DE3807262A1 - Maschine zum behandeln von gegenstaenden mit einer behandlungsfluessigkeit - Google Patents
Maschine zum behandeln von gegenstaenden mit einer behandlungsfluessigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Behandeln von
Gegenständen mit einer Behandlungsflüssigkeit, insbesondere
einem Ätzmittel, mit
- a) einem Gehäuse;
- b) mindestens einem Düsenstock, an dem eine Vielzahl von Düsen angeordnet ist, aus denen die Behandlungsflüssig keit auf die Gegenstände gesprüht wird.
Bei bekannten derartigen Maschinen, wie sie insbesondere
als Ätz-, Entwickler- und Spülmaschinen bei der Herstellung
von Platinen für elektronische Schaltungen Verwendung fin
den, ist der Düsenstock innerhalb des Gehäuses fest mon
tiert bzw. kann gegenüber diesem ausschließlich eine oszil
latorische Bewegung ausführen. Bei den hohen Anforderungen,
welche an die Präzision des Ätzvorganges zunehmend gestellt
werden, ist es erforderlich, ein ganz exakt definiertes
Sprühmuster zu erzielen. Hierzu muß gewährleistet sein,
daß jede Düse tatsächlich die ihr zugedachte Menge an Be
handlungsflüssigkeit in der Zeiteinheit abgibt, also ins
besondere nicht verstopft ist, und - bei Verwendung von
Fächerdüsen - auch eine vorbestimmte Winkelposition ein
hält. Zur Gewährleistung dieser Voraussetzungen sind bei
Maschinen der eingangs genannten Art daher zum Teil umfang
reiche Einstell- und Wartungsarbeiten an den Düsen notwendig.
Dies ist jedoch bei den bekannten Maschinen aufgrund der
schlechten Zugänglichkeit der einzelnen Düsen nur unter
Schwierigkeiten möglich, zumal der Innenraum des Gehäuses
1 aggressive, gesundheitsschädliche oder übelriechende Reste
der Behandlungsflüssigkeit enthalten kann.
Bei der in der DE-OS 33 45 124 beschriebenen Maschine der
eingangs genannten Art wurde daher der Düsenstock insgesamt
als Platte ausgebildet, durch welche der eigentliche Behand
lungsraum, in dem sich die Behandlungsflüssigkeit ausschließ
lich befindet, von einem Wartungsraum getrennt wird. Die
Düsen müssen in diesem Falle durch den plattenartigen
Düsenstock hindurch geführt werden, so daß sie von der
Rückseite des Düsenstockes aus ausgerichtet und ggf. auch
herausgenommen werden können. Diese Bauweise ist verhältnis
mäßig aufwendig. Probleme ergeben sich zudem dann, wenn der
Düsenstock eine Oszillationsbewegung ausführen soll, mit
der Abdichtung gegenüber dem Gehäuse. Eine praktikable
Lösung für einen im unteren Bereich der Maschine liegenden
Düsenstock ist darüber hinaus bei diesem Prinzip nur schwer
möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Maschine
der eingangs genannten Art derart auszugestalten, daß die
einzelnen Düsen am Düsenstock leicht zugänglich und so in
ihrer Winkelposition einstellbar und ggf. herausnehmbar
sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- c) der Düsenstock schubladenartig aus einer Arbeitsposition innerhalb des Gehäuses durch eine verschließbare, seit liche Öffnung des Gehäuses in eine Wartungsposition herausfahrbar ist, in welcher er seitlich aus dem Gehäu se herausragt und die Düsen leicht zugänglich sind;
- d) Steckkupplungsteile vorgesehen sind, über welche der Düsenstock mit Behandlungsflüssigkeit versorgt wird und die sich beim Herausziehen des Düsenstocks aus dem Ge häuse selbsttätig lösen und beim Einschieben des Düsen stocks in das Gehäuse selbsttätig schließen.
Erfindungsgemäß läßt sich also der Düsenstock insgesamt
seitlich aus dem Gehäuse der Maschine vollständig heraus
fahren, so daß die einzelnen Düsen frei zugänglich sind.
