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DE3730881A1 - Verfahren zur herstellung eines farbbilds - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines farbbilds

Info

Publication number
DE3730881A1
DE3730881A1 DE19873730881 DE3730881A DE3730881A1 DE 3730881 A1 DE3730881 A1 DE 3730881A1 DE 19873730881 DE19873730881 DE 19873730881 DE 3730881 A DE3730881 A DE 3730881A DE 3730881 A1 DE3730881 A1 DE 3730881A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
units
proportion
photosensitive
photosensitive layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19873730881
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas A Dunder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CNA Holdings LLC
Original Assignee
Hoechst Celanese Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Celanese Corp filed Critical Hoechst Celanese Corp
Publication of DE3730881A1 publication Critical patent/DE3730881A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/10Checking the colour or tonal value of separation negatives or positives

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Materials For Photolithography (AREA)

Description

Im Mehrfarbendruck wird im allgemeinen eine Farbprüfung vorgenommen, um die Korrektur der für die Belichtung von Druckplatten verwendeten Farbauszüge zu ermöglichen. Das Prüfbild muß ein getreues Abbild des gewünschten Raster- oder Strichbildes sein und soll den Tonwert der Farben weder erhöht noch herabgesetzt wiedergeben. Die visuelle Farbprüfung soll folgendes aufzeigen:
  • 1. Fehler in der Photomaske,
  • 2. die beste Farbwiedergabe, die beim Drucken in der Druckmaschine von dem Material zu erwarten ist,
  • 3. die genaue Graduation aller Farbtöne und ob die Grautöne neutral sind,
  • 4. die eventuelle Notwendigkeit zur Abschwächung einer der Farben und/oder Hinweise zur Änderung der Filmvorlage vor der Herstellung der Druckplatten.
Die Farbprüfung für den Mehrfarbendruck wird bisher mit Hilfe von Farbandrucken vorgenommen. Dabei müssen alle auch beim tatsächlichen Mehrfarbendruck notwendigen Schritte unternommen werden. Ein solches Farbprüfverfahren ist kostspielig und zeitaufwendig, und man hat deshalb alternative Farbprüfverfahren entwickelt, die den Andrucken in der Qualität gleichkommen sollen. Zwei photographische Farbprüfverfahren sind bekannt, nämlich das sogenannte Surprint-Verfahren (Übereinanderkopieren) und das sogenannte Overlay-Verfahren (Übereinanderlegen).
Beim Farbprüfen nach dem Overlay-Verfahren wird auf jeweils einem transparenten Kunststoffträger von jedem Farbauszug für sich ein Teilfarbenbild hergestellt. Zur Herstellung eines Farbprüfsatzes werden dann mehrere solcher mit Teilfarbbildern versehener Träger übereinander auf ein weißes Blatt gelegt. Das Overlay-Verfahren hat den Nachteil, daß die übereinanderliegenden Kunststoffträger dazu neigen, das Mehrfarbenbild dunkler zu machen, so daß der Eindruck, den man von dem so angefertigten Farbprüfsatz erhält, sich sehr stark von den Drucken unterscheidet, die man mit einem konventionellen Farbandruck erzielt. Der Hauptvorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß es schneller ist und durch passergenaues Kombinieren von jeweils zwei oder mehreren Teilfarbenbildern zur Prüfung von Korrekturmaßnahmen dienen kann.
Bei der Prüfung nach dem Surprint-Verfahren wird ein Farbprüfbild angefertigt, indem nacheinander Bilder in verschiedenen Farben von verschiedenen Farbauszügen auf einem einzigen Empfangsblatt hergestellt werden. Dazu wird nur ein undurchsichtiger Träger verwendet, auf den nacheinander Toner oder lichtempfindliche Schichten in den entsprechenden Farben aufgebracht werden, wie es zum Beispiel in der US-PS 36 71 236 beschrieben ist. Das Surprint-Verfahren hat den Vorteil, daß die Farbsättigung nicht durch übereinanderliegende Kunststoffträger beeinflußt wird. Dieses Verfahren kommt dem tatsächlichen Druck näher und vermeidet die dem Overlay-Verfahren eigene Farbverfälschung.
Aus den US-PS 30 60 023, 30 60 024, 30 60 025, 34 81 736 und 36 07 264 sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Kopien eines Bildes durch Photopolymerisation und thermische Übertragung bekannt. Bei diesen Verfahren wird eine auf einen geeigneten Träger aufgebrachte photopolymerisierbare Schicht unter einer Transparenzvorlage bildmäßig belichtet. Die Oberfläche der belichteten Schicht wird dann auf die Bildempfangsfläche eines separaten Empfangsblatts aufgelegt, angepreßt und auf eine Temperatur erwärmt, die höher ist als die Übertragungstemperatur der unbelichteten Schichtbereiche. Dann werden die beiden Träger voneinander getrennt, wobei die thermisch übertragbaren unbelichteten Bildstellen auf das Bildempfangsmaterial übertragen werden. Wenn diese Schichtteile nicht vorgefärbt sind, kann das klebrige unbelichtete Bild nun mit einem gewünschten Toner eingefärbt werden.
