DE2612122A1 - Steuergeraet - Google Patents
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Description
PATENTANWÄLTE A. GRÜNECKER
DlPU-ING
H. KINKELDEY
W. STOCKMAIR 22 K. SCHUMANN
DR RER NAT - DIPL-PHYS.
P. H. JAKOB
DlPU-ING
G. BEZOLD
DFl RER NAT- DlFL-CHEM.
MÜNCHEN
E. K. WEIL
CRRSROEdNG.
8 MÜNCHEN 22
22. März 1976 P 10 156
Nissan Motor Company, Limited
No. 2, Takara-machi, Kanagawa-ku, Yokohama City, Japan
LINDAU
Steuergerät.
Die Erfindung betrifft allgemein eine Abgasrezxrkulatxonsanlage
für einen Verbrennungsmotor und insbesondere ein Steuergerät zur Steuerung des Massendurchflusses zurückgeführten
Abgases in der Abgasrezxrkulatxonsanlage.
Insbesondere bei Kraftfahrzeugen kommt häufig eine Anlage zur Rückführung von Abgas, d.h. eine Abgasrezirkulationsanlage,
zur Verminderung der Emission von Stickoxiden aus der Auspuffanlage eines Verbrennungsmotors in die Atmsophäre
zur Anwendung. Eine solche Anlage ist so ausgebildet, daß sie einen Teil des Abgases aus der Auspuffanlage zur Ansauganlage
des Motors zurückführt und umfaßt in der Regel ein
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TELEFON (OB9) 22 2S 52 TELEX OS-293BO TELEGRAMME MONAPAT
Durchflußsteuerventxl, dessen öffnung die kleinste Querschnittsfläche
eines Abgasrückführkanals bestimmt, wobei das Durchflußsteuerventil von einem Steuersignal gesteuert
wird, das von geeigneten Einflußgrößen ausgehend erzeugt wird, zu denen beispielsweise die Menge der in den Motor
eingesaugten Luft und der Gegendruck in der Auspuffleitung gehören.
Bei einer derartigen Steuerung besteht das Problem, daß der Massendurchfluß des zurückgeführten Abgases selbst
dann variiert, wenn die Ventilöffnung konstant gehalten wird, da sich die Geschwindigkeit der Gasströmung mit Änderungen
der Differenz der Drücke im Rückführkanal zwischen der Zuströmseite und der Abströmseite des Steuerventils ändert,
und zwar erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit bei einer Erhöhung der Druckdifferenz. Dies heißt mit anderen Worten,
daß die Menge des.zurückgeführten Gases außer vom Ausmaß der öffnung des Steuerventils wesentlich beeinflußt wird
von der Höhe des Ansaugdrucks und des Abgasdrucks des Motors. Da es im Rückführkanal zwischen der Zuströmseite und der
Abströmseite des Steuerventils leicht zu erheblichen Druckdifferenzen kommen kann, beispielsweise bei verhältnismäßig
geringer Belastung des Motors, wird das Abgas häufig in einer Menge zurückgeführt, die im Vergleich zur von der
Ansauganlage angesaugten Luft zu groß ist.
Als Lösung für dieses Problem wird in der älteren japanischen Patentanmeldung Nr. 49-90051 eine Abgasrezirkulationsanlage
vorgeschlagen, bei der als Element des Durchflußsteuerventils eine Überschalldüse dient, damit das Abgas
in der Einschnürung bzw. dem Hals der Düse mit Schallgeschwindigkeit strömt und damit diese Strömungsgeschwindigkeit
nicht vom Ansaugdruck und vom Abgasdruck beeinflußt wird. Zu diesem Steuerventil gehört ein Ventilelement,
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mittels dessen die wirksame Querschnittsfläche des Düsenhalses
geändert werden kann. Dieses Steuerventil ist ferner so ausgelegt, daß ein Fluid durch die Düse mit Unterschallgeschwindigkeit
strömt, wenn die Druckdifferenz zwischen dem Eingangsdruck und dem Ausgangsdruck der Düse unter
einem kritischen Wert liegt. Die Geschwindigkeit des Fluids im Düsenhals erreicht Schallgeschwindigkeit, wenn
die Druckdifferenz den kritischen Wert erreicht, übersteigt die Schallgeschwindigkeit jedoch auch dann kaum, wenn die
Druckdifferenz größer wird. Wenn die wirksame Querschnittsfläche des Düsenhalses, d.h. der Venturidüse des Steuerventils,
beispielsweise durch Verschieben des Ventilelementes bei Fluidströmung mit Unterschallgeschwindigkeit vermindert
wird, nimmt der Massendurchfluß des Fluids durch das Steuerventil nicht proportional zur Querschnittsfläche
ab, da die Geschwindigkeit zunimmt. Bei Fluidströmung mit Schallgeschwindigkeit nimmt dagegen der Massendurchfluß
direkt proportional zur Abnahme der Querschnittsfläche ab. Mittels des Steuerventils der Anlage gemäß der genannten
älteren Anmeldung kann daher die Menge des zurückgeführten Abgases genau als lineare Funktion der wirksamen Querschnitt
sflache der engsten Stelle des Steuerventils gesteuert
werden.
Bei der Abgasrezirkulation bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren sollte der Massendurchfluß des rezirkulierten
Abgases nicht von der Druckdifferenz zwischen dem Ansaugdruck und dem Abgasdruck beeinflußt werden, wenn diese
Druckdifferenz größer als ein kritischer Wert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Abgasrezirkulationsanlage
für einen Verbrennungsmotor ein Durchfiliißsteuergerät zu schaffen, das bewirkt, daß das
zurückgeführte Abgas durch einen Venturiabschnitt bzw.
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eine Venturidüse mit Schallgeschwindigkeit strömt, wenn die Druckdifferenz zwischen dem Ansaugdruck und dem Abgasdruck
größer als ein kritischer Wert ist, der optimal auf den Betrieb des Motors abgestimmt ist, so daß die
Menge des zurückgeführten Abgases genau proportional zu Änderungen der Querschnittsfläche der Venturidüse
gesteuert werden kann, ohne daß diese Menge durch Änderungen der Höhe der genannten Druckdifferenz beeinflußt
wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Steuergerät zur Steuerung des Massendurchflusses zurückgeführten Abgases in einem
Rückführkanal einer Abgasrezirkulationsanlage, die einen Teil des Abgases eines Verbrennungsmotors durch den
Rückführkanal von der Auspuffanlage des Motors zur Ansauganlage zurückführt, erfindungsgemäß gelöst durch
eine Venturidüse im Rückfuhrkanal, ein bewegliches
Ventilelement, das in der Venturidüse so angeordnet ist, daß die wirksame Querschnittsfläche der Venturidüse in
Abhängigkeit von der Stellung des Ventilelementes in der Venturidüse verändert wird, und einen Ventilstellantrieb
zum Einstellen der Ventilstellung entsprechend einem Steuersignal, das auf der Höhe des Unterdrucks in einem
bestimmten Abschnitt der Saugleitung des Motors basiert, wobei die Venturidüse und das Ventilelement so geformt
und angeordnet sind, daß die Geschwindigkeit des zurückgeführten Abgases in der Venturidüse nur dann gleich der
Schallgeschwindigkeit ist, wenn die Differenz der Drücke im Rückführkanal auf der Zuströmseite und der Abströmseit'e
der Venturidüse größer als ungefähr 100 mmHg ist.
Die Venturidüse hat vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt und einen Hals, der in einen entweder divergierenden
oder zylindrischen Expansionsabschnitt übergeht.
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Das Ventilelement weist vorzugsweise einen konischen
Abschnitt auf, der koaxial zur kreisförmigen Venturidüse angeordnet ist. Der Expansionsabschnitt und der
konische Abschnitt sind vorzugsweise so geformt, daß die Wand des Expansionsabschnittes und die konische Mantelfläche
im Längsschnitt einen Winkel im Bereich von 3 bis 10 Grad einschließen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispxelen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eins schematische Darstellung einer Abgas-
rezirkulationsanlage mit einem erfindungsgemäßen Durchflußsteuergerät;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform
eines Steuergerätes für die Anlage gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein Diagramm, das den Verlauf der Menge des durch das Gerät gemäß Fig. 2 zurückgeführten
Abgases bzw. des Massendurchflusses in Abhängigkeit vom Ausmaß der Ventilöffnung
des Steuergerätes und der Druckdifferenz zwischen der Zuströmseite und der Abströmseite
des Ventils zeigt;
Fig. 4 eine Fig. 2 ähnliche Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die eine
Abwandlung der Ausführungsform gemäß Fig. 2 darstellt; und
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-6- . 2612 Ί
Fig. 5 und 6 den Fig. 2 und 4 ähnliche Darstellungen,
die eine dritte und eine vierte Ausführungsform
der Erfindung zeigen.
In Fig. 1 ist ein Verbrennungsmotor 10 dargestellt, der mit einer Abgasrezirkulationsanlage, d.h. einer Anlage zur
Rückführung von Abgas zur Ansaugseite, versehen ist. Diese Abgasrezirkulationsanlage umfaßt einen Rückführkanal 12,
der von einem Auspuffrohr 14 abzweigt und an eine Saugleitung 16 des Motors 10 angeschlossen ist und zur Rückführung
eines Teils des Abgases dient, so daß der Motor mit einem Gemisch aus zurückgeführtem Abgas und einem
von einem Vergaser 18 gelieferten brennbaren Gemisch gespeist wird. Zu einem Steuergerät 20 zur Steuerung des
Massendurchflusses des Abgases durch den Rückführkanal 12 gehören eine Düse 22 im Rückführkanal 12, deren freier
Strömungsquerschnitt zumindest im Zusammenwirken mit einem Ventilelement zunächst abnimmt und dann wieder zunimmt
und die im folgenden unabhängig von der Art der Strömung durch die Düse als Venturidüse bezeichnet wird, sowie
ein Ventilelement 24, das zur Änderung der freien Querschnittsfläche des Rückführkanals 12 in der Venturidüse
dient. Das Ventilelement 24 wird von einer flexiblen Membran 28 eines Ventilstellantriebs 26 getragen, der sich außerhalb
des Rückführkanals 12 befindet. Eine Seite der Membran 28 ist einer Unterdruckkammer 20 ausgesetzt, die über einen
herkömmlichen Unterdruckverstärker 34 an eine Mischkammer 18a des Vergasers 18 angeschlossen ist. Somit wird das
Ventilelement 24 senkrecht zum Querschnitt der Venturidüse des Rückführkanals 12 so verschoben, daß die wirksame
Querschnittsfläche der Venturidüse 22 um die Mantelfläche des Ventilelementes 24 herum zunimmt, wenn die Membran 28
entgegen der Kraft einer Druckfeder 32 in der Unterdruckkammer 30 zur Unterdruckkammer 30 gezogen wird. Der Rück-
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führkanal 12 muß nicht unbedingt an die Saugleitung 16 angeschlossen
sein; vielmehr kann er an eine beliebige Stelle der Ansauganlage stromab der Hauptdrosselklappe 19 angeschlossen
sein. Die Unterdruckkammer 30 ist dagegen an die Mischkammer 18a stromauf der Drosselklappe 19 angeschlossen.
In bekannter Weise kann der Mischkammerunterdruck zur Beaufschlagung des Ventilstellantriebs 26 mittels des
Gegendrucks des Abgases im Auspuffrohr 14 moduliert werden.
Die wirksame Querschnittsfläche des Rückf uhr kanal s 12 an
der Venturidüse 22 kann durch eine Aufwärtsbewegung oder eine Abwärtsbewegung des Ventilelementes 24 in Abhängigkeit
von Änderungen der Stärke des Unterdrucks in der Mischkammer 18a des Vergaser 18 genau gesteuert werden. Wenn die
Geschwindigkeit des zurückgeführten Abgases in der Venturidüse 22 geringer als die Schallgeschwindigkeit ist, ist
der Massendurchfluß des zurückgeführten Abgases durch die Venturidüse 22 des Steuergerätes 20 allerdings selbst
dann nicht konstant, wenn das Ventilelement 24 eine bestimmte Stellung einnimmt. Vielmehr steigt der Massendurchfluß
bei Anstieg des Druckunterschiedes im Rückführkanal 12 zwischen der Abströmseite 12a und der Zuströmseite 12b,
d.h. wenn der Druckunterschied zwischen dem Ansaugdruck und dem Abgasdruck des Motors 10 zunimmt.
Durch intensive Untersuchungen ist nun festgestellt worden, daß unerwünschte Auswirkungen der Abgasrückführung auf
das Betriebsverhalten des Motors 10 dadurch weitestgehend verringert werden können, daß der Einfluß dieses Druckunterschiedes
auf den Massendurchfluß des zurückgeführten Abgases ausgeschaltet wird, wenn der Druckunterschied
100 mmHg oder mehr beträgt, so daß dann der Massendurchfluß in genauer Beziehung zur Stellung des Ventilelementes 24
steht und dementsprechend gesteuert werden kann. Wie
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bereits erwähnt wurde, kann der Einfluß des Druckunterschiedes ausgeschaltet werden, wenn die Strömung des
Abgases im Rückführkanal 12 in der Venturidüse 22 Schallgeschwindigkeit erreicht. Bei dem erfindungsgemäßen
Steuergerät 20 sind die Venturidüse 22 und das Ventilelement 24 so ausgelegt, daß die Fluidströmung in der
Venturidüse 22 Schallgeschwindigkext erreicht, wenn der Unterschied der Fluiddrücke auf der Zuströmseite 12a und
der Abströmseite 12b ungefähr 100 mmHg erreicht.
Im folgenden wird auf Fig. 2 eingegangen. Bei dieser Ausführungsform hat die Venturidüse 22 des Steuergerätes
einen kreisförmigen Querschnitt. Die Venturidüse 22 konvergiert im Bereich stromauf ihrer engsten Stelle bzw. ihres
Halses 22a und divergiert im stromab des Halses 22a gelegenen Bereich. Der Hauptabschnitt 24a des Ventilelementes
24 ist konisch geformt und koaxial zur Venturidüse 22 angeordnet, wobei sich die Basis des konischen
Hauptabschnitts 24a stromauf des Halses 22a befindet. Das obere Ende des Ventilelementes 24 ist als kegeliger
Flansch 24b ausgebildet, damit die Venturidüse 22 vollständig geschlossen werden kann, wenn das Ventilelement
nach unten in seine untere Endlage gedrückt wird. Der konische Hauptabschnitt 24a des Ventilelementes 24 ist
schlanker als der Hals 22a, so daß ein Ringraum 26 in der Venturidüse 22 zwischen der Wand der Venturidüse 22 und
der Mantelfläche des konischen Abschnitts 24a besteht.
Wenn beispielsweise der Hals 22a einen Durchmesser von 10mm hat und der maximale Hub L des Ventilelementes 24 aus
seiner unteren Endlage 12mm beträgt, kann der konische Hauptabschnitt 24a so bemessen sein, daß er in der Ebene
des Halses 22a einen Durchmesser D1 von 10mm hat, wenn sich
das Ventilelement 24 in seiner unteren Endlage befindet.
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und einen Durchmesser D~ von 7mm hat, wenn sich das
Ventilelement 24 in seiner oberen Endlage befindet.
Der Massendurchfluß des Abgases durch die Venturidüse 22, d.h. durch die Querschnittsfläche des Ringraumes 36 am
Hals 22a, nimmt proportional zum Quadrat des Hubes zu, d.h. zur Größe der Verschiebung des Ventilelementes 24
aus seiner unteren Endlage nach oben. Wenn die Zunahme des Massendurchflusses etwas von dieser Beziehung abweichen soll,
kann der konische Hauptabschnitt 24a des Ventilelementes so abgewandelt werden, daß er eine im Längsschnitt etwas
gekrümmte Mantelfläche hat.
Es soll erreicht werden, daß die Geschwindigkeit der Abgasströmung im Hals 22a der Venturidüse 22 Schallgeschwindigkeit
erreicht, wenn die Druckdifferenz zwischen der Zuströmseite 12a des Rückführkanals 12 und der Abströmseite
12b ungefähr lOOmmHg erreicht. Dies kann dadurch erreicht werden, daß der konische Hauptabschnitt 24a des
Ventilelementes 24 und die Wand der Venturidüse im divergierenden Bereich so geformt werden, daß der Winkel θ
zwischen der Wand des konischen Hauptabschnitts 24a und der Wand der Venturidüse 22 im Längsschnitt im Bereich von
3 bis 10 Grad liegt.
Das Diagramm gemäß Fig. 3 erläutert an einem Beispiel die Wirkungsweise des Steuergerätes gemäß den Fig. 1 und 2.
Darin gibt L den Hub des Ventilelementes 24 aus seiner unteren Endlage wieder. Wenn das Ventilelement 24 beispielsweise
um 6mm aus seiner unteren Endlage nach oben verschoben ist und in dieser Stellung gehalten wird, nimmt
die Menge des zurückgeführten Abgases zunächst mit zunehmender Druckdifferenz zwischen der Zuströmseite 12a
und der Abströmseite 12b zu. Die Menge des zurückgeführten
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Abgases erreicht jedoch einen Größtwert, wenn die Druckdifferenz ungefähr lOOmmHg erreicht, wonach die zurückgeführte
Menge bzw. der Massendurchfluß bei diesem Größtwert selbst dann konstant bleibt, wenn die Druckdifferenz
weiter ansteigt. Wie der Vergleich der zwei Kurven für die verschiedenen Hübe des Ventilelementes 24 zeigt, bleibt
die Beziehung zwischen der Menge bzw. dem Massendurchfluß des zurückgeführten Abgases und dem Hub des Ventilelementes
24 konstant, auch wenn die Druckdifferenz größer als lOOmmHg ist. Wenn die Venturidüse 22 und das Ventilelement 24
herkömmliche Form haben würden und die Geschwindigkeit der Abgasströmung unabhängig von der Druckdifferenz im
Unterschallbereich bleiben würde, würde die Menge des zurückgeführten Abgases mit zunehmender Druckdifferenz
weiter ansteigen, wie dies in Fig. 3 gestrichelt dargestellt ist.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform sind sowohl die Venturidüse 22 im Rückführkanal 12 als auch das Ventilelement
24A im Prinzip ähnlich wie die entsprechenden Elemente der Ausführungsform gemäß Fig. 2 geformt, wobei
allerdings das Ventilelement 24A bezüglich der Venturidüse umgekehrt eingesetzt ist. Die Basis des konischen Hauptabschnitts
24a des Ventilelementes 24A befindet sich stromab des Halses 22a. Ein entsprechend Fig. 4 ausgebildetes
Steuergerät 20 hat die gleiche Wirkungsweise wie ein,
gemäß Fig. 2 ausgebildetes Steuergerät, sofern lediglich der Mantel des konischen Hauptabschnitts 24a des Ventilelementes
24A mit der Wand des divergierenden Bereiches der Venturidüse 22 einen Winkel θ im Bereich von 3 bis
10 Grad einschließt.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform. Bei dieser
Ausführungsform hat die Venturidüse 22A keinen divergierenden
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Bereich. Vielmehr besteht sie aus einem konvergierenden Zuströmbereich und einem geradwandigen und zylindrischen
Abströmbereich. Auch wenn die Venturidüse 22A gemäß Fig.
geformt ist, kann die Geschwindigkeit der Abgasströmung die Schallgeschwindigkeit in der Venturidüse 22A erreichen,
wenn der Mantel des konisch geformten Abschnitts 24a des Ventilelementes 24 mit der zylindrischen Wand der
Venturidüse 22A einen Winkel θ im Bereich von 3 bis 10 Grad einschließt. Die Mantelfläche des konischen Abschnitts 24a
kann gegebenenfalls etwas gekrümmt sein, wie dies für die Ausführungsform gemäß Fig. 2 erläutert wurde.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist das Ventilelement 24B bezüglich der Venturidüse 22B ähnlich
wie bei der Ausführungsform gemäß Fig» 4 angeordnet, wobei die Venturidüse 22B im Prinzip identisch mit der Venturidüse
22 gemäß Fig. 4 ist. Der konische Abschnitt 24a dieses Ventilelementes 24B hat ein sehr schmales oder
fast spitzes Vorderende, damit der Widerstand gegenüber dem in die Venturidüse 22B einströmenden Abgas möglichst
gering ist. Das Ventilelement 24B weist einen kegeligen Flansch 24c auf, mittels dessen die Venturidüse 22B
vollständig geschlossen werden kann, wenn sich das Ventilelement 24B in seiner unteren Endlage befindet. Die Wand der
Venturidüse 22B ist so eingeschnitten, daß sich am Ende des divergierenden Bereichs eine Schulter 38 ergibt und
daß um den Flansch 24c herum ein größerer freier Raum besteht, so daß das aus der Venturidüse 22B ausströmende
Abgas auf nur geringen Widerstand trifft. Das schmale Vorderende des Ventilelementes 24B und der erweiterte Raum
am stromab gelegenen Ende der Venturidüse 22B führen dazu, daß die Strömung des Abgases in der Venturidüse 22B
leichter Schallgeschwindigkeit erreicht, wenn der Unterschied zwischen dem Abgasdruck und dem Ansaugdruck des Motors
100 mmHg übersteigt.
Patentansprüche: '"609842/0270
Claims (10)
- PatentansprücheJl J Steuergerät zur Steuerung des Massendurchflusses zurückgeführten Abgases in einem Rückführkanal einer Abgasrezxrkulationsanlage, die einen Teil des Abgases eines Verbrennungsmotors durch den Rückführkanal von der Auspuffanlage des Motors zur Ansauganlage des Motors zurückführt, gekennzeichnet durch eine Venturidüse (22, 22A, 22B) im Rückführkanal (12), ein bewegbares Ventilelement (24, 24A, 24B), das in der Venturidüse so angeordnet ist, daß die wirksame Querschnittsfläche der Venturidüse in Abhängigkeit von der Stellung des Ventilelementes in der Venturidüse verändert wird, und einen Ventilstellantrieb (26) zum Einstellen der Ventilstellung entsprechend einem Steuersignal, das auf der Höhe des Unterdrucks in einem bestimmten Abschnitt (18a) der Saugleitung des Motors (10) basiert, wobei die Venturidüse und das Ventilelement so geformt und angeordnet sind, daß die Geschwindigkeit des zurückgeführten Abgases in der Venturidüse nur dann gleich der Schallgeschwindigkeit ist, wenn die Differenz der Drücke im Rückführkanal auf der Zuströmseite (12a) und der Abströmseite (12b) der Venturidüse größer als ungefähr 100 mmHg ist.
- 2. Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Venturidüse (22, 22A, 22B) einen kreisförmigen Querschnitt hat und einen verengten Hals (22a) aufweist, der in einen Expansionsabschnitt übergeht, daß das Ventilelement (24, 24A, 24B) einen konischen Abschnitt (24a) umfaßt, der koaxial zur Venturidüse so angeordnet ist, daß in der Venturidüse ein Ringraum (36) freibleibt, und daß die Wand des Expansionsabschnitts und die Mantelfläche des konischen Abschnitts im Längsschnitt einen609842/0270-is- 261 2 ΊWinkel im Bereich von 3 bis 10 Grad einschließen.
- 3. Steuergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Expansionsabschnitt ein divergierender Abschnitt ist.
- 4. Steuergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Expansionsabschnitt ein gerader und zylindrischer Abschnitt ist.
- 5. Steuergerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (24) so angeordnet ist, daß sich· die Basis des konischen Abschnitts (24a) stromauf des Halses (22a) befindet.
- 6. Steuergerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (24A, 24B) so angeordnet ist, daß sich die Basis des konischen Abschnitts (24a) stromab des Halses (22a) befindet.
- 7. Steuergerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennz eichnet, daß das Ventilelement (24, 24B) einen kegeligen Flansch (24a, 24c) hat, der so geformt ist, daß die Venturidüse (22, 22A, 22B) vollständig geschlossen wird, wenn der Flansch in Kontakt mit der Wand der Venturidüse tritt.
- 8. Steuergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (24b) an der Basis des konischen Abschnitts (24a) angeformt ist.
- 9. Steuergerät nach Anspruch 7, dadurch g e k e η η zeichn et, daß das Ventilelement (24, 24B) einen zylindrischen Abschnitt umfaßt, dessen eines Ende die Basis des konischen Abschnitts (24a) bildet und an dessen anderem Ende der kegelige Flansch (24c) angeformt609842/0270-Kl--ist.
- 10. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilstellantrieb (26) einen vom Ventilelement (24, 24A, 24B) ausgehenden und parallel zur Achse der Venturidüse (22, 22A, 22B) verlaufenden Schaft, eine außerhalb des Rückführkanals (12) ausgebildete Unterdruckkammer (30), die mit dem bestimmten Abschnitt (18a) der Saugleitung in Verbindung steht, und eine flexible Membran (28) umfaßt, die als Wand* der Unterdruckkammer dient, wobei der Schaft mit seinem freien Ende an der Membran befestigt ist.609842/0270
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Also Published As
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