DE3732782A1 - Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeugeInfo
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- B60R16/00—Electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for; Arrangement of elements of electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for
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- B60R16/023—Electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for; Arrangement of elements of electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for electric constitutive elements for transmission of signals between vehicle parts or subsystems
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Description
Die Erfindung betrifft eine Warnvorrichtung für Kraftfahrzeuge nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Warnvorrichtung solcher Art ist für Schienenfahrzeuge seit kurzem
als sogenannte "Totmann-Einrichtung" bekannt. Aus der deutschen Patent
schrift 8 35 749 ist eine solche Einrichtung auch für nicht schienenge
bundene Kraftfahrzeuge bekannt.
Die deutsche Patentschrift 6 89 499 und das Zusatzpatent 6 96 965 be
schreiben eine Warnvorrichtung mit dem Lenkhandrad zugeordnetem Auslöser
für eine Verzögerungseinrichtung, die ein Warnsignal nach einer bestimm
ten Zeit abgibt. Die Zeit ist einstellbar, auch geschwindigkeitsabhän
gig. Die Vorrichtung soll entweder mit einem Uhrwerk - von einem Mitneh
mer aufgezogen - mit einer kleinen Kolben-Luftpumpe oder mit Kontakten
eines elektrischen Verzögerungsrelais arbeiten.
Eine auf Lenkbewegungen ansprechende Vorrichtung - mittels Mitnehmer für
ein Uhrwerk, Stößel eines Kolbens oder Stift eines Kontaktes - kann nur
mittelbar und relativ träge arbeiten. Abnützungs- u.ä. Erscheinungen in
folge äußerer Einflüsse und Fehlalarme können bei fortschreitender Le
bensdauer nicht ausgeschlossen werden. Für den Stillstand des Fahrzeuges
müssen zur Alarmvermeidung besondere Maßnahmen getroffen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Warnvorrichtung zu schaffen, die eine
hohe Ansprechempfindlichkeit einerseits, mit einer geringen Fehlermög
lichkeit für Alarm andererseits verbindet und so die Fahrsicherheit ent
scheidend erhöht.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit den Mitteln, die im
Patentanspruch 1 angegeben sind.
Die Erfindung macht sich die Tatsache zunutze, daß beim Fahren eines
Kraftfahrzeuges auf Straßen, Wegen usw., selbst bei Geradeausfahrt auf
Autobahnen laufend, wenn auch sehr kleine Kräfte, durch den Fahrer am
Lenker ausgeübt werden. Diese geringen Kräfte führen in der Regel nicht
zu merklichen Kursänderungen des Fahrzeuges, wenn überhaupt. Doch sind
solche "Korrektur"-Kräfte oder "Haltekräfte" zum Ausgleich von Fahrbahn-
und Umwelteinflüssen erforderlich und es wird eine merkliche Kraft über
die Lenksäule/Lenker bzw. (Servo-)Lenkhilfe und Lenkgetriebe übertragen.
Dadurch, daß die Erfindung einen Kraftsensor für Torsionskräfte an der
Säule des Steuers/Lenkers bzw. einem Glied zur (Lenk-)Kraftübertragung
zwischen Lenkrad und Vorderachse verwendet, der elektrische Signale er
zeugt, die verstärkt einer elektronischen Signalverarbeitungs- und Aus
werteeinheit zugeführt werden, wird in vorteilhafter Weise eine hohe
Sensibilität des Systems erreicht.
In dem elektronischen Auswertegerät der Erfindung wird laufend über
wacht, ob eine bestimmte Mindestamplitude dieser am Steuer/Lenker vom
Fahrer eingeleiteten Kräfte erreicht wird. Ist diese Amplitude kleiner
als für eine bestimmte Zeitdauer vorgegeben, wird ein Alarm ausgelöst.
Dadurch, daß sowohl die Amplitudengrenzen für die besagten Kräfte, als
auch das Zeitfenster hierfür veränderbar sind, lassen sich Fehlalarme
gut vermeiden. Die Amplitudengrenzen können z.B. je nach Straßenbeschaf
fenheit und Fahrer bzw. Fahrzeug/Last eingestellt werden und die Zeit
fenster je nach Fahrgeschwindigkeit.
Ausbildungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den weiteren Patent
ansprüchen zu entnehmen. Die Verwendung von Dehnungsmeßstreifen (DMS)
als Sensoren ist besonders vorteilhaft, ebenso deren Aufbringung auf der
Steuer-, Lenksäule bzw. dgl. Kraftübertragungsglied für Torsionskräfte.
Die Auswerteeinheit enthält mit Vorteil einen Komparator und eine Tor
schaltung. Im Stillstand wird der Einheit kein v-Signal zugeführt und
somit ist kein Alarm möglich.
Weitere Vorteile der Erfindung sind der Beschreibung und Zeichnung eines
Ausführungsbeispiels zu entnehmen, die diese erläutern und rein schema
tisch darstellen, ohne hierauf beschränkt zu sein.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 den Aufbau und die Zuordnung wesentlicher Elemente des Warn
systems zum Fahrzeug;
Fig. 2 einen Signalverlauf der gemessenen Kräfte mit zugeordneten Zeit
fenstern und einem Alarmfall;
Fig. 3 ein Blockschaltbild der elektronischen Meß- und Auswerteeinrich
tung, Alarmgeber und ggf. einem Bremseinleitungsglied.
Der Signalverarbeitungs- und -auswerteeinheit 3 werden außer den Meßwer
ten für Torsionskräfte von einem Aufnehmer 5, wie Tachogenerator, auch
Werte für die Geschwindigkeit (v) des Fahrzeuges zugeführt, verarbeitet,
ausgewertet und danach ggf. von dort an einen Alarmgeber 4 weitergegeben.
Die Einheit 3 enthält einen Komparator und eine Torschaltung für die
Einstellung der Meßzeit bzw. der Meßfenster, bevorzugt in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit kleiner werdend.
Wie Fig. 2 zeigt, ergibt das Signal A einen Kurvenverlauf der an der
Lenksäule gemessenen und registrierten Torsionskräfte (τ) über der
Zeit (t) an. Die Kräfte wechseln in der Regel nach Betrag und Richtung.
Grenzen für minimale Amplituden werden voreingestellt, wie eingangs er
wähnt, ebenso das Zeitfenster C durch Öffnen und Schließen des Tors der
Schaltung.
Ein Signal B wird in der Auswerteeinheit 3 elektronisch erzeugt, sobald
eine eingestellte Kraft-Amplitudengrenze unterschritten wird. Das
Erscheinen des Signals B öffnet das Tor für das Meßfenster (Signal C).
Geschlossen wird das Tor von einem Funktionsgenerator 6, der mit dem Ge
schwindigkeitsaufnehmer 5 gekoppelt wird (siehe Fig. 3).
In der Einheit 3 ist ein Komparator enthalten, mit dessen Hilfe festge
stellt wird, ob ein Signal B innerhalb eines Zeitfensters auf Null zu
rückgeht oder nicht z.B. Nulldurchgangserfassung bzw. -zählung. Alarm
kann auch bei andauernder Ünterschreitung des Grenzwertes ausgelöst wer
den, letzterer muß nicht gegen Null gehen. Erfolgt der Nulldurchgang des
Signals erst später als das Zeitfenster abgelaufen ist bzw. geschlossen
wurde, wird mittels Signal D ein Alarm vom Geber 4 ausgelöst. Jeder
Alarm muß vom Fahrer von Hand (über besondere Taste) rückgestellt wer
den, sonst erfolgt der Alarm in verschiedenen stärker werdenden Stufen
nacheinander bis zur Bremseinleitung (z.B. nach Einschlafen oder Aus
fall) mittels Bremseinheit 7 (ABS-System). Fällt ein Fahrer auf das
Steuer und bleibt z.B. auf dem Lenkrad liegen, kann das dann konstante
Signal entsprechend der Kraft am Sensor 2 ebenfalls einen Alarm auslö
sen. Kein Alarm erfolgt im Stillstand, da der Funktionsgenerator 6 kein
geschwindigkeitsabhängiges Signal erzeugt.
Die erfindungsgemäße Warnvorrichtung kann mit einer üblichen Autoelek
trik und -elektronik und Bordcomputer verbunden bzw. integriert werden.
Ein Alarm kann abgestuft z.B. erst innen, dann außen (Dauerblinklicht,
Hupen), dann Gurtstrammer, Air-bag-Auslösen, progressiv gesteuertes
Stotterbremsen (mit ABS) erfolgen.
Claims (9)
1. Warnvorrichtung für Kraftfahrzeuge zum Schutz gegen Ausfälle
einer das Kraftfahrzeug führenden Person, insbesondere auf längeren
Fahrten, mit dem Steuer/Lenker zugeordnetem Auslöseglied für einen
Alarm, dadurch gekennzeichnet, daß der Säule (1) des Steuers/Lenkers
bzw. einem Glied zur Kraftübertragung auf die Vorderachse ein Kraftsen
sor (2) zugeordnet ist, und die vom Sensor (2) generierten elektrischen
Signale einer elektronischen Signalverarbeitungs- und Auswerteeinheit
(3) und von dort einem Alarmgeber (4), zugeführt werden, wenn
- a) der Verlauf der registrierten Kräfte innerhalb vorgegebener Grenzen bleibt und
- b) zugleich eine in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit vorgegebe ne Zeitdauer abgelaufen ist.
2. Warnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kraftsensor (2) als Dehnungsmeßstreifen ausgebildet und auf der
Säule (1) aufgebracht ist.
3. Warnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die vom Kraftsensor (2) generierten Signale über einen Verstärker (8)
einem Komparator zugeführt werden.
4. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß von einem Geschwindigkeitsaufnehmer (5) Signale in
einem Funktionsgenerator erzeugt und dem Komparator zugeführt werden.
5. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungs- und Auswerteeinheit (3)
eine Torschaltung für die Einstellung der Meßzeit/Fenster enthält.
6. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einheit (3) einen Hochpaß/Tiefpaß für die Öff
nung des Tors/Beginn der Meßzeit enthält, während die Schließung des
Tors/Ende der Meßzeit vom Geschwindigkeitsaufnehmer (5) bestimmt ist.
7. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einheit (3) ein Signal dem Alarmgeber (4) zu
führt, wenn keine genügend große Kraftänderung innerhalb der Meßzeit
vorhanden ist.
8. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einheit (3) ein Signal dem Alarmgeber (4) zu
führt, wenn der/die Nulldurchgang/-gänge der am Sensor (2) registrierten
Kraft außerhalb des Zeitfensters liegt/liegen.
9. Warnvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Warnvorrichtung bzw. die Einheit (3) in den
Bordcomputer des Kraftfahrzeugs integriert ist und an der Eingabe des
selben die variablen Sollwerte (wie Schwellwerte der Kraft) eintastbar
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732782 DE3732782A1 (de) | 1987-09-29 | 1987-09-29 | Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732782 DE3732782A1 (de) | 1987-09-29 | 1987-09-29 | Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3732782A1 true DE3732782A1 (de) | 1989-04-20 |
| DE3732782C2 DE3732782C2 (de) | 1989-07-20 |
Family
ID=6337120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873732782 Granted DE3732782A1 (de) | 1987-09-29 | 1987-09-29 | Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3732782A1 (de) |
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1987
- 1987-09-29 DE DE19873732782 patent/DE3732782A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3732782C2 (de) | 1989-07-20 |
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