DE3734200A1 - Verfahren und vorrichtung zum entfernen anhaftenden schmiermittels von werkstuecken - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum entfernen anhaftenden schmiermittels von werkstueckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einerseits ein Verfahren zum Entfer
nen anhaftenden Schmiermittels von Werkstücken, insbesonde
re von kaltverformten Werkstücken der Massenfertigung, wie
beispielsweise Schrauben, Bolzen, Nieten und dergleichen,
gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie
eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Ober
begriff des Anpruchs 2.
Bei der Fertigung von Schrauben, Bolzen, Nieten und derglei
chen müssen die Werkstücke vor der Umformung mit Schmiermit
tel, beispielsweise Öl, benetzt werden. Dieser Schmiermittel
film ist für die weitere Bearbeitung der Werkstücke in aller
Regel hinderlich und muß daher entfernt werden. Zum Reinigen
der Werkstücke von Schmiermittel werden bislang öllösende
Mittel eingesetzt, die auf die Werkstücke gespritzt oder
durch die die Werkstücke im Durchlaufverfahren hindurchge
führt werden.
Die Verwendung solcher öllösenden Mittel, wie beispielswei
se Kaltreiniger, ist in der großtechnischen Anwendung nicht
unproblematisch, da dafür gesorgt werden muß, daß die beim
Reinigungsvorgang austretenden, in der Regel gesundheitsge
fährdenden Dämpfe abgesaugt und aufgefangen werden. Deswei
teren sind diese Reinigungsmitel, insbesondere wenn sie
im Durchlaufbad verwendet werden, nach gewisser Zeit er
schöpft, so daß sie ersetzt werden müssen. Da das Schmier
mittel in der Regel nicht mit vertretbarem Aufwand vom Rei
nigunsmittel getrennt werden kann, sind die mit Schmiermit
tel angereicherten Reinigungsmittel, die im großindustriel
len Einsatz in erheblichen Mengen anfallen, zu entsorgen.
Eine solche Entsorgung ist zum einen teuer und kann zum
anderen nie vollständig erfolgen, so daß eine gewisse Umwelt
belastung nicht auszuschließen ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dem
die Schmiermittelrückstände auf den Werkstücken auf möglichst
einfache Weise ohne Einsatz von Lösungsmitteln entfernt
werden können, wobei eine zumindest teilweise Rückgewinnung
der Schmiermittel erstrebt wird. Desweiteren soll eine Vor
richtung zum Ausführen eines solchen Verfahrens geschaffen
werden.
Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird nach der Erfin
dung mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufge
führten Merkmale gelöst.
Die Lösung des gegenständlichen Aufgabenteils besteht in
den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 2 aufgeführten
Merkmalen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden die mit Schmier
mittel behafteten Werkstücke weitgehend vom Schmiermittel
befreit, das von dem Luftstrom mitgerissen und anschließend
aus dem Luftstrom abgeschieden wird. Die Entfernung des
anhaftenden Schmiermittels von den Werkstücken ist dabei
um so größer, je geringer die Viskosität des Schmiermittels
ist. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, die Werkstücke
möglichst direkt nach der Kaltverformung oder spanenden
Bearbeitung, also in noch bearbeitungswarmem Zustand dem
Luftstrom zuzuführen, damit das Schmiermittel möglichst
vollständig vom Luftstrom mitgerissen wird. Das erfindungs
gemäße Verfahren benötigt keinerlei zusätzliche Reinigungs
substanzen. Auf umweltbelastende Reinigungsmittel und die
damit verbundene problematische Entsorgung kann vollständig
verzichtet werden. Zudem wird das vom Luftstrom mitgeris
sene Schmiermittel aus diesem abgeschieden, so daß es gesam
melt und dem Bearbeitungsprozeß wieder zugeführt werden
kann. Durch den geschlossenen Luftstromkreislauf ist dafür
Sorge getragen, daß das Schmiermittel nahezu vollständig
aufgefangen und die im Kreislauf befindliche mit Schmiermit
tel angereicherte Luft nicht ins Freie gelangt. Neben dem
Befreien der Werkstücke von Schmiermittel werden bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren auch andere Verunreinigungen,
wie beispielsweise Spanreste und dergleichen entfernt, so
daß die mit diesem Verfahren behandelten Werkstücke direkt
zur Weiterverarbeitung oder zum Endverbraucher geleitet
werden können.
Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren
mittels einer Vorrichtung angewendet, wie sie Anspruch 2
der Erfindung lehrt. Diese Vorrichtung ist aus handelsüb
lichen Aggregaten, und zwar einer Fördereinrichtung, einem
Verdichter, einem Schmiermittelvorabscheider, einem elektro
statischen Filter und entsprechenden Leitungen zur Führung
des Luftstroms aufgebaut. Diese Bauteile ermöglichen einen
einfachen und kostengünstigen Aufbau der Vorrichtung, so
daß Reparaturen und Wartungsarbeiten auch durch angelernte
Hilfskräfte ausgeführt werden können. Statt des Schmiermit
telvorabscheiders und des nachgeschalteten elektrostatischen
Filters können auch andere Filtereinrichtungen zur Abschei
dung des Schmiermittels aus dem Luftstrom eingesetzt werden.
Die hier vorgeschlagene Lösung bietet jedoch den Vorteil,
daß die im Luftstrom mitgeführten Schmiermittel- und Fest
partikel weitgehend im Vorabscheider ausgeschieden werden,
so daß die Belastung des elektrostatischen Filtes verhält
nismäßig gering ist. Hierdurch wird ein besonders guter
Filtereffekt erreicht und die Wartungsintervalle können
deutlich verlängert werden.
Bei Einsatz eines Elektrofilters ist die Vorschaltung eines
Zyklonabscheiders gemäß Anspruch 3 besonders günstig. Der
Zyklonabscheider erfüllt zum einen die Aufgabe der Vorreini
gung der Luft, d. h. ein Großteil des im Luftstrom befind
lichen Schmiermittels sowie mitgeführte Feststoffpartikel
werden strömungstechnisch vom Luftstrom getrennt, zum ande
ren wird die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms im
Zyklonabscheider erheblich herabgesetzt, was erforderlich
ist, damit der elektrostatische Filter wirkungsvoll arbeiten
kann. Um einen guten Reinigungseffekt zu erreichen, muß
die Geschwindigkeit des Luftstroms im Bereich der Förderein
richtung möglichst hoch sein, sie liegt beispielsweise bei
20 m/s. Der wirkungsvolle Einsatz des Elektrofiltes ist
jedoch nur bei verhältnismäßig geringer Luftstromgeschwindig
keit, bei handelsüblichen Elektrofiltern etwa unterhalb
3 m/s, möglich. Durch den Einsatz des Zyklonabscheiders
wird die Strömungsgeschwindigkeit entsprechend verringert.
Um die vom Zyklonabscheider abgeschiedenen Schmiermittelan
teile und Feststoffpartikel voneinander zu trennen, kann
diesem ein einfacher mechanischer Filter nachgeschaltet
werden, der die Feststoffpartikel zurückhält, so daß die
gewonnenen Schmiermittel dem Verarbeitungsprozeß wieder
zugeführt werden können.
Um ein Austreten des Luftstroms aus dem geschlossenen Kreis
lauf, insbesondere ein Austreten von mit Schmiermittel ange
reicherter Luft weitgehend zu vermeiden, ist eine Ausbildung
gemäß Anspruch 4 vorteilhaft. Dadurch, daß der Luftstrom
in dem quasi offenen Bereich des Kreislaufs, nämlich dort,
wo er die Fördereinrichtung quert, durch je einen Aus- und
Eintrittsleitkanal geführt ist, wird der Luftstrom zwangsge
führt, so daß praktisch keine Luft aus dem geschlossenen
Kreislauf tritt.
Insbesondere bei der Massenfertigung, beispielsweise bei
der Formgebung von Schrauben, Nieten und dergleichen, hat
sich eine Ausbildung gemäß Anspruch 5 bewährt, bei der die
Fördereinrichtung als kontinuierlich umlaufendes Förderband
ausgebildet ist. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht die
Eingliederung der Vorrichtung in einen kontinuierlichen
Fertigungsprozeß.
Bei kleinen und leichten Werkstücken ist eine Ausbildung
gemäß Anspruch 6 zu bevorzugen, bei welcher der Luftstrom
in Schwerkraftrichtung durch das Förderband geleitet wird.
Das Förderband ist dabei so ausgelegt, daß es für den Luft
strom einen möglichst geringen Strömunswiderstand bildet,
andererseits aber die zu transportierenden Werkstücke sicher
hält. Durch diese Anordnung wird die Reinigungswirkung einer
seits durch Schwerkraft unterstützt, andererseits wird ver
mieden, daß die Werkstücke selbst vom Luftstrom mitgerissen
werden können.
Für Werkstücke runden Querschnitts ist eine Ausbildung des
Förderbands gemäß Anspruch 7 von Vorteil, wonach das Förder
band eine im Querschnitt sich nach unten verjüngende Rinne
aufweist, in der die durchlaufenden Werkstücke axial ausge
richtet geführt sind. Diese Rinne ist nach oben und unten
hin völlig offen, so daß die Werkstücke eine linien- oder
punktförmige Berührung mit der Rinne haben und praktisch
allseits frei zugänglich sind. Der Transport der Werkstücke
erfolgt dabei über schmale, in die Rinne eingreifende Mit
nehmer, die beispielsweise über eine seitlich geführte und
angetriebene Kette oder dergleichen bewegt werden. Durch
diese Ausbildung kann der durch das Förderband, also durch
die Rinne tretende Luftstrom die Werkstücke praktisch all
seits umströmen und vom Schmiermittel befreien; zudem hat
die nach oben und unten offene Rinne einen denkbar geringen
Strömungswiderstand und bildet gleichzeitig eine seitliche
Leitwirkung für den Luftstrom. Durch den bei dieser Bauart
großen Strömungsquerschnitt des Förderbands tritt zusätzlich
ein gewünschter Selbstreinigungseffekt auf, so daß Abstreif
vorrichtungen am Förderband in der Regel entfallen können.
Um Werkstücke unterschiedlicher Durchmesser auf ein und
demselben Förderband durch den Luftstrom transportieren
zu können, ist eine Ausbildung gemäß Anspruch 8 vorteilhaft,
bei der der Abstand der Förderbandwangen zueinander verstell
bar ist. Vorteilhaft ist diese Ausbildung mit entsprechend
anpaßbaren Ein- und Austrittsleitkanälen versehen, wie es
Anspruch 10 lehrt. Je nach Einatzgebiet der Vorrichtung
kann es erforderlich sein, daß Werkstücke unterschiedlicher
Größe hintereinander zu reinigen sind. In einem solchen
Fall ist eine Ausbildung der Fördereinrichtung gemäß An
spruch 9 zweckmäßig, bei der das Förderband zumindest im
Bereich des Luftstromdurchtritts als Förderrinne mit perfo
riertem Boden ausgebildet ist. Bei einer solchen Förderrinne
kann der Boden beispielsweise als umlaufendes Gitterband
ausgebildet sein, auf dem die Werkstücke liegen. Die rinnen
förmige Ausbildung des Bands im Bereich des Luftstromdurch
tritts sorgt hier einerseits für eine seitliche Führung
der Werkstücke auf dem Förderband und unterstützt anderer
seits die Leitwirkung für den Luftstrom.
Eine Ausführung gemäß Anspruch 10, die verstellbare Aus-
und Eintrittsleitkanäle beschreibt, ist dort vorteilhaft
einzusetzen, wo unterschiedliche Fördereinrichtungen einge
setzt werden oder wo Förderbänder mit verstellbaren Wangen
oder dergleichen vorhanden sind, also überall dort, wo die
Leitkanäle an die Förderbandgeometrie anzupassen sind, um
einen Luftaustritt aus dem geschlossenen Kreislauf weit
gehend zu vermeiden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung
zum Entfernen anhaftenden Schmiermittels von
Werkstücken;
Fig. 2 in schematischer Darstellung die funktionelle Zu
ordnung der einzelnen Aggregate zueinander;
Fig. 3 einen Werkstückförderer im Querschnitt und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines Werkstückför
derers im Querschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Entfernen anhaf
tenden Schmiermittels von Werkstücken 2 ist für den kontinu
ierlichen Betrieb ausgelegt und arbeitet mit einem Förder
band 1. Über das Förderband 1 werden Werkstücke 2, beispiels
weise Schrauben, Nieten, Bolzen und dergleichen dem Reini
gungsvorgang zugeführt und nach dem Entfernen des Schmier
mittels der Weiterverarbeitung zugeleitet.
Das Entfernen anhaftenden Schmiermittels von den Werkstücken
2 erfolgt durch einen Luftstrom 3 hoher Geschwindigkeit,
der in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Dieser Luftstrom
3 wird von einem als Hochdruckgebläse ausgebildeten Verdich
ter 4 erzeugt. Die Austrittsöffnung 5 des Verdichters 4
ist über ein flexibles Rohr 6 mit einem Luftaustrittsleit
kanal 7 verbunden. Der Luftaustrittsleitkanal 7 mündet di
rekt in das Förderband 1.
Der aus dem Luftaustrittsleitkanal 7 tretende Luftstrom
3 hoher Geschwindigkeit durchströmt dann das in diesem Be
reich weitgehend luftstromdurchlässige Förderband 1 und
wird direkt unter dem Förderband 1 durch einen Lufteintritts
leitkanal 8 aufgenommen. Vom Lufteintrittsleitkanal 8 ge
langt der Luftstrom 3 weiterhin mit hoher Geschwindigkeit
durch ein Verbindungsrohr 9 zu einem Schmiermittelvorab
scheider 10.
Der Schmiermittelvorabscheider 10 ist als Zyklonabscheider
ausgebildet. Der Luftstrom 3 wird tangential in den Zyklon
abscheider 10 eingeleitet, so daß die Strömung im Zyklonab
scheider 10 um die Behälterachse in Rotation versetzt wird.
Durch die Fliehkraft werden die Verunreinigungen, also das
im Luftstrom 3 befindliche Schmiermittel und ggf. andere
Festpartikel ausgeschleudert. Die ausgeschleuderten Rück
stände gelangen an der Innenwandung des Zyklonabscheiders
10 entlang zu dem in den Figuren trichterförmig dargestell
ten Schmiermittelauslaß 11, wo das dem Luftstrom 3 entzogene
Schmiermittel aufgefangen und ggf. von Feststoffpartikeln
gereinigt wird, um dann dem Fertigungsprozeß zur Wiederver
wendung geführt zu werden. Zugleich erfolgt innerhalb des
Zyklonabscheiders 10 durch die Raumerweiterung eine Geschwin
digkeitssenkung des Luftstroms, so daß der aus dem Zyklonab
scheider 10 tretende Luftstrom 12 (Fig. 2) eine erheblich
geringere Geschwindigkeit aufweist, als der Luftstrom 3.
Austrittsseitig ist der Zyklonabscheider 10 über ein Verbin
dungsrohr 13 mit einem elektrostatischen Filter 14 verbunden,
dessen Ausgang mit der Ansaugseite des Verdichters 4 verbun
den ist, so daß ein geschlossener Luftstromkreislauf gebil
det ist. Der elektrostatische Filter 14 entfernt die feine
ren Schmiermittel- und Feststoffpartikel, die im Schmiermit
telvorabscheider 10 nicht abgeschieden wurden. Auch die
im Elektrofilter 14 abgeschiedenen Schmiermittel werden
aufgefangen und der Fertigung zur Wiederverwendung zugeführt.
Für den Reinigungsvorgang entscheidend ist, daß die Geschwin
digkeit des Luftstroms 3 entsprechend der Viskosität des
zu entfernenden Schmiermittels gewählt wird, damit eine
möglichst vollständige Entfernung des Schmiermittels erfolgt.
Die Reinigungswirkung ist um so größer, je geringer die
Viskosität des Schmiermittels ist, weshalb die Werkstücke
möglichst direkt nach der Bearbeitung in noch bearbeitungs
warmem Zustand der Vorrichtung zugeführt werden. Bei der
vorliegenden Ausführung erzeugt das Hochdruckgebläse 4 einen
Druck von 7000 Pa bei 2400 U/min, die Verdichterleistung
beträgt dabei 1850 m3/h. Die hier angegebenen Werte sind
nur beispielhaft zu verstehen und auf die Erfordernisse
im Einzelfall abzustimmen.
Um ein Austreten des Luftstroms 3 aus dem geschlossenen
Kreislauf weitgehend zu verhindern, sind die Aus- und Ein
trittsleitkanäle 7, 8 an die Förderbandgeometrie angepaßt.
Der Lufteintrittsleitkanal 8 ist hierzu an die Unterseite
des Förderbands 1 geflanscht und fest mit dem Führungsteil
des Föderbands 1 verbunden. Der Luftaustrittsleitkanal
7 ist dagegen durch das flexible Rohr 6 vertikal verschieb
bar, so daß er entsprechend der Werkstückhöhe so eingestellt
werden kann, daß die Werkstücke 2 gerade zwischen der Unter
kante des Leitkanals 7 und dem Förderband 1 hindurchtreten
können.
Die Luftleitkanäle 7 und 8 können je nach Ausbildung des
Förderbands 1 derart gestaltet sein, daß auch die Aus- und
Eintrittsquerschnitte der Leitkanäle 7 und 8 entsprechend
der Förderbandgeometrie angepaßt werden können.
Die in den Fig. 1 und 3 dargestellte Ausführungsform
des Förderbands 1 ist insbesondere für Werkstücke runden
Querschnitts vorteilhaft. Das Förderband 1 weist eine nach
unten und oben offene Förderrinne 15 auf, die aus zwei etwa
L-förmigen wangenartigen Winkelprofilen 16 gebildet ist.
Die Wangen 16 sind so zueinander angeordnet, daß sie die
sich von oben nach unten im Querschnitt verjüngende Förder
rinne 15 bilden. Der Abstand der Wangen 16 ist einstellbar
und wird je nach Werkstückdurchmesser derart gewählt, daß
die Werkstücke 1 durch Schwerkraft innerhalb der Förderrinne
15 gehalten sind. Der Vorteil dieser Halterung liegt darin,
daß die Werkstücke 2 praktisch allseits umströmt werden
und lediglich punkt- oder linienförmig am Förderband 1 an
liegen. Desweiteren wird durch die Wangen 16 der Förderrinne
15 der Luftstrom 3 kanalisiert. Er kann nur noch seitlich
durch die Förderrinne 15 treten.
Der Transport der Werkstücke 2 innerhalb der Föderrinne
15 erfolgt durch Mitnehmer 17, die an der Außenseite der
Förderrinne 15 an einer Vorschubeinrichtung 18, beispiels
weise einer Zugkette, angebracht sind und bis in die Förder
rinne 15 greifen. Durch die in die Förderrinne 15 greifenden
Mitnehmer 17 werden die Werkstücke 2 quer zum Luftstrom
3 durch die Förderrinne 15 transportiert.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführung eines Förderbands 1′,
das eine Förderrinne 15′ etwa U-förmigen Querschnitts auf
weist. Die Förderrinne 15′ ist nach oben offen und an ihrer
Unterseite durch ein gitterförmiges Bodenblech 19 abgeschlos
sen. Das gitterförmige Bodenblech 19 ist dabei so ausgebil
det, daß einerseits ein möglichst großer Luftdurchlaß mit
geringem Strömungswiderstand gebildet, andererseits ein
Durchfallen von Werkstücken 2 unmöglich ist. Der Transport
der Werkstücke 2 innerhalb des Förderbands 1′ erfolgt eben
falls über hängend in die Förderrinne 15′ greifende Mitneh
mer 17′, die durch eine Vorschubeinrichtung 18′ bewegt wer
den. Diese Ausführungsform ist insbesondere für flache Werk
stücke 2 vorgesehen.
Statt der hängend eingreifenden Mitnehmer 17′ und des fest
mit der Förderrinne 15′ verbundenen Bodenblechs 19 kann
im Boden der Förderrinne 15′ auch ein Gitterband umlaufen,
auf dem die Werkstücke 2 liegen.
Wie die vorstehend beschriebene Ausführungsform beispielhaft
zeigt, ist die Ausbildung und Anordnung der Fördereinrichtung
auf die Werkstückgeometrie abzustimmen, und zwar so, daß
die Werkstücke 2 mit möglichst geringem Strömungswiderstand
allseits vom Luftstrom 3 umströmt werden können und ein
seitlicher Luftaustritt aus dem geschlossenen Luftstromkreis
lauf weitgehend verhindert wird.
