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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Cytochrom C, das eine Glucosedehydrogenase-β-Untereinheit bildet,
eine das Cytochrom C kodierende DNS und ihre Verwendung. Die Glucosedehydrogenase
ist als Glucosesensor unter Verwendung einer Enzymelektrode oder Ähnlichem
nützlich.
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Stand der Technik
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Ein
Enzym, welches mit einem bestimmten Substrat spezifisch reagiert,
nutzende Biosensoren werden in verschiedenen industriellen Bereichen
aktiv entwickelt. So werden für
einen Glucosesensor, der einer dieser Biosensoren ist, hauptsächlich in
der Medizin insbesondere Messverfahren und Vorrichtungen unter Verwendung
solcher Verfahren aktiv entwickelt. Z.B. hat der Glucosesensor eine
etwa 40-jährige
Geschichte, seit Clark und Lyons 1962 erstmals über einen Biosensor berichteten,
der Glucoseoxidase und eine Sauerstoffelektrode in Kombination einschloss
(Ref.: Clark, J. und Lyonas C.: „Elektrode Systems for continous
monitoring in cardiovascular surgery.", Ann.n.y. Acad. Sci., 105: 20-45).
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Damit
hat die Verwendung von Glucoseoxidase als ein Enzym für den Glucosesensor
eine lange Geschichte. Der Grund ist, dass Glucoseoxidase eine hohe
Substratspezifität
für Glucose
und hervorragende thermische Stabilität hat, dieses Enzym weiterhin
in großem
Maßstab
hergestellt werden kann und seine Herstellungskosten geringer als
diejenigen anderer Enzyme sind. Die hohe Substratspezifität bedeutet,
dass dieses Enzym nicht mit anderen Sacchariden als Glucose reagiert
und das hat den Vorteil, dass eine genaue Messung ohne Fehler der
Messwerte erzielt werden kann. Weiterhin bedeutet hervorragende
thermische Stabilität, dass
Probleme hinsichtlich Denaturierung des Enzyms oder Inaktivierung
seiner enzymatischen Aktivität
auf Grund von Wärme
vermieden werden können.
was den Vorteil hat, dass über
einen langen Zeitraum eine genaue Messung durchgeführt werden
kann.
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Obwohl
Glucoseoxidase Vorteile wie die oben beschriebenen hat, besteht
jedoch das Problem, dass das Enzym durch gelösten Sauerstoff beeinflusst
wird und das beeinflusst die Messergebnisse.
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Zwischenzeitlich
ist auch zusätzlich
zu Glucoseoxidase ein Glucosesensor, der Glucosedehydrogenase verwendet
(im Folgenden als „Glucosedehydrogenase" oder „GDH” bezeichnet)
entwickelt worden. Dieses Enzym ist auch in Mikroorganismen zu finden.
Z.B. sind eine von Bacillus (EC 1.1.1.47) stammende Glucosedehydrogenase
und eine von Cryptococcus (EC 1.1.1.119) stammende Glucosedehydrogenase
bekannt.
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Die
erstere Glucosedehydrogenase (EC 1.1.1.47) ist ein Enzym, das die
Reaktion von β-D-Glucose + NAD(P)+ → D-δ-Gluconolacton
+ NAD(P)H + H+ katalysiert und die letztere
Glucosedehydrogenase ist ein Enzym, das eine Reaktion von D-Glucose
+ NADP+ → D-δ-Gluconolacton + NADPH + H+ katalysiert. Die vorgenannten von Mikroorganismen
stammenden Glucosedehydrogenasen werden bereits vermarktet.
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Diese
Glucosedehydrogenasen haben den Vorteil, dass sie nicht durch in
einer zu messenden Probe gelösten
Sauerstoff beeinflusst wird. Das hat den Vorteil, dass genaue Messungen
erzielt werden können, ohne
dass Fehler in den Messergebnissen verursacht werden, selbst dann,
wenn die Messung in einer Umgebung mit niedrigem Sauerstoffpartialdruck
durchgeführt
werden, oder wenn eine hochkonzentrierte Probe für die Messung verwendet wird,
bei der eine große
Sauerstoffmenge nötig
ist.
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Obwohl
konventionelle Glucosedehydrogenase nicht durch gelösten Sauerstoff
beeinflusst wird, gibt es jedoch Probleme durch geringe thermische
Stabilität
und eine Substratspezifität,
die schlechter als diejenige von Glucoseoxidase ist. Als Enzym zur
Verwendung in einem Sensor war ein Enzym erwünscht, das die Nachteile sowohl
von Glucoseoxidase wie auch von Glucosedehydrogenase überwindet.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung berichteten über Ergebnisse ihrer Studien über GDH,
bei denen sie Proben verwendeten, die aus Böden in der Nähe heißer Quellen
gewonnen wurden, in Sode, K., Tsugawa, W., Yamazaki, T., Watanabe,
M., Ogasawara, N. und Tanaka, M.: Enzyme Microb. Technol. 19, 82-85 (1996);
Yamazaki, T., Tsugawa, W. und Sode, K.: Appli. Biochemi. and Biotec.,
77-79/0325 (1999) und Yamazaki, T., Tsugawa, W. und Sode, K.; Biotec.
Lett., 21, 199-202 (1999). Die Mikroorganismen in solchen Proben produzieren
eine Coenzym-bindende GDH und die enzymatischen Eigenschaften wie
optimale Reaktionstemperatur, thermische Stabilität und Substratspezifität waren
bereits klar (s. die vorgenannten Dokumente). Dieses Enzym ist ein
hetero-oligomeres Enzym, das aus einer Katalysator-Untereinheit
mit großem
thermischem Widerstand (α-Untereinheit),
einer Elektronen übertragenden
Untereinheit (β-Untereinheit)
und einer γ-Untereinheit
mit einer unbekannten Funktion besteht, und seine Aktivitätspeaks
wurden bei 45°C
und 75°C,
respektive, beobachtet. Weiterhin wurden die Gene für die γ und die α-Untereinheit
geklont, und es wurde aufgeklärt, dass der
vorgenannten Mikroorganismus zu Burkhorderia cepacia gehört und die
N-ständige
Aminosäuresequenz
der β-Untereinheit
wurde aufgeklärt
(Ken Inose, Tokyo Agricultural Engineering Master's Thesis (2001)). Die
Struktur der β-Untereinheit
ist jedoch nicht bereichtet worden.
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Kondo
und Hirnouchi (Appl. Environ. Microbiol. (1997) Vol 63(3):1131-8)
offenbaren die Charakterisierung der Gene, die die aus drei Komponenten
bestehende, membrangebundene Alkoholdehydrogenase aus Gluconobacter
suboxydans kodieren, und ihre Expression in Acetobacter pasteurianus.
Die aus drei Komponenten bestehende, membrangebundene Alkoholdehydrogenase
(ADH) aus Gluconobacter suboxydans IFO12528 wurde gereinigt und
die NH2-ständige Aminosäuresequenz
jeder Untereinheit wurde bestimmt. Auf der Grundlage der Aminosäuresequenzen
wurden die Gene adhA, das die 72-kDa-Dehydrogenase kodiert, adhB,
das das 44-kDa-Cytochtom c-553 kodiert (ein CO-bindendes Cytochrom
c) und adhS, das ein 15-kDa-Gen kodiert, geklont, und die Aminosäuresequenzen
ihrer Produkte wurden von den Nukleinsäuresequenzen abgeleitet. Die
Dehydrogenase- und Cytochromgene wurden mit derselbem Transkriptionspolarität wie im
Falle von Acetobacter, einer anderen Art von Essigsäurebakterien,
geclustert. Diese AdhA- und AdhB-Untereinheiten zeigten Ähnlichkeiten
in der Aminosäuresequenz
zu derjenigen von Acetobacter spp., während AdhS keine Ähnlichkeit
zur entsprechenden Untereinheit des ADH-Komplexes von Acetobacter
pasteurianus zeigte. Konsistenterweise konnte adhS von G. suboxydans
einen Defekt in der entsprechenden Untereinheit von A. pasteurianus
nicht ergänzen.
