DE3702619A1 - Personenkraftwagen und verfahren zur herstellung eines solchen - Google Patents
Personenkraftwagen und verfahren zur herstellung eines solchenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Personenkraftwagen, mit
einem die Karosserie in einem Klebekanal aufnehmenden Unter
bau, der durch Unterbau-Längsträger versteift ist, einem Vor
derrahmen und einer den Fahrgastraum der Karosserie von dem
Bereich des Vorderrahmens abteilenden Stirnwand.
Bei der Herstellung von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Per
sonenkraftwagen, besteht zunehmend die Tendenz, einzelne Teile
nicht mehr separat zu montieren, sondern mehrere Teile zu vor
montierten Baugruppen zusammenzufassen und diese größeren Bau
einheiten dann im Fahrzeug einzubauen. Hierdurch können Quali
tätsverbesserungen und Erleichterungen der Arbeitsbedingungen
und Montageoperationen erreicht werden.
Ein Personenkraftwagen der eingangs bezeichneten Art ist
durch die DE-OS 34 29 839 bekannt geworden. Hierbei ist
der Vorderrahmen in den vormontierten Unterbau mit einbezogen.
Dies erfordert für die Karosserie eine Querverbindung als
Spannstrebe während der Montage und eine entsprechend lange
Klebeverbindung zwischen Vorderrahmen und Karosserie.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einmal für eine
ausreichende Stabilität der Karosserie als Transporteinheit
während der Montage zu sorgen, ohne daß es hierfür spezieller
Spannstreben bedarf, und zum anderen die Länge des zur Verbin
dung von Karosserie und Unterbau dienenden Klebekanals zu
verkürzen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe bei einem Personenkraft
wagen der eingangs bezeichneten Gattung dadurch gelöst,
daß der Vorderrahmen zusammen mit der Karosserie ein gemeinsa
mes Bauteil bildet, vorzugsweise mit der Karosserie verschweißt
ist, und daß zur Aufnahme des gesamten Antriebsaggregats
ein mit dem Unterbau verbindbarer, als Querträger ausgebildeter
Unterrahmen vorgesehen ist.
Der Unterbau hat also erfindungsgemäß keinen Vorderrahmen.
Statt dessen ist der Vorderrahmen mit der Karosserie verbunden,
vorzugsweise verschweißt. Durch die Querträger des Vorderrah
mens wird hierbei in einfacher Weise erreicht, daß die Karos
serie eine in sich stabile Transporteinheit bildet. Da der
Vorderrahmen mit der Karosserie ohnehin fest verbunden ist
(vorzugsweise durch Verschweißung), erübrigt sich vorteilhaf
terweise eine zusätzliche Klebeverbindung zwischen Vorderrah
men und Karosserie. Der Klebekanal bleibt dadurch ausschließ
lich auf den Bereich des Unterbodens (ohne Vorderrahmen)
beschränkt, wodurch die gesamte Klebenaht zwischen Karosserie
und Unterbau gegenüber dem Stand der Technik nach DE-OS
34 29 839 erheblich verkürzt wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in der separaten
Montage des Antriebsaggregates auf dem Unterrahmen. Gegebenen
falls kann hierbei - im Falle einer möglichen automatischen
Montage des Antriebsaggregates - der Unterrahmen als Querträ
ger für einen Hilfsrahmen fungieren.
Nach einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ist
ein Verfahren zur Herstellung eines Personenkraftwagens
der in Rede stehenden Art durch folgende Verfahrensschritte
gekennzeichnet:
- 1. Verschweißen der Karosserie mit dem Vorderrahmen.
- 2. Vormontage des gesamten Antriebsaggregates auf dem Unterrahmen.
- 3. Verbindung von Karosserie und Unterbau durch Einsetzen der Karosserie in den Klebekanal des Unterbaus.
- 4. Verschrauben des mit dem gesamten Antriebsaggregat eine vormontierte Baueinheit bildenden Unterrahmens mit den Längsträgern des Unterbaus und mit dem Vorder rahmen.
- 5. Einkleben der Stirnwand - gegebenenfalls einschließ lich Cockpit-Modul - in den noch offenen vorderen Teil des am Unterboden umlaufend ausgebildeten Klebe kanals und dadurch Schließung des gesamten Klebekanals am Unterboden.
Alternativ kann das Herstellungsverfahren auch wie folgt
ablaufen:
- 1. Verschweißen der Karosserie mit dem Vorderrahmen.
- 2. Vormontage des gesamten Antriebsaggregats auf dem Unterrahmen.
- 3. Verschrauben des mit dem gesamten Antriebsaggregat eine vormontierte Baueinheit bildenden Unterrahmens mit den Längsträgern des Unterbaus.
- 4. Verbindung von Karosserie und Unterbau, einschließlich des am Unterbau befestigten Unterrahmens mit Antriebs aggregat, durch Einsetzen der Karosserie in den Klebe kanal des Unterbaus.
- 5. Verschrauben des Unterrahmens einschließlich Antriebs aggregat mit dem Vorderrahmen.
- 6. Einkleben der Stirnwand - gegebenenfalls einschließlich Cockpit-Modul - in den noch offenen vorderen Teil des am Unterbau umlaufend ausgebildeten Klebekanals und dadurch Schließung des gesamten Klebekanals am Unterbau.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung können
den Unteransprüchen entnommen werden. Zur näheren Erläuterung
der Erfindung dienen Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung
veranschaulicht und nachstehend beschrieben sind. Es zeigt:
Fig. 1 in Seitenansicht (schematisch) die wesentlichen
tragenden Teile eines Personenkraftwagens der
in Rede stehenden Art, in montiertem Zustand,
Fig. 2 einen PKW-Oberbau, in perspektivischer Darstellung,
und
Fig. 3 ebenfalls perspektivisch - einen zu dem Oberbau
nach Fig. 2 passenden PKW-Unterbau, an dessen
Vorderseite eine aus einem Unterrahmen mit komplett
montiertem Antriebsaggregat bestehende Baugruppe
befestigt ist.
Es bezeichnet 10 einen sich im wesentlichen über die Länge
und Breite des Fahrgastraumes 11 erstreckenden Unterbau,
der zum Beispiel als Basis für eine vormontierte Unterbaugruppe
des in Rede stehenden Personenkraftwagens fungieren kann.
In Fig. 3 ist eine solche Unterbaugruppe angedeutet, die
im wesentlichen aus dem Unterbau 10 mit montierten Sitzen
12 bis 14, Bodenbelag 15 und Hinterachskonstruktion 16 besteht.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist der Unterbau 10 durch Unterbau-
Längsträger 17 versteift. Der Oberbau ist insgesamt mit
18 bezeichnet. Er besteht aus der Karosserie 19 und einem
Vorderrahmen 20, der mit der Vorderseite der Karosserie
19 verschweißt ist. Fig. 2 macht deutlich, daß der Vorderrahmen
20 Radkästen 21, 22 für die Vorderräder und topfförmige
Vertiefungen 23, 24 für den oberen Abschluß von (aus Fig. 3
ersichtlichen) Feder- und Dämpfermitteln 25 bzw. 26 für
die Vorderachskonstruktion 27 umfaßt.
Bei einem weiteren wesentlichen tragenden Teil der aus Fig.
1 in schematisch vereinfachter Form ersichtlichen PKW-Konstruk
tion handelt es sich um einen querträgerartig konzipierten
und mit 28 bezifferten Unterrahmen. Dieser ist bei 29 mit
den Längsträgern 17 des Unterbaus 10 und bei 30 mit dem
Vorderwagen 20 verschraubt. Der Unterrahmen 28 schließt
hierbei ein an der Unterseite des Vorderrahmens 20 ausgebilde
tes sogenanntes Lenkungsfenster 31 nach unten hin ab.
Die Hauptfunktion des Unterrahmens 28 ist aus Fig. 3 ersicht
lich. Sie besteht darin, als tragende und Montagebasis für
das gesamte Antriebsaggregat 32 zu dienen. Hierzu wird das
gesamte Antriebsaggregat 32 auf dem Unterrahmen 28 komplet
tiert und dann als Funktionseinheit mit dem Unterbau 10
bei 29 verschraubt. Anschließend können alle Leitungen und
Funktionsübertragungselemente mit dem Unterbau bzw. seinen
Aggregaten verbunden werden.
Danach wird die Karosserie 19 durch einen am Rande des Unter
baus 10 ausgebildeten umlaufenden Klebekanal 33 mit dem
Unterbau 10 verbunden. Hierzu kann die aus Unterbau 10 mit
montierten Einbauten 12 bis 16 und Unterrahmen 28 mit Antriebs
aggregat 32 bestehende Baugruppe - wie in Fig. 2 und 3 angedeu
tet - vertikal von unten nach oben (Pfeilrichtung 34) in den
aus Karosserie 19 und Vorderrahmen 20 bestehenden Oberbau
18 eingefahren werden, bis ein am unteren Rand der Karosserie
19 ausgebildeter vertikaler Verbindungsflansch 35 in den
Klebekanal 33 des Unterbaus 10 eingreift. Anschließend
kann - bei 30 - die Verschraubung des Unterrahmens 28 (ein
schließlich darauf angeordnetem Antriebsaggregat 32) mit
dem Vorderrahmen 20 erfolgen.
Alternativ kann aber der Zusammenbau auch so vorgenommen
werden, daß zunächst nur der Unterbau 10 mit Einbauten 12
bis 16, aber noch losgelöst vom Unterrahmen 28, mit der
Karosserie 19 verklebt und anschließend die aus Unterrahmen
28 und Antriebsaggregat 32 bestehende Funktionseinheit separat
mit Unterboden 10 und Vorderrahmen 20 (bei 29 bzw. 30)
verschraubt wird.
In jedem Fall wird aber erst durch den Verbund Karosserie
19 - Unterbau 10 mit dem verschraubten Unterrahmen 28 der
Vorderrahmen 20 mit den Unterbau-Längsträgern 17 kraftschlüssig
verbunden. Ein wesentlicher Vorteil dieser insbesondere
aus Fig. 1 ersichtlichen konstruktiven Lösung liegt im übrigen
darin, daß bei einem Fahrzeug-Crash die Schubkräfte nicht
allein von der Verschraubung 29, 30, sondern hauptsächlich
durch die Abstützung des Unterrahmens 28 an der mit 36 beziffer
ten vorderen Stirnfläche der Unterbau-Längsträger 17 aufgenom
men werden.
Den Abschluß des im Vorstehenden geschilderten Montagevorgangs
bildet der Einbau der aus Fig. 1 ersichtlichen und dort
mit 37 bezeichneten Stirnwand, gegebenenfalls einschließlich
mit der Stirnwand zu einem sogenannten Cockpit-Modul zusammen
gefaßter Bedienungs- und Anzeigeelemente (in Fig. 1 ist
hiervon beispielsweise die Armaturentafel schematisch angedeu
tet und mit 38 beziffert).
Fig. 1 macht deutlich, daß hierzu die Stirnwand 37 mit ihrem
unteren Rand in einen vorderen, quer zur Fahrzeuglängsachse
gerichteten Abschnitt 39 des am Unterbau 10 umlaufend ausgebil
deten Klebekanals 33 eingreift und auf diese Weise mit dem
Unterbau 10 durch Kleben verbunden wird. Der umlaufende
Klebekanal 33 ist damit allseitig geschlossen.
Claims (7)
1. Personenkraftwagen, mit einem die Karosserie in einem
Klebekanal aufnehmenden Unterbau, der durch Unterbau-
Längsträger versteift ist, einem Vorderrahmen und einer
den Fahrgastraum der Karosserie von dem Bereich des Vor
derrahmens abteilenden Stirnwand,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderrahmen (20) zusam
men mit der Karosserie (19) ein gemeinsames Bauteil (18)
bildet, vorzugsweise mit der Karosserie (19) verschweißt
ist, und daß zur Aufnahme des gesamten Antriebsaggregats
(32) ein mit dem Unterbau (10) verbindbarer, als Quer
träger ausgebildeter Unterrahmen (28) vorgesehen ist.
2. Personenkraftwagen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der das Antriebsaggregat
(32) tragende Unterrahmen (28) einerseits (bei 29) mit
den vorderen Enden der Unterbau-Längsträger (17), anderer
seits (bei 30) mit dem Vorderrahmen (20) verschraubt ist
(Fig. 1).
3. Personenkraftwagen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Vorder
rahmens (20) im Bereich der Stirnwand (37) ein Lenkungs
fenster (31) ausgebildet ist und daß das Lenkungsfenster
durch die Montage des Unterrahmens (28) verschlossen wird.
4. Personenkraftwagen nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Rand des Unterbaus
(10) ein quer zur Fahrzeuglängsachse gerichteter Abschnitt
(39) eines am Unterbau (10) umlaufend ausgebildeten Klebe
kanals (33) ausgebildet ist, der zur Aufnahme der Stirn
wand (37) und - gegebenenfalls - zur Fixierung von mit
der Stirnwand (37) zu einem sogenannten Cockpit-Modul
zusammengefaßten Bedienungsaggregaten und Anzeigeelemen
ten (z. B. 38) dient (Fig. 1).
5. Personenkraftwagen nach einem oder mehreren der vorstehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Unterrahmen (28) zusammen
mit dem von ihm getragenen kompletten Antriebsaggregat
(32) eine vormontierte Baueinheit bildet.
6. Verfahren zur Herstellung eines Personenkraftwagens nach
einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- 1. Verschweißen der Karosserie (19) mit dem Vorder rahmen (20).
- 2. Vormontage des gesamten Antriebsaggregats (32) auf dem Unterrahmen (28).
- 3. Verbindung von Karosserie (19) und Unterbau (10) durch Einsetzen der Karosserie (19) in den Klebe kanal (33) des Unterbaus (10).
- 4. Verschrauben des mit dem gesamten Antriebsaggregat (32) eine vormontierte Baueinheit bildenden Unter rahmens (28) mit den Längsträgern (17) des Unter baus (10) und mit dem Vorderrahmen (20).
- 5. Einkleben der Stirnwand (37) - ggf. einschließlich Cockpit-Modul - in den noch offenen vorderen Teil (39) des am Unterbau (10) umlaufend ausgebildeten Klebekanals (33) und dadurch Schließung des gesam ten Klebekanals (33) am Unterbau (10).
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- 1. Verschweißen der Karosserie (19) mit dem Vorder rahmen (20).
- 2. Vormontage des gesamten Antriebsaggregats (32) auf dem Unterrahmen (28).
- 3. Verschrauben des mit dem gesamten Antriebsaggre gat (32) eine vormontierte Baueinheit bildenden Unterrahmens (28) mit den Längsträgern (17) des Unterbaus (10).
- 4. Verbindung von Karosserie (19) und Unterbau (10), einschließlich des am Unterbau (10) befestigten Unterrahmens (28) mit Antriebsaggregat (32), durch Einsetzen der Karosserie (19) in den Klebekanal (33) des Unterbaus (10).
- 5. Verschrauben des Unterrahmens (28) einschließlich Antriebsaggregat (32) mit dem Vorderrahmen (20).
- 6. Einkleben der Stirnwand (37) - gegebenenfalls ein schließlich Cockpit-Modul - in den noch offenen vorderen Teil (39) des am Unterbau (10) umlaufend ausgebildeten Klebekanals (33) und dadurch Schlie ßung des gesamten Klebekanals (33) am Unterbau (10).
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ID=6319782
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