DE3732839A1 - Ungesaettigte aromatische peroxide und ihre therapeutische und kosmetische verwendung - Google Patents
Ungesaettigte aromatische peroxide und ihre therapeutische und kosmetische verwendungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Peroxide mit
einem aromatischen Radikal und einer ungesättigten
Gruppe, und ihre Verwendung in therapeutischen oder
kosmetischen Zusammensetzungen zur Behandlung verschiedener
Dermatosen, insbesondere zur Behandlung von Akne.
Die Akne ist bekannterweise eine polymorphe Hautstörung
(im gleichen Individium existieren mehrere Arten von
Läsionen), die im allgemeinen in der Pubertät auftritt
und in der Mehrzahl der Fälle im Alter von 20 bis 25
Jahren spontan zurückgeht.
Die Akne tritt insbesondere in den an Talgdrüsen reichen
Zonen auf, die eine gewisse Abhängigkeit dieser Hauterkrankung
gegenüber dem Sebum, dem Syntheseprodukt der
Drüse, zeigen.
Die Zunahme der hormonalen Aktivität während der Pubertät
ruft eine Hyperaktivität der Talgdrüsen hervor und das
so erzeugte Sebum fließt dann durch den pilosebaceischen
Kanal gegen die Hautoberfläche.
Die Ethiopathogenese der Akne, obwohl sie schlecht
definiert ist, hat ihren Ursprung in der Bildung einer
charakteristischen Läsion, dem Comedon. Dieses bewirkt
eine Verstopfung des pilosebaceischen Kanals, und führt
in der Folge zu einer Diskeratinisierung der Zone des
Infundibilums des Kanals.
Diese Verstopfung bewirkt hauptsächlich eine Veränderung
der Viskosität des Sebums und der physikalisch-chemischen
Eigenschaften des Milieus (pH, Sauerstoff-Dampfdruck
. . .).
Diese Modifizierung erlaubt eine übermäßige Vermehrung
(Hyperproliferation) der vorhandenen cutanen Stämme,
insbesondere von Propionibacterium acnes, eines anaeroben
oder lufttoleranten Stammes.
Diese übermäßige bakterielle Vermehrung hat eine Freisetzung
bestimmter Proteasen bakteriellen Ursprungs im
Milieu zur Folge, die eine Lyse der Follikel sowie die
Freisetzung von Entzündungen bewirkenden Verbindungen
im Inneren der Haut bewirken und eine entzündliche
Reaktion des Organismus auslösen.
Die wesentlichen Elemente der Pathologie der Akne sind
deshalb:
- - eine Vergrößerung der Talgexkretion,
- - eine Störung der Keratinisierung des pilosebaceischen Kanals, und
- - eine übermäßige bakterielle Vermehrung, insbesondere von Propionibacterium acnes.
Ein gutes Anti-Akne-Mittel, das zur wirksamen Behandlung
der Akne geeignet ist, sollte deshalb die folgenden
Wirkungen zeigen:
- a) eine keratolytische und comedolytische Wirkung im Hinblick auf eine Vermeidung von Hyperkeratose der Follikel und eine Ausschaltung des Comedons,
- b) eine bakteriostatische Wirkung im Hinblick darauf, die Wirkung des Propionibacterium acnes zu hemmen, und
- c) eine sebostatische Aktivität im Hinblick auf eine Inhibierung der Hyperseborrhoe.
Es sind eine Vielzahl von Anti-Akne-Mitteln vorgeschlagen
worden, aber keines kann den Anspruch erheben,
einen Komplex von Eigenschaften zu besitzen, die eine
wirksame Behandlung ohne sekundäre Nebenwirkungen ermöglichen.
Unter diesen Mitteln ist das bekannteste mit Sicherheit
das Benzoylperoxid, das ein antibakterielles Mittel
ist, das gleichzeitig keratolytische Eigenschaften
besitzt.
Nichtsdestoweniger weist die Verwendung von Benzoylperoxid
bestimmte Nachteile auf aufgrund seiner Instabilität,
seiner Reaktivität und seiner sekundären Effekte.
Als sekundären Effekt weist das Benzoylperoxid eine bestimmte
Aggressivität auf, die während der Behandlung
zu häufigen Unverträglichkeiten führen kann, wie z. B.
zu Juckreiz, und es wird deshalb in relativ geringen
Konzentrationen verwendet.
Die vorliegende Erfindung stellt eine neue Klasse von
Anti-Akne-Mitteln bereit, die eine Behandlung der verschiedenen
Zustände der Akne mit Hilfe von neuen Peroxiden
erlauben, die eine keratolytische, comedolytische
und bakteriostatische Wirkung besitzen, die der von
Benzoylperoxid überlegen ist.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung sind Peroxide mit
einem aromatischen Radikal und einer ungesättigten
Gruppe, dargestellt durch die folgende allgemeine Formel:
worin:
Rein lineares oder verzweigtes, ein- oder mehrfach
ungesättigtes Alkenylradikal mit 5 bis 21
Kohlenstoffatomen oder Cycloalkenylradikal mit
5 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeutet,
n1 oder 2 ist, und
R′ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, ein Radikal
-CF₃, ein Methoxy- oder Ethoxy-Radikal oder
ein Acyl-Radikal mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomen
bedeutet.
Die mit Hilfe dieser neuen Peroxide durchgeführten
pharmakologischen Untersuchungen haben gezeigt, daß
diese eine keratolytische, comedolytische und bakteriostatische
Wirkung zeigen, die der des Benzoylperoxids
klar überlegen ist.
In der obigen allgemeinen Formel ist das aromatische
Radikal vorzugsweise das Phenyl-, p-Chlorphenyl-,
m-Chlorphenyl-, 2,4-Dichlorphenyl-, p-Methoxyphenyl-
oder o-, m- oder p-Trifluormethyl-phenyl-Radikal.
Das lineare oder verzweigte, ein- oder mehrfach ungesättigte
Alkenylradikal mit 5 bis 21 Kohlenstoffatomen
ist vorzugsweise eines der Radikale der folgenden Formeln:
- CH=CH-CH(CH₃)₂ (3-Methyl-buten-(1)-yl)
- C(CH₃)=CH-CH₂-CH₃ (1-Methyl-buten-(1)-yl)
- CH=CH-CH=CH-CH₃ (Pentadien-(1,3)-yl)
- (CH₂)₄-CH=CH₂ (Hexen-(5)-yl)
- CH=CH-(CH₂)₄-CH₃ (Hepten-(1)-yl)
- (CH₂)₈-CH=CH₂ (Decen-(9)-yl)
- CH=CH-(CH₂)₈-CH₃ (Undecen-(1)-yl)
- (CH₂)₇-CH=CH-(CH₂)₇-CH₃ (Heptadecen-(8)-yl)
- (CH₂)₇-(CH=CH-CH₂)₂-(CH₂)₃-CH₃ (Heptadecadien-(8,11)-yl)
- (CH₂)₇-(CH=CH-CH₂)₃-CH₃ (Heptadecatrien-(8,11,14)-yl)
Das Cycloalkenylradikal mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen
ist vorzugsweise das Cyclohexenyl-, Cyclopentenyl-,
Norbornenyl- oder 1,2,3,4,5,6,7,8-Octahydronaphthyl-Radikal.
Unter den Peroxiden der obigen Formel (I) sind die bevorzugten,
die bei der Behandlung der verschiedenen
Formen der Akne zu besonders befriedigenden Ergebnissen
führen, die folgenden:
- - das Undecen-(10)-oyl-benzoyl-peroxid,
- - das Hepten-(6)-oyl-benzoyl-peroxid,
- - das Oleyl-benzoyl-peroxid (oder Octadecen-(9)-oyl-benzoyl-peroxid),
- - das Undecen-(10)-oyl-m-chlorbenzoyl-peroxid.
Die erfindungsgemäßen Peroxide werden nach konventionellen
Methoden erhalten, die in der Literatur beschrieben
sind, insbesondere in den folgenden Veröffentlichungen und Arbeiten:
"Organic peroxides", herausgegeben von D. Swern, 1970, 1971 und 1972, K. Rübsamen, Chem. Ber. 102, 1290 (1969), D. Denney, J. Org. Chem. Band 30, 3760 (1965), "The Chemistry of Peroxides", herausgegeben von Saul Patai (1963), John Wiley/sons, und M. Feldhues und J. J. Schäfer, Tetrahedron, 41 (19) 4195-4212 und 4213-4235 (1985).
"Organic peroxides", herausgegeben von D. Swern, 1970, 1971 und 1972, K. Rübsamen, Chem. Ber. 102, 1290 (1969), D. Denney, J. Org. Chem. Band 30, 3760 (1965), "The Chemistry of Peroxides", herausgegeben von Saul Patai (1963), John Wiley/sons, und M. Feldhues und J. J. Schäfer, Tetrahedron, 41 (19) 4195-4212 und 4213-4235 (1985).
Nach diesen Verfahren läßt man ein ungesättigtes Fettsäurechlorid
entweder mit Perbenzoesäure oder einem
Derivat der Perbenzoesäure in Gegenwart einer Base reagieren,
oder mit dem Natriumsalz davon, oder auch mit
einem gegebenenfalls substituierten aromatischen Säurechlorid,
in Gegenwart von sauerstoffhaltigem Wasser und
einer Base.
Zur Veranschaulichung werden nachstehend verschiedene
Beispiele zur Herstellung der erfindungsgemäßen Peroxide
gegeben.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind auch pharmazeutische
oder kosmetische Zusammensetzungen, die in
einem zur topischen Verabreichung geeigneten pharmazeutischen
oder kosmetischen Träger mindestens ein Peroxid
der Formel (I) als Wirkstoff enthalten.
Diese Zusammensetzungen können in verschiedenen Formen
vorliegen, insbesondere in Form einer Salbe, eines
Gels, einer Emulsion, einer Lotion oder eines Stiftes.
Der Ausdruck "Salbe" ("Pomade") umfaßt Formulierungen,
wie z. B. Cremes, die absorbierbare lipophile Basen,
wie z. B. Vaselin, Lanolin, Polyethylenglykole sowie
ihre Mischungen enthalten.
Die Emulsionen, die vom Typus Öl-in-Wasser oder Wasser-in-Öl
sein können, werden durch Dispersion des erfindungsgemäßen
Peroxids in der wäßrigen Phase vor der
Zubereitung der Emulsion hergestellt.
Das Gewichtsverhältnis der Fettphase zur wäßrigen Phase
liegt im allgemeinen zwischen 95 : 5 und 25 : 75.
Unter den verschiedenen, zur Bildung der Fettphase geeigneten
Ölen kann man verschiedene Produkte verwenden,
wie z. B.:
- - tierische Öle wie z. B. Lanolin, Perhydrosqualen,
- - pflanzliche Fettkörper, wie Mandelöl, Avokodoöl, Rhizinusöl, Olivenöl, das Öl von Traubenkernen, Nelkenöl, Rapsöl, Erdnußöl, Maisöl, Sonnenblumenöl, Haselnußöl, Jojobaöl, Safloröl, Weizenkeimöl, Schibutter und das Fett von Shorea robusta,
- - Mineralöle wie z. B. Paraffinöl, in den anderen Ölen lösliche Silikonöle.
Man kann auch die Fettalkohole verwenden, wie Cetylalkohol
oder bestimmte synthetische Produkte, wie z. B.
die gesättigten Ester, und insbesondere das Isopropylpalmitat,
die Myristate von Isopropyl, Butyl oder
Cetyl, die Stearate von Hexadecyl, Glycerin und Polyethylenglykol,
das Ethylpalmitat sowie die Triglyceride
der Octan- und Decansäuren und das Cetylrhizinoleat,
das Purcellinöl und das hydrierte Polyisobutylen.
Die Fettphase der Emulsionen kann auch bestimmte Wachse
enthalten, und insbesondere Carnabauwachs, Bienenwachs,
Ozokerit oder Candellilawachs.
Die Zusammensetzungen können, in Form von Emulsionen,
auch andere Bestandteile enthalten, wie Konservierungsmittel,
Pigmente, Parfüms, Farbstoffe, Sonnenfilter,
Emulsionsstabilisatoren, wie das Magnesiumsulfat,
Füllstoffe wie Talg, Nylonpulver, Stärkemehl oder Polyethylenpulver
und Komplexbildner.
Selbstverständlich müssen die Trägerstoffe und Bestandteile,
die in unerwünschter Weise mit den erfindungsgemäßen
Peroxiden reagieren können, vermieden werden.
Die Gele sind halbfeste Zubereitungen, die durch Gelierung
einer Suspension des Peroxids mit Hilfe eines Gelierungsmittels
erhalten werden, wie mit "Betone gel",
vertrieben von der Soci´t´ N. L. INDUSTRIES, für eine
Fettphase, oder, für eine wäßrige Phase, mit vernetzter
Polyacrylsäure, wie mit der von der Soci´t´ GOODRICH
unter den Bezeichnungen CARBOPOL 940 und 941 vertriebenen
und in neutralisierter Form verwendeten, oder auch
mit Cellulosederivaten.
Wenn erwünscht, kann man in das Gel ein nichtionisches
oberflächenaktives Mittel einarbeiten, wie z. B. einen
Polyoxyethylenalkohol mit 4 bis 20 Ethylenoxideinheiten,
oder Sorbitester, die eine bessere Dispersion und Verfügbarkeit
des Peroxids erlauben.
Man kann auch ein Lösungsmittel, wie z. B. einen niederen
aliphatischen Alkohol, wie Ethanol, in einem Anteil von
0,5 bis 30 Gew.-% einbauen, ein Konservierungsmittel,
ein Parfüm, und/oder einen Farbstoff.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch ein
Anfeuchtemittel in einem Anteil von 1 bis 20% enthalten,
z. B. Glycerin, Sorbit und Propylenglykol.
In den vorstehend aufgezählten Zusammensetzungen liegt
das erfindungsgemäße Peroxid im allgemeinen zwischen
0,1 und 20 Gew.-% und vorzugsweise zwischen 1 und
10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
vor.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das erfindungsgemäße
Peroxid mit mindestens einer zur topischen
Verabreichung geeigneten Anti-Akne-Substanz, insbesondere
mit einem Antibiotikum, assoziiert sein.
Gemäß dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die
antibiotische Substanz im allgemeinen in eine Konzentration
zwischen 0,5 und 5%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorhanden.
Unter den bevorzugten antibiotischen Substanzen kann
man das Erythromycin, das Glindamycin und das Lincomycin,
ihre Ester und ihre Salze nennen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann das erfindungsgemäße
Peroxid mit mindestens einem anderen keratolytischen
Mittel, wie z. B. Salicylsäure, einem Anti-Fungusmittel
oder einem antiinflammatorischen Mittel assoziiert
sein.
Bei der Behandlung der Akne werden die vorstehend beschriebenen
Zusammensetzungen mindestens einmal am Tag
auf die Läsionen appliziert in einer Dosis von 0,5 bis
10 mg/cm², und die Dauer der Behandlung kann, abhängig
von der Schwere der Hauterkrankung, in der Größenordnung
von 2 bis 14 Wochen liegen.
Zur Veranschaulichung, und ohne die Erfindung darauf zu
beschränken, werden nun mehrere Beispiele für die Herstellung
der erfindungsgemäßen Peroxide und mehrere
Beispiele für Anti-Akne-Zusammensetzungen gegeben.
Verbindung der Formel (I), worin:
R′ = H und R = -(CH₂)₈-CH=CH₂.
Zu 3,2 g Natriumperbenzoat (0,02 Mol) in 50 ml wasserfreiem
Methylenchlorid fügt man bei -30°C unter einem
inerten Gas während 10 Minuten 4,46 g Undecen-(10)-säurechlorid
(1,1 Äquivalente) zu. Das Reaktionsgemisch wird
während 2 Stunden bei -20°C gerührt, dann mit Hilfe
einer Bicarbonatlösung bis zum neutralen pH-Wert gewaschen.
Nach Trocknen der organischen Phase über Natriumsulfat
und Abdampfung des Methylenchlorids in der Kälte unter
Vakuum erhält man 6,2 g eines rohen Öles, das man über
eine Siliziumdioxid-Säule (Eluans: Hexan/Methylenchlorid
4/1) chromatographiert.
Nach Abdampfen des Elutionsmittels unter Vakuum in der
Kälte erhält man 5,5 g eines reinen Öles (Ausbeute
91%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1815 cm-1 und 1785 cm-1 (Diacylperoxide)
Bande bei 1650 cm-1 (Vinyl)
Peroxidzahl:98,9%.
Verbindung der Formel (I), worin:
R′ = H und R = -(CH₂)₄-CH=CH₂.
Gemäß der im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise
und unter Verwendung von 3,2 g Hepten-(6)-säurechlorid
erhält man 4,36 g eines reinen Öles (Ausbeute 88%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1775 cm-1
(Diacylperoxide)
Bande bei 1640 cm-1 (Vinyl)
Peroxidzahl:98,2%.
Verbindung der Formel (I), worin:
R′ = H und R = -(CH₂)₇-CH=CH-(CH₂)₇-CH₃.
Gemäß der im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise
und unter Verwendung von 6,6 g Ölsäurechlorid erhält
man 6,1 g eines reinen Öles (Ausbeute 76%).
Das C¹³-NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1810 cm-1 und 1775 cm-1
(Diacylperoxide)
Peroxidzahl:98,4%.
Verbindung der Formel (I), worin:
R′ = m-Cl, R = -(CH₂)₈-CH=CH₂, und n = 1.
Zu 2,6 g umkristallisierter m-Chlor-perbenzoesäure in
70 ml wasserfreiem Ether fügt man bei -40°C unter
Inertgas 3,05 g (1 Äquivalent) Undecen-(10)-säurechlorid
zu. Nach portionenweiser Zugabe von 1,2 ml Pyridin
rührt man bei -40°C während ungefähr einer Stunde.
Nach Waschen mit Wasser bis zu einem neutralen pH-Wert
und Trocknen der organischen Phase über Natriumsulfat
verdampft man den Ether unter Vakuum und in der Kälte
und erhält 5,2 g eines rohen Öles, das man über eine
Siliziumdioxidkolonne (Eluans: Hexan/Ethylacetat = 96/4)
chromatographiert. Man gewinnt nach Verdampfen des
Elutionsmittels im Vakuum und in der Kälte 4,05 g eines
reinen Öls (Ausbeute 78%).
Das ¹H NMR-Spektrum entspricht der angenommenen Struktur.
IR-Spektrum:Banden bei 1820 cm-1 und 1785 cm-1
(Diacylperoxide)
Bande bei 1650 cm-1 (Vinyl)
Peroxidzahl:97,3%.
Man stellt eine Anti-Akne-Creme mit der folgenden
Zusammensetzung her:
Polyethylenglykolstearat 50,
vertrieben unter Bezeichnung
"MYRJ 53" von der Soci´t´ ATLAS 4,00 g Glycerinmonostearat 0,70 g Cetylalkohol 2,50 g selbstemulgierbares Wachs, vertrieben
unter der Bezeichnung "SINNOWAX SX"
von der Soci´t´ HENKEL 4,00 g Vaselinöl 10,00 g Carbopol 940
von der Soci´t´ GOODRICH 0,20 g Triethanolamin q. s. pH 6,5 0,20 g Undecen-(10)-oyl-benzoyl-peroxid 1,00 g Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
(Dinatriumsalz) 0,05 g Wasser q. s. p.100,00 g
vertrieben unter Bezeichnung
"MYRJ 53" von der Soci´t´ ATLAS 4,00 g Glycerinmonostearat 0,70 g Cetylalkohol 2,50 g selbstemulgierbares Wachs, vertrieben
unter der Bezeichnung "SINNOWAX SX"
von der Soci´t´ HENKEL 4,00 g Vaselinöl 10,00 g Carbopol 940
von der Soci´t´ GOODRICH 0,20 g Triethanolamin q. s. pH 6,5 0,20 g Undecen-(10)-oyl-benzoyl-peroxid 1,00 g Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
(Dinatriumsalz) 0,05 g Wasser q. s. p.100,00 g
Man stellt ein Anti-Akne-Gel mit der folgenden Zusammensetzung
her:
Carbopol 934 von der Soci´t´ GOODRICH 0,60 g
Triethanolamin q. s. pH = 6,5 0,40 g
Mischung von Polyethylenglykolstearat
und Glykolstearat, vertrieben unter
der Bezeichnung "TEFOSE 63" von der
Soci´t´ GATEFOSSE 3,00 g Purcellinöl 5,00 g Hepten-(6)-oyl-benzoyl-peroxid 5,00 g EDTA, Dinatriumsalz 0,05 g gereinigtes Wasser q. s. p.100,00 g
und Glykolstearat, vertrieben unter
der Bezeichnung "TEFOSE 63" von der
Soci´t´ GATEFOSSE 3,00 g Purcellinöl 5,00 g Hepten-(6)-oyl-benzoyl-peroxid 5,00 g EDTA, Dinatriumsalz 0,05 g gereinigtes Wasser q. s. p.100,00 g
Man stellt einen Anti-Akne-Stift der folgenden Zusammensetzung
her:
Carnabauwachs 6,00 g
Ozokerit 6,00 g
Cetylalkohol 2,00 g
wasserfreies Lanolin 9,50 g
hydriertes Polyisobutylen60,00 g
Titanoxid 2,00 g
rotes Eisenoxid 3,00 g
gelbes Eisenoxid 1,50 g
braunes Eisenoxid 1,00 g
Undecen-(10)-oyl-m-chlorbenzoyl-
peroxid10,00 g
peroxid10,00 g
Claims (11)
1. Peroxide mit einem aromatischen Radikal und einer
ungesättigten Gruppe,
gekennzeichnet durch
die folgende Formel:
worin:Rein lineares oder verzweigtes, ein- oder mehrfach
ungesättigtes Alkenylradikal mit 5 bis 21
Kohlenstoffatomen oder Cycloalkenylradikal mit
5 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt,
n1 oder 2 ist, und
R′ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, ein Radikal
-CF₃, ein Methoxy- oder Ethoxyradikal oder
ein Acylradikal mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomen
bedeutet.
2. Peroxide nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das aromatische
Radikal ein Phenyl-, p-Chlorphenyl-,
m-Chlorphenyl-, 2,4-Dichlorphenyl-, p-Methoxyphenyl-
oder o, m oder p-Trifluormethylphenylradikal
ist.
3. Peroxide nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das lineare
oder verzweigte, ein- oder mehrfach ungesättigte
Alkenylradikal mit 5 bis 21 Kohlenstoffatomen das
3-Methyl-buten-(1)-yl, 1-Methyl-buten-(1)-yl,
Pentadien-(1,3)-yl, Hexen-(5)-yl, Hepten-(1)-yl,
Decen-(9)-yl, Undecen-(1)-yl, Heptadecen-(8)-yl,
Heptadecadien-(8,11)-yl und Heptadecatrien-(8,11,14)-yl-Radikal
ist.
4. Peroxide nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Cycloalkenylradikal
mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen das
Cyclohexenyl, Cyclopentenyl, Norbornenyl oder
1,2,3,4,5,6,7,8-Octahydronaphthyl-Radikal ist.
5. Peroxide nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend
aus:
- Undecen-(10)-oyl-benzoyl-peroxid,
- Hepten-(6)-oyl-benzoyl-peroxid,
- Oleyl-benzoyl-peroxid, und
- Undecen-(10)-oyl-m-chlorbenzoyl-peroxid.
6. Pharmazeutische oder kosmetische Zusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie in einem zur topischen Verabreichung geeigneten
pharmazeutischen oder kosmetischen Träger
mindestens ein Peroxid der Formel (I) gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 5 enthält.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Peroxid
der Formel (I) in einer Konzentration zwischen 0,1
und 20 Gew.-%, und vorzugsweise zwischen 1 und
10 Gew.-%, vorhanden ist.
8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie in Form einer Salbe, einer Emulsion, eines
Gels, einer Lotion oder eines Stiftes vorliegt.
9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie außerdem mindestens eine antibiotische
Substanz, wie Erythromycin, Clindamycin und Lincomycin,
ihre Ester und ihre Salze, enthält.
10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie außerdem mindestens eine weiteres keratolytisches
Mittel, ein Antifungusmittel oder ein
antiinflammatorisches Mittel enthält.
11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie außerdem Konservierungsmittel, Pigmente,
Anfeuchtemittel, Parfüms, Farbstoffe, oberflächenaktive
Mittel, Verdickungsmittel oder Füllstoffe,
wie Talg, Nylonpulver, Stärkemehl oder Polyethylenpulver,
Lösungsmittel, Stabilisatoren, Sonnenfilter
oder Komplexbildner enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8613606A FR2604435B1 (fr) | 1986-09-30 | 1986-09-30 | Peroxydes aromatiques insatures et leur utilisation en therapeutique et cosmetique |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3732839A1 true DE3732839A1 (de) | 1988-03-31 |
Family
ID=9339395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873732839 Withdrawn DE3732839A1 (de) | 1986-09-30 | 1987-09-29 | Ungesaettigte aromatische peroxide und ihre therapeutische und kosmetische verwendung |
Country Status (10)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4803228A (de) |
| JP (1) | JPS6391362A (de) |
| BE (1) | BE1004154A4 (de) |
| CA (1) | CA1282429C (de) |
| CH (1) | CH672125A5 (de) |
| DE (1) | DE3732839A1 (de) |
| FR (1) | FR2604435B1 (de) |
| GB (1) | GB2196339B (de) |
| IT (1) | IT1222771B (de) |
| NL (1) | NL8702320A (de) |
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