[go: up one dir, main page]

DE3842090A1 - Dna mit der genetischen information von l-(alpha)-glycerophosphatoxidase und deren anwendung - Google Patents

Dna mit der genetischen information von l-(alpha)-glycerophosphatoxidase und deren anwendung

Info

Publication number
DE3842090A1
DE3842090A1 DE3842090A DE3842090A DE3842090A1 DE 3842090 A1 DE3842090 A1 DE 3842090A1 DE 3842090 A DE3842090 A DE 3842090A DE 3842090 A DE3842090 A DE 3842090A DE 3842090 A1 DE3842090 A1 DE 3842090A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glycerophosphate
dna
amino acid
gpo
oxidase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE3842090A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3842090C2 (de
Inventor
Hitoshi Sagai
Keiko Nogata
Mamoru Takahashi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Kasei Corp
Original Assignee
Toyo Jozo KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Toyo Jozo KK filed Critical Toyo Jozo KK
Publication of DE3842090A1 publication Critical patent/DE3842090A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3842090C2 publication Critical patent/DE3842090C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/0004Oxidoreductases (1.)
    • C12N9/0006Oxidoreductases (1.) acting on CH-OH groups as donors (1.1)

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Enzymes And Modification Thereof (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine DNA, welche die genetische Information für L-α -Glycerophosphatoxidase umfaßt, einen Transformanten, der diese DNA besitzt, ein Polypeptid, das erzeugt wird, indem man den Transformanten dazu bringt, eine Expression der genetischen Information der DNA durchzuführen, sowie ein Verfahren zur Herstellung der L-α -Glycerophosphatoxidase.
L-α -Glycerophosphatoxidase ist ein Enzym, das eine enzymatische Reaktion katalysiert, bei der aus L-α -Glycerophosphat und 1 Mol Sauerstoff Dihydroxyacetonphosphat und 1 Mol Wasserstoffperoxid gebildet werden, und zwar gemäß der folgenden Reaktionsformel:
L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2
Da es sich bei L-α -Glycerophosphatoxidase (im folgenden als GPO abgekürzt) um eine Oxidase handelt, deren Substrat L-α -Glycerophosphat ist, kann man, wie aus der obigen Reaktionsformel hervorgeht, sie zur quantitativen Bestimmung von L-α -Glycerophosphat verwenden. Darüber hinaus ermöglicht dieses Enzym, wenn es in Kombination mit anderen Enzymen, wie Lipase, Glycerinkinase oder dergl., oder mit einem ATP-Reagens verwendet wird, ein einfaches und spezifisches Bestimmungsverfahren für die Komponenten, die bei der Reaktion involviert sind, wie Lipaseaktivität, Triglycerid, Glycerin, ATP und dergl. Aus diesen Gründen stellt L-α -Glycerophosphatoxidase ein Hauptenzym für biochemische, quantitative Analyseverfahren dar, welche die herkömmlichen, nichtspezifischen, chemischen, quantitativen Analyseverfahren zunehmend ersetzen. Das Enzym ist somit äußerst brauchbar auf den Gebieten der klinischen Diagnose sowie, ganz allgemein, auf dem Gebiet der Forschung.
Man weiß seit langem, daß GPO in der Natur vorkommt. Beispielsweise wurde berichtet, daß das Enzym in Mikroorganismen existiert, welche beispielsweise zu Gattungen, wie Streptococcus, Lactobacillus, Leuconostock, Pediococcus und Aerococcus, gehören (Archives of Biochemistry and Biophysics, 88, 250 [1960]; JP-OS 72 892/1978 und 15 746/1980).
Die Herstellung von GPO durch diese herkömmlichen, bekannten, GPO-erzeugenden Mikroorganismen wirft jedoch verschiedene Probleme auf. Genauer gesagt, wird mit allen der bekannten GPO-erzeugenden Mikroorganismen lediglich eine niedrige GPO-Produktivität erreicht. GPO-erzeugende Mikroorganismen, die zu dem Stamm Streptococcae und dem Stamm Lactobacillae gehören, erfordern die Zugabe einer Substanz, welche die Produktion von GPO induziert, wie Glycerin, Ascorbinsäure, α -Ketosäure oder dergl. Darüber hinaus ist die Eliminierung anderer Enzyme und unerwünschter Nebenprodukte, welche gemeinsam mit GPO in dem Produkt dieser Mikroorganismen existieren, äußerst schwierig. Wegen dieser Probleme konnte bisher ein qualitativ hochwertiges GPO lediglich zu äußerst hohen Kosten erzeugt werden, wodurch eine breite Anwendung von GPO als Reagens für Forschungszwecke und für klinische Diagnose bisher verhindert wurde.
Darüber hinaus gibt es bisher keine Berichte betreffend die detaillierte Primärstruktur des GPO-Gens noch die Primärstruktur der Aminosäuresequenz für das Protein, welches GPO aufbaut.
Von den Erfindern wurde umfangreiche Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt, die Produktivität von GPO zu steigern und die Menge der anderen coexistierenden Enzyme (verunreinigenden Enzyme), die in dem Produkt enthalten sind, zu reduzieren. Dabei ist es den Erfindern gelungen, das GPO-Gen zu separieren und dessen Primärstruktur aufzuklären. Die Erfindung haben ferner durch die Anwendung von Genetic Engineering-Techniken ein Verfahren entwickelt, das geeignet ist, GPO mit hoher Produktivität zu erzeugen, ohne irgendwelche Zusätze zur Induzierung der GPO-Produktion in dem Produktionsmedium zu verwenden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung von DNA mit einer Basensequenz, die für eine Aminosäuresequenz eines Polypeptids codiert, das L-α -Glycerophosphatoxidase (GPO) aufbaut, eines Transformanten, welcher dieser DNA aufweist, eines Polypeptids, das GPO- Aktivität hat und durch Kultivierung des Transformanten erzeugt wird, einer GPO mit überlegenen physiko-chemischen Eigenschaften sowie eines Verfahrens zur Herstellung einer derartigen GPO.
Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung noch deutlicher.
In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau von Plasmid pGPOS1 dargestellt.
Die DNA der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise nach der folgenden Verfahrensweise unter Anwendung von Genetic Engineering-Techniken hergestellt werden. Zunächst wird die DNA eines Mikroorganismus, der den GPO- Gendonor darstellt und die Fähigkeit zur GPO-Produktion aufweist, abgetrennt und gereinigt. Diese DNA wird verdaut, wobei man Ultraschallwellen oder eine Restriktionsendonuclease verwendet. Diese verdaute DNA und eine Expressionsvektor-DNA, welche linear gemacht wird, werden mit einer DNA-Ligase oder dergl. an den abgestumpften oder kohäsiven Enden der beiden DNAs unter Bildung eines geschlossenen Kreises verbunden. Der auf diese Weise erhaltene, rekombinante DNA-Vektor wird in einen reproduzierbaren Wirtsmikroorganismus eingeführt. Mikroorganismen, welche den rekombinanten DNA-Vektor aufweisen, werden mittels Screeningverfahren unter Verwendung des Vektormarkers und der GPO-Aktivität als Indikatoren ausgewählt und kultiviert. Der rekombinante DNA-Vektor wird dann aus den kultivierten Zellen abgetrennt und gereinigt. Die DNA, welche die genetische Information der GPO besitzt und den Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellt, wird anschließend von dem rekombinanten DNA-Vektor abgetrennt.
