DE3722859C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Manipulator zum
Ansetzen eines Gießrohres an den Ausgußschieber einer Gieß
pfanne mit einem Auslegerarm, der an seinem freien Ende eine
Gabel und einen in der Gabel schwenkbar gehaltenen Aufnahme
ring zum Einsetzen des Gießrohres trägt, in dessen Mantel
wenigstens eine über ein Anschlußstück mit einer Schutzgas
leitung verbindbare Durchtrittsöffnung vorgesehen ist.
An den Bodenausguß einer Gießpfanne muß ein Gießrohr
angedrückt werden, um den flüssigen Stahl aus der Gießpfanne
in einen nachgeordneten Verteiler leiten zu können. Zu
diesem Zweck wird das Gießrohr mit Hilfe eines Manipulators
an einen entsprechenden Zentrieransatz des Ausgußschiebers
der Gießpfanne angesetzt und beim Öffnen des Ausgußschiebers
mit diesem vor den Bodenausguß bewegt. Der Manipulator muß
folglich unter Aufrechterhaltung der erforderlichen An
drückkraft die Bewegung des Ausgußschiebers und allfällige
Gießpfannenbewegungen mitmachen können. Dabei ist es in der
Praxis kaum möglich, einen gasdichten Anschluß des Gieß
rohres an den Ausgußschieber der Gießpfanne sicherzustellen.
Der durch das Gießrohr fließende Stahl saugt daher mit der
Wirkung einer Strahlpumpe Luft an, deren Sauerstoff zu einer
unerwünschten Reaktion des Stahles führt. Um diesen Nachteil
zu vermeiden, ist es bekannt, den Mantel des Gießrohres zu
durchbohren und an eine Schutzgasleitung anzuschließen, so
daß wegen des geringen Strömungswiderstandes über die
Schutzgasleitung ein Schutzgas, beispielsweise Argon, ange
saugt wird. Damit können in einfacher Weise die sonst durch
die Luftansaugung auftretenden Störeinflüsse einer nicht
gasdichten Verbindung zwischen dem Ausgußschieber und dem an
den Ausgußschieber angedrückten Gießrohr unterbunden werden.
Nachteilig ist allerdings, daß der Anschluß der Schutzgas
leitung an das Gießrohr über ein in das Gießrohr eingeschraubtes,
rohrförmiges Anschlußstück erfolgt, das zwangsläufig
vom Gießrohr radial absteht und nach der Verbindung
mit der Schutzgasleitung die Handhabung des Gießrohres durch
den Manipulator erschwert.
Vergleichbare Nachteile ergeben sich bei einer anderen
bekannten Konstuktion (DE-OS 28 00 503), bei der nicht das
Gießrohr selbst angebohrt ist, sondern ein mit dem Gießrohr
fest verbundener Ansatzkopf für den Ausgußschieber einen
Schutzgasanschluß aufweist, der im Bereich der Aufnahmeöffnung
des Ansatzkopfes für einen Ansatzstutzen des Ausgußschiebers
in einem Ringraum mündet, so daß das Schutzgas in
dem im Stoßbereich zwischen dem Ansatzstutzen des Ausgußschiebers
und dem Gießrohr befindlichen Ringraum ein Ansaugen
von Luft durch die Aufnahmeöffnung zwischen dem Ansatzstutzen
und dem Ansatzkopf verhindert. Die Schutzgasleitung
muß ja wieder von außen dem Ansatzkopf des Gießrohres zugeführt
werden, was zu einer Beeinträchtigung der Handhabung
des Gießrohres durch den Manipulator führt.
Um einerseits das in den Aufnahmering eingesetzte
Gießrohr kühlen und andererseits Spülgas in den Ausgußbereich
des Gießrohres blasen zu können, ist es bekannt (DE-PS
25 60 041), den Auslegerarm des Manipulators hohl auszubilden
und den die sonst übliche Gabel ersetzenden Tragring mit
einer an den hohlen Auslegerarm angeschlossenen Ringleitung
zu versehen, von der axiale, zum Gießrohr parallele Austrittsdüsen
für das Spülgas ausgehen. Damit kann der in den
Tragring eingesetzte Aufnahmering und das in dem Aufnahmering
gehaltene Gießrohr gekühlt und zugleich Spülgas gegen
den Ausgußbereich des Gießrohres geblasen werden, ohne außerhalb
des Auslegerarmes Gasleitungen verlegen zu müssen. Mit
diesem bekannten Manipulator ist es allerdings nicht möglich,
Schutzgas in das Gießrohr selbst einzuleiten.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs geschilderten Art mit einfachen
Mitteln so zu verbessern, daß das Gießrohr in vorteilhafter
Weise an die Schutzgasleitung angeschlossen werden kann,
ohne die erforderlichen Bewegungen des Gießrohres durch den
Manipulator zu beeinträchtigen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß
der Aufnahmering des Auslegerarmes das Anschlußstück bildet
und einen Verbindungskanal zwischen der Schutzgasleitung und
der Durchtrittsöffnung im Mantel des Gießrohres aufweist.
Da durch die erfindungsgemäße Maßnahme das Anschluß
stück für die Schutzgasführung durch den dem Auslegerarm des
Manipulators zugeordneten Aufnahmering für das Gießrohr gebildet
wird, können gesonderte, die Bewegungsfreiheit des
Gießrohres beeinträchtigende Anschlußstücke entfallen. Die
Strömungsverbindung zwischen dem Gießrohr und der an den
Aufnahmering anschließbaren Schutzgasleitung wird über den
Verbindungskanal des Anschlußstückes hergestellt, dessen Anschlußöffnung
im Bereich der Durchtrittsöffnung im Mantel
des in den Aufnahmering eingesetzten Gießrohres liegen muß.
Mit dem Einsetzen des Gießrohres in den Aufnahmering kann
somit die Anschlußverbindung selbsttätig hergestellt werden.
Die an den Aufnahmering angeschlossene Schutzgasleitung kann
am Auslegerarm des Manipulators verlegt sein und im Übergangsbereich
zwischen dem Auslegerarm und dem Aufnahmering
aus einem beweglichen Schlauchstück bestehen, so daß die
Schwenkbarkeit des Aufnahmeringes durch
die Verbindung mit der Schutzgasleitung nicht in Mitleiden
schaft gezogen wird.
Obwohl es auf keine besondere Gasdichtheit bei der
Verbindung zwischen der Schutzgasleitung und dem Gießrohr
ankommt, können diesbezüglich besonders vorteilhafte An
schlußbedingungen sichergestellt werden, wenn der Verbin
dungskanal des Aufnahmeringes im Bereich einer Stützfläche
für das Gießrohr mündet, weil in diesem Fall das Gießrohr
mit einem entsprechenden Anpreßdruck an die Mündungsöffnung
des Verbindungskanales im Aufnahmering angedrückt wird, was
eine ausreichende Gasdichtheit sichert, insbesondere dann,
wenn zwischen dem Mantel des Gießrohres und dem Aufnahmering
eine Dichtung, beispielsweise in Form einer Asbestschnur,
eingelegt ist.
Damit für die Deckungslage der Durchtrittsöffnung im
Mantel des Gießrohres und dem Verbindungskanal im Aufnahme
ring keine aufwendige Ausrichtung des Gießrohres gegenüber
dem Aufnahmering erforderlich wird, kann in weiterer Aus
bildung der Erfindung der Verbindungskanal in einer sich
langlochartig über einen Umfangsbereich erstreckenden An
schlußöffnung münden. Innerhalb eines vergleichsweise großen
Toleranzbereiches wird durch die langlochartige Anschluß
öffnung eine sichere Strömungsverbindung zwischen dem Ver
bindungskanal im Aufnahmering und der Durchtrittsöffnung im
Mantel des Gießrohres gewährleistet.
Da sich die Stützfläche des Aufnahmeringes für das
Gießrohr im allgemeinen an eine Schulter des Gießrohres an
legt, ist das Gießrohr mit einer Durchtrittsöffnung für das
Schutzgas im Bereich dieser Schulter zu versehen, wenn der
Verbindungskanal in der Stützfläche des Aufnahmeringes
mündet. Sollte eine solche Durchtrittsöffnung im Bereich der
Gießrohrschulter aus bestimmten Gründen nicht möglich sein
oder ein Gießrohr mit einer radialen Durchtrittsöffnung ein
gesetzt werden, so kann zwischen dem Aufnahmering und dem
Gießrohr ein Zwischenstück mit einem Überbrückungskanal
zwischen der Durchtrittsöffnung im Mantel des Gießrohres und
dem Verbindungskanal des Aufnahmeringes vorgesehen werden,
um die notwendige Strömungsverbindung zwischen dem Gießrohr
und der Schutzgasleitung herzustellen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Manipulator zum Ansetzen
eines Gießrohres an den Ausgußschieber einer Gieß
pfanne in einer vereinfachten Draufsicht auf das
freie Ende des Auslegerarmes und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 in
einem größeren Maßstab.
Wie insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann,
weist der Auslegerarm 1 eines sonst nicht näher darge
stellten Manipulators zum Ansetzen eines Gießrohres an den
Ausgußschieber einer Gießpfanne an seinem freien Ende eine
Gabel 2 auf, in der ein Aufnahmering 3 um eine Querachse 4
schwenkbar gelagert ist. Dieser Aufnahmering 3, der ge
schlossen oder gemäß dem Ausführungsbeispiel offen ausge
bildet sein kann, weist eine durch eine Innenschulter gebil
dete Stützfläche 5 für ein mit einer Gegenschulter 6 in den
Aufnahmering einsetzbares Gießrohr 7 auf, das mit Hilfe des
Manipulators über den Auslegerarm 1 an den Bodenausguß der
Gießpfanne angedrückt gehalten wird.
Der Aufnahmering 3 ist als Anschlußstück einer
Schutzgasleitung 8 ausgebildet und zu diesem Zweck mit einem
Verbindungskanal 9 versehen, der mit einer Anschlußöffnung
10 in der Stützfläche 5 für das Gießrohr mündet, das eine
von der Gegenschulter 6 ausgehende Durchtrittsöffnung 11 im
Mantel aufweist. Wird daher das Gießrohr 7 in einer ent
sprechenden Drehstellung in den Aufnahmering 3 eingesetzt,
so kommt die Durchtrittsöffnung 11 im Bereich der Anschluß
öffnung 10 des Verbindungskanales zu liegen, so daß das
Gießrohr ohne gesondertes Anschlußstück mit der Schutzgas
leitung 8 verbunden werden kann, und zwar lediglich durch
das Einsetzen des Gießrohres 7 in den Aufnahmering 3.
Um das Gießrohr 7 hinsichtlich der erforderlichen Dreh
stellung nicht genau ausrichten zu müssen, erstreckt sich
die Anschlußöffnung 10 langlochartig über einen Umfangsbe
reich, wie dies in Fig. 1 erkennbar ist. Obwohl es auf eine
besondere Gasdichtheit beim Anschluß der Schutzgasleitung an
das Gießrohr nicht ankommt, kann zwischen dem Aufnahmering 3
und dem Gießrohr 7 eine die Anschlußöffnung 10 umgebende
Dichtung aus einer Asbestschnur 12 od. dgl. vorgesehen
werden. Ein ausreichender Anpreßdruck zwischen dem Gießrohr
7 und dem Aufnahmering 3 im Bereich der Stützfläche 5 ist ja
gegeben.
Da kein gesondertes Anschlußrohr mit dem Gießrohr 7
verbunden werden muß, um eine Strömungsverbindung zwischen
dem Gießrohr und der Schutzgasleitung 8 herstellen zu
können, wird die freie Beweglichkeit des Gießrohres in
keiner Weise beeinträchtigt, das in üblicher Weise in den
Aufnahmering 3 eingesetzt wird. Die Schutzgasleitung 8 kann
am Auslegerarm 1 selbst verlegt werden, der somit ebenfalls
in seiner Bewegungsmöglichkeit nicht behindert wird. Es ist
lediglich erforderlich, zwischen dem Aufnahmering 3 und dem
Ende des fest verlegten Leitungsrohres 8 a der Schutzgaslei
tung 8 ein bewegliches Leitungsstück 8 b in Form eines
Schlauches od. dgl. vorzusehen, um die freie Verschwenkbar
keit des Aufnahmeringes 3 um die Achsen 4 nicht zu gefährden.
Claims (4)
1. Manipulator zum Ansetzen eines Gießrohres an den
Ausgußschieber einer Gießpfanne mit einem Auslegerarm, der
an seinem freien Ende eine Gabel und einen in der Gabel
schwenkbar gehaltenen Aufnahmering zum Einsetzen des Gieß
rohres trägt, in dessen Mantel wenigstens eine über ein
Anschlußstück mit einer Schutzgasleitung verbindbare Durch
trittsöffnung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Aufnahmering (3) des Auslegerarmes (1) das Anschluß
stück bildet und einen Verbindungskanal (9) zwischen der
Schutzgasleitung (8) und der Durchtrittsöffnung (11) im
Mantel des Gießrohres (7) aufweist.
2. Manipulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbindungskanal (9) des Aufnahmeringes (3) im
Bereich einer Stützfläche (5) für das Gießrohr (7) mündet.
3. Manipulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verbindungskanal (9) in einer sich lang
lochartig über einen Umfangsbereich erstreckenden Anschluß
öffnung (10) mündet.
4. Manipulator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Aufnahmering (3) und dem
Gießrohr (7) ein Zwischenstück mit einem Überbrückungskanal
zwischen der Durchtrittsöffnung (11) im Mantel des Gieß
rohres (7) und dem Verbindungskanal (9) des Aufnahmeringes
(3) vorgesehen ist.
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