DE3728963A1 - Parallelfuehrungsvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Parallelführungsvorrichtung für
Zahnersatzarbeiten mit einer Grundplatte, mit einer sich von
der Grundplatte senkrecht nach oben erstreckenden Säule,
mit einem gegenüber der Säule um eine zu einer Säulenlängs
achse parallele Achse verschwenkbaren Führungsteil, mit
einem an dem Führungsteil gelagerten und in einer senkrecht
zur Säulenlängsachse stehenden Bewegungsebene relativ zur
Säule bewegbaren Arm und mit einer gegenüber dem Arm in
Richtung auf die Grundplatte verschieblichen Werkzeugauf
nahme.
Derartige Parallelführungsvorrichtungen sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Bei diesen Parallelführungsvorrichtun
gen ist die Säule zum Beispiel starr an der Grundplatte
gehalten und das Führungsteil ein gegenüber der Säule ver
schwenkbarer Hebel, an dessen Ende der Arm angelenkt ist.
Mit einem in der Werkzeugaufnahme gehaltenen Werkzeug sind
auf einer zu der Bewegungsebene parallelen Arbeitsfläche
sämtliche Punkte dadurch anfahrbar, daß der Arm relativ
zum Führungsteil und das Führungsteil relativ zur Säule
verschwenkbar ist.
Beim Einsatz einer derartigen Parallelführungsvorrich
tung kommt es darauf an, daß ein in die Werkzeugaufnahme
eingesetztes Werkzeug mit großer Genauigkeit in einem
bestimmten Winkel zu der auf der Grundplatte angeord
neten Arbeitsfläche geführt wird, wobei der Winkel
des Werkzeugs relativ zur Arbeitsfläche an jedem von
dem Werkzeug angefahrenen Punkt der Arbeitsfläche gleich
groß sein soll. An die Präzision einer derartigen
Parallelführung des Werkzeugs relativ zur Arbeitsfläche
werden in der Dentaltechnik zunehmend größere Anforderun
gen gestellt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Parallelführungsvorrichtung der gattungsgemäßen Art der
art zu verbessern, daß eine Parallelführung eines Werk
zeugs mit hoher Präzision in Verbindung mit guter Hand
lichkeit erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Parallelführungsvorrichtung
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der Arm relativ zum Führungsteil in einer in
der Bewegungsebene liegenden Richtung linear verschieb
lich ist.
Diese erfindungsgemäße Lagerung des Arms im Führungsteil
hat den Vorteil, daß die am Ende des Arms gehaltene Werk
zeugaufnahme in der Bewegungsebene präziser geführt
werden kann, da sich mit einer linear verschieblichen
Lagerung des Arms an dem Führungsteil Toleranzen wesent
lich besser ausgleichen lassen als mit den aus dem Stand
der Technik bekannten Lösungen, bei welchen der
Arm an dem Ende des als Hebel ausgebildeten Führungsteils
angelenkt ist. Ferner kommt hinzu, daß die erfindungs
gemäße Lösung auch handlicher ist als die Kniehebellösung,
da sich bei der erfindungsgemäßen Lösung der Arm stets
nur zwischen der Werkzeugaufnahme und der Säule und somit
von einem Benutzer weg erstreckt, während bei der Knie
hebellösung sich die beiden Kniehebel in der Regel nach
einer der beiden Seiten erstrecken und daher auch den
Bewegungsspielraum des Benutzers begrenzen. Aus diesem
Grund erlaubt die erfindungsgemäße Lösung auch, die Ar
beitsfläche ohne Probleme zu vergrößern, da ein längerer
Arm sich stets vom Benutzer aus gesehen nach hinten
erstreckt, während zwei längere Kniehebel sich in der
Regel noch mehr zur Seite hin erstrecken würden und daher
eine noch größere Einschränkung des Bewegungsspielraums
zur Folge hätten.
Die linear verschiebliche Lagerung des Arms an dem Füh
rungselement ist auf die unterschiedlichste Art und
Weise denkbar. Besonders einfach und zweckmäßig ist es
jedoch, wenn der Arm ein Führungselement umfaßt, welches
an dem Führungsteil in einer sich in der Bewegungsebene
erstreckenden Längsführung gelagert ist.
Da die erfindungsgemäße Parallelführungsvorrichtung so
ausgebildet sein soll, daß mit dem Werkzeug in der Werk
zeughalterung möglichst jeder Punkt einer möglichst
großen Arbeitsfläche angefahren werden kann, muß das Füh
rungselement eine entsprechend große Länge aufweisen.
In diesem Fall besteht die Gefahr, daß zusätzlich zu den
Toleranzen der Lagerungen noch weitere Ungenauigkeiten
aufgrund von Durchbiegungen des Führungselements hinzu
kommen. Um derartige Durchbiegungen des Führungselements
zu vermeiden und eine noch präzisiere Lagerung zu ermög
lichen, ist vorgesehen, daß der Arm zwei sich parallel
zueinander erstreckende und an ihren jeweiligen Enden
starr miteinander verbundene Führungselemente umfaßt. Ein
derartig aufgebauter Arm ist wesentlich stabiler und bie
tet außerdem den Vorteil, daß die beiden Führungselemente
jeweils in einer Längsführung gelagert werden können und
damit zusätzlich zur verbesserten Biegesteifigkeit des
Arms eine noch bessere Längsführung desselben gewährleisten.
Das Führungselement kann, wie aus Ausführungsbeispielen
des Standes der Technik bekannt, um einen begrenzten Win
kel schwenkbar sein. Besonders günstig ist es jedoch, wenn
das Führungselement um seine Schwenkachse um mindestens
eine volle Umdrehung - also um mindestens 360° - drehbar
ist, da dies die Handlichkeit der Parallelführungsvorrich
tung erheblich verbessert und die Möglichkeit schafft, den
Arm zu beiden Seiten hin von vorn nach hinten oder umge
kehrt zu schwenken.
Das Führungsteil seinerseits kann beispielsweise an einer
neben der Säule angeordneten Achse in einer bestimmten
Höhe drehbar gelagert sein. Weit vorteilhafter ist es
jedoch, wenn das Führungsteil an der Säule durch eine
diese umgebende, gegenüber der Säule verdrehbare und in
Richtung der Säulenlängsachse verschiebliche Führungs
hülse gelagert ist. Eine derartige Art der Lagerung des
Führungsteils hat den Vorteil, daß sich dessen Höhe rela
tiv zu der Grundplatte durch die Verschiebbarkeit in Rich
tung der Säulenlängsachse einstellen läßt und daß diese
längsverschiebliche Lagerung der Führungshülse gleichzei
tig eine Drehlagerung darstellt. Damit sind zwei Lagerun
gen in einer zusammengefaßt, was sich günstig auf die
Genauigkeit bei der Führung und Positionierung der Füh
rungshülse auswirkt.
Bevorzugterweise ist die Führungshülse noch zusätzlich
mit Kugelbüchsen versehen, welche eine besonders leichte
und präzise Führung derselben an der Säule erlauben.
Auf die Genauigkeit der erfindungsgemäßen Parallelführungs
vorrichtung wirkt es sich außerdem positiv aus, wenn die
Längsführung neben der Führungshülse angeordnet ist, da
dann kein großer Hebelarm zwischen beiden Führungen be
steht.
Auch bei der Ausführung des Führungselements sind mehrere
unterschiedliche Lösungen denkbar. So wäre es beispiels
weise möglich, als Längsführung und Führungselement teles
kopartig gegeneinander verschiebliche Schienen oder Rohre
vorzusehen. Im Rahmen einer konstruktiv möglichst einfa
chen Lösung hat es sich jedoch als vorteilhaft erwiesen,
wenn das Führungselement mindestens eine Führungswelle
ist, und wenn die Längsführung mindestens eine Kugelbüchse
umfaßt. Mit einer derartigen Kombination läßt sich auf sehr
einfache Weise eine sehr präzise linear verschiebliche
Führung erreichen, insbesondere dann, wenn die Kugelbüch
sen einstellbar sind.
Noch vorteilhafter ist es jedoch, wenn die Längsführung
zwei im Abstand voneinander angeordnete Kugelbüchsen
umfaßt, da in diesem Fall eine noch bessere Geradführung
erreichbar ist.
Da bei der Bearbeitung eines Arbeitsmodells vielfach meh
rere Werkzeuge, wie beispielsweise ein Ausblockgerät und
eine Vermessungsspitze zum Einsatz kommen, hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, wenn der Arm an beiden Enden
jeweils eine Spindelführung aufweist, in welcher eine die
Werkzeugaufnahme haltende Arbeitsspindel parallel zur
Säule verschieblich ist.
Insbesondere bei einem Arm, an dem zwei Werkzeugauf
nahmen vorgesehen sind, kommt der Vorteil der linear ver
schieblichen Lagerung des Arms an dem Führungsteil zur
Geltung, denn bei der erfindungsgemäßen Konstruktion ist
automatisch sichergestellt, daß das jeweils nicht benutzte
Werkzeug vom Benutzer weg nach hinten verschwenkt ist und den
Bewegungsspielraum dieses Benutzers überhaupt nicht ein
schränkt. In dem Fall, in dem dann das andere Werkzeug
gebraucht wird, braucht lediglich eine Schwenkbewegung
um 180° durchgeführt werden und das andere Werkzeug ist
griffbereit.
Auch bei der Spindelführung hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn diese zwei im Abstand voneinander angeordnete
Führungshülsen aufweist, die vorzugsweise einstell
bar sind, da somit zusätzlich zur möglichst exakten Füh
rung des Arms relativ zur Säule ebenfalls eine möglichst
exakte Führung der Arbeitsspindel gewährleistet ist.
Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ist insbesondere da
ran gedacht, daß die eine Werkzeugaufnahme ein Ausblock
gerät ist, in welche als Werkzeug eine Ausblockspitze
einsetzbar ist und daß vorzugsweise die andere Werkzeugauf
nahme ein Vermessungsgerät ist, in welche als Werkzeug eine
Vermessungsspitze einsetzbar ist.
Insbesondere dann, wenn die Werkzeugaufnahme oder das Werkzeug
eine Stromzuführung benötigen, wie zum Beispiel bei einem Aus
blockgerät, ist es zweckmäßig, wenn die Säule eine axiale
Kabeldurchführung mit einer drehbar gelagerten Kabelverbin
dung aufweist.
Ferner ist es zusätzlich noch günstig, wenn die Arbeitsspindel
eine axiale Kabeldurchführung zur Werkzeugaufnahme auf
weist.
Neben den vorstehend beschriebenen Lösungsmerkmalen der er
findungsgemäßen Aufgabe kann diese aber auch allein bei einem
Parallelführungsgerät der eingangs beschriebenen Art erfin
dungsgemäß dadurch gelöst werden, daß die Säule in ihrer Win
kelstellung bezüglich einer Arbeitsfläche der Grundplatte
justierbar ist.
Im Gegensatz zu den bereits bekannten Lösungen hat diese
erfindungsgemäße Lösung den großen Vorteil, daß mit der
Justierbarkeit der Säule relativ zur Arbeitsfläche eine
der größten Fehlerquellen ausgeschaltet werden kann, wel
che bei den bekannten Parallelführungsvorrichtungen exis
tiert, da sich eine geringfügige Abweichung der Säulen
längsachse von einer auf der Arbeitsfläche stehenden Senk
rechten aufgrund der Länge der Säule und der Länge des
Arms auf die Parallelführungs- und Höhenführungsgenauigkeit
stärker negativ auswirkt als die Toleranzen in der Lagerung
des Arms an der Säule, da in diese die Länge der Säule
nicht noch zusätzlich eingeht. Es wäre zwar möglich, die
Säule, ohne daß sie zusätzlich noch justierbar ist, bei
spielsweise durch entsprechend genaue formschlüssige Auf
nahmen an der Grundplatte genau in der Lotrechten zur Ar
beitsfläche zu befestigen. Dies hätte jedoch den Nachteil,
daß diese Aufnahmen mit sehr hoher Präzision gefertigt
werden müßten, so daß eine derartige Lösung fertigungs
technisch wesentlich aufwendiger und teurer wäre als die
justierbare Halterung der Säule an der Grundplatte.
Die einfachste Möglichkeit einer justierbaren Lagerung der
Säule sieht vor, daß diese in einem verkippbaren Schwenk
lager gehalten ist und daß vorzugsweise die Säule im Ab
stand von dem Schwenklager in einem festlegbaren Verschiebe
glied gehalten ist.
Ergänzend kann die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße
Lösung der Aufgabe auch noch einzelne oder mehrere Merkmale
der erstgenannten Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe um
fassen.
Weitere Merkmale und Vorteile sind Gegenstand der nachfol
genden Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung
eines Ausführungsbeispiels.
Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht eines Aus
führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Parallelführung.
Die in der Zeichnung dargestellte Parallelführungsvorrich
tung umfaßt im einzelnen eine Grundplatte 10 mit einer
auf einer vorderen Seite dieser Grundplatte angeordneten
Arbeitsfläche 12. Auf einer hinteren Seite der Grundplatte 10
ist ein Gehäuse 14 mit einem zur Arbeitsfläche 12 ungefähr
parallelen Gehäusedeckel 16 angeordnet, aus welchem sich
eine Säule 18 erhebt. Die Säule 18 ist dabei mit ihrer
Säulenachse 20 so ausgerichtet, daß die letztere senkrecht zu
einer von der Arbeitsfläche 12 definierten Ebene verläuft.
Um diese Säulenachse 20 in ihrer Winkelstellung relativ zur
Arbeitsfläche 12
justieren zu können, durchdringt die Säule 18 den Gehäuse
deckel 16 und ist sowohl an der Grundplatte 10 als auch an
dem Gehäusedeckel 16 gehalten. Im Bereich des Gehäusedeckels
16 ist zur Halterung der Säule 18 ein sich auf diesem abstützen
des Schwenklager 22 vorgesehen, welches ein Verkippen
der Säulenachse 20 relativ zur Senkrechten der von der Ar
beitsfläche 12 definierten Ebene erlaubt. Im Bereich der Grund
platte 10 ist ein Ende 24 der Säule 18 in einem Justierblock
26 aufgenommen, welcher mittels Justierschrauben 28 gegen
über einer Justierplatte 30 in Querrichtung verschieblich ist,
wobei die Justierplatte 30 ihrerseits durch Justierschrau
ben 32 senkrecht zur Querrichtung, d.h. in Längsrichtung,
verschiebbar ist. Damit ist insgesamt das Ende 24 der
Säule 18 in einer zur Arbeitsfläche 12 parallelen Ebene
relativ zur Grundplatte 10 verschieblich.
An dieser Säule 18 ist ein Wellenführungsblock 34 mittels
einer die Säule 18 umgreifenden Führungshülse 36 um die
Säule 18 drehbar und in Längsrichtung der Säulenachse 20
verschieblich gelagert.
Um die Führungshülse 36 auf einer bestimmten Höhe festlegen
zu können, ist unterhalb dieser ein Auflagering 38 vorge
sehen, welcher mittels einer Stellschraube 40 an der Säule
18 festlegbar ist, so daß sich die Führungshülse 36 dann
auf diesem Auflagering 38 abstützt.
Der Wellenführungsblock 34 umfaßt ferner zwei senkrecht zur
Säulenachse 20 verlaufende, parallel zueinander ausge
richtete und im Abstand voneinander angeordnete Wellen
führungsbohrungen 42, in welche von beiden Seiten her
einjustierbare Kugelbüchsen 44 eingesetzt sind. In jeder
Wellenführungsbohrung 42 ist somit jeweils eine Führungs
welle 46 durch zwei im Abstand voneinander angeordnete Kugel
büchsen 44 in Längsrichtung der Wellenführungsbohrung 42 und
somit senkrecht zur Säulenachse 20 verschieblich gelagert.
Diese beiden Führungswellen 46 sind jeweils an ihren äus
seren Enden durch einen Spindelführungsblock 48 starr mit
einander verbunden, so daß die Einheit, bestehend aus den
beiden Führungswellen 46 und den beiden an deren Enden ange
ordneten Führungsblocks 48 als Ganzes einen Arm 50 bildet,
welcher in einer senkrecht auf der Säulenachse 20 stehenden
Bewegungsebene relativ zu dem Wellenführungsblock linear ver
schieblich ist.
Jeder der Spindelführungsblocks 48 umfaßt eine als Ganzes mit
51 bezeichnete Spindelführung, welche jeweils aus einer Spin
delführungsbohrung 52 sowie zwei jeweils an den Enden der
Spindelführungsbohrung 52 angeordneten Führungshülsen 54 ge
bildet ist. Die Spindelführungsbohrung 52 erstreckt sich
dabei parallel zur Säulenachse 20.
In jeder Spindelführung 51 ist jeweils eine Arbeitsspindel
56 durch die beiden Führungshülsen 54 in Richtung der
Arbeitsfläche 12 und parallel zur Säulenachse 20 verschieb
lich gelagert, wobei ein Verschiebeweg dieser Arbeitsspin
del 56 durch einen unteren Anschlagflansch 58 und einen
oberen Anschlagflansch 60 begrenzt ist. In der Ausgangs
stellung stehen die beiden Arbeitsspindeln 56 so, daß sie
mit ihrem unteren Anschlagflansch 58 an einer Unterseite 62
des Spindelführungsblocks 48 anliegen.
Um die Arbeitsspindel 56 in dieser Ausgangsstellung zu halten,
ist eine koaxial zur Arbeitsspindel 56 angeordnete Rückstell
feder 66
vorgesehen, welche sich einerseits auf der Oberseite 64
des Spindelführungsblocks 48 abstützt und andererseits
den oberen Anschlagflansch 60 beaufschlagt.
Die in der Zeichnung auf der rechten Seite dargestellte
Arbeitsspindel 56 bildet gemeinsam mit einem an deren
der Arbeitsfläche 12 zugewandten Ende montierten Ausblock
gerät 68 einen Ausblockarm 70.
Dieses Ausblockgerät 68 besitzt eine elektrisch beheizbare
Ausblockspitze 72. Die Stromzuführung zu diesem Ausblock
gerät 68 erfolgt über ein durch eine axiale Bohrung 74
der Arbeitsspindel 56 des Ausblockarms 70 herausgeführ
tes Kabel 76, welches über einen Stecker 78, eine drehbare
Kabelverbindung 80, ein koaxial durch die Säule 18 geführ
tes Kabel 82 mit einem Stromregler 84 in Verbindung steht.
Die drehbare Kabelverbindung 80 ist dabei vorzugsweise an
einem dem Ende 24 entgegengesetzten oberen Ende 86 der
Säule 18 angeordnet.
Der Stromregler 84 dient zur Einstellung der Temperatur
an der Ausblockspitze und steht mit einem auf unterschied
liche Spannung einstellbaren Netzanschlußteil in Verbin
dung.
Parallel zum Stromregler 84 ist noch ein weiterer Strom
regler 89 vorgesehen, welcher zur Regelung eines unab
hängig von dem Ausblockgerät 68 handhabbaren elektrischen
Wachsmessers dient.
Die in der Zeichnung auf der linken Seite angeordnete Ar
beitsspindel 56 bildet zusammen mit einer an deren unterem
Ende in einem Vermessungsgerät 87 gehaltenen Vermessungs
spitze 88 einen Vermessungsarm 90.
Um die Positionen der Ausblockspitze 72 oder der Vermessungs
spitze 88 festlegen zu können, ist die Arbeitsspindel 56
durch eine Feststellschraube 92 relativ zu ihrem jeweiligen
Spindelführungsblock 48 in beliebigen Stellungen festlegbar,
wobei nach Lösen der Feststellschraube 92 die Rückstell
feder 66 jeweils die Arbeitsspindel 56 in ihre Ausgangs
stellung überführt.
Ferner ist am Wellenführungsblock 34 eine Feststellschraube
94 vorgesehen, mittels welcher dieser Wellenführungsblock
34 an der Säule 18 gegen eine Verdrehung festlegbar ist.
Schließlich ist auch noch eine Festlegung der Führungswel
len 46 vorgesehen, wofür ebenfalls am Wellenführungsblock
34 eine Stellschraube 96 dient, welche eine oder beide
Führungswellen 46 in der Wellenführungsbohrung 42 beauf
schlagt.
Um ein Arbeitsmodell 98 in der erfindungsgemäßen Parallel
führungsvorrichtung bearbeiten zu können, wird dieses
auf einen Modelltisch 100 gespannt, welcher auf die Ar
beitsfläche 12 aufsetzbar ist. Der Modelltisch 100 ist
in der Regel mit einem Kugelgelenk versehen, so daß das
Arbeitsmodell 98 relativ zur Arbeitsfläche 12 exakt justiert
werden kann.
Das Bearbeiten des Arbeitsmodells 98 erfolgt nun so, daß
entweder der Vermessungsarm 90 oder der Ausblockarm 70
nach vorne über das Arbeitsmodell 98 geschwenkt werden
und durch Verschiebung des Arms 50 in der senkrecht zur
Säulenachse 20 liegenden Bewegungsebene exakt über dem
jeweils zu bearbeitenden Bereich positioniert werden. An
schließend wird die jeweilige Arbeitsspindel 56 in Rich
tung auf das Arbeitsmodell 98 zu der entsprechenden Arbeit
bewegt.
Claims (16)
1. Parallelführungsvorrichtung für Zahnersatzarbeiten mit
einer Grundplatte, mit einer sich von der Grundplatte
senkrecht nach oben erstreckenden Säule, mit einem gegen
über der Säule um eine zu einer Säulenlängsachse
parallele Achse verschwenkbaren Führungsteil, mit einem
am Führungsteil gelagerten und in einer senkrecht zur
Säulenlängsachse stehenden Bewegungsebene relativ
zur Säule bewegbaren Arm und mit einer gegenüber dem
Arm in Richtung auf die Grundplatte verschieblichen
Werkzeugaufnahme, dadurch gekennzeichnet, daß
der Arm (50) relativ zum Führungsteil (34) in einer
in der Bewegungsebene liegenden Richtung linear ver
schieblich ist.
2. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Arm (50) wenigstens ein Füh
rungselement (46) umfaßt, welches an dem Führungsteil
(34) in einer sich in der Bewegungsebene erstrecken
den Längsführung (42, 44) gelagert ist.
3. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Arm (50) zwei sich parallel zuein
ander erstreckende und an ihren jeweiligen Enden starr
miteinander verbundene Führungselemente (46) umfaßt.
4. Parallelführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (34) um
seine Schwenkachse (20) um mindestens eine volle Umdre
hung drehbar ist.
5. Parallelführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (34)
an der Säule (18) durch eine diese umgebende, gegenüber
der Säule (18) verdrehbare und in Richtung der Säulen
längsachse (20) verschiebliche Führungshülse (36) gela
gert ist.
6. Parallelführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsführung (42,
44) neben der Führungshülse (36) angeordnet ist.
7. Parallelführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement
mindestens eine Führungswelle (46) ist und daß die Längs
führung mindestens eine Kugelbüchse (44) umfaßt.
8. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge
gekennzeichnet, daß die Längsführung zwei im Abstand von
einander angeordnete Kugelbüchsen (44) umfaßt.
9. Parallelführungsvorrichtung nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (50) an
beiden Enden jeweils eine Spindelführung (51) aufweist,
in welcher eine die Werkzeugaufnahme (68, 87) haltende
Arbeitsspindel (56) parallel zur Säule (18) verschieb
lich ist.
10. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spindelführung (51) zwei im
Abstand voneinander angeordnete Führungshülsen (54) auf
weist.
11. Parallelführungsvorrichtung nach einem der voranstehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule
(18) eine koaxiale Kabeldurchführung mit einer um die
Säulenlängsachse (20) drehbaren Kabelverbindung (80)
aufweist.
12. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Arbeitsspindel (56) eine
axiale Kabeldurchführung zur Werkzeugaufnahme (68)
aufweist.
13. Parallelführungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule (18)
in ihrer Winkelstellung bezüglich einer Arbeitsfläche
(12) der Grundplatte (10) justierbar ist.
14. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule in einem allseitig ver
kippbaren Schwenklager (22) gehalten ist.
15. Parallelführungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule (18) im Abstand von dem
Schwenklager (22) in einem festlegbaren Verschiebeglied
(26) gehalten ist.
16. Parallelführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß diese nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12 ausgebil
det ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873728963 DE3728963C2 (de) | 1987-08-29 | 1987-08-29 | Parallelführungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873728963 DE3728963C2 (de) | 1987-08-29 | 1987-08-29 | Parallelführungsvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3728963A1 true DE3728963A1 (de) | 1989-03-09 |
| DE3728963C2 DE3728963C2 (de) | 1999-03-18 |
Family
ID=6334823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873728963 Expired - Fee Related DE3728963C2 (de) | 1987-08-29 | 1987-08-29 | Parallelführungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3728963C2 (de) |
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1987
- 1987-08-29 DE DE19873728963 patent/DE3728963C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3728963C2 (de) | 1999-03-18 |
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