Als GPO-Gen-Donatormikroorganismus für die Zwecke der vorliegenden Erfindung können beliebige Mikroorganismen mit der Fähigkeit zur GPO-Produktion verwendet werden. Beispiele sind GPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Streptococcus gehören und beispielsweise in den JP-OS 72 892/1978, 15 746/1980, 1 65 789/1978 und dergl. beschrieben sind, einschließlich die Stämme Streptococcus faecium F-24, Streptococcus faecalis 10C1, Streptococcus faecium ATCC 12755, Streptococcus faecium ATCC 8043, Streptococcus faecalis ATCC 19488, Streptococcus cremoris NRRL B684 und dergl.; GPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Pediococcus gehören, einschließlich die Stämme Pediococcus cerevisiae ATCC 8042, (Pediococcus acidilactici ATCC 8042), Pediococcus cerevisiae ATCC 8081 (Pediococcus acidilactici ATCC 8081), Prediococcus cerevisiae IFO 12230 (Pediococcus pentasaceus IFO 12230), Pediococcus acidilactici IFO 3885, Pediococcus pentasaceus IFO 12318, Pediococcus parvulus IFO 12235 (Pediococcus parvulus IFO 19371), Pediococcus homari IFO 12217 (Pediococcus sp. IFO 12217), Pediococcus urinae-equi ATCC 29722 (Pediococcus urinae- equi IFO 12173) und dergl.; GPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Lactobacillus gehören, einschließlich die Stämme Lactobacillus delbruckii NRRL B445 (Lactobacillus casei subsp.rhamnosus ATCC 10863), L.delbruckii NRRL B445, Lactobacillus fermentum NRRL 8338, Lactobacillus leichmannii ATCC 4797 und dergl.; CPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Leuconostoc gehören, einschließlich die Stämme Leuconostoc mesenteroides und dergl.; sowie GPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Aerococcus gehören, einschließlich die Stämme Aerococcus viridans IFO 12219, Aerococcus viridans IFO 12317 und dergl. Unter diesen sind GPO-produzierende Mikroorganismen, die zur Gattung Streptococcus gehören, besonders bevorzugt.
Von den Erfindern wurden weitere, umfangreiche Forschungen durchgeführt, um eine GPO herzustellen, die keinen Defekt zeigt, wie er bei allen bekannten Enzymen inhärent ist. Im Zuge dieser Forschungen wurden entdeckt, daß ein neuer Stamm GPOS-53, der zur Gattung Streptococcus gehört und der aus dem Boden einer Ranch bei Yamaguchi, Susono City, Shizuoka-Präfektur, Japan, isoliert wurde, eine GPO mit überlegenen physiko-chemischen Eigenschaften erzeugt. Dieser Stamm GPOS-53 stellt einen besonders bevorzugten Mikroorganismus für die Erzeugung des GPO- Gens dar.
Die taxonomischen Charakteristika dieses neuen Stamms GPOS-53 sind wie folgt:
I. Wachstumsbedingungen in unterschiedlichen Kulturmedien (Kultivierung bei 28 bis 30°C) (1) Kultivierung auf geneigtem Medium (Nährstoffagarmedium + Hefeextrakt 0,2%)
Filiformes Wachstum, jedoch ziemlich schwach, cremige oder milchigweiße Färbung. Lösliches Pigment wird nicht gebildet.
(2) Kultivierung auf Plattenmedium (Nährstoffagarmedium + Hefeextrakt 0,2%)
Kolonien sind kreisförmig, konvex geformt und cremig oder milchigweiß gefärbt. Lösliches Pigment wird nicht gebildet.
(3) Flüssiges Medium (Triptic Soy Broth, hergestellt von Difco Co.)
Gutes Zellwachstum mit trübe werdender Brühe. Die Zellen präzipitieren anschließend, und der Überstand wird klar.
(4) BCP-Milch-Kultivierung
Die Kulturbrühe wird sauer.
II. Morphologische Charakteristika
Die Zellen sind sphärisch oder ovoid. Man findet einzelne, nichtverknüpfte Zellen, zweikettige Zellen und langkettige Zellen. Die Zellen sind nicht bewegungsfähig und bilden keine Sporen. Die Größe der Zellen ist 0,8 bis 1,0 μm.
III. Physiologische und biochemische Eigenschaften
In den folgenden Beschreibungen steht "+" für positiv, "-" für negativ und "(+)" für schwach positiv.
Gramanfärbung
+
KOH-Reaktion -
Säure-Schnellanfärbung -
Kapselbildung -
OF-Test (Hugh Leifson) F
Wachstum unter anaeroben Bedingungen +
Wachstumstemperatur @ 45°C +
30°C +
10°C +
Salzresistenz bei NaCl-Konz. @ 0% +
5,0% +
6,0% -
Wachstum bei pH @ 9,5 +
8,0 +
4,0 +
Wachstum in einem Methylenblau-Milchmedium +
Catalasebildung -
Oxidasebildung -
Ureasebildung (sowohl für SSR als auch Chris) -
Gelatine-Zersetzung -
Casein-Zersetzung +
Äsculinhydrolyse +
Hippurat-Zersetzung (API 20 STREP) +
Cellulose-Zersetzung -
Arginin-Zersetzung +
Indol-Bildung -
Hydrogensulfid-Bildung -
Acetoin-Bildung (NaCl) +
MR-Test +
Nitrat-Reduktion -
Denitrifikation -
Nutzungstest @ Citronensäure (sowohl für Simons als auch für Chris) -
Apfelsäure @ (für Simons) -
(für Chris) +
Propionsäure (für Simons) -
Malonsäure (für Chris) +
Gasbildung aus Glucose -
Bildung von Säure aus Kohlenhydrat @ Adonit -
L(+)-Arabinose +
Cellobiose +
Dulcit -
meso-Erythrit -
Fructose +
D-Galactose +
D-Glucose +
Glycerin (+)
Inosit -
Inulin -
Lactose +
Maltose +
Mannit +
Mannose +
Melibiose +
Melezitose -
Raffinose +
L(+)-Rhamnose -
D-Ribose +
Salicin +
L-Sorbose -
Sorbit -
Stärke +
Saccharose +
Xylose -
Trehalose +
Hämolyse (API 20 STREP) -
Aufgrund der obigen mycologischen Charakteristika kann der neue Mikroorganismus der vorliegenden Erfindung als grampositiver, sphärischer oder ovoider Mikroorganismus bezeichnet werden, der einzeln, in Paaren oder langkettig vorkommt, unfähig zur Bildung von Catalase oder Oxidase ist, Kohlenhydrate fermentativ unter Bildung von Säuren zersetzt, bewegungsunfähig ist, keine Sporen bilden kann und eine Größe von 0,8 bis 1,0 μm besitzt.
Gemäß der Beschreibung in Bergey's Mannual of Determinative Bacteriology (8. Auflage) wird dieser Mikroorganismus der Gattung Streptococcus zugehörig beurteilt. Mikroorganismen, die zur Gattung Streptococcus gehören (im folgenden auch einfach mit "S." bezeichnet) können in Gruppen eingeteilt werden gemäß ihrer Fähigkeit, bei 10°C und 45°C zu wachsen, in einem 0,1% Methylenblau- Milchmedium zu wachsen, Gelatine zu zersetzen, Salzresistenz zu zeigen und dergl. Ein Vergleich der Hauptstämme der Gattung Streptococcus und des Mikroorganismus der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf diese Charakteristika ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Die folgenden Mikroorganismen wurden für den Vergleich verwendet:
 (1) S. pyogenes
 (2) S. equisimilis
 (3) S. equi
 (4) S. pneumoniae
 (5) S. salivaris
 (6) S. bovis
 (7) S. faecalis
 (8) S. faecium
 (9) S. lactis
(10) erfindungsgem. Mikroorganismus
Aufgrund des obigen Vergleichs wird der erfindungsgemäße Mikroorganismus dahingehend beurteilt, daß es sich um einen Stamm handelt, der ähnlich ist wie S. faecalis, S. faecium und S. lactis. Diese drei Stämme und der erfindungsgemäße Mikroorganismus werden in der nachfolgenden Tabelle noch genauer verglichen.