Wenn der adhA-adhB-Gencluster von G. suboxydans in einer Mutante
von A. pasteurianus mit ADH-Defekt exprimiert wurde, zeigte der
Transformant bestimmte ADH-Aktivität. Der ADH-Komplex
wurde bis fast zur Homogenität
aufgereinigt und er bestand aus zwei Untereinheiten: die von G.
suboxydans stammenden Dehydrogenase- und die Cytochrom c-Untereinheiten,
ohne irgendeine andere Untereinheit. Diese Daten legten nahe, dass
AdhS, die kleinste Untereinheit von ADH, von G. suboxydans für die ADH-Aktivität in A.
pasteurianus nicht essentiell ist, im Gegensatz zur essenziellen
Rolle von A. pasteurianus AdhS, welches für die korrekte Anordnung der
Dehydrogenase- und Cytochrom c-Untereinheiten auf der Membran notwendig
ist.
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Offenlegung der Erfindung
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine DNS zur Verfügung zu
stellen, die eine GDH-β-Untereinheit
eines zur Burkhorderia-Art gehörenden
Mirkoorganismus kodiert, und ein Verfahren zur Verwendung der DNS.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben die Studien an GDH des
Burkhorderia cepacia KS1-Stammes weiter vorangetrieben und hatten
Erfolg, eine DNS zu isolieren, die eine GDH-β-Untereinheit kodiert, womit
sie die vorliegende Erfindung gemacht haben.
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Das
heißt,
dass die vorliegende Erfindung folgendermaßen beschrieben werden kann:
- (1) DNS, die ein durch (A) oder (B) definiertes
Protein kodiert:
(A) Protein, das mindestens die aus den Aminosäuren 23
bis 425 der SEQ ID Nr. 16 bestehende Aminosäuresequenz umfasst;
(B)
Protein, das mindestens die aus den Aminosäuren 23 bis 425 der SEQ ID
Nr. 16 bestehende Aminosäuresequenz
einschließlich
Substitution, Deletion, Insertion oder Addition von einem bis 20
Aminosäureresten
umfasst.
- 2. DNS nach Punkt (1), wobei die DNS durch (a) oder (b) definiert
ist:
(a) DNS, die die Nukleotidsequenz, die aus den Nukleotiden
187 bis 1398 der SEQ ID Nr. 15 besteht, umfasst;
(b) DNS, die
mit der der aus den Nukleotiden 187 bis 1398 der SEQ ID Nr. 15 bestehenden
DNS unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist.
- 3. DNS nach Punkt (2), die darüber hinaus eine aus den Nukleotiden
121 bis 187 der SEQ ID Nr. 15 bestehende Nukleotidsequenz umfasst.
- 4. Rekombinanter Vektor, der die DNS nach einem der Punkte (1)
bis (3) umfasst.
- 5. Transformant, der mit der DNS nach einem der Punkte (1) bis
(3) oder dem rekombinanten Vektor nach Punkt (4) transformiert ist.
- 6. Verfahren zur Herstellung einer Glucosedehydrogenase-β-Untereinheit,
die das Kultivieren des Transformanten nach Punkt (5) zur Herstellung
einer Glucosedehydrogenase-β-Untereinheit
als Expressionsprodukt der DNS und das Gewinnen der hergestellten β-Untereinheit
umfasst.
- 7. DNS nach Punkt (2) oder (3), die weiterhin eine Nukleotidsequenz
umfasst, die eine α-Untereinheit und eine γ-Untereinheit
von Burkhorderia cepacia kodiert.
- 8. Rekombinanter Vektor, der die DNS nach Punkt (7) umfasst.
- 9. Transformant, der mit der DNS nach Punkt (7) oder dem rekombinanten
Vektor nach Punkt (8) transformiert worden ist.
- 10. Verfahren zur Herstellung eines Glucosedehydrogenasekomplexes,
das das Kultivieren des Transformanten nach Punkt (9) zur Herstellung
eines Glucosedehydrogenasekomplexes als Expressionsprodukt der DNS
und Gewinnen des hergestellten Komplexes umfasst.
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Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung genau beschrieben.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben nach einer DNS des Burkhorderia
cepacia KS1-Stammes, die eine GDH-β-Untereinheit kodiert, gesucht
und diese isoliert. Der vorgenannte Stamm wurde am 25. September
2000 an der Internationalen Patent-Organismenhinterlegungsstelle, National
Institute of Advanced Industrial Science and Technology (Central
6, 1-1-1, Higashi 1-chome, Tsukuba-shi, Ibaraki-ken, Japan, Postleitzahl
305-8566) hinterlegt und erhielt die Mikroorgansimenzugriffsnummer
FERM BP-7306. In der vorliegenden Spezifikation wird die die GDH-β-Untereinheit
kodierende DNS manchmal mit „erfindungsgemäße DNS", „Strukturgen
für die β-Untereinheit" oder einfach „β-Untereinheit-Gen" bezeichnet.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben bestätigt, dass vom Burkhorderia
cepacia KS1-Stamm hergestellte GDH ein polymeres Protein ist, das
eine α-Untereinheit, β-Untereinheit und γ-Untereinheit
enthält. Das
erfindungsgemäße Protein
entspricht der β-Untereinheit unter
diesen Untereinheiten. Spektrophotometrische Analysen von GDH zeigen,
dass die Absorptionswellenlänge
einer oxidierten GDH den Absorptionswellenlängen von Alkoholdehydrogenase
und Aldehyddehydrogenase von Gluconobacter sp. und Acetobacter sp. ähneln, die
aus dem Dehydrogenase-Cytochrom c-Komplex bestehen, und diese Absorption
geht durch Wärmebehandlung
verloren. Diese Tatsache und der Unterschied bei der optimalen Reaktionstemperatur
der GDH in Gegenwart und bei Fehlen der β-Untereinheit, wie im Folgenden
beschrieben, legten nahe, dass die β-Untereinheit aus Cytochrom
c besteht.
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Physikalische
und chemische Eigenschaften der obengenannten GDH werden im Folgenden
aufgeführt.
- (1) Funktion: Das Enzym katalysiert die Dehydrogenierungsreaktion
von Glucose
- (2) Das Enzym besteht aus Untereinheiten mit einem Molekülgewicht
von etwa 60 kDa und einem Molekülgewicht
von etwa 43 kDa bei der SDS-Polyacrylamind-Gelelektrophorese unter reduzierenden
Bedingungen.
- (3) Das Enzym hat ein Molekülgewicht
von etwa 380 kDa bei der Gelfiltrationschromatographie unter Verwendung
von TSK Gel G300SW (hergestellt von der Tosoh Corporation).
- (4) Optimale Reaktionstemperatur: etwa 45°C (Tris-HCl-Puffer, pH 8,0).
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Die
physikalischen und chemischen Eigenschaften der α-Untereinheit alleine sind im
Folgenden dargestellt:
- (1)': Das Protein hat Glucosedehydrogenaseaktivität.
- (2)': Das Protein
hat ein Molekülgewicht
von etwa 60 kDa bei der SDS-Polyacrylamind-Gelelektrophorese unter reduzierenden
Bedingungen.
