DE3810788A1 - Ventilblockaggregat - Google Patents
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Description
Die Erfindung hetrifft ein Ventilblockaggregat, insbeson
dere für Bremsdruckregelvorrichtungen, wie Antiblockier
regelvorrichtungen, Antriebsschlupfregelvorrichtungen,
bestehend aus einem oder mehreren elektromagnetisch
betätigbaren Hydraulikventilen (Elektromagnetventilen)
und einem Ventilblockdeckel (Deckel).
Elektrohydraulische Steuerungen finden eine immer weitere
Verbreitung in der Technik. Grund dafür ist die Möglich
keit, den Steuerteil einer Steuerkette elektrisch und
den Energieteil der Steuerkette hydraulisch darzustellen.
Zu den Nahtstellen zwischen elektrischem und hydraulischem
Teil gehören die elektromagnetisch betätigten Hydraulik
ventile. Diese Ventile sind zu Baugruppen (Ventilblöcke)
zusammengefaßt. Diese Baugruppen haben hydraulische Zu-
und Ableitungen und einen oder mehrere Kabelabgänge.
In den Kabeln sind elektrische Leitungen angeordnet für
die Steuersignale zur Schaltung der elektromagnetischen
Ventile, das heißt zur Strombeaufschlagung der Spulen
der Elektromagnetventile.
Es existiert die ältere Deutsche Patentanmeldung P 37
42 830.6. Diese Patentanmeldung gilt nach §3, Absatz
2, PatG., als Stand der Technik.
In dieser Patentanmeldung wird ein Ventilblockaggregat,
bestehend aus einem oder mehreren elektromagnetisch betä
tigbaren
Hydraulikventilen (Elektromagnetventilen), einem Ventil
deckel (Deckel), einer Stromzuführungsvorrichtung für
die Strombeaufschlagung der Spulen der Elektromagnetven
tile beschrieben.
In der älteren Patentanmeldung wird insbesondere ein
Ventilaufnahmekörper dargestellt, der neben den
Elektromagnetventilen, Kanäle und andere hydraulische
Komponenten umfaßt. Am Deckel befindet sich ein
Deckelansatz, in dem ein oder mehrere Kontaktmesser
untergebracht sind. Der Deckel umgibt die aus dem
Ventilblock hervorragenden Enden der Spulen der
Elektromagnetventile des Ventilblocks. Vom Deckel
geschützt ist eine Leiterbahnfolie vorgesehen. Die
Leiterbahnen stehen in elektrischem Kontakt mit
Kontaktstiften der Spulenenden. Diese Kontaktstifte werden
durch die Leiterbahnen mit den Kontaktmessern im
Deckelansatz elektrisch verbunden. Der Ventilblock ist
aus Stahl hergestellt und entsprechend schwer.
Der Erfindung liegen folgende Aufgaben zugrunde:
Das an sich sehr schwere Ventilblockaggregat soll
gewichtsoptimiert werden. Eine Reduzierung der Baugröße
und damit des Gewichts des Aggregats soll im Bereich
des Ventilaufnahmekörpers durchgeführt werden. Die
Abmagerung des Ventilaufnahmekörpers führt jedoch dazu,
daß die Magnetspulen, die wegen ihrer funktionsnotwendigen
Teile nicht in so starkem Maße gewichtsoptimiert werden
können, den Ventilaufnahmekörper überkragen. Der Deckel
des Ventilblockaggregats, der die Spulen schützen soll,
überkragt ebenfalls den in seiner Baugröße reduzierten
Ventilaufnahmekörper.
Es gehört zu den Aufgaben der Erfindung, trotz der unter
schiedlichen Abmessungen des Ventilaufnahmekörpers einer
seits und der Ventilspulen und des Deckels andererseits
eine sichere, dichte und einfach zu handhabende Verbindung
zwischen Ventilaufnahmekörper und dem Deckel des Ventil
blockaggregats zu schaffen. Insbesondere soll der Schutz
der Spulen und der Anschlüsse durch den Deckel gesichert
sein.