Gemäß dem obigen Vergleich ist der erfindungsgemäße Mikroorganismus dem S. faecium sehr ähnlich. Er unterscheidet sich jedoch von S. faecium hinsichtlich der Hippurat-Zersetzungsfähigkeit und der Salzresistenz (6,5%), Merkmale, die für einen Mikroorganismus indikativ sind, der zur Gattung Streptococcus gehört. Dieser Mikroorganismus wurde daher als zur Gattung Streptococcus gehörender Mikroorganismus identifiziert und als Streptococcus sp. GPOS-53 bezeichnet. Der Mikroorganismus wurde bei Fermentation Research Institute, Agency of Industrial Science and Technology hinterlegt (Hinterlegungs- Nr. 2120, FERM BP-2120).
Im folgenden wird die Methode erläutert, mit der DNA- induziert durch den Genspender-Mikroorganismus, erhalten wird. Zunächst wird irgendein beliebiges der oben erwähnten Gen-spendenden Mikroorganismen in einem flüssigen Kulturmedium unter Belüftung 1 bis 3 Tage kultiviert. Die Kulturbrühe wird zentrifugiert, um die Zellen zu sammeln. Anschließend werden die Zellen lysiert, um ein Bakteriolyseprodukt, enthaltend GPO-Gen, zu erzeugen. Für die Bakteriolyse wird eine Behandlung mit einem Zellwand-lysierenden Enzym, wie Lysozym oder β -Glucanase, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Enzymen, wie Protease, oder einem oberflächenaktiven Mittel, wie Natriumlaurylsulfat, verwendet. Zusätzlich kann eine physikalische Verdauung der Zellwände durch Einfrieren- Auftauen oder mittels einer französischen Presse angewendet werden zusammen mit dem Lysat.
Herkömmliche Reinigungsverfahren einschließlich beispielsweise Deproteinisierung durch Phenolextraktion, Proteasebehandlung, Ribonucleasebehandlung, Alkohol- Fällung und Zentrifugieren können angewendet werden, und zwar unabhängig oder in Kombination, um die DNA aus dem Bakteriolyseprodukt abzutrennen und zu reinigen.
Die Verdauung der auf diese Weise abgetrennten und gereinigten DNA des Mikroorganismus kann durchgeführt werden mittels einer Behandlung mit Ultraschallwellen oder Restriktionsendonucleasen. Um zu gewährleisten, daß eine leichte Vereinigung der DNA-Fragmente und der Vektor- DNA stattfindet, ist jedoch die Verwendung von Restriktionsendonucleasen bevorzugt, speziell die Verwendung von Typ II Endonucleasen, welche auf eine spezifische Nucleotid-Sequenz wirkt, wie EcoR I, Hind III, BamH I oder BamH II.
Besonders geeignete Vektoren, die für den Einsatz in Frage kommen, sind solche, welche durch künstliche Behandlung eines Phagen die Verwendung als genetische Rekombinanten-DNA rekonstruiert wurden, oder eine Plasmid-DNA, welche in der Lage ist, in einer Wirts- Bakterienzelle autonom zu wachsen.
Bei Verwendung von Escherichia coli als Wirts-Mikroorganismus kann man beispielsweise λ gt. λC, λ gt. λ B oder dergl. als Phagen-Vektor verwenden.
Als Plasmid kann man pBR322, pBR325, pACYC184, pUC12, pUC13, pUC18, pUC19 oder dergl. verwenden, falls Escherichia coli als Wirts-Mikroorganismus dient, während pUB110, pC194 oder dergl. in Frage kommt, falls Bacillus subtilis der Wirts-Mikroorganismus ist. Zusätzlich kann man Shuttlevektoren einsetzen, welche entweder in grampositiven oder gramnegativen Mikroorganismen- Wirtsbakterienzellen autonom wachsen, z. B. in einem oder in beiden von Escherichia coli und Saccharomyces cerevisiae. Diese Vektoren werden vorteilhafterweise unter Verwendung der gleichen Restriktionsendonuclease verdaut, wie sie zum Aufbrechen der oben erwähnten GPO- Gen-Spendermikroorganismus-DNA verwendet wurde.
Eine herkömmliche Ligationsmethode unter Verwendung einer DNA-Ligase kann eingesetzt werden, um die bakterielle DNA und das Vektorfragment zu verbinden. Beispielsweise werden das kohäsive Ende der bakteriellen DNA und das des Vektorfragments zunächst getempert und nachfolgend kann rekombinante DNA aus der bakteriellen DNA und dem Vektorfragment hergestellt werden unter der Einwirkung einer zweckentsprechenden DNA-Ligase. Falls erforderlich, wird das getemperte, bakterielle DNA-Vektorfragment in den Wirts-Mikroorganismus eingeführt, um die rekombinante DNA mit Hilfe einer in vivo-DNA-Ligase zu erzeugen.
Beliebige Mikroorganismen, welche ein autonomes und stabiles Wachstum der rekombinanten DNA erlauben und zur Expression der Beschaffenheit der Fremd-DNA in der Lage sind, können als Wirts-Bakterium verwendet werden. Beispiele derartige Mikroorganismen umfassen Escherichia coli DH1, Escherichia coli HB101, Escherichia coli W3110, Escherichia coli C600 und dergl., falls Escherichia coli als Wirts-Bakterium eingesetzt wird.
Die Einführung der rekombinanten DNA in den Wirts- Mikroorganismus kann durchgeführt werden in Gegenwart von Calciumionen, falls der Wirts-Mikroorganismus ein Bakterium ist, das zur Gattung Escherichia gehört. Falls ein Bakterium als Wirts-Mikroorganismus verwendet wird, das zur Gattung Bacillus gehört, kann man zur Einführung der Ribosom-Rekombinant-DNA in einen Protoplast- Wirts-Mikroorganismus eine Kompetent-Zellmethode oder eine elektrische Fusions-Einführungsmethode verwenden. Eine Mikroinjektions-Methode kann ebenfalls angewendet werden.
Die Einführung der gewünschten DNA in den Wirts-Mikroorganismus kann man mittels Screeningverfahren ermitteln, und zwar unter Verwendung eines Drogen-Resistenzmarkers des Vektors und gleichzeitiger Bestimmung der GPO-Aktivität. Auf diese Weise können beispielsweise solche Bakterien ausgewählt werden, welche auf einem selektiven Kulturmedium, basierend auf dem Drogen-Resistenzmarker, wachsen und GPO produzieren.
Rekombinante DNA, welche das GPO-Gen besitzt und auf die beschriebene Weise einmal ausgewählt wurde, kann leicht aus dem Transformanten für die Einführung in ein anderes Wirts-Bakterium extrahiert werden. Alternativ kann man eine GPO-Gen-DNA unter Verwendung einer Restriktions-Endonuclease oder dergl. aus einer rekombinanten DNA, welche ein GPO-Gen besitzt, verdauen und mit einem Ende eines linearisierten Vektors vereinigen, der auf ähnliche Weise erhalten wurde. Auf diese Weise wird ein rekombinantes DNA-Molekül mit neuen Eigenschaften erzeugt. Dieses kann anschließend in einen weiteren Wirts-Mikroorganismus eingeführt werden.
DNA, welche für ein GPO-Mutein codiert, welches wesentliche GPO-Aktivität besitzt, ist im Sinne der vorliegenden Erfindung eine mutierte DNA, welche durch eine Genetic Engineering-Technik aus einem GPO-Gen der vorliegenden Erfindung erzeugt wurde. Diese Mutation kann in das Gen eingeführt werden unter Verwendung verschiedener Genetic Engineering-Techniken, einschließlich eine ortsspezifische Mutagenese-Methode und eine Methode zur Substitution eines spezifischen DNA-Fragments des Ziel-Gens mit einem mutierten DNA-Fragment. Unter den auf diese Weise hergestellten Muteinen können solche GPO-Mutein-DNAs, welche speziell gewünschte Eigenschaften aufweisen, mit einem Vektor vereinigt werden, um eine rekombinante DNA zu erzeugen, welche anschließend in einen Wirts-Mikroorganismus zur Herstellung eines GPO-Muteins eingeführt wird.
