DE3706002A1 - Vorrichtung zum zerkleinern, mischen, kneten und schlagen von gut - Google Patents
Vorrichtung zum zerkleinern, mischen, kneten und schlagen von gutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern,
Mischen, Kneten und Schlagen von Gut,
bei der in einem Behälter mit einem abnehmbaren
Deckel ein in Drehung angetriebenes, scheibenförmiges
Zerkleinerungswerkzeug in Achsrichtung
des Behälters hin- und herbewegbar ist.
Vorrichtungen der genannten Art sind aus der
Praxis bekannt. Sie erlauben es nur, den Inhalt
eines Behälters zu behandeln, der stationär ist
und an der Arbeitsstelle des Zerkleinerungswerkzeugs
befüllt und entleert werden muß. Damit geht
eine vergleichsweise komplizierte Leitungsführung
anher, und die Bedienung der bekannten Vorrichtungen
wird erschwert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine im Aufbau unaufwendige,
leicht zu beschickende und entleerende
Vorrichtung der genannten Art anzugeben, die ein
taktweises Zerkleinern, Mischen, Kneten und Schlagen
von Gut ermöglicht, wobei andere Arbeitsgänge
zwischengeschaltet sein können, ohne daß das Gut den
Behälter verläßt oder die Vorrichtung ihre Arbeit
unterbricht.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der genannten
Art dadurch gelöst, daß in einer Revolveranordnung
an einem drehbar gelagerten Tragteil mehrere Behälter
angebracht sind, von denen durch Drehung des Tragteils
der Reihe nach jeweils eine in den Arbeitsbereich
des Zerkleinerungswerkzeugs bringbar ist.
Die erfindungsgemäße Revolveranordnung der Behälter
erlaubt es, die Behälter im Abstand von dem Arbeitsbereich
des Zerkleinerungswerkzeugs zu befüllen und
zu entleeren, sowie ihren Inhalt zu inspizieren
und verschiedensten anderen Arbeitsvorgängen zu
unterwerfen. Weiter können vorteilhafterweise
Pausen in der Bearbeitung eingelegt werden, ohne
daß das Gut den jeweiligen Behälter verläßt. Da
die Vorrichtung bis auf den Taktwechsel der Revolveranordnung
kontinuierlich arbeitet, erreicht
man einen hohen Durchsatz an zu behandelndem Gut.
Bei alledem ist der apparative Aufbau der Vorrichtung
einfach, und sie ist kompakt und robust
und für sich allein sowie in Kombination
mit anderen Aggregaten sehr flexibel einsetzbar.
Eine bevorzugte Bauform der Vorrichtung hat zwei
Behälter an einem als Tragteil dienenden Revolverarm.
Im Betrieb befindet sich dadurch stets ein
Behälter im Arbeitsbereich des Zerkleinerungswerkzeugs,
und der andere Behälter nicht. Das gibt die
Möglichkeit, den zweiten Behälter zu beschicken
und zu entleeren, oder zusätzlich zu dem Zerkleinerungswerkzeug
eine zweite Arbeitsstation zu
installieren, wie dies für viele praktische Anwendungen
wünschenswert ist.
Auf dem Tragteil der Behälter kann ein Drehantrieb
arbeiten. Weiter sieht man vorteilhafterweise eine
Einrichtung zur Positionserfassung des Tragteils
vor, insbesondere in Form eines optischen oder pneumatischen
Sensors. Man kann so den Taktwechsel der
Revolveranordnung automatisieren, und insbesondere
mit einer geeigneten Zeitsteuerung kombinieren, wobei
Betriebsstörungen weitgehend ausgeschlossen sind.
Das Tragteil der Behälter kann um eine Stange drehen,
die zugleich zur Führung des Zerkleinerungswerkzeugs
in Achsrichtung dient. Die Stange hat damit eine die
Konstruktion vereinfachende, materialsparende
Doppelfunktion. In einer bevorzugten Bohrform sieht
man zwei an einem Rahmengestell befestigte, parallele
Führungsstangen vor, auf denen ein in hin-
und hergehender Bewegung angetriebener Schlitten
läuft, an dem eine das Zerkleinerungswerkzeug tragende
Welle drehbar und axial fest angeordnet ist.
Man erreicht so in konstruktiv unaufwendiger Weise
eine präzise Parallelführung des Schlittens, der
die in Achsrichtung des Behälters erfolgende Hin-
und Herbewegung des Zerkleinerungswerkzeugs bewirkt,
und verwendet zugleich eine der Parallelführungsstangen
als Achse der Revolveranordnung.
Der Schlitten kann einen Motor tragen, der die das
Zerkleinerungswerkzeug tragende Welle treibt. Insbesondere
kommt ein Hydraulikmotor in Betracht.
Weiter kann an dem Schlitten ein zwischen Motor
und Welle eingeschaltetes Getriebe vorgesehen sein.
In einer bevorzugten Bauform der Vorrichtung gibt
es nur einen Deckel für alle Behälter der Revolveranordnung.
Dieser Deckel verschließt denjenigen
Behälter, in dem das Zerkleinerungswerkzeug arbeitet.
An der anderen oder den anderen Stationen der Revolveranordnung
sind die Behälter dagegen offen, so
daß man sie bequem beschicken bzw. ihren Inhalt
kontrollieren kann. Erforderlichenfalls können aber
natürlich auch hier die Behälter mit geeigneten
Deckeln verschlossen werden.
Die Erfindung sieht eine starre Verbindung des im
Arbeitsbereich des Zerkleinerungswerkzeugs befindlichen
Deckels mit dem Rahmengestell der Vorrichtung
vor. Die Anordnung ist so gewählt, daß der Deckel
durch einfaches Drehen der Revolveranordnung in
Schließstellung auf den Behälter kommt, in dem das
Zerkleinerungswerkzeug arbeiten soll. Letzteres
muß hierzu während einer Drehung der Revolveranordnung
unter die Berührebene von Behältern und
Deckel zurückweichen, wozu der Deckel eine Ausnehmung
aufweist, die geeignet ist, das dahin versenkt
zu liegen kommende Zerkleinerungswerkzeug
aufzunehmen.
Die Behälter können an ihrem oberen Rand einen
Flansch haben, der an seiner dem Deckel zugewandten
Oberseite eine Ringdichtung trägt, und der Deckel
kann eine mit der Ringdichtung zusammenarbeitende
Dichtfläche haben. Diese Anordnung ist besonders
vorteilhaft für eine Bauform, bei der die Revolveranordnung
der Behälter um eine vertikale Achse dreht
und das Zerkleinerungswerkzeug von oben in die Behälter
einfährt. Man benötigt zwar für jeden Behälter
eine eigene Ringdichtung, die sich aber im
Betrieb keinesfalls vom Behälter lösen kann, sodaß
eine stets einwandfreie Abdichtung gewährleistet ist.
Am Boden der Behälter kann sich eine Ausgabeöffnung
befinden, die insbesondere die ganze Behältergrundfläche
einnehmen und von einem Deckel beispielsweise
in Gestalt einer schwenkbar angebrachten Klappe verschlossen
sein kann. Diese Bauform gewährleistet
eine bequeme Entleerung der insbesondere zylindrischen
Behälter, für die man beispielsweise mit einem Auswurfkolben
durch die Behälter fahren kann. Die schwenkbare
Anordnung des Klappdeckels gewährleistet in vorteilhafter
Weise eine unverlierbare Verbindung zwischen
Behälter und Deckel, und sie erlaubt es, auch das
Entleeren der Behälter problemlos zu automatisieren.
Die schwenkbare Klappe kann mit aufgesteckten Klammern
in ihrer Schließstellung gehalten werden. Diese Form
der Befestigung hält auch einem hohen Innendruck in
den Behältern problemlos stand.
Das Zerkleinerungswerkzeug kann aus zwei axial
hintereinanderliegenden, bis an die Innenwand der Behälter
reichenden Scheiben bestehen, die scharfkantige
Durchbrüche aufweisen, wobei letztere durch eine relative
Drehverstellung der Scheiben ganz oder teilweise
abdeckbar sind. Diese Bauform ermöglicht es,
Stoffe verschiedenster Konsestenz und Viskosität zu
vermischen, zu kneten, aufzuschlagen, zu beschäumen
und zu verkleinern. Beim Schlagen oder Beschäumen
einer Masse, die anfangs noch relativ dünnflüssig ist,
läßt sich durch relatives Verdrehen der beiden Scheiben
der Querschnitt der Durchbrüche im Lauf der Beschäumung
vergrößern, um dem sich erhöhenden Reibungswiderstand
Rechnung zu tragen. Werden dagegen festere
Massen behandelt, z. B. feste Teile in Flüssigkeit o.
dgl. eingebracht, die geschmeidig geschlagen oder geknetet
werden sollen, ist die Verstellung der Druchbrüche
umgekehrt vorzunehmen, indem man mit großem
Durchtrittsquerschnitt beginnt und diesen während des
Arbeitsgangs sukzessive verkleinert.
Die dem Behälterinnern zugekehrte Stirnfläche des
Zerkleinerungswerkzeugs kann mit Zähnen, Schneiden o.
dgl. besetzt sein. Diese Bauform ermöglicht es, auch
größere Teile fester Substanz in einem fräsenden
Arbeitsgang zu zerhacken und vorzuzerkleinern, bis das
Gut die Durchbrüche in den beiden Scheiben des Zerkleinerungswerkzeugs
passieren kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in
den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Teilweise schematische zeigen:
Fig. 1 die perspektivische Ansicht einer
Vorrichtung zum Zerkleinern, Mischen,
Kneten und Schlagen von Gut mit einer
Revolveranordnung für zwei Behälter und
einem an einer der Revolverstationen arbeitenden
Zerkleinerungswerkzeugs;
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung
entlang einer Mittelebene, die eine Achse
der Revolveranordnung und eine das Zerkleinerungswerkzeug
tragende Welle gleichermaßen
trifft;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit
Blick in Richtung III von Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach
IV-IV von Fig. 2;
Fig. 5
undFig. 6 Schnitte durch den Boden eines Behälters
der Vorrichtung nach V-V bzw. VI-VI
von Fig. 4;
Fig. 7 teilweise im Längsschnitt ein mögliches
Zerkleinerungswerkzeug der Vorrichtung.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung hat einen im
wesentlichen quaderförmigen Grundrahmen, auf den
eine Giebelkonstruktion aufbaut. Der Grundrahmen
weist zwei gleiche Seitenteile auf, die jeweils aus
einem Rechteckrahmen mit einem unteren Längsbalken
10, einem dazu parallelen oberen Längsbalken 12, sich
senkrecht zu den Längsbalken 10, 12 erstreckenden
seitlichen Querbalken 14 und einem mittleren Querbalken
16 aufgebaut sind. Die Seitenteile stehen
bei vertikaler Orientierung der Querbalken 14, 16 mit
ihren unteren Längsbalken 10 auf dem Boden auf und
sind am Ende der oberen Längsbalken 12 mit Streben 18
zu einer Quaderstruktur verbunden. An einem der unteren
Längsbalken 10 setzt am Fußpunkt des mittleren Querbalkens
16, der im Zentrum der Vorrichtung liegt, eine
Bodenstrebe 20 von einiger Länge an, die sich parallel
zu den Streben 18 erstreckt und auf dem Boden zu liegen
kommt. Vom freien Ende der Bodenstrebe 20 steht in
vertikaler Anordnung parallel zu den mittleren Querbalken
16 ein Außenbalken 22 auf, der in etwa auf die
Höhe der oberen Längsbalken 12 und Streben 18 reicht.
Letztere bilden einen horizontalen Rechteckrahmen, der
eine Mittelebene der Vorrichtung darstellt. Auf diese
baut die Giebelstruktur mit Giebelstreben 24 auf, die an
den Ecken der oberen Längsbalken 12 ansetzen und in der
Ebene der Längsbalken 10, 12 aufeinander zulaufen, sodaß
sich bei Blick auf die Längsseite ein Trapezprofil ergibt.
Das ganze beschriebene Rahmengestell ist aus
Vierkantrohr aufgebaut.
Die oberen kurzen Trapezschenkel der Giebelstruktur sind
mit einem Joch 26 verbunden. An diesem sind zwei rahmenfeste
Führungsstangen 28 befestigt, die an den oberen
Längsbalken 12 fußen. Die Führungsstangen 28 erstrecken
sich parallel zueinander in der Quermittelebene der
Vorrichtung. Auf den Führungsstangen 28 sitzt ein Schlitten
30 auf, der bei Blick von der Querseite der Vorrichtung
her eine im wesentlichen schmetterlingsförmige
Gestalt hat. Der Schlitten 30 ist mit Führungsbuchsen 32
auf die Führungsstangen 28 aufgezogen, an denen entlang
er in Vertikalrichtung axial hin- und herbeweglich
angebracht ist. Im Mittelbereich des Schlittens 30 befindet
sich eine parallel zu den Führungsstangen 28
nach unten ragende Welle 34, die ein in Fig. 1 nicht
erkennbares Zerkleinerungswerkzeug trägt.
Der Schlitten 30 ist also mittels eines Hydraulikzylinders
36 mit über die Welle 34 einschaltbarem
Getriebe antreibbar.
Zwischen den oberen Längsbalken 12 des Rahmengestells
erstreckt sich im Mittelbereich der Vorrichtung eine
Platte 38. Die Welle 34 ist durch die Platte 38 hindurchgeführt.
Das an der Welle 34 sitzende Zerkleinerungswerkzeug
arbeitet in einem kreiszylindrischen Behälter 40
unterhalb der Platte 38, wobei es mittels des Hydraulikmotors
54 in Drehung angetrieben ist und durch axiale Hubbewegung
des Schlittens 30 mittels Hydraulikzylinders 36 eine in Achsrichtung
des Behälters hin- und hergehende Bewegung vollführt.
Der Behälter 40 gehört zu einer Revolveranordnung mit
zwei Behältern 40, 42. Man erkennt in Fig. 1 einen
Revolverarm 44, der beide Behälter 40, 42 im Bereich
ihres oberen Rands haltert. Der Revolverarm 44 dreht
um eine Mittelachse, die von einem Abschnitt der im
Zentrum der Vorrichtung befindlichen Führungsstange 28
gebildet wird. Die Führungsstange 28 ragt dazu durch den
entsprechenden oberen Längsbalken 12 hindurch nach unten.
Der mit der Führungsstange 28 fluchtende mittlere Querbalken
16 ist entsprechend verkürzt und bildet ein Auflager
für den Revolverarm 44. Durch Drehung des Revolverarms
44 wird wahlweise der eine oder der andere
Behälter 40, 42 in den Arbeitsbereich des Zerkleinerungswerkzeugs
gebracht. Der nicht im Arbeitsbereich befindliche
Behälter kommt oberhalb der Bodenstrebe 20
zwischen dem mittleren Querbalken 16 und dem Außenbalken
22 zu liegen. Die Vorrichtung ist damit schwerpunktsmäßig
ausgeglichen und standfest, und der Behälter
42 wird von dem Außenbalken 22 gestützt. Der Behälter 42
ist offen und von oben her frei zugänglich, sodaß man
ihn leicht beschicken und seinen Inhalt gut kontrollieren
kann.
Fig. 2 und Fig. 3 entnimmt man weitere Einzelheiten
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. So hat der Hydraulikzylinder
36 an seinem der Welle 34 zugewandten Ende einen Anschlagkörper
46, der nicht durch die Öffnung 48 in dem
Joch 26 hindurchpaßt und mit einer Schulter 50 auf die
Unterseite des Jochs 26 trifft. Hierdurch wird die
axiale Hubbewegung des Schlittens 30 nach oben begrenzt.
Gleitlager 52 in den Führungsbuchsen 32 des Schlittens 30
sorgen für einen reibungsarmen Lauf. An dem Schlitten 30
ist ein Getriebe angeordnet, das zwischen Hydraulikzylinder
36 und die Welle 34 eingeschaltet ist. 56 ist ein
antriebsseitiges Ritzel, und 58 ein abtriebsseitiges Großrad
des Getriebes.
Die Welle 34 ist abgedichtet durch die gehäusefeste
Platte 38 der Vorrichtung hindurchgeführt. Sie trägt
ein scheibenförmiges Zerkleinerungswerkzeug 60, das
unter Wahrung eines kleinen Laufspalts dicht an die
Innenwand des Behälters 42 reicht. Fig. 2 zeigt das
Zerkleinerungswerkzeug 60 weitest möglich aus dem Behälter
42 ausgefahren. Der Schlitten 30 befindet sich
also an der oberen Endlage seines Hubs. Das Zerkleinerungswerkzeug
60 kommt dabei in einem zylindrischen
Stutzen 62 zu liegen, der in koaxialer Anordnung
bezüglich der Welle 34 starr mit der Platte
38 verbunden ist. Der Durchmesser des Stutzens 62
entspricht dem der Behälter 40, 42. An seinem freien
unteren Ende hat der Stutzen 62 einen radial nach außen
abstehenden Flansch 64, dessen Unterseite eine Dichtfläche
bildet. Radial nach außen abstehende Flansche 66
befinden sich auch am oberen Rand der Behälter 40, 42.
Sie liegen auf dem Revolverarm 44 auf, der passende
Öffnungen zum Einsetzen der Behälter 40, 42 hat, die so
hängend von dem Revolverarm 77 getragen werden. An der
Oberseite der Flansche 66 befindet sich in einer umlaufenden
Nut ein Dichtring 68. Dieser kommt mit der
Dichtfläche am Flansch 64 des Stutzens 62 in abdichtende
Anlage. Der sich im Arbeitsbereich des Zerkleinerungswerkzeugs
60 befindliche Behälter 40 wird so unter Abdichtung
verschlossen, während der andere Behälter 42
oben offen ist. Das Verschlußteil in Gestalt des Stutzens
62 mit dem Flansch 64 ist mit dem Rahmengestell der
Vorrichtung starr verbunden. Vor einem Wechsel der Behälter
40, 42 durch Drehung des Revolverarms 44 wird
das Zerkleinerungswerkzeug 60 in die Position der Fig. 2
zurückgezogen, wobei es in dem Stutzen 62 vollständig
versenkt zu liegen kommt. Bei Drehung des Revolverarms 44
kommt so der Behälter 42 frei, und der unter das Zerkleinerungswerkzeug
60 wechselnde Behälter kommt mit dem
Verschlußteil in abdichtende Anlage.
Die Bewegungen des Revolverarms 44 werden von einer
Positioniereinrichtung erfaßt, zur der Hydrauliksensoren
70 gehören. Es handelt sich dabei um Taster, bzw. um Hydraulikzylinder,
die eine geeignete Struktur am Revolverarm
44 erfassen, beispielsweise in Gestalt einer Konusbohrung
72, die sich in den Arbeitsstellungen des Revolverarms
44 oberhalb eines Sensors 70 befindet.
Bezugnehmend auf Fig. 4 bis 6, sind die Behälter 40,
42 unten mit einem Klappdeckel 74 verschlossen, der an
einem Scharnier mit Schwenkantrieb 76 gelenkig angebracht
ist. Die Behälter 40, 42 haben am unteren Rand ihres
Zylindermantels einen radial nach außen abstehenden Flansch
78, der das Scharnier 76 trägt. In Schließstellung (vgl.
Fig. 2 und 3) kommt der Klappdeckel 74 über seinen vollen
Umfang mit dem Flansch 78 zur Anlage. Er wird mit Klammern
80 gesichert, die Bügelform haben und sowohl den Flansch 78,
als auch den Klappdeckel 74 umgreifen. Die Klammer 80
werden radial von außen in der Weise befestigt, daß 50%
der Klammer am Behälter und 50% unten am Deckel angebracht
sind. Der Deckel wird durch den Schwenkantrieb eingezogen
und dichtet ab. Sie haben in Steckrichtung schräg abfallende
Flanken 82, die beim Aufstecken eine elastische Verformung
der Klammern 80 bewirken, wodurch deren Haltekraft aufgebracht
wird. Man setzt die Klammern 80 vorzugsweise so,
daß die Flanken 82 teils oben, und teils unten zu liegen
kommen (vgl. Fig. 5 und 6).
Fig. 7 zeigt ein bevorzugtes Zerkleinerungswerkzeug 60
gemäß der Erfindung. Es besteht aus zwei Scheiben 84, 86,
die axial unmittelbar hintereinander zu liegen kommen
und scharfkantige Durchbrüche 88 aufweisen. Letztere haben
die Gestalt von Konusbohrungen, die sich zur Berührfläche
der Scheiben 84, 86 fluchten. Die Scheiben 84, 86 sind
an koaxialen Achsen 90 befestigt, die es erlauben, die
Scheiben 84, 86 relativ zueinander zu verdrehen. Die Durchbrüche
88 kommen dadurch ganz oder teilweise aus der
Flucht, sodaß die Möglichkeit besteht, den Durchtrittsquerschnitt
von Öffnungen in dem Zerkleinerungswerkzeug 60
zu verstellen. Die dem Behälterinnern zugekehrte Stirnfläche
des Zerkleinerungswerkzeugs 60 ist mit Zähnen,
Schneiden 92 o. ä. besetzt.
Der in dieser Offenbarung verwendete Ausdruck
"Zerkleinerungswerkzeug" betrifft ein Werkzeug zum
Zerkleinern und/oder Mischen und/oder Kneten und/
oder Schlagen von Gut.
- Liste der Bezugszeichen
10 unterer Längsbalken
12 oberer Längsbalken
14 seitlicher Querbalken
16 mittlerer Querbalken
18 Strebe
20 Bodenstrebe
22 Außenbalken
24 Giebelstrebe
26 Joch
28 Führungsstange
30 Schlitten
32 Führungsbuchse
34 Welle
36 Hydraulikzylinder
38 Platte
40, 42 Behälter
44 Revolverarm
46 Anschlag
48 Öffnung
50 Schulter
52 Gleitlager
54 Hydraulikmotor
56 Ritzel
58 Großrad
60 Zerkleinerungswerkzeug
62 Stutzen
64, 66 Flansch
68 Dichtring
70 Hydrauliksensor
72 Bohrung
74 Klappdeckel
76 Scharnier
78 Flansch
80 Klammer
82 Flanke
84, 86 Scheibe
88 Durchbruch
90 Achse
92 Zahn, Schneide
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Zerkleinern, Mischen, Kneten und
Schlagen von Gut, bei der in einem Behälter mit
einem abnehmbaren Deckel ein in Drehrichtung angetriebenes,
scheibenförmiges Zerkleinerungswerkzeug
in Achsrichtung des Behälters hin- und herbewegbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Revolveranordnung an einem drehbar gelagerten
Tragteil (44) mehrere Behälter (40, 42) angebracht
sind, von denen durch Drehung des Tragteils
(44) der Reihe nach jeweils eine in den Arbeitsbereich
des Zerkleinerungswerkzeugs (60) bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Anordnung von zwei Behältern
(40, 42) an einem als Tragteil (44) dienenden
Revolverarm.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein auf das Tragteil (44) arbeitender Drehantrieb
vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung zur Positionserfassung des Tragteils
(44) vorgesehen ist, insbesondere in Form eines
Hydrauliksensors (70) mit Bohrung (72).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragteil (44) um eine Stange (28) dreht, die zugleich
zur Führung des Zerkleinerungswerkzeugs (60) in
Achsrichtung dient.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie ein Rahmengestell mit zwei parallelen
Führungsstangen (28) hat, auf denen ein in hin-
und hergehender Bewegung angetriebener Schlitten
(30) läuft, an dem eine das Zerkleinerungswerkzeug
(60) tragende Welle (34) drehbar und axial fest angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (30) einen die Welle treibenden
Motor, insbesondere einen Elektromotor vorzugsweise
mit Hydraulikzylinder (36) trägt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (30) mittels eines Hydraulikzylinders
(36) mit über die Welle (34) einschaltbarem Getriebe antreibbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger Deckel für die Behälter (40, 42)
vorgesehen ist, der denjenigen Behälter (40) verschließt,
in dem das Zerkleinerungswerkzeug (60)
arbeitet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel mit dem Rahmengestell starr verbunden
ist und eine Ausnehmung aufweist, die geeignet
ist, das darin versenkt zu liegen kommende
Zerkleinerungswerkzeug (60) aufzunehmen.
Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Behälter (40, 42) am oberen Rand einen
Flansch (66) haben, der an seiner dem Deckel zugewandten
Oberseite eine Ringdichtung (68) trägt,
und daß der Deckel eine mit der Ringdichtung (68)
zusammenarbeitende Dichtfläche hat.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich am Boden der Behälter (40, 42) eine Ausgabeöffnung
befindet, die insbesondere die ganze
Behältergrundfläche einnehmen und von einem
Deckel beispielsweise in Gestalt einer schwenkbar
angebrachten Klappe (74) verschlossen sein
kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klammern (80) radial von außen befestigt
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zerkleinerungswerkzeug (60) aus zwei axial
hintereinander liegenden, bis an die Innenwand der
Behälter (40, 42) reichenden Scheiben (84, 86) besteht,
die scharfkantige Durchbrüche (88) aufweisen,
wobei letztere durch eine relative Drehverstellung
der Scheiben (84, 86) ganz oder teilweise
abdeckbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Behälterinnern zugekehrte Stirnfläche
des Zerkleinerungswerkzeugs (60) mit
Zähnen, Schneiden (92) o. dgl. besetzt ist.
Priority Applications (1)
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