Es gehört weiterhin zu der Aufgabenstellung der Erfindung,
daß mit möglichst einfachen Mitteln der Deckel auf dem
Ventilaufnahmekörper befestigt werden kann. Die Montage
soll automatisierungsgerecht sein. Schrauben, Gewinde
bohrungen, die Kosten verursachen und Platz benötigen,
sollen durch die Erfindung vermieden werden. Ein Anbohren
des Ventilblocks soll nicht erforderlich sein. Für die
vom Deckel umgebenen Komponenten soll ein sicherer Tropf
wasserschutz hergestellt werden.
Die gestellten Aufgaben werden dadurch gelöst, daß ein
Körper für die Aufnahme der Ventile (Ventilaufnahmekörper)
vorgesehen ist, der von den Ventilspulen und dem die
Ventilspulen umgebenden Deckel überkragt wird, daß ein
Kompensationskörper vorgesehen ist, der die Baugrößen
des Ventilaufnahmekörpers einerseits und der Spulen und
des Deckels andererseits ausgleicht und Ventilaufnahme
körper und Deckel verbindet.
Um eine sichere Befestigung des Kompensationskörpers
am Ventilaufnahmekörper zu erzielen, wird weiterhin
vorgeschlagen, daß der Kompensationskörper als Rahmen
ausgebildet ist. Dabei kann vorgesehen sein,
daß der Rahmen einen Spannteil, der am Ventilaufnahmekör
per anliegt, und einen Aufnahmeteil für den Deckel auf
weist.
Eine einfache Montage wird dadurch erreicht, daß der
Rahmen, der insbesondere als Profilkörper ausgebildet
ist, aus elastischem Material besteht, am Ventilaufnahme
körper verspannt ist und den Deckel formschlüssig auf
nehmend ausgebildet ist.
Die Wirksamkeit des Spannteils des Kompensationskörpers
wird dadurch erhöht, daß der Spannteil des Kompensations
körpers kreisangenäherte Form aufweist.
Eine sichere Abdichtung des Kompensationskörpers am
Ventilaufnahmekörper wird dadurch erreicht, daß der
Spannteil durch ein Spannband, das vorzugsweise aus Stahl
besteht, mit dem Ventilaufnahmekörper verspannt angeordnet
ist.
Eine einfache Montage des Deckels auf den Ventilaufnahme
körper wird dadurch möglich, daß der Deckel am Aufnahme
teil durch eine Einknöpfvorrichtung verbunden ist.
Alternativ kann vorgesehen werden, daß der Deckel durch
eine Schnappverbindungsvorrichtung mit dem Aufnahmekörper
verbunden ist.
Mit der Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
Mit dem vorgeschlagenen Rahmen wird es möglich, mit
einfachen Mitteln
den Deckel auf dem Ventilaufnahmekörper zu befestigen.
Schrauben, Gewindebohrungen sind nicht erforderlich.
Die erforderliche Dichtung zwischen dem Rahmen und dem
Ventilblock ist sichergestellt. Der Deckelrand und die
Teile, die durch den Deckel umgeben sind, sind
tropfwassergeschützt, da der Rahmen als wasserabweisender
Schutz dient. Die Wirkung des Spannbandes wird durch
die kreisangenäherte Form des Rahmens erhöht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele zu entnehmen.
Die Ausführungsbeispiele werden anhand von fünf Figuren
erläutert.
Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung ein Ventilblock
aggregat.
Fig. 2 zeigt ein Ventilblockaggregat mit gewichtsredu
ziertem Ventilaufnahmekörper.
Fig. 3 zeigt ein Detail der Fig. 2.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel in Draufsicht.
Fig. 5 zeigt ein Detail der Fig. 4.
Fig. 1 ist die Abbildung eines Ventilblockaggregats
des Standes der Technik, das durch die Erfindung ver
bessert werden soll. Das Ventilblockaggregat nach Fig.
1 besteht aus einem Ventilaufnahmekörper 1 und einem
Deckel 2. Am Deckel 2 befinden sich eine umlaufende Kante
3 und ein Deckelansatz 4 mit einem Kontaktmesser 5. Mit
6 ist eine Anschlußfolie
bezeichnet, die Kontaktstifte 7, 8, 9 und 10 mit dem
Kontaktmesser verbindet. Die Anschlußfolie enthält ent
sprechende elektrische Leitungen. Mit 11 ist ein Elek
tromagnetventil bezeichnet, das stromlos offen ist.
12 ist ein Elektromagnetventil, das stromlos geschlossen
ist.
Der Ventilaufnahmekörper 1 der Fig. 1 ist in Fig. 2
gewichtsreduziert. Er trägt in Fig. 2 die Bezugsziffer
13. Durch die Gewichtsreduzierung haben sich die Außen
abmessungen des Ventilaufnahmekörpers 13 verringert.
Der Ventilaufnahmekörper 13 ist nur noch so groß, daß
genügend Material im Bereich 14, siehe Fig. 1, übrig
bleibt, daß dort die Hülse 15, die das Ventil 11 umgibt,
verstemmt werden kann. Diese Reduzierung der Maße des
Ventilaufnahmekörpers führt zu der äußeren Form, wie
sie in Fig. 2 dargestellt ist.
Zwischen dem Ventilaufnahmekörper 13 und dem Deckel 16
ist ein Kompensationskörper oder Rahmen 17 vorgesehen.
Der Rahmen besteht aus einem elastischen Material. Der
Rahmen 17 der Fig. 2 ist von innen in den Deckel 16
eingeknöpft. Der Bereich der Einknöpfung trägt die Ziffer
18. Mit 19, 20 sind die Spulen der Elektromagnetventile
bezeichnet, die vom Deckel 16 umgeben werden. Der Rahmen
hat einen oberen Teil 21, der als Spannteil ausgebildet
ist und einen unteren Teil 22, der als Aufnahmeteil für
den Deckel vorgesehen ist.
Fig. 3 zeigt den Bereich III der Fig. 2 in größerem
Maßstab. Das Profil des Rahmens 23 ist in Fig. 3 anders
ausgestaltet als in Fig. 2. Mit 34 ist der Spannteil
und mit 35 der Aufnahmeteil bezeichnet.
Aus Fig. 3 ist erkennbar, daß zur Befestigung des Deckels
16 eine Schnappverbindung im Bereich 24 angeordnet ist.
Der Rahmen 23 besteht aus einem elastischen Profil mit
Dichtlippen 25, die am Ventilkörper 13 anliegen, und
mit einer innen liegenden Aussparung 26. Mit 27 ist ein
Stahlband bezeichnet, durch das der Spannteil 34 des
Rahmens 23 gegen den Ventilaufnahmekörper 13 der Fig.
3 gepreßt wird. Die obere Begrenzungsfläche 28 des Profils
ist dachförmig ausgebildet. Dadurch wird erreicht, daß
Tropfwasser sicher abfließen kann.
Aus den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, daß die Spulen
19, 20, 29 den Ventilaufnahmekörper 13 überragen. Weiter
hin ist erkennbar, wie der als Rahmen 17, 23 ausgebildete
Kompensationskörper den Unterschied in den Außenmaßen
des Ventilaufnahmekörpers 13 einerseits und des Deckels
16 andererseits ausgleicht.
Fig. 4 ist eine Ansicht des Rahmens 17, 23 von oben. Man
erkennt die kreisangenäherte Form, beziehungsweise die
ballige Ausführung, in den Bereichen 30, 31, 32, 33 des
Spannteils 21, 34 des Rahmens 17, 23. Der Aufnahmeteil
22, 35 des Rahmens ist der Konfiguration des Deckelrandes
angepaßt. Mit 37 ist ein Spalt für einen Toleranzausgleich
bezeichnet. Dieser Spalt kann in allen Ecken des Rahmens
angeordnet sein.
Fig. 5 zeigt den Bereich V der Fig. 4. In Fig. 5 ist
die ballige Ausführung des Spannteils 21 erkennbar. Mit
27 ist das stählerne Spannband bezeichnet. Im Bereich
36 ist eine Lancierung des Stahlbandes vorgesehen.
Die Montage erfolgt in folgenden Schritten: Über den
Ventilblock wird der Rahmen, der vorzugsweise aus Kunst
stoff hergestellt ist, geschoben. Er wird mit einem Stahl
band unverrutschbar am Ventilaufnahmekörper fixiert.
Das Stahlband kann entweder ein endliches Band, das an
einer Verschlußstelle lanciert wird, sein oder eine Vor
richtung ähnlich einer Schlauchschelle aufweisen.
Der letzte Schritt ist dann das Aufsetzen des Deckels.
Liste der Einzelteile
1 Ventilaufnahmekörper
2 Deckel
3 Kante
4 Deckelansatz
5 Kontaktmesser
6 Anschlußfolie
7 Kontaktstift
8 Kontaktstift
9 Kontaktstift
10 Kontaktstift
11 SO-Ventil
12 SG-Ventil
13 Ventilaufnahmekörper
14 Bereich
15 Hülse
16 Deckel
17 Rahmen
18 Bereich, Einknöpfvorrichtung
19 Spule
20 Spule
21 Spannteil
22 Aufnahmeteil
23 Rahmen
24 Bereich, Einschnappvorrichtung
25 Dichtlippen
26 Aussparung
27 Stahlband
28 Fläche
29 Spule
30 Bereich
31 Bereich
32 Bereich
33 Bereich
34 Spannteil
35 Aufnahmeteil
36 Bereich
37 Spalt
2 Deckel
3 Kante
4 Deckelansatz
5 Kontaktmesser
6 Anschlußfolie
7 Kontaktstift
8 Kontaktstift
9 Kontaktstift
10 Kontaktstift
11 SO-Ventil
12 SG-Ventil
13 Ventilaufnahmekörper
14 Bereich
15 Hülse
16 Deckel
17 Rahmen
18 Bereich, Einknöpfvorrichtung
19 Spule
20 Spule
21 Spannteil
22 Aufnahmeteil
23 Rahmen
24 Bereich, Einschnappvorrichtung
25 Dichtlippen
26 Aussparung
27 Stahlband
28 Fläche
29 Spule
30 Bereich
31 Bereich
32 Bereich
33 Bereich
34 Spannteil
35 Aufnahmeteil
36 Bereich
37 Spalt
Claims (8)
1. Ventilblockaggregat, insbesondere für Bremsdruckregel
vorrichtungen, wie Antiblockierregelvorrichtungen,
Antriebsschlupfregelvorrichtungen, bestehend aus einem
oder mehreren elektromagnetisch betätigbaren Hydraulik
ventilen (Elektromagnetventilen) und einem Ventilblock
deckel (Deckel), dadurch gekennzeichnet, daß ein Körper
für die Aufnahme der Ventile (Ventilaufnahmekörper)
vorgesehen ist, der von den Ventilspulen und dem die
Ventilspulen umgebenden Deckel überkragt wird, daß ein
Kompensationskörper vorgesehen ist, der die Baugrößen
des Ventilaufnahmekörpers einerseits und der Spulen und
des Deckels andererseits ausgleicht und Ventilaufnahme
körper und Deckel verbindet.
2. Ventilblockaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kompensationskörper als Rahmen (17,
23) ausgebildet ist.
3. Ventilblockaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen einen Spannteil (21, 34),
der am Ventilaufnahmekörper (13) anliegt, und einen Auf
nahmeteil (22, 35) für den Deckel (16) aufweist.
4. Ventilblockaggregat nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rahmen (17, 23), der insbesondere als Profilkörper ausge
bildet ist, aus elastischem Material besteht, am Ventil
aufnahmekörper (13) verspannt ist und den Deckel (16)
formschlüssig aufnehmend ausgebildet ist.
5. Ventilblockaggregat nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannteil (21, 34) des Rahmens (17, 23) kreisangenäherte
Form aufweist.
6. Ventilblockaggregat nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannteil (21, 34) durch ein Spannband (27), das vorzugs
weise aus Stahl besteht, mit dem Ventilaufnahmekörper
(13) verspannt angeordnet ist.
7. Ventilblockaggregat nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (16) durch eine Einknöpfvorrichtung (18) mit dem
Aufnahmeteil (22) verbunden ist.
8. Ventilblockaggregat nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (16) durch eine Schnappverbindungsvorrichtung
(24) mit dem Aufnahmeteil (35) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883810788 DE3810788A1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Ventilblockaggregat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883810788 DE3810788A1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Ventilblockaggregat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3810788A1 true DE3810788A1 (de) | 1989-10-12 |
Family
ID=6351051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883810788 Withdrawn DE3810788A1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Ventilblockaggregat |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3810788A1 (de) |
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