Die Basensequenz der DNA der vorliegenden Erfindung, welche nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt wurde, kann durch das Didesoxy-Verfahren bestimmt werden (Science, 214, 1205-1210 [1981]). Beispielsweise kann man die Basensequenz eines GPO-Gen in einem Plasmid, das hergestellte wurde unter Verwendung des Stamms Streptococcus sp. GPOS-53, welcher zu einem GPO-Gen- Spender-Mikroorganismus gehört, und Escherichia coli als Wirts-Bakterium, durch die folgende Formel (I) darstellen:
wobei X für ein Codon steht, das nicht TAA, TAG oder TGA ist, oder für eine 5′-Endgruppe und Y ein Codon oder eine 3′-Endgruppe bedeutet.
In der obigen Formel (I) kann es sich bei dem durch X ausgedrückten Codon um ein beliebiges Codon handeln, solange dasselbe nur für eine Aminosäure codiert. Zusätzlich kann X an seinem 5′-Ende ein oder mehrere Codons besitzen, die für eine Aminosäure codieren. Bevorzugte Beispiele von X sind ATG oder eine Polydesoxyribonucleinsäure, die einem Signal-Peptid entspricht. Das durch Y dargestellte Codon kann ein beliebiges Codon sein, ausgewählt aus Translations-Stoppcodons und Codons, die für eine Aminosäure codieren. Y kann an seinem 3′-Ende ein oder mehrere Codons aufweisen, die für eine Aminosäure codieren, wobei es jedoch in diesem Fall wünschenswert ist, daß ein Translations-Stoppcodon am 3′-Ende dieser Codons vorgesehen ist.
Die Aminosäuresequenz des Polypeptids, das durch die Expression der DNA der vorliegenden Erfindung erzeugt wird, kann aus der Basensequenz der DNA vorausgesagt werden. Die Aminosäuresequenz des Abschnitts, welcher das N-Ende des Polypeptids darstellt, kann durch die Methode bestimmt werden, die unten erläutert wird. Ein GPO-Spender-Mikroorganismus mit der Fähigkeit zur Bildung von GPO wird zunächst in einem Nährstoffmedium kultiviert, um GPO in den Zellen zu erzeugen und anzureichern. Die kultivierten Zellen werden aus der Brühe durch Filtration, Zentrifugieren oder ähnliche Maßnahmen gesammelt. Die gesammelten Zellen werden dann zerstört, und zwar entweder auf mechanische Weise oder auf enzymatische Weise unter Verwendung von Lysozym oder dergl. Zu dem Lysat gibt man EDTA und/oder ein geeignetes oberflächenaktives Mittel, falls erforderlich, um GPO zu solubilisieren und als wäßrige Lösung abzutrennen. Diese wäßrige Lösung von GPO wird dann kondensiert oder, ohne daß man sie kondensiert, einer Ammoniumsulfat- Fraktionierung, Gelfiltration, Adsorptionschromatographie oder Ionenaustauschchromatographie unterworfen, worfen, um hochreine GPO zu erhalten. Die Aminosäuresequenz des Abschnitts, welcher das N-Ende des GPO-Peptids darstellt, wird aus dieser hochreinen GPO unter Verwendung eines Flüssigphasen-Proteinsequenzers (Beckman- System 890ME, hergestellt von Beckman, Inc.) bestimmt. Auf diese Weise wird festgestellt, daß die Aminosäuresequenz dieses Abschnitts identisch ist mit der Aminosäuresequenz des N-Endes von GPO, die mittels einer Genetic Engineering-Technik erhalten wurde. Die auf diesem Wege aus der obigen Basensequenz bestimmte Aminosäuresequenz wird durch die folgende Formel (II) dargestellt:
Dabei steht A für einen Aminosäurerest oder ein Wasserstoffatom und B bedeutet einen Aminosäurerest oder eine -OH-Gruppe. In der durch die Formel (II) ausgedrückten Aminosäuresequenz kann es sich bei dem durch A dargestellten Aminosäurerest um eine oder um mehrere Aminosäuren handeln. Bevorzugte Beispiele für A sind ein Wasserstoffatom, ein Met oder ein Signal-Polypeptid. Die durch B dargestellte Gruppe kann entweder ein Säureamid sein oder ein oder mehrere Aminosäurereste.
Der auf diese Weise erhaltene Transformant kann, wenn er in einem Nährstoffmedium kultiviert wird, große Mengen GPO in stabiler Weise erzeugen.
Die Kultivierung des Transformanten wird unter den Bedingungen durchgeführt, bei denen der Nährstoffbedarf und die physiologischen Eigenschaften des Wirts-Mikroorganismus in Betracht gezogen werden. In den meisten Fällen wird eine Flüssigkultivierung durchgeführt. Für die Herstellung in industriellem Maßstab ist jedoch eine Kultivierung unter tiefen, aeroben Rührbedingungen vorteilhafter. Eine große Vielfalt von Nährstoffen, wie sie herkömmlicherweise für Bakterienkulturen verwendet werden, kann zur Kultivierung der Wirts-Mikroorganismen eingesetzt werden. Speziell können beliebige, nutzbare Kohlenstoffverbindungen als Kohlenstoffquellen verwendet werden. Diese umfassen beispielsweise Glucose, Saccharose, Lactose, Maltose, Fructose, Melassen und dergl. Als Stickstoffquellen kann man beliebige, zur Verfügung stehende Stickstoffverbindungen einsetzen einschließlich Peptone, Fleischextrakte, Hefeextrakte, Caseinhydrolysate und dergl. Andere Bestandteile einschließlich Salze, wie Phosphate, Carbonate und Sulfate, sowie Salze von Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Mangan, Zink und dergl. sowie bestimmte Typen von Aminosäuren oder Vitaminen können verwendet werden, sofern dies zweckmäßig ist. Das Verfahren erfordert nicht den Einsatz von GPO- induzierenden Substanzen, wie Glycerin, Ascorbinsäure, α -Ketosäure und dergl., d. h. Substanzen, die bei dem herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von GPO von wesentlicher Bedeutung sind.
Die Kultivierungstemperatur kann in einem Bereich variiert werden, in dem die Bakterien wachsen und GPO produzieren. Ein bevorzugter Temperaturbereich ist 20 bis 42°C für Escherichia coli. Die Kultivierungszeit kann in einem gewissen Grad, je nach den Kultivierungsbedingungen, variiert werden. Grundsätzlich wird die Kultivierung zu einem Zeitpunkt beendet, wenn die Ausbeute an GPO das Maximum erreicht. Bei der gewöhnlichen Praxis sind dazu etwa 12 bis 48 Stunden erforderlich. Es ist möglich, den pH des Kulturmediums innerhalb des Bereiches zu ändern, in dem die Bakterien wachsen und GPO produzieren können. Der speziell bevorzugte pH-Bereich ist etwa 6 bis 8.
GPO kann für die Verwendung in Form einer Kulturbrühe mit einem Gehalt der Bakterien zur Verfügung gestellt werden. Das in der Kulturbrühe enthaltene GPO wird im allgemeinen jedoch verwendet, nachdem die Zellen durch Filtration, Zentrifugieren oder ähnliche Maßnahmen abgetrennt wurden. Falls GPO innerhalb der Zellen enthalten ist, werden die Zellen zunächst mittels Filtration oder Zentrifugieren abgetrennt. Die gesammelten Zellen werden anschließend verdaut, und zwar entweder durch mechanische Mittel oder durch enzymatische Mittel unter Verwendung von Lysozym oder dergl. Zu den verdauten Bakterien wird ein Chelatisierungsmittel, wie EDTA und/oder ein geeignetes Surfaktans zugegeben, sofern dies erforderlich ist, um GPO zu solubilisieren und eine Sammlung der GPO als wäßrige Lösung zu ermöglichen.