Bezugszeichenaufstellung
1 - Förderband
2 - Werkstücke
3 - Luftstrom hoher Geschwindigkeit
4 - Verdichter
5 - Austrittsöffnung von 4
6 - flexibles Rohr
7 - Luftaustrittsleitkanal
8 - Lufteintrittsleitkanal
9 - Verbindungsrohr
10 - Schmiermittelvorabscheider
11 - Schmiermittelauslaß
12 - Luftstrom hinter 10
13 - Verbindungsrohr
14 - elektrostatischer Filter
15 - Förderrinne
16 - Wangen
17 - Mitnehmer
18 - Vorschubeinrichtung
19 - Bodenblech
2 - Werkstücke
3 - Luftstrom hoher Geschwindigkeit
4 - Verdichter
5 - Austrittsöffnung von 4
6 - flexibles Rohr
7 - Luftaustrittsleitkanal
8 - Lufteintrittsleitkanal
9 - Verbindungsrohr
10 - Schmiermittelvorabscheider
11 - Schmiermittelauslaß
12 - Luftstrom hinter 10
13 - Verbindungsrohr
14 - elektrostatischer Filter
15 - Förderrinne
16 - Wangen
17 - Mitnehmer
18 - Vorschubeinrichtung
19 - Bodenblech
1′ - Förderband
15′ - Förderrinne
17′ - Mitnehmer
18′ - Vorschubeinrichtung
15′ - Förderrinne
17′ - Mitnehmer
18′ - Vorschubeinrichtung
Claims (10)
1. Verfahren zum Entfernen anhaftenden Schmiermittels von
Werkstücken, insbesondere von kaltverformten Werkstücken
der Massenfertigung, dadurch gekennzeich
net, daß die mit Schmiermittel behafteten Werkstücke (2)
mittels einer Fördereinrichtung (1) quer durch einen in
geschlossenem Kreislauf geführten Luftstrom (3) hoher Ge
schwindigkeit bewegt werden, und daß anschließend das vom
Luftstrom (3) mitgerissene Schmiermittel aus dem Luftstrom
(3) abgeschieden wird.
2. Vorrichtung zum Entfernen anhaftenden Schmiermittels von
Werkstücken, insbesondere zur Ausführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verdichter (4) vorgesehen ist, der einen Luftstrom
(3) hoher Geschwindigkeit erzeugt, daß in Strömungsrichtung
hinter dem Verdichter (4) eine den Luftstrom (3) kreuzende
Fördereinrichtung (1, 1′) angeordnet ist, welche die Werk
stücke (2) etwa quer durch den Luftstrom (3) transportiert,
und daß in den kanalisierten Strömungsweg (9) des Luftstroms
(3) hinter der Fördereinrichtung (1, 1′) ein Schmiermittel
vorabscheider (10) angeordnet ist, an den sich ein elektro
statischer Filter (14) anschließt, dessen Abströmseite mit
dem Eingang des Verdichters (4) leitungsverbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Schmiermittelvorabscheider (10) ein
Zyklonabscheider vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Luftstrom (3) im Bereich
der Fördereinrichtung (1, 1′) durch einen Austrittsleitkanal
(7) und einen Eintrittsleitkanal (8) geführt ist, die bis
nahe an die Fördereinrichtung (1) reichen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Förder
einrichtung (1, 1′) als kontinuierlich umlaufendes Förder
band ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Luftstrom (3) in Schwerkraftrich
tung durch das Förderband (1, 1′) geleitet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, insbesondere für
Werkstücke runden Querschnitts, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Förderband (1) zumindest im Bereich
des Luftstromdurchtritts eine im Querschnitt sich nach unten
verjüngende Rinne (15) aufweist, die nach oben und unten hin
offen ist, und in die seitlich geführte sowie in Längsrichtung
der Rinne (15) bewegte Mitnehmer (17) eingreifen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rinne (15) aus zwei gegenüberlie
genden und im Abstand zueinander verstellbaren Wangen (16)
gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Förderband (1′) zumindest
im Bereich des Luftstromdurchtritts als Förderrinne (15′)
ausgebildet ist und einen perforierten Boden (19) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Aus- und
Eintrittsleitkanäle (7, 8) zur Anpassung an die Förderband
geometrie verstellbar ausgebildet sind.
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|---|---|---|---|
| DE19873734200 DE3734200A1 (de) | 1987-10-09 | 1987-10-09 | Verfahren und vorrichtung zum entfernen anhaftenden schmiermittels von werkstuecken |
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| DE3734200A1 true DE3734200A1 (de) | 1989-04-27 |
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|---|---|---|---|
| DE19873734200 Withdrawn DE3734200A1 (de) | 1987-10-09 | 1987-10-09 | Verfahren und vorrichtung zum entfernen anhaftenden schmiermittels von werkstuecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3734200A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1987
- 1987-10-09 DE DE19873734200 patent/DE3734200A1/de not_active Withdrawn
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