Es ist nicht mehr erforderlich, mit den Händen bei den ent
sprechenden Montage-, Einstell- oder sonstigen Wartungs
arbeiten in das Innere des Gehäuses hineinzugreifen, wo,
wie erwähnt, Reste der Behandlungsflüssigkeit bzw. ihre
Dämpfe vorhanden sein können. Nach Durchführung der erfor
derlichen Arbeiten an dem Düsenstock wird dieser in seine
Arbeitsposition zurückgefahren; die Verbindung zur Quelle
der Behandlungsflüssigkeit wird dabei durch die Steckkupp
lungsteile selbsttätig wieder hergestellt.
Vorteilhafterweise ist eine Verriegelungseinrichtung vor
gesehen, durch welche der Düsenstock in seiner in das Ge
häuse eingeschobenen Arbeitsposition fixierbar ist. Diese
Maßnahme ist insbesondere dort erforderlich, wo der Düsen
stock eine oszillatorische Bewegung in seiner Arbeitsposi
tion durchführen muß, damit kein unbeabsichtigter seitli
cher Versatz des Düsenstockes erfolgt und sich die Steck
kupplung nicht unabsichtlich löst. Außerdem wird dem Innen
druck, der die Kupplungsteile zu trennen sucht, entgegen
gewirkt.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist die seit
liche Öffnung des Gehäuses durch eine Seitenwand verschließ
bar, die um eine parallel zur Förderrichtung im unteren
Bereich des Gehäuses verlaufende Achse in eine horizontale
Stellung herabklappbar ist, in der sie als Auffangwanne
für Behandlungsflüssigkeit dient, die von dem in seiner
Wartungsposition befindlichen Düsenstock abtropft. Die sich
in der Seitenwand sammelnde Behandlungsflüssigkeit kann
dann in den Flüssigkeitssumpf zurückgeführt werden, am
einfachsten dann, wenn die Seitenwand in ihre senkrechte
Position zurückgeklappt wird.
Die erfindungsgemäß vorgesehene seitliche Verschiebbarkeit
des Düsenstockes bedingt einen besonders stabilen mechani
schen Aufbau. Bei bekannten Düsenstöcken, die ausschließ
lich aus Kunststoff gefertigt waren, ergab sich schon ohne
eine derartige Verschiebbarkeit im Laufe der Zeit eine er
hebliche Verformung. Es empfiehlt sich daher, daß der Düsen
stock einen verwindungssteifen, metallenen Rahmen umfaßt,
von dem die Düsen gehalten werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Konstruktion weist der
metallene Rahmen an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei
in senkrechtem Abstand zueinander parallel verlaufende
Tragstangen auf, wobei die beiden Tragstangenpaare an ihren
Enden durch Verbindungsstreben miteinander verbunden sind.
Die Düsen können dabei in parallelen Reihen jeweils über
ein gemeinsames Rohr versorgt werden, dessen Enden an den
beiden Tragstangenpaaren gehalten sind.
Besonders zweckmäßig dabei ist, wenn die gegenüberliegenden
Enden der Rohre von Muffen gehalten sind, welche auf die
Tragstangen aufgeschoben sind. Diese Bauweise ermöglicht
eine ganz besonders große Flexibilität in der Anordnung
der Düsen am Düsenstock.
Zwischen den Muffen können auf den Tragstangen rohrförmige
Distanzstücke angeordnet sein. Diese Distanzstücke bestim
men dann den Abstand zwischen den einzelnen Düsenreihen.
Die Befestigung des metallenen Rahmens, der Teil des Düsen
stockes ist, am Gehäuse geschieht zweckmäßigerweise so, daß
an gegenüberliegenden Seiten hervorstehende Gleitstücke
befestigt sind, welche in einem Längsschlitz einer Schiene
verschiebbar sind, die ihrerseits in dem Gehäuse verschiebbar
gehalten ist. Auf diese Weise läßt sich der Düsenstock
doppelt teleskopartig ausziehen, wobei zunächst eine Ver
schiebung des Düsenstockes gegenüber der Schiene und sodann
eine Verschiebung der Schiene gegenüber dem Gehäuse statt
findet.