In der US-PS 37 21 557 wird ein Verfahren zur Übertragung von Farbbildern beschrieben, bei dem zwischen der lichtempfindlichen Schicht und dem Träger eine Abziehschicht aufgebracht ist. Wenn die lichtempfindliche Schicht belichtet und entwickelt wird, werden die löslicheren Teile der Schicht selektiv entfernt, und es entsteht ein sichtbares Bild. Der Träger mit dem Bild wird gegen ein geeignetes klebstoffbeschichtetes Empfangsmaterial gepreßt und dann die Bildübertragung durch Abziehen des Trägers vorgenommen. Für jede weitere Bildübertragung wird eine frische Klebstoffschicht auf das Empfangsmaterial aufgetragen.
In der EP-OS 1 82 031 wird ein Farbprüfverfahren beschrieben, bei dem Teilfarbenbilder durch Belichten, Entwickeln und Übertragen von einem temporären auf einen permanenten Schichtträger hergestellt werden. Die lichtempfindliche Schicht des dabei verwendeten Materials enthält ein Bindemittel aus Polyvinylbutyral und bzw. oder einem Styrol/Maleinsäurehalbester-Copolymeren, ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt und einen Farbstoff oder ein Farbpigment. Die Entwicklung der lichtempfindlichen Schichten erfolgt mit Netzmittel enthaltenden wäßrig-alkalischen Lösungen. Die Entwicklung der thermisch übertragenen Schichten mit diesen Entwicklern verläuft nicht völlig zufriedenstellend. Sie läßt sich zwar durch Zusatz organischer Lösungsmittel verbessern, doch wird dabei die mitübertragene Haftschicht angegriffen.
In der älteren, nicht vorveröffentlichten EP-OS 2 16 083 wird ein lichtempfindliches Gemisch beschrieben, das als Bindemittel ein Polyvinylacetal aus 5 bis 20 Gew.-% Vinylacetat-, 4-30 Gew.-% Vinylalkohol- und 50-91 Gew.-% Vinylacetaleinheiten enthält. Die Vinylacetaleinheiten bestehen zu 75-85% aus Sechsringacetaleinheiten, zu 3-55% aus Fünfringacetaleinheiten und zu 10-22% intermolekularen Acetaleinheiten.
In der älteren, nicht vorveröffentlichten DE-OS 37 20 687 wird ein Farbprüfverfahren beschrieben, bei dem ein lichtempfindliches Material aus einem temporären Schichtträger, einer lichtempfindlichen Schicht, die ein Polyvinylacetal der vorstehend angegebenen Zusammensetzung, ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt und einen Farbstoff oder ein Pigment enthält, und einer Haftschicht auf der lichtempfindlichen Schicht, die ein thermoplastisches Polymeres enthält, unter Druck und Erwärmen auf ein gegen Entwickler resistentes Empfangsblatt laminiert wird, die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet, der temporäre Schichtträger abgezogen und die belichtete Schicht durch Auswaschen der unbelichteten Bereiche mit einem flüssigen Entwickler entwickelt wird, wobei man entweder
  • a) nach dem Laminieren zuerst den temporären Schichtträger abzieht und danach die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet oder
  • b) nach dem Laminieren zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet und danach den temporären Schichtträger abzieht oder
  • c) zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet, dann das belichtete lichtempfindliche Material auf das Empfangsblatt laminiert und schließlich den temporären Schichtträger abzieht.
Bei den bekannten Materialien unterscheiden sich die physikalischen Eigenschaften der für die Farbschicht einerseits und für die Haftschicht andererseits verwendeten Polymeren ganz erheblich, und sie sind daher für eine Reihe von Störungen verantwortlich. Solche Unterschiede bestehen z. B. in der Glasübergangstemperatur, dem linearen Ausdehnungskoeffizienten und der Dehnbarkeit. Aus diesen voneinander abweichenden physikalischen Eigenschaften ergeben sich Übertragungsfehler durch Schichtausrisse beim Laminieren, Entwicklungsfehler durch örtliche unvollständige Entwicklerlöslichkeit, die durch Bruchstellen an der Grenzfläche zwischen der Farbschicht und der Haftschicht verursacht werden, oder Risse und Verzerrungen in den Farbbildern während der Lagerung, besonders bei erhöhten Temperaturen.
Übertragungsfehler durch Schichtausrisse ("pullout voids") entstehen beim Vorhandensein von Staub-, Schmutz- oder anderen unerwünschten Partikeln auf der Oberfläche des Empfangsblattes. Während des Laminiervorgangs wird die Haftschicht fließfähig und paßt sich der Oberfläche dieser Verunreinigungen an, während die spröde farbige lichtempfindliche Schicht dazu nicht in der Lage ist und an der Stelle der höchsten Beanspruchung reißt. Der Riß setzt sich durch die Haftschicht hindurch fort, und als Folge bleibt ein Teil der zu übertragenden Schicht beim Abziehen des temporären Schichtträgers auf diesem zurück.
Zu unvollständiger Entwicklung kommt es meist, wenn das laminierte Verbundmaterial gebogen oder verdreht wird, solange es noch heiß ist vom Laminiervorgang. Diese Gefahr besteht besonders beim Austritt des Verbunds aus dem Laminierwalzenspalt. Werden die Farb- und die Haftschicht solchermaßen beansprucht, kann sich der Klebstoff in Richtung der auftretenden Spannung ausdehnen und diese ausgleichen, während die Farbschicht dazu nicht in der Lage ist. In dieser bilden sich winzige Risse, in die der heiße, fließfähige Klebstoff eindringen kann. Dadurch kommt es zu einer Vermischung der beiden Schichten an ihrer Grenzfläche. Durch die Vermischung der Haftschicht mit der farbigen Schicht wird die Löslichkeit der farbigen Schicht im Entwickler herabgesetzt. Auf diese Weise erhält man dann unvollständig entwickelte Stellen.
Aufgabe der Erfindung war es, ein Verfahren und ein lichtempfindliches Material für die Herstellung von Farbbildern, insbesondere Farbprüffolien vorzuschlagen, bei dem eine farbige lichtempfindliche Schicht zusammen mit einer Haftschicht übertragen wird und bei dem Übertragungsfehler durch Schichtausrisse und Entwicklungsfehler nach dem Übertragen und Belichten vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird ein lichtempfindliches Material für die Herstellung von Farbbildern vorgeschlagen, das einen Schichtträger, eine farbige lichtempfindliche Schicht, die ablösbar mit dem Schichtträger verbunden ist und die ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt, ein Bindemittel und einen Farbstoff oder ein Farbpigment enthält, und eine Haftschicht auf der lichtempfindlichen Schicht aufweist, die ein Vinylacetatpolymeres enthält und einen Erweichungspunkt im Bereich von 60 bis 180°C hat.
Das erfindungsgemäße Material ist dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht zu mindestens 40% aus einem sauren Mischpolymerisat aus wiederkehrenden Einheiten der Formeln M und N
worin
R₁ und R₃gleich oder verschieden sind und Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, R₂eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist,
wobei das Molverhältnis von M : N (4 bis 12) : 1 ist und das Mischpolymerisat ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 300 000 hat, und zu 0 bis weniger als 20% aus einem Polyvinylacetal aus wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Typen A, B und C besteht, wobei A in einem Mengenanteil von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt und der Formel
entspricht, B in einem Mengenanteil von 4 bis 30 Gew.-% vorliegt und der Formel
-CH₂-CHOH-
entspricht und C in einem Mengenanteil von 50 bis 91 Gew.-% vorliegt und aus Einheiten der Formeln C I, C II und C III
besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe ist und worin die Einheiten C I in einem Anteil von 75 bis 85 Gew.-%, die Einheiten C II in einem Anteil von 3 bis 5 Gew.-% und die Einheiten C III in einem Anteil von 10 bis 22 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Einheiten C, vorliegen.
Erfindungsgemäß wird ferner ein Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bilds vorgeschlagen, bei dem ein lichtempfindliches Material aus einem temporären Schichtträger, einer lichtempfindlichen Schicht, die ein Bindemittel, ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt und einen Farbstoff oder ein Pigment enthält, und einer Haftschicht auf der lichtempfindlichen Schicht, die ein Vinylacetatpolymeres enthält und einen Erweichungspunkt im Bereich von 60 bis 180°C hat, unter Druck und Erwärmen auf ein gegen Entwickler resistentes Empfangsblatt laminiert wird, wobei die Haftung der lichtempfindlichen Schicht an dem temporären Schichtträger geringer ist als die Haftung der Haftschicht an der lichtempfindlichen Schicht und an dem Empfangsblatt, die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet, der temporäre Schichtträger abgezogen und die belichtete Schicht durch Auswaschen der unbelichteten Bereiche mit einem flüssigen Entwickler bei einer Temperatur, bei der die Haftschicht praktisch nicht klebrig ist, entwickelt wird, wobei man entweder
  • a) nach dem Laminieren zuerst den temporären Schichtträger abzieht und danach die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet oder
  • b) nach dem Laminieren zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet und danach den temporären Schichtträger abzieht oder
  • c) zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet, dann das belichtete lichtempfindliche Material auf das Empfangsblatt laminiert und schließlich den temporären Schichtträger abzieht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht zu mindestens 40% aus einem sauren Mischpolymerisat aus wiederkehrenden Einheiten der Formeln M und N
worin
R₁ und R₃gleich oder verschieden sind und Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, R₂eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist,
wobei das Molverhältnis von M : N (4 bis 12) : 1 ist und das Mischpolymerisat ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 300 000 hat, und zu 0 bis weniger als 20% aus einem Polyvinylacetal aus wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Typen A, B und C besteht, worin A in einem Mengenanteil von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt und der Formel
entspricht, B in einem Mengenanteil von 4 bis 30 Gew.-% vorliegt und der Formel
-CH₂-CHOH-
entspricht und C in einem Mengenanteil von 50 bis 91 Gew.-% vorliegt und aus Einheiten der Formeln C I, C II und C III
besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe ist und worin die Einheiten C I in einem Anteil von 75 bis 85 Gew.-%, die Einheiten C II in einem Anteil von 3 bis 5 Gew.-% und die Einheiten C III in einem Anteil von 10 bis 22 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Einheiten C, vorliegen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein lichtempfindliches Material eingesetzt, das generell aus einem temporären Schichtträger mit einer wenig haftenden Oberfläche, einer farbigen lichtempfindlichen Schicht auf dieser Oberfläche und einer Haft- bzw. Klebeschicht auf der lichtempfindlichen Schicht besteht. Gegebenenfalls können auch noch weitere Schichten verwendet werden, die Lichthofschutzmittel, Haftvermittler oder Trennmittel enthalten.
In bevorzugter Ausführung besteht der temporäre Träger aus einer maßbeständigen und chemisch stabilen Folie, die beim Erhitzen, Beschichten und anderen Behandlungen ihre Form, Ausdehnung und chemischen Eigenschaften nicht wesentlich ändert. Die Folie besteht insbesondere aus Polyethylenterephthalat. Sie hat normalerweise eine Dicke von etwa 25-250 µm, vorzugsweise etwa 50-130 µm und insbesondere etwa 50-75 µm. Geeignete Folien sind zum Beispiel Hostaphan 3000 (Hersteller Hoechst AG), Mylar D (Hersteller DuPont) und Melinex in den Qualitäten 0, 052, 442, 516 und S (Hersteller ICI). Die Oberfläche des Trägers kann glatt sein, oder sie kann nach verschiedenen bekannten Verfahren mit einer matten Struktur versehen werden.
Als matte Folien sind zum Beispiel Melinex 377 und 470 von ICI geeignet. Diese Materialien haben die Eigenschaft, daß sie dem endgültigen Bild ohne zusätzliche Arbeitsgänge die gewünschte Mattigkeit verleihen. Der Glanz des endgültigen Bildes kann durch die richtige Wahl der matten Oberflächenstruktur des temporären Trägers gesteuert werden. Dieser Effekt wird erreicht, weil die oberste Schicht des endgültigen Bildes ursprünglich mit der matten Oberfläche in Berührung war. Wenn sich zwischen dem temporären Träger und der lichtempfindlichen Schicht eine besondere Ablöse- bzw. Trennschicht befindet, ist das nicht der Fall. Die Verwendung einer Folie mit matter Oberfläche hat außerdem den Vorteil, daß später übertragene Schichten im allgemeinen besser auf einer rauhen als auf einer glatten Oberfläche haften.
Eine ähnliche Mattierung des endgültigen Bildes kann durch Prägen der glänzenden Bildoberfläche mit Hilfe einer Folie mit matter Oberfläche erreicht werden. Dazu werden das endgültige Bild und die Folie unter Druck und Erwärmen aufeinander laminiert. Im allgemeinen wird die Folie nach dem Laminieren wieder entfernt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Oberflächenbeschaffenheit des fertigen Prüfbilds variiert werden kann. Außerdem kann die Mattierungsfolie mehrmals verwendet werden.
Bei einem dritten Verfahren zur Herstellung einer Mattierung wird eine in der Wärme übertragbare Klebeschicht, zum Beispiel Butvar 90 (Polyvinylbutyral; Hersteller Monsanto), auf eine Folie mit rauher Oberfläche, zum Beispiel Melinex 329 (Hersteller ICI) aufgebracht. Die Folie mit rauher Oberfläche wird mit der Klebeschichtseite unter Druck und Erwärmen auf das endgültige Bild laminiert und anschließend von der Klebeschicht abgezogen. Die rauhe Oberfläche der Folie bewirkt eine Mattierung des endgültigen Bildes. Das Verfahren hat den Vorteil, daß alle Schichten matt erscheinen und daß die zusätzliche Klebeschicht das Bild schützt.
Andere Verfahren zur Herstellung einer matten Oberfläche sind in den US-A 42 94 909 und 43 76 159 beschrieben.
In jedem Fall muß der temporäre Träger eine mäßig haftende Oberfläche aufweisen, d. h. die lichtempfindliche Schicht muß von ihm wieder abgetrennt werden können. Zu diesem Zweck kann entweder die Trägeroberfläche von ihrer Natur her wenig haften; die Haftung kann durch eine geeignete Behandlung herabgesetzt werden, oder der Träger kann mit einer Ablöseschicht versehen werden. Eine derartige Ablöseschicht kann eine Schicht auf Basis von Polyvinylalkohol sein.
Im allgemeinen enthält die lichtempfindliche Schicht eine lichtempfindliche Verbindung, ein Farbmittel, d. h. einen Farbstoff oder ein Pigment, ein Harz als Bindemittel und gegebenenfalls weitere Bestandteile, z. B. Weichmacher, saure Stabilisatoren, Tenside, Antistatika, UV-Absorber und Lösemittelreste.
Als Photosensibilisator wird ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt verwendet. Bevorzugt werden das Polykondensationsprodukt aus 3-Methoxy-diphenylamin-4-diazoniumsalz und 4,4′-Bis-methoxymethyl-diphenylether, ausgefällt als Mesitylensulfonat, und andere Polykondensationsprodukte, die in der US-A 38 49 392 beschrieben sind. Weitere geeignete Photosensibilisatoren sind in der US-A 44 36 804 genannt. Die gewählten Diazoniumverbindungen sind bevorzugt in organischen Lösungsmitteln löslich.
Als Bindemittel werden substituierte oder unsubstituierte saure Acrylcopolymere aus den oben angegebenen Einheiten M und N eingesetzt.
Zu den Polymeren dieses Aufbaus zählen Elvacite 2013, 2014 und 2028 (Hersteller Du Pont); Carboset 514-A, 515, 525, 526, XL-27 und XL-44 (Hersteller B. F. Goodrich); Cyanamid CY-XC-4011 und Mocryl 151 (Hersteller AO Polymer).
Das Molekulargewicht der beschriebenen Copolymeren beträgt bevorzugt 25 000 bis 250 000, insbesondere 150 000 bis 250 000.
Die farbige lichtempfindliche Schicht kann durch Zugabe weiterer Polymerer modifiziert werden; diese Polymeren können Styrol/Maleinsäureanhydrid-Copolymere sowohl in der Dicarbonsäure- als auch in der Halbesterform sein, z. B. Scripset 520, 540, 550 (Hersteller Monsanto), SMA 1440, 17352 (Hersteller Arco), oder Polyvinylacetale, z. B. Butvar B-72, B-79, B-90 (Hersteller Monsanto) oder die in der EP-OS 2 16 083 beschriebenen Polymeren, die letzteren jedoch nur in Mengen von weniger als 20%, bezogen auf das Gewicht der lichtempfindlichen Schicht.
Diese Terpolymeren bestehen aus Einheiten der allgemeinen Typen A, B und C, wobei A in einem Mengenanteil von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt und der Formel
entspricht, B in einem Mengenanteil von 4 bis 30 Gew.-% vorliegt und der Formel
-CH₂-CHOH-
entspricht und C in einem Mengenanteil von 50 bis 91 Gew.-% vorliegt und aus Einheiten der Formeln C I, C II und C III
besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe ist und worin die Einheiten C I in einem Anteil von 75 bis 85 Gew.-%, die Einheiten C II in einem Anteil von 3 bis 5 Gew.-% und die Einheiten C III in einem Anteil von 10 bis 22 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Einheiten C, vorliegen.
Zu den erfindungsgemäß geeigneten Farbmitteln zählen verschiedene Farbstoffe und Pigmente. In der am meisten bevorzugten Ausführung werden Pigmente mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von höchstens etwa 1 µm eingesetzt.
Der lichtempfindlichen Schicht können gegebenenfalls Weichmacher vom Phthalat- oder Phosphattyp zugesetzt werden. Bevorzugte Weichmacher sind Dibutylphthalat und Dimethylphthalat. Geeignete saure Stabilisatoren sind zum Beispiel Phosphorsäure und p-Toluolsulfonsäure.
Diese Komponenten können in verträglichen Lösemitteln wie Ethanol, 2-Methoxy-ethanol oder Butanon gelöst auf die Trennfläche aufgetragen und getrocknet werden. In bevorzugter Ausführung hat die lichtempfindliche Schicht ein Schichtgewicht zwischen etwa 0,1 und 5,0 g/m². Das Schichtgewicht liegt insbesondere zwischen 0,5 und 2,0 g/m².
Vorzugsweise sind die Komponenten in folgenden Anteilen in der lichtempfindlichen Schicht enthalten: der Photosensibilisator von etwa 5-40 Gew.-%, insbesondere von etwa 10-35 Gew.-%, das Farbmittel von etwa 10-40 Gew.-%, insbesondere von etwa 13-34 Gew.-%, das Bindemittel von etwa 25-80 Gew.-%, insbesondere von etwa 32-75 Gew.-%, der gegebenenfalls verwendete Weichmacher bis zu etwa 20 Gew.-%, vorzugsweise bis zu etwa 15 Gew.-% und insbesondere von etwa 12 bis 15 Gew.-%, und der gegebenenfalls verwendete saure Stabilisator bis zu etwa 10 Gew.-%. Das Verhältnis von Acrylcopolymerem zu den weiteren modifizierenden Polymeren im Bindemittel liegt bevorzugt zwischen 5 : 1 und 1 : 2, insbesondere zwischen 3 : 1 und 1 : 1.
Nachfolgend werden zwei typische Zusammensetzungen für die lichtempfindlichen Schichten in Gew.-% angegeben:
I.
II.
Die Haftschicht besteht vorwiegend aus Polyvinylacetat. Sie kann gegebenenfalls weitere gewünschte Komponenten, wie UV-Absorber, Antistatika und Weichmacher enthalten. Beispiele für geeignete Polyvinylacetate sind Mowilith 20, 25, 30, DM 6, DM 22 und Mischungen daraus (Hersteller Hoechst AG).
Die Polyvinylacetate werden gewöhnlich in Wasser dispergiert oder in einem organischen Lösemittel gelöst und auf die lichtempfindliche Schicht aufgebracht. Die Schicht wird dann getrocknet, so daß sich ein Schichtgewicht von etwa 5 bis 30 g/m², bevorzugt von etwa 10 bis 20 g/m² ergibt. In der Schicht können gegebenenfalls UF-Absorber, z. B. Uvinul D-50 (Hersteller GAF), polymere Weichmacher, z. B. Resoflex R-296 (Hersteller Cambridge Industries) oder Carboset 525 (ein Acrylharz der Säurezahl 80 mit dem Molekulargewicht 260 000, Hersteller B. F. Goodrich) sowie Antistatika, z. B. Gafac und Gafstat (Hersteller GAF) und weitere Harze, z. B. Nitrocellulose R 1/2 (Hersteller Hercules) enthalten sein. Während der Lagerung oder Entwicklung des lichtempfindlichen Materials soll sich die Haftschicht nicht klebrig anfühlen. Die Schicht soll bevorzugt einen Erweichungspunkt im Bereich von etwa 60-120°C, insbesondere von 60-100°C, haben. In bevorzugter Ausführungsform ist Polyvinylacetat in einem Anteil von mehr als 50 Gew.-% in der Haftschicht enthalten. Der Weichmacher kann in einem Anteil von bis zu etwa 30 Gew.-%, der UV-Absorber bis zu etwa 20 Gew.-% und andere Harze bis zu etwa 50 Gew.-% in der Schicht anwesend sein.
Die Haftschicht kann zum Beispiel eine der folgenden Zusammensetzungen (Gew.-%) haben:
I. Wasser50 Mowilith DM-22 (50%ige wäßrige Dispersion)50 (Terpolymeres aus Vinyl­ acetat/Vinylester einer langkettigen Carbonsäure/ Acrylsäureester)
II. n-Butylacetat78 Resoflex R-296 1 Mowilith 3021 (Polyvinylacetat, Mol-Gew. 110 000)
III. n-Butylacetat68,7 Uvinul D-50 1,3 (Benzophenonderivat) Mowilith 2030,0 (Polyvinylacetat, MG 35 000)
Bei der praktischen Anwendung wird das lichtempfindliche Material mit der Haftschicht auf ein Empfangsblatt laminiert. Das Empfangsblatt soll beständig gegen irgendwelche Beeinträchtigungen durch den gewählten Entwickler sein. Bei Verwendung von wäßrigen Entwicklern soll es zum Beispiel wasserfest sein. Für diesen Zweck sind Kunststoff- oder kunststoffbeschichtete Empfangsblätter geeignet.
Als Empfangsmaterialien geeignete Folien sind Polyesterfolien, z. B. Melinex 329, 339, 994 und 3020 von ICI. Es können aber auch andere weiße und nicht-weiße Empfangsmaterialien verwendet werden. Die Oberfläche des Empfangsmaterials hat vorzugsweise eine rauhe Struktur und/oder ist haftvermittelnd behandelt worden, und sie muß unempfindlich gegen die Laminier- und Entwicklungsvorgänge sein.
Das Laminieren kann so durchgeführt werden, daß das Empfangsblatt mit der Haftschicht des farbigen Materials in Kontakt gebracht wird und dann beide Materialien unter entsprechendem Druck zusammen durch den Walzenspalt eines beheizten Laminierwalzenpaares geführt werden. Geeignete Laminiertemperaturen liegen im allgemeinen bei etwa 60-120°C, zweckmäßig 60-90°C, vorzugsweise bei 75-85°C. Nach dem Laminieren wird der Träger abgezogen, was normalerweise einfach von Hand geschieht. Die Haftschicht und die lichtempfindliche Schicht bleiben dabei auf dem Empfangsblatt zurück.
Die lichtempfindliche Schicht wird entweder vor oder nach dem Laminieren in bekannter Weise bildmäßig belichtet. Sie kann z. B. mit einer UV-Lichtquelle durch eine Photomaske im Vakuumkopierrahmen belichtet werden. Damit die Schichten bei der Belichtung miteinander im Kontakt sind, wird vorzugsweise nach dem Laminieren und Abziehen der Trägerfolie belichtet. Quecksilberdampflampen werden gegenüber Metallhalogenidlampen bevorzugt. Es können auch Filter verwendet werden, um die Lichtstreuung zu reduzieren.
Nach dem Laminieren, Abziehen der Trägerfolie und Belichten wird die lichtempfindliche Schicht entwickelt, indem die nichtbelichteten Bereiche in einem geeigneten Entwickler gelöst werden. Anschließend wird getrocknet.
Geeignete Entwickler sind wäßrige Lösungen von Benzoesäure oder Natrium-, Lithium- und Kaliumbenzoaten, sowie deren durch Hydroxylgruppen substituierten Analogen und die in der US-A 44 36 807 beschriebenen Entwickler. Die Haftschicht wird durch den Entwickler nicht wesentlich angegriffen. Geeignete Entwickler haben beispielsweise folgende Zusammensetzung:
I. Wasser95,0 Natriumdecylsulfat 3,0 Dinatriumphosphat 1,5 Natriummetasilicat 0,5
II. Wasser89,264 Mononatriumphosphat 0,269 Trinatriumphosphat 2,230 Natriumtetradecylsulfat 8,237
Der Vorgang kann dann wiederholt werden, wobei ein weiteres lichtempfindliches Material in einer anderen Farbe über das zuvor hergestellte Bild auf dasselbe Empfangsblatt laminiert wird. Um die komplette Farbwiedergabe eines gewünschten Bildes zu erhalten, werden normalerweise vier farbige Schichten verwendet. Diese Farbschichten umfassen Cyan (Blaugrün), Magenta (Purpur), Gelb und Schwarz.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, in denen alle Prozent- und Mengenangaben, wenn nichts anderes gesagt ist, in Gewichtseinheiten zu verstehen sind.
Beispiel 1
Es werden vier lichtempfindliche Lösungen in den Farben Blaugrün, Gelb, Purpur und Schwarz nach den oben angegebenen Rezepturen hergestellt. Das Pigment wird der Lösung jeweils in Form einer Dispersion des entsprechenden Pigments in einer Lösung von Carboset XL 44 in Propylenglykolmonomethylether zugegeben. Die Dispersionen werden einzeln auf 75 µm dicke Polyesterfolien (Melinex 516) als temporäre Träger so aufgebracht und getrocknet, daß sich die erforderliche optische Dichte ergibt. Die Schichtgewichte betragen ungefähr 1,3 g/m² für Blaugrün, 0,9 g/m² für Gelb, 1,2 g/m² für Purpur und 1,6 g/m² für Schwarz. Die Haftschichtlösung, insbesondere nach der oben angegebenen Rezeptur II, wird auf die lichtempfindliche Schicht aufgebracht und zu einem Schichtgewicht von 12 g/m² getrocknet. Das gelbe Material wird dann bei 80°C mit der Haftschicht nach Belieben auf eine der beiden Seiten eines 180 µm dicken Polyesterempfangsblatts (Melinex 3020) laminiert. Der temporäre Träger (Melinex 516) wird nach dem Laminieren abgezogen, wobei die Haftschicht und die lichtempfindliche Schicht auf dem Empfangsblatt verbleiben. Die gelbe lichtempfindliche Schicht wird dann unter dem Auszug für die gelbe Farbe belichtet. Das Empfangsblatt mit der belichteten gelben Schicht wird bei 27°C 15 Sekunden in den oben angegebenen Entwickler II getaucht und dabei auf der lichtempfindlichen Seite leicht gerieben. Die nichtbelichteten gelben Bereiche werden beim Entwickeln abgelöst, die belichteten Bereiche bleiben zurück.
Die Haftschicht wird durch den Entwickler nicht angegriffen Nach dieser Behandlung wird das belichtete Material abgespült und getrocknet. Das purpurfarbene Material wird dann wie oben beschrieben auf die bebilderte gelbe Seite des Empfangsblattes laminiert und der temporäre Träger abgezogen. Anschließend wird die purpurfarbene Schicht durch den entsprechenden Farbauszug belichtet und wie die gelbe Schicht verarbeitet. Auf Purpur folgen in gleicher Weise Blaugrün und dann Schwarz, so daß man schließlich ein Vierfarbenbild erhält, das eine genaue Wiedergabe des Originals ist, von dem die Farbauszüge hergestellt wurden.
Beispiel 2
Zum Vergleich werden schwarze Beschichtungslösungen hergestellt, wobei die Rezepturen Schwarz I und Schwarz II sich dadurch unterscheiden, daß in der Lösung Schwarz II als Polymeres nur Scripset 540 verwendet wird, während die Lösung Schwarz I Acrylpolymere enthält.
Die Beschichtungen werden wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt, mit der Klebstoffschicht überzogen, übertragen, belichtet und entwickelt. Beim Laminieren treten bei den lichtempfindlichen Schichten der Rezeptur Schwarz II durchschnittlich 2 bis 4 Fehler durch Schichtausrisse auf, während bei den lichtempfindlichen Schichten der Rezeptur Schwarz I durchschnittlich 0 bis 1 Fehler durch Schichtausrisse auftritt. Die fertigen belichteten und entwickelten Farbbilder werden bei 50°C gelagert und regelmäßig auf Anzeichen von Rißbildung untersucht. Die Bilder des Typs Schwarz I bleiben Monate unversehrt erhalten. Bilder des Typs Schwarz II weisen bereits nach zwei Stunden Risse in den Bildstellen auf, nach 18 Stunden sind Verzerrungen von Rasterpunkten erkennbar, so daß die Bilder für eine weitere Verwendung als Farbprüffolien unbrauchbar sind.

Claims (9)

1. Lichtempfindliches Material für die Herstellung von Farbbildern, das einen Schichtträger, eine farbige lichtempfindliche Schicht, die ablösbar mit dem Schichtträger verbunden ist und die ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt, ein Bindemittel und einen Farbstoff oder ein Farbpigment enthält, und eine Haftschicht auf der lichtempfindlichen Schicht aufweist, die ein Vinylacetatpolymeres enthält und einen Erweichungspunkt im Bereich von 60 bis 180°C hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht zu mindestens 40% aus einem sauren Mischpolymerisat aus wiederkehrenden Einheiten der Formeln M und N worinR₁ und R₃gleich oder verschieden sind und Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, R₂eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, wobei das Molverhältnis von M : N (4 bis 12) : 1 ist und das Mischpolymerisat ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 300 000 hat, und zu 0 bis weniger als 20% aus einem Polyvinylacetal aus wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Typen A, B und C besteht, wobei A in einem Mengenanteil von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt und der Formel entspricht, B in einem Mengenanteil von 4 bis 30 Gew.-% vorliegt und der Formel-CH₂-CHOH-entspricht und C in einem Mengenanteil von 50 bis 91 Gew.-% vorliegt und aus Einheiten der Formeln C I, C II und C III besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe ist und worin die Einheiten C I in einem Anteil von 75 bis 85 Gew.-%, die Einheiten C II in einem Anteil von 3 bis 5 Gew.-% und die Einheiten C III in einem Anteil von 10 bis 22 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Einheiten C, vorliegen.
2. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel in der lichtempfindlichen Schicht in einer Menge von insgesamt 25 bis 80 Gew.-%, bezogen auf den Gehalt der Schicht an nichtflüchtigen Bestandteilen, enthalten ist.
3. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht ein Schichtgewicht im Bereich von 0,1 bis 5 g/m² hat.
4. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schichtgewicht der Haftschicht 5 bis 30 g/m² beträgt.
5. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht als Bindemittel ferner ein Styrol/Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisat oder ein Polyvinylacetat enthält.
6. Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bilds, bei dem ein lichtempfindliches Material aus einem temporären Schichtträger, einer lichtempfindlichen Schicht, die ein Bindemittel, ein Diazoniumsalz-Polykondensationsprodukt und einen Farbstoff oder ein Pigment enthält, und einer Haftschicht auf der lichtempfindlichen Schicht, die ein Vinylacetatpolymeres enthält und einen Erweichungspunkt im Bereich von 60 bis 180°C hat, unter Druck und Erwärmen auf ein gegen Entwickler resistentes Empfangsblatt laminiert wird, wobei die Haftung der lichtempfindlichen Schicht an dem temporären Schichtträger geringer ist als die Haftung der Haftschicht an der lichtempfindlichen Schicht und an dem Empfangsblatt, die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet, der temporäre Schichtträger abgezogen und die belichtete Schicht durch Auswaschen der unbelichteten Bereiche mit einem flüssigen Entwickler bei einer Temperatur, bei der die Haftschicht praktisch nicht klebrig ist, entwickelt wird, wobei man entweder
  • a) nach dem Laminieren zuerst den temporären Schichtträger abzieht und danach die lichtempfindliche Schicht bildmäßig belichtet oder
  • b) nach dem Laminieren zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet und danach den temporären Schichtträger abzieht oder
  • c) zuerst die lichtempfindliche Schicht belichtet, dann das belichtete lichtempfindliche Material auf das Empfangsblatt laminiert und schließlich den temporären Schichtträger abzieht,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht zu mindestens 40% aus einem sauren Mischpolymerisat aus wiederkehrenden Einheiten der Formeln N und M worinR₁ und R₃gleich oder verschieden sind und Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, R₂eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist,wobei das Molverhältnis von M : N (4 bis 12) : 1 ist und das Mischpolymerisat ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 300 000 hat, und zu 0 bis weniger als 20% aus einem Polyvinylacetal aus wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Typen A, B und C besteht, worin A in einem Mengenanteil von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt und der Formel entspricht, B in einem Mengenanteil von 4 bis 30 Gew.-% vorliegt und der Formel-CH₂-CHOH-entspricht und C in einem Mengenanteil von 50 bis 91 Gew.-% vorliegt und aus Einheiten der Formeln C I, C II und C III besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe ist und worin die Einheiten C I in einem Anteil von 75 bis 85 Gew.-%, die Einheiten C II in einem Anteil von 3 bis 5 Gew.-% und die Einheiten C III in einem Anteil von 10 bis 22 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Einheiten C, vorliegen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die angegebenen Verfahrensschritte mindestens einmal mit einem lichtempfindlichen Material wiederholt, das einen Farbstoff oder ein Pigment in einer anderen Farbe enthält, wobei das zweite lichtempfindliche Material auf das erste entwickelte farbige Bild laminiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Laminieren bei 60 bis 90°C erfolgt.
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