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DE3844300A1 - Wurfsystem fuer nebelkerzen, sprengkoerper und dergleichen - Google Patents

Wurfsystem fuer nebelkerzen, sprengkoerper und dergleichen

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DE3844300A1
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throwing
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Hans-Joachim Dipl Ing Franke
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Wegmann and Co GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
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    • F41A19/58Electric firing mechanisms
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/145Cartridges, i.e. cases with charge and missile for dispensing gases, vapours, powders, particles or chemically-reactive substances
    • F42B5/15Cartridges, i.e. cases with charge and missile for dispensing gases, vapours, powders, particles or chemically-reactive substances for creating a screening or decoy effect, e.g. using radar chaff or infrared material
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Description

Die Erfindung betrifft ein Wurfsystem für Nebelker­ zen, Sprengkörper und dergleichen, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Wurfsysteme sind an sich bekannt und bei­ spielsweise in DE-PS 24 20 862 und DE-OS 37 06 213 beschrieben.
Bei dem bekannten Wurfsystem sind die Wurfbecher auf eine bestimmte Wirkmasse und einen definierten Rückstoß ausgelegt. So sind beispielsweise die allgemein einge­ führten Wurfbecher mit einem Durchmesser von 76 mm für den Verschuß von Wirkmassen bis ca. 1100 g geeignet, wobei ein Rückstoßimpuls von ca. 4,4 kN entsteht.
Größere Wirkmassen lassen sich mit dem bekannten Wurf­ becher nicht verschießen, weil der beim Verschuß größe­ rer Wirkmassen erzeugte Rückstoßimpuls von der Lafet­ tierung der bekannten Wurfbecher nicht aufgenommen werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wurfsystem mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen zu schaffen, bei dem es möglich ist, mittels des bekannten Wurfbechers, also ohne Eingriffe in das bekannte Wurfsystem, höhere Wirkmassen zu verschießen und größere Reichweiten zu erzielen, ohne damit die limitierten Rückstoßkräfte zu überschreiten.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentan­ spruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, in den bekannten Wurfbecher ein längeres Rohr zu integrieren, aus dem mit einer geringeren Pulverladung die größere Wirkmasse verschossen wird. Die Erfindung macht dabei von der bekannten Tatsache Gebrauch, daß sich die Rohr­ länge eines Geschützes positiv auf den Aufbau des Gas­ drucks im Geschützrohr auswirkt. Dies bedeutet, daß man vereinfacht ausgedrückt durch eine größere Rohrlänge bei richtiger Auslegung der Komponenten eine höhere Reich­ weite der Geschosse erzielen kann oder bei gleicher Reichweite höhere Massen verschießen kann. Bei dem erfindungsgemäßen Wurfsystem dient die größere Rohrlänge dazu, eine größere Wirkmasse mit etwa der gleichen Reichweite und bei geringerem Rückstoßimpuls zu ver­ schießen. Dies ist bei dem erfindungsemäßen Wurfsystem in besonders einfacher Weise möglich, indem von dem bekannten Wurfbecher das Bodenstück abgenommen wird und an das an beiden Enden offene Abschußrohr das Verlänge­ rungsrohr eingeführt wird, das bei entsprechender Anord­ nung des Anschlags an beiden Seiten aus dem Abschußrohr herausragt, womit die größere Rohrlänge realisiert ist. Das an seinem hinteren Ende verschlossene Verlängerungs­ rohr dient als Abschußmörser, in den ein in seinen Dimensionen an das Verlängerungsrohr angepaßter Wurfkör­ per eingesetzt wird, der durch eine entsprechende Treib­ ladung angetrieben wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Wurfsystem werden folgende Vorteile erzielt:
  • a) Verschluß von Wurfkörpern mit größerer Wirk­ masse und größerem Volumen;
  • b) trotz der höheren Wirkmassen wird aufgrund der günstigen innenballistischen Eigenschafen des Verlängerungsrohres ein geringerer Rück­ stoß als bei dem bekannten Wurfsystem erreicht;
  • c) durch die Verwendung des eingesetzten Ver­ längerungsrohres wird die Verschmutzung des Wurfbechers und damit die daraus resultierende Korrosion und zusätzliche Reinigungsarbeit vermieden;
