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Die
Erfindung betrifft einen Stückbaumfärbeapparat
mit einem verschließbaren
Behälter
und einem in dem Behälter
herausnehmbar angeordneten Warenbaum, der zur Aufnahme eines Wickelkörpers aus
Textilgut eingerichtet ist und wenigstens ein im Bereiche der Umfangswandung
perforiertes Rohr aufweist.
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Solche
Stückbaumfärbeapparate
sind in der Praxis in einer Reihe von Ausführungsformen bekannt. Sie dienen
zum Färben
von bahn- oder bandförmigem
Textilgut, das zu einem oder mehreren nebeneinander liegenden Wickel(n)
auf dem Warenbaum aufgewickelt, in der Regel radial von innen nach
außen
von der Behandlungsflotte durchströmt ist. Die Flotte wird während der
Behandlung des Textilgutes in einem eine Umwälzpumpe enthaltenden Kreislauf
geführt,
der ggfs. einen Wärmetauscher enthält, um die
für den
jeweiligen Behand lungsschritt erforderliche Flottentemperatur einstellen
zu können. Aus
einem an diesen Flottenkreislauf angeschlossenen Zusatzgefäß können zu
bestimmten Zeitpunkten während
des Behandlungsprogrammablaufs Zusatzmittel in den Flottenkreislauf
eingebracht werden. Dabei handelt es sich in der Regel um Chemikalien, die
in wässriger
Lösung
oder Dispersion vorliegen und deshalb mit einer gewissen Flüssigkeitsmenge
in den Kreislauf eingebracht werden.
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Der
druckfeste Behälter
dieser Stückbaumfärbeapparate
ist durchweg zylindrisch als Autoklav ausgebildet und mit Rücksicht
auf die Erleichterung der Beladung mit dem vollgewickelten Warenbaum liegend
angeordnet. Viele Behandlungen, insbesondere Färbeverfahren des Textilguts,
verlangen die Vollflutung des Behälters während der Behandlung, um die
Einwirkung von Luft-Sauerstoff auszuschließen. Da während des Behandlungsablaufs
Volumenänderungen
der Flotte auftreten, die von prozessbedingten Änderungen der Flottentemperatur
und ggfs. von dem Einbringen von Behandlungsmitteln aus dem Zusatzgefäß herrühren, ist
dem den Warenbaum mit dem Wickelkörper enthaltenden Behälter ein
Expansions- und Abrufraum zugeordnet, der mit dem Behälter über Überlaufleitungen
verbunden ist. Bei in der Praxis bekannten Stückbaumfärbeapparaten ist dieser Expansions- und Abrufraum in
Gestalt eines eigenen geschlossenen Gefäßes ausgebildet, das oberhalb
des Behälters
angeordnet oder unmittelbar auf dieses aufgesetzt ist. In diesem
Gefäß wird ein
gewisser Flottenspiegel aufrecht erhalten, der sicherstellt, dass
der Behälter
während
der Behandlung voll geflutet ist und der gleichzeitig einen unerwünschten
Druckanstieg in dem Behälter
verhütet. Um
zu vermeiden, dass sich im oberen Bereich des Behälters Luftblasen
halten, ist das den Expansions- und Abrufraum bildende Gefäß mit dem
Behälter über wenigstens
eine Überlaufleitung
verbunden, die auf der Oberseite des Behälters an zwei axial vonein ander
beabstandeten Stellen abgeht.
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Die
Anordnung eines kesselartigen Gefäßes auf dem den Warenbaum mit
dem Wickelkörper
enthaltenden Behälter
erfordert eine beträchtliche
Deckenhöhe
in den den Stückbaumfärbeapparat
aufnehmenden Baulichkeiten; sie ist auch konstruktiv aufwendig.
Man hat deshalb das den Expansions- und Abrufraum bildende kesselartige
Gefäß auch schon
neben dem Behälter
angeordnet, was aber dann verhältnismäßig lange Überlaufleitungen
bedingt und außerdem
besondere Vorkehrungen erforderlich macht, um zu vermeiden, dass
sich Luftblasen in dem Behälteroberteil
oder in den Überlaufleitungen
halten. Auch ist aus räumlichen
Gründen
die Anordnung eines solchen Gefäßes neben
dem Behälter
häufig
nicht erwünscht.
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Zu
erwähnen
ist schließlich
noch, dass die in dem Expansions- und Abrufraum enthaltene Flotte ebenfalls
umgewälzt
werden muss, um zu erreichen, dass immer eine möglichst gleiche Konzentration vorhanden
ist und um zu vermeiden, dass sich Ablagerungen von Chemikalien
oder dergleichen Unzuträglichkeiten
bilden. Die bekannten Stückbaumfärbeapparate
haben deshalb eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung eines eigenen
beschränkten
Flottenumwälzkreislaufes
durch den Behälterinnenraum,
die Überlaufleitungsmittel
und den Expansions- und Abrufraum. Typischerweise wird in diesem
beschränkten
Flottenumwälzkreislauf
anteilmäßig etwa
die gleiche Menge wie die Gesamtflottenmenge umgewälzt.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Stückbaumfärbeapparat
zu schaffen, der sich durch einen einfachen, übersichtlichen Aufbau bei preisgünstiger
Herstellungsmöglichkeit
und durch einen geringen Platzbedarf oberhalb des den Warenbaum mit
dem Wickelkörper
enthaltenden Behälters
auszeichnet.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe weist der Stückbaumfärbeapparat
gemäß der Erfindung
die Merkmale des Patentanspruchs 1 auf.
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Bei
dem neuen Stückbaumfärbeapparat
ist der Expansions- und Abrufraum unmittelbar in dem Behälter selbst
angeordnet. Damit entfallen alle die bisher erforderlichen Zusatzgefäße oder
-kessel außerhalb
des den Warenbaum mit dem Wickelkörper enthaltenden Behälters, so
dass sich ein sehr einfacher übersichtlicher
Aufbau des ganzen Stückbaumfärbeapparats
bei verhältnismäßig geringem
Platzbedarf ergibt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Expansions- und Abrufraum in einem Behälterbereich angeordnet, der
von dem den Warenbaum mit dem Wickelkörper enthaltenden Behälterbereich
abgeteilt ist, was bspw. durch eine Trennscheibe in dem Behälter geschehen
kann. Dabei ist der Expansions- und Abrufraum in Axialrichtung des
Behälters
seitlich neben dem den Warenbaum mit dem Wickelkörper enthaltenden Behälterbereich
angeordnet.
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Die
in den Expansions- und Abrufraum mündenden Überlaufleitungsmittel sind
in der Regel auf der Behälteroberseite
abgehend und zumindest teilweise außerhalb des Behälters verlaufend
angeordnet. Es sind aber grundsätzlich
auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen die Überlaufleitungsmittel ebenfalls
zumindest teilweise in dem Behälter
selbst verlaufen. Um zu vermeiden, dass sich bei voll geflutetem
Behälter
im Behälteroberteil
Luftblasen halten, sind, falls erforderlich, die Überlaufleitungsmittel
an wenigstens zwei über
die axiale Länge
des Wickelkörpers
verteilt angeordneten Stellen mit dem Behälterinneren verbunden. Abhängig von der
Länge des Wickelkörpers können auch
mehrere solcher Abgriffe über
die axiale Länge
des Wickelkörpers
verteilt vorgesehen sein; häufig
genügt
aber auch eine einzige Überlaufleitung.
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Der
die Flottenumwälzpumpe
enthaltende Flottenumwälzkreislauf
weist zweckmäßigerweise von
dem Behälter
abgehende und mit dem perforierten Rohr des Warenbaumes verbundene
Leitungsmittel auf, die an die Saug- oder Druckseite der Umwälzpumpe
angeschlossen sind. Dabei kann die Anordnung derart getroffen sein,
dass die Flottenumwälzpumpe
saugseitig mit dem von dem Behälter
abgehenden Leitungsmitteln und druckseitig mit dem perforierten
Rohr des Warenbaums verbunden ist, so dass der Wickelkörper betriebsmäßig radial
von innen nach außen
von der Flotte durchströmt
ist. Wenn die Art des behandelten Textilguts oder der Behandlungsvorgang
selbst es als vorteilhaft erscheinen lassen, können aber auch die in den Behälter führenden Leitungsmittel,
durch die Flottenumwälzpumpe
mit Druck beaufschlagt sein, so dass der Wickelkörper radial von außen nach
innen mit der Flotte durchströmt
ist. Die Umkehrung der Durchströmungsrichtung
kann dadurch erzielt werden, dass Flottenumsteuerungsorgane in dem
Umwälzkreislauf
vorgesehen werden, oder der Flottenumwälzpumpe können Einrichtungen zur Änderung
deren Drehrichtung, zweckentsprechende Klappen, etc. zugeordnet
werden. Der den Expansions- und Abrufraum enthaltende beschränkte Flottenumwälzkreislauf
enthält zweckmäßigerweise
eigene Flottenfördermittel,
die in einer vorteilhaften Ausführungsform
einen Injektor enthalten können,
dessen Injektordüse
mit der Druckseite der Flottenumwälzpumpe in Verbindung steht
und der saugseitig an den Expansions- und Abrufraum angeschlossen
ist. Alternativ können
die Fördermittel
auch eine Pumpe enthalten.
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Weitere
Ausgestaltungen und Fortbildungen der Erfin dung sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
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In
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
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1 einen
Stückbaumfärbeapparat
gemäß der Erfindung
in einer schematischen Prinzipdarstellung im Längsschnitt und
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2 einen
Injektor des Stückbaumfärbeapparats
nach 1 in einer schematischen Darstellung.
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Der
in 1 schematisch dargestellte Stückbaumfärbeapparat weist einen als
druckfesten Behälter
oder Autoklaven ausgebildeten Färbekessel 1 auf,
der einen zylindrischen Querschnitt hat und in der Betriebslage
liegend mit horizontaler Längsachse angeordnet
ist. Der Färbekessel 1 ist
auf einer Seite durch einen Klöperboden 2 und
auf der anderen Seite durch einen aufmachbaren Deckel 3 verschlossen, der über bei 4 angedeutete
ringsumlaufende Flansche im Betrieb druckdicht mit dem Färbekessel 1 verbunden
ist. In dem Färbekessel 1 ist
ein bei diesem Ausführungsbeispiel
konzentrischer Warenbaum 5 angeordnet, der einen zylindrischen
Wickelkörper 6 trägt, der
von dem zu behandelnden Textilgut gebildet ist. Der Warenbaum 5 kann
auch achsversetzt angeordnet sein. In der bei Stückbaumfärbeapparaten gebräuchlichen
Weise besteht der Warenbaum 5 im Wesentlichen aus einem
zylindrischen perforierten Rohr, dessen in der Rohrwandung angeordnete
Perforationen bei 7 angedeutet sind. An seinem freien Ende 8 ist
das Rohr verschlossen. An seinem gegenüberliegenden Ende ist der Warenbaum 5 bei 9 an
einer in dem Färbekessel 3 enthaltenen,
an sich bekannten Halterungskonstruktion 10 herausnehmbar
gehalten.
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Der
Innenraum des Färbekessels 1 ist
durch eine randseitig gegen die Kesselinnenwand abgedichtete, rechtwinklig
zu der Kessellängsachse
ausgerichtete Trennscheibe 11 in zwei Abschnitte 12, 13 unterteilt,
die somit in Achsrichtung des Färbekessels 3 nebeneinander
liegen. Der Färbekesselabschnitt 12,
der durch den Deckel 3 verschlossen ist, enthält den Warenbaum 5 mit
dem Warenwickel 6. Seine axiale Länge ist auf die Länge des
Warenbaums 5 abgestimmt. Der andere axial kürzere Färbekesselabschnitt 13 bildet
einen Expansions- und Abrufraum, der gegenüber dem den Warenbaum 5 enthaltenen Färbekesselabschnitt 12 abgeschlossen
ist. Er ist durch die Trennscheibe 11 und den gegenüberliegenden
Klöperboden 2 sowie
den dazwischenliegenden Mantelabschnitt des zylindrischen Färbekessels 1 begrenzt.
Der den Expansions- und Abrufraum bildende Färbekesselabschnitt 13 wird
von einer zu der Kesselachse koaxialen Druckleitung 14 durchquert, die
an das den Warenbaum 5 bildende perforierte Rohr angeschlossen
ist. Die Druckleitung 14 ist mit der Druckseite einer Flottenumwälzpumpe 15 verbunden,
an der Saugseite eine Saugleitung 16 angeschlossen ist,
die über
zwei zueinander parallele Leitungszweige 17 an zwei Stellen
an die Unterseite des Färbekessels 1 angeschlossen
ist, welche in Achsrichtung des Färbekessels 1 voneinander
beabstandet sind und von dem den Warenbaum 5 enthaltenden
Färbekesselabschnitt 12 abgehen.
Die Saugleitung 16 führt
durch einen bei 17 angedeuteten Wärmetauscher, der es erlaubt,
die durchfließende
Behandlungsflotte während
der Behandlung des den Wickelkörper 6 bildenden
Textilguts auf der für
den jeweiligen Behandlungsschritt erforderlichen Temperatur zu halten,
d.h. die Behandlungsflotte entweder zu erwärmen oder abzukühlen.
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An
die Saugleitung 16 ist über
ein Absperrventil 18 ein Zusatzmittelgefäß 19 angeschlossen, dass
in wässriger
Lösung
oder Dispersion ein Zusatzmittel für die Behandlung des Textilguts
enthält. Das
Zusatzgefäß 19 ist
mit der Saugleitung 16 über eine
das Absperrventil 18 enthaltende Anschlussleitung 20 verbunden,
in der eine Abrufpumpe 21 angeordnet ist, die es erlaubt,
bei geöffnetem
Absperrventil 18 Zusatzmittel aus dem Zusatzmittelbehälter 19 in die
Saugleitung 16 zu fördern.
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Oberhalb
des Färbekessels 1 ist
eine axial verlaufende Überlaufleitung 22 angeordnet,
die längs der
oberen Scheitellinie des zylindrischen Färbekesselmantels über zwei
voneinander beabstandete Leitungszweige 23 in dem den Warenbaum 5 enthaltenden
Färbekesselabschnitt 12 mündet. An
ihrem anderen Ende ist die Überlaufleitung 22 abgedichtet
in den Expansions- und Abrufraum in dem anderen Färbekesselabschnitt 13 eingeführt, wo
sie mindestens bis zu einem in 1 angedeuteten
minimalen Flottenniveau in der Nähe
der Zylinderachse des Färbekessels 1 reicht.
Abhängig
von der Länge
des Warenbaums 5 und des Wickelkörpers 6 können über die Länge des
Warenbaums 5 verteilt auch mehrere Zweigleitungen 23 angeordnet
sein, die in Achsrichtung so verteilt sind, dass die von Ihnen gebildete
Abgriffe die Ausbildung einer Restluftblase im oberen Färbekesselbereich
bei Vollflutung des Färbekessels 1 verhindern.
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Von
der Unterseite des den Expansions- und Abrufraum bildenden Färbekesselabschnitts 13 geht eine
ein Absperrventil 24 enthaltende Leitung 25 ab, die
zum Saugstutzen eines Injektors 26 führt, der in einem beispielhaften
grundsätzlichen
Aufbau in 2 dargestellt ist. Die Treibdüse 27 des
Injektors 26 ist über
eine ein Absperrventil 28 enthaltende Leitung 29 mit
der Druckseite der Flottenumwälzpumpe 15 verbunden,
während
die Fangdüse 30 mit
einem ggfs. nachgeschalteten Diffusor 31 über eine
Leitung 32 an die Saugleitung 16 angeschlossen
ist. Der Injektor 26 kann regelbar ausgebildet sein. Sein
Regelkegel ist bei 33 angedeutet und kann ggfs. durch einen
Stellantrieb 34 axial verstellt werden.
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Ein
an die Saugleitung 16 angeschlossenes Ablassventil 35 erlaubt
schließlich
eine Entleerung des ganzen Apparates.
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Der
insoweit beschriebene Stückbaumfärbeapparat
arbeitet wie folgt:
Nach dem Einbringen des Warenbaums 5 mit
dem ggfs. aus mehreren axial nebeneinander liegenden Wickeln bestehenden
Wickelkörper 6 in
den Färbekessel 1 wird
der Deckel 3 dicht verschlossen, und der Apparat wird,
bspw. über
das Ventil 35, mit Behandlungsflotte gefüllt. Dabei
wird der Färbekessel 1 vollständig geflutet. Über die Überlaufleitungen 22 wird
auch der Expansions- und Abrufraum in dem Färbekesselabschnitt 13 auf
ein oberhalb des in 1 angedeuteten minimalen Niveaus
liegendes Niveau angefüllt,
bei dem die Überlaufleitung 22 unter
den Flüssigkeitsspiegel
reicht, d.h. in die Flüssigkeit
eintaucht. Die Überlaufleitung 22 selbst
ist ebenso wie die Zweigleitungen 23 mit Flotte gefüllt.
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Nach
dem Befüllen
wird die Behandlungsflotte mittels der Flottenumwälzpumpe 15 auf
einem Kreislaufweg in Zirkulation versetzt, der die Flottenumwälzpumpe 15 und
den Färbekesselabschnitt 12 enthält. Dabei
wird die Behandlungsflotte durch die Umwälzpumpe 15 über die
Saugleitung 16 aus dem Färbekessel angesaugt. Beim Durchströmen des Wärmetausches 17 wird
sie aufgeheizt oder abgekühlt,
und die so auf die jeweils richtige Behandlungstemperatur gebrachte
Behandlungsflotte wird sodann über
die Umwälzpumpe 15 und
die Druckleitung 14 in das perforierte Rohr des Warenbaums 5 gefördert. Die
Behandlungsflotte durchströmt
das Textilgut des Wickelkörpers 6 über die
Perforationen 7 radial von innen nach außen und
wird schließlich
wieder über die
Saugleitung 16 von der Umwälzpumpe 15 angesaugt.
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Während dieser
Flottenzirkulation ist der Färbekessel 1 dauernd
in vollgefluteten Zustand gehalten, während in dem Expansions- und
Abrufraum in dem Färbekesselabschnitt 13 der
Flottenspiegel auf einem zwischen dem Minimalniveau und dem Maximalniveau
nach 1 liegenden Niveau gehalten bleibt, auf dem ein
Luftpolster liegt.
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Bei
geöffnetem
Absperrventil 24 strömt
bei laufender Umwälzpumpe 15 Flotte
in die Treibdüse 27 des
Injektors 26, der somit Flotte aus dem Expansions- und
Abrufraum absaugt und über
die Leitung 32 in die Saugleitung 16 fördert. Zusätzlich zu
dem über
die Saugleitung 16, die Flottenumwälzpumpe 15, die Druckleitung 14,
den Warenbaum 5 und den Färbekessel 1 geschlossenen
Flottenhauptumwälzkreislauf
ist somit ein beschränkter
eigener Flottenkreislauf vorhanden, der über die Überlaufleitung 22, den
Expansions- und Abrufraum in dem Färbekesselabschnitt 13,
den Injektor 26, die Hauptumwälzpumpe 15, die Druckleitung 14 und
den Warenbaum 5, sowie den Färbekesselabschnitt 12 verläuft und der
dazu dient, die in dem Expansions- und Abrufraum enthaltene Behandlungsflotte
dauernd umzuwälzen.
Typischweise werden über
den den Injektor 26 enthaltenden Flottenkreislauf etwa
ein Zehntel der Gesamtflotte umgewälzt.
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Wird
die Behandlungslotte durch den Wärmetauscher 17 aufgeheizt,
so erfährt
sie eine Volumenvergrößerung,
was in gleichem Maße
auch gilt, wenn über
die Zusatzmittelförderpumpe 21 Zusatzmittel
aus dem Zusatzmittelbehälter 19 in
die Saugleitung 16 eindosiert wird. Das durch die Expansion und
die Zusatzmittel erhöhte
Behandlungsflottenvolumen fließt über die Überlaufleitung 22 vom
Färbekesselabschnitt 12 in
den mit der Trennscheibe 11 abgetrennten Expansions- und Abrufraum in
dem Färbekesselabschnitt 13,
in dem der Flottenspiegel entsprechend ansteigt. Durch den entsprechend
geregelten Injektor 26 wird diese Behandlungsflotte wieder
in die Hauptzirkulation zurückgespeist,
wie dies oben erläutert
wurde.
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Während bei
der beschriebenen Arbeitsweise des Stückbaumfärbeapparats der Wickelkörper 6 radial
von innen nach außen
von der Behandlungsflotte durchströmt ist, kann durch einfache
Flottenumsteuerungsmaßnahmen
der Stückbaumfärbeapparat so
umgestellt werden, dass er mit einer Reversierung der Flottenströmungsrichtung
arbeitet. Dabei wird der Wickelkörper 6 von
außen
nach innen flottendurchströmt,
d.h. die Saugleitung 16 wird als Druckleitung betrieben,
während
die Druckleitung 14 zur Saugleitung wird. Dabei kann abhängig von
der jeweiligen Behandlung des den Wickelkörper 6 bildenden Textilguts
auch zwischen einer radial von innen nach außen und radial von außen nach
innen erfolgenden Durchströmung
hin- und hergeschaltet werden, wenn sich dies als notwendig oder
zweckmäßig erweisen
sollte. Eine solche Reversierung der Flottenströmungsrichtung lässt sich
in einfacher Weise durch entsprechenden Flottenumsteuerungsorgane erzielen,
bspw. in der Art, dass die Drehrichtung der dafür ausgelegten Umwälzpumpe 15 umgesteuert wird
und/oder dass der Umwälzpumpe 15 Umsteuerleitungen
und Klappen zugeordnet werden. Der Injektor 26 ist im Falle
der Drehrichtungsumkehr der Umwälzpumpe
durch eine umsteuerbare eigene Pumpe ersetzt, die es erlaubt, auch
die Durchströmungsrichtung
des Expansions- und Abrufraums in dem Färbekesselabschnitt 13 umzukehren.
Das Prinzip der Aufteilung des von dem Färbekessel 1 gebildeten
Autoklaven in einen Behandlungsraum entsprechend dem Abschnitt 12 und
einen Expansions- und Abrufraum entsprechend dem Abschnitt 13 ändert sich
dabei nicht.
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Dadurch,
dass der Expansions- und Abrufraum in dem Färbekesselabschnitt 13 in
den Färbekessel 1 integriert
ist, weist der Stückbaumfärbeapparat
eine kompakte Bauart auf, die keine besondere Raumhöhe in der
Fabrikhalle benötigt,
während sich
gleichzeitig eine im Vergleich zu bekannten Bauarten kostengünstigere
Lösung
ergibt. Dazu ist zu bemerken, dass die Unterbringung des Expansions- und
Abrufraums in dem Färbekessel 1 nicht
notwendigerweise in der in 1 dargestellten
und im Vorstehenden beschriebenen besonders vorteilhaften Art geschehen
muss, sondern es sind auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen der Expansions- und Abrufraum an anderer Stelle
und/oder in anderer Gestalt bspw. in segment- oder sektorförmiger Gestalt
in dem zylindrischen Färbekessel 1 untergebracht
ist. Auch die Überlaufleitung 22 muss
nicht unbedingt außerhalb
des Färbekessels 1 verlaufen. Entsprechende
Leitungen können
auch, zumindest teilweise, innerhalb des Färbekessels 1 vorgesehen sein.
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Bei
der beschriebenen Ausführungsform
der Stückbaumfärbeapparats
wird die Behandlungsflotte von dem Expansions- und Abrufraum in
dem Färbekesselabschnitt 13 in
sehr zweckentsprechender Weise über
den Injektor 26 in die Flottenhauptzirkulation eingespeist.
Dies führt
zu einem jederzeit entlüfteten
Färbekessels 1 und
somit zu hervorragenden Behandlungs- insbesondere Färbeergebnissen.
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Zu
bemerken ist, dass der Färbekessel 1 nicht
notwendigerweise druckfest ausgebildet sein muss. Der erfindungsgemäße Gedanke
ist auch auf atmosphärische
Stückbaumfärbemaschinen
anwendbar.
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Außerdem sind
Ausführungsformen
denkbar, bei denen die Trennscheibe 15 keine flüssigkeitsdichte
Unterteilung des Färbekessels 1 ergibt. Sie
kann bspw. in ihrem unteren Be reich Durchbrechungen aufweisen oder
in ihrem oberen Bereich mit einer Überlauf kante ausgebildet sein,
die auch in einem Rohrstutzen oder dergleichen verwirklicht sein kann,
welcher in dem Färbekessel 1 angeordnet
ist.