Die so erhaltenen Lösungen mit einem Gehalt an GPO werden dann durch Eindampfen im Vakuum oder unter Verwendung eines Filters kondensiert und einer Aussalzbehandlung mit Ammoniumsulfat, Natriumsulfat oder dergl. unterworfen oder einer fraktionierten Fällung unterzogen unter Verwendung eines hydrophilen, organischen Lösungsmittels, wie Methanol, Ethanol, Aceton oder dergl. Das Präzipitat wird in Wasser aufgelöst und die Lösung wird durch eine semi-permeable Membran dialysiert, um niedermolekulargewichtige Verunreinigungen zu eliminieren. Als Alternative kann man das Präzipitat durch Gelfiltration, Chromatographie, Ionenaustausch-Chromatographie oder dergl. reinigen und raffinieren. Gereinigte GPO wird aus den GPO enthaltenden Lösungen, die unter Verwendung der obigen verschiedenen Maßnahmen erhalten wurde, durch Vakuumeindampfung, Gefriertrocknung oder dergl. gewonnen.
Die Aktivität der so hergestellten GPO wird gemäß dem folgenden Verfahren bestimmt:
Reaktionsgemisch:
200 mM PIPES-NaOH-Puffer (pH 6,5)
300 mM L-a -Glycerophosphat
5 E/ml Peroxidase
1,5 mM 4-Aminoantipirin
0,05% Triton X-100
1,0 mM DAOS [3,5-Dimethoxy-N-ethyl-N-(2-hydroxy-3-sulfopropyl)- anilin-natriumsalz].
Gibt 1,0 ml der Reaktionsmischung in ein Reagenzglas und stelle die Temperatur auf 37°C ein. Gibt 0,02 ml Enzymlösung zu und inkubiere 5 min bei 37°C. Beende die Reaktion durch Zusatz von 2,0 ml 0,5% SDS und bestimme die Absorption bei 600 nm (As). Wiederhole das Verfahren unter Verwendung von Verdünnungswasser anstelle der Enzymlösung (Ab). Die Aktivität der Substanz zur Erzeugung von 1 μMol Wasserstoffperoxid/min wird als 1 Einheit (E) gemäß der folgenden Gleichung ausgedrückt:
Dabei bedeutet Δ A = As - Ab, 16,6 ist der molekulare Extinktionskoeffizient für den Chinon-Farbstoff (cm2/ μMol) und X bedeutet die Konzentration von GPO in der Enzymlösung (mg/ml).
In der vorliegenden Anmeldung werden Aminosäuren, Peptide, Nucleinsäuren und Nucleinsäure-verwandte Verbindungen nach den herkömmlichen Standards abgekürzt. Einige Beispiele für die benutzten Abkürzungen sind nachstehend aufgeführt. Alle Bezeichnungen der Aminosäuren beziehen sich auf die L-Isomeren.
DNA - Desoxyribonucleinsäure
RNA - Ribonucleinsäure
A - Adenin
T - Thymin
G - Guanin
C - Cytosin
Ala - Alanin
Arg - Arginin
Asn - Asparagin
Asp - Aspartat
Cys - Cystein
Gln - Glutamin
Glu - Glutamat
Gly - Glycin
His - Histidin
Ile - Isoleucin
Leu - Leucin
Lys - Lysin
Met - Methionin
Phe - Phenylalanin
Pro - Prolin
Ser - Serin
Thr - Threonin
Trp - Trpyophan
Typ - Tyrosin
Val - Valin
Im folgenden wird die Erfindung anhand von beispielhaften Ausführungsformen näher erläutert, ohne daß damit eine Beschränkung der Erfindung beabsichtigt ist.
Beispiele Beispiel 1 Herstellung von chromosomaler DNA
Eine chromosomale DNA wird hergestellt aus dem Stamm Streptococcus sp. GPOS-53 (FERM BP-2120) unter Anwendung des folgenden Verfahrens. Der Stamm wird unter Schütteln über Nacht bei 37°C in 150 ml Hirn-Herz-Infusionsmedium (hergestellt von Difco Co.; im folgenden als BHI-Medium abgekürzt) kultiviert. Die kultivierte Brühe wird 10 min bei 3000 U/min zentrifugiert, um die Zellen zu sammeln. Die Zellen werden in 5 ml einer Lösung suspendiert, enthaltend 10% Saccharose, 50 mM Tris-Chlorwasserstoffsäure (pH 8,0) und 50 mM EDTA. Zu der Suspension gibt man 1 ml Lysozymlösung (10 mg/ml) und inkubiert das Gemisch 15 min bei 37°C. Dann erfolgt die Zugabe von 1 ml 10% SDS (Natriumdodecylsulfat). Zu der erhaltenen Suspension gibt man ein gleiches Volumen eines gemischten Lösungsmittels von Chloroform und Phenol (1/1). Das Gemisch wird gerührt und 3 min bei 10 000 U/ min zentrifugiert, um das Wasser und die Lösungsmittelschichten zu trennen. Zu der abgetrennten Wasserschicht gibt man langsam ein zweifaches Volumen Ethanol und rührt das Gemisch langsam mit einem Glasstab, um auf diese Weise zu bewirken, daß sich die DNA um den Stab wickelt. Die auf diese Weise abgetrennte DNA wird in 10 ml einer Lösung aufgelöst, enthaltend 10 mM Tris-Chlorwasserstoffsäure (pH 8,0) und 1 mM EDTA (eine solche Lösung wird im folgenden als TE bezeichnet). Die Lösung wird mit einem gleichen Volumen des Chloroform-Phenol- Mischlösungsmittels behandelt, und es wird erneut zentrifugiert, um die Wasserschicht abzutrennen. Zu dieser Lösung wird wiederum ein zweifaches Volumen Ethanol zugesetzt, und die DNA wird erneut aus dem Gemisch auf die oben beschriebene Weise abgetrennt. Diese DNA wird dann in 2 ml TE glöst.
Beispiel 2 Herstellung von pACYC 184-Plasmid-DNA
Escherichia coli pM191, welches pACYC 184 trägt [J. Bacteriol, 134, 1141 [1981]; ATCC 37033), wird kultiviert durch Schütteln in 1 l BHI-Medium (Difco Co.). Sobald die Trübung der Brühe einen Wert von OD660 = 1,0 erreicht, wird Spectinomycin zugesetzt bis zu einer Endkonzentration von 300 μg/ml. Das Schütteln der Brühe wird mindestens 16 h bei 37°C fortgesetzt. Nach Beendigung der Schüttelkultivierung wird die Brühe 10 min bei 3000 U/min zentrifugiert, um die Zellen zu sammeln. Die Plasmid-DNA, die aus den Zellen gesammelt wurde, wird gemäß dem Lysozym-SDS-Verfahren und der Cäsiumchlorid- Äthidiumbromid-Methode (Maniatis et al., Molecular Cloning, 86-94, Cold Spring Harbor [1982]) hergestellt.
Beispiel 3 Konstruktion von Plasmid pGPOS1 mit dem L-α -Glycerophosphatoxidase-Gen
(1) 2 μl (etwa 0,5 μg) Streptococcus sp. chromosomaler DNA, die in Beispiel 1 hergestellt wurde, 1 μl einer 10fachen Konzentration an M-Puffer (Maniatis et al., Molecular Cloning, 104, Cold Spring Harbor [1982]), 1 μl Hind III (1,0 E/μl; Takara Shuzo Co., Ltd.) und 6 μl Wasser werden vermischt und 1 h bei 37°C inkubiert, um die Verdauung durchzuführen. Plasmid pACYC 184-DNA (etwa 0,3 μg) wird gesondert verdaut unter Verwendung von Hind III, wobei ein ähnliches Verfahren angewendet wird. Dazu gibt man 0,6 Einheiten alkalische Phosphatase (Takara Shuzo Co., Ltd.; im folgenden als BAP abgekürzt). Das Gemisch wird 1 h bei 65°C inkubiert. Die beiden DNA-Lösungen, die auf die beschriebene Weise mit Hind III verdaut sind, werden zusammengemischt. Zu dieser gemischten DNA-Lösung gibt man 0,1 Volumen 3M Natriumacetat. Anschließend wird die Lösung mit einem gleichen Volumen eines Chloroform- Phenol-Mischlösungsmittels behandelt und zur Abtrennung der Wasserschicht zentrifugiert. Dazu gibt man eine 2fache Menge Ethanol, und die DNA wird mittels Zentrifugieren gefällt und im Vakuum getrocknet. Die getrocknete DNA wird in 89 μl Wasser gelöst. Dazu gibt man 10 μl einer 10fachen Konzentration Ligationspuffer (0,5 M Tris-Chlorwasserstoffsäure [pH 7,6], 0,1 M MgCl2, 0,1 M Dithiothreit, 10 mM Spermidin, 10 mM ATP) und 1 μl T4-DNA-Ligase (350 Einheiten; Takara Shuzo Co, Ltd.) und mischt das Ganze. Das Gemisch wird über Nacht bei 4°C stehengelassen. Diese DNA-Lösung wird mit einem Chloroform-Phenol-Gemisch behandelt, und die DNA wird mit Ethanol gefällt, im Vakuum getrocknet und in 10 μl TE aufgelöst.