  • d) das erfindungsgemäße Wurfsystem ist ohne kon­ struktive Eingriffe in das bekannte Wurfsy­ stem integrierbar und gestattet auch den Verschuß der bekannten vorhandenen Wurfkörper, indem nach Entfernen des Verlängerungsrohres der Wurfbecher mit dem Bodenstück verschlossen wird und dann das Wurfsystem in bekannter Weise mit den bekannten Wurfkörpern einsetz­ bar ist.
Im folgenden wird anhand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für das bekannte Wurfsystem näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 in einer perspektivischen explodierten Dar­ stellung einen Wurfbecher mit Bodenstück;
Fig. 2 in einer Darstellung analog Fig. 1 den Wurf­ becher und das in ihm einzusetzende Ver­ längerungsrohr;
Fig. 3 in einer vergrößerten Schnittdarstellung das Verlängerungsrohr mit eingesetztem Wurf­ körper;
Fig. 4 in einer Schnittdarstellung analog Fig. 3 das in den Wurfbecher eingesteckte Verlän­ gerungsrohr mit eingesetztem Wurfkörper.
In Fig. 1 ist der Wurfbecher eines bekannten Wurfsystems dargestellt mit einem Abschußrohr 1, einem Halterungs­ ring 2, einem Halterungsblock 3, in welchem in Fig. 1 nicht sichtbarer Weise die in den Innenraum des Abschuß­ rohres 1 hineingeführten elektrischen Kontaktstifte 17 angeordnet sind sowie einem Aufnahmebund 4 für das abnehmbare Bodenstück 5.
Die Umrüstung dieses Wurfbechers durch Einsetzen eines Verlängerungsrohres ist Fig. 2 zu entnehmen. Nach Ab­ nehmen des Bodenstücks 5 in Pfeilrichtung A (Fig. 1) wird von vorne in Pfeilrichtung E (Fig. 2) ein Verlänge­ rungsrohr 7 eingesteckt, das an seinem äußeren Umfang einen als Anschlag wirkenden Haltebund 8 aufweist. Weiterhin sind in weiter nach unten näher erläuterter Weise am Umfang Kontaktringe 9 angeordnet. An der verschlosse­ nen Rückseite des Verlängerungsrohres 7 ist die weiter unten näher erläuterte Treibladungsbaugruppe 10 angeord­ net.
Nach dem Einstecken des Verlängerungsrohres 7 liegt der Haltebund 8 am vorderen Ende des Abschußrohres 1 an, wie dies beispielsweise aus Fig. 4 zu entnehmen ist.
In den Fig. 3 und 4 ist das Verlängerungsrohr 7 mit einem eingesetzten Wurfkörper 14 genauer dargestellt.
Das Verlängerungsrohr 7 besteht aus einem Kunststoff- Formteil mit einstückig angegossenem Haltebund 8 und Umfangsnuten, in denen Kontaktringe 9 angeordnet sind, die beispielsweise aus einer selbstklebenden Kontaktfo­ lie, vorzugsweise in vergoldeter Ausführung, bestehen. Am hinteren Ende des mit einem Boden 7.1 verschlossenen Verlängerungsrohres 7 ist eine Treibladungsbaugruppe 10 angeordnet. Sie besitzt eine, mittels eines Aufnahmege­ windes 13 in eine zentrale Öffnung des Bodens 7.1 einge­ schraubte Treibladungsschraube 12, die die Treibladung und eine Zündvorrichtung enthält und über nicht darge­ stellte Leiterbahnen mit den Kontaktringen 9 verbunden ist. An der Außenseite des Bodens 7.1 ist eine Schutz­ kappe 11 angeordnet.
In dem Verlängerungsrohr 7 ist ein Wurfkörper 14 ange­ ordnet, dessen Durchmesser im wesentlichen dem Innen­ durchmesser des Verlängerungsrohres 7 entspricht. An seinem hinteren Ende besitzt der Wurfkörper 14 einen ringförmigen Führungsrand 16, der bei eingesetztem Wurfkörper auf dem Boden 7.1 aufsitzt und, wie aus Fig. 3 ersichtlich, eine zwischen dem Boden 7.1 und der Unterseite des Wurfkörpers 14 angeordnete Ausdehnungs­ kammer 15 umschließt.
In Fig. 4 ist das in den Wurfbecher eingesteckte Verlän­ gerungsrohr mit eingesetztem Wurfkörper dargestellt. Der Haltebund 8 ist am Verlängerungsrohr 7 derart angeord­ net, daß im eingesteckten Zustand das Verlängerungsrohr 7 an beiden Enden aus dem Abschußrohr 1 herausragt und die Kontaktstifte 17 des Wurfbechers den Kontaktringen 9 des Verlängerungsrohres gegenüberliegen und sich mit ihnen im elektrisch leitenden Kontakt befinden, so daß über die Kontaktstifte 17 und die Kontaktringe 9 sowie die nicht dargestellten Leiterbahnen der Zündstrom zur Treibladungsschraube 12 geleitet werden kann zur Zündung der Treibladung. Der notwendige Raum für die Ausdehnung der Gase der Treibladung ist durch die Ausdehnungskammer 15 im Boden des Wurfkörpers 14 gegeben. Hierdurch wird erreicht, daß ein um 12% längerer Führungsweg erzielt wird und ein günstiger Wirkungsverlauf des Gasdrucks erzeugt wird.

Claims (7)

1. Wurfsystem für Nebelkerzen, Sprengkörper und der­ gleichen, bei dem das Abfeuern durch elektrische Zündung einer Treibladung erfolgt, bestehend aus einer Abschuß­ einrichtung mit mindestens einem Wurfbecher und in diesen einsetzbaren Wurfkörpern, wobei der Wurfbecher ein an beiden Enden offenes Abschußrohr aufweist, das an seiner Rückseite durch ein abnehmbares Bodenstück ver­ schließbar ist und in dessen Innenraum durch den Mantel geführte elektrische Kontaktstifte hineinragen, die bei geladenem Wurfbecher mit Kontaktringen des Wurfkörpers in elektrisch leitender Verbindung stehen, gekennzeich­ net durch ein in das Abschußrohr (1) einsteckbares, an seinem hinteren Ende mit einem Boden (7.1) verschlosse­ nes Verlängerungsrohr (7), dessen Außendurchmesser im wesentlichen den Innendurchmesser des Abschußrohres (1) entspricht und dessen Länge größer ist als die Länge des Abschußrohres (1), wobei das Verlängerungsrohr (7) an seiner Außenseite mindestens einen, die Einstecktiefe begrenzenden und im eingesteckten Zustand an der Vorder­ seite des Abschußrohres (1) anliegenden Anschlag (8) aufweist und an seiner Mantelfläche Kontaktringe (9) angeordnet sind, die im eingesteckten Zustand mit den Kontaktstiften (17) in Verbindung stehen und elektrisch mit einer im Boden (7.1) des Verlängerungsrohres (7) angeordneten Zündvorrichtung (12) zur Zündung einer Treibladung verbunden sind.
2. Wurfsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (8) so am Verlängerungsrohr (7) ange­ ordnet ist, daß bei in das Abschußrohr (1) eingestecktem Verlängerungsrohr (7) das Verlängerungsrohr (7) aus beiden Enden des Abschußrohres (1) herausragt.
3. Wurfsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Anschlag als den Umfang des Verlänge­ rungsrohres (7) umfassender Bund (8) ausgebildet ist.
4. Wurfsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsrohr (7) als Kunststoff-Formteil ausgebildet ist, wobei der Bund (8) als einstückig angegossener Ring ausgebildet ist und die Kontaktringe (9) in Umfangsnuten des Kunststoff-Formteils angeordnet sind.
5. Wurfsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktringe (9) aus in die Umfangsnut einge­ klebten Kontaktfolien bestehen.
6. Wurfsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekenn­ zeichnet durch Wurfkörper (14), deren Außendurchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser des Verlängerungs­ rohres (7) entspricht und die an ihrer Rückseite einen ringförmigen Führungsrand (16) aufweisen, der bei in das Verlängerungsrohr (7) eingesetztem Wurfkörper (14) auf dem Boden (7.1) des Verlängerungsrohres (7) aufsitzt und eine zwischen dem Boden (7.1) des Verlängerungsrohres (7) und der Rückseite des Wurfkörpers (14) angeordnete Ausdehnungskammer (15) umschließt.
7. Wurfsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung und die Zündvorrich­ tung innerhalb einer in den Boden (7.1) des Verlänge­ rungsrohres (7) eingeschraubten Treibladungsschraube (12) angeordnet sind, wobei an der Außenseite des Bodens (7.1) eine Schutzkappe (11) angeordnet ist.
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