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Die vorliegende Erfindung betrifft fluorierte Epoxyharze und ein
Verfahren zur Herstellung derselben, ausgehend von
nicht-fluorierten Epoxyharzen eines bekannten Typs, die mit fluorierten
polyfunktionellen Vernetzungsmitteln, die eine Kette aus Fluoralkylen-
Einheiten umfassen, vernetzt werden. Die so erhaltenen vernetzten
Harze weisen im Vergleich zu den entsprechenden Epoxyharzen, die
kein Fluor enthalten, verbesserte Eigenschaften auf.
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EP-A-212 319 offenbart u. a. die Härtung von nicht-fluorierten
Epoxyharzen mit Perfluoroxyalkylendiolen, in denen die Alkylenkette
Einheiten mit einem Kohlenstoffatom umfaßt. Die gehärteten Harze
zeigen gute Oberflächeneigenschaften, Hydrolysebeständigkeit und
eine niedrige Dielektrizitätskonstante.
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Die speziellen Eigenschaften der erfindungsgemäß erhaltenen
vernetzten Harze sind:
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- Oberflächeneigenschaften, die Öl- und Wasser-Abstoßung und
einen niedrigen Reibungskoeffizienten verleihen;
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- Hydrolysebeständigkeit und minimale Absorption von Wasser;
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- Lösungsmittelbeständigkeit;
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- vorteilhafte dielektrische Eigenschaften, insbesondere
hinsichtlich der Dielektrizitätskonstante und des
Durchgangswiderstands.
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Die vorliegende Erfindung basiert auf der überraschenden Tatsache,
daß es ausgehend von einem nicht-fluorierten Epoxyharz und mit
Hilfe der Vernetzung dieses Harzes mit einem polyfunktionellen
Fluoralkan möglich ist, ein vernetztes Produkt mit den typischen
Eigenschaften eines vernetzten Epoxyharzes zu erhalten, das
ausgehend von einem fluorierten Epoxypolymer erhalten wurde.
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Das Vernetzungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung, wie es
in den Ansprüchen definiert ist, liefert vernetzte Produkte, die,
obwohl sie einen Fluorgehalt, der 15 Gew.-% nicht übersteigt und
vorzugsweise im Bereich von 1 bis 5 Gew.-% liegt, aufweisen,
dieselben typischen Oberflächeneigenschaften zeigen wie die
vernetzten Epoxyharze mit hohem Fluorgehalt, was in hoher Öl- und
Wasser-Abstoßung, einer minimalen Wasserabsorption und einer hohen
Beständigkeit gegen Hydrolyse und Lösungsmittel resultiert.
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Konkrete Beispiele für Ausgangs-Epoxyharze sind:
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- Epoxyharze aus Bisphenol A-Epichlorhydrin
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- Epoxy-Kresol-Novolak-Harze
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- Epoxy-Phenol-Novdlak-Harze
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- Harze aus Bisphenol F
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In den obigen Formeln weist n einen Wert im Bereich von 1 bis
hinauf zu 10 und darüber auf (siehe Kirk Othmer, Encyclopedia of
Chemical Technology, Bd. 8, Aufl. 1967, S. 300).
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- Mehrkernige Harze aus Phenol-Glycidylether
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- Harze aus Tetraglycidylmethylendianilin
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- Harze aus Triglycidylisocyanurat
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- Harze aus Diglycidylhydantoin
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- Harze, die von Bisphenolen oder halogenierten Bisphenol-
Monomeren, wie z. B. Tetrabrombisphenol A und
Tetrachlorbisphenol A, abgeleitet sind.
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Es ist auch möglich, Mischungen von einem oder mehreren der oben
erwähnten Harze zu verwenden.
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Das in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Vernetzungsmittel
wird durch ein Perfluoralkan mit einer geraden oder verzweigten
Struktur und funktionellen Gruppen an beiden Enden, die mit dem
Ausgangs-Epoxyharz reaktiv sind und aus NCO, NH&sub2;, COOH, OH, SH und
Anhydridgruppen ausgewählt sind, dargestellt.
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Das Vernetzungsmittel weist eine der folgenden Formeln auf:
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I) A-(CF&sub2;CF&sub2;)n-A'
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worin n = 2-8; m = 1-8; p = 0-6; wobei m + p mindestens 2 beträgt;
A und A' Endgruppen sind, die zwei oder mehr der oben erwähnten
funktionellen Gruppen enthalten.
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Die Endgruppen A und A' können gegebenenfalls einen zweiwertigen
Rest W enthalten, der die funktionelle Gruppe und die
Perfluoralkylen-Kette verbindet. Der verbindende zweiwertige Rest W kann vom
aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen oder
heterocyclischen Typ sein. Verbindungsgruppen sind z. B.:
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W.1) -(CH&sub2;)m-, worin m = 1 oder 2;
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worin Q C&sub1;-C&sub3;-Alkyl oder Phenyl darstellt;
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-(CH&sub2;)m(OCH&sub2;CH&sub2;)s-, worin s = 1-8 und m = 1 oder 2;
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Die Gruppe W kann weiter ausgewählt werden aus
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W.2) Arylen-Resten, wie z. B.
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die gegebenenfalls auch Substituenten am Ring enthalten,
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W.3) heterocyclischen Resten, wie z. B.
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W.4) oder polycyclischen Resten, wie z. B.
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Die verbindenden Gruppen des Typs W.2), W.3) und W.4) können
entweder direkt oder über eine oder zwei Gruppen -CH&sub2;- an die
Perfluoralkylen-Kette gebunden sein.
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Das Vernetzungsmittel kann die funktionellen Gruppen auch an nur
einem Ende der Perfluoralkylen-Kette aufweisen, wobei die andere
Gruppe frei von funktionellen Gruppen ist.
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Die folgenden polyfunktionellen Endgruppen können z. B. eingesetzt
werden:
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-CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2;;
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Diisocyanate,
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und andere Anhydrid-Endgruppen, die unter den Reaktionsbedingungen
für eine Ringöffnung anfällig sind.
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Die Herstellung von polyfunktionellen Perfluoralkanen, die
erfindungsgemäß eingesetzt werden sollen, ist insbesondere in IT-
A-19779 A/86 und 19780 A/86 beschrieben.
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Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung kann das fluorierte
Vernetzungsmittel gemäß der vorliegenden Erfindung auch in Mischung
mit nicht-fluorierten Vernetzungsmitteln von bekanntem Typ
verwendet werden. Dies erlaubt die Aufrechterhaltung des
Fluorgehalts im oben angegebenen Bereich.
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Abhängig vom Verwendungsgebiet können die für die vorliegende
Erfindung einsetzbaren Epoxyharze flüssig, fest oder in Lösung
sein. Die flüssigen Epoxyharze enthalten überwiegend Epoxygruppen
und werden mit Reagenzien vernetzt, die aktive Wasserstoffe
enthalten, z. B. Polyaminen, Polycarbonsäuren, Polythiolen,
Polyphenolen, Polyaminoamiden oder Anhydridgruppen, gegebenenfalls
in Anwesenheit von Katalysatoren, wie z. B. Säuren oder Lewis-
Basen, beispielsweise Komplexen von Bortrifluorid oder tertiären
Aminen.
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Erfindungsgemäß werden die flüssigen Epoxyharze mit Perfluoralkan-
Derivaten vernetzt, die wie in den Ansprüchen definierte Endgruppen
enthalten, wie z. B. NH&sub2;, COOH, (CO)&sub2;O, SH.
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Die Vernetzungsreaktion kann z. B. durchgeführt werden bei
Raumtemperatur (mit einem nicht-aromatischen Amin) bis hinauf zu
Temperaturen von höher als 200ºC (mit einem Anhydrid).
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Die herkömmliche Technik zur Vernetzung von Epoxyharzen mit
Vernetzungsmitteln des Standes der Technik ist in der vorliegenden
Erfindung voll einsetzbar.
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Die festen Epoxyharze enthalten Epoxy-Endgruppen und freie
Hydroxygruppen in der Kette. Somit können sie erfindungsgemäß mit den oben
erwähnten Reagenzien oder durch Umsetzung mit einem Fluoralkan mit
Isocyanat-Endgruppe vernetzt werden. In diesem Fall kann die zur
Bildung von Polyurethan-Bindungen führende Reaktion durch die
Katalysatoren, die allgemein in der Technologie der aus Polyolen
und Polyisocyanaten erhaltenen Polyurethane eingesetzt werden,
katalysiert werden oder nicht. Auf jeden Fall erlaubt die Zugabe
eines wirksamen Katalysatorsystems ein Arbeiten bei niedrigen
Temperaturen (20 bis 100ºC) und für kurze Zeitspannen. Weiter
erlaubt eine geeignete Menge an zugegebenem Katalysator eine
Optimierung der Topfzeit, d. h. der Zeit, während der die
Reaktionsmischung ausreichend fluid bleibt.
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Es ist möglich, als Katalysatoren Zinnderivate, wie z. B.
Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinndiacetat, Dibutylzinnoxid, Eisenderivate,
wie z. B. Eisenacetylacetonat, Titanalkoholate, wie z. B.
Titantetraisopropylat und tertiäre Amine, wie z. B. Triethylamin,
einzusetzen. Die Mengen liegen im Bereich von 0,001 bis 2 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht.
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Im allgemeinen führt das Beimischen des fluorierten
Vernetzungsmittels zu keinen besonderen Problemen. In einigen Fällen ist es
jedoch möglich, das Mischen durch Zugabe geeigneter Lösungsmittel,
wie z. B. Estern, beispielsweise Butylacetat und Amylacetat;
Ketonen, beispielsweise Methylethylketon und Methylisobutylketon
und aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Xylol und Toluol, zu
erleichtern.
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Die Menge an eingesetztem Lösungsmittel hängt von der Viskosität
ab, die die Lösung aufweisen soll.
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Die Formulierungen der erfindungsgemäß hergestellten Epoxyharze
können andere Komponenten, wie z. B. Pigmente oder Füllstoffe,
enthalten, abhängig von den Anforderungen des speziellen
Verwendungsgebiets, wobei diese Komponenten den Zweck haben, die
Kosten der hergestellten Gegenstände zu vermindern, deren
Konsistenz zu erhöhen, das Pigment im Innern des Harzes zu egalisieren
oder die Struktur des Harzes in mechanischer Hinsicht zu
verstärken.
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Die Pigmente und anderen Füllstoffe, die eine Pigment-Natur
aufweisen oder nicht, können zugegeben werden, um die Oberfläche,
auf der das Harz ausgebreitet werden soll, zu beschichten und/oder
zu schützen, z. B. durch Reflexion der zerstörerischen
Sonnenstrahlen, die anderweitig durch das Harz treten und einen Abbau des
darunterliegenden Materials verursachen könnten.
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Obwohl ihr Fluorgehalt niedrig ist, sind die aus den
erfindungsgemäßen Polymeren hergestellten Harze kompatibel mit Füllstoffen
von spezieller Natur, wie z. B. Polytetrafluorethylen (PTFE) und
C&sub2;F&sub4;/C&sub3;F&sub6;-Copolymeren (FEP), die zugegeben werden können, um gewisse
mechanische Eigenschaften, wie z. B. Schlagzähigkeit und
Abriebbeständigkeit, zu verbessern.
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Die erfindungsgemäße Verwendung von Vernetzungsmitteln mit einer
Fluoralkylen-Kette verleiht den herkömmlichen Epoxyharzen
beträchtlich verbesserte physico-chemische und mechanische Eigenschaften im
Vergleich mit hydrierten Epoxyharzen des Standes der Technik, da
diese Mittel die erhältlichen Materialien für eine Vielzahl von
Verwendungen geeignet machen.
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Die erfindungsgemäß erhältlichen Harze sind insbesondere
gekennzeichnet durch:
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- eine hohe Beständigkeit gegen chemische Mittel, gegen
Hydrolyse und gegen atmosphärische Mittel,
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- eine hohe thermische Beständigkeit,
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- eine beträchtliche Dimensionsstabilität,
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- eine niedrige Benetzbarkeit,
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- selbstschmierende Eigenschaften,
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- ausgezeichnete mechanische Eigenschaften,
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- Wasser-Abstoßung, Öl-Abstoßung,
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- Flammbeständigkeit,
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- eine niedrige Dielektrizitätskonstante,
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- einen hohen thermischen Verlustfaktor.
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Unter Berücksichtigung derartiger außergewöhnlicher Eigenschaften
sind einige der Anwendungen für die Produkte der Erfindung
Klebstoffe, Baumaterialien und Hochleistungs-Verbundmaterialien
oder, z. B. auf dem Elektroniksektor, die Verwendung als Trägerharze
für gedruckte Schaltungen, Verkapselungsharze für Chips,
Verbindungsharze für elektrische Kabel.
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Weiterhin ist ein sehr breites Anwendungsgebiet dasjenige der
Beschichtungen und Lacke im allgemeinen und insbesondere für
gedruckte Schaltungen, Magnetbänder und -Platten, optische
Ausleseplatten, optische Fasern und optische Systeme im
allgemeinen, der Lacke für Luftfahrt- und Raumfahrt-Anwendungen, der
Sperrlacke für Wasser-Umgebungen, der hydrophoben Lacke für
Unterwassersysteme, der Beschichtungen für in Lösungsmittel
eingetauchte mechanische Teile und allgemein der Beschichtungen für
der Korrosion unterliegende metallische Systeme.
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Soweit in den Beispielen nicht anders angegeben, werden die
Eigenschaften der Materialien gemäß den folgenden Verfahren
gemessen:
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Glasübergang: Differentialthermoanalyse/Heizrate = 16ºC/Minute
Dielektrizitätskonstante (εr)/Verlustfaktor (Tgδ) = ASTM D 150/50
Hz/23ºC.
BEISPIEL 1
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22,0 g (0,10 Mol) Pyromellitsäureanhydrid in 200 ml wasserfreiem
Aceton (von Pyromellitsäureanhydrid abdestilliert) wurden in einem
mit Kühler, Tropftrichter und Thermometer ausgestatteten 250 ml-
Kolben gegeben. Unter magnetischem Rühren wurde die Lösung zum
Sieden gebracht (T = 59ºC), woraufhin innerhalb von etwa 2 Stunden
eine Lösung von 19,5 g (0,05 Mol) C&sub6;F&sub1;&sub2;(CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2; in 30 ml
wasserfreiem Aceton so zugegeben wurde, daß stets ein Überschuß an
Pyromellitsäureanhydrid vorhanden war, um Polymerisationsreaktionen
zu verhindern.
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Nach vollständiger Zugabe wurde die Lösung weiter 1 Stunde lang
refluxiert. Anschließend wurde Aceton mit Hilfe einer Claisen-
Destillationapparatur vollständig abgetrennt. Im Kolben blieben 41
g eines weißen Pulvers zurück, das gemäß den ¹&sup9;F-NMR und ¹H-NMR-
Analysen die folgende Formel aufwies:
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Chemische Verschiebungen
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¹&sup9;F-NMR: (δ, CFCl&sub3;) a = -113
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b = -121
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c = -123
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¹H-NMR: (δ, TMS) d = 8,0-8,5
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f = 4,7
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g = 2,8
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Insbesondere wurde das Verschwinden des Signals bei δ = 3,9, das
der Methylengruppe, die in u-Stellung bezüglich der Hydroxygruppe
ist, entspricht und für das Ausgangs-Diol charakteristisch ist,
beobachtet.
BEISPIEL 2
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Unter Befolgung des Verfahrens von Beispiel 1, aber unter
Verwendung von 14,5 g (0,0050 Mol) C&sub4;F&sub8;(CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2; als Fluoralkandiol
wurden 36 g
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erhalten. Die Struktur wurde durch IR- und NMR-Analysen
identifiziert.
BEISPIEL 3
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Unter Befolgung des Verfahrens von Beispiel 1, aber unter
Verwendung von 255 g ( 0,05 Mol) einer Mischung von C&sub8;F&sub1;&sub6;(CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2;
(86%) und C&sub1;&sub0;F&sub2;&sub0;(CH&sub2;CH&sub2;OH) (14%), als Fluoralkandiolen wurden 47 g
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erhalten.
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(n = 4 : 86%; n = 5 : 14%)
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Die Struktur wurde durch IR- und NMR-Analysen identifiziert.
BEISPIEL 4
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Ein 100 ml-Kolben wurden in einer Stickstoffatmosphäre mit 10 g
2,4-Diisocyanatotoluol (0,057 Mol) in 100 ml Diglyme beschickt und
anschließend wurde über eine Zeitspanne von 2 Stunden hinweg eine
Lösung von 7,83 g C&sub4;F&sub8;(CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2; (0,027 Mol) in 10 ml Diglyme
zugegeben. Die Mischung wurde auf 80ºC erwärmt und 2 Stunden unter
Rühren reagieren gelassen, woraufhin das Reaktions-Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdestilliert wurde. Auf diese Weise wurde
ein weißes, festes Produkt (17,2 g) erhalten, dessen Analyse (IR,
NMR) in Übereinstimmung mit der folgenden Struktur war:
BEISPIEL 5
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In einer Beispiel 4 analogen Art und Weise wurden 12,25 g
Isophorondiisocyanat (0,055 Mol) mit 8 g C&sub4;F&sub8;(CH&sub2;CH&sub2;OH)&sub2; (0,027 Mol) in
Diglyme umgesetzt.
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Erhalten wurden 20 g eines hoch viskosen, transparenten, flüssigen
Produkts, dessen chemische Struktur, durch IR- und NMR-Analysen
bestätigt, die folgende war:
BEISPIEL 6
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100 Teile eines flüssigen Epoxyharzes auf der Basis von Bisphenol
A-Epichlorhydrin mit einem Epoxy-Äquivalentgewicht von 190 und 1
Teil N-Butylimidazol wurden in Aceton gelöst. Zu dieser Lösung
wurde eine Acetonlösung von 90 Teilen des fluorierten Dianhydrids
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von Beispiel 2 und 1 Teil N-Butylimidazol gegeben. Das
Lösungsmittel wurde unter Vakuum entfernt und die Mischung wurde 1 Stunde
lang bei 100ºC und 8 Stunden bei 165ºC vernetzt.
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Das resultierende Harz war vollständig transparent, hatte einen
Fluorgehalt von 10% und zeigte die folgenden Eigenschaften:
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Glasübergangstemperatur: = 156ºC
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Dielektrizitätskonstante (εr) = 3,2
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Wasserabsorption = 0,20% Gew.-% nach 96-stündigem
Eintauchen bei 100ºC
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Kontaktwinkel (H&sub2;O) = 93º.
BEISPIEL 7
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100 Teile eines flüssigen Epoxyharzes auf der Basis von Bisphenol
A-Epichlorhydrin mit einem Epoxy-Äquivalentgewicht von 190 wurden
mit 56,5 Teilen Methylnadinsäureanhydrid, 33,5 Teilen des
fluorierten Anhydrids
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von Beispiel 2 und 1 Teil N-Butylimidazol gemischt.
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Nach der Entfernung von Luft unter Vakuum wurde die Mischung 1
Stunde bei 100ºC und 6 Stunden bei 165ºC vernetzt. Das
resultierende Harz war vollständig transparent, wies einen Fluorgehalt von 5
Gew.-% auf und zeigte die folgenden Eigenschaften:
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Glasübergangstemperatur = 153ºC
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Dielektrizitätskonstante = 3,4
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Wasserabsorption = 0,35 Gew.-% nach 96-stündigem
Eintauchen bei 100ºC
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Kontaktwinkel (H&sub2;O) = 87º.
BEISPIEL 8 (Vergleichstest)
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Das vorangehende Beispiel wurde wiederholt, aber unter Verwendung
von nur Methylnadinsäureanhydrid (90 Gew.-Teile bezüglich dem
Bisphenol A-Epichlorhydrin-Harz). Das resultierende Harz wies eine
Dielektrizitätskonstante von 4, eine Wasserabsorption von 1,7
Gew.-% unter denselben Bedingungen und einen Kontaktwinkel mit Wasser
von 62º auf.
BEISPIEL 9
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25 Gew.-Teile eines festen Epoxyharzes auf der Basis von Bisphenol
A-Epichlorhydrin mit einem Epoxy-Äquivalentgewicht von 500 wurden
unter Erwärmen in 80 Gew.-Teilen Aceton gelöst. Zu dieser Lösung
wurden 6,5 Teile Hexamethylendiisocyanat und 1,7 Teile des
fluorierten Diisocyanats:
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dessen Herstellung in Beispiel 4 beschrieben ist, gegeben.
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Aceton wurde verdampft und 0,002 Gew.-Teile einer 0,2N Lösung von
Dibutylzinnacetat wurde zugegeben. Die so erhaltene Mischung wurde
homogenisiert und bei 100ºC 6 Stunden lang vernetzt. Das
resultierende Harz wies einen Fluorgehalt von 1,2 Gew.-% auf und zeigte die
folgenden Eigenschaften:
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Dielektrizitätskonstante (εr) = 3,25
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Verlustfaktor (Tgδ) = 0,008
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Kontaktwinkel (H&sub2;O) = 93ºC.
BEISPIEL 10
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Unter Befolgung des Verfahrens von Beispiel 9 wurde ein vernetztes
Epoxyharz ausgehend von 20 Teilen eines festen Epoxyharzes mit
einem Epoxy-Äquivalentgewicht von 500, 7,8 Teilen
Hexamethylendiisocyanat und 2,1 Teilen des fluorierten Diisocyanats:
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hergestellt.
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Das resultierende Harz wies einen Fluorgehalt von 1,1 Gew.-% und
die folgenden Eigenschaften auf:
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Dielektrizitätskonstante (εr) = 3,18
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Verlustfaktor (Tgδ) = 0,007
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Kontaktwinkel (H&sub2;O) = 105ºC.
BEISPIEL 11
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Durch Arbeiten wie in Beispiel 10, aber unter Verwendung einer
Mischung von Diisocyanaten, die aus 5,8 Teilen
Hexamethylendiisocyanat und 4,4 Teilen des fluorierten Diisocyanats bestand, wurde
ein Harz erhalten, das einen Fluorgehalt von 2,6 Gew.-% aufwies und
die folgenden Eigenschaften zeigte:
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Dielektrizitätskonstante (εr) = 3,10
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Verlustfaktor (Tgδ) = 0,008
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Kontaktwinkel (H&sub2;O) = 124º.