- (3)': Optimale
Reaktionstemperatur: etwa 75°C
(Tris-HCl-Puffer, pH 8,0)
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Die β-Untereinheit
kann zusammen mit anderen Untereinheiten aus einer Kultur des Burkhorderia
cepacia KS1-Stammes durch Aufreinigen eines GDH-Komplexes unter
Verwendung der GDH-Aktivität
als Index gewonnen werden. Die GDH-Aktivität kann auf dieselbe Weise wie
bei den bekannten GDH-Messverfahren gemessen werden. Speziell kann
die Messung folgendermaßen
durchgeführt
werden: Ein 10 mM Kaliumphosphatpuffer (pH 7,0), der 594 μM 1-Methoxiphenazinmethosulfat
(mPMS) und 5,94 μM
2,6-Dichlorphenolindophenol
(DCIP) enthält,
wird zu einer Enzymprobe und Glucose als Substrat zugegeben und
das Gemisch wird bei 37°C
inkubiert. Eine Veränderung
der Absorption von DCIP bei 600 nm wird unter Verwendung eines Spektrophotometers
verfolgt und die Abklingrate der Absorption wird als Enzymreaktionsrate
definiert.
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Zusätzlich kann
die β-Untereinheit
auch, weil die Nukleotidsequenz eines die β-Untereinheit kodierenden Gens
(SEQ ID Nr. 15) in der vorliegenden Erfindung bestimmt worden ist,
durch Expression einer DNS mit der Nukleotidsequenz oder einer DNS,
die dieselbe Aminosäuresequenz
wie die durch diese DNS kodierte Amonisäuresequenz kodiert, in einem
geeigneten Wirt hergestellt werden. Die Aminosäuresequenz, die durch das offene
Leseraster (ORF) von SEQ ID Nr. 15 kodiert sein kann, ist in SEQ
ID Nr. 16 dargestellt. Die N-ständige
Aminosäuresequenz
einer vom Protein bestimmten β-Untereinheit
war identisch zu den Aminosäuren
23 bis 38 von SEQ ID Nr. 16. Es wird daher angenommen, dass die Aminosäuren 1 bis
22 ein Signalpeptid sind. Es ist auch zu bemerken, dass, obwohl
in den SEQ ID Nr. 15 und 16 der Aminosäurerest 1 als Val beschrieben wird,
eine große
Wahrscheinlichkeit besteht, dass er Met ist, und es besteht auch
eine große
Wahrscheinlichkeit, dass er nach der Translation abgestoßen wird.
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Ergebnisse
von Homologieuntersuchungen der vorgenannten Aminosäuresequenz
durch BLAST zeigten insgesamt große Homologien; eine 65% Homologie
mit einer Cytochrom C-Untereinheit
der von Ralstonia solanacearum stammenden Oxireduktasedehydrogenase,
eine 48% Homologie mit einer Cytochrom C-Untereinheit von von Gluconobacter
oxydans stammender Sorbitoldehydrogenase, eine 44% Homologie mit einer
Cytochrom C-Untereinheit
von von Eriwinia cypripedii stammender Gluconsäuredehydrogenase und eine 55,7%
Homologie bei der Nukleotidsequenz oder eine 46,4% Homologie bei
der Aminosäuresequenz
mit einer Cytochrom C-Untereinheit von von Pantoea citrea stammender
2-Keto-Gluconsäuredehydrogenase.
Weiterhin bewahrten die Aminosäuresequenzen
dieser Cytochrom C-Sorten ein Häm-verknüpfendes
Motiv (SEQ ID Nr. 17). Diese Tatsachen zeigen, dass die erfindungsgemäße β-Untereinheit
Cytochrom C ist.
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Die
erfindungsgemäße β-Untereinheit
kann ein Protein sein, das aus den Aminosäuren 23 bis 425 von SEQ ID
Nr. 16 einschließlich
Substitution, Deletion, Insertion oder Addition von einem bis 20,
vorzugsweise einem bis 10, bevorzugter einem bis 5 Aminosäureresten
in der Aminosäuresequenz
besteht, solange es als eine GDH-β-Untereinheit
wirken kann. Es ist zu bemerken, dass der Begriff „wirkt
als eine GDH-β-Untereinheit" bedeutet „wirkt
als Cytochrom C, ohne die Enzymaktivität der GDH zu beeinträchtigen".
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Die
erfindungsgemäße DNS ist
eine DNS, die die vorgenannte β-Untereinheit
kodiert und z.B. vom Burkhorderia cepacia KS1-Stamm erhalten werden
kann. Die erfindungsgemäße DNS ist
aus chromosomaler DNS des Burkhorderia cepacia KS1-Stammes im Zuge
der Vollendung dieser Erfindung isoliert worden. Die erfindungsgemäße DNS kann
z.B. durch PCR unter Verwendung von Primern mit Nukleotidsequenzen
der SEQ ID Nr. 13 und 14 und der chromosomalen DNS des Burkhorderia
cepacia KS1-Stammes als Templat erhalten werden. Zusätzlich kann
die erfindungsgemäße DNS auch,
weil die Nukleotidsequenz der erfindungsgemäßen DNS und die durch die Nukleotidsequenz
kodierte Aminosäuresequenz
durch die vorliegende Erfindung aufgeklärt wurden, durch Durchführen chemischer
Synthesen auf der Grundlage dieser Sequenzen erhalten werden. Weiterhin
kann die erfindungsgemäße DNS von
chromosomaler DNS des Burkhorderia cepacia KS1-Stammes durch Hybridisierung
unter Verwendung des Oligonukleotides als Sonden, das auf der Grundlage
der vorgenannten Sequenzen hergestellt wurde, erhalten werden. Ähnlich können Varianten
von anderen Stämmen
als Burkhorderia cepacia erhalten werden.
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Die
erfindungsgemäße DNS kann
eine sein, die ein Protein mit einer Aminosäuresequenz kodiert, die aus
den Aminosäuren
23 bis 425 der SEQ ID Nr. 16 besteht, oder eine, die die Aminosäuresequenz
einschließlich
Substitution, Deletion, Insertion oder Addition von einem bis 20,
vorzugsweise einem bis 10, bevorzugter einem bis 5 Aminosäurereste
hat und ein Protein kodiert, das als eine GDH-β-Untereinheit funktioniert.
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Die
erfindungsgemäße DNS schließt speziell
eine DNS mit einer Nukleotidsequenz ein, die aus den Nukleotiden
187 bis 1398 der SEQ ID Nr. 15 besteht. Weiterhin kann die erfindungsgemäße DNS eine
DNS sein, die mit SEQ ID Nr. 15 hybridisiert, oder eine Sonde, die
aus dieser Sequenz unter stringenten Bedingungen hergestellt werden
kann und ein Protein kodiert, das als eine β-Untereinheit funktionieren
kann. Die stringenten Bedingungen schließen solche Bedingungen ein,
bei denen DNS mit einer Homologie von 70% oder darüber, bevorzugter
80% oder darüber,
noch bevorzugter 90% oder darüber
zueinander hybridisieren, speziell Bedingungen von 1 × SSC, 0,1%
SDS und 60°C.
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Die
GDH-β-Untereinheit
kann durch Kultivieren eines Transformanten hergestellt werden,
der die erfindungsgemäße DNS beherbergt,
oder einen die erfindungsgemäße DNS enthaltenden
rekombinanten Vektor, um die GDH-β-Untereinheit
als Expressionsprodukt der DNS herzustellen, und durch Gewinnen
der GDH-β-Untereinheit
aus den Mikroorganismenzellen oder dem Kulturmedium. In diesem Falle
kann die die erfindungsgemäße GDH-β-Untereinheit
kodierende DNS zusammen mit einer eine α-Untereinheit kodierenden DNS oder darüber hinaus
einer eine γ-Untereinheit
kodierenden DNS exprimiert werden, um einen GDH-Komplex herzustellen.
Ein DNS-Fragment, das sequenziell die γ-Untereinheit und die α-Untereinheit
kodiert, kann mittels PCR unter Verwendung von Primern mit den Nukleotidsequenzen
SEQ ID Nr. 18 und 19 erhalten werden.
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Beispiele
für den
Mikroorganismus, der die GDH-β-Untereinheit
oder den GDH-Komplex herstellt, schließen ein: Enterobakterien einschließlich Escherichia
coli, Gram-negative Bakterien wie Pseudomonas und Gluconobacter,
Gram-positive Bakterien einschließlich Bakterien, die zur Bacillus-Art
gehören
wie Bacillus subtilis, Hefen wie Saccharomyces cervisiae und Pilze
wie Aspergillus niger. Jedoch ist der Mikroorganismus nicht auf
diese beschränkt,
und es kann irgendein Mikroorganismus verwendet werden, solange
er ein für
die Herstellung fremder Proteine geeigneter Wirtsmikroorganismus
ist.
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Vektoren,
die zum Klonieren oder Exprimieren der erfindungsgemäßen DNS
verwendet werden, sind geeigneterweise solche, die zur Genrekombination
aus Plasmiden oder Phagen konstruiert worden sind, die sich in den
Wirtsmechanismen autonom replizieren können. Beispiele für Vektoren
für E.
coli schließen pBR322,
pUC18, pUC118, pUC19, pUC119, pTrc99A, pBluescript oder SuperCosl,
welches ein Cosmid ist, ein. Das Überführen der DNS vom Vektor, der
verwendet worden ist, die erfindungsgemäße DNS zu klonieren, in andere
rekombinante, zur Expression geeignete Vektoren, etc., kann einfach
durch Gewinnen der erfindungsgemäßen DNS
von einem rekombinanten Vektor, der die erfindungsgemäße DNS enthält, mit
einem Restriktionsenzym oder dem PCR-Verfahren und sein Legieren
mit einem Vektorfragment durchgeführt werden. Weiterhin kann
die Transformation von Mikroorganismen mit diesen Vektoren mittels
des Kompetenten-Zellen-Verfahrens
durch Behandlung mit Calcium im Falle von zur Escherichia-Art gehörenden Bakterien,
dem Protoplast-Verfahren im Falle von zur Art der Bacillus gehörenden Bakterien,
dem KU-Verfahren oder dem KUR-Verfahren im Falle von Hefen und dem
Mikromanipulationsverfahren im Falle von Pilzen usw. durchgeführt werden.
Zusätzlich
kann auch das Elektroporationsverfahren breit angewandt werden.
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Die
Selektion von Wirtsmechanismen auf der Grundlage der Tatsache, ob
der rekombintante Zielvektor darin eingeführt wurde oder nicht, kann
unter Verwendung eines chemischen Resistenzmarkers des die Ziel-DNS
enthaltenden Vektors oder Ähnlichem
durchgeführt
werden. Z.B. kann ein Mikroorganismus, der in einem selektiven Medium
auf der Grundlage eines chemischen Resistenzmarkers wachsen kann
und GDH herstellt, selektiert werden.
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Was
das Kultivierungsverfahren des Transformanten betrifft, können die
Kultivierungsbedingungen in Anbetracht der Ernährungs- und physiologischen
Eigenschaften des Wirts ausgewählt
werden. In vielen Fällen wird
Flüssigkultur
durchgeführt.
Es ist für
die Industrie vorteilhaft, eine Belüftungskultur unter Schütteln durchzuführen.
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Was
die Nährstoffe
des Mediums anbetrifft, können
diejenigen, die gewöhnlich
bei der Kultivierung von Mikroorganismen verwendet werden, breit
verwendet werden. Als Kohlenstoffquelle kann jede assimilierbare Kohlenstoffquelle
verwendet werden und Beispiele für
die verwendbaren Verbindungen schließen Glucose, Sucrose, Lactose,
Maltose, Lactose, Molasse, Bernsteinsäure usw. ein. Weiterhin können als
Stickstoffquelle alle verwendbaren Stickstoffquellen verwendet werden,
und Beispiele für
die verwendbaren Verbindungen schließen Pepton, Fleischextrakte,
Hefeextrakte, Caseinhydrolysate, alkalische Extrakte von Sojabohnen-Kuchen
usw. ein. Zusätzlich
werden wie nötig
Phosphat, Carbonat, Sulfat, Magnesium-, Calcium-, Kalium-, Eisen-,
Mangan-, Zinksalze usw., bestimmte Aminosäuren, bestimmte Vitamine usw.
verwendet.
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Obwohl
die Kultivierungstemperatur in einem Bereich, in dem ein Bakterium
wächst
und das erfindungsgemäße Protein
produziert, geeignet verändert
werden kann, liegt sie vorzugsweise bei etwa 20°C bis 42°C. Die Kultivierungszeit variiert
etwas in Abhängigkeit
von den Bedingungen. Die Kultivierung kann jedoch zu einer geeigneten
Zeit abgeschlossen werden, von der angenommen wird, dass die maximale
GDH-Ausbeute vorliegt, und die Kultivierungszeit beträgt gewöhnlich 12
bis 72 Stunden. Obwohl der pH-Wert des Mediums in einem Bereich,
in dem ein Bakterium wächst
und das erfindungsgemäße Protein
produziert, geeignet verändert
werden kann, liegt er vorzugsweise im Bereich von etwa pH 6,0 bis
9,0.
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Das
Kultivierungsmedium, das Zellen des in der Kultur das erfindungsgemäße Protein
herstellenden Mikroorganismus enthält, kann gewonnen und so, wie
es vorliegt, verwendet werden. Wenn das erfindungsgemäße Protein
jedoch im Kulturmedium vorliegt, wird das Kulturmedium gewöhnlich auf
konventionelle Weise mittels Filtration, Zentrifugieren oder Ähnlichem
in eine das erfindungsgemäße Protein
enthaltende Lösung und
Mikroorganismenzellen aufgetrennt und dann verwendet. Wenn das erfindungsgemäße Protein
in den Zellen vorliegt, werden die Zellen aus der erhaltenen Kultur
mittels Filtration, Zentrifugieren oder Ähnlichem gewonnen und dann
mittels eines mechanischen Verfahrens oder eines enzymatischen Verfahrens
wie der Verwendung von Lysozym aufgebrochen. Weiterhin werden ein
Chelat bildender Wirkstoff wie EDTA und ein oberflächenaktiver
Stoff zu den Zellen soweit nötig
zugegeben, um das erfindungsgemäße Protein
zu solubilisieren, gefolgt von Isolieren und Gewinnen als eine wässrige Lösung.
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Das
Protein kann aus der so erhaltenen Protein enthaltenden Lösung mittels
z.B. Aufkonzentrieren im Vakuum, Membrankonzentration, Aussalzen
mit Ammoniumsulfat, Natriumsulfat oder Ähnlichem, oder einer fraktionierten
Fällung
mit einem hydrophilen organischen Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol
oder Aceton ausgefällt
werden. Weiterhin sind auch Wärmebehandlung
und Behandlung am isoelektrischen Punkt effektive Reinigungsverfahren.
Dann kann die Reinigung mittels einer geeigneten Kombination von
Gelfiltration unter Verwendung eines Adsorbens, Gelfiltrationswirkstoff,
etc., Absorptionschromatographie, Ionenaustauschchromatographie
und Affinitätschromatographie
durchgeführt
werden, um das gereinigte erfindungsgemäße Protein zu erhalten.
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Eine
aufgereinigte Enzymzubereitung kann durch Isolieren und auf Säulechenchromatographie
basierender Reinigung erhalten werden. Obwohl die aufgereinigte
Enzymzubereitung vorzugsweise soweit aufgereinigt wird, dass bei
der Elektrophorese (SDS-PAGE) eine einzelne Bande erhalten wird,
kann sie eine α-Untereinheit
oder eine γ-Untereinheit
enthalten.