Wie bereits erwähnt, führt bei vielen Maschinen der ein
gangs genannten Art der Düsenstock in seiner Arbeitsposi
tion eine Oszillationsbewegung aus. In diesem Falle emp
fiehlt es sich, wenn der Düsenstock in einem Tragrahmen
befestigt ist, welcher die Oszillationsbewegung ausführt,
und gegenüber diesem schubladenartig zwischen seiner Ar
beits- und seiner Wartungsposition seitlich verschiebbar
ist.
Dabei können diejenigen Steckkupplungsteile, welche beim
Ausfahren des Düsenstockes in die Wartungsposition an ihrem
Ort verbleiben, an dem Tragrahmen befestigt und über fle
xible Druckschläuche mit der Pumpe für die Behandlungsflüs
sigkeit verbunden sein. Auf diese Weise können die im Ge
häuse verbleibenden Steckkupplungsteile die Oszillations
bewegung gemeinsam mit dem Tragrahmen durchführen, wobei
durch die Flexibilität der erfindungsgemäß vorgesehenen
Druckschläuche die Verbindung zur Pumpe für die Behand
lungsflüssigkeit erhalten bleibt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Trag
rahmen in der Seitenansicht die Form eines liegenden U mit
zwei horizontalen Schenkeln und einem vertikalen Verbin
dungsschenkel auf, wobei an den horizontalen Schenkeln
jeweils ein Düsenstock verschiebbar befestigt ist. Diese
Ausführungsform empfiehlt sich für die meisten in der Pra
xis eingesetzten Maschinen, bei denen das Ätzgut von oben
und unten über jeweils einen Düsenstock besprüht werden
soll.
Die horizontalen Schenkel des Tragrahmens können dabei von
jeweils zwei am Gehäuse befestigten Rollenpaaren geführt
sein. Hierdurch ist die Leichtgängigkeit des Tragrahmens
bei der Oszillationsbewegung gewährleistet.
Weiter ist es vorteilhaft, wenn der Tragrahmen in der Drauf
sicht die Form eines liegenden U aufweist, wobei die Öff
nung des U in der Richtung zeigt, in welcher der Düsenstock
aus dem Gehäuse ausfahrbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 einen Teilschnitt gemäß Linie I-I von Fig. 2
durch eine Ätzmaschine, gesehen in Förderrichtung,
bei eingeschobenem Düsenstock;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Ätzmaschine von Fig.
1 bei abgenommenem Deckel und entfernter Oszil
lationseinrichtung;
Fig. 3 einen Teilschnitt entsprechend Fig. 1, jedoch
bei ausgezogenem Düsenstock;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Ätzmaschine von Fig.
3, entsprechend der Fig. 2, bei abgenommenem
Deckel und entfernter Oszillationseinrichtung;
Fig. 5 die Unteransicht der Kulissenscheibe, die bei
der Oszillationseinrichtung der in den Fig.
1 bis 4 dargestellten Ätzmaschine Verwendung
findet;
Fig. 6 das Weg-Zeitdiagramm der Oszillationsbewegung
des Düsenstockes in der Maschine nach den Fig. 1
bis 5.
