DE2738587A1 - Abschirmvorrichtung fuer einen giessstrahl aus fluessigem metall - Google Patents
Abschirmvorrichtung fuer einen giessstrahl aus fluessigem metallInfo
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Description
Patenlconsult Radeckestraße 43 8000 München 60 Telefon (089} 883603/863604 Telex 05-212313 Telegramme Patentconsult
Palentconsult Sonnenberger Straße 43 6200 Wiesbaden Telefon (06121)562943/561998 Telex 04-166237 Telegramme Patentconsull
77/0702
Beschreibung:
Diese Erfindung betrifft eine Abschirmvorrichtung um einen
Gießstrahl aus geschmolzenem Metall vor erneuter Oxidation mit Sauerstoff aus der umgebenden Atmosphäre zu schützen.
Beim kontinuierlichen Gießen von geschmolzenen Metallen wie etwa Stahl wird das geschmolzene Metall aus einer Gießpfanne
in ein Gießgefäß für die Zwischenlagerung, einem sog. Verteiler abgelassen, der oberhalb der kontinuierlich betriebenen
Kokille angeordnet ist. Der Verteiler weist an seinem Boden eine Düse zum Ausgießen des Metalles auf. Sofern beispielsweise
fortlaufend Knüppel gegossen werden sollen, sind häufig bis zu sechs Knüppelstränge vorgesehen, welche die sechs Formen
durchlaufen, so daß der Verteiler sechs Düsen zum Ablassen von flüssigem Metall aufweisen muß.
Die durch Sauerstoff aus der umgebenden Atmosphäre bedingte erneute Oxidation eines Stahlstrahles, der zwischen dem Verteiler
und der Kokille fließt, verursacht die Bildung und den Einschluß von unerwünschten oxidischen Einschlüssen in jedem
hys. Dr. rer. nat. · P. Hirsch Dipl.-Ii
• P. Bergen Dipl. Ing. Dr. jur. · G.
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München: R. Kramer Dipl.-Ing. · W. Weser Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. · P. Hirsch Dipl.-Ing. . H. P. Brehm Dipl.-Chem. Or. phil. nat.
Wiesbaden: P. G. Blumbach Dipl.-Ing. . p. Bergen Dipl. Ing. Dr. jur. · G. Zwirner Dipl.-Ing. Dipl.-W -Ing.
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Gußknüppel. Sofern in den Knüppeln solche Einschlüsse vorliegen,
sind die Knüppel für die Anwendung als Stahl, der bestimmten Spezifikationen entsprechen muß, ungeeignet. Um die Schwierigkeiten
mit der erneuten Oxidation zu beseitigen, sind verschiedene Abschirmungen entwickelt und beim kontinuierlichen Gießen
von Stahl angewandt worden. So wird mit der Britischen Patentschrift 371 880 (Bailey), mit der US-Patentschrift 3 572 422
(Ijvman) sowie mit der US-Patentschrift 3 908 734 (Pollard) die
Abschirmung von Gießstrahlen aus geschmolzenem Metall mittels inertem oder reduzierendem Gas beschrieben. Einige Abschirmungen
werden aus hochschmelzenden Materialien hergestellt und als "hochschmelzende Gießrohre" bezeichnet, da sie vom
Boden des Verteilers nach unten unter die Oberfläche des Metalls ii der Kokille ragen, wie das in der US-Patentschrift
3 517 726 (Mills et al) offenbart ist. Nach einer alternativen Ausführungsform sind balgförmige Abschirmungen bekannt, die
sowohl an dem' Verteiler und an der Kokille angebracht sind; diese Abschirmungen erfordern eine vollständig geschlossene
Gießkammer, um eine vertikale Hin- und Herbewegung der Ko-Tiffle
zuzulassen. Diese balgförmigen Abschirmungen haben den Nachteil, daß weder die Besonderheiten des Gießstrahles, noch
das Metall in der Kokille durch die Abschirmung hindurch beobachtet
werden kann. Barüberhinaus erlauben die balgförmigen Abschirmungen keinen Zugang zur Düse an dem Verteiler.
Schließlich sind auch andere Abschirmungen entwickelt worden, die an der Kokille befestigt werden und nach oben zum Verteiler
hin gerichtet sind. Eine solche Abschirmung besteht
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beispielsweise aus einem aufgeschnittenen Zylinder, dessen
eine Hälfte entfernbar ist, um den Zugang zu der Gießöffnung zu ermöglichen, wie das in der US-Patentschrift 3 439 735
(Holmes) beschrieben ist.
Obwohl eine aufgeschnittene Abschirmung einen Zugang zu der .Düse an dem- Verteiler ermöglicht, stellen die meisten
bekannten Abschirmungen einschl. der aufgeschnittenen Abschirmungen
feststehende Einrichtungen dar, welche sich nicht einfach entfernen lassen, um Platz für andere Vorrichtungen unterhalb
des Gießstrahles zu schaffen, wie beispielsweise für eine Rinne, die, wenn erforderlich, den Gießstrahl von den Kokillen
fortleitet. Weiterhin ist es mit den feststehenden Abschirmeinrichtungen nicht möglich, während des Gießens die JMise
mittels einer Sauerstofflanze zu reinigen oder einen kalten Stopfen in die Düse einzuführen, um den Ausfluß an geschmolzenem
Metall zu unterbrechen.
Mit der US-Patentschrift 3 908 734 (Pollard) wird vorgeschlagen, daß das Abschirmrohr an beiden Enden offen sein soll, um eine
Gasströmung in zwei Richtungen zu ermöglichen und eine schnelle Entfernung der Abschirmung aus der Betriebsstellung zu ermöglichen.
Im Gegensatz zur Lehre dieser US-Patentschrift ist im Rahmen dieser Erfindung festgestellt worden, daß eine Abschirmung
dicht an dem Verteiler oder einem sonstigen Gießgefäß anliegen
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soll, um das Eindringen von Sauerstoff aus der umgebenden
Luft in die Abschirmung und damit eine Reoxidation des Stahlstrahles zu verhindern. Sofern die Abschirmung an ihrer
Oberseite offen ist, strömt heiße Luft, die aus der Kokille aufsteigt, nach oben durch die Abschirmung hindurch und tritt
an deren Oberseite aus, wodurch die Wirksamkeit des in das Innere der Abschirmung eingeführten Schutzgases vermindert und
eine beträchtliche Reoxidation des Stahles im Gießstrahl verursacht wird. Sofern .der Durchmesser der Abschirmung ziemlich
genau dem Durchmesser des Gießstrahles entspricht, ist die Qualität der Abdichtung zwischen dem Abschirmrohr und dem
Gießgefäß nicht von solch großer Bedeutung, wie das dann der Fall ist, wenn der Durchmesser der Abschirmung mehr als 3 mal
so groß ist wie der Durchmesser des Gießstrahles. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß Abschirmrohre mit einem größeren
Durchmesser in der Größenordnung von 10 cm bessere Arbeitsbedingungen zulassen, als Rohre mit kleinem Durchmesser, etwa
mit einem Durchmesser von 6 cm oder weniger. Bei den Rohren mit kleinerem Durchmesser prallen Tropfen und Spritzer
aus dem Gießstrahl gegen die Innenseite des Rohres und können dort die Ablagerung von festem Stahl verursachen. In einigen
Fällen nimmt diese Ablagerung einen solchen Umfang an, daß dadurch der Gießstrahl unterbrochen wird. In anderen Fällen wird
die Ablagerung vom Gießstrahl aus dem Abschirmrohr in die Kokille gespült, was zu einem Bruch der sich verfestigenden Außenhaut
führen kann und den sog. "Durchbruch" des geschmolzenen Stahls verursacht; in einem solchen Falle muß das Gießen des Stranges
beendet werden. Die Ergebnisse experimenteller Untersuchungen
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haben gezeigt, daß bei Abschirmrohren mit größerem Durchmesser eine Abdichtung zwischen dem Ab3Chirmrohr und dem Verteiler
erforderlich ist; diese Abdichtung soll so dicht wie möglich sein, um das Eindringen von Luft aus der umgebenden Atmosphäre
in das Abschirmrohr zu verhindern.
Von japanischen Forschern ist festgestellt worden, daß der Sauerstoffgehalt im Abschirmgas unterhalb von 0,8% gehalten
werden muß, um die fortlaufende Bildung von durch Reoxidation bedingten oxidischen Einschlüssen im Stahlstrahl zu verhindern.
Im Rahmen dieser Erfindung sind sorgfältige Messungen der erforderlichen Sauerstoffkonzentration in der Abschirmung und in
der Umgebung der Kokille durchgeführt worden; hierbei wurde festgestellt:
(1) Sofern die Abdichtung gegenüber dem Verteiler abgedichtet wird, tritt innerhalb der Abdichtung eine
deutlich geringere Sauerstoffkonzentration auf, als dies dann der Fall ist, wenn zwischen dem oberen Ende
der Abschirmung und dem Boden des Verteilas ein Zwischenraum freigelassen wird; und
(2) sofern der Zwischenraum zwischen der Unterseite der Abschirmung und der Oberseite der Kokille vermindert
wird, führt dies zu einer merklichen Herabsetzung der Sauerstoffkonzentration sowohl innerhalb
der Abschirmung wie in_der Kokille.
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Aus diesem Grunde soll das Abschirmrohr soweit wie möglich nach unten auf die Kokille . zu ragen, wobei jedoch ein Spalt
zwischen der Abschirmung und der Kokille freibleiben soll, für die Beobachtung des Flüssigkeitspegels in der Kokille .
Bislang ist eine einfache Einrichtung nicht bekannt geworden, um eine Abschirmung an einem Verteiler anzubringen, und wieder
zu entfernen, sofern dies erforderlich ist, um den Gießstrahl von der Kokille wegzuleiten· Mit der vorliegenden Erfindung
wird eine Abschirmvorrichtung bereitgestellt, die leicht dicht an der Ausgießöffnung eines Gießgefäßes, bei dem ein Strahl
aus geschmolzenem Metall am Boden austritt, angebracht werden kann und trotzdem leicht und schnell wieder entfernt werden
kann, um Platz für eine andere Vorrichtung zu schaffen, etwa für eine Rinne unterhalb des Gießstrahles.
Die Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, eine Abschirmvorrichtung bereitzustellen, um einen Gießstrahl aus geschmolzenem Metall vor atmosphärischen Verunreinigungen zu
schützen, welcher am Boden eines Gießgefäßes, wie etwa einem Verteiler, austritt und in eine Kokille strömt.
Ein weiteres Ziel dieeer Erfindung besteht darin, eine Abschirmvorrichtung bereitzustellen, die leicht gasdicht am
Boden eines Verteilers angebracht werden kann, ohne daß diese Abschirmvorrichtung mit dem Verteiler oder der Kokille in
Verbindung steht·
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Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, eine unabhängig befestigbare Abschirmvorrichtung bereitzustellen.
Gemäß einem weiteren Ziel dieser Erfindung soll eine Abschirmvorrichtung
bereitgestellt werden, die schnell und leicht aus ihrer Arbeitsstellung unterhalb des Verteilers entfernt werden
kann, um Platz für andere Vorrichtungen zu schaffen.
Weiterhin soll mit dieser Erfindung eine Abschirmvorrichtung bereitgestellt werden, die einfach und preiswert herzustellen
ist und leicht austauschbare Bestandteile aufweist.
Schließlich soll mit dieser Erfindung eine Abschirmvorrichtung bereitgestellt v/erden, die sich selbsttätig aus der gemeinsamen
Ausrichtung mit dem entsprechenden Gießstrahl wegdreht, sofern sie aus ihrer Arbeitsstellung freigegeben wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe und Ziele ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, obigen Ansprüchen
und den Zeichnungen.
Insbesondere ist die erfindungsgemäße Lösung obiger Aufgabe gekennzeichnet durch eine Abschirmvorrichtung für geschmolzenes
Metall, das aus einem Verteiler in eine vertikal hin- und herbewegbare Kokille abgelassen wird, wobei die Abschirmvorrichtun
<r wenigstens die nachfolgenden Bestandteile aufweist:
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am Boden des Verteilers rund um deaeen Düse
anliegt und dort eine gasdichte Abdichtung bildet;
eine Einrichtung zur Zuführung von Schutzgas in das
Innere des Abschirmrohres;
eine Einrichtung zu Drehung des Abschirmrohres in die gemeinsame Ausrichtung mit der Düse an dem Ver
teiler und aus dieser Ausrichtung heraus; und
eine Einrichtung um das Abschirmrohr in axialer Richtung in die Betriebsstellung am Boden des Verteilers
zu verschieben, sowie aus dieser Stellung weg zu ver» - schieben.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen auch 3 Blatt
Abbildungen mit den Fig. 1 bis 5;im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäSen
Abschirmvorrichtung;
Fig. 3 in einer ausschnittsweisen Darstellung die erfindungsgemäße Abschirmvorrichtung in ihrer Betriebsstellung zwischen einem Verteiler und einer Kokille ;
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Fig. 4 in einer ähnlichen Darstellung wie Fig. 3 die Abschirmvorrichtung in ihrer Bereitschaftsstellung vor
dem Einsatz; und
Fig. 5 in einer Schnittdarstellung eine alternative Halterung für eine Abschirmung, welche eine selbsttätige
Drehung der Abschirmung nach unten und aus der Betriebestellung rund um den Gießstrahl zuläßt.
Wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich, besteht das Abschirmrohr 10 vorzugsweise aus einem Hohlzylinder, an dessen oberem
Ende an der Außenseite ein Sitz 12 für einen Abdichtring angebracht ist; weiterhin ist seitlich am Hohlzylinder ein Anschlußstutzen
14 angebracht, um Abschirmgas wie etwa Stickstoff, Argon oder jedes beliebige andere Schutzgas, in das Innere des Abschirmrohres
einzubringen. Der Anschlußstutzen 14 und die dazugehörige Gasleitung kann auch als Halterung für das Abschirmrohr dienen.
Die Abschirmvorrichtung ist an einem feststehenden Unterteil
befestigt, das üblicherweise am Verteilerwagen oder an einer Gießplattform angebracht ist, oder am Fußboden der Gießerei befestigt
sein kann. Am Unterteil 16 ist in vertikaler Anordnung ein Gehäuse 18 befestigt, das zur Aufnahme eines Drehzapfens
bestimmt ist. Der Drehzapfen 20 ist mittels eines pneumatisch beaufschlagten Zylinders 22 innerhalb des Gehäuses 18 in vertikaler
Richtung verschieblich. Der Zylinder 22 ist an dem feststehenden Unterteil 16 angebracht und trägt einen Kolben 24,der
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mit dem unteren Ende des Drehzapfens 20 über ein geeignetes Glied verbunden, wie etwa einem Zapfen 26, der eine schnelle
Freigabe gewährleistet.
Das obere Ende des Drehzapfens 20 trägt eine Buchse 28, in der ein Haltearm 30 für das Abschirmrohr in Längsrichtung
verschieblich angeordnet ist; dieser Haltearm dient gleichzeitig als Gaszuführung und ist mit der Zuführleitung 14 verbunden.
Eine Stellschraube 32 in der Buchse 28 verhindert eine unerwünschte Drehung und Verschiebung des Haltearms 30 innerhalb
der Buchse 28, wodurch das Abschirmrohr 10 in einer gewünschten Stellung zum Drehzapfen 20 gehalten wird, sofern die Stellschraube
32 angezogen ist. Die Buchse 28 ist vorzugsweise horizontal angeordnet wie das mit den Zeichnungen dargestellt ist;
die Buchse kann jedoch auch geneigt angeordnet sein, sofern dies angestrebt wird.
Wie mit Fig. 3 dargestellt, befindet sich an der Verteiler 40
eine Austrittsdüse 42, durch welche ein Gießstrahl aus geschmolzenem Metall 44 in die Kokille 46' austritt. Die erfindungsgemäße
Abschirmvorrichtung mit dem Abschirmrohr 10 befindet sich in der Bereitschaftsstellung am Rahmen 50 des
Verteiler-wagens oder am Fußboden der Gießerei. Der Abstand zwischen der Längsachse des Abschirmrohres 10 und der Drehachse
des Drehzapfens 20 ist dahingehend festgelegt, daß die Abschirmung unterhalb der . Düse angeordnet werden kann, bevor
der Gießvorgang beginnt.
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Im Betrieb wird die Düse geöffnet, was häufig mit einer Sauerstofflanze geschieht, weiterhin beginnt Stickstoff
in das Abschirmrohr 10 zu strömen, und das Abschirmrohr wird aus der mit Fig. 4 dargestellten Bereitschaftsstellung durch
den Gießstrahl aus Stahl hindurch in eine gemeinsame Ausrichtung mit der Austrittsöffnung gebracht, wozu eine Drehung um die vertikale
Achse des Drehzapfens 20 erfolgt; anschließend wird der pneumatisch beaufschlagte Zylinder 22 betätigt, um das Abschirmrohr
10 rasch nach oben gegen den Boden des Verteilers 40 zu verschieben, um dort eine gasdichte Abdichtung zu erzielen.
Hierzu wird als Material für den Dichtring 52 ein zusammenpreßbares, hitzebeständiges Material verwendet, wie etwa ein
Tau aus Asbestfasern. Das durch die Zuführleitung 14 und den Haltearm 30 strömende Schutzgas füllt das Abschirmrohr 10, und
tritt am Boden des Abschirmrohres aus, von wo es nach unten
in die geöffnete Kokille gerichtet wird, wodurch auch eine Schutzatmosphäre für das geschmolzene Metall in der Kokille
erhalten wird.
Sofern in einem anderen Teil derKddUe ein Durchbruch auftritt,
oder eine sonstige, unvorhergesehene Situation eintritt, welche eine zeitweilige Abschaltung eines Gießstrahles wünschenswert
macht, wird der Kolben rasch in den pneumatisch beaufschlagten Zylinder 22 zurückgezogen, wodurch das Abschirmrohr abgesenkt
wird, welches anschließend entweder manuell oder selbsttätig um den Drehzapfen 20 gedreht wird, v/odurch der Bereich unterhalb
der Austrittsöffnung freigemacht wird, um Platz für eine
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Rinne, oder einen kalten Stopfen, oder eine sonstige Vorrichtung zu schaffen.
Bei einem üblichen Notfall wird das Abschirmrohr durch Betätigung
des Zylinders 22 abgesenkt und daraufhin durch einen Stoß mit der Rinne aus der Anordnung unterhalb der Austrittsöffnung entfernt, wenn die Rinne unterhalb des Stahlstrahles
angeordnet wird. Auf diese Weise erfordert die Entfernung der Abschirmvorrichtung aus der Betriebsstellung sehr wenig Zeit,
was gerade im Falle eines Notfalles von Bedeutung ist, wenn die Rinne rasch unter dem Stahlstrahl in Stellung gebracht
werden muß, um eine Beschädigung der Gießausrüstung zu vermeiden·
Jedes Teil der Abschirmvorrichtung ist leicht ersetzbar. Das Abschirmrohr 10 kann mittels einer Schraubverbindung 54 an dem
Haltearm 30 angebracht sein; gerade ein leichter Ersatz des Abschirmrohres ist zweckmäßig, da dieses am ehesten Beschädigungen
ausgesetzt ist, da es in einem Bereich verwendet wird, wo es beständig den Tropfen und Spritzern aus geschmolzenem
Stahl ausgesetzt ist.
Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abschirmvorrichtung ist mit Fig. 5 dargestellt; die Besonderheit besteht
darin, daß das Gehäuse 60 für den Drehzapfen eine geneigte obere Fläche 62 aufweist. Das Gehäuse 60 ist in gleicher Weise fest an-
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gebracht, wie das Gehäuse 18 aus Fig. 1. Das obere Ende des
Drehzapfens 20 trägt unterhalb der Buchse 28 eine Art Kupplung 64. Eine geeignete Kupplung wird beispielsweise von der
Firma Formsprag Company of Warren, Michigan, hergestellt und vertrieben. Die Kupplung 64 steht mit einem Kragen 66 in Verbindung
und kann am Drehzapfen 20 anliegen bzw. von diesem gelöst sein. Nachdem die Abschirmung in ihrer Betriebsstellung
gebracht worden ist, wird die Kupplung 64 vom Drehzapfen 20 gelöst, um einige Grad in einer Richtung gedreht und daraufhin
.erneut am Drehzapfen 20 festgelegt. Sobald der pneumatisch beaufschlagte Zylinder 22 betätigt wird, wird die Abschirmung
abgesenkt; durch das Auftreffen der geneigten Bodenfläche 68
am Kragen 66 auf der geneigten Fläche 62 am Gehäuse 60 wird die Abschirmung solange gedreht , bis die geneigten Abschnitte
aufeinander passen; hierdurch vollführt die Abschirmung eine angestrebte Schwenkung aus ihrer Betriebsstellung heraus. Alternativ
dazu können der Kragen 66 und das Gehäuse 60 jeweils eine vollständig geneigte Endfläche aufweisen, womit das gleiche
Ergebnis erzielt wird; oder es kann ein Zapfen entweder am Kragen 66 oder am Gehäuse 60 fest angebracht sein und mit einem
weiteren Glied mit geneigter Fläche zusammenwirken, das mit dem Zapfen bei der Absenkung der Abschirmung in Berührung kommt,
wodurch die Halterung für die Abschirmung mit der Abschirmung in gleicher V/eise gedreht wird. Aus obigen Darlegungen wird ersichtlich,
daß mit der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zum Schutz eines Gießstrahles aus geschmolzenem Metall vor
Oxidation durch die Bestandteile der umgebenden Atmosphäre offenbart wird, wobei die Abschirmvorrichtung leicht und schnell
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in ihre Betriebsstellung gebracht werden kann und genauso leicht und schnell wiederum aus ihrer Betriebsstellung entfernt
werden kann, um Platz für eine andere Vorrichtung unterhalb der Gießöffnung des Gießgefäßes zu schaffen.
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Leerseite
Claims (15)
1. Abschirmvorrichtung zum Schutz eines Gießstrahles aus flüs·
sigem Metall, das am Boden eines Gießgefäßes austritt, gekennzeichnet durch die nachfolgenden Bestandteile:
(a) Ein Abschirmrohr (10), das mit seiner Längsachse
vertikal angeordnet ist;
(b) eine mit dem Abschirmrohr verbundene Schwenkeinrichtung, um die Längsachse des Abschirmrohres mit
dem Metallstrahl gemeinsam auszurichten;
München: R. Kramer Dipl.-Ing. . W. Weser Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. · P. Hlrsdi Dipl.-Ing.. RP. Brenm Dlpl.-Chem. Dr. phil. nat.
Wiesbeden: P. 6. Blumbach Dipl.-Ing.. P. Bergen Dipl.-Ing. Dr. jur. · 6. Zwirner Dipl.-Ing. Dipl.-W.-lng.
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(c) eine mit dem Abschirmrohr verbundene Hubeinrichtung, um das Abschirmrohr gegenüber dem
Gießgefäß (40) anzuheben oder abzusenken;
(d) eine im wesentlichen gasdichte Abdichtung (52) zwischen dem Abschirmrohr und dem Gießgefäß; und
(e) eine Gaszuführung (14) zum Einbringen von Schutzgas in das Innere des Abschirmrohres.
2. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnetf daß
dadurch gekennzeichnetf daß
zu der Schwenkeinrichtung die nachfolgenden Bestandteile gehören:
(f) Ein Unterteil (16);
(g) ein Gehäuse (18) an diesem Unterteil;
(h) ein Drehzapfen (20) innerhalb des Gehäuses (18); (i) eine Buchse (28) an dem Drehzapfen (20) für die
Halterung des Abschirmrohres;
(;j) ein Haltearm (30) für das Abschinnrohr, welcher
in Längsrichtung in der Buchse (28) verschieblich ist;
und
(k) eine Feststelleinrichtung, um die Buchse in Eingriff mit dem Haltearm zu halten, so daß sich der
Haltearm in einer geeigneten Stellung befindet.
3. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
die Peststelleinrichtung aus einer Stellschraube (32) besteht.
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4. Abachirmvorrichtvmg nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zu der Hubeinrichtung die nachfolgenden Bestandteile gehören:
(1) ein Unterteil (16); und
(m) ein pneumatisch beaufschlagter Zylinder (22), der an dem Unterteil befestigt ist und mit dem
Haltearm für das Abschirmrohr in Verbindung steht.
5. Abschirmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Ring (52) aus zusammendrückbarem, hitzebeständigem Material
zwischen dem Abschirmrohr und dem Boden des Gießgefäßes angeordnet ist.
6. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abdichtmaterial aus einem Tau aus Asbestfasern besteht.
7. Abschirmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zu der Gaszuführung ein Anscühißstafeaei (14) gehört, der von dem
Haltearm gehalten wird, und einerseits mit einer Quelle für Schutzgas und andererseits mit dem Inneren des Abschirmrohres
in Verbindung steht.
8. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasleitung (14) innerhalb des Haliearms angeordnet ist.
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-♦- ■ . 2 7 3 8 b S
9. Abschirmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abschinnrohr mittels einer Schraubverbindung (54) mit dem Haltearm verbunden ist.
10. Abschirmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einrichtung vorhanden ist, welche eine Drehbewegung des Abschirmrohres verursacht, wenn dieses abgesenkt wird.
11. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
zu dieser Einrichtung gehören:
(n) Eine horizontal angeordnete, im Abstand zum Abschirmrohr gehaltene Dreheinrichtung; und
(o) mit dieser Dreheinrichtung verbundene Mittel, um die Dreheinrichtung ausgewählt zu drehen.
12. Abschirmvorrichtung nach den Ansprüchen 2, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Kragen (66) vorgesehen ist, der einerseits am Drehzapfen (20) und andererseits am oberen Ende des Gehäuses (60) anliegen
kann, so daß mit einer Drehung des Kragens gleichzeitig auch die Abschirmung gedreht wird.
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13. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die untere Fläche des Kragens geneigt und die obere Fläche des Gehäuses geneigt ausgebildet sind.
14. Abschirmvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kragen mit einer Kupplung (64) verbunden ist, die in Eingriff mit dem Drehzapfen gebracht und von diesem gelöst
werden kann.
15. Verwendung der Abschirmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 in Verbindung mit einem Gießgefäß, an dessen Boden
geschmolzenes Metall aus einer Düse in der Bodenwand austreten kann und in Verbindung mit einer vertikal hin- und herbewegbaren
Kokille t die unterhalb der Austrittsdüse zur Aufnahme des geschmolzenen Metalls angeordnet ist,
wobei das Abschirmrohr (10) der Abschirmvorrichtung unterhalb des Gießgefäßes um die Austrittsdüse herum angeordnet ist
und den Gießstrahl aus geschmolzenem Metall umfaßt.
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