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Das
so erhaltene, gereinigte Enzym kann z.B. durch Gefriertrocknung,
Vakuumtrocknung, Sprühtrocknung
oder Ähnliches
in ein Pulver überführt und
vertrieben werden.
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Der
aus einer erfindungsgemäßen β-Untereinheit, α-Untereinheit
oder wann immer nötig
einer γ-Untereinheit
bestehende GDH-Komplex oder diese enthaltende Transformanten können als
Enzymelektrode eines Glucosesensors verwendet werden. Als Elektrode
kann eine Kohleelektrode, Goldelektrode, Platinelektrode oder Ähnliches
verwendet werden, und die erfindungsgemäße GDH wird auf der Elektrode
immobilisiert. Beispiele für
das Immobilisierungsverfahren schließen ein Verfahren unter Verwendung
eines Vernetzungsreagenzes ein Verfahren zum Einschließen des
Enzyms in eine Polymermatrix, ein Verfahren des Bedeckens des Enzyms
mit einer Dialysemembran, Verfahren der Verwendung eines Photovernetzungspolymers,
leitfähigen
Polymers, Oxidations-Reduktionspolymers
oder Ähnliche
ein. Alternativ kann das Enzym durch Adsorption in einem Polymer
oder auf einer Elektrode zusammen mit einem Elektronenvermittler
für den
ein typisches Beispiel Ferrocen und Derivate Davon sind, immobilisiert
werden, oder diese Verfahren können
in Kombination angewandt werden. Typischerweise wird die erfindungsgemäße Glucosedehydrogenase
unter Verwendung von Glutaraldehyd auf einer Kohleelektrode immobilisiert
und dann wird der Glutaraldehyd durch Behandlung mit einem Reagenz,
das eine Amingruppe hat, blockiert.
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Die
Glucosekonzentration kann wie folgt gemessen werden. In eine thermostatische
Zelle wird ein Puffer gegeben und ein Vermittler wird zugegeben.
Dann wird auf einer konstanten Temperatur gehalten. Als Vermittler
kann Kaliumferricyanid, Phenazinmethosulfat usw. verwendet werden.
Eine Elektrode, auf der das erfindungsgemäße Enzym immobilisiert ist,
wird als Arbeitselektrode verwendet und es werden eine Gegenelektrode
(z.B. Platinelektrode) und eine Referenzelektrode (Silber/Silberchlorid)
verwendet. Nachdem an die Kohleelektrode eine konstante Spannung
angelegt worden ist, um einen stationären Strom zu erhalten, wird
eine Glucose enthaltende Probe zugegeben und der Stromanstieg wird
gemessen. Die Glucosekonzentration in der Probe kann entsprechend
einer Kalibrierkurve berechnet werden, die unter Verwendung von
Glucoselösungen mit
Standardkonzentrationen hergestellt wurde.
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Der
die erfindungsgemäße β-Untereinheit
enthaltende GDH-Komplex kann als ein Bestandteil in einem Assay-Set
für Saccharide
wie Glucose verwendet werden. Typischerweise schließt das Set
zusätzlich zum
GDH-Komplex einen für
das Assay nötigen
Puffer, einen Vermittler, eine Standardlösung von z.B. Glucose zur Herstellung
einer Kalibrierkurve und eine Bedienungsanleitung zur Verwendung
des Sets ein. Das erfindungsgemäße Enzym
kann in unterschiedlichen Formen, z.B. als gefriergetrocknetes Reagenz
oder als Lösung
in einer verwendbaren Vorratslösung
zur Verfügung
gestellt werden.
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Beispiele
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Im
Folgenden wird die Erfindung in Bezug auf Beispiele genau beschrieben.
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Vergleichsbeispiel 1: Isolieren des eine
GDH-α-Untereinheit
kodierenden Gens aus dem Burkhorderia cepacia KS1-Stamm
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<1> Herstellen chromosomaler
DNS aus dem Burkhorderia cepacia KS1-Stamm
-
Auf
herkömmliche
Weise wurde ein chromosomales Gen aus dem Burkhorderia cepacia KS1-Stamm hergestellt.
Das heißt,
der Bakterienstamm wurde bei 34°C
unter Verwendung eines TL-Flüssigmediums
(10 g Polypepton, 1 g Hefeextrakt, 5 g NaCl, 2 g KH2PO4, 5 g Glucose in 1 L, pH-Wert 7,2) geschüttelt. Die
gewachsenen Zellen wurden mittels Zentrifugieren gewonnen. Die Zellen
wurden in einer Lösung
suspendiert, die 10 mM NaCl, 20 mM Tris-HCl (pH 8,0), 1 mM EDTA,
0,5% SDS und 100 μg/mL
Proteinase K enthielt, und bei 50°C
sechs Stunden lang behandelt. Dieses Gemisch wurde zum selben Volumen
Phenol-Chloroform zugegeben und 10 Minuten lang bei Raumtemperatur
gerührt,
und dann wurde der Überstand
durch Zentrifugieren gewonnen. Der Überstand wurde zu Natriumacetat
gegeben, so dass die Endkonzentration 0,3 M betrug, und mit dem
zweifachen Volumen Ethanol überschichtet,
um in der Zwischenschicht chromosomale DNS auszufällen. Die
DNS wurde mit einem Glasstab aufgenommen, mit 70% Ethanol gewaschen
und in einer geeigneten Menge TE-Puffer gelöst, um eine Lösung chromosomaler
DNS zu erhalten.
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<2> Bestimmung der N-ständigen Aminosäuresequenz
der GDH-α-Untereinheit
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Auf
dieselbe Weise wie in Beispiel 2 gereinigte GDH wurde mittels Gefriertrocknung
aufkonzentriert und mittels SDS-Elektrophorese unter Verwendung
von 12,5% Polyacrylamid aufgetrennt, um die α-Untereinheit zu isolieren.
Die so erhaltene α-Untereinheit wurde
auf eine Polyvinylidenfluoridmembran überführt und dann wurde unter Verwendung
eines Aminosäuresequenzbestimmungsgerätes (PPSQ-10,
hergestellt von der Shimadzu Corporation) die N-ständige Aminosäuresequenz
bestimmt. Als Ergebnis wurde gefunden, dass das Enzym eine aus 11
Resten der Aminosäuren
Nr. 2 bis 12 der Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr. 3 bestehende Peptidsequenz enthielt.
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<3> Klonieren eins die α-Untereinheit
kodierenden Gens
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Die
in <1> hergestellte DNS (1 μg) wurde
einem partiellen Abbau mit einem Restriktionsenzym Sau3Al, gefolgt
von einer Behandlung mit alkalischer Kalbsdarm-Phosphatase (CIAP), unterzogen. Getrennt davon
wurde das Cosmid SuperCosl (bezogen von Stratagene), mit BamHI behandelt,
und das DNS-Fragment, das durch den partiellen Abbau des aus dem α-15 Stamm
stammenden chromosomalen DNS-Fragment mit Sau3AI erhalten wurde,
wurde unter Verwendung von T4-DNS-Ligase in SuperCosl eingeführt. E.
coli XL-1 Blue MR (bezogen von Stratagene) wurde mit der erhaltenen
rekombinanten DNS transformiert. Basierend auf einer Neomycin- und
Ampicillinresistenz, die antibiotische Resistenten auf SuperCosl
sind, wurde auf einem LB-Agarmedium, das 10 μg/mL Neomycin und 25 μg/mL Ampicillin
enthielt, ein Transformant selektiert. Der erhaltene Transformant
wurde im flüssigen
LB-Medium kultiviert. Diese Transformantenzellen wurden gewonnen
und in einem Reagenz zur Messung der GDH-Aktivität suspendiert, und es wurde
unter Verwendung der Dehydrogenaseaktivität für Glucose als Index ein Klon
selektiert. Als Ergebnis wurde ein Glucosedehydrogenaseaktivität aufweisender
Klon erhalten.
