DE3708557A1 - Fettabscheider - Google Patents
FettabscheiderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fettabscheider der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Bei einem solchen aus der DE-PS 20 03 565 bekannten Fettabscheider
ist in der Druckleitung der Pumpe ein 4/4-Wegesteuerventil vorgese
hen, an das die drei Leitungen zur Schlammfangkammer, zur Abschei
dekammer und zum Entleer-Ablauf angeschlossen sind. Bei dem oft
zähflüssigen, ggfs. aggressiven und mit Feststoffen, Klumpen oder
Gegenständen versetzten Abwasser, das im Fettabscheider zu behan
deln ist, ist dieses Wegesteuerventil ein akuter Störfaktor, weil sei
ne Funktion durch Verschmutzungen, Gegenstände oder dgl. leicht
beeinträchtigbar ist. Es lassen sich im Wegesteuervntil weder Strö
mungsumlenkungen noch Toträume noch Engstellen vermeiden, wodurch
sich Verunreinigungen festsetzen, die durch den Pumpendruck nicht
mehr entfernt werden können, sondern ein Zerlegen oder zumindest
Abschrauben der drei Leitungen zum Reinigen erforderlich machen.
Speziell die Strömungsengstellen beeinträchtigen einen gewünschten
großen Durchsatz. Dazu kommt, daß solche Steuerventile teuer und
schwierig zu warten sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fettabscheider der
eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch eine einfache,
störungsunanfällige und die groben Arbeitsbedingungen eines solchen
Fettabscheiders verkraftende Steuervorrichtung auszeichnet.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnen
den Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bei dieser Ausbildung wird kein Wegesteuerventil oder Schieberventil
mehr gebraucht, weil der Anschluß des Druckrohres an die jeweils
zu beaufschlagende Leitung allein durch das Bewegen der Mündung
des Druckrohres und Ausrichten mit der Mündung der jeweils benö
tigten Leitung hergestellt wird. Die Verschmutzungen im Abwasser
stören das Bewegen der Mündung nicht. Bei der Bewegung der Mün
dung werden sogar Ablagerungen selbsttätig weggeschoben oder ab
gelöst. Die Mündungen der beiden anderen, nicht benötigten Leitun
gen liegen jeweils frei. Sollte es trotzdem zu einer Störung kommen,
so läßt sich eine Reinigung schon nach Abnahme des Behälterdeckels
leicht vornehmen, ohne daß es einer weiteren Teildemontage bedürf
te. Der Trägerteil, an dem die Leitungen gelagert sind, ist einfach
und preiswert herstellbar und problemlos im Inneren des Fettabschei
ders unterzubringen. Dadurch erhält der Fettabscheider auch einen
kompakten Aufbau mit möglichst wenig außerhalb liegenden Kompo
nenten.
Zweckmäßig ist die Ausführungsform von Anspruch 2, weil die von
außen zugängliche Stellvorrichtung zu einer wünschenswert einfachen
Handhabung des Fettabscheiders, u. a. bei seiner Entleerung, beiträgt.
Besonders wichtig ist die Ausführungsform von Anspruch 3, weil mit
Verdrehung des Hebels das Rohr axial gedreht wird und hier auch
die am Rohr fest angeflanschte Pumpe sich in ihrer Richtung ver
dreht und dabei das Druckrohr neu ausrichtet. Somit ist es möglich,
das Druckrohr wahlweise mit einer der drei Leitungen zusammenzu
führen.
Eine baulich einfache und zweckmäßige Ausführungsform, bei der
die Schlammfangkammer und die Abscheidekammer in einem Behälter
untergebracht sind, geht aus Anspruch 4 hervor. Das Rohr, das die
Pumpe mit dem Antrieb verbindet, müßte ohnedies am Behälter gela
gert und abgedichtet werden. Dann das Rohr um eine vertikale Ach
se drehbar zu machen, ist eine baulich einfache und die Dichtfunk
tion nicht beeinträchtigende Maßnahme. Mit der Drehbarkeit des
Rohres wird aber die Möglichkeit geschaffen, die Mündung des Druck
rohres auf eine der Mündungen der drei Leitungen aufzusetzen, wenn
die Mündungen in einem Kreisbogen mit der Achse als Mittelpunkt
liegen.
Zweckmäßig ist dabei eine Ausführungsform gemäß Anspruch 5, weil
die Mündung des Druckrohres von oben auf die jeweils benötigte
Mündung aufgesetzt und durch das Eigengewicht der Pumpe des Roh
res und ggfs. des Antriebs angedrückt wird, so daß auch bei hohem
Arbeitsdruck der Pumpe die Leckverluste gering bleiben.
Alternativ wäre auch eine Ausführungsform denkbar, wie sie in An
spruch 6 ausgesprochen ist. Hierbei wird die Druckleitung sozusagen
radial gegen die vertikal liegende Mündung einer der drei Leitun
gen gedrückt.
Eine baulich besonders einfache und funktionssichere Ausführungs
form geht aus Anspruch 7 hervor. Die formschlüssigen Glieder sichern
drei Drehpositionen des Rohres, in denen das Druckrohr mit jeweils
einer der Leitungen verbunden ist. Es ist dabei günstig, diese
Drehpositionen außen sichtbar festzulegen, weil das Innere des Fett
abscheiders nach außen hin abgeschlossen ist. Dadurch, daß das
Rohr in den drei vorbestimmten Drehpositionen tiefer sitzt als da
zwischen, wird mit dem Eigengewicht der Pumpe und des Rohres die
Mündung des Druckrohres fest auf die jeweils ausgewählte Mündung
gepreßt, während sie beim Bewegen von einer Mündung zur anderen
abgehoben und entlastet wird. Dabei werden Ablagerungen abgestreift
und ein unzweckmäßig hoher Verschleiß zwischen den Mündungen
vermieden.
Die Funktionssicherheit wird bei der Ausführungsform von Anspruch
8 erhöht, weil die Mündung des Druckrohres jeweils mit korrekter
Ausrichtung in den Sitz eingesetzt werden kann. Es wird auch bei
oftmaliger Verstellung ein unzweckmäßiger Verschleiß vermieden. Die
erzielbare Dichtwirkung reicht für diesen Zweck bei weitem aus.
Gegebenenfalls könnte aber in jedem Sitz oder an der Mündung der Drucklei
tung auch eine zusätzliche Dichtung vorgesehen sein.
Vorteilhaft ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 9, weil
die Führungsfläche die ordnungsgemäße Bewegung der Mündung des
Druckrohres zwischen den Mündungen der drei Leitungen führt.
Baulich wird die vorerwähnte Forderung besonders einfach bei der
Ausführungsform gemäß Anspruch 10 erfüllt. Der Trägerteil läßt sich
mit seiner winkelförmigen Ausbildung einfach an der Trenwand
festlegen und bildet eine stabile Lagerung für die drei Leitungen
sowie auf einfache Weise auch die Führungsfläche für die zu bewe
gende Mündung des Druckrohres. Die Mündungen der drei Leitungen
sollen oberhalb des Niveaus im Fettabscheider liegen.
Wichtig ist ferner der Gedanke von Anspruch 11, weil sich damit ei
ne saubere Führung für das Druckrohr ergibt und das beim Bewegen
des Druckrohres aufgebrachte Drehmoment einwandfrei bis zur Mü
dung übertragen wird.
Eine erfindungsgemäß besonders wichtige Ausführungsform eines Fett
abscheiders, die auch ohne die Merkmale der vorhergehenden Aus
führungsformen erfindungswesentlich ist, und bei der in der Abschei
dekammer eine zum Entleeren des Fettabscheiders betätigbare Vorrich
tung zum Aufreißen einer abgeschiedenen Fettschicht angeordnet ist,
geht aus Anspruch 12 hervor.
Bei dieser Ausführungsform wird die
Unteraufgabe gelöst, das Aufreißen der Fettschicht besonders wir
kungsvoll und rasch durchzuführen, ohne dabei einen übertriebenen
technischen Aufwand treiben zu müssen.
Beim Fettabscheider gemäß
der DE-PS 20 03 565 reicht die Aufreißwirkung des aus der Aufreiß
leitung in die Abscheidekammer gepreßten Abwassers nicht aus, die
Fettschicht zuverlässig aufzureißen. Es ist deshalb ein von außen
angetriebenes Rührwerk vorgesehen, das in die Abscheidekammer
ragt und zum Aufreißen betätigt wird. Dies bedeutet einen erhebli
chen Mehraufwand. Die Wirkung des Rührwerks ist zudem lokal und
deshalb nicht ausreichend. Deshalb wurde auch schon vorgeschlagen,
(DE-PS 25 55 136) eine Ringdüse in die Fettschicht einzutauchen, aus
dieser Ringdüse über die Aufreißleitung Abwasser auszusprühen und
zusätzlich dazu die Ringdüse in der Fettschicht hin und her zu be
wegen. Dies bedingt jedoch einen außerordentlich hohen technischen
Aufwand und die Notwendigkeit eines Bewegungsantriebes für die
Ringdüse.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 12 wird auf einfache Weise
ein rasches und wirkungsvolles Aufreißen der Fettschicht durch die
Sprühdüsen erreicht, von denen mehrere in der Fettschicht angeord
net sind und deshalb über die gesamte Fettschichterstreckung gleich
zeitig das Aufreißen bewirken. Ein Bewegungsantrieb für die Sprüh
düsen wird nicht gebraucht, weil sie in der Abscheidekammer zu
gleich an mehreren Stellen die Fettschicht aufzureißen beginnen. Be
nutzt wird dazu der von der Pumpe bereitgestellte Druck und das
aus der Schlammfangkammer gepumpte Abwasser.
Für eine gute Aufreißwirkung sind ferner die Merkmale der Ausfüh
rungsform gemäß Anspruch 13 wichtig. Die Versorgungsleitung bleibt
oberhalb der Fettschicht, so daß sich diese beim Erstarren dort
nicht verhaken kann. Nur die Sprühdüsen ragen in die Fettschicht
und erbringen, da sie ganz knapp unterhalb der Oberfläche der
Fettschicht arbeiten, eine gute und rasche Wirkung. Die aus den
Sprühdüsen austretenden Strahlen brechen die blockartig erstarrte
Fettschicht in viele kleine Bröckchen, die beim darauffolgenden Leer
pumpen der Abscheidekammer rasch und ohne nachzuspülen oder zu
rühren abpumpbar sind. Die Oberkante der Trennwand definiert da
bei zusammen mit dem Auslauf das Niveau der Oberfläche der er
starrten Fettschicht.
Zweckmäßig ist ferner das Merkmal von Anspruch 14, da sich die
an den Stichleitungen angebrachten Sprühdüsen, die im wesentlichen
waagerecht arbeiten, individuell einstellen lassen, so daß die Fett
schicht in möglichst viele, gleich große Klümpchen aufgerissen wird.
Dies wird durch die einstellbaren, aber vor allem in die Fettschicht
reichenden Düsen erreicht, so daß die Fettschicht von innen aufge
brochen wird.
Die Breit- oder Flachstrahldüsen gemäß Anspruch 15 haben eine be
sonders starke Aufreiß- und Mischwirkung in der Fettschicht.
Denkbar ist es ferner, gemäß Anspruch 16, anstelle des Abwassers
zusätzliches Spülwasser einzusprühen, das von einer gesonderten Spül
wasserquelle stammt. Falls dieses erhitzt oder/und mit einem Reini
gungsmittel versetzt ist, läßt sich der Fettabscheider besonders
gründlich entleeren und reinigen.
Eine weitere, zweckmäßige Maßnahme ist in Anspruch 17 enthalten.
Der Klappenverschluß ist normalerweise zu, so daß kein Schlamm
aus der Schlammfangkammer in die Abscheidekammer und keine Fett
bestandteile in die Schlammfangkammer zurückwandern können. Erst
beim Entleeren wird durch den Strömungsdruck der Klappenverschluß
geöffnet, so daß die durch das Aufreißen der Fettschicht erzeugten
Klümpchen mit dem Abwasser zügig aus dem Sumpf der Schlammfang
kammer abgepumpt werden können.
Eine weitere, besonders zweckmäßige und erfindungsgemäß wichtige
Ausführungsform geht aus Anspruch 18 hervor. Die diese Ausfüh
rungsform kennzeichnenden Merkmale sind auch für Fettabscheider an
derer Bauart als des vorerwähnten wichtig, weil die Strömungsberu
higungszone ein rasches Abscheiden der Fettbestandteile und der an
deren Verschmutzungen des Abwassers begünstigen, so daß die Quali
tät des in das Kanalisationssystems abströmenden Abwassers relativ
gut ist.
Schließlich ist eine weitere, erfindungsgemäß besonders wichtige
Ausführungsform in Anspruch 19 enthalten, bei der Boden des Fett
abscheiderbehälters zur Pumpe hin geneigt verläuft. Die mechanische
Austragevorrichtung unterstützt beim Entleeren des Fettabscheiders
die Pumpwirkung der Pumpe, weil sie feste Bestandteile oder Brocken
zur Pumpe hin transportiert, die sie dann zügig abpumpen kann.
Anhand der Zeichnung wird nachstehend eine Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Fettabscheider,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Fettabscheider von Fig. 1 nach
Abnahme des Deckels,
Fig. 3 ein Detail des Fettabscheiders im Schnitt und
Fig. 4 ein weiteres Detail in einer perspektivischen Ansicht.
Bei einem Fettabscheider 1, wie er speziell für Großküchen, Fleische
reien, Großrestaurants und dgl. verwendet wird, ist in einem ge
meinsamen trogartigen Behälter 2 zulaufseitig eine Schlammfangkam
mer A angeordnet, an die sich eine Abscheidekammer B anschließt,
hinter der dann eine Auslaßkammer C liegt, von der das gereinigte
Abwasser wieder in das Kanalisationssystem abgelassen wird. Der
Behälter 2 ist oberseitig durch einen Deckel 3 verschlossen. Das ver
schmutzte Abwasser läuft durch einen Einlaufstutzen 4 mit einer
nachgesetzten Prallwand 5 der Schlammfangkammer A zu. Im unten
liegenden Sumpf der Schlammfangkammer A ist eine Pumpe 6 angeord
net, die über ein vertikales Rohr 7 mit einem außerhalb liegenden
Antrieb 8 verbunden ist. Das Rohr 7 ist mit der Pumpe 6 gemeinsam
um eine vertikale Achse 37 drehbar in einem Lagerungsbereich 9 ge
haltert. Dort befindet sich eine Stellvorrichtung 10 und eine Drehab
dichtung 11 für das Rohr 7. Ein an die Druckseite der Pumpe 6 an
geschlossenes Druckrohr 12 ist als Steigrohr ausgebildet, an dem
oben ein 180°-Knie 13 angebracht ist, so daß die mit 14 bezeichnete
Mündung des Druckrohres 12 nach unten weist. Der obere Teil des
Druckrohres 12 ist über eine Strebe 15 mit dem Rohr 7 drehfest ver
bunden.
Die Schlammfangkammer A ist durch eine vom schräg ansteigenden
Boden 23 des Behälters 2 hochsteigende Trennwand 16 von der Ab
scheidekammer B getrennt. Die Oberkante der Trennwand 16 bestimmt
zusammen mit dem Zulaufstutzen 4 und einem Ablaufstutzen 21 das
Flüssgkeitsniveau im Behälter 2. In einem Abstand von der Trenn
wand 16 ist in der Abscheidekammer B eine unterströmbare Querwand
17 angebracht, deren Oberkante höher liegt als die Oberkante
der Trennwand 16. Zwischen der Querwand 17 und einer die Ab
scheidekammer B von der Auslaßkammer C trennenden Trennwand 19
ist eine Strömungsberuhigungszone gebildet, in der sich das Fett
aus dem Abwasser absetzen kann und eine oben schwimmende Fett
schicht 22 bildet. An der Trennwand 19 ist ein Entlüftungsstutzen
18 angebracht. Nahe dem Boden 23 ist in der Trennwand 19 ein Durch
laß 20 für das aus der Abscheidekammer B in die Auslaßkammer C
strömende, gereinigte Abwasser vorgesehen.
Nahe der Oberkante der Trennwand 16 ist ein winkelförmiger Träger
teil 24, zweckmäßigerweise lösbar, festgelegt, in dem (siehe Fig.
2) drei Mündungen 26, 28 und 30 in etwa auf derselben Höhe neben
einander liegen. Die Mündung 26 gehört zu einer Entleerleitung 25,
die aus dem Behälter herausgeführt ist. Die Mündung 28 gehört zu
einer kurzen Stichleitung 27, die vom Trägerteil 24 nach unten in
die Schlammfangkammer A verläuft und etwa in deren halber Höhe
endet. Die Mündung 30 gehört schließlich zu einer Aufreißleitung 29,
die über die Querwand 17 hinweg in die Abscheidekammer B verläuft
und dort eine Versorgungsleitung 31 mit einem Versorgungsleitungs
zweig 31 a für an kurzen nach unten ragenden Stichleitungen 32 um
vertikale Achsen drehbar gelagerte Sprühdüsen 33 bildet. Die Ver
sorgungsleitungen 31, 31 a liegen etwa auf der Höhe der Oberkante
der Trennwand 16 und somit oberhalb des Oberflächenniveaus der
Fettschicht 22. Die Sprühdüsen 33 befinden sich hingegen knapp un
terhalb der Ebene der Oberkante der Trennwand 17 und somit im In
neren der Fettschicht 22. Die Sprühdüsen 33 sind in ihrer Drehstel
lung so eingestellt, daß praktisch die gesamte Fettschicht innen mit
Sprühstrahlen beaufschlagbar ist. Die Sprühdüsen 33 sind als Flach
strahldüsen mit annähernd horizontaler Ausstrahlrichtung ausgelegt.
Die Versorgungsleitungen 31 und 31 a sind mit einfachen Halterungen
35 an den Längswänden des Behälters 2 gehaltert, z. B. mit Rasthal
terungen.
Nahe dem Boden 23 ist in der Abscheidekammer B eine mechanische
Austragvorrichtung 42, z. B. nach Art eines Förderbandes oder eines
Kratzförderers mit zur Pumpe 6 hin verlaufender Transportrichtung
angeordnet. In der Trennwand 16 ist nahe dem Boden ein Klappen
verschluß 47 vorgesehen, der beim Arbeiten des Fettagscheiders sei
ne Schließstellung einnimmt und nur beim Entleeren durch den Strö
mungsdruck öffnet und eine Strömungsverbindung von der Abscheide
kammer B zur Schlammfangkammer A und damit zur Saugseite der
Pumpe 6 herstellt.
Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß die Mündungen 26, 28 und 30 ent
lang einem Kreisbogen K angeordnet sind, dessen Mittelpunkt die
Achse 37 des Rohres 7 ist. Der Trägerteil 24 erstreckt sich quer
über die Schlammfangkammer A und ist so hoch angeordnet, daß die
Mündungen oberhalb des Niveaus des Abwassers in der Schlammfang
kammer A liegen.
Gemäß Fig. 3 ist der Trägerteil 24 so ausgebildet, daß jede Mün
dung (dargestellt ist nur die Mündung 28) als trichterförmiger Sitz
41 in einer Verdickung 40 des Trägerteils 24 ausgeformt ist, dessen
Oberseite eine allen Mündungen gemeinsame Führungsfläche 38 für
die Mündung 14 des Druckrohres 13 bildet. Jede Leitung, z. B. die
Leitung 27, ist in den Sitz 41 eingehängt. An der Mündung 14 ist
das Druckrohr 13 mit einer Verdickung 39 versehen, die zweckmäßi
gerweise kegelförmige Gestalt hat, so daß sich ein guter Dichtsitz
ergibt, sobald die Mündung 14 in den Sitz 41 eingetreten ist. Die
Mündung 14 wird mittels des Rohres 7 bei dessen Drehbewegung ent
lang der Führungsfläche 38 verschoben. In strichlierten Linien ist
angedeutet, daß der Kegelwinkel des Sitzes 41 kleiner ist als der
Kegelwinkel der Verdickung 39, so daß sich die Mündung 14 nicht
im Sitz 41 verkeilen kann.
Aus Fig. 4 ist erkennbar, daß bei der Stellvorrichtung 10 für das
Rohr 7 drei in Umfangsrichtung beabstandete Kerben 44 a, 44 b und
44 c vorgesehen sind, in die ein im Rohr 7 radial abstehender Stift
45 einrasten kann. Die Antriebswelle zur Pumpe ist mit 43 bezeich
net. Zum Umsetzen der Mündung 14 wird mit der in Fig. 1 angedeu
teten Stellvorrichtung 10 das Rohr 7 angehoben und verdreht bis der
Zapfen 45 in eine der drei Einkerbungen eintritt, die drei vorbe
stimmte Drehpositionen für das Rohr 7 und damit für die Mündung
14 definieren, in denen die Mündung 14 mit jeweils einer der Mün
dungen 26, 28, 30 fluchtet und durch das Eigengewicht des Rohres
7 mit der Pumpe 6 gegen oder in diese Mündung gedrückt wird.
Es könnte auch ein Stellantrieb für die Drehbewegung des Rohres
vorgesehen sein, der durch Betätigen eines Schalters aktiviert wrd
und dann das Rohr von einer Drehposition in die andere verdreht
und dabei ggfs. anhebt und wieder absenkt.
Von besonderem Vorteil ist der einfache Aufbau der Teile, mit denen
die Pumpe 6 druckseitig an jeweils eine der Leitungen 25, 29, 27
angeschlossen werden kann, wobei für die Strömung große Durch
gangsquerschnitte ohne jegliche Strömungshindernisse zur Verfügung
stehen, was für das mit Verunreinigungen versetzte Abwasser wich
tig ist.
Der Fettabscheider arbeitet wie folgt:
Über den Zulaufstutzen 4 strömt das verschmutzte Abwasser in die
Schlammfangkammer A ein, bis es das Niveau der Oberkante der
Trennwand 16 erreicht hat. Dabei setzen sich bereits feste und
schwerere Bestandteile als das Abwasser im Sumpf der Schlammfang
kammer A ab. Das mit Fettanteilen versetzte Abwasser füllt dann
die Abscheidekammer B, wobei es unter der Querwand 17 durchströmt
und an der Trennwand 19 ansteht. Die Fettbestandteile des Abwas
sers steigen in der strömungsberuhigten Zone nach oben und bilden
die dicke Fettschicht 22 zwischen der Querwand 17 und der Trenn
wand 19. Das gereinigte Abwasser strömt duch den Durchgang 20
in die Ablaufkammer C und durch den Ablaufstutzen 21 in das wei
tere Kanalsystem.
Nach einer vorbestimmten Benutzungsdauer des Fettabscheiders lie
gen in der Schlammfangkammer A Schlamm und in der Abscheidekam
mer B eine erstarrte Fettschicht 22 vor. Dann muß der Fettabschei
der 1 entleert werden.
Zu diesem Zweck wird kein Abwasser mehr zugeführt, sondern zu
nächst das Rohr 7 soweit verdreht, bis die Mündung 14 des Druck
rohres 12 mit der Mündung 30 der Aufreißleitung 31 verbunden ist.
Dann wird die Pumpe 6 eingeschaltet. Das aus der Schlammfangkam
mer A angesaugte Abwasser wird durch die Sprühdüsen 33 ausge
preßt und zerbricht die Fettschicht in kleine Bröckchen, wobei gleich
zeitig diese Bröckchen in eine Zirkulationsbewegung versetzt werden.
Das Abwasser zirkuliert permanent in der Abscheidekammer B. Da
nach wird die Pumpe 6 abgestellt und das Rohr 7 soweit verdreht,
daß die Mündung 14 mit der Mündung 26 der Leitung 25 fluchtet
und mit ihr dicht verbunden ist. Die Pumpe 6 wird wieder einge
schaltet und saugt aus dem Sumpf der Schlammfangkammer A den
dort liegenden Schlamm ab und über den sich öffnenden Klappenver
schluß 47auch die Abscheidekammer B leer, wobei die Bröckchen
der aufgerissenen Fettschicht 22 mitgerissen werden. Falls dies für
erforderlich gehalten wird, kann zuvor die Mündung 14 mit der
Mündung 28 ausgerichtet und dann die Pumpe erneut eingeschaltet
werden, so daß in der Schlammfangkammer A eine starke Zirkulation
erzeugt wird, die das nachfolgende Absaugen begünstigt. Die Aus
tragevorrichtung 42 begünstigt das Entleeren der Abscheidekammer B.
Danach ist der Fettabscheider erneut betriebsbereit. Verschmutztes
Abwasser kann wieder zugeführt werden.
Claims (19)
1. Fettabscheider, mit einer zulaufseitigen Schlammfangkammer, die
durch wenigstens eine Trennwand von einer ablaufseitigen Abschei
dekammer getrennt ist, mit einer Pumpe, die saugseitig mit der
Schlammfangkammer und druckseitig über Leitungen wahlweise mit
einer in die Schlammfangkammer mündenden Zirkulationsleitung (Zir
kulation), mit einer in die Abscheidekammer mündenden Aufreißlei
tung (Aufreißen der Fettschicht) und mit einer Ablaufleitung (Ent
leeren) verbindbar ist, wobei die Leitungen an eine gemeinsame, an
eine Druckleitung der Pumpe angeschlossene Mehrstellungs-Steuervor
richtung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung einen Trägerteil (24) aufweist, in dem die Mün
dungen (26, 28, 30) der drei Zirkulations-, Aufreiß- und Ablauflei
tungen (25, 27, 29) nebeneinander vorgesehen sind, und daß die
Druckleitung (12) der Pumpe (6) mit ihrer Mündung (14) quer über
die Mündungen (26, 28, 30) der drei Leitungen und wahlweise in
eine dichtende Ausrichtung mit jeder Mündung (26, 28, 30) der drei
Leitungen (25, 27, 29) bewegbar ist.
2. Fettabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ei
ne von außerhalb betätigbare Stellvorrichtung (10) zum Bewegen der
Mündung (14) der Druckleitung (12) über die drei Mündungen (26,
28, 30) vorgesehen ist.
3. Fettabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stellvorrichtung (10) ein im Lagerungsbereich (9) am Rohr (7) an
greifender Hebel ist.
4. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, wo
bei die Schlammfangkammer und die Abscheidekammer in einem Be
hälter untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr
(7) mit der Pumpe (6) und dem Druckrohr (12) am Behälter (2) um
eine vertikale Achse (37) drebbar ist, und daß die Mündungen (26,
28, 30) der drei Leitungen (25, 27, 29) in einem Kreisbogen mit der
Achse (37) als Mittelpunkt angeordnet sind.
5. Fettabscheider nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Trägerteil (24), in dem die Mündun
gen (26, 28, 30) der drei Leitungen (25, 27, 29) eingelagert sind,
von einer Platte mit einer ebenen Fläche gebildet ist, welche senk
recht zur Achse (37) ausgerichtet liegt.
6. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Fläche, in der die Mündungen (26,
28, 30) der drei übereinanderliegenden Leitungen (25, 27, 29) ein
gelagert sind, ein Zylindermantelabschnitt mit der Achse (37) als
Zylinderachse ist.
7. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das Rohr (7) in einer abgedichteten Dreh
halterung (11) im Deckel (3) des Behälters (2) sitzt, und daß bei
der Drehhalterung (11) formschlüssige Glieder (44 a, 44 b, 44 c) zum
Festlegen des Rohres (7) in drei unterschiedlichen, vorbestimmten
Drehpositionen vorgesehen sind, wobei das Rohr (7) in jeder vorbe
stimmten Drehposition tiefer sitzt als zwischen den Drehpositionen und
dabei eine Abdichtung zwischen einer der drei Mündungen (26, 28,
30) der Leitungen (25, 27, 29) und der Mündung (14) des Druckroh
res (12) aufrechterhält.
8. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß jede der drei Mündungen (26, 28, 30) als
erweiterter, vorzugsweise trichterförmiger Sitz (41) für die mit einer
Verdickung (39) ausgebildete Mündung (14) des Druckrohres (12)
ausgebildet ist.
9. Fettabscheider nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
drei Mündungen (26, 28, 30) in einer Führungsfläche (38) für die
Mündung (14) des Druckrohres (12) als Vertiefungen ausgebildet
sind.
10. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsfläche (38) an dem win
kelförmig ausgebildeten Verteilerteil (24) angeordnet ist, der die
Mündungen (26, 28, 30) enthält und an der Trennwand (16) zwi
schen der Schlammfangkammer (A) und der Abscheidekammer (B)
oben angebracht ist, und daß das Druckrohr (12) als Steigrohr mit
einem 180°-Knie (13) am oberen Ende ausgebildet ist und von oben
über den Verteilerteil (24) greift.
11. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckrohr (12) im Bereich des
Knies (13) oder der Mündung (14) mit wenigstens einer Strebe (15)
am Rohr (7) drehfest abgestützt ist.
12. Fettabscheider, insbesondere nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 11, wobei in der Abscheidekammer eine zum Entleeren des
Fettabscheiders betätigbare Vorrichtung zum Aufreißen einer abge
schiedenen Fettschicht angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufreißleitung (29) eine Versorgungsleitung (31, 31 a) für eine
Vielzahl in der Abscheidekammer (B) unterhalb des Oberflächenni
veaus der Fettschicht (22) angeordneter Sprühdüsen (32) ist, die
mit ihren Sprühstrahlen (36) die Fettschicht (22) aufreißen.
13. Fettabscheider nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Versorgungsleitung (31 a) nahe den Behälterlängswänden (34) und
nahe der Trennwand (18) oberhalb der Fettschicht (22) verläuft und
an der Behälterwand (34) lösbar z. B. mit Rasthalterungen (35) fest
gelegt ist.
14. Fettabscheider nach den Anprüchen 12 und 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß von der Versorgungsleitung (31, 31 a) in Abständen
Stichleitungen (32) nach unten und zwar geringfügig unterhalb der
Oberkante der Trennwand (16) abzweigen, deren jede wenigstens ei
ne um eine annähernd vertikale Achse verdrehbare Sprühdüse (33)
trägt.
15. Fettabscheider nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sprühdüsen (33) Breit- oder Fächerstrahldüsenöffnungen mit an
nähernd horizontaler Strahlrichtung zum Erzeugen waagrechter Flach
strahlen (36) aufweisen.
16. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitung (31, 31 a) an
eine Sprühwasserquelle, vorzugsweise für erhitztes Sprühwasser, an
schließbar ist.
17. Fettabscheider nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Trennwand (16) zwischen der
Schlammfangkammer (A) und der Abscheidekammer (B) ein in Rich
tung Abscheidekammer (b) selbsttätig schließender Klappenverschluß
(47) vorgesehen ist.
18. Fettabscheider, insbesondere nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abscheidekammer
(B) im Abstand von der als Überlaufschwelle ausgebildeten Trenn
wand (16) eine unterströmbare Wand (17) vorgesehen ist, daß der
Ablauf (21) von der Abscheidekammer (B) durch eine unterströmbare
Wand (19) getrennt ist, und daß zwischen den Wänden (17, 19) eine
obenliegende Strömungsberuhigungszone gebildet ist.
19. Fettabscheider, insbesondere nach wenigtens einem der Ansprü
che 1 bis 18, wobei der Boden des Fettabscheiderbehälters zur Pum
pe hin geneigt verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (23)
des Behälters (2) zumindest in der Abscheidekammer (B) eine mecha
nische Austragevorrichtung (42) mit Transportrichtung zur Pumpe (7),
vorzugsweise ein förderbandartiger Kratzförderer, vorgesehen ist.
Priority Applications (4)
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| DE19873708557 DE3708557A1 (de) | 1987-03-17 | 1987-03-17 | Fettabscheider |
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- 1987-03-17 DE DE19873708557 patent/DE3708557A1/de not_active Ceased
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- 1988-03-10 AT AT88103782T patent/ATE57975T1/de active
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