DE3736679A1 - Verbindungsanordnung zwischen einem sanitaergegenstand und wasserleitungsrohren, insbesondere zur installation an leichtbauwaenden - Google Patents
Verbindungsanordnung zwischen einem sanitaergegenstand und wasserleitungsrohren, insbesondere zur installation an leichtbauwaendenInfo
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Verbindungsan
ordnung zwischen einem Sanitärgegenstand und Wasser
leitungsrohren, insbesondere zur Installation an
Leichtbauwänden umfassend wenigstens zwei einen Knie
abschnitt einschließende Anschlußstutzen und
Befestigungseinrichtungen zur Befestigung an der Wand
in definiertem Abstand zu einer benachbarten
derartigen Anordnung.
Verbindungsanordnungen der eingangs genannten Art sind
z.B. aus der DE-PS 30 35 935 bekannt. Diese dienen
allerdings nicht zur Installation von Sanitärgegen
ständen speziell an Leichtbauwänden, sondern die
Festlegung der Verbindungsanordnung erfolgt dort
derart, daß in Massivwände eine Ausnehmung einge
bracht, die Verbindungsanordnung mittels einer
Schablone fixiert und dann mit Gips festgelegt wird.
Speziell für die Installation in Leichtbauwänden
bestimmte Systeme umfassen eine relativ aufwendige
Tragekonstruktion, welche durch Gewindestangen und
diese Gewindestangen verbindende Knotenelemente
gebildet wird. Diese Systeme sind in der Herstellung
relativ kostenaufwendig und bedingen auch einen ganz
erheblichen Montageaufwand.
An sich sind auch bereits die Installation erleich
ternde Kunststoffknieelemente oder Verlängerungs
elemente bekannt, welche Anschlußstutzen mit Innen
gewinden aufweisen. Diese bekannten Verbindungsele
mente müssen bei einer Installation an Leichtbauwänden
mittels angeformter Befestigungseinrichtungen in eine
als Montagehilfe dienende Schiene eingesetzt werden,
welche ihrerseits wiederum an Verstrebungen od.dgl.
festgelegt wird.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde eine Verbindungsanordnung der eingangs
genannten Art so auszugestalten, daß sie bei kosten
günstiger Herstellbarkeit eine problemlose Montage und
einfache Handhabung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Verbindungsanordnung einen wenigstens eine
Befestigungsbohrung aufweisenden Befestigungsflansch
umfaßt und mit diesem einstückig aus Kunststoff
gespritzt ist.
Ein derartiger Befestigungsflansch mit einer Befesti
gungsbohrung ermöglicht es, die Verbindungsanordnung
an Leichtbauwänden, welche in der Regel aus zwei im
Abstand voneinander angeordneten Gipskartonplatten
bestehen, leicht zu befestigen. Die Verschraubung
direkt an einer Gipskartonplatte kann entweder von der
Flanschseite aus oder aber von der Rückseite der
Gipskartonwand her erfolgen.
Verbindungsanordnungen in der erfindungsgemäßen Ausge
staltung können sowohl zur Zuführung von Kalt- und
Warmwasser als auch zur Abführung von Abwasser für
Waschbecken, Urinale od.dgl. verwendet werden.
Die integrale Herstellung von Befestigungsanordnung
und Verbindungsanordnung macht nicht nur diese Her
stellung kostengünstig, sondern gewährleistet auch
eine hohe Stabilität und einen definierten Abstand
zwischen den Anschlußstutzen und der jeweiligen
Befestigungsbohrung, so daß eine leichte Montage
ermöglicht wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß an jedem Anschlußstutzen Innengewinde
angeordnet sind, welche durch umspritzte Metall-Mut
tern gebildet sind. Auf diese Weise werden Gewinde
realisiert, welche auch ein problemloses Lösen einer
einmal hergestellten Verbindung ermöglichen, und
welche hohe Anzugskräfte gestatten.
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß parallel zum
Befestigungsflansch verlaufend um jeweils 90° zueinan
der versetzt eine Mehrzahl von Anschlußstutzen vorge
sehen ist. Eine derartige Verbindungsanordnung ermög
licht nicht nur eine Verbindung z.B. zwischen Kaltwas
serzufluß und dem Wasserhahn eines Waschbeckens, son
dern auch die Installation einer Abzweigung zu einer
Geschirrspülmaschine, Waschmaschine od.dgl.
Günstigerweise sind die Anschlußstutzen durch eine
angespritzte, dünne Querwand verschlossen. Dement
sprechend ist es nicht erforderlich, auf die nicht
genutzten Anschlußstutzen Verschlußkappen aufzuschrau
ben, sondern es muß lediglich die dünne Kunststoff
querwand ausgebrochen werden, um einen benötigten
Ansatzstutzen nutzbar zu machen.
Mit besonderem Vorteil ist vorgesehen, daß die Verbin
dungsanordnung eine Montageplatte umfaßt, welche
Befestigungsbohrungen zur Schraubbefestigung an der
Wand einerseits und weiterer Verbindungsanordnungen
andererseits aufweist.
Eine derartige Montageplatte ermöglicht es, z.B. zwei
Verbindungsanordnungen für den Kalt- und Warmwasser
zufluß eines Waschbeckens auf der Montageplatte vorzu
montieren, wobei durch die vorgegebenen Befestigungs
bohrungen der genormte Abstand bereits vorgegeben ist,
und diese vormontierte Anordnung dann als Ganzes an
eine Leichtbauwand direkt anzuschrauben. Auf diese
Weise wird eine maßhaltige und horizontal ausgerich
tete Anbringung wesentlich erleichtert.
Die Befestigungsbohrungen für die Verbindungsanord
nungen in der Montageplatte sind vorzugsweise an den
Endpunkten eines gleichschenkligen Kreuzes angeordnet.
Wenn z.B. für eine Verbindungsanordnung der Flansch
mit einer Befestigungsbohrung sich seitlich erstreckt,
kann durch Auswahl einer entsprechenden Bohrung er
reicht werden, daß der parallel zur Wand verlaufende
Anschlußstutzen in der gewünschten Richtung weggeführt
wird, wobei in jedem Fall sichergestellt ist, daß der
Mittelpunkt des senkrecht zur Wand verlaufenden
Anschlußstutzens in die richtige Position gelangt.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeich
nung. Dabei zeigen
Fig. 1 erfindungsgemäße Verbindungsanordnungen auf
einer Montageplatte und
Fig. 2 eine Variante einer erfindungsgemäßen Verbin
dungsanordnung ohne Montageplatte.
Die in Fig. 1 dargestellten Verbindungsanordnungen 1
umfassen zwei Anschlußstutzen 2, 3, wovon sich einer
senkrecht und einer parallel zu der Wand erstreckt, an
der die Installation erfolgen soll.
Beide Anschlußstutzen weisen endseitig Innengewinde 4
auf, welche (wie in der Zeichnung im einzelnen nicht
dargestellt) durch eingespritzte Metall-Muttern gebil
det sind.
Der sich parallel zur Wand erstreckende Anschluß
stutzen 2 zweigt in einem Abstand a von dem hinteren
Ende des horizontalen Anschlußstutzens 3 ab, so daß
eine problemlose Anbringung von Rohren in dem Innen
gewinde 4 möglich ist.
Von dem Anschlußstutzen 3 weg erstreckt sich in einer
Richtung ein Flansch 5 mit einer Schraubenbohrung 6.
In diese ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 eine
Schraube 7 eingesetzt, welche in eine Bohrung 8 an
einer Montageplatte 9 eingreift.
Die Bohrungen 8 an der Montageplatte 9 sind in Form
eines gleichschenkligen Kreuzes angeordnet, welches
relativ zu dem Abstand der Bohrung 6 in dem Flansch 5
zu der Mittellängsachse 8′ des Anschlußstutzens 3 so
dimensioniert ist, daß die Mittellängsachse 8′ unab
hängig davon, in welche Richtung der Anschlußstutzen 3
abzweigen soll, stets die gewünschte, zentrierte
Position einnimmt, so daß die beiden Verbindungsanord
nungen 1, welche an der Montageplatte befestigt sind,
bzw. deren Mittellängsachsen 8′ einen festen vorgege
benen Abstand c einnehmen.
In Fig. 1 in der Mitte zwischen den Verbindungsanord
nungen 1 ist eine weitere Ausführungsform einer erfin
dungsgemäßen Verbindungsanordnung 1′ dargestellt,
welche Anschlußstutzen 2′ und 3′ aufweist, die über
einen Kniebereich 11 miteinander verbunden sind und
zum Anschluß des Ablaufes eines Waschbeckens dienen.
Auch die Verbindungsanordnung 1′ ist mit einem
Befestigungsflansch 5′ versehen und mittels einer
durch eine Befestigungsbohrung 6′ eingebrachten
Befestigungsschraube 7′ an der Montageplatte 9
befestigt.
Die Montageplatte 9 weist im übrigen neben den ein
Anschrauben der gesamten Anordnung an der Wand
ermöglichenden Bohrungen 8 etwa unter 45° zur Basis
linie verlaufende Langlöcher 10 auf, durch welche
ebenfalls Befestigungsschrauben eingebracht werden
können. Bei Verwendung dieser Langlöcher 10 liegt der
Schraubenkopf auf der Sichtseite gemäß der Darstellung
in Fig. 1, während in der Regel eine Befestigung durch
Bauschnellschrauben mittels der Bohrungen 8 von der
Rückseite her erfolgt.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung 1′′ umfaßt eine
Mehrzahl von Anschlußstutzen 2′′, 3′′ und einen Befesti
gungsflansch 5′′.
Eine derartige Verbindungsanordnung ermöglicht über
die Funktion eines reinen Kniestücks hinaus eine
Verteilerfunktion, also z. B. den Anschluß einer
Wasch- oder Spülmaschine.
Die Stirnseiten 12 der Anschlußstutzen 2′′ sind im
Anlieferungszustand durch eine dünne, umspritzte
Kunststoffwand 13 verschlossen (vgl. Fig. 2 oben),
welche bei den benötigten Anschlußstutzen 2′′ unter
Freilegung des Innengewindes 4′′ (wie in Fig. 2 links
dargestellt) aufgebrochen werden kann.
Wird eine Verbindungsanordnung, wie z.B. die Verbin
dungsanordnung 1′′ gemäß Fig. 2, nicht auf einer
Montageplatte 9 gemeinsam mit anderen Verbindungs
anordnungen angebracht, wird sie über die Befesti
gungsschrauben unter Zwischenlegung einer Abstands
scheibe entsprechend der Dicke der Montageplatte 9 an
der Wand montiert.
Aufgrund der Einstückigkeit und der damit verbundenen
Massivität der einzelnen Verbindungsanordnungen und
deren direkter Befestigung an der Wand wird eine sehr
hohe Stabilität und Tragfähigkeit erzielt.
Sollte es erforderlich werden, die einzelnen zu- bzw.
wegführenden Rohre gesondert noch festzulegen, kann
dies dadurch erreicht werden, daß an sich bekannte
Rohrschellen in Montageplatten mit Befestigungs
bohrungen eingeschraubt und diese Montageplatten von
der Wandrückseite her mittels Bauschnellschrauben
festgelegt werden.
Die erfindungsgemäße Verbindungsanordnung eignet sich
in besonderer Weise für die Anbringung an Leichtbau
wänden, kann aber ebenso vorteilhafterweise an Massiv
mauerwerk befestigt werden.
Claims (6)
1. Verbindungsanordnung zwischen einem Sanitärgegen
stand und Wasserleitungsrohren, insbesondere zur
Installation an Leichtbauwänden, umfassend wenigstens
zwei einen Knieabschnitt einschließende Anschluß
stutzen und Befestigungseinrichtungen zur Befestigung
an der Wand in definiertem Abstand zu einer benachbar
ten derartigen Anordnung, dadurch gekennzeichnet, daß
sie einen wenigstens eine Befestigungsbohrung (6)
aufweisenden Befestigungsflansch (5) umfaßt und mit
diesem einstückig aus Kunststoff gespritzt ist.
2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß an jedem Anschlußstutzen (2, 3)
Innengewinde (4) angeordnet sind, welche durch um
spritzte Metallmuttern gebildet sind.
3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Befesti
gungsflansch (5) verlaufend um jeweils 90° zueinander
versetzt eine Mehrzahl von Anschlußstutzen (2′′)
vorgesehen ist.
4. Verbindungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlußstutzen (2′′) durch
eine angespritzte, dünne Querwand (13) verschlossen
sind.
5. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Montage
platte (9) umfaßt, welche Befestigungsbohrungen (8, 10)
zur Schraubbefestigung an einer Wand einerseits und
weiterer Verbindungsanordnungen (1) andererseits
aufweist.
6. Verbindungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsbohrungen (8) an
den Endpunkten eines gleichschenkligen Kreuzes ange
ordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873736679 DE3736679A1 (de) | 1987-10-29 | 1987-10-29 | Verbindungsanordnung zwischen einem sanitaergegenstand und wasserleitungsrohren, insbesondere zur installation an leichtbauwaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873736679 DE3736679A1 (de) | 1987-10-29 | 1987-10-29 | Verbindungsanordnung zwischen einem sanitaergegenstand und wasserleitungsrohren, insbesondere zur installation an leichtbauwaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3736679A1 true DE3736679A1 (de) | 1989-05-11 |
Family
ID=6339361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873736679 Withdrawn DE3736679A1 (de) | 1987-10-29 | 1987-10-29 | Verbindungsanordnung zwischen einem sanitaergegenstand und wasserleitungsrohren, insbesondere zur installation an leichtbauwaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3736679A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1987
- 1987-10-29 DE DE19873736679 patent/DE3736679A1/de not_active Withdrawn
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