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<4> Subklonbieren
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Das
Zielgen enthaltende DNS-Fragmente wurden vom in <3> erhaltenen
Cosmid SuperCosl, das das die α-Untereinheit
kodierende Gen enthielt, hergestellt. Die eingeführten Genfragmente wurden unter
Verwendung des Restriktionsenzyms NotI abgespalten. Diese DNS-Fragmente
wurde mit dem Restriktionsenzym XbaI behandelt und in das mit XbaI
abgebaute Plasmid pUC18 eingeführt.
Der E. coli DH5 α-MCR-Stamm
wurde mit dem jeweils das insertierte Fragment enthaltenden Plasmid
pUC18 transformiert und Kulturen, die auf einem 50 μg/mL Ampicillin
enthaltenden LB-Agarmedium erschienen, wurden gewonnen. Die erhaltenen Transformanten
wurden im flüssigen
LM-Medium kultiviert, gefolgt von der Untersuchung im Hinblick auf
die GDH-Aktivität
in den Zellen auf die selbe Weise wie in <3>.
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Als
Ergebnis wurde ein Transformant, der GDH-Aktivität aufwies, erhalten. Das Plasmid
wurde aus diesem Transformanten extrahiert und das eingeführte DNS-Fragment
wurde analysiert. Es wurde als Ergebnis ein Insert von etwa 8,8
kbp bestätigt.
Dieses Plasmid wurde als pKS1 bezeichnet.
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<5> Bestimmung der Nukleotidsequenz
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Es
wurde eine Restriktionsenzymanalyse des in pKS1 eingefügten DNS-Fragments
durchgeführt
und die Nukleotidsequenz des Fragments wurde entsprechend des konventionellen
Verfahrens bestimmt. Als Ergebnis wurde die Sequenz der in <2> gefundenen DNS, die
die N-ständige
Aminosäuresequenz
der α-Untereinheit
kodiert, in diesem eingeführten
DNS-Fragment bestätigt
und es wurde ein diese Sequenz enthaltenes offenes Leseraster gefunden.
Die bestimmte Nukleotidsequenz und die Aminosäuresequenz, die durch diese Nukleotidsequenz
kodiert sein kann, sind als SEQ ID Nr. 1 und 3 dargestellt. In der
Nukleotidsequenz von SEQ ID Nr. 1 kodiert die Nukleotidsequenz abwärts vom
Nukleotid Nr. 2386 die Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr. 4 und damit die β-Untereinheit.
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Vergleichsbeispiel 2: Herstellung einer
GDH-α-Untereinheit
durch rekombinante E. coli
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Nachdem
die Nukleotidsequenz der α-Untereinheit
bestimmt worden ist, wurde unter Verwendung des vorgenannten Strukturgens
der α-Untereinheit
ein Vektor hergestellt und unter Verwendung dieses Vektors wurde
weiter ein Transformant hergestellt.
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Zunächst wurde
ein in den Vektor zu insertierendes Gen folgendermaßen hergestellt.
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Die
Anreicherung wurde mittels PCR durchgeführt, bei der ein vom KS1-Stamm
stammendes Genomfragment als Templat verwendet wurde, so dass eine
gewünschte
Restriktionsenzymstelle eingeschlossen ist. Das folgende Paar Oligonukleotidprimer
wurde bei der PCR verwendet.
- (Vorwärts)
5'-CCCAAGCTTGGGCCGATACCGATACGCA-3' (SEQ ID Nr. 5)
- (Rückwärts) 5'-GAGAAGCTTTCCGCACGGTCAGACTTCC-3' (SEQ ID Nr. 6)
-
Das
durch PCR angereicherte Gen wurde mit dem Restriktionsenzym HindIII
abgebaut und in den Expressionsvektor pFLAG-CTS (Sigma) an seiner
Klonierungsstelle, der HindIII-Stelle eingeführt. Das erhaltene Plasmid
wurde als pFLAG-CTS/α bezeichnet.
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Der
E. coli DH5αMCR-Stamm
wurde mit dem vorgenannten Plasmid pFLAG-CTS/α transformiert und Kolonien,
die auf 50 μg/mL
Ampicillin enthaltendem LB-Agarmedium auftraten, wurden gewonnen.
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Weiterhin
wurde bei der Suche des offenen Leserasters des insertierten pKS1-Fragments
der α-Untereinheit
vorgelagert ein aus 507 Nukleotiden bestehendes Strukturgen, das
ein Polypeptid kodiert, das 168 in SEQ ID Nr. 2 dargestellte Aminosäurereste
kodiert (Nukleotide Nummer 258 bis 761 in SEQ ID Nr. 1), erstmals
gefunden. Es wurde angenommen, dass dieses Strukturgen die γ-Untereinheit
kodiert.
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Nachdem
gefunden worden ist, dass die Region, die die γ-Untereinheit kodiert, der die α-Untereinheit kodierenden
Region vorgelagert war, wurde ein rekombinanter Vektor mit einer
polycistronischen Struktur hergestellt, die kontinuierlich die γ-Untereinheit
und die α-Untereinheit einschließt, und
es wurde ein Transformant, in den dieser Vektor eingeführt worden
war, konstruiert.
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Zuerst
wurde wie folgt ein in den Vektor einzuführendes Gen hergestellt.
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Die
Anreicherung erfolgte durch PCR unter Verwendung eines vom KS1-Stamm
stammenden Genomfragments als Templat, das kontinuierlich das Strukturgen
der γ-Untereinheit und
der α-Untereinheit
einschließt,
so dass eine gewünschte
Restriktionsenzymstelle eingeschlossen ist. Für die PCR wurde das folgende
Paar Oligonukleotidprimer verwendet:
- (Vorwärts)
5'-CATGCCATGGCACACAACGACAACACT-3' (SEQ ID Nr. 7)
- (Rückwärts)
5'-CCCAAGCTTGGGTCAGACTTCCTTCTTCAGC-3' (SEQ ID Nr. 8)
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Das
5'-Ende und das
3'-Ende des durch
PCR angereicherten Gens wurden mit NcoI und HindIII, respektive,
abgebaut und das Gen wurde in den Vektor pTrc99A (Pharmacia) an seiner
Klonierungsstelle, der NcoI/HindIII-Stelle, insertiert. Das erhaltene
Plasmid wurde als pTrc99A/γ + α bezeichnet.
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Der
E. coli DH5αMCR-Stamm
wurde mit dem vorgenannten Plasmid pTrc99A/γ + α transformiert und Kolonien,
die auf 50 μg/mL
Ampicillin enthaltendem LB-Agarmedium auftraten, wurden gewonnen.
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Die α-Untereinheit
wurde unter Verwendung des mit jedem der vorgenannten Plasmide pKS1, pFlag-CTS/α und pTrc99A/γ + α transformierten
E. coli DH5αMCR-Stamm
transformiert. Jeder Transformant wurde in 3 mL des 50 μg/mL Ampicillin
enthaltenden LB-Mediums
eingeimpft und 12 Stunden lang bei 37°C kultiviert, und die Zellen
wurden durch Zentrifugieren gewonnen. Die Zellen wurden mit einer
französischen Presse
aufgebrochen (1500 kgf) und eine Membranfraktion (1 mM Kaliumphosphatpuffer,
pH 6,0) wurde durch Ultrazentrifugieren (4°C, 160 400 × g, 90 Minuten) isoliert.
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Vergleichsbeispiel 3: Nachweis der GDH-Aktivität
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Zuerst
gesagt wurde die GDH-Aktivität
in jeder der vorgenannten Membranfraktionen bestätigt. Genauer wurde eine visuelle
Bestimmung unter Verwendung von 10 mM Kaliumphosphatpuffer (pH 7,0),
der 594 μM
Methylphenazinmethosulfat (mPMS) und 5,94 μM 2,6-Dichlorphenolinophenol
(DCIP) enthielt, durchgeführt.
Die Ergebnisse sind unten dargestellt. Die Anzahl an +-Zeichen stellt
das Ausmaß des
Farbwechsels von blau nach farblos dar.
- Membranfraktion
des kultivierten, mit pFLAG-CTS/α transformierten
Transformanten: +
- Membranfraktion des kultivierten, mit pKS1 transformierten Transformanten:
++
- Membranfraktion des kultivierten, mit pTrc99A/γ + α transformierten
Transformanten: +++
-
Die
GDH-Aktivität
der Membranfraktion des kultivierten, mit pFLAG-CTS/α transformierten
Transformanten, der nur die α-Untereinheit
enthielt, war am geringsten, und die GDH-Aktivität der Membranfraktion des kultivierten,
mit pTrc99A/γ + α transformierten
Transformanten, mit dem ein Vektor effektiv konstruiert worden war,
war die höchste.
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Obwohl
die α-Untereinheit
auch im Transformanten exprimiert wurde, der mit einem Vektor unter
Verwendung von nur des Strukturgens der α-Untereinheit transformiert
worden war, konnte die α-Untereinheit
unter Verwendung eines Vektors, der das Strukturgen der γ-Untereinheit und
das Strukturgen der α-Untereinheit in
Kombinantion enthielt, effektiv erhalten werden.
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Glucose
wurde unter Verwendung der erfindungsgemäßen Glucosedehydrogenase untersucht.
Die enzymatische Aktivität
der erfindungsgemäßen Glucosedehydrogenase
(α-Untereinheit) wurde
unter Verwendung von Glucose in unterschiedlichen Konzentrationen
gemessen. Die GDH-Aktivität
wurde in 10 mM Kaliumphosphatpuffer (pH 7,0) gemessen, der 594 μM Methylphenazinmethosulfat
(mPMS) und 5,94 μM
2,6-Dichlorphenolinophenol (DCIP) enthielt. Eine Enzymprobe und
als Substrat dienende Glucose wurden zugegeben, gefolgt von Inkubation
bei 37°C,
und die Änderung
der Absorption von DCIP bei 600 nm wurde unter Verwendung eines
Spektrophotometers beobachtet. Die Rate der Verringerung der Absorption
wurde als enzymatische Reaktionsrate gemessen. Glucose konnte im
Bereich von 0,01 bis 1,0 mM unter Verwendung der erfindungsgemäßen GDH
quantifiziert werden.
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Beispiel 1: Isolierung des eine GDH-β-Untereinheit
kodierenden Gens des Burkhorderia cepacia KS1-Stammes
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<1> Suche nach der GDH-β-Untereinheit
des Burkhorderia cepacia KS1-Stammes
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Das
vom KS1-Stamm stammende GDH-β-Untereinheit-Gen
wurde unter Verwendung der Burkhorderia cepacia J2315-Stamm Genomdatenbank
des Sanger Centers (http://www.sanger.ac.uk/) gesucht. Mit Bezug
auf eine bekannte N-ständige
Sequenz der GDH-β-Untereinheit
des KS1-Stammes (SEQ ID Nr. 9) wurde eine Aminosäuresequenz gebildet (SEQ ID
Nr. 10), die große
Homologie zu allen Cytochrom c-Untereinheiten von von Acetobacter
Sp. oder Gluconobacter Sp. stammender Alkoholdehydrogenase (Tamaki
T. et al.: Biochim Biophys Acta 1088 (2): 292-300 (1991), Matsushita
K. et al.: Biosci. Biotech. Biochem., 56, 304-310 (1992), Takemura
H. et al.: J. Bacteriol, 175, 6857-66 (1993), Kondo K. et al.: Appl.
Environ. Microbiol, 63, 1131-8 (1997)), von Erwinia sp. oder Pseudomonas
sp. stammender Gluconatdehydrogenase (Yum D.Y. et al.: J. Bacteriol.
179, 6566-72 (1997), Matsushita K. et al.: J. Biochem. 85, 1173-81(1979)),
von Gluconobacter sp. stammender Sorbitoldehydrogenase (Choi E.
S. et al.: FEMS Microbiol. Lett., 125, 45-50 (1995)); und von Erwinia sp. oder
Pantoea sp. stammender 2-Ketogluconatdehydrogenase
(Pujol C.J. et al.: J. Bacteriol., 182, 2230-7 (2000)) hat.
-
Auf
der Grundlage der vorgenannten Aminosäuresequenz wurden Gensequenzen,
die Aminosäuresequenzen
mit großer
Homologie kodieren, mit BLAST aus der vorgenannten Datenbank des
Burkhorderia cepacia J2315-Stammes ausgesucht. Dann wurden die erhaltenen
fünf Sequenzen
im Hinblick auf Homologie mit der C-ständigen Sequenz der GDH-α-Untereinheit
des KS1-Stammes untersucht. Als Ergebnis zeigten von zwei Genfragmenten übertragene
Aminosäuresequenzen
große
Homologien (> 90%).
Jedes Genfragment war kurz und hatte nur 200 bis 500 Basenpaare,
so dass Sequenzen mit großen
Homologien mit diesen Sequenzen mit BLAST aus der vorgenannten Genomdatenbank
des Burkhorderia cepacia J2315-Stammes ausgesucht wurden, und die
Sequenzen wurden miteinander vereint. Als Ergebnis wurde ein Fragment
mit 3110 Basenpaaren erhalten. In der erhaltenen Sequenz existierte
ein ORF (open reading frame = offenes Leseraster), von dem angenommen
wird, dass es das C-Ende der GDH darstellt, und ein ORF, von dem
angenommen wird, dass es das 1275 Basenpaare lange Cytochrom c-Strukturgen
(SEQ ID Nr. 11) ist. Die vom ORF kodierte Aminosäuresequenz ist in SEQ ID Nr.
12 dargestellt. Ergebnisse des Vergleichs zwischen der vom J2315-Stamm
erhaltenen Nukleotidsequenz und der Nukleotidsequenz der α-Untereinheit
des KS1-Stammes, die bereits geklont worden ist, zeigen, dass in
der Unterseite der α-Untereinheit
die Nukleotidsequenz mit einer großen Homologie zur Nukleotidsequenz
des J2315 Stammes, die das Signalpeptid von Cytochrom c kodiert, enthalten
ist.
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Aus
dem Vorherigen ist anzunehmen, dass das dritte ORF im geklonten
Fragment des Burkhorderia cepacia KS1-Stamms, das im Vergleichsbeispiel
1 erhalten wurde (Nukleotide 2386 und die Sequenz von SEQ ID Nr.
1) die β-Untereinheit
kodiert. Die Aminosäuresequenz
am N-Ende der aufgereinigten β-Untereinheit
entspricht den 5 Aminosäureresten,
die durch die aus den Nukleotiden 2452 bis 2466 der SEQ ID Nr. 1
bestehenden Sequenz translatiert wird, was auch nahe legt, dass
das oben genannte ORF die β-Untereinheit
kodiert.