In Fig. 1 ist ein senkrechter Teilschnitt durch den oberen
Bereich einer Ätzmaschine, gesehen in deren Förderrichtung,
dargestellt. An der in Förderrichtung hinten liegenden Sei
tenwand 2 des Gehäuses 1 bzw. einem entsprechenden Rahmenteil
sind zwei Lagerböcke 3, 4 angeschraubt. An jedem Lagerbock
3, 4 sind in vertikalem Abstand zwei Rollen 5, 6 bzw. 7, 8
drehbar gehalten. Die Rollenpaare 5, 6 bzw. 7, 8 führen
einen in horizontaler Richtung verschiebbaren Tragrahmen 9,
der nach Art eines liegenden U von einem oberen horizontalen
Schenkel 9 a, einem rechts in der Zeichnung dargestellten,
senkrechten Verbindungsschenkel 9 b und einem in der Zeichnung
nicht mehr dargestellten unteren horizontalen Schenkel ge
bildet wird. Die Verhältnisse im Bereich des unteren hori
zontalen Schenkels des Tragrahmens 9 entsprechen vollstän
dig denjenigen im dargestellten oberen Bereich, so daß auf
eine diesbezügliche Erläuterung verzichtet werden kann.
Die Anordnung ist offensichtlich derart, daß der gesamte
Tragrahmen 9 mit seinen beiden horizontalen Schenkeln 9 a
und dem Verbindungsschenkel 9 b in der Sicht der Fig.
1 bis 4 nach links und recht bewegt werden kann. Dieser
Freiheitsgrad wird, wie weiter unten noch erläutert wird,
zur Ausführung einer Oszillationsbewegung der Düsenstöcke
benötigt.
Ein entsprechender Tragrahmen 9 ist an der in Förderrich
tung vorne liegenden, in der Zeichnung nicht dargestellten
Seitenwand bzw. dem entsprechenden Rahmenteil der Ätzma
schine ausgebildet. Auch diesbezüglich ist eine gesonderte
Beschreibung entbehrlich.
Die beiden Tragrahmen 9 sind durch eine parallel zur För
derrichtung der Ätzmaschine verlaufende Strebe 10 mitein
ander verbunden, so daß auch in Draufsicht die beiden Trag
rahmen und die Strebe 10 die Gestalt eines liegenden, nach
rechts offenen U aufweisen.
Die horizontalen Schenkel 9 a des Tragrahmens 9 sind jeweils
als Profile mit einem sich zur Innenseite der Ätzmaschine
öffnenden Längsschlitz 11 gestaltet (vergl. Fig. 1 und
3). Im Innenraum des horizontalen Schenkels 9 a sind sechs
Rollen 12 bis 17 gelagert, die drei Rollenpaare bilden.
Dies ist besonders deutlich der Fig. 3 zu entnehmen.
Zwischen den Rollen 12 bis 17 ist eine Schiene 18 in hori
zontaler Richtung verschiebbar geführt, welche die Gestalt
eines hochkant stehenden Flachprofiles hat. Auch die Schie
ne 18 verläuft innerhalb des Hohlraumes des horizontalen
Schenkels 9 a des Tragrahmens 9.
Die Schiene 18 ihrerseits ist mit einem Längsschlitz 19
(vergl. insbesondere Fig. 3) versehen, welcher der ver
schiebbaren Halterung eines Düsenstockes dient, der insge
samt mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet ist.
Der Düsenstock 20 weist als tragendes Element einen starren
Halterahmen auf. Dieser umfaßt an der in Förderrichtung
vorne und hinten gelegenen Seite jeweils zwei parallele,
horizontale Tragstangen 21, 22 aus Titan sowie an den pa
rallel zur Förderrichtung verlaufenden Seiten jeweils eine
Verbindungsstrebe 23 bzw. 24 aus demselben Material. Der
von den Tragstangen 21, 22 und den Verbindungsstreben 23,
24 aufgespannte Halterahmen des Düsenstockes 20 ist so
temparaturbeständig und verwindungssteif, daß sich auch
nach langem Betrieb bei höheren Temperaturen keine Verbie
gungen einstellen.
Eine Vielzahl von Düsen 25 ist innerhalb des Düsenstockes
20 in einem regelmäßigen Muster angeordnet. Die Düsenöff
nung zeigt dabei in dem in der Zeichnung dargestellten,
oberen Düsenstock 20 jeweils nach unten auf das dort senk
recht zur Ebene der Fig. 1 und 3 sich bewegende Ätzgut,
welches in bekannter Weise von einer nicht dargestellten
Fördereinrichtung kontinuierlich durch die Ätzmaschine hin
durchgeführt wird. Entsprechend zeigen die Ätzdüsen an dem
unteren, in der Zeichnung nicht dargestellten Düsenstock
nach oben.
