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DE389394C - Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoseloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoseloesungen

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Publication number
DE389394C
DE389394C DE1918G0046325 DEG0046325A DE389394C DE 389394 C DE389394 C DE 389394C DE 1918G0046325 DE1918G0046325 DE 1918G0046325 DE G0046325 A DEG0046325 A DE G0046325A DE 389394 C DE389394 C DE 389394C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
wool
cellulose
production
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918G0046325
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GLANZFAEDEN AG
Original Assignee
GLANZFAEDEN AG
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Publication date
Application filed by GLANZFAEDEN AG filed Critical GLANZFAEDEN AG
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Priority to DE1918G0046465 priority patent/DE402405C/de
Priority to DE1918G0046501 priority patent/DE403845C/de
Priority to DEG47045A priority patent/DE405002C/de
Priority to DE1919G0047782 priority patent/DE398993C/de
Priority to FR518410A priority patent/FR518410A/fr
Priority to GB28984/20A priority patent/GB152351A/en
Priority to GB2898320A priority patent/GB152350A/en
Priority to GB2898220A priority patent/GB152349A/en
Priority to GB1070322A priority patent/GB181330A/en
Priority to FR26297D priority patent/FR26297E/fr
Application granted granted Critical
Publication of DE389394C publication Critical patent/DE389394C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß bei der Herstellung für die Erzeugung von Kunstseide brauchbarer Viskoselösungen die Zellulose zunächst einer weitgehenden Hydratisierung mittels Alkalilauge unterzogen werden muß, da sie nur dann unter der Einwirkung des Schwefelkohlenstoffes sich in alkalischem Wasser zu einer derartig dünnflüssigen und homogenen Lösung umwandelt, daß die Bildung vollständig glatt-
*° wandiger und hochglänzender Fäden ermöglicht wird.
Für die Erreichung des richtigen Hydratisierungsgrades der Zellulose sind 2 bis 3 Tage erforderlich, und die aus solcher Hydratzellulose hergestellte Viskoselösung muß mindestens noch weitere 4 Tage reifen, ehe sie versponnen werden kann. Beim sofortigen Verspinnen entsteht ein vollkommen blindes, brüchiges Gespinst, indem die stark liydratisierte Zellulose im Koagulationsbade in einer solch diffusionsunfähigen Form ausgefällt wird, daß die im Faden eingeschlossenen und sich heftig zersetzenden Lösungsreagenzien die Wandungen des Fadens zerfetzen.
Mit zunehmender Reife der Lösung scheidet sich bekanntlich der größere Teil des Ätznatrons und Schwefelkohlenstoffes aus dem Molekül des Zelluloseaikalixanthogenates wieder aus, so daß dann die ungestörte Fällung des Zellulosehydrats mittels geeigneter milder Fällbäder gelingt.
Das ganze Verfahren ist sehr kostspielig und zeitraubend, da die Herstellung einer für Kunstseide geeigneten Spinnlösung ungefähr 9 Tage in Anspruch nimmt, während dieser ganzen Zeit bestimmte Temperaturen einzuhalten sind, eine sehr umfangreiche Apparatur für die Lagerung der Spinnmassen erforderlich ist und schließlich beim Verspinnen der Lösungen recht komplizierte Spinnbäder in Anwendung gebracht werden müssen. Für die Herstellung von Kunstseide, die als Luxusartikel anzusprechen ist, spielte allerdings der Kostenpunkt bisher nicht die ausschlaggebende Rolle. .
Bei der erstrebten Herstellung eines wolleartigen Gespinstes, welches infolge des Mangels an Wolle und Baumwolle eine Forderung der Zeit geworden ist, gingen die Erfinder von der Voraussetzung aus, daß die bisher geübte 51"1 weitgehende Hydratisierung der Zellulose unerwünscht ist, da es nur auf die Festigkeit der Faser, nicht aber auf die Erzielung eines Hochglanzes ankommt, wenn das Erzeugnis als Ersatz für die fehlenden Naturfasern dienen soll.
Die praktisch durchgeführten Forschungen ergaben dann ein geeignetes Mindestmaß der Hydratisierung der Zellulose, bei welcher diese nach Umwandlung in das Xanthogenat sich 5^ noch restlos auflöste.
Die Neuheit des Verfahrens besteht in der Erzielung eines festen, weichen und wolleartigen Gespinstes, welches als Ersatz für Wolle, Baumwolle und Schappe dienen kann, 'dadurch, daß man bei Verwendung von Viskoselösung die für die Lösung verwandte Zellulose von der Behandlung mit Schwefelkohlenstoff und der Auflösung einer derartig geringen Hydratisierung mittels Ätzalkalien
unterwirft, daß die Fäden keinen Hochglanz wie diejenigen der Kunstseide annehmen. Gegenüber dieser ergibt sich der weitere wirtschaftliche Vorteil, daß das neue Erzeugnis in einem Tage hergestellt und versponnen werden kann, während bei dem Kunstseidenverfahren ungefähr 9 Tage erforderlich sind. Auch können die einfachsten und billigsten Spinnbäder verwandt werden.
Die nach dem neuen Verfahren gewonnene Lösung zeichnet sich gegenüber den üblichen Kunstseideviskoselösungen durch eine geringe Kolloidalität und entsprechend höhere Viskosität aus, welch letztere etwa dreimal so hoch ist, und zwar unter Zugrundelegung eines Zellstoffgehaltes von nur 5 Prozent, der beim Spinnen nicht überschritten werden darf, um ein genügend feines Gespinst zu erzielen.
Die neue Spinnmasse, welche die Zellulose in einer nur schwach hydratisierten Form in Lösung hält, läßt sich im Gegensatz zu den bekannten Viskoselösungen sofort nach ihrer Herstellung verspinnen und ergibt ein außerordentlich festes und weiches Gespinst von mattem, wolleartigem Glanz. Dieser Erfolg ist dem besonderen Zustand dieser Lösungen zuzuschreiben. Die Koagulation der aus den hochviskosenLösungen gesponnenen Fäden verläuft viel langsamer, so daß zu diesem Zweck aus verdünnten Mineralsäuren bestehende Spinnbäder benutzt werden können, ohne daß sich die sonst eintretende Zerstörung des abgeschiedenen Zellulosehydrats zeigt. Die Verbindung des Xanthogenats mit dem Zellulosemolekül ist infolge der geringeren Hydratisierung des letzteren voraussichtlich in der Lösung von vornherein loser, und die Lösungsreagenzien können infolge der geringeren Kolloidalität der gelösten Zellulose und des dadurch bedingten höheren Diffusionsvermögens fies koagulierenden Fadens leichter aus diesem heraustreten, bevor er gänzlich erstarrt.
Beispiel.
100 kg Zellulose wird mit etwa i8prozentiger Natronlauge getränkt und dann so weit abgeschleudert, bis sie nur noch zwei Gewichtsteile Lauge auf 1 Gewichtsteil Zellulose enthält. Man beläßt die Zellulose nur noch etwa 12 Stunden unter der hydratisierenden Wirkung des Alkali, um sie hierauf mit 70 kg Schwefelkohlenstoff zu behandeln und in etwa ι 600 kg 3prozentiger Natronlauge aufzulösen. Die so erhaltene Spinnmasse kann sosort in einem 12- bis isprozentigen Schwefelsäurebad versponnen werden, wobei den Fäden ein möglichst langer Weg durch das Bad gegeben wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoselösungen, darin bestehend, daß die verwendete Zellulose vor der Einwirkung des Schwefelkohlenstoffs und der Auflösung einer nur so weit gehenden Hydratisierung mittels Ätzalkalien unterworfen wird, daß sich das hydratisierte Produkt nach Umwandlung in das Xanthogenat noch restlos auflöst, worauf ohne Reifenlassen sofort in Mineralsäuren versponnen wird.
DE1918G0046325 1918-02-23 1918-02-23 Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoseloesungen Expired DE389394C (de)

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DE1918G0046501 DE403845C (de) 1918-02-23 1918-04-07 Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoseloesungen
DEG47045A DE405002C (de) 1918-02-23 1918-08-16 Verfahren zur Herstellung eines wolleartigen Gespinstes aus Viskoseloesungen
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FR518410A FR518410A (fr) 1918-02-23 1919-05-10 Procédé de fabrication d'un filé genre laine, coton ou chape, en partant de solutions de viscose
GB28984/20A GB152351A (en) 1918-02-23 1919-11-13 An improved process for producing spun material resembling wool or cotton from viscose solutions
GB2898320A GB152350A (en) 1918-02-23 1919-11-13 An improved process for producing spun material resembling wool or cotton from viscose solutions
GB2898220A GB152349A (en) 1918-02-23 1919-11-13 An improved process for producing spun material resembling wool or cotton from viscose solutions
GB1070322A GB181330A (en) 1918-02-23 1922-04-13 Improvements in and relating to the production of spinnable yarn from viscose solutions
FR26297D FR26297E (fr) 1918-02-23 1922-04-25 Procédé de fabrication d'un filé genre laine, coton ou chape en partant de solutions de viscose

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DE (1) DE389394C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746991C (de) * 1933-10-10 1944-09-04 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden aus ueberreifen Viskosen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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