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<2> Anreicherung des Strukturgens
der β-Untereinheit
unter Verwendung des inversen PCR-Verfahrens
-
(1) Kultivierung der Mikroorganismenzellen
und Extraktion des Genoms
-
Unter
Verwendung von 5 mL Komplettmedium (0,5% Polypepton, 0,3% Hefeextrakt,
0,5% NaCl) wurde der KS1-Stamm unter Schütteln über Nacht kultiviert. Das Genom
wurde aus den erhaltenen Mikroorganismenzellen unter Verwendung
von GenomicPrepTM-Zellen und dem Gewebe-DNS-Isolierset
(Amersham Pharmacia Biotech) extrahiert. Das Verfahren wurde entsprechend
der beigefügten
Bedienungsanleitung durchgeführt.
Das erhaltene Genom wurde einer Behandlung mit Phenol/Chloroform
unterzogen und mit Ethanol ausgefällt und dann in gereinigtem
Wasser gelöst.
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(2) Zyklisierung des Genomfragments
-
Das
vom KS1-Stamm extrahierte Genomfragment wurde mit BamHI, EcoRI,
HindIII, SmaI, SacI und XhoI abgebaut und die Genomfragmente wurden
durch Ausfällen
mit Ethanol gewonnen. Dann wurde 1 μg des mit den Restriktionsenzymen
abgebauten Genoms unter Verwendung eines DNS-Legierungs-Sets (Takara Shuzo
Co., Ltd) über
Nacht bei 16°C
einer Legierungsreaktion unterzogen.
-
(3) PCR
-
50
pmol Vorwärtsprimer
(EF1 SEQ ID Nr. 13), der basierend auf der Nukleotidsequenz in der
N-ständigen
Signalsequenzregion der GDH-β-Untereinheit
des KS1-Stammes gebildet worden war, 50 pmol Reversprimer (ER1 SEQ
ID Nr. 14) (alle Primer wurden im Auftrag von Invitrogen synthetisiert),
0,5 mL LATaq (Takara Bio Co., Ltd), 8 μL dNTP-Lösung und 5 μL 10 × PCR-Puffer wurden zu gereinigtem
Wasser gegeben, so dass sich ein Gesamtvolumen von 50 μL ergab,
und unter Verwendung eines Programm-Temperatur-Steuerungssystem
PC-801 (ASTEC) wurde PCR durchgeführt. Die PCR-Reaktion wurde
unter der folgenden Bedingungen durchgeführt: nach 30 Zyklen von 5 Minuten
bei 94°C,
20 Sekunden bei 98°C,
30 Sekunden bei 62°C,
6 Minuten bei 72°C
und 10 Minuten bei 72°C.
Wenn das mit einem Restriktionsenzym (SmaI) abgebaute Genom als
Templat verwendet wird, wurde ein Fragment mit einer Größe von etwa
2,1 kbp durch Agarose-Elektrophorese bestätigt.
-
<3> Sequenzierung des
durch PCR angereicherten Fragments
-
(1) TA-Klonierung
-
Nachdem
das vorgenannte Produkt der inversen PCR einer Elektrophorese auf
Agarosegel unterzogen worden war, wurde die Bande ausgeschnitten
und unter Verwendung eines Gene clean II-Sets (Bio101 inc.) gereinigt.
Das Fragment wurde unter Verwendung der pGEMR-T und pGEMR-T EASY
Vektor Systeme (Promega) an einen pGEM-T-Vektor legiert. Mit dem
legierten Vektor wurde E. coli DH5α transformiert und der Transformant
wurde über
Nacht auf einem L-Agarmedium kultiviert, das 50 μg/mL Ampicillin, 40 μg/mL X-Gal und
0,1 μg/mL
IPTG enthielt. A
-
Aus
den aufgetrennten Kulturen wurden weiße Kolonien selektiert und
in einem L-Medium, das 50 μg/mL
Ampicillin enthielt, über
Nacht kultiviert, gefolgt von der Extraktion von Plasmiden aus den
Zellen mittels des Alkali-Verfahrens.
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(2) Herstellung einer Sequenzprobe
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Das
erhaltene Plasmid wurde mit RNase behandelt und es wurde 0,6 Volumen
20% PEG6000/2,5 M NaCl zugegeben. Man ließ das Gemisch eine Stunde lang
auf Eis stehen. Danach wurde das Gemisch 15 Minuten lang bei 15
000 Upmin und 4°C
zentrifugiert, um einen Niederschlag zu erhalten. Der Niederschlag
wurde mit 70% Ethanol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das getrocknete
Produkt wurde in gereinigtem Wasser gelöst.
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(3) Analyse der Nukleotidsequenz der DNS
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Die
Nukleotidsequenz des insertierten Fragments des in (2) erhaltenen
Plasmids wurde unter Verwendung eines ABI PRISMTM 310
Genetic Analysers (PERKIN-ELMER Applied Biosystems) analysiert.
Ein Bereich der Sequenz des insertierten Fragments wurde unter Verwendung
von M13-Primer aus der Multiklonierungsstelle des Vektors bestimmt.
Als Ergebnis wurde die das N-Ende der β-Untereinheit enthaltende Nukleotidsequenz,
die bereits analysiert worden war, bestätigt. Basierend auf dieser
Sequenz wurden nacheinander Primer hergestellt und zur Bestimmung
der Nukleotidsequenz des insertierten Fragments verwendet. Das Ergebnis
ist in SEQ ID Nr. 15 dargestellt. Weiterhin ist die durch das ORF
in der Nukleotidsequenz kodierte Aminosäuresequenz in SEQ ID Nr. 16
dargestellt.
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Die β-Untereinheit
hat insgesamt 425 Aminosäurereste,
und durch den Vergleich mit der bereits erhaltenen N-ständigen Aminosäuresequenz
werden 22 Reste unter ihnen als Signalpeptid betrachtet. Das Molekülgewicht
der β-Untereinheit,
berechnet basierend auf der Aminosäuresequenz, beträgt 45 275
Da und das Molekülgewicht
von 42 731 Da des Bereichs ohne das Signalpeptid ist im Wesentlichen
identisch zum Molekülgewicht
von 43 kDa der GDH-β-Untereinheit
des KS1-Stammes. In der Aminosäuresequenz
der β-Untereinheit wurden
an 3 Stellen Vernetzungsmotive (SEQ ID Nr. 17) nachgewiesen, die
mit Häm
in Cytochrom c vernetzen. Die ORFs befanden sich direkt in Folge
des ORF des Strukturgens der α-Untereinheit
und eine Sequenz, von der angenommen wird, dass sie eine SD-Sequenz
ist, existierte dem Initiierungs-Codon vorgelagert.
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Eine
Homologiesuche für
die erhaltene Aminosäuresequenz
mittels BLAST zeigte insgesamt große Homologien: eine 65% Homologie
mit der Cytochrom c-Untereinheit von Oxidoreductasedehydrogenase
von Ralstonia solanacearum, eine 48% Homologie mit einer Cytochrom
c-Untereinheit von Sorbitoldehydrogenase von Gluconobacter oxydans,
eine 44% Homologie mit einer Cytochrom c-Untereinheit von Gluconsäuredehydrogenase
von Erwinia cypripedii und eine 46,4% Homologie bei den Aminosäuren mit
einer Cytochrom c-Untereinheit
von 2-Ketogluconsäuredehydrogenase
von Pantoea citrea. Weiterhin waren in den Aminosäuresequenzen
der unterschiedlichen Cytochrom C Häm-verknüpfende Motive konserviert (SEQ
ID Nr. 18).
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Das
Strukturgen der GDH-β-Untereinheit
des KS1-Stammes hat eine Homologie von 92% im Bereich der Nukleotidsequenz
und 92,2% im Bereich der Aminosäuresequenz
mit dem Strukturgen der GDH-β-Untereinheit
des J2315-Stammes.
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Gewerbliche Anwendbarkeit
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Die
vorliegende Erfindung stellt die GDH-β-Untereinheit eines zur Art
der Burkhorderia gehörenden Mikroorganismus
und die sie kodierende DNS zur Verfügung.
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