DE3726037A1 - Verfahren zur herstellung geformter koerper aus sproeden stoffen - Google Patents
Verfahren zur herstellung geformter koerper aus sproeden stoffenInfo
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Description
Das nachfolgend beschriebene Verfahren ist bevorzugt ausgerichtet auf die
technische Herstellung von draht- und bandförmigen Körpern aus spröden
Stoffen zum Einsatz in der Elektrotechnik und zur Herstellung von Verbund
werkstoffen.
Unter spröden Stoffen (SPS) sind chemische Metallverbindungen zu ver
stehen, wie Boride, Karbide, Nitride, Oxide und Sulfide und deren Komplex
verbindungen wie Oxikarbide und Mischverbindungen wie Nb,Ti(C,O) oder
La2 x Ba x Cu3 x u. a.
Der Einsatz in der Elektrotechnk ist ausgerichtet auf Hot Electric, d. h.
für den Einsatz bis ca. 500°C und für die Herstellung von warmen Supra
leitern.
Der Einsatz bei den Verbundwerkstoffen ist vor allem auf den Verbund von
Metallmatrix mit Drähten/Bändern aus SPS ausgerichtet.
Das Verfahren basiert auf folgenden Verfahrensstufen:
- 1. Legieren der Metalle, die in den SPS enthalten sind.
- 2. Umformen der Legierungen zu Drähten, Bändern, Rohren oder ähnlichen Körpern.
- 3. Chemische Umformung der nach 2. hergestellten Körper zu SPS.
- 4. Umhüllen der nach 3. hergestellten Körper.
Die einzelnen Verfahrensstufen werden nachfolgend näher beschrieben.
Das Legieren der Metalle
erfolgt durch Aufschmelzen, Sinter, bzw. Heißpressen der Metallpulver
oder der Pulver aus Vorlegierungen und Metallpulvern. An Stelle der
Metallpulver können auch entsprechende Granulate benutzt werden.
Unter Vorlegierungen sind Legierungen zu verstehen, die nicht die volle
Zusammensetzung der erforderlichen Legierung besitzen. Im Falle des
warmen Supraleiters La2 x Ba x Cu3 x wird eine Vorlegierung aus Lanthan und
Barium mit geringem Anteil Kupfer verwendet. Aus der Vorlegierung wird
in bekannter Weise durch Verdüsen ein feines Granulat hergestellt.
Das Granulat wird schließlich mit der restlichen und notwendigen Menge
Kupferpulver zu stangenförmigen Grünlingen mit einem Durchmesser von
50 mm verpreßt. Die Grünlinge werden dann im Schutzgas bei langsam an
steigender Temperatur bis ca. 850°C zu Barren gesintert.
Die aufgeschmolzenen Legierungen werden ebenfalls zu stangenförmigen
Barren umgeformt, vorteilhafterweise durch Gießen und Erstarrenlassen
in Kokillen.
Das Umformen der gesinderten oder gegossenen Barren
zu Drähten, Bändern oder Rohren erfolgt in bekannter Weise durch Tief
ziehen bei Normaltemperatur oder je nach Legierung bei erhöhter Tem
peratur in Schutzgas, wie Argon oder Wasserstoff.
Um Bänder herzustellen, werden die Barren gewalzt und die Bleche zu
Streifen geschnitten. Da viele SPS nach dem chemischen Umformen un
gewöhnlich spröde sind, werden vorteilhafterweise die gewalzten Bleche
mit anderen, realtiv chemisch resistenden Hilfsblechen oder Hilfsfolien
einfach oder mehrfach plattiert und anschließend auf die endgültige
Stärke gewalzt.
Dabei ist wesentlich, daß das chemisch resistende Hilfsblech mit dem
Nichtmetall bei der chemischen Umformung praktisch nicht reagiert und
für das Nichtmetall, z. B. Sauerstoff durchlässig ist.