(2) Escherichia coli DH 1 (J. Molecular Biology, 557, [1983]; von Genetic Stock Center, Yale University Medical Department) wird in 100 ml BHI-Medium kultiviert, während der logarithmischen Wachstumsphase durch Zentrifugieren gesammelt (10 000 U/min, 2 min) und in 40 ml einer eisgekühlten Lösung suspendiert, die 30 mM Kaliumacetat, 100 mM RbCl, 10 mM CaCl2, 50 mM MnCl2 und 15% Glycerin (pH 5,8) enthält. Die Suspension wird 5 min bei 0°C stehengelassen und die Suspension wird zentrifugiert, um den Überstand zu entfernen. Die Zellen werden in 4 ml einer Lösung suspendiert, die 10 mM MOPS- Puffer (Dotite Co.), 75 mM CaCl2, 10 mM RbCl und 15% Glycerin (pH 6,5) enthält. Die Suspension wird 5 min bei 0°C belassen, um Kompetentzellen zu erhalten.
(3) Zu 200 μl der Zellsuspension gibt man 10 μl der in Stufe (1) hergestellten DNA-Lösung. Nachdem das Gemisch 30 min bei 0°C gestanden hat, gibt man 1 ml BHI- Medium zu und bewahrt das Gemisch 90 min bei 37°C auf. Ein Aliquot der Mischung (0,1 ml) wird auf einer BHI- Agarplatte ausgebreitet, welche 25 μg/ml Chloramphenicol enthält. Man kultiviert über Nacht bei 37°C, um Transformanten zu erzeugen. Die Transformanten werden auf einer GPOS-Mediumplatte repliziert (Zusammensetzung: 5 g Pepton, 2 g Fleischextrakt, 5 g Hefeextrakt, 1 g NaCl, 1 g K2HPO4, 0,56 MgSO4, 500 IE Peroxidase, 0,1 g Dianisidin, 15 g Kalium-glycerophosphat, 15 g Agar, 1 l destilliertes Wasser; pH 7,0) und über Nacht bei 37°C kultiviert.
Etwa 5000 der auf diese Weise hergestellten Transformanten werden untersucht, wobei man 4 Kolonien mit schwarzgefärbten (charcoal-colored)-Peripherien ermittelt. Einer dieser vier Stämme wird als Escherichia coli DHI pGPOS1 bezeichnet (hinterlegt bei Fermentation Research Institute, Agency of Industrial Science and Technology; Hinterlegungs-Nr. 9493, FERM-BP-2133). Dieser Stamm wird nach Reinigung in BHI-Medium über Nacht bei 37°C kultiviert, um dessen GPO-Produktivität gemäß dem oben beschriebenen Meßverfahren zur Bestimmung der GPO-Aktivität zu messen. Man findet eine GPO-Aktivität von 0,5 E/ml.
Die in dem Stamm enthaltene Plasmid-DNA wird nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 2 abgetrennt. Das Plasmid, welches das GPO-Gen enthält und das pACYC 184- Gen, wird als pGPOS1 bezeichnet.
Beispiel 4 Kartierung (Mapping) von pGPOS1 und Bestimmung der Basensequenz des GPO-Gens
pGPOS1-Plasmid DNA wird aus dem Escherichia coli DHI pGPOS1-Stamm auf gleiche Weise hergestellt, wie sie für die Herstellung von pACYC184 angewendet wurde, Ein Schnittplan der so erhaltenen pGPOS1-Plasmid-DNA wird hergestellt unter Verwendung der Endonucleasen BamH I, Bgl II, Cta I, EcoR I, Pst I, Sal I und Xho I (alle von Takara Shuzo Co., Ltd.). Die Ergebnisse sind in Fig. 1 aufgeführt. Die Basensequenz der das GPO-Gen aufweisenden DNA wird mittels der Didesoxy-Methode (Science, 214, 1205-1210 [1981]) unter Verwendung eines M13-Phagen bestimmt. Die Basensequenz des GPO-Gens ist derart, daß in der Formel (I) ATG für X und TAA für Y steht. Die aus der Basensequenz bestimmte Aminosäuresequenz ist derart, daß in der Formel (II) Met für A und -OH für B steht.
Beispiel 5 Herstellung von L-α -Glycerophosphatoxidase unter Verwendung des Stamms Echerichia coli DHI pGPOS1
Escherichia coli DHI pGPOS1 wird in 20 l BHI-Medium unter Verwendung eines Flaschenfermenters 18 h bei 37°C kultiviert. Die so erzeugten Zellen werden durch Zentrifugieren bei 5000 U/min während 10 min gesammelt, mit 2 l physiologischer Salzlösung gewaschen und in 2 l eines 10 mM Phosphatpuffers (pH 7,0) suspendiert. Zu dieser Suspension gibt man Lysozym, EDTA-2Na und Triton X-100 in solchen Mengen zu, daß die jeweiligen Konzentrationen in der Mischung 1 mg/ml, 2 mM bzw. 0,1 betragen. Nach 30minütiger Inkubation bei 37°C wird das Gemisch 10 min bei 5000 U/min zentrifugiert, um die überstehende Lösung abzutrennen.
Die überstehende Lösung (1,9 l) wird einer Aussalzbehandlung mit Ammoniumsulfat (40-60%) unterworfen. Das Präzipitat wird gesammelt. Dieses Präzipitat wird in 200 ml 10 mM Phosphatpuffer (pH 7,0, enthaltend 10 mM FAD), gelöst. Die Lösung wird einer Entsalzungsbehandlung über Sephadex G-25 unterzogen. Aktive Fraktionen werden mittels Ionenaustausch-Chromatographie unter Verwendung von DEAE-Sepharose CL-6B gesammelt, entsalzt und gefriergetrocknet. Man erhält 0,395 g L-α -Glycerophosphatoxidase in Pulverform (40 E/mg, Ausbeute 27%).
Die physikochemischen Eigenschaften der so erhaltenen L-α -Glycerophosphatoxidase sind wie folgt:
  • (a) Wirkung: katalysiert die folgende Reaktion L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2.
  • (b) Substratspezifität: zeigt Substratspezifität für L-α -Glycerophosphat.
  • (c) Optimaler pH: GOP wird bei jedem der folgenden pH-Bereiche umgesetzt: Glycin-Chlorwasserstoffsäure- Puffer (pH 2,0-5,0); Essigsäure-Puffer (pH 4,0-6,0); 3,3-Dimethylglutaminsäure-NaOH-Puffer (pH 5,0-7,0); Phosphat-Puffer (pH 6,0-8,0) und Tris-Chlorwasserstoffsäure- Puffer (pH 7,0-9,0). Man stellt fest, daß der optimale pH im Bereich von 5,5 bis 7,5 liegt.
  • (d) pH-Stabilität: Die Enzymlösungen (5,0 E/ml) werden hergestellt unter Verwendung von 100 mM Essigsäure- (pH 4,0-6,0), 100 mM 3,3-Dimethylglutaminsäure- NaOH-(pH 5,0-7,0), 100 mM Phosphat-(pH 6,0-8,0) und 100 mM Tris-Chlorwasserstoffsäure-Puffer (pH 7,0-9,0), alle bei 100 mM. Jede Lösung wird 5 min bei 50°C inkubiert, um die Restaktivität des Enzyms zu bestimmen. Man findet, daß das Enzym bei einem pH von 6,0 bis 8,0 stabil ist.
  • (e) Km-Wert: 5,5 ±0,5 mM (für L-α -Glycerophosphat).
  • (f) Isoelektrischer Punkt: 4,0 ±0,5 (bestimmt durch eine fokussierende Elektrophorese unter Verwendung eines Ampholin-Trägers).
  • (g) Thermische Stabilität: Die unter Verwendung von 0,1 M Phosphatpuffer (pH 6,5) hergestellten Enzymlösungen (5,0 E/ml) werden 5 min bei verschiedenen Temperaturen inkubiert. Die Restaktivität jeder Lösung wird bestimmt. Man findet, daß das Enzym bis zu 40°C 100% Aktivität zeigt.
  • (i) Langzeit-Enzymstabilität: Enzymlösungen (5,0 E/ml) werden unter Verwendung von 0,1 M MES-NaOH- Puffer (pH 6,5) hergestellt und bei 37°C während unterschiedlicher Zeitspannen inkubiert. Bei der Messung der Restaktivität stellt man fest, daß das Enzym nach 24 h mindestens 90% Aktivität aufweist. Diese Stabilität in Lösung repräsentiert die Stabilität des Enzyms unter Bedingungen, wie sie bei der tatsächlichen klinischen Diagnose auftreten, und zeigt, daß das Enzym äußerst brauchbar ist.
Die Verwendung der DNA und des erfindungsgemäßen Transformanten gewährleistet eine effiziente Produktion von L-α -Glycerophosphatoxidase, ohne daß es erforderlich ist, GPO-induzierende Substanzen, wie Glycerin, Ascorbinsäure oder dergl., zuzusetzen. Darüber hinaus hat die Erfindung zur Aufklärung der Merkmale des GPO-Gens geführt.

Claims (16)

1. DNA mit einer Basensequenz, die für eine Aminosäuresequenz eines Polypeptids codiert, das L-α -Glycerophosphatoxidase aufbaut.
2. DNA gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die L-α -Glycerophosphatoxidase die folgenden physiko- chemischen Eigenschaften aufweist:
  • (a) Wirkung: katalysiert die folgende Reaktion L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2;
  • (b) Substratspezifität: zeigt Substratspezifität für L-α -Glycerophosphat;
  • (c) optimaler pH. 5,5 bis 7,5;
  • (d) pH-Stabilität: stabil bei pH 6,0 bis 8,0.
3. DNA gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aminosäuresequenz des Polypeptids, welches die L-α -Glycerophosphatoxidase aufbaut, beginnend von dem N-Ende, wie folgt ist: wobei A für einen Aminosäurerest oder ein Wasserstoffatom steht und B einen Aminosäurerest oder eine -OH- Gruppe bedeutet.
4. DNA gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basensequenz der DNA, beginnend von dem 5′-Ende, wie folgt ist: wobei X für ein Codon steht, das nicht TAA, TAG oder TGA ist, oder für eine 5′-Endgruppe und Y ein Codon oder eine 3′-Endgruppe wiedergibt.
5. Transformant mit einer DNA, welche in bezug auf den Wirts-Mikroorganismus fremd ist und eine Basensequenz umfaßt, welche für eine Aminosäuresequenz eines Polypeptids codiert, welches L-α -Glycerophosphatoxidase aufbaut.
6. Transformant gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die L-α -Glycerophosphatoxidase die folgenden physiko-chemischen Eigenschaften aufweist:
  • (a) Wirkung: katalysiert die folgende Reaktion L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2;
  • (b) Substrat-Spezifität: zeigt Substratspezifität für L-α -Glycerophosphat;
  • (c) optimaler pH 5,5 bis 7,5;
  • (d) pH-Stabilität: stabil bei pH 6,0 bis 8,0.
7. Transformant gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aminosäuresequenz des Polypeptids, welches die L-α -Glycerophosphatoxidase aufbaut, beginnend vom N-Ende, wie folgt ist: wobei A für einen Aminosäurerest oder ein Wasserstoffatom steht und B einen Aminosäurerest oder eine -OH- Gruppe bedeutet.
8. Transformant gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Basensequenz der DNA, beginnend vom 5′-Ende, wie folgt ist: wobei X für ein Codon mit Ausnahme von TAA, TAG oder TGA oder eine 5′-Endgruppe steht und Y ein Codon oder eine 3′-Endgruppe bedeutet.
9. Transformant gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß er zur Gattung Escherichia coli gehört.
10. Transformant gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um den Stamm Escherichia coli DHI pGPOS1 (FERM BP-2133) handelt.
11. Polypeptid, welches L-α -Glycerophosphatoxidase aufbaut, das durch eine Aminosäuresequenz ausgedrückt wird, welche, beginnend vom N-Ende, wie folgt ist: wobei A für einen Aminosäurerest oder ein Wasserstoffatom steht und B einen Aminosäurerest oder eine -OH- Gruppe wiedergibt.
12. L-α -Glycerophosphatoxidase mit den folgenden physiko-chemischen Eigenschaften:
  • (a) Wirkung: katalysiert die folgende Reaktion L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2;
  • (b) Substratspezifität: zeigt Substratspezifität für L-α -Glycerophosphat;
  • (c) optimaler pH: 5,5 bis 7,5;
  • (d) pH-Stabilität: stabil bei pH 6,0 bis 8,0;
  • (e) Km-Wert: 5,5 ±0,5 mM (für L-α -Glycerophosphat);
  • (f) isoelektrischer Punkt: pH 4,0 ±0,5;
  • (g) Molekulargewicht: 195 000 ±10 000 (basierend auf der Gelfiltrationsmethode);
  • (h) Wärmestabilität: stabil bei Temperaturen unter 40°C;
  • (i) Langzeit-Enzymstabilität: behält eine Restaktivität von 90% oder mehr während 24 Stunden bei, wenn die Substanz in MES-NaOH-Puffer (pH 6,5) bei 37°C belassen wird.
13. Verfahren zur Herstellung von L-α -Glycerophosphatoxidase, umfassend die Kultivierung des Transformanten, wie er in Anspruch 5 definiert ist, um zu bewirken, daß der Transformant die genetische Information der DNA, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, weitergibt, und Sammlung des Polypeptids, welches einen Bestandteil der L-α -Glycerophosphatoxidase darstellt.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die L-α -Glycerophosphatoxidase die folgenden physiko-chemischen Eigenschaften aufweist:
  • (a) Wirkung: katalysiert die folgende Reaktion L-α -Glycerophosphat + O2 → Dihydroxyacetonphosphat + H2O2;
  • (b) Substratspezifität: zeigt eine Substratspezifität für L-α -Glycerophosphat;
  • (c) optimaler pH: 5,5 bis 7,5;
  • (d) pH-Stabilität: stabil bei pH 6,0 bis 8,0.
15. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die DNA, welche eine Basensequenz umfaßt, die für die Aminosäuresequenz eines Polypeptids codiert, das L-a -Glycerophosphatoxidase aufbaut, eine DNA ist, die aus einem L-α -Glycerophosphatoxidase erzeugenden Mikroorganismus stammt, der zur Gattung Streptococcus gehört.
16. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirts-Bakterium ein Mikroorganismus der Gattung Escherichia coli ist.
DE3842090A 1987-12-15 1988-12-14 DNA mit der genetischen Information von L-alpha-Glycerophosphatoxidase und deren Anwendung Expired - Fee Related DE3842090C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP31712987 1987-12-15

