DE3801084A1 - Vorrichtung zur steuerung mindestens eines drosselquerschnittes an mindestens einer steueroeffnung - Google Patents
Vorrichtung zur steuerung mindestens eines drosselquerschnittes an mindestens einer steueroeffnungInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach der Gattung des
Hauptanspruches. Es ist schon eine derartige Vorrichtung bekannt
(DE-OS 32 34 468), bei der jedoch der Nachteil besteht, daß die
vollständige Öffnung der Steueröffnung, ausgehend von einer einen
Notlaufquerschnitt bildenden Öffnung der Steueröffnung, erst nach
Durchlaufen des maximalen Regelweges des Drosselorganes erreichbar
ist, wofür zur Erregung des Stellmotors der maximale Steuerstrom be
nötigt wird. Eine derartige Vorrichtung dient zur Regelung der
Leerlaufdrehzahl von Brennkraftmaschinen, um bei möglichst geringer
Drehzahl günstige Verbrauchs- und Emissionswerte zu erzielen. Die
möglichst niedrige Leerlaufdrehzahl ist dabei von verschiedenen Be
triebszuständen der Brennkraftmaschine abhängig, beispielsweise vom
Belastungszustand, der Außen- und Motortemperatur oder dem Lei
stungsbedarf von Systemen, die durch die Brennkraftmaschine ange
trieben werden, beispielsweise einer Klimaanlage. Hierdurch und ins
besondere bei sehr niederen Starttemperaturen der Brennkraftmaschine
sinkt die von der Batterie des Kraftfahrzeuges gelieferte Versor
gungsspannung ab und der Stellmotor der Leerlaufregelvorrichtung
kann nicht mit dem erforderlichen Strom versorgt werden, um gerade
in diesem Betriebszustand das Drosselorgan in eine die Steueröffnung
vollständig öffnende Stellung zu verstellen.
Außerdem besteht bei der bekannten Vorrichtung die Gefahr, daß bei
einem Bruch des Federelementes und erregtem Stellmotor die Steuer
öffnung durch das Drosselorgan vollständig geöffnet wird und dadurch
der Betrieb der Brennkraftmaschine in unerwünschter Weise beeinflußt
oder gar gefährdet wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß bei wirkungs
losem, beispielsweise gebrochenem Federelement und erregtem Stell
motor das Drosselorgan in eine einen Sicherheitsquerschnitt der
Steueröffnung öffnende Stellung bewegbar ist, so daß nicht nur ein
sicherer Weiterlauf der Brennkraftmaschine gewährleistet ist, son
dern auch beispielsweise vermieden wird, daß die Brennkraftmaschine
in unerwünscht hohe Drehzahlen gelangt.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch
angegebenen Vorrichtung möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, erforderlichenfalls das Drosselorgan
über seine die Steueröffnung schließende Stellung hinaus in die den
Sicherheitsquerschnitt öffnende Stellung zu bewegen.
Weiterhin vorteilhaft ist es, das Drosselorgan mit wenigstens einer
Drosselöffnung zu versehen, die, von einer den Notlaufquerschnitt
offnenden Stellung ausgehend, bei einer Bewegung des Drosselorganes
die wenigstens eine Steueröffnung mehr oder weniger öffnet, wobei
die Steueröffnungen bzw. Drosselöffnungen einen rechteckförmigen
oder quadratischen Querschnitt haben können und der Sicherheitsquer
schnitt der Steueröffnung durch eine Steuerkante des Drosselorganes
geöffnet werden kann.
Ebenfalls vorteilhaft ist es, die Bypassleitung mit einer linken und
einer rechten Steueröffnung und das Drosselorgan mit einer linken
und einer rechten Drosselöffnung zu versehen, wobei der Notlaufquer
schnitt durch eine wenigstens teilweise Überdeckung der linken Steu
eröffnung und der linken Drosselöffnung gebildet wird.
Vorteilhaft ist es ebenfalls, die Steueröffnung der Bypassleitung
als Parallelogramm und die Drosselöffnung des Drosselorganes als
Dreieck auszubilden und so zueinander anzuordnen, daß zwei einen
spitzen Winkel einschließende Schenkel der Drosselöffnung annähernd
parallel zu jeweils zwei der Seiten der Steueröffnung verlaufen und
in einer Stellung der vollständigen Öffnung der Steueröffnung die
beiden Schenkel der Drosselöffnung und zwei benachbarte Seiten der
Steueroffnung in Überdeckung gelangen. Dabei können die Schenkel der
Drosselöffnung und die Seiten der Steueröffnung unter einem Radius
ineinander übergehen, wodurch eine leichtere und exaktere Fertigung
möglich ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein Diagramm, das die Durchflußmenge pro Zeitein
heit des Betriebsmittels über dem Verstellweg s des Drosselorgans
zeigt, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Steuerung
mindestens eines Drosselquerschnittes entlang der Linie II-II in Fig. 3,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4a bis d eine vereinfachte Darstellung verschiedener Stellun
gen eines Drosselorgans mit einer Drosselöffnung gegenüber einer
Steueröffnung in einer ersten Ausführungsform, Fig. 5a bis d eine
vereinfachte Darstellung der Stellungen eines Drosselorganes mit ei
ner dreieckförmigen Drosselöffnung gegenüber einer parallelogramm
förmigen Steueröffnung in einer zweiten Ausführungsform, Fig. 6
eine Draufsicht auf eine entsprechend den Fig. 2 und 3 ausgestal
tete und mit einer Steueröffnung und einer Drosselöffnung entspre
chend den Fig. 5a bis d ausgestalteten Vorrichtung, Fig. 7a bis
d eine vereinfachte Darstellung der Stellungen eines mit zwei Dros
selöffnungen ausgestalteten Drosselorgans gegenüber zwei Steueröff
nungen in einem dritten Ausführungsbeispiel.
In der Fig. 1 ist in einem Diagramm die pro Zeiteinheit strömende
Menge eines zu steuernden Betriebsmittels, beispielsweise der im
Leerlauf einer Brennkraftmaschine zu steuernden Leerlaufluftmenge
für die Brennkraftmaschine, über dem Verstellweg s eines Drosselor
ganes einer Vorrichtung dargestellt, wie sie in dem folgenden Text
anhand verschiedener Ausführungsbeispiele beschrieben wird. Bei der
in den Fig. 2 und 3 dargestellten Vorrichtung strömt in Pfeil
richtung 1 Verbrennungsluft durch ein Ansaugrohr 2 an einer Drossel
klappe 3 vorbei zu einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine. Mit
dem Ansaugrohr 2 steht eine Bypassleitung 5 in Verbindung, die um
die Drosselklappe 3 führt und deren Durchgangsquerschnitt durch die
Vorrichtung 6 mittels eines Drosselorganes 7 änderbar ist. Die Vor
richtung 6 wird durch ein elektronisches Steuergerät 8 angesteuert,
an dem bei 10 die von der Fahrzeugbatterie gelieferte Versorgungs
spannung, bei 11 das vom Zündverteiler der Brennkraftmaschine abge
nommene Signal für die Drehzahl der Brennkraftmaschine, bei 12 das
Signal für die Motortemperatur und bei 13 eine die Stellung der
Drosselklappe 3 kennzeichnende Spannung, die beispielsweise ein mit
der Drosselklappe 3 verbundenes Potentiometer liefert, anliegt. Dem
elektronischen Steuergerät 8 können bei Bedarf noch weitere Be
triebskenngrößen der Brennkraftmaschine eingegeben werden.
Als Stellmotor der Vorrichtung 6 dient beim vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel ein nicht näher dargestellter Elektromotor 15, der
über einen Stecker 16 durch das elektronische Steuergerät 8 in Ab
hängigkeit von Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine ansteuerbar
ist. Der Elektromotor 15 verdreht im erregten Zustand eine Hohl
welle 17, die über Wälzlager 18 um eine Achse 19 drehbar gelagert
ist, welche in einen Gehäuseboden 21 eines topfförmig ausgebildeten
Gehäuses 22 der Vorrichtung 6 eingepreßt ist und darin fest steht.
Mit der Hohlwelle 17 ist drehfest das Drosselorgan 7 verbunden, das
rohrsegmentförmig ausgebildet ist und in einen im Gehäuseboden 21
gestalteten und die Bypassleitung 5 schneidenden Schwenkraum 24
ragt. Mit dem Schwenkraum 24 ist einerseits ein Zuströmstutzen 26
zum Ansaugrohr 2 stromaufwärts der Drosselklappe und andererseits
ein Abströmstutzen 27 zum Ansaugrohr 2 stromabwärts der Drossel
klappe 3 verbunden. Das rohrsegmentförmige Drosselorgan 7 ragt mit
seinem Umfang möglichst dicht bis an die Wandung des Schwenkraumes
24. In der dem Zuströmstutzen 26 zugewandten Wandung 28 des Schwenk
raumes 24 ist wenigstens eine Steueröffnung 29 ausgespart, die durch
das Drosselorgan 7 mehr oder weniger geöffnet werden kann. Hierfür
kann beispielsweise das rohrsegmentförmig ausgebildete Drosselorgan
7 eine dieses durchdringende Drosselöffnung 31 aufweisen, die bei
einer Drehbewegung des Drosselorganes 7 mehr oder weniger in Über
deckung mit der Steueröffnung 29 gebracht wird und hierdurch die
Steueröffnung 29 unter Bildung eines Drosselquerschnittes mehr oder
weniger öffnet. Die Verdrehung des Drosselorganes 7 durch den Elek
tromotor 15 erfolgt entgegen der Kraft eines beispielsweise als Spi
ralfeder 32 ausgebildeten Federelementes, die mit ihrem inneren Ende
mit der Hohlwelle 17 und mit ihrem äußeren Ende mit dem Gehäuse 22
verbunden ist. In nicht erregtem Zustand des Elektromotors 15 ver
dreht die Spiralfeder 32 die Hohlwelle 17 mit einem Anschlagab
schnitt 33 gegen eine in den Gehäuseboden 21 geschraubte Anschlag
schraube 34. Bei an der Anschlagschraube 34 anliegendem Anschlagab
schnitt 33 wird das Drosselorgan 7 durch die Spiralfeder 32 in einer
Ausgangsstellung gehalten, in der die Steueröffnung 29 durch das
Drosselorgan 7 nicht vollständig verschlossen wird, sondern die
Drosselöffnung 31 teilweise mit der Steueroffnung 29 in Überdeckung
steht, so daß in dieser Stellung ein Notlaufquerschnitt 36 geöffnet
bleibt, über den durch die Bypassleitung 5 Luft oder Gemisch von
stromaufwärts der Drosselklappe nach stromabwärts der Drosselklappe
3 in das Ansaugrohr 2 strömen kann. Die über den Notlaufquerschnitt
36 strömende Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit reicht bei Ausfall
der Stromversorgung der Vorrichtung 6 aus, für den Weiterlauf der
Brennkraftmaschine ein günstiges Kraftstoff-Luft-Gemisch bereitzu
stellen oder beim Start der Brennkraftmaschine eine vorbestimmte
günstige Menge zum Motor strömen zu lassen. Im Diagramm nach Fig. 1
ist die über den Notlaufquerschnitt pro Zeiteinheit strömende Be
triebsmittelmenge mit N bezeichnet, bei deren Vorliegen sich das
Drosselorgan 7 in seiner Ausgangsstellung Null befindet.
Erfindungsgemäß soll nun, ausgehend von der den Notlaufquerschnitt
36 darstellenden Ausgangsstellung Null des Drosselorganes, bei einer
Erregung des Elektromotors das Drosselorgan 7 eine Bewegung in
gleichbleibender Bewegungsrichtung ausführen, in der es zunächst mit
der Drosselöffnung 31 die Steueröffnung 29 vollständig öffnet und
erst danach entsprechend dem von den Betriebskenngrößen der Brenn
kraftmaschine abhängenden Steuerstrom durch das elektronische Steu
ergerät so weiter bewegt werden, daß es die Steueröffnung 29 wieder
mehr oder weniger verschließt, also die Überdeckung zwischen Dros
selöffnung 31 und Steueröffnung 29 verringert wird. Daraus ergibt
sich eine Kennlinie der Vorrichtung 6, wie sie in Fig. 1 durch den
dargestellten Kurvenverlauf gekennzeichnet ist. Die in Fig. 1 dar
gestellte Kurve beginnt bei der den Regelweg Null darstellenden Aus
gangsstellung des Drosselorganes mit einer durch den Notlaufquer
schnitt 36 kennzeichnenden Notlaufbetriebsmittelmenge pro Zeitein
heit N in dem Punkt A. Wird der Elektromotor 15 durch das Steuer
gerat 8 erregt, so bewegt der Elektromotor 15 das Drosselorgan 7 in
Richtung einer weiteren Vergrößerung des zwischen der Steueröffnung
29 und der Drosselöffnung 31 gebildeten Drosselquerschnittes, bis
nach dem relativ kurzen Verstellweg s 1 die Steueröffnung 29 und
die Drosselöffnung 31 vollständig in Überdeckung sind und im Punkt B
der Kurve die maximale Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit max
über die Bypassleitung 5 strömen kann. Erst nach der durch den Punkt
B gekennzeichneten Stellung des Drosselorganes, in der die maximale
Betriebsmittelmenge max über die Steueröffnung 29 strömen kann,
kann durch in gleicher Bewegungsrichtung wie bisher fortgeführter
Bewegung des Drosselorgans 7 entsprechend den Ansteuersignalen des
Steuergerätes 8 eine Verringerung der Überdeckung zwischen der Steu
eröffnung 29 und der Drosselöffnung 31 erfolgen, so daß bei Bedarf
der zwischen diesen beiden Öffnungen gebildete Drosselquerschnitt
verringert werden kann, ggf. geschlossen wird, so daß zwischen der
Steueröffnung 29 und der Drosselöffnung 31 keine Überdeckung mehr
vorhanden ist und lediglich eine auf Undichtigkeiten beruhende Leck
menge über die Bypassleitung 5 strömt. Die Bewegung des Drosselorga
nes 7 von der Stellung s 1, in der die Steueröffnung 29 vollständig
durch die Drosselöffnung 31 geöffnet ist, in die Stellung s 2, in
der die Steueröffnung 29 vollständig durch das Drosselorgan 7 ver
schlossen wird und nur noch eine Leckmenge pro Zeiteinheit L über
die Bypassleitung 5 strömen kann, und die durch den Punkt C gekenn
zeichnet ist, wird durch den Kurvenverlauf zwischen den Punkten B
und C gekennzeichnet. In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrich
tung kann bei einem Ausfall, beispielsweise Bruch der Spiralfeder
32 vorgesehen sein, daß das Drosselorgan 7 durch den erregten Elek
tromotor 15 in eine Stellung s 4 bewegt wird, in der das Drosselor
gan 7 an der Steueröffnung 29 einen Sicherheitsquerschnitt öffnet,
so daß über diesen Sicherheitsquerschnitt und über die Bypassleitung
5 eine Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit S strömen kann, die
einen sicheren, die Brennkraftmaschine nicht gefährdenden Betrieb
der Brennkraftmaschine gewährleistet und geringer als die maximal
mögliche strömende Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit max über
die Steueröffnung 29 ist.
Der den Sicherheitsquerschnitt kennzeichnende Punkt E in Fig. 1
kann von der Stellung s 2 des Drosselorgans 7 im Punkt C, in dem
nur noch eine Leckmenge L strömt entsprechend der strichpunktier
ten Linie 37 direkt durch eine Bewegung in die Stellung s 4 er
reicht werden, bei der ausgehend von der Leckmenge L im Punkt C
eine erneute Vergrößerung des Drosselquerschnittes an der Steueröff
nung 29 bis zum Punkt E erfolgt. Eine weitere Möglichkeit besteht
darin, zunächst aus der Stellung s 2 das Drosselorgan 7 bis zur
Stellung s 3 zu bewegen, ohne daß die Steueröffnung 29 geöffnet
wird. Die Verstellbewegung von der Stellung s 2 zur Stellung s 3
des Drosselorgans 7 wird durch den Kurvenverlauf vom Punkt C zum
Punkt D gekennzeichnet. In dem Verstellbereich zwischen der Stellung
s 2 und der Stellung s 3 kann nur die Leckmenge L über die
Steueröffnung 29 strömen. Ausgehend vom Punkt D, also der Stellung
s 3 des Drosselorgans 7 erfolgt entsprechend der durchgezogenen
Linie die weitere Öffnung des Drosselquerschnittes bis zum Punkt E,
in dem das Drosselorgan 7 die Stellung s 4 einnimmt und der Sicher
heitsquerschnitt an der Steueröffnung 29 geöffnet ist, über den die
Sicherheitsbetriebsmittelmenge S strömen kann. Die in der Fig. 1
dargestellte Kennlinie zwischen den Punkten A, B, C, D und E zeigt
bei einer Verstellung des Drosselorganes 7 in gleicher Bewegungs
richtung die Größe des zwischen der wenigstens einen Steueröffnung
29 und der wenigstens einen Drosselöffnung 31 gebildeten Drossel
querschnittes auf, die der über die Bypassleitung 5 strömenden Be
triebsmittelmenge pro Zeiteinheit äquivalent ist. Dabei ist insbe
sondere vorteilhaft, daß von der den Notlaufquerschnitt 36 darstel
lenden Ausgangsstellung des Drosselorgans 7 ausgehend bei einer Er
regung des Elektromotors 15 nach einem sehr kurzen Verstellweg in
der Stellung s 1 bereits die vollständige Öffnung der Steueröffnung
29 durch die Drosselöffnung 31 erreichbar ist, in der die maximale
Betriebsmittelmenge max über die Bypassleitung 5 strömen kann.
Erst bei einer weiteren Bewegung des Drosselorgans 7 über die Stel
lung s 1 hinaus beginnt bis zum Punkt C die eigentliche Regelung
des Drosselquerschnittes, so daß in Abhängigkeit von den Betriebs
kenngrößen der Brennkraftmaschine jede Zwischenstellung des Drossel
organes 7 von der vollständigen Öffnung der Steueröffnung 29 im
Punkt B und der dabei möglichen maximal strömenden Betriebsmittel
menge max bis zur nahezu vollständigen Sperrung der Steueröffnung
29 im Punkt C, bei der lediglich eine Leckmenge L strömen kann,
möglich ist. Der aufgezeigte Kennlinienverlauf gewährleistet, daß
auch bei ungünstigsten Startverhältnissen der Brennkraftmaschine, in
denen infolge von niederen Starttemperaturen und einem Strombedarf
auch für andere Aggregate der Brennkraftmaschine die Versorgungs
spannung der Kraftfahrzeugbatterie abgesunken ist, diese niedere
Versorgungsspannung noch ausreicht, um das Drosselorgan 7 in eine
Stellung s 1 zu bewegen, in der für den sicheren Start und Weiter
lauf der Brennkraftmaschine eine meist erforderliche maximale Be
triebsmittelmenge max über die Bypassleitung 5 strömen kann.
In den Fig. 4a bis d ist ein Ausführungsbeispiel eines Drossel
organes 7 und einer Steueröffnung 29 einer Vorrichtung 6 entspre
chend den Fig. 2 und 3 dargestellt, mit dem eine Kennlinie ent
sprechend dem Kurvenverlauf A bis E nach Fig. 1 erzielbar ist. Für
die gleichen und gleichwirkenden Teile wurden die gleichen Bezugs
zeichen gewählt. Die Ausgestaltung nach den Fig. 4a bis d kann
nicht nur bei einer Ausgestaltung des Drosselorgans als Drehschieber
Verwendung finden, sondern auch bei anderen Ausgestaltungen des
Drosselorgans 7, beispielsweise in Form eines ebenen Flachschiebers.
In Fig. 4 ist das Drosselorgan 7 beispielsweise als ebener Flach
schieber ausgebildet und besitzt eine rechteckförmig ausgebildete
Drosselöffnung 31, die auch quadratisch, kreisförmig oder in anderer
Form sphärisch ausgebildet sein kann. Die Drosselöffnung 31 ist zum
Rand 38 des Drosselorgans 7 offen, sie kann jedoch auch geschlossen
sein. Die Drosselöffnung 31 wird in Bewegungsrichtung von einem
rechten Flügel 40 und andererseits von einem linken Flügel 41 be
grenzt. In der Fig. 4a nimmt das Drosselorgan 7 seine Ausgangsstel
lung ein, die dem Punkt A der Kurve in Fig. 1 entspricht und in der
sich die Steueröffnung 29 und die Drosselöffnung 31 nur teilweise
überdecken, so daß der Notlaufquerschnitt 36 an der Steueröffnung 29
geöffnet bleibt, während der linke Flügel 41 teilweise die Steuer
öffnung 29 sperrt. Die Steueröffnung 29 ist beim Ausführungsbeispiel
rechteckförmig dargestellt, sie kann jedoch ebenfalls quadratisch,
kreisförmig oder in einer anderen sphärischen Form ausgebildet sein.
Bei Erregung des Elektromotors 15 wird das Drosselorgan 7 gegenüber
der Steueröffnung 29 entsprechend der Fig. 4b nach links bewegt und
kommt dabei in eine Stellung s 1 nach Fig. 1, in der Steueröffnung
29 und Drosselöffnung 31 vollständig in Überdeckung sind und die
Steueröffnung 29 vollständig geöffnet ist, so daß die maximale Be
triebsmittelmenge max strömen kann. Ausgehend von der in Fig. 4b
dargestellten Stellung des Drosselorganes 7 beginnt die eigentliche
Regelung des Drosselquerschnittes entsprechend dem Kurvenverlauf B
nach C in Fig. 1, bei dem sich die Steueröffnung 29 und die Dros
selöffnung 31 mehr oder weniger überdecken bzw. der rechte Flügel 40
die Steueröffnung 29 mehr oder weniger verschließt. Die in der Fig.
4c dargestellte Stellung entspricht der Stellung s 2 in Fig. 1,
bei der die Steueröffnung 29 durch den rechten Flügel 40 vollständig
geschlossen ist und nur noch eine Leckmenge L strömen kann. Bei
einem Ausfall der Spiralfeder 32 und erregtem Elektromotor 15 kann
nun entsprechend Fig. 4d das Drosselorgan 7 weiter nach links be
wegt werden, um in der Stellung s 4 entsprechend dem Punkt E in Fig.
1 mit einer am rechten Flügel 40 ausgebildeten Steuerkante 42
die Steueröffnung 29 zur Bildung eines Sicherheitsquerschnittes 43
wieder etwas zu öffnen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 6 nach den Fig.
2 und 3 zur Darstellung einer Kennlinie nach der Fig. 1 zeigen die
Fig. 5a bis d, bei denen für gleiche und gleichwirkenden Teile
die bereits bisher verwendeten Bezugszeichen benutzt werden. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5a bis d hat die Steueröffnung
29 der Vorrichtung 6 die Form eines Parallelogramms und die in dem
Drosselorgan 7 ausgebildete Drosselöffnung 31 die Form eines Drei
ecks, das beispielsweise wie dargestellt zu dem einen Rand des Dros
selorgans hin offen ist, aber auch geschlossen sein kann. Das Dros
selorgan 7 kann ebenfalls wieder eben, gewölbt oder in einer anderen
Form ausgebildet sein. Der rechte Flügel 40 wird durch einen linken
Schenkel 45 der dreieckförmigen Drosselöffnung 31 und der linke Flü
gel 41 durch einen rechten Schenkel 46 der Drosselöffnung 31 be
grenzt. Linker Schenkel 45 und rechter Schenkel 46 schließen zwi
schen sich einen spitzen Winkel α ein, der dem spitzen Winkel der
parallelogrammförmigen Steueröffnung 29 zwischen zwei benachbarten
Seiten der Steueröffnung entspricht. Drosselorgan 7 und Steueröff
nung 29 sind so zueinander angeordnet, daß der linke Schenkel 45 und
der rechte Schenkel 46 jeweils parallel zu zwei der Seiten der
Steueröffnung 29 verlaufen und die den Winkel α einschließenden
Schenkel 45, 46 der Drosselöffnung 31 bei einer Bewegung des Dros
selorganes 7 in eine Stellung, in der die Steueröffnung 29 vollstän
dig geöffnet ist, mit zwei ebenfalls einen Winkel α einschließenden
benachbarten Seiten in Überdeckung gelangen. Bei der in Fig. 5a
dargestellten Stellung des Drosselorgans 7 ist die Ausgangsstellung
gezeigt, in der sich Steueröffnung 29 und Drosselöffnung 31 zur Bil
dung des Notlaufquerschnittes 36 teilweise überdecken, also der
rechte Flügel 40 die Steueröffnung 29 mit dem linken Schenkel 45 nur
teilweise abdeckt. In Fig. 5b ist die Stellung s 1 des Dros
selorgans 7 nach Fig. 1 dargestellt, in der die Drosselöffnung 31
vollständig die Steueröffnung 29 zum Durchlaß einer maximalen Be
triebsmittelmenge max öffnet und sich die Schenkel 45, 46 mit
zwei benachbarten Seiten der parallelogrammförmigen Steueröffnung 29
überdecken. Die Fig. 5c zeigt die Stellung s 2 nach Fig. 1 des
Drosselorgans 7, in der der linke Flügel 41 die Steueröffnung 29
vollständig sperrt und lediglich eine Leckmenge L strömen kann.
Zur Steuerung eines Sicherheitsquerschnittes 43 an der Steueröffnung
29 ist das Drosselorgan 7 weiter in Richtung nach rechts in eine
Stellung s 4 nach Fig. 1 bewegbar, in der mit der Steuerkante 42
des linken Flügels 41 ein Teil der Steueröffnung 29 wieder geöffnet
wird.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf eine Vorrichtung 6 nach den Fig.
2 und 3 mit einem Blick in den Zuströmstutzen 26, durch den hin
durch die Steueröffnung 29 erkennbar ist, die durch ein gestrichelt
dargestelltes Drosselorgan 7 steuerbar ist. Die Steueröffnung 29 ist
entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5a bis d pa
rallelogrammförmig ausgebildet und die Drosselöffnung 31 im Drossel
organ 7 dreieckförmig. Die Schenkel 45, 46 der Drosselöffnung 31 und
die Seiten der Steueröffnung 29 gehen bei der Darstellung nach Fig.
6 unter einem Radius 47 ineinander über, wodurch diese Öffnungen
leichter und genauer herstellbar sind.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel sind
gleiche und gleichwirkende Teile durch die gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet wie bisher. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 4a bis d sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
7a bis d zwei Steueröffnungen 49, 50 und zwei Drosselöffnungen
51, 52 im Drosselorgan 7 vorgesehen. Diese Öffnungen sind mit recht
eckförmigem Querschnitt dargestellt, sie können jedoch in der oben
beschriebene Weise eine andere Form haben. Die Steueröffnungen 49,
50 und die Drosselöffnungen 51, 52 sind jeweils mit Abstand zueinan
der angeordnet. Zweckmäßigerweise sind die Steueröffnungen 49, 50
unterschiedlich breit und die Drosselöffnungen 51, 52 ebenfalls. Bei
der in den Fig. 7a bis d dargestellten Ausführungsweise ist die
rechts angeordnete Steueröffnung 49 schmäler als die links angeord
nete Steueröffnung 50 und die rechts angeordnete Drosselöffnung 51
schmäler als die links angeordnete Drosselöffnung 52. Der Abstand
der Öffnungen zueinander kann in dargestellter Weise so gewählt
sein, daß in der Ausgangsstellung des Drosselorgans 7, also bei
nicht erregtem Elektromotor 15 die rechte Steueröffnung 49 durch das
Drosselorgan 7 verschlossen wird und die links Steueröffnung 50
teilweise mit der linken Drosselöffnung 52 zur Bildung des Notlauf
querschnittes 36 in Überdeckung ist, wie es die Fig. 7a zeigt. Bei
der in Fig. 7b dargestellten Stellung s 1 des Drosselorgans 7 nach
Fig. 1 werden die beiden Steueröffnungen 49, 50 durch die Drossel
öffnungen 51, 52 vollständig geöffnet, so daß über die Bypassleitung
5 die maximale Betriebsmittelmenge max strömen kann. Bei einer
weiteren Bewegung des ebenfalls als Flachschieber, Drehschieber oder
in sonstiger Form ausgebildeten Drosselorgans 7 gelangt das Drossel
organ 7 in eine in Fig. 7c dargestellte Stellung s 2, in der die
Steueröffnungen 49, 50 geschlossen sind und entsprechend Fig. 1 nur
noch eine Leckmenge L strömt. Bei Ausfall der Spiralfeder 32 und
Erregung des Elektromotors 15 nimmt das Drosselorgan 7 eine Stellung
s 4 nach Fig. 1 ein, wie sie die Fig. 7d zeigt, in der die Steu
erkante 42 die linke Steueröffnung 50 teilweise zur Bildung eines
Sicherheitsquerschhnittes 43 öffnet. Die rechte Steueröffnung 49
wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nicht zur Bildung des
Sicherheitsquerschnittes herangezogen, die Ausgestaltung könnte je
doch auch so gewählt werden, daß zur Bildung des Sicherheitsquer
schnittes, wie nicht dargestellt, ein Teil der Steueröffnung 50 und
ein Teil der Steueröffnung 49 geöffnet werden.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Steuerung mindestens eines Drosselquerschnittes
an mindestens einer Steueröffnung in einer Betriebsmittel führenden
Bypassleitung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl einer Brennkraft
maschine mit einem elektrischen Stellmotor, durch den bei Erregung
ein Drosselorgan entgegen der Kraft eines Federelementes derart be
tätigbar ist, daß es die mindestens eine Steueröffnung mehr oder
weniger öffnet, während bei nicht erregtem Stellmotor das Drossel
organ durch das Federelement in eine Stellung bewegbar ist, in der
es einen Notlaufquerschnitt der mindestens einen Steueröffnung öff
net, dadurch gekennzeichnet, daß bei wirkungslosem Federelement (32)
und erregtem Stellmotor (15) das Drosselorgan (7) in eine einen Si
cherheitsquerschnitt (43) der Steueröffnung (29, 49, 50) öffnende
Stellung bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Drosselorgan (7) über seine die Steueröffnung (29, 49, 50) schlie
ßende Stellung hinaus in die den Sicherheitsquerschnitt (43) öff
nende Stellung bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Drosselorgan (7) wenigstens eine Drosselöffnung (31, 51, 52)
hat, die bei einer Bewegung des Drosselorganes (7) die mindestens
eine Steueröffnung (29, 49, 50) mehr oder weniger öffnet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Si
cherheitsquerschnitt (43) der Steueröffnung (29, 49, 50) durch eine
Steuerkante (42) des Drosselorganes (7) geöffnet wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Steueröffnung (29, 49, 50) und jede Drosselöffnung (31, 51, 52) ei
nen rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt haben.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die By
passleitung (5) eine linke (50) und eine rechte Steueröffnung (49)
und das Drosselorgan (7) eine linke (52) und eine rechte Drosselöff
nung (51) haben und ein Notlaufquerschnitt (36) durch eine wenig
stens teilweise Überdeckung der linken Steueröffnung (50) und der
linken Drosselöffnung (52) gebildet wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steueröffnung (29) der Bypassleitung (5) als Parallelogramm und die
Drosselöffnung (31) des Drosselorganes (7) als Dreieck ausgebildet
und so zueinander angeordnet sind, daß zwei einen spitzen Winkel
(α) einschließende Schenkel (45, 46) der Drosselöffnung (31) an
nähernd parallel zu jeweils zwei der Seiten der Steueröffnung (29)
verlaufen und in einer Stellung der vollständigen Öffnung der Steu
eröffnung (29) die beiden Schenkel (45, 46) der Drosselöffnung (31)
und zwei benachbarte Seiten der Steueröffnung (29) in Überdeckung
gelangen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schenkel (45, 46) der Drosselöffnung (31) und die Seiten der Steuer
öffnung (29) unter einem Radius (47) ineinander übergehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bil
dung eines Notlaufquerschnittes (36) sich parallelogrammförmige
Steueröffnung (29) und dreieckförmige Drosselöffnung (31) teilweise
überdecken.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sicherheitsquerschnitt (43) der Steueröffnung (29) durch eine Steu
erkante (42) des Drosselorganes (7) geöffnet wird.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Drosselorgan (7) als in die Bypassleitung (5)
ragender Drehschieber ausgebildet ist.
Priority Applications (11)
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|---|---|---|---|
| DE3801084A DE3801084A1 (de) | 1987-05-19 | 1988-01-16 | Vorrichtung zur steuerung mindestens eines drosselquerschnittes an mindestens einer steueroeffnung |
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