Wird z. B. als Hilfsblech Silber benutzt, so kann der Sauerstoff bei
der chemischen Umformung durch das Silber hindurchtreten und das Blech
für die SPS oxidieren und so einen bandförmigen, metallarmierten Körper
aus SPS erzeugen.
Die Silberschicht kann auch nach folgendem bekannten Verfahren aufge
bracht werden:
- - Abscheiden via elektrochemischer Prozesse aus Galvanikbädern und/oder stromlos;
- - Aufdampfen oder durch
- - Aufsputtern im Vakuum oder Plasma.
Die Hilfsschicht aus Silber u. a. Metallen ist nicht beschränkt auf
Bleche, auch Drähte aus beiden o. g. Arten von Barren können so umhüllt
werden, um darunter die SPS-Legierung mechanisch geschützt zu oxidieren,
karbidisieren oder zu nitrieren.
In gleicher Weise ist auch Gold verwendbar.
Die chemische Umformung
der nach 2. hergestellten Körper zu SPS erfolgt bei erhöhter Temperatur
unterhalb des Schmelzbereichs der eingesetzten Körper wie nachfolgend
beschrieben.
Für Oxide erfolgt die Reaktion in Sauerstoff und/oder einem Gemisch aus
Wasserstoff und Wasserdampf bei Temperaturen bis zu ca. 1000°C. Dabei
werden die nach 2. hergestellten Körper langsam durch einen Tunnelofen
hindurchgezogen, durch den das o. g. Gemisch hindurchströmt.
Die Arbeitsweise im Tunnelofen wird i. w. auch bei den nachfolgend ge
nannten SPS benutzt.
Für Karbide erfolgt die chemische Umformung in einem Gemisch aus Wasser
stoff und kohlenstoffhaltigen Gasen wie Methan, Benzin oder Chlorkohlen
wasserstoffen.
Für Nitride wird in Stickstoff und/oder verdünntem Ammoniak (NH3) ge
arbeitet.
Für Sulfide wird in Schwefelabgebenden Gasen wie Schwefelwasserstoff
oder einem Gemisch aus Wasserstoff und Schwefeldampf gearbeitet.
Für Boride wird in gasförmigen Borwasserstoffen allein oder im Gemenge
mit Wasserstoff und/oder Stickstoff gearbeitet. Im letzteren Fall ent
stehen Gemenge aus Boriden und Nitriden oder komplexe Verbindungen mit
Bor und Stickstoff, z. B. (Co, La, Ti)(B,N)3.
In ähnlicher Weise kann auch bei komplexen Karbonitriden gearbeitet
werden. Dazu werden gasförmige und/oder verdampfte Stoffe benutzt
die Kohlenstoff und Stickstoff abgeben.
Bei der chemischen Umformung sind zwei Varianten technisch besonder
vorteilhaft. Einmal kann das gesamte eingesetzte, legierte Material
chemisch umgeformt werden und die zweite Variante ist, daß nur ein Teil
umgeformt wird; der verbleibende Metallkern dient dann als mechanische
Verstärkung oder zur Stromleitung.
Für die Herstellung von oxidischen SPS ist noch folgende Arbeitsweise
vorteilhaft.
Auf einem Metallträger, z. B. Kupferdraht werden die Oxide durch
Oxidation und/oder Pyrolyse von verdampften organischen Metallver
bindungen niedergeschlagen. Dabei wird der organische Teil der Verbin
dungen zu gasförmigen Stoffen verbrannt und die Oxide wachsen festhaftend
auf dem Draht auf und reagieren miteinander zu komplexen Oxidverbindungen.
Das soll an einem Beispiel erläutert werden.
Durch chemische Gasphasenabscheidung werden Oxide aus Strontium,
Lanthan und Cer durch Oxidation der entsprechenden Alkoxiverbindungen
in einem Gemisch aus Sauerstoff und Wasserdampf abgeschieden.
An Stelle der Alkoxiverbindungen sind auch die entsprechenden Acetyl
acetonate und organische Komplexverbindungen mit einem oder mehreren
Metallen im Komplex verwendbar.
Auch Kronenäther sind verwendbar.
Der organische Anteil der Moleküle wird nur zum Transport benutzt und
zur Verflüchtigung der Metalle, die zu SPS oxidiert werden sollen.
Das soll folgendes Beispiel erläutern:
Ein Gemisch der Acetylacetonate von Kobalt, Kupfer und Cer werden in
einem Gemisch aus Alkohol, Äther und Aceton gelöst und
einem Brenner zugeführt, der mit Sauerstoff/Propan betrieben wird.
Mit einer derartigen Flamme können SPS auf Metallen und Keramik aufge
brannt werden, z. B. in der Form von Leiterbahnen oder homogen in
Schichten bis zu einer Stärke von ca. 0,1 mm. Durch gezielten Oxidations
grad der Flamme lassen sich die Oxide in unterschiedlicher Oxidations
stufe abscheiden.
Die Arbeitsweise mit organischen Verbindungen als Vehikel für die
Metalle erlaubt ferner die SPS via Siebdruck auf Metallen und/oder
Keramik aufzubringen.
Dazu werden die organischen Metallverbindungen in einem Verdickungs
mittel gelöst und/oder dispergiert, gegebenenfalls unter Zusatz von
Metall- und/oder Vorlegierungspulvern.
Die Masse wird im Siebdruck auf Metallen oder Keramik als Leiterbahnen
oder Schaltelemente aufgebracht. Anschließend werden die bedruckten
Teile in einer reaktiven, z. B. oxidierenden Atmosphäre oder einem
Sauerstoffplasma zu SPS umgeformt.
Ferner erlaubt das Arbeiten mit organischen Metallverbindungen die
Herstellung von Lacken, die ähnlich wie in der Halbleitertechnik ver
arbeitet werden. Dazu werden die Lacke, die die organischen Metallver
bindungen als Minoritätsanteile enthalten auf den Metall- oder Keramik-
bzw. Halbleiterträger in einer Schicht von 0,1 bis 10 µm aufgetragen
und anschließend mittels eines Elektronenstrahls in Sauerstoffatmos
phäre lithographiert.
Auf diese Weise lassen sich Leiterstrukturen aus warmen Supraleitern ge
zielt aufbringen. Der Rest der Lackschicht wird mit einem geeigneten
Lösungsmittel abgelöst.
Wird vor dem Ablösen der Lackschicht mit Metallen oder einem anderen
Stoff wie Oxiden, Sulfiden beschichtet, so verbleibt schließlich
nach dem Ablösen des Restlacks ein System von Supraleitern mit einer
Abdeckschicht aus Oxiden, Sulfiden oder Metallen.
Das Umhüllen
der nach 3. hergestellten Körper erfolgt zur mechanischen Verstärkung,
Isolierung und/oder Stromleitung.
Die Umhüllung mit Metallen, Legierungen kann elektrochemisch, stromlos
chemisch oder durch Aufdampfen erfolgen.
Die Umhüllung mit Kunststoffen erfolgt durch Aufsprühen von Lacken oder
Umhüllen von Polyethylen, PVC u. a. Polymeren.
Das dargelegte Verfahren erlaubt somit Drähte und Bänder
aus spröden Stoffen herzustellen, die ohne zu Brechen und ohne
ihre magnetischen oder elektrischen Eigenschaften zu verlieren, zu
Spulen gewickelt werden können. Besonders verarbeitungsfreundlich sind
Drähte und Bänder, die in ihrer Achse noch einen Metallkern besitzen und
außen mit einem Metallmantel und einer Kunststoffschicht umhüllt sind.
Drähte mit Metallkern lassen sich auch aus einer teigartigen Masse der
notwendigen Oxide, Boride, Karbide, Nitride oder Sulfide herstellen, die
durch Düsen gepreßt wird und gleichzeitig in Längsachse ein Metalldraht
mitgeführt wird. Auf diese Weise lassen sich Drähte aus SPS herstellen,
die einen Durchmesser von bzw. 0,1 mm besitzen und in der Seele einen
Kupferdraht besitzen, der z. B. eine Stärke von 25 µm hat.
