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DE372075C - Verfahren zum Auslaugen von zerkleinerten loeslichen Gerbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Auslaugen von zerkleinerten loeslichen Gerbstoffen

Info

Publication number
DE372075C
DE372075C DER54027D DER0054027D DE372075C DE 372075 C DE372075 C DE 372075C DE R54027 D DER54027 D DE R54027D DE R0054027 D DER0054027 D DE R0054027D DE 372075 C DE372075 C DE 372075C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
additional
liquid
compartment
main
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER54027D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kestner Evaporator & Engineeri
Original Assignee
Kestner Evaporator & Engineeri
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kestner Evaporator & Engineeri filed Critical Kestner Evaporator & Engineeri
Priority to DER54027D priority Critical patent/DE372075C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE372075C publication Critical patent/DE372075C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auslaugen von zerkleinerten löslichen Gerbstoffen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ehre Vorrichtung zum Auslaugen von zerkleinerten löslichen Gerbstoffen mittels in Wasser eingeführter Preßgase und Verteilen der ersten Gerbstofflauge auf mehrere hinter- oder nebeneinander geschaltete weitere Laugenbehälter. Gemäß der Erfindung wird der Gerbstoff nur in einem Hauptbehälter eingegeben und jeweilig zu dem die stärkste Gerblösüng enthaltenden Zusatzbehälter in dem, der frischen Zugabe im Hauptbehälter entsprechenden Maße abgelassen. Der frische Gerbstoff wird daher nicht auf einmal in einen bestimtnben Behälter gegeben, sondern auf eine Reihe von Behältern nach-.einander verteilt, so daß das Auslaugen durchgreifender als bisher erfolgen kann, und der Betrieb ein ununterbrochener ist, was bei den bekannten Verfahren nicht der Fall ist, da, wenn -der erschöpfte Behälter entleert wird, der Betrieb der anderen ruhen muB.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer Ausführung veranschaulicht. Es zeigen Abb. z eine Daufsicht der Vorrichtung, Alb. 2 einen lotrechten Schnitt. und Abb. 3 'bis 5 schematisch die Reihenfolge der Arbeitsstufen.
  • Die Vorrichtung enthält einen mittleren. Hauptbehälter A und eine Reihe z. B. acht von Zusatzbehältern z bis B. Der mittlere Behälter dient zum. Benetzen und Tränken der Gerbstoffe mit Wasser und besteht aus einer hölzernen Kufe, die aus durch Eisenringe zusamm, engehaltenen Dauben gebildet ist. Der Behälter A ruht auf einem Mauerwerk F, an welchem er durch Bolzen und Ankerplatten in einem kreisförmigen Ausschnitt befestigt ist. Innerhalb dieses Behälters sind vier Heberohre B1, B1, B1, Bz angeordnet, die außen einen quadratischen und innen einen kreisrunden Querschnitt besitzen. Die unteren Endteile dieser Rohre sind mit Öffnungen versehen. In jedem der Rohre erstreckt sich ein Gasrohr H, welches bis zum unteren Ende der Rohre geführt ist und ein Ventil besitzt, durch welches die Zuleitung des Gases oder anderer Preßmittel gesteuert werden kann.
  • Die oberen Enden der Heberohre sind mit abnehmbaren und auswechselbaren Übergußrinnen ausgestattet, von denen drei Rinnen b3 den gehobenen Strom zurück in den Behälter A ergießen, während die vierte Übergußrinne b4 so lang ausgestaltet ist, d@aß sie sich über den Hauptbehälter A hinaus erstreckt und bis zu einem der Zusatzbehälter reicht. Die Übergußrinne b4 kann an jedes der Heberohre angeschlossen werden, so daß jeder der Zusatzbehälter einen Zufluß von dem Hauptbehälter erhalten kann. An dem Übergangsteil zum Heberohr besitzt die Übergußrinne b' einen durchlochten Teil D, so daß ein Teil der überfließenden Flüssigkeit sich auf eine Rinne E ergießen kann und von dieser letzteren in einen zweiten Abteil J des Hauptbehälters gelangt, während ein. anderer Teil der überfließenden Flüssigkeit, welcher mit den Gerbstoffen beladen ist, zu dem Zusatzbehälter fließt.
  • Die Heberohre sind durch ein Holzgestell gemeinsam verbunden, so daß sie ein Ganzes bilden, das auf den Boden des Behälters A aufgestellt werden kann. Die Außenseite des Gestelles ist mit Jutegewebe j1 oder anderem undurchlässigen oder nur wenig durchlässigem Stoff bedeckt, so daß eine innere Hülle gebildet wird, durch welche Schlamm: u. dgl. gehindert wird, wagerecht von der Innenseite nach außen zu treten. Diese beiderends offene Hülle erstreckt sich bis auf einen gewissen Abstand vom Behälterboden, während ihr oberes Ende bis zu der Unterseite der Übergußrinnen b3 reicht. Dadurch wird im Behälter A ein innerer Abteil Al gebildet, in dem die Gerbstoffe mit Wasser durchgerührt und benetzt werden.
  • Im Abstand von dieser inneren Hülle f ist an der Behälterwandung, durch Arme befestigt und an einem Bambusring aufgehängt, eine zweite Hülle k1 aus Jutegewebe angebracht, deren oberes Ende sich zu einer Stelle erstreckt, welche etwas tiefer liegt, als das obere Ende der Behälterwandung, so daß die Rinne E hinter die Hülle k1 greifen kann, und die Flüssigkeit aus der Rinne E in den Raum: T abfließen kann. Das untere Ende der Hülle k1 erstreckt sich bis auf einen kurzen Abstand von dem Behälterboden, wobei die Hülle parallel, d. h. in gleichem Abstand zu der Behälterwandung verläuft. Sie könnte aber auch derart verlaufen, daß sie von dem oberen Teil der Behälterwandung mehr absteht, als von dem unteren, so daß der ringförmige Raum K zwischen der Hülle hl und dem Behälter oben breiter und unten schmäler sein würde. Die Hülle k1 ist mit einem Sieb an dem Unterteil versehen, so daß dadurch das Aufsteigen der schwer zu benetzenden Gerbstoffteile verhindert ist. Der Abteil K kann mit Stoffen gefüllt werden, die Farbstoff aufzusaugen vermögen. Der äußere ringförmige Raurn K bildet einen Absetzabteil, in dem die Flüssigkeit ruhig und langsam aufsteigt, bis sie die an der Behälterwandung befestigte Übergußkante L erreicht. Diese Übergußkante L ist genau wagerecht eingestellt, so daß nur die vollständig geklärte Schicht der Flüssigkeit sich aus dem Absetzteil K nach außen ergießen kann.
  • Die Reihe der Zusatzbehälter ist in einer geringeren Höhe aufgestellt, als. der mittlere Hauptbehälter A, und zwar derart, daß der Unterschied zwischen den Flüssigkeitsspiegeln in dem Hauptbehälter A einerseits und den Zusatzbehältern andererseits etwa 1,35 M beträgt. Jeder der Zusatzbehälter besteht aus einer Holzkufe, welche in einem Ausschnitt des Mauerwerks F eingelagert ist. In jedem Zusatzbehälter ist ein mittleres Heberohr M aus Holz angeordnet, das innen kreisrund und außen quadratförmig ist und sich unten bis nahe an die Spitze einer kegelförmigen Versenkung in dem Mauerwerk F erstreckt. Durch die Heberohre M erstrecken sich Gaszuleitungsrohre mil, welche mit Austrittsventilen na= versehen. sind. Zwischen den Heberohren in' und der Zusatzbehälterwandung ist eine zylindrische Hülle m3 aus Jutegewebe angeordnet, die durch die Gerbstofflösung und Schleimstoffe undurchdringlich gemacht worden ist. Das obere Ende der Hülle ms erstreckt sich über das obere Ende der Zusatzbehälterwandung. Ihr unteres Ende ist an der kegelförmigen Versenkung mit einem Sieb ausgestattet, welches die nicht benetzten Gerbstoffe am Aufsteigen durch den äußeren Absetzabteil m4 verhindert, welcher durch den Raum zwischen der Hülle in' und der Zusatzbehälterwandung gebildet ist. Anstatt nur einer Hülle in' könnten deren mehrere angeordnet sein. Jeder der Zusatzbehälter ist mit einer Zuflußröhre N versehen, welche durch die Zusatzbehälterwandung und die Hülle m3 hindurchtritt und die Flüssigkeit zu dem inneren Rührraum zuführen kann. Die Flüssigkeit kann aus diesen Zusatzbehältern in ähnlicher Weise ausfließen, bis dies bei dem mittleren Behälter A der Fall ist, nämlich durch eine ringförmige, nicht dargestellte Übergußkante. Der Teil an der Übergtußkante ist durch ein biegsames Rohr mit der Zuflußröhre N des nächsten Zusatzbehälters in Verbindung gebracht, so daß auf diese Weise eine hintereinander geschaltete Reihe der Zusatzbehälter gebildet wird.
  • Das untere Ende .der kegelförmigen Versenkung ist mit einem Entladeventil P versehen, das den Inhalt des Zusatzbehälters in einen Tunnel R entladen kann. Auch kann der Inhalt des Zusatzbehälters durch Gasdruck aus diesem entleert werden, indem eine besondere Austrittsröhre an das Heberohr angeschlossen wird.
  • Es ist ferner eine Pumpe vorgesehen, welche an irgend einen Zusatzbehälter angeschlossen werden kann und die Flüssigkeit aus diseem in den mittlerem Hauptbehälter A, und zwar in, den inneren Rührabteil Al zuführt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Angenommen, daß die ganze Vorrichtung mit nassen Gerbstoffen und Flüssigkeit gefüllt ist und daß das Gas zugeleitet wird, so d@aß der Inhalt sämtlicher Behälter durchgeführt wird, wobei der eine der Zusatzbehälter mit vollständig erschöpften Gerbstoffen und einer sehr schwachen Gerbstofflösung oder nur Wasser gefüllt ist, so wird zunächst das Entladeventil P unterhalb dieses Zusatzbehälters geöffnet, so (`aß der ganze Inhalt dieses Behälters in den Tunnel. R herabfällt. Mit Bezug auf Abb. i sei angenommen, d'aß dieser nunmehr entleerte Behälter Nr. 8 trägt. Sobald dieser Behälter leer ist, wird die Flüssigkeit aus dem Zusatzbehälter Nr. 7 durch die Zuflußröhre N, da die Zusatzbehälter in Reihe geschaltet sind, in den Behälter Nr.8 fließen. Diese Flüssigkeit ist bereits stark mit Gerbstoff angereichert. Zu gleicher Zeit lä,ßt man reines erwärmtes Wasser in den Zusatzb'ehäjlter Nr. i einfließen, was dadurch möglich ist, daß in dem Zusatzbehälter Nr. i ein freier Raum durch den Abfluß der Flüssigkeit aus dem Behälter i nach dem Behälter z entstanden ist, während gleichzeitig die Flüssigkeit aus dem: Behälter :2 in den Behälter 3 geflossen ist usw., bis die am stärksten mit Gerbstoff beladene Flüssigkeit in den Behälter Nr.8 eingeflossen ist. Während noch der Behälter Nr. 8 nicht ganz voll gefüllt worden ist, wird die übergußrinne b4 an einem Heberohr BI im Behälter A angesetzt, und zwar an demjenigen Heberohr, das sich am nächsten des Behälters 8 befindet, so daß frischer benetzter und durchgerührter Gerbstoff und etwas starke Gerblösung in den Behälter Nr. 8 zufließt. Nach dem Füllen des letzteren wird die Rinne b4 zurück in den Behälter A verschwenkt. Der Zusatzbehälter Nr.8 ist mit dem Hauptbehälter A verbunden und, da von dem Zusatzbehälter Nr.7 noch: weiter die Flüssigkeit in den Zusatzbehälter Nr. 8 fließt, so wird dieser Überfluß durch die Pumpe in den Hauptbehälter A gefördert und verdrängt die darin enthaltene stärkste Gerbl'ösung nach dem Abflußraum K. Nunmehr wird der Zusatzbehälter Nr. i, welcher mit dem, am meisten: ausgelaugten Gerbstoff gefüllt ist, nachdem das Wasser den Rest des Gerbstoffes in den Behälter Nr. a geführt hat, entleert.
  • Es wird schon vorher zu dem Hauptbehälter A frischer Gerbstoff zugegeben, und zwar auf folgende Weise: Oberhalb der Mitte des Behälters A sind ein Sauggebläse und ein Verteiler für den Gerbstoff vorgesehen, die auf der Zeichnung nicht veranschaulicht sind. Von einem Vorratsbehälter für die zerkleinerten Gerbstoffe führt eine Röhre zu dem . Verteiler, so daß die Gerbstoffe durch das Gebläse in ein Rohr eintreten können, welches unterhalb der Flüssigkeit im Hauptbehälter eintaucht. In diesem Behälter A entsteht durch das Arbeiten der Heberohre ein ununterbrochen kreisender Strom von -dem Bodenteil durch: die Heberohre nach oben, wobei etwa drei Viertel dieses Stromes zurück in den Behälter abfließen und die frisch zugeführten trockenen Gerbstoffe nach abwärts ziehen. Gleichzeitig wird der gesamte Inhalt des mittleren Rührabteils des Behälters A energisch durchgeführt und gemischt, wodurch ein durchgreifendes Auslaugen erfolgen kann. Sowohl das zu Beginn des Auslaugens benutzte Wasser wie auch die Flüssigkeiten während des Betriebes können erwärmt werden, bevor die letzteren aus dem Zusatzbehälter, welcher die stärkste Flüssigkeit .enthält, dem! Rührabteil Al des, Hauptbehälters A zufließen.. Für jeden Gerbstoff ist ein bestimmter Wämegrad notwendig, uni Tannin an das Wasser oder tanninhaltige Flüssigkeit abzugeben.
  • Arbeiten die vier Heberohre B1, B2, so wird etwa ein Viertel des im B@ehä>r A strömenden Gemisches durch das Heberohr BZ und -die Übergußrinne b4 zu einem der Zusatzbehälter geführt. Eine geringe Menge.Flüssigkeit fällt hierbei von der Rinne b4 durch den durchlöcherten Teilt D und die Rinne E in den zweiten Abteil l des Hauptbehälters zurück. Diese Flüssigkeit sowie die in den- 75us.atzbehälter fließende enthält beträchtliche Mengen von schleimartigen Stoffen, welche von der Hülle k'- in dem Hauptbehälter A und der Hülle ire in dem Zusatzbehälter zurückgehalten werden.
  • Die nicht geklärte angereicherte Flüssigkeit, welche in das zweite ringförmige Abteil I einfließt, gelangt zu dein Boden des Debälters A und hebt sich langsam; in dem ringförmigen Absetzteil K, wobei die aufgelösten Stoffe sich allmählich absetzen, bis die vollständig klare Flüssigkeit die Kante I erreicht, aus welcher sie sich nach auswärts ergießen kann. Diese Flüssigkeit gelangt dann zu den Verdampfkesseln, wie sie eingedickt wird.
  • Nachdem der Zusatzbehälter Nr. 8 in beschriebener Weise mit frisch benetzten Gerbstoff gefüllt worden ist und der LTberfluß an Gerblösung an den Behälter A abgegeben hat, wird der bereits entleerte Zusatzbehälter Nr. i mit dem Behälter N r. 8 verbunden, so daß die Flüssigkeit aus dem letzteren zu dem Behälter Nr. i fließt, dessen Arbeitsweise wie für Nr. 8 beschrieben erfolgt, während frisches Wasser zu dem Behälter N r. a zugeleitet wird und eine Strömung in den miteinander verbundenen Behältern 3, d. usw. verursacht, infolge der die starke Flüssigkeit in den Behälter N r. i einfließen kann.
  • Während des zeitweisen Entleerens der Zusatzbehälter wird der Zutritt von frischen trockenen Gerbstoffen zum Hauptbehälter und die Verbindung der Zusatzbehälter untereinander und mit dem Hauptbehälter unterbrochen, wobei jedoch das Durchrühren des Inhalts mit Gas in sämtlichen Behältern weiter fortgesetzt wird.
  • Somit besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß man einen Teil der im Hauptbehälter enthaltenden Flüssigkeit zu demjenigen Zusatzbehälter führt, der jeweilig die stärkste Gerblösung enthält, und daß der Überfluß aus diesem letzteren, vorzugsweise nachdem er noch erhitzt worden ist, zurück zu dem Hauptbehälter geleitet wird. Der Durchfluß der Flüssigkeit durch die Reihe der Zusatzbehälter erfolgt absatz"veise, jedoch stets in ein und derselben Richtung, und zwar ausgehend von reinem Wasser, welches finit dem am meisten ausgelaugten Gerbstoff in Berührung gebracht wird, stufenweise durch die Reihe der Zusatzbehälter, bis zu dein jeweilig letzten Zusatzbehälter der Reihe, welcher gerade mit dem Hauptbehälter verbunden ist. Auf diese Weise reichert sich die Flüssigkeit nach und nach mit Gerbstoff an, geht zum Schluß noch durch die frischen Gerbstoffe im Hauptbehälter hindurch und gelangt in geklärtem Zustande nach außen.
  • Dieser Arbeitsgang ist in den Abb. 3 bis 5 in schematischer Weise veranschaulicht.
  • Die erste Arbeitsstufe ist in Abb.3 gezeigt. Der Zusatzbehälter i erhält gemäß dem Pfeil W den Zufluß von reinem Wasser, indem angenommen wird, daß dieser Zusatzbehälter die am meisten erschöpften Gerbstoffe enthält. Dieses reine Wasser verdrängt die Flüssigkeit in. dem Behälter, die bereits Gerbstoff enthaltende Flüssigkeit in dem Abteil 2, so daß sie nacheinander durch die Zusatzbehälter 3, .4, 5, 6, 7 fließt und in diesen Behältern enthaltenden Flüssigkeiten nacheinanrler zu den nächstfolgenden verdrängt, derart, daß die im Behälter 7 enthaltene, bereits stark mit Gerbstoff angereicherte Flüssigkeit zu dein Behälter 8 fließt, welcher die stärkste Gerblösung enthält. Während dieses Durchflusses der Flüssigkeiten durch die Reihe von Zusatzbehältern sind die Übergußrinnen im Hauptbehälter sämtlich nach einwärts gerichtet. Die Flüssigkeit aus dem Zusatzbehälter 8 ist mittlerweile in den Hauptbehälter gepumpt worden, welcher rnlit einer zusätzlichen Menge von frischem Gerbstoff gemäß dein Pfeil T beschickt worden ist, während die bereits durchgerührte Gerbstoffmenge zurück zum Behälter 8 gelangt, hier nochmals durchgerührt wird und die darin enthaltene Gerblösung noch verstärkt. Durch die Zugabe von frischem Gerbstoff und den Rückfluß der stärksten Gerblösung aus dem Zusatzbehälter 8 wird firn Hauptbehälter ein Überdruck erzeugt, so daß die geklärte Gerblösung gemäß dem Pfeil S aus dem Absetzabteil K nach außen gelangt.
  • Mit Bezug auf Abb. q., welche die zweite Arbeitsstufe veranschaulicht, wird der Wasserzufluß gemäß dem Pfeil W zu dem Zusatzbehälter 2 geleitet, während der vollständig erschöpfte Gerbstoff aus dem Behälter i gemäß dein Pfeil Y entleert wird. Das Wasser im Behälter 2 verdrängt die darin enthaltene schwache Gerblösung zu dem Behälter 3, von diesem zu dem Behälter d. usw. bis zu dem Behälter 8, welcher noch mit dem Hauptbehälter in Verbindung steht, und zwar so lange, bis der Zusatzbehälter i vom Gerbstoff entleert worden ist. Die Übergußrinnen sind dabei, trotzdem eine frische Gerbstoffzugabe nicht mehr erfolgt, sämtlich nach einwärts gerichtet und bewirken einen ununterbrochenen Durchfluß des Gerbstoffes mit Flüssigkeit im Hauptbehälter. Es besteht noch ein Überdruck in dem Hauptbehälter, so daß die klare Gerblösung gemäß dein Pfeil S nach außen zu fließen fortfährt.
  • Mit Bezug auf die Abb. 5 fließt das Wasser noch zu dem Behälter -= und treibt die Flüssigkeit durch die Reihe der Zusatzbehälter zu dem Zusatzbehälter 8, welcher einerseits noch mit dein Hauptbehälter in Verbindung steht und andererseits an dem, Zusatzbehälter i angeschlossen wird, so daß dieser letztere die stärkste Gerblösung aus dem, Behälter 8 erhält. Es wird nun die dem Zusatzbehälter t benachbarte Übergußrinne zu diesem letzteren gerichtet, so daß durchgerührter Gerbstoff zu dem Behälter i fließt und sich hier mit der stärksten Gerblösung aus dem Behälter 8 vermischt. Die Wirkungsweise des Behälters i erfolgt in gleicher Weise, wie gemäß Abb. 3 in bezug auf Behälter 8 beschrieben worden ist.
  • Während bisher angenommen wurde, daß die Übergußrinnen auswechselbar sind, so daß jeweilig die lange Übergaußrinne an einem der Zusatzbehälter angeschlossen werden kann, so können die Übergußrinnen auch derart ausgebildet sein, daß sie ohne Auswechselung nach einwärts oder nach auswärts gerichtet werden können, um den Gerbstoff und die Flüssigkeit, sei es nur durch den Hauptbehälter, sei es zu dem. entsprechenden Zusatzbehälter, gelangen zu lassen.
  • Ferner ist angenommen worden, daß die Hülle j1 mit Bodenteil allseitig offen ist. Es kann jedoch dieselbe auch so ausgebildet sein, daß sie bis .an den Boden heranreicht und sich auf diesen stützt, so daß der Gerbstoff nicht am Bodenteil austreten kann, wobei sie an diesem Teil flüss;ibieitsdurchlässig gemacht wird, so daß nur die Flüssigkeit hindurchgeht und der Gerbstoff zurückgehalten wird.
  • Die Zusatzbehälter können in beliebiger Anzahl vorgesehen sein, vorzugsweise in einer geraden Zahl. Die Anzahl der Übergußrinnen wird vorzugsweise die Hälfte der Zusatzbehälter ausmachen.
  • Obwohl der Hauptbehälter als in der Mitte einer um ihn angeordneten Zusatzbehälterreihe gezeigt worden ist, können die letzteren auch in anderer Gruppierung verlaufen und die übergußrinnen können zu den unterschiedlichen Gliedern der Zusatzbehälterreihen führen.
  • Anstatt daß der Hauptbehälter mit demjenigen Zusatzbehälter verbunden. wird, welcher jeweilig die stärkste Gerblösung enthält, ist es manchmal vorteilhaft, zu dem Hauptbehälter die Gerblösung aus dem nächst vorangehenden Zusatzbehälter der Reihe zu führen, in dem die Gerblösung nicht wesentlich schwächer als diejenige ist, welche in dem: nächstfolgenden Zusatzbehälter gerade mit dem Gerbstoff aus dem Hauptbehälter versehen wird. (A') eines Hauptbehälters (A) mit Wasser unter Gasdruck durchgerührt, ein Teil der °Laugenflüssigkeit in einem zweiten Abteil (J) desselben sowie ein Teil der Laugenflüssigkeit samt dem Gerbstoff in das Rührabteil des jeweilig letzten die stärkste Gerblösung enthaltenden- Zusatzbehälters einer hintereinander geschalteten Zusatzbehälterreihe (i bis 8) geleitet wird, in denen die Flüssigkeit ausgehend von reinem Wasser aus einem Absetzabteil (M4) des einen Zusatzbehälters zu denn Rührabteil (m3) des nächstfolgenden und so fort zum, letzten Zusatzbehälter und vorzugsweise nach vorheriger Erwärmung zurück zu dem Rührabteil des inzwischen mit frischem Gerbstoffzusatz versehenen Hauptbehälters geführt wird, aus denn die Lauge nach Durchgang eines Absetz- und Klärabteils abgezogen wird.
  • 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptbehälter (A) mit mehreren von einem Preßmittel durchströmten und mit Übergußrinnen (b3) versehenen Heberohren (Bl, Bz) ausgestattet ist, und sein mittleres Rührabteil (Al) durch ein unteres Sieb mit dem zweiten Abteil (J) und dieses letztere durch ein. unteres Sieb mit dem Absatz-und Klärabteil (K) in Verbindung steht, daß ferner eines der Heberohre (B') durch eine mit einem durchlochten Abschnitt (D) versehene Übergußrinne (b4) mit dem einen der Zusatzbehälter (i bis 8) so verbunden werden kann, daß ein Teil der Flüssigkeit in das zweite Abteil (J) und ein Teil der Flüssigkeit samt dem Gerbstoff in diesen Zusatzbehälter fließt, und daß weiterhin sämtliche Zusatzbehälter (i bis 8) mit Heberohren (M) ausgestattet und in Reihe geschaltet sind und aus einem Rührabteil und einem durch ein Sieb von dem letzteren getrennten Absetzabteil (zn4) bestehen, von denen das Absetzabteil (in4) des letzten: Zusatzbehälters der Reihe (i bis 8) mit dem Rühr- und Benetzabteil (A') des Hauptbehälters (A) in Verbindung gesetzt werden kann.
  • 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Abteile der Haupt- und Zusatzbehälter durch freihängende Hüllen (jl, k1 und eia') aus undurchlässigem Stoff und untere Siebe gebildet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auslaugen von zerkleinerten löslichen Gerbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerbstoff zunächst in: einem Rühr- und Benetzabteil
DER54027D 1921-09-24 1921-09-24 Verfahren zum Auslaugen von zerkleinerten loeslichen Gerbstoffen Expired DE372075C (de)

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