DE3732840A1 - Pharmazeutische und kosmetische anti-akne-zusammensetzung - Google Patents
Pharmazeutische und kosmetische anti-akne-zusammensetzungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine pharmazeutische
oder kosmetische Zusammensetzung zur Behandlung verschiedener
Hautkrankheiten, insbesondere zur Behandlung
von Akne, die als aktiven Bestandteil ein Peroxid mit
einem aromatischen Radikal und einer gesättigten Gruppe
enthält.
Die Akne ist bekannterweise eine polymorphe Hautstörung
(im gleichen Individium existieren mehrere Arten von
Läsionen), die im allgemeinen in derPupertät auftritt
und in der Mehrzahl der Fälle im Alter von 20 bis 25
Jahren spontan zurückgeht.
Die Akne tritt insbesondere in den an Talgdrüsen reichen
Zonen auf, die eine gewisse Abhängigkeit dieser Hauterkrankung
gegenüber dem Sebum, dem Syntheseprodukt der
Drüse, zeigen.
Die Zunahme der hormonalen Aktivität während der Pupertät
ruft eine Hyperaktivität der Talgdrüsen hervor und das
so erzeugte Sebum fließt dann durch den pilosebaceischen
Kanal gegen die Hautoberfläche.
Die Ethiopathogenese der Akne, obwohl sie schlecht
definiert ist, hat ihren Ursprung in der Bildung einer
charakteristischen Läsion, dem Comedon. Dieses bewirkt
eine Verstopfung des pilosebaceischen Kanals, und führt
in der Folge zu einer Diskeratinisierung der Zone des
Infundibilums des Kanals.
Diese Verstopfung bewirkt hauptsächlich eine Veränderung
der Viskosität des Sebums und der physikalisch-
chemischen Eigenschaften des Milieus (pH, Sauerstoff-
Dampfdruck . . .).
Diese Modifizierung erlaubt eine übermäßige Vermehrung
(Hyperproliferation) der vorhandenen cutanen Stämme,
insbesondere von Propionibacterium acnes, eines anaeroben
oder lufttoleranten Stammes.
Diese übermäßige bakterielle Vermehrung hat eine Freisetzung
bestimmter Proteasen bakteriellen Ursprungs im
Milieu zur Folge, die eine Lyse der Follikel sowie die
Freisetzung von Entzündungen bewirkenden Verbindungen
im Inneren der Haut bewirken und eine entzündliche
Reaktion des Organismus auslösen.
Die wesentlichen Elemente der Pathologie der Akne sind
deshalb
- - eine Vergrößerung der Talgexkretion,
- - eine Störung der Keratinisierung des pilosebaceischen Kanals, und
- - eine übermäßige bakterielle Vermehrung, insbesondere von Propionibacterium acnes.
Ein gutes Anti-Akne-Mittel, das zur wirksamen Behandlung
der Akne geeignet ist, sollte deshalb die folgenden
Wirkungen zeigen:
- a) eine keratolytische und comedolytische Wirkung im Hinblick auf eine Vermeidung von Hyperkeratose der Follikel und eine Ausschaltung des Comedons,
- b) eine bakteriostatische Wirkung im Hinblick darauf, die Wirkung des Propionibacterium acnes zu hemmen, und
- c) eine sebostatische Aktivität im Hinblick auf eine Inhibierung der Hyperseborrhoe.
Es sind eine Vielzahl von Anti-Akne-Mitteln vorgeschlagen
worden, aber keines kann den Anspruch erheben,
einen Komplex von Eigenschaften zu besitzen, die eine
wirksame Behandlung ohne sekundäre Nebenwirkungen ermöglichen.
Unter diesen Mitteln ist das bekannteste mit Sicherheit
das Benzoylperoxid, das ein antibakterielles Mittel
ist, das gleichzeitig keratolytische Eigenschaften
besitzt.