Die extrudierten, "grünen" Drähte müssen bei erhöhter Temperatur ver
festigt werden. Anschließend wird die verbleibende Porosität durch
elektrochemisches Niederschlagen von Metall beseitigt.
In gleicher Weise lassen sich rohrförmige Körper herstellen. Anstelle
des zentralen Drahts werden mehrere Drähte im Rohrmodul mitgeführt.
Derartige Drähte und Rohre sind hervorragend geeignet zur Herstellung
von Supraleitermagneten und für Hot Electric. Zur Umhüllung und Füllung
der Poren eignen sich besonders Gold, Silber, Blei, Zinn, Kupfer, Nickel,
Kobalt, Eisen, Aluminium, Wolfram, Molybdän u. a. Übergangselemente.
Auf diese Weise lassen sich warme und heiße Supraleiter aus Triploxiden
herstellen, die als Seele mehrere feine Drähte aus Kupfer enthalten und
deren Poren mit Kupfer und/oder Silber gefüllt sind.
Der Draht aus SPS kann dann nochmals, wie oben beschrieben, mit einer
teigartigen Oxidmasse umhüllt werden, wobei ein Drahtnetz zur Verstär
kung mit eingearbeitet wird. Die grüne Schicht wird wiederum bei erhöhter
Temperatur verfestigt und schließlich mit einem der o. g. Metalle umhüllt.
In gleicher Weise können Bänder hergestellte werden, die freitragend sind
oder auf einem Trägermaterial aus nichtsupraleitendem Material fest auf
liegen.
Die Verstärkung der grünen Drähte aus SPS kann auch dadurch erreicht
werden, daß dem Gemisch aus SPS zusätzlich Metalloxide und/oder Metall
sulfide zugemischt werden, die sich im Wasserstoff zu Metall reduzieren
lassen. Die Reduktion kann gleichzeitig mit der Verfestigung der Grün
linge erfolgen.
Ein Beispiel soll das verdeutlichen.
Ein teigartiges Gemisch aus Bariumoxid, Ceroxid und Titanoxid enthält zu
einem Zehntel Kupferoxyd (CuO). Ein derartiges Gemisch läßt sich mit einer
Seele aus Nickel oder Kupfer extrudieren und bei 800°C in reinem Wasser
stoff zu außerordentlich festen und weitgehend bruchfesten Oxiddrähten
verarbeiten. Als verfestigende Oxide, Sulfide eignen sich solche, die mit
Wasserstoff bis zu ca. 1000°C reduzierbar sind. Das sind weitgehend die
Oxide und Sulfide der Übergangsmetalle. In gleicher Weise wird mit einem
Gemisch aus Bariumoxid, Lantanoxid und Kupferoxid gearbeitet.
Die Reduktion mit Wasserstoff hat einen weiteren Vorteil. Mit ihr können
die Sulfide, Oxide und Nitride, die Träger der Supraleitung sind, in
niederere Oxidationsstufen überführt werden; auf diese Weise kann die
Sprungtemperatur eingestellt werden.
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung von draht-, band- oder rohrförmigen
Körpern aus spröden Stoffen wie Boriden, Karbiden, Oxiden oder
Sulfiden der A- und B-Metalle, dadurch gekennzeichnet, daß die
elementaren Metalle und/oder deren Vorlegierungen legiert, dann zu
draht-, band- oder rohrförmigen, metallischen Körpern
geformt und anschließend die so gewonnenen Körper mittels einer
reaktiven Gasphase ganz oder teilweise boriert, karbidisiert,
oxidiert und/oder sulfidiert und schließlich mit einem
Metallmantel völlig umhüllt werden oder die spröden
Stoffe, insbesondere Oxide werden als teigartige Masse zu draht-,
band- oder rohrförmigen Körpern extrudiert, wobei gleichzeitig in der
Seele des Extrudats ein oder mehrere feine Drähte mitgeführt und die
grünen Drähte anschließend bei erhöhter Temperatur verfestigt und
schließlich mit einem Metallmantel umhüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die A- und
B-Metalle durch Schmelzen der Metalle allein oder deren Vorlegierungen
legiert werden und die Schmelze zu Barren geformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die A- und
B-Metalle durch Sintern und/oder Heißpressen der Metallpulver legiert
und zu Barren geformt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
metallischen Barren zu draht-, band- oder rohrförmigen Körpern
nach bekannten Umformverfahren verarbeitet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die geformten,
metallischen Körper in einer reaktiven Gasphase, die Bor, Kohlenstoff,
Sauerstoff und/oder Schwefel abgibt zu spröden Stoffen wie Boriden,
Karbiden, Oxiden und/oder Sulfiden und deren Komplexverbindungen
chemisch umgeformt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die spröden
Körper mit Metallen umhüllt und gegebenenfalls mit Metallen getränkt
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die chemische
Umformung zu spröden Stoffen, insbesondere Oxiden durch Oxidation
von metallorganischen Verbindungen in sauerstoffhaltiger Atmosphäre
erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung
von geformten, spröden Körpern durch gleichzeitiges extrudieren einer
teigartigen Masse und Metalldrähten erfolgt, wobei die Metalldrähte
einen wesentlich kleineren Durchmesser besitzen als das gesamte
Extrudat.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangs
produkt organische Metallverbindungen, organische Metallkomplex
verbindungen benutzt werden, die in einer borierenden, karbid
isierenden, nitrierenden, oxidierenden oder sulfidisierenden
Atmosphäre zu spröden Stoffen umgeformt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformung
mit Hilfe der chemischen Gasphasenabscheidung, Pyrolyse, erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen
Metallverbindungen im Siebdruck verarbeitet werden und anschließend
nach Anspruch 9 und/oder 10 umgeformt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen
Metallverbindungen in der Form von Lacken verarbeitet und an
schließend mittels Elektronenstrahlen oder Laserstrahlen und
reaktiven Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff u. a. zu spröden Stoffen,
insbesondere zu Leiterbahnen umgeformt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726037 DE3726037A1 (de) | 1987-08-05 | 1987-08-05 | Verfahren zur herstellung geformter koerper aus sproeden stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726037 DE3726037A1 (de) | 1987-08-05 | 1987-08-05 | Verfahren zur herstellung geformter koerper aus sproeden stoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3726037A1 true DE3726037A1 (de) | 1989-02-16 |
Family
ID=6333134
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873726037 Withdrawn DE3726037A1 (de) | 1987-08-05 | 1987-08-05 | Verfahren zur herstellung geformter koerper aus sproeden stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3726037A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0705228A4 (de) * | 1991-04-03 | 1994-12-06 | American Superconductor Corp | Elektrokeramik und verfahren zu ihrer herstellung |
| US5379020A (en) * | 1993-06-04 | 1995-01-03 | Abb Research Ltd. | High-temperature superconductor and its use |
| DE4322533A1 (de) * | 1993-07-07 | 1995-01-12 | Leybold Durferrit Gmbh | Verfahren zur Herstellung supraleitender Keramiken und die Kermiken selbst |
-
1987
- 1987-08-05 DE DE19873726037 patent/DE3726037A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0705228A4 (de) * | 1991-04-03 | 1994-12-06 | American Superconductor Corp | Elektrokeramik und verfahren zu ihrer herstellung |
| US5379020A (en) * | 1993-06-04 | 1995-01-03 | Abb Research Ltd. | High-temperature superconductor and its use |
| DE4322533A1 (de) * | 1993-07-07 | 1995-01-12 | Leybold Durferrit Gmbh | Verfahren zur Herstellung supraleitender Keramiken und die Kermiken selbst |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |