DE3840071A1 - Verfahren zum ionenaustausch an glas oder glaskeramik - Google Patents
Verfahren zum ionenaustausch an glas oder glaskeramikInfo
- Publication number
- DE3840071A1 DE3840071A1 DE3840071A DE3840071A DE3840071A1 DE 3840071 A1 DE3840071 A1 DE 3840071A1 DE 3840071 A DE3840071 A DE 3840071A DE 3840071 A DE3840071 A DE 3840071A DE 3840071 A1 DE3840071 A1 DE 3840071A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- ion exchange
- layer
- salts
- exchange
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C21/00—Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface
- C03C21/008—Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface in solid phase, e.g. using pastes, powders
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
Description
Ionenaustausch an Glas oder Glaskeramik auf Oxidbasis, insbesondere
auf Silicatbasis durch Austausch von Alkaliionen in der Glasoberfläche
hat weitgehende technische Verbreitung, insbesondere zur chemischen
Härtung, gefunden.
Bei Temperaturen unterhalb der Transformationstemperatur Tg werden kleinere
Alkaliionen durch größere ersetzt ("crowding"; "ion stuffing"), wodurch
in der Glasoberfläche eine Druckspannung entsteht, durch die die Festig
keit des Glases wesentlich verbessert wird. Je höher die Temperatur
beim Ionenaustausch ist, desto schneller erfolgt der Ionenaustausch;
die Temperatur darf jedoch nicht so hoch gewählt werden, daß das Glas
sich entspannen kann. Je weiter man sich von Tg nach unten entfernt,
desto länger ist die Zeit, die für eine Härtung der Oberfläche erforder
lich ist. Als günstig hat sich eine Temperatur von etwa 100°C unterhalb
Tg erwiesen (G.H. Frischat, "Ionic Diffusion in Oxide Glasses", Trans
Tech Publications, Aedermannsdorf (Schweiz), 1975, S. 75).
Beim Ionenaustausch oberhalb der Transformationstemperatur Tg kann in
der Oberfläche ein Glas oder auch Kristalle mit anderen (niedrigeren)
Ausdehnungskoeffizienten erzeugt werden, wodurch nach dem Abkühlen eine
Druckspannung in der Oberfläche hervorgerufen wird. Die Ionenaustausch
temperatur darf dabei jedoch nicht so hoch gewählt werden, daß sich
das Glas während des Austauschvorganges verformen kann.
Es ist ferner bekannt, daß durch Ionenaustausch, z. B. von Alkali- durch
Silber- und/oder Kupferionen, eine Färbung in der Glasoberfläche erzeugt
werden kann (s. Frischat, S. 83ff). Hiervon wird z. B. bei der Erzeugung
von Skalen auf Glasgeräten Gebrauch gemacht. Die Skala wird in Form
einer AgCl-haltigen Paste auf das Glas aufgebracht; bei dem Ionenaus
tausch diffundieren Silber-Ionen in das Glas und rufen dort eine extrem
dauerhafte Färbung hervor. Diese Pasten enthalten eine Trägersubstanz,
die der Paste bei höheren Temperaturen den nötigen Halt verleiht (W. Kiefer,
Glastechn. Ber., 46 (8), 325 (1973)). Darüber hinaus soll die Träger
substanz die ausgetauschten Ionen aufnehmen. Nach dem Einfärben sind
mitunter die Pastenrückstände sehr fest mit der Glasoberfläche verbunden,
so daß ihre Entfernung aufwendig ist und außerdem bei der Entfernung
die Gefahr der Beschädigung der Glasoberfläche (Mikrorisse) besteht.
Es ist weiterhin bekannt, z. B. mittels feuchter Schwefeldi- oder -tri-oxid
dämpfe in der Glasoberfläche Alkaliionen gegen Protonen auszutauschen
(s. z. B. Frischat, S. 88). Durch diesen Austausch wird die Beständigkeit
gegen Wasser und mitunter auch die Festigkeit verbessert.
Über das Härten von Glas durch Ionenaustausch sind zahlreiche Arbeiten
erschienen. Eine Zusammenfassung aus mehr theoretischer Sicht stellt
das bereits zitierte Buch von Frischat, insbesondere das Kapitel "Chemical
diffusion", S. 72-88 dar. Von den technischen Verfahren seien aufgeführt
DE-OS 14 96 074, wobei bei einer Temperatur oberhalb Tg (600°C-750°C)
Alkali-Ionen gegen Lithiumionen ausgetauscht werden. Die entstandene
Oberflächenschicht hat einen geringeren Ausdehnungskoeffizienten als
das übrige Glas und erzeugt beim Abkühlen die gewünschte Druckspannung.
Gemäß DE-OS 14 96 470 werden bei einer Temperatur von etwa 50°C-100°C
unterhalb Tg in einer Oberflächenschicht Lithiumionen gegen größere
Alkalimetallionen ausgetauscht, was ebenfalls zu der gewünschten Druck
spannung führt. DE-AS 12 87 763, DE-OS 35 37 561 und US-PS 35 73 072
beschreiben Verfahren zur Härtung von Glaskeramik bei Temperaturen unter
halb Tg, bei denen Alkalimetallionen mit kleinerem Ionenradius durch
solche mit größerem Radius ersetzt werden. Gemäß DE-OS 18 03 540 werden
bei einer Glaskeramik Mg++- und Zn++-Ionen durch jeweils 2 Li⁺ -Ionen
ersetzt. Der Austausch von Natrium- gegen Kaliumionen in der Oberfläche
eines Kalk-Natron-Glases mit anschließender Entfernung von Alkali aus
der Glasoberfläche wird in JP-OS 5 51 04 949 (11.8.80) beschrieben.
