DE3715350A1 - Antrieb fuer ein vertikutiergeraet - Google Patents
Antrieb fuer ein vertikutiergeraetInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Antrieb der Arbeits
welle eines Gartengerätes, wie z. B. Rasenmäher, Fräse oder
ähnlichem, mit einem Motor mit Motorwelle und einer
Arbeitswelle mit Messern oder ähnlichem.
Geräte dieser Art sind allgemein bekannt. Zur Herstellung
eines unkomplizierten und damit preisgünstigen Antriebes
werden die Motorwellen dabei so angeordnet, daß sie entwe
der in Flucht mit der Arbeitswelle verlaufen oder parallel
dazu. Im ersten Fall - wie bei Rasenmähern üblich - sitzen
die Mähmesser direkt auf der Motorwelle und somit ist ihre
Befestigung in Flucht mit der Motorwelle ausgeführt. Im an
deren Fall ist es möglich, über einfache Antriebselemente,
z. B. über eine Kette, den Abstand von der Motorwelle zur
parallel verlaufenden Arbeitswelle zu überbrücken.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Antrieb
von Gartengeräten der obengenannten Bauart dahingehend zu
verbessern, daß eine größere Freiheit der Anordnung
zwischen dem Motor und der Arbeitswelle besteht, ohne daß
sich das Gerät dadurch wesentlich verteuert. Vor allem
sollte es möglich sein, sowohl mit gleichartigen als auch
mit unterschiedlichen Antriebsquellen einen einfachen An
trieb von Arbeitswellen zu ermöglichen, die sowohl horizon
tal als auch vertikal verlaufen können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen
des Hauptanspruches gelöst. Durch die Verwendung eines Rie
mens zur Kraftübertragung, der zumindest über eine motor
seitige Riemenscheibe und eine arbeitswellenseitige Riemen
scheibe läuft, wobei die Ebenen, in welchen die beiden Rie
menscheiben angeordnet sind, um einen Winkel a gegeneinan
der geneigt sein können, ist es möglich, eine Kombination
der unterschiedlichsten Gehäuseunterteile mit den unter
schiedlichsten Motoren zu kombinieren. Es sei hierbei bei
spielsweise darauf verwiesen, daß Brennkraftmaschinen als
Antriebsquelle mit vertikal verlaufender Motorwelle ohne
weiteres auch für den Antrieb von Arbeitswellen herangezo
gen werden können, die horizontal verlaufen.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestal
tungsmerkmale festgelegt. So ist es beispielsweise vorteil
haft, bei entsprechenden Winkeln zwischen den beiden Ebe
nen den Riemen über Umlenkräder zu führen. Dabei beträgt
der Winkel vorzugsweise etwa 90°, es ist jedoch auch ohne
weiteres möglich, größere oder kleinere Winkel zu verwirk
lichen. Weiterhin liegt die Motorwelle und die Arbeitswel
le vorzugsweise in einer Ebene. Dies ergibt eine besonders
einfache Konstruktion, es ist jedoch auch möglich, beide
Wellen nicht in einer Ebene anzuordnen.
Insbesondere beim Antrieb der Arbeitswelle eines Vertiku
tiergerätes ist es vorteilhaft, die horizontal verlaufende
Arbeitswelle in einem Gehäuse und die Umlenkräder in einem
Zwischengehäuse zu lagern, das am Gehäuse befestigt ist,
wobei der Motor mit der vertikalen Motorwelle auf das Zwi
schengehäuse aufgesetzt wird. Zum Spannen des Riemens wird
vorgeschlagen, den Motor gegenüber dem Zwischengehäuse
horizontal begrenzt verschiebbar und arretierbar anzuord
nen. Als eine wesentliche Hilfe bei der Montage von Motor
und Gehäuse wird vorgeschlagen, daß am Motor in dem den Um
lenkrädern abgewandten Bereich der motorseitigen Riemen
scheibe ein verstellbarer Anschlag angeordnet wird zum Hal
ten des Riemens in der motorseitigen Riemenscheibe während
der Montage des Motors auf dem Zwischengehäuse bei bereits
vormontiertem Riemen. Dieser Anschlag wird einmal bei auf
gesetztem Riemen in den vorschriftsmäßigen Abstand gebracht
und kann dort verbleiben. Dabei ist vorzugsweise ein Keil
riemen oder ein Keilrippenriemen für den Antrieb vorgese
hen. Dieser Keilrippenriemen läuft vorzugsweise mit seinem
Rücken über die Umlenkräder.
Die Erfindung wird anschließend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. Es zeigen im einzelnen
Fig. 1 bis 3 Prinzipdarstellungen des Riementriebes für
eine horizontale Arbeitswelle, für eine vertikale
Arbeitswelle und für eine Anordnung mit vertikaler
Arbeitswelle, bei welcher die Motorwelle und die
Arbeitswelle nicht in einer Ebene liegen;
Fig. 4 und 5 die Ansicht und Teilschnitt eines
kompletten Vertikutiergerätes;
Fig. 6 einen Teilschnitt dieses Gerätes in vergrößer
ter Darstellung zur Erläuterung der Befestigung von
Motor, Zwischengehäuse und Gehäuse.
Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung des Riemenverlau
fes bei vertikal angeordneter Drehachse 9 einer Motorwelle
und bei horizontal angeordneter Drehachse 10 einer Arbeits
welle. Der Riemen 14 läuft über die antreibende Riemen
scheibe 6, die in einer horizontal verlaufenden Ebene ange
ordnet ist. Die Riemenscheibe 7 der Arbeitswelle verläuft
in einer vertikalen Ebene und beide Ebenen schließen etwa
einen Winkel von 90° ein. Aus diesem Grund sind noch zwei
Umlenkräder 11 angeordnet, die im Bereich der Berührung
der beiden Ebenen für die Umlenkung des Riemens 14 sorgen.
Es ist natürlich möglich, den Winkel zwischen den beiden
Ebenen, in welchem sich die Riemenscheiben 6 und 7 befin
den, kleiner oder größer als 90° auszuführen.
Fig. 2 zeigt einen Riementrieb, wobei die Drehachse 9 der
Motorwelle horizontal verläuft und die Drehachse 10 der Ar
beitswelle vertikal. Die beiden Ebenen, in welchen sich die
beiden Riemenscheiben 6 und 7 befinden, verlaufen hierbei
ebenfalls etwa unter einem Winkel von 90°, und zur Umlenkung
sind zwei Umlenkräder 11 vorgesehen. Die Anordnung ist so
getroffen, daß die beiden Drehachsen 9 und 10 sich in einem
Punkt kreuzen, d. h., sie sind in einer Ebene angeordnet.
Fig. 3 zeigt eine Ausführung, bei welcher die beiden Dreh
achsen 9 und 10 eines Riementriebes in verschiedenen
Ebenen verlaufen und sich somit nicht kreuzen. Dabei
können die beiden Ebenen, in welchen sich die Riemenschei
ben 6 und 7 befinden, ebenfalls einen Winkel von etwa
90° oder mehr oder weniger aufweisen. Bei dieser Ausfüh
rung ist die Anordnung der Umlenkräder 11 unterschiedlich
zu den Umlenkrädern gemäß den Fig. 1 und 2, da deren Ach
sen versetzt angeordnet sein können.
Die Fig. 4 und 5 zeigen Seitenansicht und Schnitt V-V durch
das Unterteil eines Vertikutiergerätes 1. Das Vertikutier
gerät 1 weist ein Gehäuse 15 auf, an dem vorzugsweise 4 Rä
der 4 angeordnet sind. Im Gehäuse ist weiterhin die Ar
beitswelle 3 angeordnet, deren Drehachse 10 horizontal ver
läuft. Auf dem Gehäuse 15 ist ein Zwischengehäuse 16 ange
ordnet, welches den Motor 2 trägt. Die Motorwelle 8 ist so
angeordnet, daß ihre Drehachse 9 vertikal verläuft. Inner
halb des Zwischengehäuses 6 endet die Motorwelle 8 und ist
dort mit einer Riemenscheibe 6 fest verbunden. Die Riemen
scheibe 6 liegt in einer horizontalen Ebene 12. Der Riemen
14 verläuft zum Teil in dieser Ebene 12, wird durch die im
Zwischengehäuse 16 gelagerten Umlenkräder 11 um etwa 90°
nach unten umgelenkt und greift dann in die Riemenscheibe
7 der Arbeitswelle 3 ein. Die Riemenscheibe 7 läuft in der
Ebene 13. Die beiden Ebenen 12 und 13 weisen einen Winkel
Alpha gegeneinander auf, der im vorliegenden Fall ziemlich
genau 90° beträgt. Dabei liegt die Ebene 13 in Fig. 4 in
der Zeichnungsebene. Weiterhin ist aus Fig. 4 ein Handgriff
5 teilweise zu erkennen, der zum Bewegen des Vertikutier
gerätes 1 dient.
Ein großer Vorteil dieser Antriebsanordnung ist darin zu
sehen, daß ein Motor 2, der sowohl als Elektro-Motor, als
auch als Trennkraftmaschine ausgebildet sein kann, mit
seiner vertikal verlaufenden Motorwelle 8 sowohl für einen
herkömmlichen Sichelrasenmäher verwendet werden kann, als
auch ohne jegliche Änderung seiner Einbaulage für das hier
dargestellte Vertikutiergerät 1. Die in den Fig. 4 und 5
gezeigte Anordnung kann auch ohne weiteres für einen
Walzenmäher Verwendung finden, bei dem die Arbeitswelle
ebenfalls horizontal verläuft. Durch die Verwendung des
gleichen Antriebsmotors für verschiedene Geräte kann so
wohl die Lagerhaltung verbilligt, als auch die Herstellung
preiswerter gestaltet werden.
In Fig. 6 ist ein Teilschnitt gemäß Fig. 5 in vergrößerter
Darstellung wiedergegeben. Aus dieser Darstellung ist die
Befestigung zwischen dem Gehäuse 15 und dem Zwischengehäu
se 16 ersichtlich. Des weiteren ist zu erkennen, daß die
Befestigungsschrauben 18 zwischen Zwischengehäuse 16 und
Motor 2 durch Langlöcher 19 im Zwischengehäuse verlaufen,
so daß bei der Montage des Motors 2 durch Verschieben
innerhalb der Langlöcher 19 die Riemenspannung eingestellt
werden kann. Durch die Lagerung der Umlenkräder 11 im Zwi
schengehäuse 16 und durch die feste Vormontage des Zwi
schengehäuses 16 am Gehäuse 15 ist die Lage der Umlenkrä
der 11 gegenüber der Riemenscheibe 7 der Arbeitswelle 3
unveränderbar. Zur Vereinfachung der Montage ist weiterhin
am Motor 2 ein Anschlag 17 vorgesehen, der nach dem Aufle
gen des Riemens 14 auf die Riemenscheibe 6 der Motorwelle
8 derart in Position gebracht wird, daß sein vertikal ver
laufender Schenkel ein Herausfallen des Riemens 14 aus der
Riemenscheibe 6 verhindert. Der Abstand des Anschlages 17
zum Rücken des Riemens muß bei dieser Einstellarbeit der
art gewählt sein, daß er zumindest kleiner ist als die Ein
dringtiefe des Riemens in die Riemenscheibe 6. Auf diese
Weise kann beim Aufsetzen des Motors mit eingelegtem
Riemen 14 dieser nicht mehr von der Riemenscheibe 6 abfal
len. Der Riemen wird dann anschließend über die Umlenkrol
len 11 gelegt und in die Riemenscheibe 7 eingehängt. Durch
Verschieben des gesamten Motors nach rechts innerhalb der
Langlöcher 19 kann der Riemen auf seine richtige Spannung
gebracht werden. Der Anschlag 17 kann dann während des
gesamten Betriebes in seiner einmal festgelegten Stellung
verbleiben. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß
vorzugsweise Keilrippenriemen mit mehreren nebeneinander
angeordneten Rippen Verwendung finden. Diese laufen mit
ihren glatten Rücken über die Umlenkräder 11, so daß
Schmutz, der sich zwischen den Rippen festgesetzt haben
könnte, an dieser Stelle wieder hinausgeschleudert wird.
Claims (8)
1. Antrieb der Arbeitswelle eines Gartengerätes, wie
Rasenmäher, Fräse oder ähnliches, mit einem Motor mit
Motorwelle und einer Arbeitswelle mit Messern oder
ähnlichem, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftüber
tragung durch einen Riemen (14) erfolgt, der zumin
dest über eine motorseitige Riemenscheibe (6) und
eine arbeitswellenseitige Riemenscheibe (17) läuft
und die Ebenen (12, 13), in welchen die beiden Riemen
scheiben (6, 7) angeordnet sind, um einen Winkel α
gegeneinander geneigt, angeordnet sind.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Riemen (14) zwischen den beiden Riemenscheiben
(6, 7) um jeweils ein Umlenkrad (11) läuft.
3. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Winkel α vorzugsweise etwa 90°
beträgt.
4. Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
Motorwelle (8) und Arbeitswelle (3) vorzugsweise im
wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind.
5. Antrieb nach den Ansprüchen 3 oder 4, insbesondere
für eine Arbeitswelle eines Vertikutiergerätes, da
durch gekennzeichnet, daß die horizontal verlaufende
Arbeitswelle (3) im Gehäuse (15) und die Umlenkräder
(11) in einem Zwischengehäuse (16), das am Gehäuse
(15) befestigt ist, vormontiert sind und der Motor
(2) mit der vertikalen Motorwelle (8) auf das Zwi
schengehäuse (16) aufgesetzt ist und zum Spannen des
Riemens (14) der Motor (2) gegenüber dem Zwischen
gehäuse (16) horizontal begrenzt verschiebbar und
arretierbar angeordnet ist.
6. Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
am Motor (2) in dem den Umlenkrädern (11) abgewandten
Bereich der motorseitigen Riemenscheibe (6) ein ver
stellbarer Anschlag (17) angeordnet ist zum Halten
des Riemens (14) in der motorseitigen Riemenscheibe
(6) während der Montage des Motors (2) auf dem Zwi
schengehäuse (16) bei bereits vormontiertem Riemen
(14).
7. Antrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
als Riemen ein Keilriemen oder Keilrippenriemen (14)
vorgesehen ist.
8. Antrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Riemen (14) vorzugsweise mit seinem Rücken über
die Umlenkräder (11) läuft.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873715350 DE3715350A1 (de) | 1987-05-08 | 1987-05-08 | Antrieb fuer ein vertikutiergeraet |
| DE19883836727 DE3836727A1 (de) | 1987-05-08 | 1988-10-28 | Riemen-winkelgetriebe mit drehrichtungsaenderung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873715350 DE3715350A1 (de) | 1987-05-08 | 1987-05-08 | Antrieb fuer ein vertikutiergeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3715350A1 true DE3715350A1 (de) | 1988-11-24 |
Family
ID=6327101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873715350 Withdrawn DE3715350A1 (de) | 1987-05-08 | 1987-05-08 | Antrieb fuer ein vertikutiergeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3715350A1 (de) |
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- 1987-05-08 DE DE19873715350 patent/DE3715350A1/de not_active Withdrawn
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