DE2701799C2 - Mischer - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Mischer nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Ein derartiger Mischer ist aus der US-PS 36 02 486 bekannt, bei dem das untere Ende der Mischschneckenwelie
mittels der Krcuzkupplung mit einer kurzen vertikalen Welle verbunden ist, welche in radiale und axiale
Kräfte aufnehmenden Lagern gelagert ist, die in einem fest unterhalb des Mischbehälterbodens vorgesehenen
Lagergehäuse angeordnet sind. Die Kreuzkupplung befindet sich dabei oberhalb des Behälterbodens in dem
zu mischenden Material. Da die Kupplung während des Betriebs des Mischers eine gleichermaßen pumpende
Bewegung ausfühn, kann dadurch das zu verarbeitende Material je nach Beschaffenheit beschädigt werden. Zugleich
verschleißt die Kupplung und Verschleißteilchen oder Schmiermittel können das Produkt verschmutzen.
Die Kreuzkupplung kann auch nicht unterhalb des Behäiterbodens angeordnet werden, da dann die Abdichtung
zwischen Boden und Lagergehäuse, und zwar wegen der Schwenkbewegung der Schneckenwelle am Boden,
Schwierigkeiten bereitet.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Mischer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, dessen
Kreuzkupplung derart angeordnet ist, daß sie nicht mit dem zu mischenden Material in Berührung gelangt.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Kapazität des Mischbehälters ist dadurch gesteigert, daß die Kreuzkupplung darauf entfernt ist, bzw.
könnte der Mischbehälter kurzer ausgeführt werden bei gleichbleibender Kapazität. Trotz des Unterbringen
der Kreuzkuppl'ing unterhalb des Bodens ist die Höhe des Unterstützungsteils unterhalb des eigentlichen Behälters
nicht größer geworden, dadurch daß das Lagergehäuse in die Kreuzkupplung aufgenommen ist. Ein
weiterer Vorteil ist, daß die Unterstützungskraft der Mischschneckenwelle ausschließlich axial von dieser
Welle aufgenommen wird, während bei der bekannten Konstruktion infolge der Vertikalstellung der Mischschneckenwelle
auch eine radiale Komponente auftritt. Der Dichtungskörper ist fest mit der Mischchneckenwelle
verbindbar, so daß er sich mit dieser mitdreht. 1Jm jedoch den Verschleiß des Dichtungsringes stark zu vermindern,
empfiehlt es sich, wenn das Teil mit dem Dichtungskörper als obere Fläche fest am genannten Lagergehäuse
im Kreuzkupplungsbolzen befestigt ist, dabei zugleich als Stopfbüchse um die Mischschneckenwelle
dient und mit einem sich auf die Stopfbüchse anschließenden offenen Raum versehen ist, welcher an der Unterseite
des Dichtungskörpers mit dem Inneren des Gehäuseteils des Mischers unterhalb des Mischbehälters in
Verbindung steht.
Dringt trotz der Dichtungsmaßnahmen einmal Material durch die Stopfbuchse hindurch, so kommt es dabei
in den offenen Raum unterhalb des Dichtungskörpers und kann in den Unterstützungsgehäuseteil des Mischers
wegfallen. Es wird nicht über schmale Schlitze zu den Lagern im Lagergehäuse transportiert, W2s der Fall
sein würde, wenn das Lagergehäuse sich unmittelbar an die Stopfbuchse anschlösse.
Die genannte Wirkung wird noch verbessert, wenn zwischen der Stopfbüchse und dem Lagergehäuse quer
zur Mischschneckenwelle ein Schleuderblech befestigt ist.
Material, das durch die Stopfbuchse oder durch den
Dichtungsring mit dem Dichtungskörper hindurch in den Gehäuseteil kommt, sammelt sich an dessen Boden
und kann von Zeit zu Zeit durch Lösen des Bodens oder eines Deckels darin entfernt werden. Vorzugsweise ist
der Gehäuseteil des Mischers unterhalb des Mischbehälters an der Unterseite mit einem oder mehreren
Durchfallöffnungen für das Material versehen. Hierbei findet der Ausstoß dann selbstständig statt. An der Menge
des durchgefallenen Materials läßt sich dabei gleichzeitig ablesen, wie gut oder schlecht die Dichtungen
funktionieren.
b5 Es ist bekannt, daß zur Verbesserung der Dichtung
sowohl für den Dichtungsring beim Dichtungskörper, als auch für die Stopfbüchse eine Spülung in Spülkanälen
mittels Luft, Wasser oder eines anderen Druckme-
11 ül 799
diums vorgesehen werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, in welcher ein Ausführungsbeispiel
des Gegenstandes der Erfindung dargestellt ist. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht des Mischers,
Fig.2 einen Mittellängenschnitt durch den unteren Gehäuseteil des Mischers und
F i g. 3 einen Teilschnitt gemäß einer Ebene senkrecht zu der Ebene von F i g. 2.
Der in F i g. 1 dargestellte Mischer weist einen kegeligen Mischbehälter 1 auf, in welchem eine Mischschnekkenwelle
3 parallel zur darstellenden Linie des Mischbehälters 1 gelagert montiert ist. Das Schneckenblatt 4 ist
schematisch strichpunktiert dargestellt. Der Mischbehälter 1 hat einen oberen Antrieb 5 mit einer nicht dargestellten
vertikalen Ausgangswelle, welche mittels gleichfalls nicht dargestellten Kegelrädern, welche im
Gehäuse S aufgenommen sind, mit einem Schwenkarm 7 verbunden ist, welcher im Gehäuse 6 und mit dem anderen
Ende in einem Übertragungskopf 8 gelagert ist. Der Schwenkarm 7 verläuft radial im Mischbehälter 1. Im
Übertragungskopf 8 befindet sich eine andere kegelige Übertragung mittels welcher der Schwenkarm 7 mit
einer Welle 9 gekuppelt ist. Die Welle 9 ist über eine Klauenkupplung 10 mit der Mischschneckenwelle 3 verbunden.
Der Antrieb ist derart, daß der Schwenkarm 7 rotierend um die Behälterachse antreibbar ist und zugleich
die Mischschneckenwelie 3 um ihre eigene Achse antreibbar ist
Das untere Ende der Mischschneckenwelle 3 ist in einer Kreuzkupplung 11 gelagert, welche in einem unteren
Gehäuseteil 12 des Mischbehälters 1 montiert und aufgenommen ist. Die Konstruktionsbesonderheiten
der Lagerung des unteren Endes der Mischschneckenwelle 3 sind in F i g. 2 und 3 dargestellt.
Die Kreuzkupplung 11 besteht aus einem ersten ring-
oder halbringförmigen Kreuzkupplungsteil 13, welcher im Gehäuseteil 12 mittels horizontaler Drehbolzen 14
gelagert ist, von denen einer in F i g. 3 dargestellt ist. Die Drehbolzen 1A liegen einander im Gehäuseteil 12 diametral
gegenüber und sind mit Schrauben an der Gehäusewand befestigt. Der zweite Kreuzkupplungsteil 15
ist mittels zweier einander diametral gegenüber liegenden Drehbolzen 16 im ersten Teil 13 der Kreuzkupplung
11 gelagert. Die Bolzen 16 sind in der dargestellten Ausführung
jeder mittels einer Schraube fest im Kreuzkupplungsteil 15 befestigt und weisen eine gemeinsame
Mittellinie auf, welche senkrecht zur gemeinsamen Mittellinie der Bolzen 14 steht. Diese Mittellinien schneiden
einander im Mittelpunkt ?7 der Kreuzkupplung 11.
Im Kupplungsteil 15 ist die Mischschneckenwelle 3 derart gelagert, daß ihre Mittellinie gleichfalls durch den
Mittelpunkt 17 der Kreuzkupplung 11 verläuft. Die Mischschneckenwelle 3 ist mittels eines Rollenlagers 18
gelagert, welches rtdiale und axiale Kräfte aufnehmen kann, und mittels eines doppelreihigen selbsteinstellenden
Rollenlagers 19 am Ende der Mischschneckenweile 3. Zwischen den beiden Lagern sind Distanzbüchsen 20
und 21 vorgesehen, während die Baugruppe über eine Lagerbüchse 22 gegen eine Schulter 23 der Mischschneckenwelle
3 von einem Endblech 24 abgestützt ist, das mit Schrauben im Wellenende befestigt ist. Die Lager
18 und 19 sind in einem Lagergehäuse 25 in der Achse des zweiten Kreuzkupplungsteils 15 aufgenommen.
Von der beschriebenen Konstruktion ist das Ende der MischschnC-kenwelle 3 derart unterstützt, daß es die
Schwenkbewegung durch den Mischbehälter 1 und die Rotation um die eigene Achse ausführen kann, und zwar
mittels der Baugruppe aus der Kreuzkupplung 11 im unteren Gehäuseteil 12 und der radiale und axiale Kräfte
aufnehmenden Lager 18,19 im Lagergehäuse 25.
Die Dichtung zwischen dem Inhalt des Mischbehälters 1 bzw. dessen Behälterhoden 26 und dem Gehäuse
12 wird bewirkt mit einem kugelsegmentförmigen Dichtungskörper
27, welcher in dieser Ausführung mit ίο Schrauben 28 fest an der Oberseite des zweiten Teils 15
der Kreuzkupplung 11 befestigt und an der Mischschneckenwelle 3 mittels der Lagerbüchse 22 gelagert
ist. Der Behälterboden 26 weist eine Öffnung 29 auf, durch welche hindurch der Dichtungskörper 27 teilweise
heräusragt, während ein elastischer Dichtungsring 30.
z. B. aus Kunststoff, in dieser Öffnung montiert ist. und an die Kugelfläche des Dichtungskörpers 27 anliegt,
welche ihren Mittelpunkt im Mittelpunkt 17 der Kreuzkupplung 11 hat. Der Dichtungskörper 27 ist hohl und
der hohle Raum 31 desselben steht über eine oder mehrere Öffnungen 32 im Boden 33 in Verbindung mit dem
Raum des Gehäuseteiles 12 des Mischers. Der Boden 33 ist einerseits mittels Schrauben 34 mit G^m Dichtungskörper 27 und andererseits mittels der Schrauben 28 mit
dem Kreuzkupplungsteil 15 verbunden.
Um den Raum zwischen dem Dichtungskörper 27 und der Lagerbüchse 22 auf der Mischschneckenwelle 3 gegen
das Durchlassen von Material aus dem Mischbehälter 1 abzudichten, ist zwischen diesen Teilen eine Stopfbüchse
35 montiert. In der Stopfbüchse 35 ist eine Pakkung vorgesehen, die durch eine Manschettendichtung
36 ergänzt werden kann. Die Packung wird von einem Packungsdrücker 37 angedrückt. Auch zwischen dem
Boden 33 des Dichtungskörpers 27 und der Mischschneckenwelle 3 oder, wie dargestellt, einer Büchse 38
um die Mischschneckenwelle 3 herum, ist eine Dichtungsmanschette 39 zur Abdichtung des Lagergehäuses
25 vorgesehen.
Etwaiges Material aus dem Mischer, das den Dichtungsring
30 passieren würde, kommt in den großen freien Raum in Gehäuse 12 und kann sich nicht zwischen
drehenden Teilen verklemmen. Dasselbe gilt für Material, welches sich zwischen der Packung 35 und der Büchse
22 auf der Mischschneckenwelle 3 hindurchbewegen würde: es gelangte ebenfalls über den hohlen Raum 31
im Dichtungskörper 27 und über die ö!7nunger: 32 in das Gehäuse 12. Um zu vermeiden, daß dieses letztgenannte
Material über die Manschette 39 in das Lagergehäuse 25 gerät, empfiehlt es sich zwischen der Stopfbüchse
35 und dem Gehäuse 25 ein Schleuderblech 40 fest auf der Mischschneckenwelle 3 zu befestigen. Dadurch
wird das Ma-erial, welches die Stopfbuchse 35
passiert hat. vom Lagergehäuse 25 weggehalten unj gerät in das Gehäuse i2. Als zusätzliche Sicherung
kö/inte noch ein Dichtungsring 41, welcher mit einer
Lippe an das Schleuderblech 40 anliegt, zvischen dem
Schleuderblech 40 und dem Boden 33 des Dichtungskörpers 27 vorgesehen werden.
Ins Gehäuse 12 geratendes Material sammelt sich ain Boden 42 desselbe-, der mit Schrauben lösbar am Gehäuse
12 befestigt ist. Es empfiehlt sich, eine oder mehrere öffnungen 42 im Boden 42 vorzusehen, so daß
überwacht werden kann, ob vielleicht mehr Material ins Gehäuse 12 gerät, als mit guten Dichtungen vereinbar
ei ist: sollte dies der Fall sein, so fällt dieses Material durch
die öffnung 43 hindirch und zeigt deutlich an. daß der
Mischer nicht einwandfrei arbeitet.
Der Dichtungsring 30 und die Packung 35 können in
27 Ol 799
bekannter Weise mittels Zufuhrkanälen 44 bzw. 45 mit Luft- oder Wasserspülung versehen scm, damit eindringendes
Material abgewehrt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Mischer mit einem Mischbehälter mit einer senkrechten Achse, einer kegeligen Seitenwand und
einem Behälterboden, mit einer Mischschnecke in dem Behäfter, mit einem Antrieb, der von oben die
Mischschnecke um ihre Achse und um die Behälterachse antreibt, mit einer Lagerung für die Mischschneckenwelle
in der Nähe des Behälterbodens, wobei die Lagerung ein erstes und ein zweites Kreuzkupplungsteil, zwei Drehbolzen für jedes
Kreuzkupplungsteil, sowie radiale und axiale Kräfte aufnehmende, in einem Lagergehäuse montierte Lager
aufweist dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung in einem Gehäuseteil (12) unterhalb
des Behälterbodens (26) angeordnet ist, daß die beiden Drehbolzen (14) des ersten Kreuzkupplungsteiles
(13) in dem Gehäuseteil gelagert sind, daß das Lagergehäuse (25) im zweiten Kreuzkupplungstsi!
(15) senkrech! 'u dessen Bolzen (16) angeordnet ist,
daß ein Dichümgskörner (27) am zweiten Kreuzkupplungsteil
oberhalb des Lagergehäuses, um die Mischschneckenwelle herum und durch eine öffnung
(29) im Behälterboden ragend befestigt ist, daß der Dichtungskörper die Oberfläche eines Kugel
segments aufweist, deren Mittelpunkt im Schnittpunkt der Achsen des ersten und zweiten Kreuzkupplungsteiles liegt, und daß ein am Behälterboden
befestigten elastischer Dichtungsring (30) am Dichtkörper anliegt.
2. Mischer nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungskörper (27) als obere Fläche fest am Lagergehäuse (25, m der Kreuzkupplung
(11) zugleich als Stopfbuchse (35) um die Welle
(3) dienend befestigt ist und mit t.nem, sich an die
Stopfbüchse anschließenden offenen Raum (31) versehen
ist. welcher an der Unterseite des Dichtungskörpers (27) mit dem Inneren des Gehäuseteils (12)
unterhalb des Mischbehälter (1) in Verbindung steht.
3. Mischer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Stopfbüchse (35) und
dem Lagergehäuse (25) quer zur Welle (3) ein Schleuderblech (40) befestigt ist.
4. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil (12) unterhalb des Mischbehälters (1) an seiner Unterseite
mit einer oder mehreren Durchfallöffnungen (43) versehen ist.
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ID=19825491
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