Der Ionenaustausch wird mittels eines geschmolzenen Salzes durchgeführt.
Bei niedrigen Temperaturen verwendet man geschmolzene Alkalinitrate
und -nitrite. Nitrat- bzw. Nitrat/Nitritbäder können bis zu Temperaturen
von etwa 450°C benutzt werden, darüber hinaus beginnen sie sich zu zer
setzen und greifen die Oberfläche sowohl der zu behandelnden Gläser
als auch des Behälters und sonstiger Einrichtungen an. Der Umgang mit
geschmolzenen Nitraten und Nitriten ist nicht ungefährlich und erfordert
aufgrund der Toxizität und der Explosionsgefahr besondere Sicherheits
vorkehrungen, was einen großtechnischen Einsatz sehr behindert. Bei
höheren Temperaturen verwendet man üblicherweise Schmelzen von Chloriden
und/oder Sulfaten. Aufgrund des im allgemeinen zu hohen Schmelzpunktes
der reinen Salze werden üblicherweise Eutektika von mehreren Salzen
mit gleichen Kationen oder von mehreren Kationen mit gleichen Anionen
eingesetzt. Die Verwendung von Salzschmelzen aus einem Gemisch von Chlori
den und Sulfaten hat den Nachteil, daß viele Gläser durch die Schmelze
an der Oberfläche angegriffen werden, da die Chloride in diesem Temperatur
bereich außerordentlich aggressiv sind. Der Einsatz von Salzschmelzen
mit zwei und mehr Kationen hat den Nachteil, daß sich die Kationen gegen
seitig stark behindern. So wird z. B. der Kaliumaustausch durch anwesende
Natriumionen stark eingeschränkt. Auch altern die Salzbäder durch die
aufgenommenen Ionenaustauschprodukte, die sich in dem Salzbad anreichern,
wodurch der Ionenaustausch behindert bzw. abgeschwächt wird. Sie müssen
daher regelmäßig erneuert werden. Die Entsorgung der verbrauchten Salz
bäder erfordert einen hohen Aufwand. Ein weiterer, durch die Alterung
bedingter Nachteil der Salzbäder besteht darin, daß sich im Laufe der
Zeit die Austauschbedingungen ändern. Die Austauschzeiten und die Tempera
turen müssen diesen Veränderungen laufend angepaßt werden, um ein Ver
fahrensprodukt mit konstanten Eigenschaften zu erzielen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Ionenaus
tausch in der Oberfläche von Glas oder Glaskeramik zu finden, das die
prinzipiellen Nachteile der Salzschmelzen beseitigt. Weiterhin soll
gewährleistet sein, daß immer konstante Verhältnisse beim Ionenaustausch
vorliegen, d. h., daß bei jedem Austauschvorgang eine frische Ionenquelle
zur Verfügung steht. Ferner soll, unabhängig von dem zum Austausch ver
wendeten Austauschmedium ein Angriff bzw. eine Beschädigung der Glas
oberfläche oder von apparativen Einrichtungen unterbleiben und das Aus
tauschmedium soll sich leicht wieder von der Glasoberfläche entfernen
lassen.
Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 beschriebene Verfahren
gelöst.
Der Ionenaustausch erfolgt in einer Festkörperaktion. Dabei wird das
Glas bzw. die Glaskeramik zunächst mit einer bei der Ionenaustausch
temperatur festen Schicht überzogen, die im wesentlichen aus einem oder
mehreren, bei der Austauschtemperatur nicht schmelzenden Salzen mit
austauschbaren Kationen besteht. Unter bei der Austauschtemperatur festen
Schicht wird verstanden, daß das Salz bzw. das Salzgemisch bei der Aus
tauschtemperatur nicht geschmolzen ist, sondern in fester Form vorliegt.
Im allgemeinen wird man die Verwendung nur eines einzigen Salzes bevor
zugen, es sei denn, man will gleichzeitig einen Austausch durch zwei
oder mehr Metallionen bewirken, was in diesem Fall der Festkörperreaktion
leichter möglich ist als bei einer Schmelze, die ja bekanntlich eine
homogene Lösung darstellt. Als Salze Verwendung finden können alle bei
der Austauschtemperatur festen und nicht schmelzenden Salze mit aus
tauschbaren Kationen, insbesondere Salze mit ein- oder zweiwertigen
Kationen. Bevorzugt werden Salze der Elemente der 1. und 2. Haupt- und
Nebengruppe des Periodensystems. Ganz bevorzugt werden Salze der
Alkalimetalle, des Silbers, Zinks und Cadmiums. Es können aber auch
Salze mit anderen zweiwertigen Kationen, z. B. mit Fe++-, Ni++-, Co++-,
Mn++- und dergl. Kationen Verwendung finden. Die Salze kommen insbesondere
als Sulfate, Chloride, Pyrosulfate, Carbonate, Nitrate, Phosphate,
Nitrite, Oxide zur Anwendung. Aus Kostengründen und aus Gründen der
leichten Beschaffbarkeit werden Sulfate und Chloride bevorzugt. Es ist
auch anzumerken, daß im Gegensatz zu den Austauschverfahren im Salzbad
die Verwendung der Chloride in fester Form keine Beschädigung der Glas
oberfläche mit sich bringt. Die Salze sollen sich bei der Austausch
temperatur nicht zersetzen, weil die Zersetzungsprodukte häufig die
Glasoberfläche angreifen und weil ihre gasförmigen Bestandtiele Abluft
und Korrosionsprobleme in den Anlagen mit sich bringen können. Durch
die Zersetzung kann ferner ein unregelmäßiger Ionenaustausch vorliegen
und die Entfernung der Zersetzungsprodukte kann mit Schwierigkeiten
verbunden sein.
Damit ein möglichst gleichmäßiger Ionenaustausch erhalten wird, muß
eine homogene Flächenabdeckung erreicht werden und die Querdiffusion
entlang der Oberfläche weitgehend unterdrückt werden. Hierbei ist eine
niedrige Korngröße des Salzes erforderlich. Obwohl mit Korngrößen für
das Salz von 250 µm schon sehr gute Ergebnisse erzielt werden können,
werden Korngrößen von weniger als 60 µm, insbesondere von weniger als
20 µm bevorzugt, weil bei diesen Korngrößen die Dicke der auf die Glas
oberfläche aufzubringenden Schicht geringer gehalten werden kann, weil
eine feinkörnige Schicht leichter aufbringbar ist und weil der Diffusions
vorgang schneller abläuft.
Es ist bekannt, daß im praktischen Gebrauch Risse bis zu einer Tiefe
von etwa 30 µm erzeugt werden. Aus diesen Gründen muß beim Härten eine
Schichtdicke der ionenausgetauschten Schicht von 50-100 µm erreicht
werden. Diese Schichtdicken werden bei einer Dicke der aufgebrachten
Salzschicht von 0,02-2,0 mm, insbesondere von 0,4-1,6 mm erreicht.
Eine Änderung der Ionenaustauschgeschwindigkeit durch die ausgetauschten
Bestandteile wird vielfach nicht beobachtet.
Es kommt jedoch auch vor, daß mit zunehmender Anreicherung der aus dem
Glas diffundierenden Ionen (Ionenaustauschprodukte) in dem Austauschmedium
der Austausch behindert bzw. abgeschwächt wird. Dieser Effekt läßt sich
mit besonderem Vorteil nutzen. Je nach der aufgebrachten Schichtdicke
wird eine bestimmte Konzentration an Ionenaustauschprodukten in der
aufgebrachten Schicht früher oder später erreicht, wobei sich auch eine
entsprechende Verlangsamung des Ionenaustauschs einstellt. Man hat es
somit über die Schichtdicke in der Hand, nach welcher ausgetauschten
Ionenmenge Verlangsamung eintritt. Wählt man die Behandlungsdauer so
lang, daß ihr Ende bereits in dem Bereich liegt, in dem sich ein gewisses
Gleichgewicht zwischen auszutauschenden und ausgetauschten Metallionen
in der Schicht eingestellt hat und eine merkliche Verringerung der Aus
tauschgeschwindigkeit eingetreten ist, so haben geringere Temperatur
oder Behandlungsschwankungen nur noch einen geringen Einfluß auf das
Ergebnis des Ionenaustausches. Es ist somit verhältnismäßig einfach,
Verfahrensprodukte mit sehr gleichmäßigen und gut reproduzierbaren
Eigenschaften zu erhalten.
Das Aufbringen der Salzschicht auf die Glasoberfläche kann nach her
kömmlichem Verfahren erfolgen. Geeignet ist zum Beispiel das Aufbringen
von feingepulvertem Salz mitttels elektrostatischer Kräfte, das Auf
spritzen einer Dispersion oder Suspension des Salzes, das Tauchen der
Glasoberfläche in die Dispersion oder Suspension oder das Beschichten
mittels Siebdruck- oder Abziehbildtechnik. Insbesondere die letzteren
Techniken sind geeignet, nur ausgewählte Teilbereiche der Glasoberfläche
zu beschichten sowie unterschiedliche Ionenaustauschmedien nebeneinander
auf der Oberfläche anzuordnen, die in einem gemeinsamen Austauschvor
gang ausgetauscht werden können. Zur Beschichtung des Inneren von Be
hältern kann auch das Fluten mit Suspension ein geeignetes Beschichtungs
verfahren darstellen.
Eine zur Beschichtung geeignete Suspension läßt sich nach an sich be
kannten Methoden durch Anrühren oder Mahlen der Salze in einer wässrigen
oder nichtwässrigen Suspendierflüssigkeit herstellen. Als nichtwässrige
Suspendierflüssigkeiten oder Dispersionsmittel (dispersion medium) eignen
sich eine Vielzahl von organischen Flüssigkeiten, lediglich als Beispiel
seien angeführt tierische, pflanzliche, mineralische oder synthetische
Öle, Benzin, alkylierte Aromaten, wie Toluol oder Glycolether. Die
Suspensionen bzw. Dispersionen in organischen Flüssigkeiten haben den
Vorteil, daß sie besonders stabil sind, das ist jedoch mit dem Nachteil
verbunden, daß bei der Trocknung organische Dämpfe frei werden, die
ggfls. entsorgt werden müssen, z. B. durch Adsorption an Aktivkohle oder
durch Nachverbrennung. Die Suspensionen bzw. Dispersionen im Wasser
haben den Vorteil, daß die bei der Trocknung frei werdenden Wasserdämpfe
umweltneutral sind, dafür sind die Suspensionen bzw. Dispersionen nicht
unbegrenzt lange lagerstabil, da aufgrund der bekannten thermodynamischen
Gesetze eine Kornvergröberung der Salze auftritt.
Die Suspensionen bzw. Dispersionen können noch in geringen Mengen üb
liche Dispergiermittel (dispersion agent), z. B. Netzmittel, Polyphosphate
usw., Absetzverhinderungsmittel und Verdickungsmittel, z. B. pyrogene
Kieselsäure (AerosilR), Methylcellulose und ihre Derivate usw. enthalten.
Mit Hilfe der Verdickungsmittel läßt sich die Viskosität der Dispersionen
einstellen und damit auch die durch das Tauchen in oder das Aufspritzen
der Dispersion einfach erzielbare Schichtdicke. Sofern die Schichtdicke
nach einmaligem Auftrag noch nicht ausreicht, kann durch mehrfachen
Auftrag mit Zwischentrocknungen jede gewünschte Schichtdicke erreicht
werden. Die oben angeführten Hilfsmittel sind dem Fachmann wohlbekannt
und finden weite Anwendung bei der Herstellung von Dispersionen aller
Art, z. B. Dispersionsfarben oder Druckfarben. Sofern die Schicht in
Form einer Dispersion oder Suspension aufgetragen wurde, muß die Schicht
vor dem Ionenaustausch noch getrocknet werden. Das kann durch leichtes
Erwärmen auf Temperaturen zwischen 50°C und 400°C erfolgen oder während
des Aufheizens des Glases bzw. der Glaskeramik auf die Ionenaustausch
temperatur. In jedem Fall müssen das Dispersionsmittel und die Temperatur
so gewählt werden, daß nicht durch eine zu heftige Verdampfung die Schicht
beschädigt wird.
Da das Aufbringen der Schicht im allgemeinen in Pastenform erfolgt,
ist es außerordentlich einfach, die Oberfläche nur partiell mit Austausch
masse zu überziehen und dadurch den Ionenaustausch nur an willkürlich
ausgewählten Stellen des Substrates durchzuführen. So lassen sich auf
einfache Weise Muster in der Glasoberfläche oder z. B. gehärtete Bereiche
in einer ansonsten nicht gehärteten Scheibe erzeugen.
Nach dem Aufbringen der Salzschicht und dem ggfls. erfolgten Trocknen
kann das Glas bzw. die Glaskeramik in einem Ofen auf die Ionenaustausch
temperatur gebracht werden. Diese Temperatur liegt je nach Glas- bzw.
Glaskeramiksorte und in Abhängigkeit davon, ob oberhalb oder unterhalb
der Glastransformationstemperatur Tg gearbeitet werden soll, zwischen
400°C und etwa 1000°C. Es ist dabei außerordentlich überraschend, daß
im Vergleich zum Ionenaustausch mittels eines Salzbades bei gleichen
Behandlungszeiten und gleichen Temperaturen durch den Ionenaustausch
in fester Phase wesentlich bessere Ergebnisse erzielt werden.
Bei dem Ionenaustausch können die Glas- bzw. Glaskeramikteile in dem
Ofen liegen, stehen oder hängen. Je nach der Verweildauer und dem Pro
duktionsvolumen können Öfen Verwendung finden, die chargenweise oder
kontinuierlich betrieben werden. Die Verweildauer der Teile bei der
Ionenaustauschtemperatur kann wenige Minuten bei sehr leichtbeweglichen
Ionen wie Lithiumionen, bis zu mehreren Stunden bei Ionen mit geringer
Beweglichkeit betragen. Außer von der Ionenbeweglichkeit hängt die Ver
weildauer natürlich auch noch ab von der Temperatur und von der Tiefe,
bis zu der der Ionenaustausch in der Glasoberfläche durchgeführt werden
soll.
Nach erfolgtem Ionenaustausch wird die aufgetragene Schicht wieder ent
fernt. Da die Schicht weder geschmolzen ist noch sonstige am Glas fest
haftende Substanzen entstanden sind, ist die Entfernung der Schicht
leicht und schnell möglich. Die Entfernung der Schicht kann durch ein
faches Abbürsten oder durch Auflösen in Wasser geschehen. Mitunter empfiehlt
es sich, zunächst die Hauptmenge abzubürsten und den Rest abzulösen.
Das Auflösen der Schicht geht schneller als bei einem geschmolzenen
Rückstand, wie er nach einem Ionenaustausch im Salzbad vorliegt, da
durch die vorhandene Mikroporosität der Schicht die dem Wasser zugäng
liche Oberfläche wesentlich größer ist.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile liegen vor allem darin, daß
der Ionenaustausch bei allen Temperaturen ohne Beschädigung der Glas
oberfläche erfolgen kann, daß auf teure und mitunter gefährliche Salz
bäder verzichtet werden kann und daß mit geringem Aufwand eine außer
ordentlich gleichmäßige und hohe Produktqualität erreicht werden kann.
Aus 90 g K₂SO₄ und einer Mischung aus 60 g Siebdrucköl (Hersteller:
Degussa, Nr. B-80-392) und 150 g Ethanol als Dispersionsmittel wurde
durch Mahlen in einer Kugelmühle eine Dispersion mit einer mittleren
Teilchengröße von 10 µm hergestellt.
Mit dieser Dispersion wurden 20 mm×60 mm große und 4 mm dicke polierte
Glasscheiben aus einem Lithiumalumosilicatglas aus den Hauptbestandteilen
62,0 Gew.-% SiO₂, 21,0 Gew.-% A₂O₃, 3,0 Gew.-% Li₂O, 6,0 Gew.-% ZnO,
1,65 Gew.-% TiO₂, 1,5 Gew.-% ZrO₂ und 1,5 Gew.-% BaO durch Tauchen be
schichtet.
Das Dispersionsmittel wurde durch einstündiges Erwärmen der Scheiben
auf 80°C verdampft. Die trockene K₂SO₄-Schicht hatte eine Stärke von
0,8 mm.
Der Ionenaustausch wurde durch vierstündiges Erhitzen der beschichteten
Scheiben auf 640°C vorgenommen. Nach dem Abkühlen wurde die K₂SO₄-Schicht
durch Abspülen mit Wasser entfernt.
Die Dicke der ionenausgetauschten Schicht in der Oberfläche der Glas
scheibe betrug 50 µm und die Oberflächendruckspannung 8000 nm×cm-1,
was 270 N×mm-2 entspricht. Die polierten Oberflächen der Scheiben
wiesen keine sichtbaren Veränderungen auf.
Beispiel 1 wurde wiederholt mit dem Unterschied, daß die Glasplatten
vor der Beschichtung durch eine Temperaturbehandlung (1 h bei 700°C)
zur Keimbildung und 1h bei 900°C zur Kristallisierung in Glaskeramik
platten umgewandelt wurden. Aufgrund der höheren Transformationstemperatur
der Glaskeramik wurde der Ionenaustausch statt bei 640°C jetzt bei 700°C
vorgenommen. Die Dicke der ionenausgetauschten Schicht in der Oberfläche
der Scheibe betrug 50 µm; die Druckvorspannung in der Oberfläche der
Scheibe betrug 6000 nm×cm-1, was 200 N×mm-2 entspricht. Die polier
ten Oberflächen der Scheiben wiesen keine sichtbaren Veränderungen auf.
Beispiel 2 wurde wiederholt mit dem einzigen Unterschied, daß der Ionen
austausch nicht mittels einer festen K₂SO₄-Schicht erfolgte, sondern
in einem aus 52 Gew.-% K₂SO₄ und 48 Gew.-% KCl bestehenden Salzbad.
Die Dicke der ionenausgetauschten Schicht in der Oberfläche der Scheibe
betrug 30 µm; die Oberflächendruckspannung betrug 2000 nm×cm-1, was
67 N×mm-2 entspricht. Die Oberfläche der Scheibe war leicht angegriffen
(Fleckenbildung).
Aus 33 g Li₂SO₄, 20 g Siebdrucköl (Fa. Degussa Nr. 8-80-392) und 47 g
Ethanol wurde durch Mahlen in einer Kugelmühle eine Dispersion mit einer
mittleren Teilchengröße von 15 µm hergestellt.
Mit dieser Dispersion wurden Glasplatten, wie sie in Beispiel 1 beschrie
ben sind, durch Tauchen beschichtet. Nach dem Verdampfen des Dispersions
mittels durch einstündiges Erhitzen auf 80°C besaß die Li₂SO₄-Schicht
eine Dicke von 0,8 mm.
Die beschichteten Glasplatten wurden durch eine Temperaturbehandlung
(1 h bei 700°C) zur Keimbildung und 1 h bei 900°C zur Kristallisierung
in Glaskeramikplatten umgewandelt.
Während der Keramisierung lief gleichzeitig der Ionenaustausch ab. Es
bildete sich eine etwa 5 bis 10 µm dicke kristalline Oberflächenschicht
aus, unterhalb der sich eine etwa 25 µm dicke Druckspannungszone mit
einer Druckspannung von ca. 3000 nm×cm-1, was etwa 100 N×cm-2 ent
spricht, anschließt. Der Lithiumionenaustausch in der Glasoberfläche
bewirkt eine Oberflächenkristallisation, die der Volumenkristallisation
etwas vorwegläuft. Die Oberfläche der keramisierten Scheibe wies keine
sichtbaren Veränderungen auf.
Claims (10)
1. Verfahren zum Ionenaustausch an Glas oder Glaskeramik mit Salzen
bei erhöhter Temperatur,
dadurch gekennzeichnet,
daß man das Glas oder die Glaskeramik mit einer bei der Ionenaustausch
temperatur festen Schicht überzieht, die im wesentlichen aus einem oder
mehreren bei der Austauschtemperatur nicht schmelzenden Salzen mit aus
tauschbaren Kationen besteht, und anschließend das Glas oder die Glas
keramik auf die Ionenaustauschtemperatur bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Salze in der Schicht eine Korngröße von weniger als 60 µm, ins
besondere von weniger als 20 µm besitzen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Salze mit ein- oder zweiwertigen Kationen verwendet.
4. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Salze der Elemente der 1. und 2. Haupt- und Nebengruppe des
Periodensystems verwendet.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Salze Sulfate oder Chloride sind.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Schicht verwendet, die eine Stärke von 0,02 bis 2 mm,
insbesondere von 0,4 bis 1 mm besitzt.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verwendeten Salze wasserlöslich sind.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Glas oder die Glaskeramik partiell ausgetauscht wird.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht durch Sprühen, Tauchen, Siebdruck oder Abziehbildtechnik
aufgebracht wird.
10. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ionenaustausch durch ein elektrisches Feld unterstützt wird.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3840071A DE3840071A1 (de) | 1988-11-28 | 1988-11-28 | Verfahren zum ionenaustausch an glas oder glaskeramik |
| GB8924706A GB2225318B (en) | 1988-11-28 | 1989-11-02 | Process for ion exchange on glass or glass ceramic |
| CA002002496A CA2002496C (en) | 1988-11-28 | 1989-11-08 | Process for ion exchange on glass or glass ceramic |
| FR898915552A FR2639935B1 (fr) | 1988-11-28 | 1989-11-27 | Procede d'echange d'ions sur du verre ou de la vitroceramique |
| JP1308827A JP2602560B2 (ja) | 1988-11-28 | 1989-11-28 | ガラスまたはガラスセラミックスのイオン交換方法 |
| US07/725,894 US5127931A (en) | 1988-11-28 | 1991-07-01 | Process for ion exchange on glass or glass ceramic |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3840071A DE3840071A1 (de) | 1988-11-28 | 1988-11-28 | Verfahren zum ionenaustausch an glas oder glaskeramik |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3840071A1 true DE3840071A1 (de) | 1990-05-31 |
| DE3840071C2 DE3840071C2 (de) | 1991-01-10 |
Family
ID=6368013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3840071A Granted DE3840071A1 (de) | 1988-11-28 | 1988-11-28 | Verfahren zum ionenaustausch an glas oder glaskeramik |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5127931A (de) |
| JP (1) | JP2602560B2 (de) |
| CA (1) | CA2002496C (de) |
| DE (1) | DE3840071A1 (de) |
| FR (1) | FR2639935B1 (de) |
| GB (1) | GB2225318B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10018671A1 (de) * | 2000-04-14 | 2001-10-25 | Christian Schaeffer | Oberfläche von Gegenständen, insbesondere aus Glas oder keramischem Material mit gewünschten Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Erzeugung |
| DE102016125544A1 (de) | 2016-12-23 | 2018-06-28 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Herstellung einer biozid wirkenden Glasoberfläche eines Kalk-Natronsilicatglases |
Families Citing this family (20)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4115500C2 (de) * | 1991-05-11 | 1994-07-14 | Schott Glaswerke | Verfahren zur Herstellung von dekorierten Glaskeramikartikeln |
| JPH08160405A (ja) * | 1994-12-09 | 1996-06-21 | Seiko Instr Inc | 表示装置及びその製造方法 |
| US5733622A (en) * | 1995-06-07 | 1998-03-31 | International Business Machines Corporation | Edge strengthened substrate of a data storage disk and method for fabricating same |
| DE60234122D1 (de) * | 2001-12-20 | 2009-12-03 | Isuzu Glass Co Ltd | Verfahren zur bildung eines optischen wellenleiters |
| DE102004022629B9 (de) * | 2004-05-07 | 2008-09-04 | Schott Ag | Gefloatetes Lithium-Aluminosilikat-Flachglas mit hoher Temperaturbeständigkeit, das chemisch und thermisch vorspannbar ist und dessen Verwendung |
| RU2272184C1 (ru) * | 2004-08-09 | 2006-03-20 | Открытое акционерное общество "Ракетно-космическая корпорация "Энергия" имени С.П. Королева" | Способ определения характеристик безразмерных параметров течения потоков рабочей жидкости в зазорах гидрораспределителей сопло-заслонка |
| KR20060024047A (ko) * | 2004-09-13 | 2006-03-16 | 삼성코닝 주식회사 | 평면디스플레이장치용 유리기판 및 그 제조방법 |
| RU2272004C1 (ru) * | 2004-09-21 | 2006-03-20 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Обнинское научно-производственное предприятие "Технология" | Способ упрочнения изделий из стеклокристаллического материала бета-сподуменового состава путем ионного обмена |
| DE102006056088B9 (de) * | 2006-11-28 | 2013-05-08 | Schott Ag | Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Lithium-Alumino-Silikat-Glaskeramik durch Oberflächenmodifikation und durch dieses Verfahren hergestellte Lithium-Alumino-Silikat-Glaskeramik |
| FI122878B (fi) * | 2007-12-20 | 2012-08-15 | Beneq Oy | Menetelmä lasin seostamiseksi |
| US20120210749A1 (en) * | 2011-02-22 | 2012-08-23 | Jiangwei Feng | Ion exchange using nitrates and nitrites to prevent optical degradation of glass |
| CN102503176A (zh) * | 2011-09-29 | 2012-06-20 | 中国建材国际工程集团有限公司 | 一种提高透明导电膜玻璃强度的方法 |
| US9604871B2 (en) * | 2012-11-08 | 2017-03-28 | Corning Incorporated | Durable glass ceramic cover glass for electronic devices |
| JP6029547B2 (ja) * | 2013-07-08 | 2016-11-24 | コーニング精密素材株式会社Corning Precision Materials Co., Ltd. | 強化ガラスの製造方法及び該方法によって製造された強化ガラス |
| US9284211B2 (en) | 2013-08-08 | 2016-03-15 | Corning Incorporated | Methods of post processing a glass sheet |
| WO2016149860A1 (en) * | 2015-03-20 | 2016-09-29 | Schott Glass Technologies (Suzhou) Co. Ltd. | Thin glass article with a non-uniformly ion-exchanged surface layer and method for producing such a thin glass article |
| CN114341076B (zh) * | 2019-08-29 | 2024-08-27 | 康宁股份有限公司 | 超薄玻璃的离子交换工艺 |
| US20220289624A1 (en) * | 2021-03-12 | 2022-09-15 | Tubitak | Fast and economical glass functionalization in one step |
| CN115650589A (zh) * | 2022-09-09 | 2023-01-31 | 福州瑞克布朗医药科技有限公司 | 玻璃或微晶玻璃的强化方法以及碱性强化膏 |
| CN116535107B (zh) * | 2023-05-22 | 2024-10-29 | 温州市康尔微晶器皿有限公司 | 一种高Tg点玻璃的高温固相化学钢化方法 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2605883A1 (de) * | 1975-04-02 | 1976-10-14 | Yamamura Glass Co Ltd | Verfahren zur chemischen erhoehung der bruchfestigkeit von glasartikeln |
| DE2829963A1 (de) * | 1977-08-18 | 1979-03-01 | Domglas Ltd | Verfahren zur verstaerkung der oberflaeche von produkten aus kalksodaglas |
| DE3001460A1 (de) * | 1980-01-17 | 1981-07-23 | Brockway Glass Co. Inc., Brockway, Pa. | Verfahren zum verfestigen von glas durch ionenaustausch |
Family Cites Families (23)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1592429A (en) * | 1924-06-05 | 1926-07-13 | Charles A Kraus | Process of treating glass and the product thereof |
| US2919209A (en) * | 1955-01-04 | 1959-12-29 | Corning Glass Works | Sintered or bonded ceramic refractory body and method of making it |
| FR1297144A (fr) * | 1961-03-13 | 1962-06-29 | Saint Gobain | Procédé de coloration des verres |
| US3420698A (en) * | 1964-10-05 | 1969-01-07 | Owens Illinois Inc | Method of staining glass and glass staining compositions |
| US3844754A (en) * | 1966-02-23 | 1974-10-29 | Owens Illinois Inc | Process of ion exchange of glass |
| US3498773A (en) * | 1966-02-23 | 1970-03-03 | Owens Illinois Inc | Method of strengthening glass by ion exchange |
| US3524737A (en) * | 1967-06-01 | 1970-08-18 | Corning Glass Works | Method for thermochemical strengthening of glass articles |
| NL6803210A (de) * | 1968-03-07 | 1969-09-09 | ||
| US3607172A (en) * | 1968-11-01 | 1971-09-21 | Brockway Glass Co Inc | Tripotassium phosphate treatment for strengthening glass |
| GB1286516A (en) * | 1968-12-10 | 1972-08-23 | Brockway Glass Co Inc | Method of strengthening glass and increasing the scratch resistance of the surface thereof |
| GB1384936A (en) * | 1971-11-18 | 1975-02-26 | Liberty Glass Co | Process for strengthening glass objects |
| DE2263234C3 (de) * | 1972-12-23 | 1975-07-10 | Jenaer Glaswerk Schott & Gen., 6500 Mainz | Verfahren zur Herstellung von hochfesten und temperaturwechselbeständigen Glasgegenständen durch Oberflächenkristallisation unter Ausnutzung eines lonenaustausches innerhalb des Glases |
| US3791809A (en) * | 1973-01-12 | 1974-02-12 | Owens Illinois Inc | Method of strengthening glass articles using powdered salts for ion exchange |
| JPS5478714A (en) * | 1977-12-06 | 1979-06-23 | Asahi Glass Co Ltd | Glass coloring ink and method of coloring glass |
| JPS5837264B2 (ja) * | 1979-07-19 | 1983-08-15 | セントラル硝子株式会社 | 板ガラスの着色方法 |
| JPS56125245A (en) * | 1980-03-07 | 1981-10-01 | Yamamura Glass Kk | Reinforcement of glass product |
| JPS56169155A (en) * | 1980-05-27 | 1981-12-25 | Ishizuka Glass Ltd | Manufacture of tempered glass vessel |
| JPS5756353A (en) * | 1980-09-19 | 1982-04-03 | Nippon Sheet Glass Co Ltd | Manufacture of refractive index distribution type lens |
| JPS5914413B2 (ja) * | 1980-12-09 | 1984-04-04 | セントラル硝子株式会社 | 板ガラスの着色方法 |
| JPS5841742A (ja) * | 1981-09-07 | 1983-03-11 | Okuno Seiyaku Kogyo Kk | ガラス着色剤組成物 |
| SU1250531A1 (ru) * | 1984-08-29 | 1986-08-15 | Ленинградский ордена Трудового Красного Знамени технологический институт целлюлозно-бумажной промышленности | Способ изготовлени световодных и/или светоизолирующих структур в стекле |
| MX162912B (es) * | 1984-10-16 | 1991-05-20 | Vitro Tec Fideicomiso | Metodo para reforzar articulos de vidrio mediante intercambio ionico electrostatico |
| JPH0651582B2 (ja) * | 1985-03-12 | 1994-07-06 | セントラル硝子株式会社 | フロ−トガラスの化学強化方法 |
-
1988
- 1988-11-28 DE DE3840071A patent/DE3840071A1/de active Granted
-
1989
- 1989-11-02 GB GB8924706A patent/GB2225318B/en not_active Expired - Fee Related
- 1989-11-08 CA CA002002496A patent/CA2002496C/en not_active Expired - Fee Related
- 1989-11-27 FR FR898915552A patent/FR2639935B1/fr not_active Expired - Fee Related
- 1989-11-28 JP JP1308827A patent/JP2602560B2/ja not_active Expired - Fee Related
-
1991
- 1991-07-01 US US07/725,894 patent/US5127931A/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2605883A1 (de) * | 1975-04-02 | 1976-10-14 | Yamamura Glass Co Ltd | Verfahren zur chemischen erhoehung der bruchfestigkeit von glasartikeln |
| DE2829963A1 (de) * | 1977-08-18 | 1979-03-01 | Domglas Ltd | Verfahren zur verstaerkung der oberflaeche von produkten aus kalksodaglas |
| DE3001460A1 (de) * | 1980-01-17 | 1981-07-23 | Brockway Glass Co. Inc., Brockway, Pa. | Verfahren zum verfestigen von glas durch ionenaustausch |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Glastechn. Ber. 50, 1977, 4, 63-67 * |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10018671A1 (de) * | 2000-04-14 | 2001-10-25 | Christian Schaeffer | Oberfläche von Gegenständen, insbesondere aus Glas oder keramischem Material mit gewünschten Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Erzeugung |
| DE10018671C2 (de) * | 2000-04-14 | 2002-09-26 | Nanogate Technologies Gmbh | Verfahren zur Erzeugung einer hydrophoben Oberfläche von Gegenständen aus silikatkeramischen Werkstoffen sowie Gegenstand mit einer hydrophoben Oberfläche |
| DE102016125544A1 (de) | 2016-12-23 | 2018-06-28 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Herstellung einer biozid wirkenden Glasoberfläche eines Kalk-Natronsilicatglases |
| WO2018113823A1 (de) | 2016-12-23 | 2018-06-28 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur herstellung einer biozid wirkenden glasoberfläche eines kalk-natronsilicatglases |
| US11186519B2 (en) | 2016-12-23 | 2021-11-30 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Methhod for producing a biocidal glass surface of a soda-lime glass |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB8924706D0 (en) | 1989-12-20 |
| US5127931A (en) | 1992-07-07 |
| GB2225318B (en) | 1992-08-26 |
| FR2639935B1 (fr) | 1993-01-15 |
| GB2225318A (en) | 1990-05-30 |
| CA2002496C (en) | 1997-02-11 |
| JPH02188450A (ja) | 1990-07-24 |
| DE3840071C2 (de) | 1991-01-10 |
| JP2602560B2 (ja) | 1997-04-23 |
| FR2639935A1 (fr) | 1990-06-08 |
| CA2002496A1 (en) | 1990-05-28 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3840071C2 (de) | ||
| DE2401275C3 (de) | Verfahren zum Erzeugen von Druckspannungen in der Oberfläche und damit zum Verfestigen eines Silikatglasgegenstandes durch Alkaliionenaustausch und Anwendung des Verfahrens | |
| DE1496624B1 (de) | Glasgegenstand mit einer durch Ionenaustausch von Alkalien gebildeten aeusseren Druckspannungszone und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE3222702C2 (de) | Wärmebeständige anorganische Masse und deren Verwendung | |
| DE3741031A1 (de) | Desalkalisiertes tafelglas und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE2034393B2 (de) | Anwendung des Verfahrens zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit eines Glases durch Austausch von Natriumionen gegen Kaliumionen auf ein Glas, das verkürzte Austauschzeiten ermöglicht | |
| CH655804A5 (de) | Verfahren zur herstellung einer anzeigevorrichtung mit gast-wirt-fluessigkristall. | |
| DE1287763B (de) | ||
| DE2003332C3 (de) | Korrosionsbeständiges, teilweise kristallisiertes Email und Verfahren zum Herstellen eines Emailüberzuges | |
| DE1621409C3 (de) | Verfahren zum Herstellen eines cristobalithaltlgen Emailüberzuges auf einem Gegenstand aus Eisen oder Stahl | |
| DE2829963C2 (de) | Verfahren zur Verfestigung der Oberfläche von Produkten aus Natron-Kalkglas | |
| DE102006056088B9 (de) | Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Lithium-Alumino-Silikat-Glaskeramik durch Oberflächenmodifikation und durch dieses Verfahren hergestellte Lithium-Alumino-Silikat-Glaskeramik | |
| DE102016125544A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer biozid wirkenden Glasoberfläche eines Kalk-Natronsilicatglases | |
| DE1496086A1 (de) | Glas-Kristall-Mischkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| WO2010026258A1 (de) | Verfahren zur herstellung von thermisch gehärteten gläsern | |
| DE69206578T2 (de) | Zusätze für bleifreie Glasfritte. | |
| DE3823089A1 (de) | Pyrolytisch beschichtetes flachglas und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE4102635C2 (de) | Grundglas zur Herstellung poröser Gläser | |
| DE69316687T2 (de) | Verfahren zum Entfernen von an Sinterteilen anhaftendem Glas | |
| DE1910155C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines verstärkten, vollkristallisierten Glasgegenstandes mit Druckspannungen in der Oberfläche und Zugspannungen im Inneren sowie nach dem Verfahren hergestellter Glasgegenstand | |
| DE102005000865A1 (de) | Verfahren zum Niedertemperatur-Zusammenfügen von Körpern und verfahrensgemäß hergestellte Erzeugnisse | |
| DE1696063A1 (de) | Verfahren zur mechanischen Festigkeitsverbesserung von Glasgegenstaenden durch Ionenaustausch | |
| DE2551099C2 (de) | Stoffzusammensetzung für die Herstellung eines Glasüberzugs und Verfahren zum Herstellen derselben | |
| DE2718977A1 (de) | Verfahren zum chemischen verfestigen eines glasbehaelters | |
| DE853639C (de) | Verfahren zur optischen Verguetung von Glasoberflaechen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHOTT GLAS, 55122 MAINZ, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHOTT AG, 55122 MAINZ, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |