DE3739663A1 - Einstellbares federbein fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Einstellbares federbein fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein einstellbares Feder
bein für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Haupt
anspruches.
Einstellbare Federbeine der genannten Art sind allgemein
bekannt und werden unter anderen auch bei Motorrädern
verwendet.
Handelsübliche gattungsgemäße Federbeine besitzen als
wesentliche Merkmale ein vorgespanntes Federpaket mit
zwei Schraubenfedern, die unterschiedliche Federkonstan
ten aufweisen und durch einen Ringkörper voneinander
getrennt sind. Das Federpaket stützt sich an einem der
Federbeinenden an einer Anschlagbuchse ab, die dem
Ringkörper zugleich als Wegbegrenzung dient.
Die Einstellung des Federbeins geschieht durch Verdrehen
des Ringkörpers, der mit Rastflächen zusammenwirkt, die
unterschiedlich axial tief in die Anschlagbuchse hinein
reichen.
Ein wesentlicher Nachteil an derartigen Federbeinen
besteht darin, daß die Verstellbewegung einen hohen
Kraftaufwand erfordert.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes
einstellbares Federbein so weiterzuentwickeln, daß die
Betätigungskraft für die Einstellung verringert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß die Anschlagbuchse unbelastet vom Federpaket und
damit mit sehr geringer Kraft zu verstellen ist.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung besitzt ein
Ringkörper eine radiale Ausformung, die an jeweils einer
Rastfläche der Anschlagbuchse zur Anlage kommt. Die
Einstellung des Federbeins erfolgt durch Drehen der
Anschlagbuchse mit ihren unterschiedlich axial tief
hineinreichenden Rastflächen mit Fixieren der einge
stellten Position durch geeignete Mittel.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besitzt
die Anschlagbuchse ringkörperseitig eine durchgehend
plane Stirnseite. Die Einstellung des Federbeins erfolgt
durch Verschieben der Anschlagbuchse in axialer Rich
tung. Die jeweils eingestellte Position ist beispiels
weise fixiert durch einen Bolzen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ergibt sich der Vorteil,
daß die Ausgestaltung des Ringkörpers und der Anschlag
buchse vereinfacht wird.
Um die Anschlagbuchse gegen Klappern zu sichern, ist es
vorteilhaft, die Anschlagbuchse axial federvorgespannt
anzuordnen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt die
Anschlagbuchse stirnseitig eine in Umfangsrichtung
verlaufende Anlaufschräge, die sich an radial vorste
henden und am Ende des Befestigungsabschnitts angeord
neten Vorsprüngen abstützt. Beim Verdrehen der An
schlagbuchse wird dadurch eine Axialverstellung bewirkt.
In gleicher Weise läßt sich eine derartige Verstellung
erreichen durch ein Gewinde, das zweckmäßigerweise
selbsthemmend ausgeführt ist.
Bei diesen Ausführungsformen erreicht man den Vorteil,
daß bei einer federvorbelasteten Anschlagbuchse die
Verstellung entgegen der Federkraft infolge der Über
setzung aus der Anlaufschräge bzw. dem Gewinde wesent
lich erleichtert wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
der nachfolgenden Beschreibung und der dazugehörigen
Zeichnung näher dargestellt.
Die Zeichnung zeigt in ihrer einzigen Figur im Schnitt
ein Federbein in zwei eingestellten Positionen.
Ein einstellbares Federbein 1 weist eine Dämpfereinheit
2 auf, die allgemein bekannt und deshalb nicht näher
beschrieben ist. Am Ende einer Kolbenstange 2 a der Dämp
fereinheit 2 ist ein erster Befestigungsabschnitt für
einen oberen Federteller 3 vorgesehen, während ein
Dämpfergehäuse 2 b als zweiter Befestigungsabschnitt für
einen unteren Federteller 4 im Sinne der Erfindung
dient. Der untere Federteller 4 stützt sich über einen
mit dem Dämpfergehäuse 2 b fest verbundenen Stützring 5
axial ab. Zwischen den beiden Federtellern 3 und 4
befindet sich ein vorgespanntes Federpaket, bestehend
aus einer oberen Schraubenfeder 6 und einer unteren
Schraubenfeder 7, die durch einen Ringkörper 8 vonein
ander getrennt sind. Die untere Schraubenfeder 7 weist
gegenüber der oberen Schraubenfeder 6 eine geringere
Federkonstante auf. An dem Dämpfergehäuse 2 b befinden
sich zwei, am Umfang diametral zueinander versetzt
angeordnete, radiale Vorsprünge 9. Durch die Darstel
lungsart der Zeichnung ist nur ein Vorsprung 9 erkenn
bar. Über eine Kegelfeder 10, die sich an dem unteren
Federteller 4 abstützt, wird eine Anschlagbuchse 11
jeweils mit einer ihrer Stützflächen 12 an dem radialen
Vorsprung 9 in axialer Richtung angestellt. Die Stütz
flächen 12 sind durch Anlaufschrägen 13 verbunden.
Die Anschlagbuchse 11 ist auf dem Dämpfergehäuse 2 b
verschiebbar angeordnet und umschließt mit ihrer im
Durchmesser vorgrößerten Ringform die untere Schrauben
feder 7, auf einem Teil ihrer axialen Länge.
Solange der Ringkörper 8 während des Einfederns des
Federpaketes an der Anschlagbuchse 11 nicht zur Anlage
kommt, ergibt sich durch die Wirkung der weichen unteren
Schraubenfeder 7 eine insgesamt geringe Federkonstante
des Federpaketes. Dieser Zustand ist in der rechten
Figurenhälfte dargestellt. Mit zunehmender Einfederung
legt sich der Ringkörper 8 an die obere Stirnseite der
Anschlagbuchse 11 an, so daß nur noch die obere Schrau
benfeder 6 mit ihrer hohen Federrate wirksam wird.
Die Einstellung des Federbeines wird im folgenden
erläutert.
Ausgehend von der rechten Figurenhälfte wird bei Ver
drehen der Anschlagbuchse 11 nach links diese aus ihrer
Raststellung gebracht. Über die Anlaufschrägen 13 und
die radialen Vorsprünge 9 wird eine Axialbewegung der
Anschlagbuchse 11 entgegen der Vorspannung der Kegel
feder 10 in Richtung des Ringkörpers 8 bewirkt. Da die
Kegelfeder 10 eine geringe Federkonstante aufweist, wird
eine geringe Verstellkraft benötigt. Am Ende der Bewe
gung rastet die Anschlagbuchse 11 mit weiteren Stütz
flächen 12 in die radialen Vorsprünge 9 ein. Diese
Verstellposition ist in der linken Hälfte der Figur
dargestellt. Durch diese Verstellbewegung hat sich der
Abstand zwischen dem Ringkörper 8 und der Anschlagbuchse
11 verringert. Damit ist die weichere untere Schrauben
feder vollständig überbrückt, so daß ausschließlich die
härtere obere Schraubenfeder 6 wirksam ist.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß durch entsprechen
de Auslegung der Anlaufschrägen 13 die Anschlagbuchse 11
so verstellt werden kann, daß sie bei der verstellten
Position in einem, wenn auch geringen Abstand zum
Ringkörper 8 angeordnet ist.
Claims (6)
1. Einstellbares Federbein für Kraftfahrzeuge, ge
bildet durch wenigstens zwei hintereinanderge
schaltete, zu einem Federpaket zusammengefaßte
Schraubenfedern mit einem dazwischen angeordneten
Ringkörper, bei dem das Federpaket zwischen einem
oberen und unteren, an Befestigungsabschnitten des
Federbeins angeordneten Federtellern axial vor
gespannt ist und bei dem an mindestens einem
Befestigungsabschnitt eine Anschlagbuchse vorge
sehen ist, die bei belastetem Federpaket an dem
Ringkörper zur Anlage kommt und sich über einen
Teil der Länge einer Feder erstreckt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagbuchse (11) bei
nicht beaufschlagtem Federbein (1) vom Federpaket
unbelastet am Befestigungsabschnitt vorgesehen und
durch Verstellen der Anschlagbuchse (11) der
Abstand zwischen ihrer stirnseitigen Anlagefläche
und dem Ringkörper (8) veränderbar ist.
2. Einstellbares Federbein nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagbuchse (11) mit
stirnseitig angeordneten Rastflächen, die unter
schiedlich axial tief in die Anschlagbuchse (11)
hineinreichen, auf dem Befestigungsabschnitt
verdrehbar gehalten ist.
3. Einstellbares Federbein nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagbuchse (11)
in Richtung des Ringkörpers (8) verschiebbar und in
der jeweils eingestellten Position fixierbar ist.
4. Einstellbares Federbein nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagbuchse (11) sich
über eine schraubenförmige Verstellbewegung zum
Ringkörper (8) hin verlagern läßt.
5. Einstellbares Federbein nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagbuchse (11) an
ihrer dem Ringkörper (8) abgewandten Stirnseite
Anlaufschrägen (13) aufweist, die sich an radialen
Vorsprüngen (9) des Befestigungsabschnittes ab
stützen.
6. Einstellbares Federbein nach einem der Ansprüche 1,
3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Anschlagbuchse (11) gegen Federkraft in Richtung
des Ringkörpers (8) verstellen läßt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873739663 DE3739663A1 (de) | 1987-11-24 | 1987-11-24 | Einstellbares federbein fuer kraftfahrzeuge |
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| DE19873739663 DE3739663A1 (de) | 1987-11-24 | 1987-11-24 | Einstellbares federbein fuer kraftfahrzeuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3739663A1 true DE3739663A1 (de) | 1989-06-08 |
| DE3739663C2 DE3739663C2 (de) | 1989-11-02 |
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Family Applications (1)
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