen 2) zum Entfernen der vollbewickelten
Auflaufspule (16) von der Spuleinrichtung und zum Beliefern
der Spuleinrichtung mit einer neuen Spulenhülse (10) aus
einer Vorratseinrichtung (36), eine Fadenansetzeinrichtung
zum Durchschneiden eines sich zwischen der Ablaufspule (8)
und der vollbewickelten Auflaufspule (16) erstreckenden
Fadens (12) und zum Ansetzen des nach dem Durchschneiden ent
stehenden Endteils (12 a) des mit der Ablaufspule (8) ver
bundenen Fadens (12) an die neue Spulenhülse (10), eine
Fadenverbindeeinrichtung (24) zum Verbinden eines mit der
Ablaufspule (8) verbundenen Fadenendteils mit einem mit der
Auflaufspule (16) verbundenen Fadenendteils und einer Ein
richtung zum Verhindern eines Fadenansetzens, die das Vor
handensein einer mit einem Restfaden versehenen, in der Vor
ratseinrichtung (36) befindlichen Spulenhülse (10) fest
stellt, ein Ansetzen eines mit der Ablaufspule (8) verbunde
nen Fadenendteils (12 a) an diese Spulenhülse (10) verhindert
und einen Endteil des Restfadens der Spulenhülse (10) und den
Endteil (12 a) des mit der Ablaufspule (8) verbundenen Fadens
zur Fadenverbindeeinrichtung (24) führt.
6. Verfahren zum Ansetzen eines Fadens an eine Spulenhülse
in einem Spulautomaten, der mehrere Spulstellen, die jeweils
einen Spulabschnitt zum Umspulen eines Fadens von einer Ab
laufspule auf eine Spulenhülse zur Bildung einer vollbe
wickelten Auflaufspule und eine Fadenverbindeeinrichtung zum
Verbinden eines mit der Ablaufspule verbundenen Fadens mit
einem mit der Auflaufspule verbundenen Faden umfassen, und
einen Spulenabnehmerwagen aufweist, der entlang einer Reihe
der Spulstellen fahrbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Detektoreinrichtung zum Fest
stellen, ob eine einer Spulstelle zuzuführende Spulenhülse
eine leere Spulenhülse mit keiner darauf befindlichen Faden
lage oder eine mit einem Restfaden versehene Spulenhülse ist,
auf dem Spulenabnehmerwagen vorgesehen ist, so daß der mit
der Ablaufspule verbundene Faden an der Spulenhülse angesetzt
wird, falls eine leere Hülse festgestellt wird, während der
mit der Ablaufspule verbundene Faden von der Fadenverbinde
einrichtung mit dem Restfaden auf der Spulenhülse verbunden
wird, falls auf dieser ein Restfaden festgestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Fadenbundwalze, die auf dem
Spulenabnehmerwagen vorgesehen ist, nach unten zu einer mit
einem Restfaden versehenen Spulenhülse hin bewegt wird, daß
mit der Fadenbundwalze die Spulenhülse in umgekehrter Richtung
in Umlauf versetzt wird, so daß das Ende des Restfadens
herausziehbar wird, und daß das freie Restfadenende mit
einem Saugarm angesaugt wird, der zum Führen eines Fadens in
die Fadenverbindeeinrichtung vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP62143351A JPS63310468A (ja) | 1987-06-10 | 1987-06-10 | 自動ワインダ− |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3819873A1 true DE3819873A1 (de) | 1988-12-29 |
| DE3819873C2 DE3819873C2 (de) | 1991-02-28 |
Family
ID=15336765
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE3819873A Granted DE3819873A1 (de) | 1987-06-10 | 1988-06-10 | Spulautomat mit einem automatischen spulenabnehmer und verfahren zum ansetzen eines fadens an eine spulenhuelse |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS63310468A (de) |
| DE (1) | DE3819873A1 (de) |
| IT (1) | IT1219962B (de) |
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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