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3842090A1 true DE3842090A1 (de) 1989-07-13
DE3842090C2 DE3842090C2 (de) 1995-12-07

Family

ID=18084761

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3842090A Expired - Fee Related DE3842090C2 (de) 1987-12-15 1988-12-14 DNA mit der genetischen Information von L-alpha-Glycerophosphatoxidase und deren Anwendung

Country Status (5)

Country Link
US (1) US4960877A (de)
DE (1) DE3842090C2 (de)
FR (1) FR2624523B1 (de)
GB (1) GB2213822B (de)
IT (1) IT1235167B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1138769A1 (de) * 1998-09-30 2001-10-04 Amano Pharmaceutical Co., Ltd. Rekombinante L-alpha-Glycerophosphat-Oxydase Gene,und Verfahren zu deren Herstellung

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2000069976A (ja) * 1998-09-02 2000-03-07 Ajinomoto Co Inc メタノール脱水素酵素の新規活性促進因子及びその遺伝子
US7687039B2 (en) * 1998-10-28 2010-03-30 Covaris, Inc. Methods and systems for modulating acoustic energy delivery
EP1925359A1 (de) 2006-11-22 2008-05-28 Covaris, Inc. Verfahren und Vorrichtungen zur Behandlung von Proben mit akustischer Energie zur Bildung von Partikeln

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4166005A (en) * 1976-12-10 1979-08-28 Eastman Kodak Company Process for the production of α-glycerophosphate oxidase
CA1095447A (en) * 1976-12-10 1981-02-10 Prakash S. Masurekar Process for the production of a-glycero-phosphate oxidase
JPS6022915B2 (ja) * 1978-07-20 1985-06-04 東洋醸造株式会社 L−α−グリセロリン酸オキシダ−ゼの製造法
JPS58165789A (ja) * 1982-03-25 1983-09-30 Toyobo Co Ltd α−グリセロリン酸オキシダ−ゼの製造法
US4463095A (en) * 1982-11-26 1984-07-31 Toyo Boseki Kabushiki Kaisha Process for producing α-glycerophosphate oxidase

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Arch. Biochem. Biophys. 88, S. 250-255, 1960 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1138769A1 (de) * 1998-09-30 2001-10-04 Amano Pharmaceutical Co., Ltd. Rekombinante L-alpha-Glycerophosphat-Oxydase Gene,und Verfahren zu deren Herstellung
US6303357B1 (en) 1998-09-30 2001-10-16 Amano Pharmaceutical Co., Ltd. L-α-glycerophosphate oxidase gene, recombinant DNA, and method for producing modified L-α-glycerophosphate oxidase gene

Also Published As

Publication number Publication date
IT8848639A0 (it) 1988-12-13
US4960877A (en) 1990-10-02
IT1235167B (it) 1992-06-22
GB8828024D0 (en) 1989-01-05
GB2213822A (en) 1989-08-23
GB2213822B (en) 1991-12-18
DE3842090C2 (de) 1995-12-07
FR2624523B1 (fr) 1994-12-02
FR2624523A1 (fr) 1989-06-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60128824T2 (de) Neue glucosedehydrogenase und verfahren zur herstellung der dehydrogenase
DE69838434T2 (de) Luziferase und verfahren zur bestimmung von intrazellulärem atp unter verwendung derselben
DE19610984A1 (de) Alkohol-Dehydrogenase und deren Verwendung zur enzymatischen Herstellung chiraler Hydroxyverbindungen
DE3686597T2 (de) Uricase und verfahren zu deren herstellung.
DE69431464T2 (de) Milchsäurebakterien und Sauermilchprodukt
DE3942129C2 (de) Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Gen
DE2911481C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Pyruvatoxidase
DE68924761T2 (de) Neue coenzym unabhängige l-sorbosone dehydrogenase.
DE69110386T2 (de) Glukose Dehydrogenase und Verfahren zu deren Herstellung.
DE3931716C2 (de) Rekombinante DNA, eine sie enthaltende Transformante und ein Verfahren zur Herstellung von wärmestabiler Glucosedehydrogenase und ihre Verwendung
DE69636649T2 (de) Für einen Endoglycoceramidase-Aktivator kodierendes Gen
DE3603257A1 (de) Thermostabile bilirubin-oxidase und verfahren zur herstellung derselben
DE60316424T2 (de) Beta-untereinheit von glucosedehydrogenase und diese kodierende dna
DE3842090C2 (de) DNA mit der genetischen Information von L-alpha-Glycerophosphatoxidase und deren Anwendung
DE69329164T2 (de) Protein mit Alpha-Glukosidase-Aktivität, DNS mit dessen genetischer Information und Herstellung von Alpha-Glukosidase
DE3600563C2 (de)
CH645668A5 (de) Verfahren zur herstellung von sarcosinoxidase.
DE4445084B4 (de) Neue Kreatinamidinohydrolase und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3024915C2 (de)
DE3931399A1 (de) N-acetylhexosamin-dehydrogenase, verfahren zu deren herstellung, verfahren zur quantitativen analyse von n-acetylglucosamin oder n-acetylgalactosamin unter verwendung derselben, sowie kit fuer die quantitative analyse
DE69014549T2 (de) Enzyme aus dem bacillus pabuli zum abbau der zellwand.
DE4032287C2 (de)
DE68916926T2 (de) DNS mit Lactat-Oxydase genetischer Information.
DE3888989T2 (de) Stamm des Genus Thermus, neue Beta-galaktosidase und Verfahren zu dessen Herstellung.
DE69920470T2 (de) Neuartiges gen und transformant, welcher dieses beinhaltet

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8125 Change of the main classification

Ipc: C12N 15/53

8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: ASAHI KASEI KOGYO K.K., OSAKA, JP

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee