DE3728087A1 - Verfahren und schaltungsanordnung zur ueberwachung eines regelkreises - Google Patents
Verfahren und schaltungsanordnung zur ueberwachung eines regelkreisesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schal
tungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises,
wobei einem Regler ein Sollwertsignal und ein Ist
wertsignal zugeführt werden, der Regler je ein Aus
gangssignal zur Steuerung eines Stellgliedes in je
weils einer Richtung abgibt, ein mit dem Stellglied
verbundener Geber das Istwertsignal erzeugt und zur
Überwachung ein Vergleich zwischen dem Sollwertsig
nal und dem Istwertsignal vorgesehen ist und das
Vergleichsergebnis einem Fensterkomparator zugeführt
wird, welcher je ein Ausgangssignal bei einer vorge
gebenen Über- und Unterschreitung abgibt.
Insbesondere bei Anwendungen in Fahrzeugen kann das
Fehlverhalten eines Regelkreises zu gefährlichen
Situationen führen. So ist es beispielsweise erfor
derlich, bei der Lageregelung des Stellgliedes bei
einer E-Gas-Anlage in einem Kraftfahrzeug zu verhin
dern, daß durch einen Defekt des Reglers das Fahr
zeug angetrieben wird, obwohl der Fahrer ein Abbrem
sen bzw. ein Anhalten des Fahrzeuges wünscht.
Bei den eingangs genannten bekannten Verfahren bzw.
Schaltungsanordnungen ist eine Verzögerung der
Ausgangssignale des Fensterkomparators erforderlich,
damit kurzfristige Abweichungen zwischen Soll- und
Istwert nicht als Defekt des Regelkreises gedeutet
werden. Dabei kommt als Verzögerungszeit diejenige
Zeit in Frage, welche der Stellmotor zum Durchfahren
des gesamten Stellbereichs der Drosselklappe benö
tigt. Diese Verzögerung kann jedoch unter Umständen
zu sicherheitskritischen Fahrzuständen führen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ver
fahren und eine Schaltungsanordnung zur Überwachung
eines Regelkreises anzugeben, bei welchen eine mög
lichst geringe Verzögerung zwischen dem Auftreten
eines Fehlers und dem Ansprechen der Überwachung
gegeben ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Fehler festgestellt wird, wenn die
Ausgangssignale des Reglers und des Fensterkompara
tors verschiedenen Vorzeichen der Differenz zwischen
dem Soll- und dem Istwert entsprechen.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, daß ferner ein Fehler festgestellt
wird, wenn eines der Ausgangssignale des Fensterkom
parators länger als eine vorgegebene Zeit eine Abwei
chung zwischen Soll- und Istwert anzeigt. Hierdurch
wird außer einer Überwachung des Reglers auch eine
Überwachung der Funktion der Endstufe und des Stell
gliedes möglich.
Gemäß einer anderen Weiterbildung ist vorgesehen,
daß die Stromversorgung für das Stellglied abgeschal
tet wird, wenn ein Fehler festgestellt wird. Zweck
mäßigerweise wird die Stromversorgung der Endstufe
und damit das Stellglied abgeschaltet. Dabei ist
eine geeignete Vorrichtung zur Rückführung des Stell
gliedes in eine Sicherheitsstellung vorzusehen. Bei
einer E-Gas-Anlage umfaßt das Stellglied eine Dros
selklappe, die von einer Feder mit einer in Richtung
auf die Leerlaufstellung wirkenden Kraft beauf
schlagt ist.
Eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Regler und der Fensterkomparator über je
einen ersten und einen zweiten Ausgang verfügen, daß
der erste Ausgang des Reglers und der zweite Ausgang
des Fensterkomparators mit Eingängen einer ersten
Und-Schaltung verbunden sind, daß der zweite Ausgang
des Reglers und der erste Ausgang des Fensterkompara
tors an Eingänge einer zweiten Und-Schaltung ange
schlossen sind, daß die Ausgänge der Und-Schaltungen
über eine Oder-Schaltung mit einer Abschalteinrich
tung für das Stellglied verbunden sind.
Eine andere Schaltungsanordnung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeich
net, daß ein Ausgang des Reglers, welcher ein Signal
führt, das eine Steuerung des Stellgliedes in eine
Richtung zur Folge hat, bei welcher ein Gefahrenzu
stand möglich ist, und ein Ausgang des Fensterkompa
rators, welcher ein Signal führt, wenn eine Regelab
weichung vorliegt, deren Betrag größer als ein vorge
gebener Wert ist und deren Richtung bei intaktem
Regelkreis eine Steuerung des Stellgliedes in entge
gengesetzter Richtung zur Folge hat, über eine Und-
Schaltung mit einer Abschalteinrichtung für das
Stellglied verbunden sind.
Die erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen ermögli
chen die Durchführung des Verfahrens in einfacher
und zuverlässiger Weise unter Verwendung von nur
wenigen elektronischen Bauteilen.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung besteht darin, daß vor der Abschalteinrich
tung eine Verzögerungsschaltung angeordnet ist.
Durch diese Weiterbildung wird ein fehlerhaftes
Ansprechen der Überwachungsschaltung durch kurzzei
tige Impulse ausgeschlossen. Diese Verzögerung ist
jedoch wesentlich geringer als bei den bekannten
Verfahren.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung dieser Weiterbildung
sieht vor, daß die Verzögerungsschaltung aus einem
Zähler besteht, welcher bei Auftreten eines der Aus
gangssignale des Fensterkomparators verbunden sind,
rücksetzbar ist. Hierdurch ist eine einfache und
zuverlässige Realisierung einer Verzögerungszeit mög
lich.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit trägt eine an
dere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung dadurch bei, daß der Ausgang einer weite
ren Oder-Schaltung über eine weitere Verzögerungs
schaltung mit der Abschalteinrichtung verbunden ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu.
Zwei davon sind schematisch in der Zeichnung an Hand
mehrerer Figuren dargestellt und nachfolgend be
schrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbei
spiels,
Fig. 2 einen Teil des Ausführungsbeispiels in
detaillierterer Darstellung und
Fig. 3 ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbei
spiels.
Gleiche Teile sind in den Figuren mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 1 stellt eine E-Gas-
Anlage dar, welche mit einer erfindungsgemäßen Über
wachungsschaltung versehen ist. Dabei wird mit Hilfe
eines Sollwertgebers 1, der aus einem Gaspedal und
einem mit diesem gekoppelten Potentiometer besteht,
das Stellglied 2 entsprechend der gewünschten Motor
leistung gesteuert. In an sich bekannter Weise
besteht das Stellglied 2 aus einem Motor, der über
ein Getriebe mit der Drosselklappe verbunden ist.
Das Stellglied 2 weist ferner einen Geber 3 auf, wel
chem eine der Stellung der Drosselklappe entsprechen
de Spannung als Istwertsignal für die Drosselklappen
stellung entnehmbar ist. Die vom Sollwertgeber 1 und
vom Geber 3 abgegebenen Spannungen werden jeweils
als Soll- bzw. Istwert einem Regler 4 zugeführt, der
im wesentlichen eine Subtraktionsschaltung 5 und
einen Pulsbreitenmodulator 6 enthält. Dabei wird in
der Subtraktionsschaltung 5 die Differenz zwischen
Soll- und Istwert gebildet. Diese Regelabweichung
wird dem Pulsbreitenmodulator 6 zugeführt, welchem
von einem Oszillator 7 ein Signal mit einer Frequenz
von etwa 150 Hz zugeführt wird. Der Pulsbreitenmodu
lator 6 umfaßt zwei Ausgänge. Am Ausgang H steht ein
pulsbreitenmoduliertes Signal an, wenn die Regelab
weichung positiv ist, wenn also das Stellglied im
Sinne einer Öffnung der Drosselklappe anzusteuern
ist. Die Pulsbreite dieses Signals hängt dabei von
der Größe der Regelabweichung ab.
Ist die Regelabweichung negativ, so gibt der Puls
breitenmodulator 6 am Ausgang R ein pulsbreitenmodu
liertes Signal ab, was eine Rückführung des Stell
gliedes in Richtung auf die Schließ- bzw. Leerlauf
stellung zur Folge hat. Beide Signale werden einer
an sich bekannten Endstufe 8 zugeführt, an deren Aus
gang das Stellglied 2 angeschlossen ist. Die Strom
versorgung der Endstufe 8 erfolgt über den Arbeits
kontakt 9 eines Relais 10 vom positiven Pol 11 einer
im übrigen nicht dargestellten Betriebsspannungs
quelle. Durch Abschalten des Relais 10 können die
Endstufe 8 und somit das Stellglied 2 im Fehlerfall
abgeschaltet werden.
Zu Überwachungszwecken wird nun der Sollwert und der
Istwert sowie die Ausgangsspannungen des Reglers 4
bzw. des Pulsbreitenmodulators 6 einer Überwachungs
schaltung 12 zugeführt. Dabei werden - wie beim Reg
ler 4 - der Sollwert und der Istwert in einer Sub
traktionsschaltung 13 voneinander subtrahiert. An
die Subtraktionsschaltung 13 schließt sich ein Fen
sterkomparator 14 an, an dessen Ausgängen Hf und Rf
jeweils dann ein Signal anliegt, wenn die Differenz
zwischen Soll- und Istwert einen vorgegeben positi
ven Wert überschreitet und einen weiteren vorgegebe
nen, negativen Wert unterschreitet. Dabei sind diese
Werte derart gewählt, daß bei intaktem Regler 4 ein
schließlich der Endstufe 8, des Stellgliedes 2 und
des Gebers 3 die statische Regelabweichung zwischen
diesen Schwellwerten liegt. Lediglich bei plötzli
chen Änderungen des Sollwertes, also bei plötzlichem
Gasgeben oder -wegnehmen sind vorübergehend größere
Abweichungen auch bei intaktem Regler möglich -
nämlich solange, bis das Stellglied der geänderten
Vorgabe gefolgt ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltung werden die
Ausgangssignale des Fensterkomparators 14 in zwei
facher Weise zur Überwachung ausgenutzt. Zum einen
wird in einer Oder-Schaltung 15 festgestellt, ob an
einem der Ausgänge Hf bzw. Rf ein Signal ansteht.
Ist dieses der Fall, wird in einer Schaltung 16 ge
prüft, ob dieser Zustand länger als eine vorgegebene
Zeit anhält. Die Zeitvorgabe richtet sich nach der
Dauer, welche zur Verstellung des Stellgliedes von
einem Anschlag zum anderen erforderlich ist. Bei
einer praktisch ausgeführten erfindungsgemäßen Schal
tung hat sich ein Wert von 500 ms als günstig heraus
gestellt. Das Ausgangssignal der Schaltung 16 wird
einer Schaltung 17 zur Abschaltung zugeführt, deren
Ausgang die Spule des Relais 10 angeschlossen ist.
Um jedoch im Falle eines Fehlers im Regler 4 eine
Abschaltung zu ermöglichen, welche nicht durch die
Schaltung 16 verzögert wird, werden die Ausgänge des
Pulsbreitenmodulators 6 und die Ausgänge des Fenster
komparators 14 den Eingängen zweier Und-Schaltungen
18, 19 zugeführt. Dabei sind die Eingänge der Und-
Schaltung 18 mit dem Ausgang Rf des Fensterkompara
tors 14 und mit dem Ausgang H des Pulsbreitenmodula
tors 6 und die Eingänge der Und-Schaltungen 19 mit
dem Ausgang R des Pulsbreitenmodulators 6 und dem
Ausgang Hf des Fensterkomparators 14 verbunden. Dem
entsprechend gibt die Und-Schaltung 18 ein Ausgangs
signal ab, wenn der Sollwert mindestens um den vom
Fensterkomparator vorgegebenen Betrag kleiner als
der Sollwert ist und trotzdem am Ausgang H des Puls
breitenmodulators 6 ein Signal zum Öffnen der Dros
selklappe ansteht. Am Ausgang der Und-Schaltung 19
steht ein Signal an, wenn am Ausgang R ein Signal
zum Schließen der Drosselklappe ansteht, obwohl der
Sollwert mindestens um einen vom Fensterkomparator
14 vorgegebenen Betrag größer als der Istwert ist.
Über eine Oder-Schaltung 20 wird ein Zähler 21 ge
startet, der Ausgangsimpulse eines Oszillators 22
zählt. Der Zähler 21 dient dazu, daß kurzzeitige
Signale von den Ausgängen der Und-Schaltungen 18, 19
nicht zu einer Fehlermeldung führen. Die mit Hilfe
des Zählers 21 und des Oszillators 22 vorgegebene
Zeit ist jedoch kleiner als die durch die Schaltung
16 vorgegebene Zeit. Bei einer praktisch ausgeführ
ten Schaltung liegt die Zeitvorgabe durch den Zähler
21 und den Oszillator 22 bei etwa 100 ms. Diese Zeit
ist bei einem vorgegebenen Zählerstand erreicht, bei
dem von einem entsprechenden Ausgang des Zählers 21
ein Signal zur Abschaltung der Endstufe 8 und des
Stellgliedes 2 abgegeben wird.
Der Zähler 21 wird zu Beginn einer jeden Überschrei
tung der zulässigen Soll-Istwertdifferenz rückge
setzt. Dazu ist der Ausgang der Oder-Schaltung 15
mit einem Rücksetzeingang des Zählers 21 verbunden.
Da die Ausgangssignale des Pulsbreitenmodulators 6
und damit auch die Ausgangssignale der Oderschaltung
20 impulsförmig sind, könnten zur Ermittlung der
Zeitverzögerung auch die Impulse des Pulsbreiten
modulators gezählt werden. In diesem Fall würde der
Oszillator 22 entfallen. Je nach Ausführung des
Pulsbreitenmodulators im einzelnen kann es entweder
bereits bei einem ordnungsgemäßen Betriebszustand
oder spätestens im Fehlerfall vorkommen, daß das
Tastverhältnis der Ausgangssignale des Pulsbreiten
modulators 6 100% wird, wobei keine Impulse, son
dern eine kontinuierliche Spannung abgegeben wird.
In diesem Fall enthält die Ausgangsspannung der
Oder-Schaltung 20 keine Flanken mehr, welche den
Zähler 21 takten könnten. Durch den Oszillator 22
ist jedoch gewährleistet, daß der Zähler 21 auch in
diesem Betriebszustand getaktet wird. Einzelheiten
hierüber werden im Zusammenhang mit Fig. 2 erläu
tert.
Die Schaltungsanordnung nach Fig. 2 stellt eine
praktisch ausgeführte Schaltung in detaillierterer
Form als das Blockschaltbild nach Fig. 1 dar. Dabei
entspricht die Schaltung derjenigen nach Fig. 1 im
wesentlichen, wobei jedoch durch Schaltungsdetails
bedingte geringfügige Abweichungen vorhanden sind.
So wird beispielsweise die Subtraktionsschaltung
durch die Widerstände 31, 32 gebildet, wobei voraus
gesetzt wird, daß ein dem Sollwert entsprechendes
Signal dem Eingang 33 und ein invertiertes dem Ist
wert entsprechendes Signal dem Eingang 34 zugeführt
wird. Ferner ist zur Anpassung an einen Differential
anteil des Reglers 4 (Fig. 1) eine Reihenschaltung
aus einem weiteren Widerstand 35 und einem Kondensa
tor 36 dem Widerstand 32 parallelgeschaltet.
Die Differenz zwischen Soll- und Istwert wird vom
Verbindungspunkt der Widerstände 31, 32 zum nichtin
vertierenden Eingang eines ersten Operationsverstär
kers 37 und zum invertierenden Eingang eines zweiten
Operationsverstärkers 38 geleitet, welche einen
Fensterkomparator bilden. Dazu werden den weiteren
Eingängen der Operationsverstärker 37, 38 über einen
Spannungsteiler 39, 40, 41 vom positiven Pol einer
nicht dargestellten Betriebsspannungsquelle entspre
chende Vorspannungen zugeführt. Die Ausgänge der
Operationsverstärker 37, 38 sind mit je einem Wider
stand 42, 43 ebenfalls mit dem positiven Pol der
Betriebsspannungsquelle verbunden und bilden die
Ausgänge Hf und Rf des Fensterkomparators. Außerdem
ist an die Ausgänge der Operationsverstärker 37, 38
je eine Diode 44, 45 angeschlossen, welche zusammen
mit einem Widerstand 46 die Oder-Schaltung 15 (Fig.
1) bildet.
Der nachgeschaltete Operationsverstärker 47, dessen
nichtinvertierendem Eingang ein bei etwa halber
Betriebsspannung liegendes Potential über einen Span
nungsteiler 48, 49 zugeführt wird, dient der Signal
invertierung. Der Ausgang des Operationsverstärkers
47 ist über einen Widerstand 50 mit dem positiven
Pol der Betriebsspannungsquelle verbunden. Über
einen weiteren Widerstand 51 ist die Basis eines
Transistors 52 angeschlossen, dessen Kollektor-Emit
ter-Strecke mit Hilfe eines Kondensators 53 über
brückt ist und dessen Kollektor über den Widerstand
54 mit dem positiven Pol der Betriebsspannungsquelle
und über den Ausgang 55 mit der Schaltung 17 (Fig.
1) verbunden ist. Außerdem ist der Emitter des Tran
sistors 52 an einen Ausgang des Zählers 21 ange
schlossen.
Für die folgenden Betrachtungen sei angenommen, daß
der Ausgang des Zählers 21 auf Massepotential liegt.
Befindet sich die Regelabweichung, also die Diffe
renz zwischen Soll- und Istwert, innerhalb einer
zulässigen Toleranz, so spricht der Fensterkompara
tor nicht an, so daß am invertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 47 Massepotential anliegt. Der
Ausgang liegt dann auf positivem Potential, wodurch
der Transistor 52 leitend ist. Dieses wiederum
bewirkt, daß sein Kollektor Massepotential einnimmt.
Dieses hat keine Abschaltung der Endstufe 8 bzw. des
Stellgliedes 2 (Fig. 1) zur Folge. Wird nun einer
der Schwellwerte des Fensterkomparators überschrit
ten, so stellt sich am Ausgang des Operationsverstär
kers 47 Massepotential ein, worauf der Transistor 52
in den nichtleitenden Zustand geschaltet wird. Der
Kondensator 53 wird über den Widerstand 54 aufgela
den.
Ist die Regelabweichung jedoch vorübergehend, da das
Stellglied innerhalb kurzer Zeit den Sollwert er
reicht, wird der Transistor 52 wieder leitend, bevor
die Spannung am Kollektor des Transistors 52 einen
zur Abschaltung erforderlichen Wert erreicht hat.
Der Kondensator 53 wird dann wiederum entladen.
Erreicht jedoch das Stellglied infolge eines Fehlers
im Regler, in der Endstufe oder im Stellglied selbst
den Sollwert nicht, so steigt die Spannung am Konden
sator 53 weiter, bis eine zur Abschaltung erforder
liche Spannung erreicht ist.
Weitere Eingänge 61, 62 der Schaltungsanordnung nach
Fig. 2 sind mit den Ausgängen H und R des Pulsbrei
tenmodulators 6 (Fig. 1) verbunden. Über einen je
weils als Eingangsstufe dienenden Operationsverstär
ker 63, 64 werden die Ausgangssignale des Pulsbrei
tenmodulators je einem Eingang der Und-Schaltungen
18, 19 zugeführt. Zur Erzeugung einer geeigneten Vor
spannung für die invertierenden Eingänge der Operati
onsverstärker 63, 64 dient ein Spannungsteiler aus
einem Widerstand 65 und einer Diode 66. Ferner sind
die Operationsverstärker mit Arbeitswiderständen 67,
68 versehen. Die anderen Eingänge der Und-Schaltun
gen 18, 19 sind mit den Ausgängen der Operationsver
stärker 38, 37 verbunden.
Eine der Oder-Schaltung 20 (Fig. 1) entsprechende
Verknüpfung der Ausgangssignale der Und-Schaltungen
18, 19 erfolgt durch Verbindung der beiden Ausgänge
mit offenem Kollektor über Widerstände 69, 70 mit
dem Takteingang des Zählers 21.
Der Operationsverstärker 71 bildet zusammen mit
seiner Beschaltung einen Oszillator. Dazu ist der
Ausgang mit dem nichtinvertierenden Eingang über ein
Widerstandsnetzwerk 72, 73, 74 verbunden, während
der Ausgang mit dem invertierenden Eingang über ein
Phasendrehglied aus einem Widerstand 75 und einem
Kondensator 76 verbunden ist. Dabei schwingt der
Oszillator solange nicht, wie an einem der Ausgänge
der Und-Schaltungen 18, 19 und somit am Schaltungs
punkt 77 Massepotential anliegt. Die Frequenz des
Oszillators 22 ist etwas niedriger als die Frequenz
des Oszillators 7 (Fig. 1) eingestellt. Bei einer
praktisch ausgeführten Schaltung wurden Frequenzen
von 153 Hz und 157 Hz gewählt.
Tritt nun der Fall ein, daß an einem der Ausgänge
des Pulsbreitenmodulators ein Signal ansteht, das
auf eine andere Stellrichtung des Stellgliedes als
eines der Ausgangssignale des Fensterkomparators
hinweist, so wird der Schaltungspunkt 77 positiv.
Der zuvor zurückgesetzte Zähler 21 zählt um eins
weiter und der Oszillator 22 schwingt an. Ist das
entsprechende Ausgangssignal des Pulsbreitenmodula
tors impulsförmig, so wird bei der Rückflanke des
ersten Impulses der Oszillator bereits wieder
gestoppt. Beim nächsten Impuls wird der Zählerstand
um eins erhöht und der Oszillator wiederum gestartet
und gleich wieder gestoppt. Hat der Zählerstand sei
nen vorgegebenen Wert erreicht, wird der Ausgang des
Zählers 21 positiv, wodurch ohne weitere Verzögerung
auch der Kollektor des Transistors 52 und der Aus
gang 55 positiv wird. Dieses führt zu einer Abschal
tung der Endstufe und des Stellgliedes.
Ist jedoch die betreffende Ausgangsspannung des Puls
breitenmodulators nicht impulsförmig, so erreicht
die Amplitude der Ausgangsspannung des Oszillators
nach wenigen Perioden einen Wert, der zur Taktung
des Zählers 21 ausreicht. Da die Frequenzen der
Oszillatoren 22 und 7 nur einen geringen Unterschied
aufweisen, wird praktisch nach gleicher Zeit der vor
gegebene Zählerstand erreicht, was ein Abschalten
zur Folge hat, wie bereits beschrieben.
Die im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschrie
bene Schaltungsanordnung erfüllt zwei Überwachungs
funktionen. Zum einen wird durch einen zusätzlichen
Vergleich von Soll- und Istwert das gesamte Regel
system, also der Regler, die Endstufe und das Stell
glied überwacht, wobei jedoch eine Verzögerung in
Kauf genommen wird. Zum anderen wird mit einer
wesentlich geringeren Verzögerung die Funktion des
Reglers überwacht.
Die in Fig. 3 dargestellte Schaltung ist gegenüber
der Schaltung nach Fig. 2 vereinfacht, erfüllt je
doch bezüglich der Überwachung des gesamten Regelsy
stems die gleiche Funktion. Bei der Überwachung des
Reglers wird jedoch lediglich überprüft, ob der Reg
ler ein zur Öffnung der Drosselklappe vorgesehenes
Signal abgibt, obwohl der Sollwert kleiner als der
Istwert ist.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 sind die Sub
traktions- bzw. Additionsschaltung, der Fensterkompa
rator, der Zähler, die Schaltung 16 (Fig. 1) sowie
der Oszillator 22 entsprechend der Schaltungsanord
nung nach Fig. 2 aufgebaut und brauchen daher nicht
nochmals erläutert zu werden. Als Oder-Schaltung 15
sind bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 ledig
lich zwei Widerstände 79, 80 und ein Transistor 81
vorgesehen, der zusammen mit dem Widerstand 82 in
Emitter-Schaltung betrieben wird. Da dadurch eine
Invertierung des Eingangssignals stattfindet, kann
eine dem Operationsverstärker 47 (Fig. 2) entspre
chende Schaltung entfallen.
Der Ausgang Rf des Fensterkomparators ist mit dem
nichtinvertierenden Eingang eines Operationsverstär
kers 83 verbunden, dessen invertierender Eingang mit
Hilfe eines Spannungsteilers 84, 85 auf etwa halber
Betriebsspannung liegt. Ein Eingang 86 ist mit dem
Ausgang H des Pulsbreitenmodulators 6 (Fig. 1) ver
bunden, so daß das entsprechende Ausgangssignal dem
nichtinvertierenden Eingang eines Operationsverstär
kers 87 zugeführt wird, dessen invertierender Ein
gang über einen aus einem Widerstand 88 und einer
Diode 89 bestehenden Spannungsteiler mit einer Vor
spannung versorgt wird. Die Ausgänge der Operations
verstärker 83, 87 sind miteinander und über einen
Widerstand 90 mit dem positiven Pol der Betriebsspan
nungsquelle verbunden. Dadurch entsteht eine soge
nannte verdrahtete Und-Verknüpfung, so daß am Schal
tungspunkt 91 nur dann positives Potential ansteht,
wenn sowohl Rf als auch H positiv sind. Wie bereits
im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, wird der Zäh
ler 21 getaktet und bei Erreichen eines vorgegebenen
Zählerstandes über den Ausgang 55 die Endstufe und
das Stellglied abgeschaltet.
Claims (9)
1. Verfahren zur Überwachung eines Regelkreises, wo
bei einem Regler ein Sollwertsignal und ein Istwert
signal zugeführt werden, der Regler je ein Ausgangs
signal zur Steuerung eines Stellgliedes in jeweils
einer Richtung abgibt, ein mit dem Stellglied verbun
dener Geber das Istwertsignal erzeugt und zur Über
wachung ein Vergleich zwischen dem Sollwertsignal
und dem Istwertsignal vorgesehen ist und das Ver
gleichsergebnis einem Fensterkomparator zugeführt
wird, welcher je ein Ausgangssignal bei einer vorge
gebenen Über- und Unterschreitung abgibt, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Fehler festgestellt wird,
wenn die Ausgangssignale des Reglers und des Fenster
komparators verschiedenen Vorzeichen der Differenz
zwischen dem Soll- und dem Istwert entsprechen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß ferner ein Fehler festgestellt wird, wenn
eines der Ausgangssignale des Fensterkomparators
länger als eine vorgegebene Zeit eine Abweichung
zwischen Soll- und Istwert anzeigt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgung für
das Stellglied abgeschaltet wird, wenn ein Fehler
festgestellt wird.
4. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfah
rens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Regler (4) und der Fensterkom
parator (14) über je einen ersten und einen zweiten
Ausgang verfügen, daß der erste Ausgang (H) des Reg
lers (4) und der zweite Ausgang (Rf) des Fensterkom
parators (14) mit Eingängen einer ersten Und-Schal
tung (18) verbunden sind, daß der zweite Ausgang (R)
des Reglers und der erste Ausgang (Hf) des Fenster
komparators (14) an Eingänge einer zweiten Und-Schal
tung (19) angeschlossen sind, daß die Ausgänge der
Und-Schaltungen über eine Oder-Schaltung (20) mit
einer Abschalteinrichtung (17, 9, 10) für das Stell
glied (2) verbunden sind.
5. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfah
rens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Ausgang (H) des Reglers (4),
welcher ein Signal führt, das eine Steuerung des
Stellgliedes in eine Richtung zur Folge hat, bei
welcher ein Gefahrenzustand möglich ist, und ein
Ausgang (Rf) des Fensterkomparators (14), welcher
ein Signal führt, wenn eine Regelabweichung vor
liegt, deren Betrag größer als ein vorgegebener Wert
ist und deren Richtung bei intaktem Regelkreis eine
Steuerung des Stellgliedes (2) in entgegengesetzter
Richtung zur Folge hat, über eine Und-Schaltung (83,
87, 90) mit einer Abschalteinrichtung (17, 9, 10)
für das Stellglied (2) verbunden sind.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Abschalt
einrichtung (17, 9, 10) eine Verzögerungsschaltung
(21) angeordnet ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung aus
einem Zähler (21) besteht, welcher bei Auftreten
eines der Ausgangssignale des Fensterkomparators
(14) rücksetzbar ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang einer
weiteren Oder-Schaltung (15) über eine weitere Ver
zögerungsschaltung (16) mit der Abschalteinrichtung
(17, 9, 10) verbunden ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied
(2) eine Drosselklappe umfaßt, die von einer Feder
mit einer in Richtung auf die Leerlaufstellung wir
kenden Kraft beaufschlagt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873728087 DE3728087C2 (de) | 1987-08-22 | 1987-08-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873728087 DE3728087C2 (de) | 1987-08-22 | 1987-08-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3728087A1 true DE3728087A1 (de) | 1989-03-02 |
| DE3728087C2 DE3728087C2 (de) | 1996-09-05 |
Family
ID=6334298
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873728087 Expired - Fee Related DE3728087C2 (de) | 1987-08-22 | 1987-08-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Regelkreises |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3728087C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2703795A1 (fr) * | 1993-04-07 | 1994-10-14 | Linde Ag | Procédé de commande électro-hydraulique de composants hydrauliques réglables et dispositif de commande prévu pour cela . |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2532940A1 (de) * | 1974-07-24 | 1976-02-05 | Dana Corp | Geschwindigkeitsregeleinrichtung |
| DE3225920A1 (de) * | 1982-07-10 | 1984-01-12 | Daimler-Benz Ag, 7000 Stuttgart | Stelleinrichtung zur beeinflussung der motorleistung eines kraftfahrzeuges |
| DE3510176A1 (de) * | 1984-08-16 | 1986-02-27 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Elektronisches fahrpedal fuer ein kraftfahrzeug |
| DE3510173A1 (de) * | 1984-08-16 | 1986-02-27 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Ueberwachungseinrichtung fuer eine elektronisch gesteuerte drosselklappe in einem kraftfahrzeug |
| DE3743453A1 (de) * | 1986-12-24 | 1988-07-28 | Dold & Soehne Kg E | Schaltungsanordnung zum kurzschlussschutz eines halbleiterverstaerkerelementes |
-
1987
- 1987-08-22 DE DE19873728087 patent/DE3728087C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE3510173A1 (de) * | 1984-08-16 | 1986-02-27 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Ueberwachungseinrichtung fuer eine elektronisch gesteuerte drosselklappe in einem kraftfahrzeug |
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| FR2703795A1 (fr) * | 1993-04-07 | 1994-10-14 | Linde Ag | Procédé de commande électro-hydraulique de composants hydrauliques réglables et dispositif de commande prévu pour cela . |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3728087C2 (de) | 1996-09-05 |
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