Nichtsdestoweniger weist die Verwendung von Benzoylperoxid
bestimmte Nachteile auf aufgrund seiner Instabilität,
seiner Reaktivität und seiner sekundären Effekte.
Als sekundären Effekt weist das Benzoylperoxid eine bestimmte
Aggressivität auf, die während der Behandlung
zu häufigen Unverträglichkeiten führen kann, wie z. B.
zu Juckreiz, und es wird deshalb in relativ geringen
Konzentrationen verwendet.
Die vorliegende Erfindung stellt eine neue Anti-Akne-
Zusammensetzung bereit, die eine Behandlung der verschiedenen
Zustände der Akne erlaubt, und deren keratolytische,
comedolytische und bakteriostatische Wirksamkeit
der von Zusammensetzungen auf der Basis von
Benzoylperoxid überlegen ist.
Die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen
Verbindungen sind aufgrund ihrer lipophilen
Eigenschaften durchdringender und bewirken deshalb
einen Durchtritt der Benzoesäure oder ihrer Derivate
durch die Haut, die einerseits eine gut bekannte keratolytische
Eigenschaft besitzen, und andererseits den
pH-Wert in einer für die Inhibierung der Wirkung von
Propionibacterium acnes günstigen Zone verringern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine pharmazeutische
oder kosmetische Zusammensetzung, die als
aktiven Bestandteil mindestens ein Peroxid mit einem
aromatischen Radikal und einer gesättigten Gruppe enthält, das die folgende allgemeine Formel besitzt:
worin:
R₁ein lineares oder verzweigtes Alkylradikal mit
3 bis 17 Kohlenstoffatomen darstellt, das unsubstituiert
oder durch ein oder mehrere Halogene substituiert
ist, und durch eine Carbonylgruppe unterbrochen
sein kann, und eine terminale veresterte
oder nicht veresterte Carboxylgruppe tragen kann,
oder R₁ ein Cycloalkylradikal mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen
darstellt, und
R₂ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, ein Radikal-CF₃,
ein Methoxy- oder Ethoxy-Radikal oder ein Acylradikal
mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomen
darstellt.
Die mit Hilfe der aktiven, in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
enthaltenen Verbindungen durchgeführten
pharmakologischen Untersuchungen haben eine keratolytische
und comedolytische Wirkung gezeigt, die der von Benzoylperoxid
deutlich überlegen ist.
In der obigen allgemeinen Formel ist das aromatische
Radikal vorzugsweise das Phenyl-, p-Chlorphenyl-,
m-Chlorphenyl-, p-Methoxyphenyl-
oder o-, m- oder p-Trifluormethylphenyl-Radikal.
Das lineare oder verzweigte Alkylradikal mit 3 bis 17
Kohlenstoffatomen ist vorzugsweise das Propyl-, Pentyl-,
Isopentyl-, Heptyl-, Nonyl-, Undecyl- oder Heptadecyl-
Radikal.
Das Cycloalkylradikal mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen
ist vorzugsweise das Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Adamantyl-,
Norbornyl-, 4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl-,
Decahydronaphthyl- oder 7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]-
heptyl-(1)-Radikal.
Unter den Peroxiden der obigen Formel (I) können die
folgenden genannt werden:
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Lauroyl-benzoyl-peroxid,
Palmitoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(3-Methyl-1-oxo-butyl)-benzoyl-peroxid,
(3,3-Dimethyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(1-Oxo-heptyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(5-Brom-1-oxo-pentyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Brom-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-ethyl-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3-methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3,5,5-trimethyl-1-oxo-hexyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(3-Carboxypropionyl)-benzoyl-peroxid,
(4-Carboxybuturyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Ethoxycarbonyl-2-methyl-butyryl)-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-benzoyl-peroxid,
(7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]heptyl-1)carbonyl-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
[4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl]carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(Bicyclo[2-2-1]-heptyl-2)carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid, und
(4-Oxopentanoyl)-benzoyl-peroxid.
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Lauroyl-benzoyl-peroxid,
Palmitoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(3-Methyl-1-oxo-butyl)-benzoyl-peroxid,
(3,3-Dimethyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(1-Oxo-heptyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(5-Brom-1-oxo-pentyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Brom-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-ethyl-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3-methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3,5,5-trimethyl-1-oxo-hexyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(3-Carboxypropionyl)-benzoyl-peroxid,
(4-Carboxybuturyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Ethoxycarbonyl-2-methyl-butyryl)-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-benzoyl-peroxid,
(7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]heptyl-1)carbonyl-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
[4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl]carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(Bicyclo[2-2-1]-heptyl-2)carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid, und
(4-Oxopentanoyl)-benzoyl-peroxid.
Die bei der Behandlung der verschiedenen Formen von
Akne zu befriedigenden Ergebnissen führenden besonders
bevorzugten Peroxide sind diejenigen, in denen R₁ ein
lineares oder verzweigtes Alkylradikal mit 5 bis 11
Kohlenstoffatomen und R₂ ein Wasserstoffatom oder
Chloratom darstellt.
Unter den letzteren kann man nennen:
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid, und
Lauroyl-benzoyl-peroxid.
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid, und
Lauroyl-benzoyl-peroxid.
Die Peroxide der Formel (I), von denen bestimmte bekannt
sind, werden nach üblichen Verfahren erhalten, die in
der Literatur beschrieben sind, und insbesondere in den
folgenden Veröffentlichungen und Arbeiten:
"Organic peroxides", herausgegeben von D. Swern, 1970, 1971 und 1972, K. Rübsamen, Chem. Ber. 102, 1290 (1969), D. Denney, J. Org. Chem. Band 30, 3760 (1965), "The Chemistry of Peroxides", herausgegeben von Saul Patai (1983), John Wiley/sons, und M. Feldhues und H. Schäfer, Tetrahedron, 41 (19) 4195-4212 und 4213-4235 (1985).
"Organic peroxides", herausgegeben von D. Swern, 1970, 1971 und 1972, K. Rübsamen, Chem. Ber. 102, 1290 (1969), D. Denney, J. Org. Chem. Band 30, 3760 (1965), "The Chemistry of Peroxides", herausgegeben von Saul Patai (1983), John Wiley/sons, und M. Feldhues und H. Schäfer, Tetrahedron, 41 (19) 4195-4212 und 4213-4235 (1985).
Nach diesen Verfahren setzt man ein Säurechlorid entweder
mit Perbenzoesäure oder einem Derivat der Perbenzoesäure
in Gegenwart einer Base um, oder mit einem
Natriumsalz davon, oder auch mit einem gegebenenfalls
substituierten aromatischen Säurechlorid, in Gegenwart
von sauerstoffhaltigem Wasser und einer Base.
Verschiedene Beispiele zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Peroxide werden nachfolgend zur Veranschaulichung
angegeben.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in verschiedenen
Formen vorliegen, insbesondere in Form einer
Salbe, eines Gels, einer Emulsion, einer Lotion oder
eines Stiftes.
Der Ausdruck "Salbe" ("Pomade") umfaßt Formulierungen,
wie Cremes, die lipophile absorbierbare Basen enthalten,
z. B. Vaselin, Lanolin, Polyethylenglykole sowie
ihre Mischungen.
Die Emulsionen, die vom Typ Öl-in-Wasser oder Wasser-
in-Öl sein können, werden durch Dispergieren des erfindungsgemäßen
Peroxids in der wäßrigen Phase vor der
Bildung einer Emulsion hergestellt.
Das Gewichtsverhältnis der Fettphase zur wäßrigen Phase
liegt im allgemeinen zwischen 95 : 5 und 25 : 75.
Unter den verschiedenen, zur Bildung der Fettphase geeigneten
Ölen kann man verschiedene Produkte verwenden,
wie z. B.:
- - tierische Öle wie z. B. Lanolin, Perhydrosqualen,
- - pflanzliche Fettkörper, wie Mandelöl, Avokadoöl, Rhizinusöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Nelkenöl, Rapsöl, Erdnußöl, Maisöl, Sonnenblumenöl, Haselnußöl, Jojobaöl, Safloröl, Weizenkeimöl, Schibutter und das Fett von Shorea robusta,
- Mineralöle wie z. B. Paraffinöl, in den anderen Ölen lösliche Silikonöle.
Man kann auch Fettalkohole verwenden, wie Cetylalkohol
oder bestimmte synthetische Produkte, wie z. B. gesättigte
Ester, und insbesondere Isopropylpalmitat, die
Myristate von Isopropyl, Butyl oder Cetyl, die Stearate
von Hexadecyl, Glycerin und Polyethylenglykol, Ethylpalmitat
sowie die Triglyceride der Octan- und Decansäuren
und das Cetylrhizinoleat, Purcellinöl und hydriertes
Polyisobutylen.
Die Fettphase der Emulsionen kann auch bestimmte Wachse
enthalten, und insbesondere Carnabauwachs, Bienenwachs,
Ozokerit oder Candellilawachs.
Die Zusammensetzungen, in Form von Emulsionen, können
auch andere Bestandteile enthalten, wie Konservierungsmittel,
Komplexbildner, Pigmente, Parfüms, Sonnenfilter,
Farbstoffe, Emulsionsstabilisatoren, wie das Magnesiumsulfat,
Füllstoffe wie Talg, Nylonpulver, Stärkemehl
oder Polyethylenpulver.
Selbstverständlich sind Trägerstoffe und Bestandteile,
die auf unerwünschte Weise mit den in den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen enthaltenen Peroxiden reagieren
können, zu vermeiden.
Die Gele sind halbfeste Präparate, die durch Gelierung
einer Suspension des Peroxids mit Hilfe eines Geliermittels
erhalten werden, wie z. B. mit dem "Bentone
gel", vertrieben von der Soci´t´ N. L. INDUSTRIES, für
eine Fettphase, oder für eine wäßrige Phase, mit vernetzter
Polyacrylsäure, wie der von der Soci´t´ GOODRICH
unter den Bezeichnungen CARBOPOL 940 und 941 vertriebenen
und in neutralisierter Form verwendeten, oder auch
mit Cellulosederivaten.
Wenn erwünscht, kann man in das Gel einen nichtionischen
oberflächenaktiven Stoff einarbeiten, wie z. B. Polyoxyethylenalkohol
mit 4 bis 20 Ethylenoxideinheiten, oder
Sorbitanester, die eine bessere Dispersion und Verfügbarkeit
des Peroxids ermöglichen.
Man kann auch ein Lösungsmittel, wie z. B. einen niederen
aliphatischen Alkohol, wie Ethanol, in einem Anteil von
0,5 bis 30 Gew.-% einarbeiten, einen Konservierungsstoff,
ein Parfüm, einen Farbstoff.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch ein
Anfeuchtemittel in einem Anteil von 1 bis 20%, wie z. B.
Glycerin, Sorbit oder Propylenglykol, enthalten.
In den vorstehend aufgezählten Zusammensetzungen liegt
das erfindungsgemäße Peroxid im allgemeinen zwischen
0,1 und 20 Gew.-% und vorzugsweise zwischen 1 und
10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
vor.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Peroxid
in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mit mindestens
einer zur topischen Verabreichung geeigneten Anti-Akne-Substanz
assoziiert sein, insbesondere mit einem
Antibiotikum.
Gemäß dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform liegt
die antibiotische Substanz im allgemeinen in einer
Konzentration zwischen 0,5 und 5%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.
Unter den bevorzugten antibiotischen Substanzen kann
man das Erythromycin, das Clindamycin, das Lincomycin,
ihre Ester und ihre Salze nennen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann das Peroxid
in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mit mindestens
einem anderen keratolytischen Mittel, wie z. B. Salicylsäure,
einem Anti-Fungus-Mittel oder einem antiinflammatorischen
Mittel assoziiert sein.
Bei der Behandlung der Akne werden die wie vorstehend
definierten Zusammensetzungen mindestens einmal pro Tag
auf die Läsionen appliziert, in einer Menge von 0,5 bis
10 mg/cm², wobei die Dauer der Behandlung, abhängig von
der Schwere der Hauterkrankung, in der Größenordnung
von 2 bis 14 Wochen liegen kann.
Zur Veranschaulichung, und ohne die Erfindung darauf zu
beschränken, werden nun mehrere Beispiele für die Herstellung
der in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
enthaltenen Peroxide sowie mehrere Beispiele für Anti-Akne-
Zusammensetzungen angegeben.
Verbindung der Formel (I), worin:
R₁ = -(CH₂)₄-CH₃ und R₂ = -H
Zu 3,2 g Natriumperbenzoat (0,02 Mol) in 50 ml wasserfreiem
Methylenchlorid fügt man bei -30°C unter einem
Inertgas 2,96 g Hexansäurechlorid (1,1 Äquivalente)
während 10 Minuten zu. Das Reaktionsgemisch wird bei
ä15°C während 2 Stunden gerührt, und dann mit Hilfe
einer Bicarbonatlösung bis zum neutralen pH-Wert gewaschen.
Nach Trocknung der organischen Phase über Natriumsulfat
und Abdampfen des Methylenchlorids in der Kälte und
unter Vakuum erhält man 4,8 g eines rohen Öles, das man
über eine Siliziumdioxid-Kolonne chromatographiert
(Eluans: Hexan/Methylenchlorid = 5/1).
Nach Verdampfen des Elutionsmittels im Vakuum und in
der Kälte erhält man 4,05 g eines reinen Öles (Ausbeute
86%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacyl-peroxide) Peroxidzahl:97%.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacyl-peroxide) Peroxidzahl:97%.
Verbindung der Formel (I) worin:
R₁ = -(CH₂)₆-CH₃ und R₂ = H
Gemäß der im Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise und
unter Verwendung von 3,6 g Octansäurechlorid erhält man
4,4 g eines reinen Öles (Ausbeute 83%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:97,5%.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:97,5%.
Verbindung der Formel (I), worin:
R₁ = -(CH₂)₈-CH₃ und R₂ = H.
Gemäß der im Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise und
unter Verwendung von 4,2 g Decansäurechlorid erhält man
4,9 g eines reinen Öles (Ausbeute 84%).
Das ¹HNMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:98%.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:98%.
Verbindung der Formel (I), worin:
R₁ = -(CH₂)₆-CH₃ und R₂ = m-Cl.
Zu 3 g m-Chlor-perbenzoesäure (85%) in 70 ml wasserfreiem
Ether gibt man bei -30°C unter Inertgas 2,6 g (1,1
Äquivalent) Octansäurechlorid zu. Nach portionenweiser
Zugabe von 1,4 ml Pyridin setzt man das Rühren bei
-30°C während ca. einer Stunde fort.
Nach Waschen mit Wasser bis zum neutralen pH-Wert und
Trocknen der organischen Phase über Natriumsulfat
verdampft man den Ether in der Kälte und im Vakuum und
erhält 5,1 g eines rohen Öles, das man über eine Siliziumdioxidkolonne
chromatographiert (Eluans: Hexan/Ethyl
acetat = 95/5). Man erhält nach Abdampfen des Elutionsmittels
unter Vakuum und in der Kälte 4,2 g eines reinen
Öles (Ausbeute 95%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:98,3%.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1780 cm-1 (Diacylperoxide) Peroxidzahl:98,3%.
Man stellt einen Anti-Akne-Stift der folgenden Zusammensetzung
her:
Carnabauwachs 6,00 g
Ozokerit 6,00 g
Cetylalkohol 2,00 g
wasserfreies Lanolin 9,50 g
hydriertes Polyisobutylen60,00 g
Titanoxid 2,00 g
rotes Eisenoxid 2,00 g
gelbes Eisenoxid 1,50 g
braunes Eisenoxid 1,00 g
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid10,00 g
Man stellt ein Anti-Akne-Gel der folgenden Zusammensetzung
her:
Carbopol 934 der Soci´t´ GOODRICH 0,60 g
Triethanolamin (pH = 6,5) 0,40 g
Mischung von Polyethylenglykolstearat
und Glykolstearat, vertrieben unter
der Bezeichnung "TEFOSE 63" von der
Soci´t´ GATEFOSSE 3,00 g Purcellinöl 5,00 g Lauroyl-benzoyl-peroxid 5,00 g EDTA (Dinatriumsalz) 0,05 g gereinigtes Wasser q.s.p.100,00 g
und Glykolstearat, vertrieben unter
der Bezeichnung "TEFOSE 63" von der
Soci´t´ GATEFOSSE 3,00 g Purcellinöl 5,00 g Lauroyl-benzoyl-peroxid 5,00 g EDTA (Dinatriumsalz) 0,05 g gereinigtes Wasser q.s.p.100,00 g
Man stellt eine Anti-Akne-Creme der folgenden Zusammensetzung
her:
Polyethylenglykolstearat 50,
vertrieben unter der Bezeichnung
"MYRJ 53" von der Soci´t´ ATLAS 4,00 g Glycerinmonostearat 0,70 g Cetylalkohol 2,50 g selbstemulgierendes Wachs, vertrieben
unter der Bezeichnung "SINNOWAX SX"
von der Soci´t´ HENKEL 4,00 g Vaselinöl 10,00 g Carbopol 940
von der Soci´t´ GOODRICH 0,20 g Triethanolamin (pH 6,5) 0,20 g Octanoyl-benzoyl-peroxid 1,00 g Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
(Dinatriumsalz) 0,05 g Wasser q.s.p.100,00 g
vertrieben unter der Bezeichnung
"MYRJ 53" von der Soci´t´ ATLAS 4,00 g Glycerinmonostearat 0,70 g Cetylalkohol 2,50 g selbstemulgierendes Wachs, vertrieben
unter der Bezeichnung "SINNOWAX SX"
von der Soci´t´ HENKEL 4,00 g Vaselinöl 10,00 g Carbopol 940
von der Soci´t´ GOODRICH 0,20 g Triethanolamin (pH 6,5) 0,20 g Octanoyl-benzoyl-peroxid 1,00 g Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
(Dinatriumsalz) 0,05 g Wasser q.s.p.100,00 g
Claims (11)
1. Pharmazeutische oder kosmetische Zusammensetzung
zur topischen Anwendung, dadurch
gekennzeichnet, daß sie als
aktiven Bestandteil mindestens ein Peroxid mit
einem aromatischen Radikal und einer gesättigten
Gruppe enthält, das der folgenden Formel entspricht:
worin:R₁ein lineares oder verzweigtes Alkylradikal mit
3 bis 17 Kohlenstoffatomen darstellt, das
unsubstituiert oder durch ein oder mehrere
Halogenatome substituiert ist, durch eine
Carbonylgruppe unterbrochen sein kann, und eine
veresterte oder nicht veresterte terminale
Carboxylgruppe tragen kann, oder worin R₁ ein
Cycloalkylradikal mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen
darstellt, und
R₂ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, ein
Radikal-CF₃, ein Methoxy- oder Ethoxy-Radikal
oder ein Acylradikal mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomenist.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das aromatische
Radikal das Phenyl-, p-Chlorphenyl-,
m-Chlorphenyl-,
p-Methoxyphenyl- oder o-, m- oder p-Trifluormethyl-
phenyl-Radikal ist.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das lineare
oder verzweigte Alkylradikal mit 3 bis 17 Kohlenstoffatomen
ein Propyl-, Pentyl-, Isopentyl-,
Heptyl-, Nonyl-, Undecyl- oder Heptadecyl-Radikal
ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Cycloalkylradikal
mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen das
Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Adamantyl-, Norbornyl-,
4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl-, Decahydronaphthyl-
oder 7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]heptyl-(1)-Radikal
ist.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Radikal
R₁ ein lineares oder verzweigtes Alkylradikal mit
5 bis 11 Kohlenstoffatomen und R₂ ein Wasserstoffatom
oder Chloratom darstellt.
6. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch
gekennzeichnet, daß das Peroxid
ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus:
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Lauroyl-benzoyl-peroxid,
Palmitoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(3-Methyl-1-oxo-butyl)-benzoyl-peroxid,
(3,3-Dimethyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(1-Oxo-heptyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(5-Brom-1-oxo-pentyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Brom-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-ethyl-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3-methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3,5,5-trimethyl-1-oxo-hexyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(3-Carboxypropionyl)-benzoyl-peroxid,
(4-Carboxybuturyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Ethoxycarbonyl-2-methyl-butyryl)-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-benzoyl-peroxid,
(7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]heptyl-1) carbonyl-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
[4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl]carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(-Bicyclo[2-2-1]-heptyl-2)carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid, und
4-Oxopentanoyl-benzoyl-peroxid.
Hexanoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-benzoyl-peroxid,
Decanoyl-benzoyl-peroxid,
Lauroyl-benzoyl-peroxid,
Palmitoyl-benzoyl-peroxid,
Octanoyl-m-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(3-Methyl-1-oxo-butyl)-benzoyl-peroxid,
(3,3-Dimethyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(1-Oxo-heptyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-methyl-1-oxo-propyl)-benzoyl-peroxid,
(5-Brom-1-oxo-pentyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Brom-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-2-ethyl-1-oxo-hexyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Chlor-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3-methyl-1-oxo-butyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(2-Chlor-3,5,5-trimethyl-1-oxo-hexyl)-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(3-Carboxypropionyl)-benzoyl-peroxid,
(4-Carboxybuturyl)-benzoyl-peroxid,
(2-Ethoxycarbonyl-2-methyl-butyryl)-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-benzoyl-peroxid,
(7,7-Dimethyl-bicyclo[2-2-1]heptyl-1) carbonyl-benzoyl-peroxid,
Cyclohexylcarbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
[4-(1,1-Dimethylethyl)-cyclohexyl]carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid,
(-Bicyclo[2-2-1]-heptyl-2)carbonyl-3-chlorbenzoyl-peroxid, und
4-Oxopentanoyl-benzoyl-peroxid.
7. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das
Peroxid der Formel (I) in einer Konzentration
zwischen 0,1 bis 20 Gew.-%, und vorzugsweise
zwischen 1 und 10 Gew.-%, vorhanden ist.
8. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie in
Form einer Salbe, einer Emulsion, eines Gels,
einer Lotion oder eines Stiftes vorliegt.
9. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außerdem
mindestens eine antibiotische Substanz, wie
das Erythromycin, das Clindamycin und das Lincomycin,
ihre Ester und ihre Salze enthält.
10. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außerdem
mindestens ein keratolytisches Mittel, ein
Antifungus-Mittel oder ein antiinflammatorisches
Mittel enthält.
11. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außerdem
Konservierungsmittel, Pigmente, Anfeuchtemittel,
Parfüms, Farbstoffe, oberflächenaktive Mittel,
Verdickungsmittel oder Füllstoffe, wie z. B. Talg,
Nylonpulver, Stärkemehl oder Polyethylenpulver,
Lösungsmittel, Stabilisatoren, Sonnenfilter oder
Komplexbildner enthält.
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