Die jeweils in einer Reihe parallel zur Förderrichtung der
Ätzmaschine liegenden Düsen 25 sind über ein Rohr 26 mitein
ander verbunden, derart, daß ihnen gemeinsam das Ätzmittel
zugeführt wird. Jedes Rohr 26 ist über ein senkrecht zur
Förderrichtung der Ätzmaschine verlaufendes Verbindungs
rohr 27 mit einem Steckkupplungsteil 28 verbunden, welches
an der Verbindungsstrebe 24 befestigt ist und über welches
in noch zu beschreibender Weise das Ätzmittel für jede an
einem Rohr 26 befindliche Reihe von Düsen 25 gesondert zuge
führt wird. Die Steckkupplungsteile 28 sind besonders gut
in den Fig. 3 und 4 erkennbar.
Die gegenüberliegenden Enden der aus Kunststoff bestehenden,
Ätzmittel führenden Rohre 26 sind in Muffen 29 gehalten,
welche über die Tragstangen 21, 22 des Düsenstockes 20 ge
schoben sind. Die Muffen 29 werden durch rohrförmige Di
stanzstücke 30 im richtigen Abstand gehalten.
An zwei Stellen an den beiden gegenüberliegenden Seiten
des Düsenstockes 20 ist jeweils ein Distanzstück durch eine
Tragmuffe 31 bzw. 32 ersetzt. An den Tragmuffen 31, 32 sind
nach außen ragende Gleitstücke 33, 34 aus reibungsarmem
Material angeschraubt, welche in den Längsschlitz 19 der
Schiene 18 eingreifen. Die Anordnung ist also so, daß zum
einen der Düsenstock 20 gegenüber der Schiene 18 verschoben
werden kann, wobei sich die Gleitstücke 33, 34 innerhalb des
Längsschlitzes 19 bewegen, und daß darüber hinaus die Schiene
18 aufgrund ihrer Lagerung zwischen den Rollen 13 bis 17
innerhalb des Tragrahmens 9 horizontal verschiebbar ist.
Auf diese Weise läßt sich der Düsenstock 20 doppelt tele
skopartig seitlich aus dem Tragrahmen 9 herausfahren, wie
dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
In dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten, eingeschobe
nen Zustand des Düsenstockes 20 greifen die Steckkupplungs
teile 28, welche am Düsenstock 20 befestigt sind, in kom
plementäre Steckkupplungsteile 35 ein, die an der Strebe
10 des Tragrahmens 9 angebracht sind. Die Steckkupplungs
teile 35 werden über nicht dargestellte Druckschläuche mit
Ätzmittel versorgt, welche auf mit den Steckkupplungsteilen
35 verbundenen Rohrwinkeln 36 befestigt werden.
Auf der nach oben zeigenden Wand 36 ("Deckel") der Ätzma
schiene ist ein Getriebemotor 37 montiert. Die Ausgangs
welle 38 des Getriebemotors 37 durchsetzt abgedichtet die
Wand 36 und trägt an ihrem freien Ende eine Kurvenscheibe
39. Zwei an der Oberseite des horizontalen Schenkels 9 a
des Tragrahmens 9 angeschraubte Rollen 40, 41 liegen an
diametral gegenüberliegenden Punkten am Außenumfang der
Kurvenscheibe 39 an. Getriebemotor 37, Kurvenscheibe 39
und Rollen 40, 41 bilden eine Oszillationseinrichtung,
mit welcher der Düsenstock 20 in eine hin- und hergehende
Bewegung versetzt werden kann.
Die Unteransicht der Kurvenscheibe 39 ist in Fig. 5 in
vergrößertem Maßstab dargestellt und zwar in zwei unter
schiedlichen Drehstellungen. Die Kontur der Kurvenscheibe
39 ist im Maschinenbau als sogenannte "Herzkurve" bekannt.
Bei der Drehung der Kurvenscheibe 39, welche durch den Ge
triebemotor 37 bewirkt wird, erfahren die an den gegenüber
liegenden Punkten der Kurvenscheibe anliegenden Rollen 40,
41 eine hin- und hergehende Bewegung (Oszillationsbewegung),
die sich auf den Rahmen 9 und damit auf den gesamten Düsen
stock 20 überträgt.
Die Funktionsweise der beschriebenen Ätzmaschine ist wie
folgt:
Im Normalbetrieb befindet sich der Düsenstock 20 in der
eingeschobenen Position, die in den Fig. 1 und 2 darge
stellt ist. Das heißt, die an der Verbindungsstrebe 24 des
Düsenstocks 20 angebrachten Steckkupplungsteile 28 greifen
in die an der Strebe 10 des Tragrahmens 9 angebrachten
Steckkupplungsteile 35 ein; Ätzmittel kann somit über die
Steckkupplungsteile 35, 28, die Verbindungsrohre 27 und
die Rohre 26 zu den Düsen 25 fließen und aus diesen in
einem gewünschten Ätzmuster austreten. Die zu ätzenden Ge
genstände werden unterhalb des in Fig. 1 dargestellten
Düsenstockes 20, gleichzeitig oberhalb des darunter liegen
den, zweiten und nicht dargestellten Düsenstockes senkrecht
zur Zeichenebene von Fig. 1 durchbefördert. Die seitli
che Gehäuseöffnung 43, durch welche der Düsenstock 20 in
seine Wartungsposition ausgefahren werden kann, ist durch
eine herabklappbare Seitenwand 42 verschlossen.
Der Getriebemotor 37 versetzt die Kurvenscheibe 39 in Dre
hung. Durch die Anlage der Rollen 40 und 41 an der Kurven
scheibe 39 erfährt der ganze Tragrahmen 9 eine oszillatori
sche Bewegung, deren Richtung senkrecht auf der Förderrich
tung des Ätzguts steht. Durch diese Oszillationsbewegung
werden Unregelmäßigkeiten im Sprühmuster der Düsen ausgegli
chen, so daß es also in der Richtung quer zur Förderrichtung
keine Zonen gibt, in denen eine stärkere Ätzung als in
anderen Zonen erfolgt. Durch die Ausbildung der Kurvenscheibe
39 als Herzkurve (vgl. Fig. 5) ist das Weg-Zeit-Diagramm
der Oszillationsbewegung im wesentlichen sägezahnförmig,
wie in Fig. 6 mit durchgezogenen Linien dargestellt. Das
heißt, die Bewegung zwischen den Umkehrpunkten erfolgt
mit annähernd konstanter Geschwindigkeit, wobei in den
Umkehrpunkten selbst zur Vermeidung übergroßer Beschleu
nigungskräfte eine gewisse Abrund des Weg-Zeit-Diagrammes
in Kauf genommen wird. In Fig. 6 ist außerdem gestrichelt
das Weg-Zeit-Diagramm herkömmlicher Kurbelantriebe für die
Oszillationsbewegung eingezeichnet, welches eine Sinuskurve
ist. Bei dieser Ausgestaltung des Weg-Zeit-Diagrammes tritt
eine erhöhte Verweildauer im Bereich der Maxima bzw. Minima
der Sinuskurve auf, so daß dort trotz der oszillatorischen
Bewegung des Düsenstockes die Ätzung verstärkt ist. Ange
sichts der immer weiter wachsenden Anforderungen an eine
gleichmäßige Ätzung wird durch die mit der Herzkurve als
Exzenter arbeitende Oszillationseinrichtung ein erheblicher
Fortschritt erzielt.
Treten im Betrieb Störungen dadurch auf, daß bestimmte Dü
sen 25 verschmutzt und verstopft sind oder soll auf ein
neues Ätzgut umgestellt werden wird die Seitenwand 42 um
eine Achse, die parallel zur Förderrichtung an der unteren
Längskante des Gehäuses 1 verläuft, in annähernd waagerechte
Position herabgeklappt. Sie gibt auf diese Weise nicht nur
die seitliche Öffnung 43 frei; darüber hinaus dient sie
gleichzeitig als Abtropfwanne, in welcher sich von dem
Düsenstock 20 tropfendes Ätzmittel sammeln und in den
Ätzmittelsumpf zurückfließen kann.
Der Düsenstock 20 kann nunmehr durch die Öffnung 43 seitlich
herausgezogen werden. Dabei bewegen sich zunächst die
Gleitstücke 33, 34 innerhalb des Längsschlitzes 19 in der
Schiene 18, bis sie am Ende des Längsschlitzes 19 anstoßen.
Beim weiteren Herausziehen des Düsenstockes 20 bewegt sich
nun die gesamte Schiene 18 innerhalb des horizontalen
Schenkels 9 a des Tragrahmens 9, wobei die Rollen 12 bis 17
ein leichtes Gleiten und eine präzise Führung gewährleisten.
Der Düsenstock 20 gelangt schließlich in die in den Fig.
3 und 4 dargestellte Position oberhalb der nach unten
geklappten Seitenwand 42. Hier sind die einzelnen Düsen 25
leicht zugänglich und können ohne weiteres herausgenommen,
gereinigt, neu ausgerichtet oder ersetzt werden.
Nach Abschluß der Wartungsarbeiten wird der Düsenstock 20
wieder in die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Position
zurückgeführt; die Steckkupplungsteile 28 greifen in die
Steckkupplungsteile 35 ein, womit die Verbindung zur Ätz
mittel-Pumpe hergestellt ist. Abschließend wird der Düsen
stock 20 wieder innerhalb des Tragrahmens 9 durch eine ge
eignete Einrichtung verriegelt und die Seitenwand 42 in
ihre vertikale Stellung hochgeklappt.
Claims (14)
1. Maschine zum Behandeln von Gegenständen mit einer Be
handlungsflüssigkeit, insbesondere einem Ätzmittel,
mit
- a) einem Gehäuse;
- b) mindestens einem Düsenstock, an dem eine Vielzahl von Düsen angeordnet sind, aus denen die Behandlungsflüssig keit auf die Gegenstände gesprüht wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- c) der Düsenstock (20) schubladenartig aus einer Arbeits position innerhalb des Gehäuses (1) durch eine ver schließbare, seitliche Öffnung (43) des Gehäuses (1) in eine Wartungsposition herausfahrbar ist, in welcher er seitlich aus dem Gehäuse (1) herausragt und die Düsen (25) leicht zugänglich sind;
- d) Steckkupplungsteile (28, 35) vorgesehen sind, über wel che der Düsenstock (20) mit Behandlungsflüssigkeit ver sorgt wird und die sich bei Herausziehen des Düsenstocks (20) aus dem Gehäuse (1) selbsttätig lösen und beim Ein schieben des Düsenstocks (20) in das Gehäuse (1) selbst tätig schließen.
2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Verriegelungseinrichtung, durch welche der Düsenstock
(20) in seiner in das Gehäuse (1) eingeschobenen Arbeits
position fixierbar ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die seitliche Öffnung (43) des Gehäuses (1)
durch eine Seitenwand (42) verschließbar ist, die um eine
parallel zur Förderrichtung im unteren Bereich des Gehäuses
(1) verlaufende Achse in eine ungefähr horizontale Stellung
herabklappbar ist, in der sie als Auffangwanne für Behand
lungsflüssigkeit dient, die von dem in seiner Wartungsposi
tion befindlichen Düsenstock (20) abtropft.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Düsenstock (20) einen
verwindungssteifen, metallenen Rahmen (21 bis 24) umfaßt,
von dem die Düsen (25) gehalten werden.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der metallene Rahmen an zwei gegenüberliegenden Seiten
zwei in senkrechtem Abstand zueinander parallel verlaufende
Tragstangen (21, 22) aufweist, wobei die beiden Tragstangen
paare (21, 22) an ihren Enden durch Verbindungsstreben (23,
24) miteinander verbunden sind.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düsen (25) in parallelen Reihen jeweils über ein
gemeinsames Rohr (26) versorgt werden, dessen Enden an den
beiden Tragstangenpaaren (21, 22) gehalten sind.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die gegenüberliegenden Enden der Rohre (26) von Muffen
(29) gehalten sind, welche auf die Tragstangen (21, 22)
aufgeschoben sind.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Muffen (29) auf den Tragstangen (21, 22)
rohrförmige Distanzstücke (30) angeordnet sind.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß an gegenüberliegenden Seiten des
metallenen Rahmens (21 bis 24) hervorstehende Gleitstücke
(33, 34) befestigt sind, welche in einem Längsschlitz (19)
einer Schiene (18) verschiebbar sind, die ihrerseits in dem
Gehäuse (7) verschiebbar gehalten ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei welcher
der Düsenstock in der Arbeitsposition eine Oszillations
bewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsen
stock (20) in einem Tragrahmen (9) befestigt ist, welcher
die Oszillationsbewegung ausführt, und gegenüber diesem
schubladenartig zwischen seiner Arbeits- und seiner War
tungsposition seitlich verschiebbar ist.
11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
diejenigen Steckkupplungsteile (35), welche beim Aus
fahren des Düsenstocks (20) in die Wartungsposition an
ihrem Ort verbleiben, an dem Tragrahmen (9) befestigt und
über flexible Druckschläuche mit der Pumpe für die Behand
lungsflüssigkeit verbunden sind.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragrahmen (9) in der Seitenansicht die Form eines
liegenden U mit zwei horizontalen Schenkeln (9 a) und einem
vertikalen Verbindungsschenkel (9 b) aufweist, wobei an den
horizontalen Schenkeln (9 a) jeweils ein Düsenstock (20)
verschiebbar befestigt ist.
13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die horizontalen Schenkel (9 a) des Tragrahmens (9) von
jeweils zwei am Gehäuse (1) befestigten Rollenpaaren (5
bis 8) geführt sind.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (9) in der Drauf
sicht die Form eines U aufweist, wobei die Öffnung des U
in die Richtung zeigt, in welcher der Düsenstock (20) aus
dem Gehäuse (1) ausfahrbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3807262A DE3807262A1 (de) | 1988-03-05 | 1988-03-05 | Maschine zum behandeln von gegenstaenden mit einer behandlungsfluessigkeit |
| US07/193,054 US4852804A (en) | 1988-03-05 | 1988-05-12 | Machine for treating objects with a treating liquid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3807262A DE3807262A1 (de) | 1988-03-05 | 1988-03-05 | Maschine zum behandeln von gegenstaenden mit einer behandlungsfluessigkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3807262A1 true DE3807262A1 (de) | 1989-09-14 |
Family
ID=6348956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3807262A Withdrawn DE3807262A1 (de) | 1988-03-05 | 1988-03-05 | Maschine zum behandeln von gegenstaenden mit einer behandlungsfluessigkeit |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4852804A (de) |
| DE (1) | DE3807262A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4418288A1 (de) * | 1994-05-26 | 1995-11-30 | Gema Volstatic Ag | Elektrostatische Sprühvorrichtung |
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| CN109701980B (zh) * | 2019-02-26 | 2021-02-19 | 成都慧晶机械设备有限公司 | 一种喷头转向机构以及应用喷头转向机构的胶缸清洗设备 |
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-
1988
- 1988-03-05 DE DE3807262A patent/DE3807262A1/de not_active Withdrawn
- 1988-05-12 US US07/193,054 patent/US4852804A/en not_active Expired - Fee Related
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| Title |
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| Galvanotechnik 63(1972) Nr. 6, S. 542-544 * |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4852804A (en) | 1989-08-01 |
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